Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 wurden neue Maßstäbe für den internationalen Klimaschutz gesetzt. Berlin ist zwar nicht selbst Vertragspartner und unmittelbar verpflichtet, betrachtet die Vereinbarungen von Paris aber als Handlungsleitfaden für seine zukünftigen Bemühungen zum Schutze des Klimas. Mit seiner Strategie für ein klimaneutrales Berlin 2045 will Berlin daher einen relevanten Beitrag zu den internationalen, europäischen und nationalen Bemühungen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel leisten. Denn Berlin kommt wie anderen Städten weltweit eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Klimawandel zu. Städte und Gemeinden nehmen zwar nur zwei Prozent der weltweiten Landfläche ein, beherbergen aber heute schon mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung und werden für rund Zweidrittel des Energieverbrauchs und bis zu 70 Prozent der globalen Kohlendioxidemissionen verantwortlich gemacht. Gleichzeitig ist der Klimawandel in dicht besiedelten, urbanen Gebieten deutlich spürbar. Extremwetterereignisse wie die starken Stürme und Starkregenereignisse des Jahres 2017 und die extreme Sommerhitze der Jahre 2018 und 2019 unterstreichen auch in Berlin die Notwendigkeit des Handelns. Konzepte und Ideen für den praktischen Klimaschutz auf der lokalen Ebene zu entwickeln und umzusetzen ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz – aus einer globalen Perspektive betrachtet aber nur ein sehr kleiner. Es sei denn, es gelingt, erfolgreiche lokale Initiativen und Lösungsansätze international zu verbreiten, Kräfte und Ressourcen zu bündeln und dadurch ihre Wirkung zu vervielfachen. Die internationale Vernetzung und Austausch über diese Bemühungen nimmt Berlin unter anderem durch die Beteiligung an europäischen und internationalen Initiativen zum Klimaschutz wahr. Darüber hinaus werden regelmäßig internationale und europäische Delegationen empfangen, die sich über die Berliner Klimaschutzpolitik informieren wollen. Berlin beteiligt sich intensiv an internationalen Kooperationen, in kommunalen Bündnissen und innerhalb der Europäischen Union, die sich seit den 1990er Jahren zum Austausch und zur Entwicklung gemeinsamer Klimaschutzstrategien wie auch zur Förderung von Nachhaltigkeitsstrategien gebildet haben. Diese internationalen Zusammenschlüsse von Städten und Gemeinden dienen dem Austausch über lokale Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsstrategien. Außerdem vertreten sie lokale Interessen in der internationalen Klimaschutzpolitik und -diplomatie. Lange vor Verabschiedung des Pariser Klimaschutzübereinkommens Ende 2015 haben sich weltweit Städte und Gemeinden in den unten genannten Bündnissen zu konkreten und ehrgeizigen Minderungszielen verpflichtet und setzten damit wichtige Impulse. In dieser Funktion beteiligen sie sich daran, die internationalen, europäischen und nationalen Rahmenbedingungen lokaler Klimapolitik zu verbessern.
Aktuelle Hochwasserinformation Was ist Hochwasser? Hochwassersituation in Berlin Hochwasservorsorge Maßnahmen Ihre Vorsorgemaßnahmen Über die Hochwassersituation in Spree und Havel können Sie sich auf den Seiten des Landes Brandenburg informieren. Hochwasserschutz Hochwasserinformationen im Wasserportal Berlin Nach Gesetz ist Hochwasser „(…) eine zeitlich beschränkte Überschwemmung von normalerweise nicht mit Wasser bedecktem Land, insbesondere durch oberirdische Gewässer (…). Davon ausgenommen sind Überschwemmungen aus Abwasseranlagen.“ Hochwasser kann somit auch durch Starkregen verursacht werden. Fachlich wird zwischen Überflutungen (pluviale Hochwasser) und Überschwemmungen (fluviale Hochwasser) unterschieden. Überflutungen (pluviale Ereignisse) entstehen, wenn Starkregen vor allem in urbanen Gebieten zu einer schnellen Wasseransammlung führt. Dies kann die Kapazitäten des Kanalsystems und der Entwässerungsinfrastruktur überschreiten und zu Überflutungen führen, die auch abseits von Flüssen und Bächen auftreten. Abweichend von der gesetzlichen Definition umfasst die Definition der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA-A 118) Überflutungen auch Situationen, in denen Wasser aus einem Entwässerungssystem austritt und dadurch Schäden oder erhebliche Funktionsstörungen verursacht. Diese Art der Überflutung betrifft vor allem städtische Gebiete, in denen ein hoher Versiegelungsgrad (vgl. Umweltatlaskarte Versiegelung ) eine natürliche Versickerung des Wassers behindert. Mehr Information zum Thema Überflutung und Starkregen finden Sie im Umweltatlas . Überschwemmungen (fluviale Ereignisse) entstehen, wenn Flüsse aufgrund anhaltender Niederschläge, Starkregenereignisse oder Schneeschmelze überlastet sind und über die Ufer treten. Eine detaillierte Beschreibung zu Hochwasser und Überschwemmungen findet sich im Umweltatlas . Mehr Information zum Thema Überflutung und Starkregen In Berlin können Hochwasser durch starke oder langanhaltende Niederschläge entstehen. Je nach Regenereignis unterscheiden sich die Hochwasserwellen. Starkniederschläge sind häufig in den Sommermonaten als Folge von Gewitterfronten zu beobachten. Sie weisen die größten Niederschlagintensitäten auf, sind räumlich begrenzt und haben eine relativ kurze Dauer. Starkniederschläge sind Hauptursache für schnell ansteigende Hochwasserwellen, wie z.B. an der Panke, können aber auch berlinweit zu Überflutungen führen. Durch den hohen Versiegelungsgrad in der Stadt wird die Bildung eines derartigen Hochwassers deutlich beschleunigt. Durch hohe Niederschläge ausgelöste Flusshochwasser ereigneten sich zum Beispiel am 30.07.2011 an der Erpe in Berlin-Köpenick, in der Nacht vom 21. zum 22.08.2012 sowie am 27.07.2016 an der Panke – Land unter an der Panke . Langanhaltende Niederschläge in größeren Einzugsgebietsflächen sind Hauptursache für Hochwasser am Tegeler Fließ, der Müggelspree und Havel. Derartige Hochwasserwellen laufen in den betroffenen Gewässern deutlich flacher ab, halten sich aber relativ länger. Hochwasservorsorge ist eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe. Der Schlüssel zur Begrenzung von Hochwasserschäden liegt im Zusammenwirken von staatlicher Vorsorge und eigenverantwortlichem Handeln des Einzelnen. Deshalb fordert das Wasserhaushaltsgesetz des Bundes (WHG), neben zentralen Maßnahmen zum Hochwasserschutz, jeden Einzelnen auf sich und sein Eigentum vor Hochwasserfolgen zu schützen: Jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, ist im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor nachteiligen Hochwasserfolgen und zur Schadensminderung zu treffen, insbesondere die Nutzung von Grundstücken den möglichen nachteiligen Folgen für Mensch, Umwelt oder Sachwerte durch Hochwasser anzupassen. (§ 5 (2) WHG (2009)) Die Länder sind verpflichtet, Maßnahmen zum vorbeugenden und technischen Hochwasserschutz umzusetzen, wenn diese wirtschaftlich geboten bzw. vertretbar und räumlich integrierbar sind. Einem Hochwasser kann durch Wasserrückhalt (Retention) in der Aue vorgebeugt werden. Die Potenziale für den vorbeugenden Hochwasserschutz hängen von verfügbaren Retentionsräumen ab. Die größtmögliche Speicherwirkung von Hochwasserwellen erreichen ausgedehnte Überflutungsauen. Solche Auenbereiche sind jedoch im urbanen Raum nahezu unwiderruflich überformt bzw. werden intensiv genutzt. Deshalb ist es wesentlich, den Wasserrückhalt in der verbleibenden Fläche zu verbessern und vorhandene Rückhalteräume optimal zu nutzen. Auch zentrales und dezentrales Regenwassermanagement sowie verbesserte Prognose- und Frühwarnsysteme sind wichtige Bausteine. Dort, wo es wirtschaftlich geboten und räumlich umsetzbar ist, können technische Maßnahmen zum Hochwasserschutz (z.B. Bau von Deichen) einen wesentlichen Beitrag zur Minimierung von regionalen Hochwasserschäden leisten. In Berlin werden Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes im Rahmen der Gewässerentwicklungskonzepte (GEK) geplant und umgesetzt (vgl. z.B. GEK Panke ). Maßnahmen zur Entschärfung der Hochwassersituation, die zugleich auch die Ökologie eines Gewässers fördern, sind z.B. Aufweitungen des Gewässerbettes, Rückhalt in der Aue durch Remäandrierungen. Im urbanen Raum sind diese Möglichkeiten aufgrund der vorhandenen Nutzungen jedoch begrenzt. Für einen nachhaltigen Hochwasserschutz in Berlin ist letztendlich auch eine aktive Zusammenarbeit zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg erforderlich. Durch den hohen Versiegelungsgrad wird der Oberflächenabfluss stark beschleunigt, so dass die Reaktionszeiten bei der Entstehung von Hochwasser infolge lokaler Starkregenereignisse gering sind. Deshalb sind vor allem dauerhaft wirkende Schutzmaßnahmen im Rahmen der Eigenvorsorge gemäß § 5 (2) WHG in Risikogebieten sinnvoll. Hierzu gehört insbesondere der Schutz von Gebäudeöffnungen gegen eindringendes Wasser (hochgezogene Kellerschächte, Abdichtung von Türen und Fenstern, druckdichte Fenster). Weitere Informationen finden Sie in der Hochwasserschutzfibel des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat . Überprüfen Sie zusätzlich, ob Schäden durch Überschwemmungen von Ihrer Gebäude- bzw. Hausratversicherung abgedeckt sind. Anbieter einer sogenannten Elementarschadensversicherung finden Sie auf den Seiten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft .
Außergewöhnlich heftige oder langanhaltende Regenfälle sowie Schneeschmelze können zu Hochwasser führen. Hochwasser sind natürliche Ereignisse, die sich nicht verhindern lassen. Die nachteiligen Auswirkungen von Hochwasserereignissen werden durch die Zunahme von Siedlungsflächen und Vermögenswerten in gefährdeten Bereichen und die Verringerung der natürlichen Wasserrückhaltefähigkeit der Landschaft, insbesondere des Bodens infolge einer intensiveren Flächennutzung, verstärkt. Einen absoluten Schutz vor Hochwasser gibt es nicht. Um Hochwasserschäden nachhaltig zu reduzieren oder verhindern zu können, ist ein umfassendes Management des Hochwasserrisikos notwendig. Das Hochwasserrisikomanagement ist eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe und umfasst verschiedene Aspekte, wie Vermeidung, Schutz, Vorsorge und Wiederherstellung/Regeneration. Der Schlüssel zur Begrenzung von Hochwasserschäden liegt im Zusammenwirken von staatlicher Vorsorge und eigenverantwortlichem Handeln des Einzelnen. Jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, ist im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor nachteiligen Hochwasserfolgen und zur Schadensminderung zu treffen, insbesondere die Nutzung von Grundstücken den möglichen nachteiligen Folgen für Mensch, Umwelt oder Sachwerte durch Hochwasser anzupassen (§5 (2) Wasserhaushaltsgesetz (WHG)). Nach § 72 WHG ist Hochwasser „(…) eine zeitlich beschränkte Überschwemmung von normalerweise nicht mit Wasser bedecktem Land, insbesondere durch oberirdische Gewässer (…). Davon ausgenommen sind Überschwemmungen aus Abwasseranlagen.“ Hochwasser kann jedoch auch durch Starkregen verursacht werden. Fachlich wird daher zwischen Überflutungen (pluvialen Hochwassern) und Überschwemmungen (fluvialen Ereignissen) unterschieden. Überflutungen treten auf, wenn Starkregen in urbanen Gebieten zu einer schnellen Ansammlung von Wasser führt, die das Kanalsystem und die Entwässerungsinfrastruktur überfordert. Diese Art der Überflutung betrifft vor allem städtische Gebiete, in denen ein hoher Versiegelungsgrad (vgl. Umweltatlaskarte 01.02 ) eine natürliche Versickerung des Wassers behindert. Überschwemmungen entstehen, wenn Flüsse aufgrund anhaltender Niederschläge, Starkregenereignisse oder Schneeschmelze überlastet sind und über die Ufer treten. Die Gefahren von pluvialen Hochwassern werden flächendeckend in der Starkregenhinweiskarte dargestellt. Diese bieten eine erste Orientierungshilfe für die Gefahrenabschätzung. Zusätzlich existiert eine detaillierte Starkregengefahrenkarte für bestimmte Gebiete. In dieser werden Überflutungstiefen und Fließgeschwindigkeiten bei verschiedenen Starkregenszenarien genau dargestellt. Eine detaillierte Beschreibung der Starkregen- und Überflutungsgefahren findet sich im Umweltatlas . Die am 23.10.2007 verabschiedete Richtlinie 2007/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken ( HWRM-RL ) ist seit dem 26.11.2007 in Kraft und gibt den Prozess des Hochwasserrisikomanagement. Der 2. Zyklus zur Umsetzung der HWRM-RL wurde Ende 2021 mit Veröffentlichung des Hochwasserrisikomanagementplans abgeschlossen (HWRM-Plan 2021). Der 3. Zyklus ist bis 2027 umzusetzen. Im ersten Schritt des zyklischen Prozesses erfolgt die Überprüfung der Bewertung des Hochwasserrisikos und der Risikogebiete in Berlin gemäß § 73 WHG und wird mit der Veröffentlichung bis zum 22.12.2024 abgeschlossen (SenMVKU 2024). Die Erstellung der Hochwassergefahrenkarten (HWGK) und Hochwasserrisikokarten (HWRK) stellt den zweiten Umsetzungsschritt der HWRM-RL dar und bildet die Grundlage für die anschließenden Aktualisierung des Hochwasserrisikomanagementplans bis Ende 2027. Der Hochwasserrisikomanagementplan enthält Maßnahmen, die nicht nur zu einer Verbesserung des Hochwasserschutzes, sondern auch zu einer verbesserten Hochwasservorsorge und zur Vermeidung von Hochwasserrisiken an der Elbe beitragen (HWRM-Plan 2021). HWGK beschreiben die räumliche Ausbreitung von Überschwemmungen sowie die Wassertiefe eines fluvialen Hochwassers bei drei verschiedenen Hochwasserszenarien. In den Gefahrenkarten werden Überschwemmungen dargestellt, die durch ein Hochwasser eines Gewässers selbst entstehen. Überschwemmungen, die durch kapazitative Überforderung der Abwasseranlagen, zu Tage tretendes Grundwasser, Versagen wasserwirtschaftlicher Stauanlagen oder Überflutungen die durch Starkregen entstehen, werden in den HWGK nicht dargestellt. HWRK geben Auskunft über die möglichen hochwasserbedingten nachteiligen Folgen dieser Hochwasserereignisse bezogen auf die in der europäischen HWRM-RL festgelegten Schutzgüter (LAWA 2018). Nach § 74 Absatz 1 WHG erstellt die zuständige Behörde des Landes Berlin HWGK und HWRK. Die Inhalte der Karten müssen gemäß § 74 Absätze 2 bis 4 WHG den Anforderungen nach Artikel 6 Absatz 5 HWRM-RL entsprechen. Um weitgehend inhaltlich und gestalterisch einheitliche Kartenwerke zu erstellen, hat die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) entsprechende „Empfehlungen zur Aufstellung von Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten“ veröffentlicht (LAWA 2018). Sie enthalten Standards für Mindestanforderungen der HWRM-RL an die HWGK und HWRK. Die Überprüfung und ggf. Aktualisierung der HWGK und HWRK in Berlin folgt den LAWA Empfehlungen für die Kartenerstellung und den Signifikanzkriterien (LAWA 2017, 2018) sowie dem Umsetzungskonzept der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Elbe (FGG 2018). Für eine detailliertere Darstellung der methodischen Ausgestaltung und Arbeitsschritte wird auf diese beiden Dokumente (LAWA 2018, FGG 2018) verwiesen. Aufgrund der Landesgrenze zu Brandenburg erfolgte zudem eine enge bilaterale Abstimmung mit dem Land Brandenburg. Die Bewertung des Hochwasserrisikos entsprechend der HWRM-RL ergab, dass für die Gebiete Tegeler Fließ, Panke, Erpe, Wuhle, Untere Havel/Untere Spree und Müggelspree inklusive Gosener Gewässer mit Seddinsee ein potentielles signifikantes Hochwasserrisiko besteht. Diese wurden als Risikogebiete entsprechend § 73 WHG bestimmt (siehe Abbildung 1). Für diese Gebiete werden HWGK und HWRK erarbeitet bzw. aktualisiert und bis zum 22. Dezember 2025 veröffentlicht. Überschwemmungsgebiete werden in Risikogebieten ausgewiesen, in denen eine bedeutende Hochwassergefahr besteht. Überschwemmungsgebiete (ÜSG) gemäß § 76 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) sind Gebiete, die bei einem Hochwasser eines oberirdischen Gewässers überschwemmt oder für die Hochwasserrückhaltung genutzt werden. Im jursitischen Sinn ist das ÜSG eine Fläche, die statistisch gesehen einmal in 100 Jahren überschwemmt wird. In Berlin basieren die Überschwemmungsgebiete auf den Hochwassergefahrenkarten für Hochwasser mit mittlerer Wahrscheinlichkeit. Die Überschwemmungsgebiete entlang hochwassergefährdeter Gewässer werden durch behördliche Verordnung rechtsverbindlich festgelegt oder vorläufig gesichert. Hier gilt ein weitreichender Pflichtenkatalog. Er beinhaltet Maßnahmen wie den Erhalt und die Wiederherstellung von Rückhalteflächen, das Verbot der Umwandlung von Grünland zu Ackerland sowie Einschränkungen für Bauvorhaben. In festgesetzten Überschwemmungsgebieten ist die Ausweisung neuer Baugebiete im Außenbereich durch Bauleitpläne oder sonstige Satzungen nach dem Baugesetzbuch untersagt. Um die Schadenspotenziale nicht zu erhöhen, sind zusätzlich die Errichtung oder Erweiterung von Bauwerken gemäß den §§ 30, 33, 34 und 35 des Baugesetzbuches verboten. Das Einbringen oder Ablagern von wassergefährdenden Stoffen auf dem Boden sowie die längerfristige Lagerung von Gegenständen, die den Wasserabfluss behindern oder fortgeschwemmt werden können, ist ebenfalls untersagt. Im ÜSG und in Gebieten mit Hochwassergefahren ist somit die Nutzung anzupassen, um Schäden durch Hochwasser zu minimieren sowie dem Verlust der Wasserrückhaltefähigkeit entgegen zu wirken. Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten (WHG §78b) sind die Flächenkulisse der Hochwassergefahrenkarte für Hochwasser mit niedriger Wahrscheinlichkeit bzw. das Extremszenario abzüglich der Fläche, die als festgesetztes oder vorläufig gesichertes Überschwemmungsgebiet ausgewiesen ist. Dies sind somit Gebiete, die von Hochwasser betroffen werden, mit denen seltener als einmal in 100 Jahren zu rechnen ist. Mit den HWGK, HWRK und ÜSG liegen für Berlin Instrumente für den vorbeugenden Hochwasserschutz vor, mit welchem die Ausdehnung von Überschwemmungen und deren Auswirkungen bei bestimmten Hochwasserereignissen beschrieben werden. Des Weiteren soll das Bewusstsein für mögliche Hochwassergefahren durch HWGK und ÜSG gefördert werden.
Umweltwärme und Wärmepumpen Abwärme Solarthermie Photovoltaisch-Thermische (PVT) Module Oberflächennahe Geothermie Eisspeicher Biomasse Biogas / Bio-Methan Die neuen Generationen von Wärmenetzen ermöglichen es, Wärme aus der Umgebung für die Versorgung von Gebäuden nutzbar zu machen, die für konventionelle Wärmenetze der älteren Generationen nicht erschlossen werden konnte. Schlüsseltechnologie, um diese Wärmequellen zu nutzen, ist die Wärmepumpe. Das grundlegende Funktionsprinzip einer Wärmepumpe ähnelt einem Kühlschrank, nur, dass der thermodynamische Kreisprozess in die umgekehrte Richtung läuft. Während im Kühlschrank die Wärme aus dem Inneren abgeführt und an die Umgebung übertragen wird, entzieht die Wärmepumpe einer Wärmequelle Energie und hebt diese, angetrieben meist durch Elektrizität, auf ein höheres Temperaturniveau, sodass sie zum Heizen genutzt werden kann. Die Wärmepumpe besteht aus einem geschlossenen Kreislauf, in dem ein Kältemittel zirkuliert und einen thermodynamischen Kreisprozess durchläuft. Die wesentlichen Komponenten einer Wärmepumpe sind Verdampfer, Verdichter, Kondensator und Drosselventil. Der Verdampfer ist ein Wärmeübertrager, in dem die Wärme der externen Wärmequelle an das Kältemittel in der Wärmepumpe übergeht, wodurch dieses verdampft. Durch den Verdichter wird der Druck des nun gasförmigen Kältemittels erhöht. Dadurch kommt es auch zu einer Erhöhung der Temperatur des Kältemittels. Diese muss oberhalb der zu erreichenden Heiztemperatur liegen, damit es im Kondensator, einem weiteren Wärmeübertrager, zur Abgabe der Wärme an das Heizwasser kommt. Durch die Wärmeabgabe kondensiert das Kältemittel im Kondensator und liegt wieder flüssig vor. Der Kondensator wird daher auch oft als Verflüssiger bezeichnet. Das Drosselventil reduziert den Druck des Kältemittels, wodurch die Temperatur weiter abfällt und der Kreisprozess mit Wiedereintritt in den Verdampfer von vorn beginnen kann. Zu den möglichen Wärmequellen zählen unter anderem Außenluft, Oberflächengewässer und Grundwasser sowie die oberen Schichten des Erdreichs (oberflächennahe Geothermie). Entsprechend kommen folgende Wärmepumpen-Typen zum Einsatz: Luft-Wasser-WP; Außenluft oder Abluft einer technischen Anlage Sole-Wasser-WP; Erdkollektoren und -sonden, PVT, Eisspeicher, etc Wasser-Wasser-WP; Grundwasser, Flusswasser, Abwasser, Kühlwasser Weiterführende Informationen Umweltbundesamt Bundesverband Wärmepumpe zur grundlegenden Funktionsweise von Wärmepumpen Bundesverband Wärmepumpe zur Rolle von Wärmepumpen in Nah- und Fernwärmenetzen Abwärme ist Wärme, die als Nebenprodukt in einem Prozess entsteht, dessen Hauptziel die Erzeugung eines Produktes, die Erbringung einer Dienstleistung oder eine Energieumwandlung ist, und ungenutzt an die Umwelt abgeführt werden müsste . Kann die Abwärme nicht durch eine Optimierung der Prozesse, bei denen sie entsteht, vermieden werden, wird sie als unvermeidbare Abwärme bezeichnet. Aus Effizienzgründen sollte eine hierarchisierte Verwendung mit Abwärme angestrebt werden: 1. Verfahrensoptimierung/ Vermeidung, 2. prozess- bzw. anlageninterne Nutzung, 3. betriebsinterne Nutzung, 4. außerbetriebliche Nutzung. Je nach Temperaturniveau der Abwärme lässt sie sich für unterschiedliche Zwecke nutzen. Abwärme kann bei ausreichend hohen Temperaturen direkt in Fern- und Nahwärmenetze eingespeist werden oder über Wärmepumpen auf das benötigte Temperaturniveau angehoben werden. Bei niedrigen Temperaturen ist die Nutzung in LowEx- oder teilweise auch kalten Nahwärmenetzen möglich. Unvermeidbare und damit extern nutzbare Abwärme fällt typischerweise in Industrieprozessen an. Aber auch die Abwärme von Kälteanlagen, die beispielsweise zur Kühlung von Rechenzentren oder großer Büro- und anderer Nichtwohngebäude genutzt werden, lässt sich sinnvoll in Wärmenetzen nutzen. Abwasserwärme ist eine weitere übliche Abwärmequelle in urbanen Gebieten, die ganzjährig eine Temperatur zwischen etwa 12 °C und 20 °C aufweist. Sie eignet sich daher besonders für die Nutzung als Wärmequelle für Wärmepumpen oder in kalten Netzen. Eine Herausforderung bei der Nutzung von unvermeidbarer Abwärme können Schwankungen im Wärmeangebot sein. So fällt Abwärme von Kälteanlagen zur Büroklimatisierung hauptsächlich im Sommer an und auch Abwärme aus Industrieprozessen kann z.B. bedingt durch Produktionszyklen volatil sein. Hier ist in der Detailplanung des Nahwärmenetzes darauf zu achten, dass ein unregelmäßiges Abwärmeangebot durch entsprechende Speicher oder andere, regenerative Quellen ausgeglichen werden kann. Weiterführende Informationen Informationen rund um Abwasserwärme der Berliner Wasserbetriebe Analyse zum Abwärmepotenzial der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Die Einstrahlung der Sonne kann zur direkten Erwärmung eines Wärmeträgermediums genutzt werden. Diese Umwandlung von Sonnenenergie in thermische Energie über Kollektoren wird Solarthermie genannt. Dabei kommen hauptsächlich Flachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren zum Einsatz. Bei Flachkollektoren sind Kupferrohre in eine verglaste Absorberebene eingelassen. Vakuumröhrenkollektoren zeichnen sich durch einzelne, parallele und vakuumierte Glasröhren aus, in denen das Heizrohr mit Absorber verläuft. In den Kollektoren strömt in der Regel ein Wasser-Glykol-Gemisch, auch Sole, Solarflüssigkeit oder Wärmeträgerflüssigkeit genannt. Das beigemischte Glykol dient als Frostschutz, um bei geringer Einstrahlung und Außentemperatur ein Einfrieren im Winter zu verhindern. Mit Vakuumröhrenkollektoren können höhere Temperaturen und damit höhere Erträge pro Kollektorfläche erzielt werden. Besondere Bauformen besitzen auch Parabolspiegel, die das Sonnenlicht stärker auf die Absorber konzentrieren. Auch Systeme, die Wasser statt Sole führen, werden eingesetzt. Der Vorteil besteht in der höheren Wärmekapazität von Wasser gegenüber Sole, wodurch höhere Erträge und Temperaturen erzielt werden können. In wasserführenden Systemen findet im Winter bei fehlender Einstrahlung in regelmäßigen Abständen eine Zwangsumwälzung des Wassers statt, wodurch ein Einfrieren des Wärmeträgermediums in den Rohren vermieden wird. Mit einem Jahresertrag pro benötigte Grundfläche von 150 kWhth/(m²*a), ist die durchschnittliche Flächeneffizienz von ST-Anlagen beispielsweise um den Faktor 30 höher als die von Biomasseheizwerken bei der Verwendung von Holz aus Kurzumtriebsplantagen. In den letzten Jahren werden Solarthermie-Projekte zur Einspeisung in großstädtische Wärmenetze verstärkt umgesetzt. Bei der Einbindung von Solarthermischen Anlagen in Wärmenetze bietet sich sowohl die zentrale als auch die dezentrale Variante an. Zentrale Systeme speisen am Standort des Hauptwärmeerzeugers oft in einen vorhandenen Wärmespeicher ein. Dazu wird die Wärme von der Anlage über ein separates Rohrsystem zu der Heizzentrale geführt. Zu beachten: Im Sommer kann eine solarthermische Anlage die Deckung der gesamten Wärmelast übernehmen und je nach Auslegung auch einen Wärmespeicher füllen. Im Winter wird in der Regel ein weiterer Wärmeerzeuger eingesetzt, da Leistung und Wärmemenge aus der Solaranlage oft nicht ausreichen. Die Solarthermie kann in Wärmenetzen in Konkurrenz zu Grundlastquellen oder -Erzeugern stehen, z.B. Abwärme, Biomasse oder Blockheizkraftwerk (BHKW) und so den Bedarf an nötigem Wärmespeichervolumen erhöhen Eine Nutzung als Wärmequelle in kalten Netzen gestaltet sich schwierig, da die Sommertemperaturen zu hoch sind Weiterführende Informationen Solarthermie Wärmenetze PVT-Kollektoren sind ein Spezialfall der Sonnenenergienutzung. Sie kombinieren Photovoltaikzellen und solarthermische Kollektoren, um so Wärme und Strom in einem Modul zu erzeugen. Die verfügbare Dachfläche wird so optimal ausgenutzt. Die Kollektoren bestehen aus einem PV-Modul und einem rückseitig montiertem Wärmeübertrager. Dadurch, dass zeitgleich zur Stromerzeugung Wärme abgeführt wird, entsteht ein Kühleffekt, der zu einem höheren Stromertrag führt, da die Effizienz von PV-Modulen temperaturabhängig ist. PVT-Module gibt es in mehreren Varianten, die sich vor allem durch das Temperaturniveau der erzeugten Wärme unterscheiden. Für die Erzeugung hoher Temperaturen wird der Wärmeübertrager vollständig mit Wärmedämmung eingehaust. Dadurch geht jedoch der stromertragssteigernde Kühleffekt an den PV-Zellen verloren, sodass diese Module vor allem zur Erzeugung von Prozesswärme eingesetzt werden. Als Wärmequelle für Wärmepumpen in Nahwärmenetzen eignen sich daher vor allem ungedämmte sogenannte unabgedeckte PVT-Kollektoren, bei denen die Rohre des Wärmeübertragers mit zusätzlichen Leitblechen für einen Wärmeübergang aus der Luft optimiert sind. Diese liefern ganzjährig Energie, die beispielsweise direkt in ein kaltes Nahwärmenetz eingespeist werden kann. Weiterführende Informationen Informationen zu PVT-Modulen und Wärmepumpen im Rahmen des Forschungsprojektes integraTE Verwendung von PVT-Modulen im degewo Zukunftshaus In den oberen Erdschichten folgt die Bodentemperatur der Außenlufttemperatur. Mit zunehmender Tiefe steigt die Temperatur an und ist ab ca. 15 m unter Gelände Oberkante nahezu konstant. Die Wärme aus dem Erdreich kann über verschiedene horizontale und vertikale Erdwärmeübertrager oder auch Grundwasserbrunnen gewonnen und als Wärmequelle für Wärmepumpen genutzt werden. Horizontale Erdwärmeübertrager werden Erdkollektoren genannt. Es handelt sich hierbei um Rohrregister, üblicherweise aus Kunststoff, die horizontal oder schräg, spiral-, schrauben- oder schneckenförmig in den oberen fünf Metern des Untergrundes verlegt werden. Bei der häufigsten Nutzung der Erdwärme werden Erdsonden – meist Doppel-U-Rohrleitungen in vertikalen Tiefenbohrungen bis 100 m verwendet. Ab Tiefen über 100 m gilt Bergbaurecht, womit komplexere Genehmigungsverfahren verbunden sind, die eine Nutzung in kleinen, dezentralen Netzen in der Regel ausschließen. Perspektivisch wird durch das 4. Bürokratieentlastungsgesetz voraussichtlich die oberflächennahe Geothermie bis 400 m nicht mehr unter das Bergrecht fallen. Es können mehrere Sonden zu einer Anlage vereint werden. Hierbei ist durch einen ausreichenden Abstand der Sonden untereinander eine gegenseitige Beeinflussung auszuschließen. Auch zu benachbarten Grundstücken muss ein entsprechender Abstand gewahrt bleiben. In Erdwärmeübertragern wird ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, Sole genannt, verwendet, da die Temperatur der Sole auch unter 0 °C fallen kann. Aufgrund des Einsatz Wassergefährdender Stoffe und weil der Eingriff in den Wärmehaushalt nach geltendem Recht eine Gewässernutzung darstellt, ist für Erdwärmesonden im Allgemeinen und Erdwärmekollektoren, die weniger als 1 m über dem höchsten Grundwasserstand verlegt werden, in Berlin eine wasserbehördliche Erlaubnis erforderlich. Als Alternative zu Erdsondenanlagen kommen bei größeren Anlagen auch Grundwasserbrunnen in Frage, bei denen über zwei Bohrungen die im Grundwasser enthaltene Wärme genutzt wird. Dabei dient eine Bohrung der Entnahme und eine weitere der Rückspeisung des entnommenen Wassers. Die Eignung des örtlichen Grundwasserleiters für eine Wärmeanwendung muss im konkreten Einzelfall geprüft werden. Für eng bebaute Gebiete eignet sich auch ein Koaxialsystem in Form eines Grundwasserzirkulationsbrunnens, welcher aus nur einer Bohrung besteht. Weiterführende Informationen Informationen und Anforderungen zur Erdwärmenutzung in Berlin Energieatlas mit geothermischen Potenzialen Informationen zur oberflächennahen Geothermie Beim Phasenübergang von flüssig zu fest gibt Wasser bei konstantem Temperaturniveau Energie in Form von Wärme ab. Diese Wärme, die allein bei der Aggregatzustandsänderung transportiert wird, wird als latente Wärme bezeichnet. Bezogen auf die Masse von 1 kg handelt es sich um die Erstarrungsenthalpie eines Stoffes, die bei Wasser in etwa der Energiemenge entspricht, die auch benötigt wird, um dasselbe 1 kg Wasser von 0 °C auf 80 °C zu erwärmen. Zu- oder abgeführte Wärme, die eine Temperaturveränderung bewirkt, wird als sensible Wärme bezeichnet. In Eisspeichern wird eine Wassermenge, z.B. in einer unterirdischen Betonzisterne durch Wärmeentzug vereist. Dazu strömt ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, Sole genannt, mit geringerer Temperatur als dem Gefrierpunkt von Wasser durch Rohrspiralen im Speicher. Durch den Temperaturgradienten kommt es zum Wärmetransport zwischen dem erstarrenden Wasser in der Betonzisterne und der Sole in den Rohrspiralen. Die latente Wärme aus dem Phasenübergang des Wassers wird an die Sole übertragen, welche sich dadurch erwärmt. Die erwärmte Sole dient wiederum einer Wärmepumpe als Wärmequelle. Am Verdampfer der Wärmepumpe gibt die Sole die Wärme wieder ab und kann anschließend erneut Wärme aus dem Eisspeicher aufnehmen. Durch Kombination mit Solarkollektoren kann die Effizienz der Anlage erhöht werden, wenn die damit gewonnene thermische Energie zur Regeneration des Eisspeichers genutzt wird. Weiterführende Informationen Informationen zu Eisspeichern Funktion und Kosten von Eisspeichern im Überblick Bei der Wärmebereitstellung durch Biomasse kommen in der Regel Anlagen zum Einsatz, in denen holzartige Biomasse verfeuert wird. Hierfür gibt es verschiedene Brennstoffe, die sich in Qualität und Kosten z.T. deutlich unterscheiden. Holzpellets sind kleine hochstandardisierte Presslinge mit einer Länge von 2-5 cm, die in unter anderem aus Resten der Holzverarbeitung gepresst werden. Ihr Einsatz in Pelletkessel ist hoch automatisiert und damit nur wenig störanfällig. Dennoch sind jährlich kleinere Arbeiten durch z.B. Ascheaustragung o.ä. erforderlich. Zudem ist eine entsprechende Lagerhaltung in einem sogenannten Bunker inkl. Fördersystem erforderlich. Der Einsatz von Holzhackschnitzeln ist etwas arbeitsaufwändiger, da sowohl Brennstoff als auch das Gesamtsystem zur Wärmeversorgung weniger automatisierbar ist. Die Beschaffung des etwa bis zu 10 cm großen, mechanisch zerkleinerten Holzpartikel ist deutlich günstiger und sie können zudem auch in außenliegenden, überdachten Lagerbereichen oder Wirtschaftsgebäuden gelagert werden. Jedoch bestehen größere Anforderungen an die Einbringtechnik und den Betrieb einer Feuerungsanlage. Durch den gröberen Brennstoff, unterschiedliche Brennstoffqualitäten und Ascheaustrag, kann es gegenüber einem Pelletkessel zu häufigerem Arbeitsaufwand kommen, sodass regelmäßige Präsenzzeiten zur Betreuung erforderlich sind. Des Weiteren kann zur Verteilung des Brennstoffes auch schweres Arbeitsgerät vor Ort erforderlich werden. Neben einer reinen Verbrennung der Holzbrennstoffe kann in einem Vergaser auch Holzgas aus der Biomasse gewonnen werden, um diese anschließend in einem speziellen BHKW in Wärme und Strom umzuwandeln. Holz als Brennstoff ist ein vergleichsweise günstiger und preisstabiler Brennstoff, der jedoch einen gewissen Arbeitsaufwand mit sich bringt. Hierbei sind auch die gegenüber der Verbrennung von gasförmigen Energieträgern erhöhten Staubanteile im Abgas zu beachten, welche im urbanen Bereich stärkere Anforderungen an die Abgasreinigung und Ascheentsorgung mit sich bringen. Auch ist bei der Verwendung von nicht lokal verfügbarer Biomasse ein umfangreicher Logistikaufwand zu betreiben, was zu mehr Verkehr auf den Straßen und einer zusätzlichen Belastung durch Emissionen führt. Ebenso ist bei der Abwägung, ob die Wärme für ein Nahwärmenetz mit Holz erzeugt werden soll, zu berücksichtigen, dass Holz nur bedingt als „klimaneutral“ bezeichnet werden kann. Die Verbrennung setzt neben Feinstaub auch Treibhausgase wie CO 2 und Methan frei. Die Annahme, dass die Wärmeerzeugung mit Holz klimaneutral ist, setzt eine nachhaltige Waldbewirtschaftung voraus, bei der mindestens genauso viel Kohlenstoff durch das Wachstum neuer Bäume gebunden wird, wie durch die Verbrennung von Holz freigesetzt wird. Wird Holz aus nicht nachhaltiger Waldbewirtschaftung (beispielsweise der Abholzung von Urwäldern) für die Wärmeerzeugung verwendet, dann fällt die Bilanz der Umweltauswirkungen negativ aus. Eine stärkere Reduktion von Treibhausgasen kann zudem erreicht werden, wenn das Holz für langlebige Produkte (beispielsweise als Bauholz) verwendet wird, da der Kohlenstoff dann dem natürlichen Kreislauf auf längere Zeit entzogen wird und nicht als CO 2 in die Atmosphäre gelangt. Empfehlenswert für die Wärmeerzeugung ist daher vor allem Restholz aus Produktionsprozessen, das nicht für andere Nutzungen geeignet ist, sowie Altholz, das am Ende der Nutzungskaskade angekommen ist. Die Qualität von Holzbrennstoffen lässt sich verschiedenen Normen in Güteklassen einteilen. Hierfür dient bspw. die DIN EN ISO 17225 oder das DINplus-Zertifizierungsprogramm, um Vergleichbarkeiten zu ermöglichen und eine entsprechende Brennstoffqualität sicherzustellen. Des Weiteren sollten Nachweise über die Herkunft der Biomasse bei den Lieferanten angefragt werden, um möglichst regionale Produkte zu nutzen. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat zu den Potenzialen von Biomasse in Berlin eine Untersuchung durchführen lassen, deren Ergebnisse hier einzusehen sind: Biomasse . Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie beim Bundesumweltministerium: BMUV: Klimaauswirkungen von Heizen mit Holz sowie beim Umweltbundesamt: Heizen mit Holz . Weiterführende Informationen Hackschnitzel: Qualität und Normen FNR – Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Für die Wärmeerzeugung aus Biogas existieren regionale unterschiedliche Möglichkeiten. Im ländlichen Raum kann häufig direkt Biogas aus Gärprozessen aus der Landwirtschaft verwendet werden. Abfallstoffe wie z.B. Gülle können dafür genutzt werden, wie auch eigens dafür angebaute Energiepflanzen. Die Verwendung von Anbaubiomasse zur Produktion von Biogas steht jedoch in starker Kritik und kann ebenso wie die Produktion von flüssigen Energieträgern auf die Formel ‚Tank oder Teller‘ reduziert werden. Daher wurde mit den letzten Novellen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Nutzung von Anbaubiomasse zu Biogasproduktion immer weiter eingeschränkt (Stichwort ‚Maisdeckel‘). Biogas kann vor Ort genutzt und in Wärme und Strom umgewandelt und verbraucht bzw. über ein kleines Nahwärmenetz verteilt werden. Für eine Einspeisung in das Erdgasnetz ist eine Methan-Aufbereitung des Gases erforderlich. In Berlin besteht die Möglichkeit, ein Biogas- bzw. Biomethanprodukt eines beliebigen Lieferanten aus dem öffentlichen Gasnetz zu beziehen. Dieses Biomethan ist in der Regel aufbereitetes Biogas, z.B. aus Reststoffen oder Kläranlagen, welches in das Netz an einem anderen Verknüpfungspunkt eingespeist wird. Vor Ort zur (Strom- und) Wärmeerzeugung wird dann bilanzielles Biomethan eingesetzt – ähnlich dem Bezug von Ökostrom aus dem öffentlichen Versorgungsnetz. Der tatsächliche Anteil von Biomethan im Erdgasnetz entsprach im Jahr 2022 lediglich etwa 1 %. Bei dem Kauf gibt es entsprechende Nachweiszertifikate (z.B. “Grünes Gas Label” – Label der Umweltverbände oder TÜV) der Anbieter. Die Umsetzung in Wärme (und Strom) erfolgt dann klassisch über Verbrennungstechnologien wie Gaskessel oder BHKW.
Radon in Wohnungen in Deutschland Weil radonhaltige Bodenluft aus dem Baugrund in Gebäude eindringt, kommt Radon in allen Innenräumen vor. Welche Radon -Konzentrationen in den Räumen eines Hauses tatsächlich vorkommen, kann nur durch Messungen geklärt werden. Die Höhe der Radon -Konzentrationen in Gebäuden ist sehr unterschiedlich. Die durchschnittliche Radon -Konzentration, der Menschen in Wohnungen in Deutschland schätzungsweise ausgesetzt sind, zeigt auf kommunaler Ebene eine Karte des BfS . Aussagen zu Einzelgebäuden sind aus der Karte nicht ableitbar. Radon dringt aus dem Baugrund in Gebäude ein und reichert sich dort an. Zu einem geringen Teil gelangt es auch aus Baumaterialien und aus Trink- und Brauchwasser in Gebäude. Dort kann Radon Lungenkrebs verursachen . Das Gas kann sich in alle Räume ausbreiten. In der Regel ist die Konzentration im Keller und im Erdgeschoss am höchsten. In höheren Etagen nimmt die Radon -Konzentration üblicherweise ab, weil sich das aus dem Gebäudeuntergrund eindringende Radon in den höheren Etagen mehr und mehr mit radonarmer Außenluft vermischt. Messwerte und Prognosen Die Höhe der Radon -Konzentrationen in Gebäuden ist sehr unterschiedlich. Der Jahresmittelwert, dem Menschen in Wohnräumen in Deutschland ausgesetzt sind, beträgt durchschnittlich rund 65 Becquerel pro Kubikmeter. Neue Prognoserechnungen ergaben, dass in Deutschland etwa 10,5 Millionen Menschen einer Radon -Konzentration in Wohnungen von über 100 Becquerel pro Kubikmeter ausgesetzt und davon knapp 2 Millionen Menschen sogar einer Radon -Konzentration, die über dem Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter liegt. Auch Radon -Konzentrationen von mehr als 1.000 Becquerel pro Kubikmeter sind möglich, kommen jedoch selten vor. Pro 100 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft langjähriger Radon -Konzentration erhöht sich das Lungenkrebsrisiko um etwa 16 % . Es gibt keinen Hinweis auf einen Schwellenwert , unterhalb dessen Radon ungefährlich wäre. Daher sollte in allen Wohnräumen die Radon -Konzentration reduziert werden, soweit dies mit vertretbarem Aufwand erreichbar ist. Die Radon -Konzentrationen in den Innenräumen eines einzelnen Gebäudes können nicht genau vorhergesagt werden. Sie können nur durch Messungen ermittelt werden. Karte "Radon in Wohnungen" Geschätzte durchschnittliche Radon-Aktivitätskonzentrationen (arithmetischer Mittelwert) der Raumluft, der Einwohner*innen einer Gemeinde in ihren Wohnungen ausgesetzt sind. Die Karte zeigt, welchen Radon -Konzentrationen in der Raumluft Menschen in Städten und Gemeinden in Deutschland in ihren Wohnungen im Durchschnitt schätzungsweise ausgesetzt sind (Stand 2022). In der Karte ist gut zu erkennen, in welchem Maße die Werte regional variieren. Die in der Karte abgebildeten unterschiedlichen durchschnittlichen Radon -Konzentrationen hängen dabei nicht nur von der Radon -Konzentration im Baugrund der Gebäude ab, sondern auch von der Siedlungsstruktur: In dicht bebauten urbanen Gebieten ist der Anteil von Mehrfamilienhäusern und mehrgeschossigen Wohngebäuden größer als in ländlichen Räumen, wo Einfamilienhäuser dominieren. Aufgrund dieser siedlungsstrukturellen Unterschiede leben in ländlichen Räumen prozentual mehr Menschen in niedrigen Geschossen, die aufgrund ihrer Nähe zum Baugrund in der Regel stärker radongefährdet sind, und in urbanen Räumen prozentual mehr Menschen in höheren Geschossen, die aufgrund ihres Abstandes zum Baugrund in der Regel weniger radongefährdet sind. Dieser Unterschied lässt sich in der Karte gut erkennen: Städte wie Berlin, Hamburg, Leipzig, Erfurt, Regensburg oder Kassel weisen deutlich niedrigere Prognose-Werte als ihr (geogen-bedingt oft ähnlich radongefährdetes) Umland auf. Zoombare Karte Tipp: BfS-Geoprtal Die Karte gibt es zoombar im BfS -Geoportal. So geht es: Link öffnen: Zoombare Karte "Radon in Wohnungen" Geoportal-Begrüßungsfenster schließen. Die Lupen-Symbole rechts oben zum Zoomen nutzen. Eine Bedienungshilfe für das Geoportal liefert das Fragezeichen oben rechts in der Legende. Abschätzung anhand von Messdaten sowie Naturraum- und Gebäudeeigenschaften Basis für die Abschätzung der in der Karte abgebildeten durchschnittlichen Radon -Konzentrationen sind Messdaten der im Auftrag des BfS durchgeführten Studie "Radon in Wohnungen". Diese Messdaten sind dafür besonders geeignet, weil die zugrundeliegenden Messungen räumlich über das Bundesgebiet proportional zur Bevölkerungsdichte verteilt stattfanden, über ein volles Kalenderjahr liefen, einheitlich im Zeitraum 2019-2020 geschahen, sich an ein einheitliches Messprotokoll (Detektortyp, Detektorauswertung etc. ) hielten und durch Erhebung von Geschoss, Baujahr und Gebäudetyp spezifiziert wurden. Ergänzend zu den Messdaten nutzte das BfS Daten des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie mit Angaben zu Lage, Gebäudecharakteristik und Einwohnerzahl jedes Wohngebäudes in Deutschland sowie Informationen über lokale Naturraumeigenschaften ( Radon -Konzentration in der Bodenluft, Klima-, Boden- und Relief-Eigenschaften). Diese Daten flossen in ein statistisches Modell aus dem Bereich des Maschinellen Lernens ein, das vom BfS mithilfe der Messdaten trainiert wurde. Die gute Datenbasis ermöglichte es dem BfS , die tatsächliche Verteilung der Einwohner*innen Deutschlands in der Fläche sowie über die Geschosse eines Gebäudes bei der Prognose zu berücksichtigen und die Ergebnisse auf Stadt- und Gemeindeebene aufzuschlüsseln. Radon-Situation vor Ort kann nur durch Messungen geklärt werden Aussagen zur Radon -Konzentration in einzelnen Gebäuden oder im Baugrund bestimmter Grundstücke können aus der Karte nicht abgeleitet werden. Die Radon -Situation in einem individuellen Gebäude und der Wohnung kann nur durch Messungen der Radon-Konzentration in der Raumluft ermittelt werden. Medien zum Thema Broschüren und Video downloaden : zum Download: Radon - ein kaum wahrgenommenes Risiko (PDF, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm) … PDF 3 MB Broschüre Radon - ein kaum wahrgenommenes Risiko downloaden : zum Download: Radon in Innenräumen (PDF, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm) … PDF 853 KB Broschüre Radon in Innenräumen Video Radon Zu viel Radon im Haus kann Lungenkrebs verursachen. Aber woher weiß ich, ob ich betroffen bin? Wie kann ich es messen? Was kann ich gegen zu viel Radon tun? mehr anzeigen Stand: 04.12.2024 Ionisierende Strahlung Häufige Fragen Was ist Radon? Wie breitet sich Radon aus und wie gelangt es in Häuser? Welche Radon-Konzentrationen treten in Häusern auf? Alle Fragen
Messübung 2018 in Tschornobyl (Videotagebuch) Üben für den Ernstfall: Vom 3. bis zum 7. September 2018 führte das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) zusammen mit der ukrainischen Atomaufsichtsbehörde (State Nuclear Regulatory Inspectorate of Ukraine) eine Messübung in der 30-Kilometer-Zone um das Kernkraftwerk in Tschornobyl (Russisch: Tschernobyl), Ukraine, durch. D. Esch, S. Seifert und H. John (BfS) Drei Teilnehmer des BfS berichteten in kurzen Videos von der Übung: Dr. Stefan Seifert ist Physiker und arbeitet als wissenschaftlicher Referent im BfS in Freiburg. Als Übungsleitung begleitete er die Übung. Dr. Daniel Esch ist Physiker und arbeitet als wissenschaftlicher Referent im BfS in Salzgitter. In der Übung übernahm er die Rolle des Einsatzleiters und berichtete aus dieser Perspektive. Hermann John ist In-situ-Techniker im BfS in Rendsburg. Als Übungsteilnehmer leitete er ein Messteam, mit dem er im Übungsgelände unterwegs war. Messung der Ortsdosisleistung und Aufbau eines Gammaspektrometers in Schutzausrüstung Selbst 32 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschornobyl werden in der 30-Kilometer-Zone um das dortige Kernkraftwerk immer noch erhöhte Strahlungswerte verzeichnet. Im Rahmen einer Messübung trainierte das BfS vom 3. bis 7. September 2018 dort in einer radioaktiv kontaminierten Umwelt den Ablauf mobiler Messungen, die Koordinierung von Messteams und die Übertragung und Auswertung der ermittelten Daten. In der Messübung wurde die Situation nach einem Unfall in einem Kernkraftwerk simuliert. Vor Ort waren die einzelnen Messteams teilweise mit Schutzanzügen und Atemschutzmasken in Fahrzeugen oder zu Fuß mit rucksackgestützten Messsystemen im Einsatz, um die Ortsdosisleistung und die Bodenkontamination an unterschiedlichen Orten innerhalb der Sperrzone von Tschornobyl (Russisch: Tschernobyl) zu erfassen. Die so gewonnenen Messdaten wurden per mobiler Datenübertragung nach Deutschland übermittelt, wo sie in der Messzentrale des BfS weiterverarbeitet und für ein radiologisches Lagebild ausgewertet wurden. Videotagebuch In einem Videotagebuch berichteten die BfS -Mitarbeiter Daniel Esch, Hermann John und Stefan Seifert von der Übung. 10. September 2018: Fazit Daniel Esch: "Es ist jetzt Montagmorgen und alle Teilnehmer sind nach Berlin zurückgekehrt. Aus Sicht der Einsatzleitung war die Messübung ein voller Erfolg. Insbesondere hat die Kommunikation mit dem Messteams hervorragend geklappt. Und auch alle Messaufträge wurden durchgeführt." Hermann John: "Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass vor Ort im Feld alle Messgeräte und Fahrzeuge einwandfrei funktioniert haben. Die Datenübertragung hat geklappt und auch die Zusammenarbeit mit den ukrainischen Teams vor Ort klappte super." Stefan Seifert: "Aus Sicht der Übungsleitung muss ich auch sagen, die Übung war ein voller Erfolg. Die Übungsziele wurden erreicht, und was natürlich das Wichtigste ist: Alle Teilnehmer sind gesund und wohlbehalten in Berlin wieder angekommen. Es gab keine Unfälle, es hat sich keiner kontaminiert, und auch die Inkorporationsmessungen sind jetzt abgeschlossen, und wir wissen, dass es keine Inkorporationen gab." 9. September 2018: Ankunft in Berlin-Karlshorst Daniel Esch: "Es ist jetzt Sonntagabend kurz nach halb sieben, und gerade ist das letzte Fahrzeug des BfS in Berlin angekommen. Hinter mir findet noch eine kurze Abschlussbesprechung statt, bevor dann alle Teilnehmer zurück zu ihren Hotelzimmern fahren. Morgen werden dann alle nochmal zur Dienststelle kommen, um eine abschließende Ganzkörpermessung durchzuführen." 8. September 2018: Abfahrt aus Tschernobyl Daniel Esch: "Es ist jetzt Samstagmorgen, 8 Uhr, und wir haben uns gerade formiert, um die Stadt Tschernobyl in der Sperrzone zu verlassen. In etwa einer halben Stunde werden wir den äußeren Kontrollposten passieren und dann weiter Richtung ukrainisch-polnische Grenze fahren, die wir nach etwa 500 Kilometern erreichen werden." 7. September 2018: Ein Besuch in Reaktorblock 3 Daniel Esch: "Ich befinde mich hier in Reaktorblock 3 des Kernkraftwerks in Tschernobyl. Dieser Reaktorblock wurde auch nach der Katastrophe von 1986 noch bis in das Jahr 2000 weiterbetrieben, und lieferte auch solange Elektrizität für die Ukraine." 7. September 2018: Messgeräte werden für den Transport nach Deutschland verpackt Daniel Esch: "Hallo, es ist jetzt Freitagmorgen, und gestern wir haben unsere Messkampagne in der Sperrzone von Tschernobyl erfolgreich beendet. Hinter mir wird gerade die Messausrüstung in die mitgebrachten Kisten gepackt und zum Abtransport mit der Spedition vorbereitet. Wir werden morgen früh in Richtung Deutschland aufbrechen und am Sonntagabend wieder in Berlin-Karlshorst eintreffen." 6. September 2018: Mobiles Messen in der verlassenen Stadt Prypjat Daniel Esch: "Hallo, ich befinde mich hier in der verlassenen Stadt Prypjat in der Sperrzone von Tschernobyl. Hinter mir sehen Sie Gebäude, die nach dem Reaktorunglück 1986 evakuiert werden mussten. Wir trainieren hier heute das mobile Messen in urbanen Gebieten und werden an ausgewählten Punkten gammaspektrometrische Messungen vornehmen, um den Nuklidvektor der damals deponierten Radioaktivität zu ermitteln." 6. September 2018: Der verlassene Jahrmarkt in Prypjat Stefan Seifert: "Hallo, herzlich willkommen zu unserem Videotagebuch. Wir sind hier in Prypjat, das ist eine kleine Stadt, die etwas nördlich des verunglückten Reaktors in Tschernobyl liegt. Wir haben auch hier Messungen durchgeführt, unter anderem In-Situ-Messungen und Messungen der Ortsdosisleistung, und ich stehe jetzt gerade vor einem der, wenn man so will, Wahrzeichen. Das ist ein Bild, das wahrscheinlich jeder kennt, ein alter Jahrmarkt mit einem Riesenrad, das dann natürlich so stehen geblieben ist, wie es eben nach der Katastrophe verlassen werden musste." 5. September 2018: Dekontamination eines LKW Daniel Esch: "Hallo, ich befinde mich hier in der zentralen Dekontaminationshalle des Sperrgebiets Tschernobyl. Hinter mir wird gerade ein LKW dekontaminiert, bei dem bei der Ausfahrtkontrolle eine unzulässige Kontamination festgestellt wurde. Hier wird er nach einer erneuten Ausmessung komplett dekontaminiert und danach zur Weiterfahrt freigemessen." 5. September 2018: Messungen im Feld Hermann John: "Hallo, heute ist der 5.9., Tag 3 der Tschernobyl-Messübung, und wir befinden uns hier im Feld. Nachdem wir gestern großräumig die Lage mobil mit den Fahrzeugen ermittelt haben, lautet die heutige Messaufgabe, die Durchführung von In-Situ-Messungen und die Bestimmung der Ortsdosisleistung durch mobile Messtrupps zu prüfen." 4. September 2018: Zwischenfazit aus der Übungsleitung Stefan Seifert: "Hallo, herzlich willkommen zu unserem Videotagebuch. Ich melde mich hier aus unserem Hotel in Tschernobyl, wo wir einen kleinen Raum für die Einsatzleitung eingerichtet haben, die heute unseren ersten richtigen Messtag begleitet hat. Das ist aus Sicht der Übungsleitung sehr gut gelaufen. Die Einsatzleitung hatte ein bisschen mit der Datenübertragung der Messteams zu kämpfen, die natürlich die Daten übertragen müssen, so dass die Einsatzleitung live mitverfolgen kann, wo unsere Messteams gerade sind. Wie gesagt, da gab es ein paar Probleme, aber ansonsten hat die Einsatzleitung das aus der Sicht der Übungsleitung hervorragend gelöst." 3. September 2018: Vorbereiten der Messgeräte Hermann John: "Hallo, heute ist Montag, Tag 1 in Tschernobyl, und wir haben gerade unser Equipment aus dem Lager geholt. Wir sind gerade dabei, die Gamma-Detektoren mit flüssigem Stickstoff einzukühlen. Diese werden benötigt, um im Feld ein Gammaspektrum zwecks Nuklidbestimmung aufzunehmen." 2. September 2018: Ankunft in der Sperrzone von Tschernobyl Daniel Esch: "Es ist jetzt Sonntagabend, und wir sind gerade am Kontrollposten zum Eingang der Sperrzone von Tschernobyl angekommen. Wir haben seit gestern etwa 1.300 Kilometer zurückgelegt, und werden gleich, nachdem wir den Kontrollposten passiert haben, weiter zum Hotel fahren. Dort, in Tschernobyl, werden wir dann morgen früh unser Equipment auspacken, um alles für die Messungen vorzubereiten." 1. September 2018: Start in Berlin Daniel Esch: "Guten Morgen, es ist Samstag, kurz nach acht, und ich stehe hier an der Dienststelle des BfS in Berlin-Karlshorst. In wenigen Minuten werden wir starten, um heute 800 Kilometer durch Polen zurückzulegen, bis wir heute Abend unser Hotel an der polnisch-ukrainischen Grenze erreichen." 31. August 2018: Messung im Ganzkörperzähler Daniel Esch: "Heute ist Freitag, und morgen früh geht es los Richtung Tschernobyl. Ich befinde mich hier im Ganzkörperzähler des BfS in der Dienststelle Berlin-Karlshorst. In diesem Ganzkörperzähler werden mithilfe eines Gamma-Detektors die in den Körper aufgenommenen radioaktiven Stoffe gemessen. Um feststellen zu können, wie viele radioaktive Stoffe während der Übung aufgenommen wurden, werden alle Teilnehmer in diesem Ganzkörperzähler vor und nach der Übung ausgemessen und die daraus resultierende Strahlenbelastung ermittelt." Vorstellungsrunde Zum Auftakt des Videotagebuches stellen sich Daniel Esch, Hermann John und Stefan Seifert kurz vor und erklären ihre Rollen und Aufgaben in der Messübung: Daniel Esch Daniel Esch: "Mein Name ist Daniel Esch. Ich arbeite als Physiker im Bundesamt für Strahlenschutz in der Abteilung 'Radiologischer Notfallschutz'. Das BfS führt in der nächsten Woche eine Messübung in der Sperrzone von Tschernobyl durch. Ich werde in den nächsten Tagen im Rahmen eines Videotagebuchs aus Sicht der Einsatzleitung von dieser Messübung berichten." Hermann John Hermann John: "Hallo, mein Name ist Hermann John. Ich bin In-Situ-Messtechniker des Bundesamtes für Strahlenschutz am Standort in Rendsburg. In der nächsten Woche während der Übung in Tschernobyl werde ich mit einem Messteam im Feld unterwegs sein und dann von dort von dieser Arbeit im Videotagebuch berichten." Stefan Seifert Stefan Seifert: "Hallo, mein Name ist Stefan Seifert. Ich bin Physiker. Ich arbeite für das Bundesamt für Strahlenschutz in der Abteilung Notfallschutz, und ein Teil dieser Abteilung führt in der kommenden Woche in der Sperrzone um das Kernkraftwerk Tschernobyl eine Messübung durch. Bei dieser Messübung bin ich auch dabei, da bin ich in der Übungsleitung, und aus dieser Funktion in der Übungsleitung werde ich in einem Videotagebuch auch in der kommenden Woche berichten." Stand: 10.10.2024
Urbanes Gebiet, Wohngebiet
Im Rahmen der Fördermaßnahme RES:Z des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), wurden Konzepte für den ressourceneffizienten Umgang mit Wasser, Fläche, Stoffströmen, Energie und Stadtgrün in urbanen Gebieten erarbeitet. Ziel ist eine integrative Planung und ein nachhaltiges Management von Stadtquartieren unter Beteiligung und Abstimmung aller relevanten Akteure und Akteruinnen. Im Rahmen der bevorstehenden Transferveranstaltungen werden die von den Projekten erarbeiteten Lösungswege sowie die DIN SPEC 91468 "Leitfaden für ressourceneffiziente Stadtquartiere“ vorgestellt. Darüber hinaus bietet sich die Gelegenheit, gemeinsam mit Teilnehmenden aus bundesweiten Netzwerken Perspektiven zu diskutieren, wie Ressourceneffizienz in Stadtquartieren erfolgreich realisiert werden kann. Die zweite Abschlussveranstaltung findet online über MS Teams statt. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist bis zum 23.09.2024 über folgenden Link möglich. Sofern Sie noch keinen Account besitzen, ist eine Registrierung über diesen Link möglich. Das Programm der Onlineveranstaltung finden Sie hier .
Im Rahmen der Fördermaßnahme RES:Z des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), wurden Konzepte für den ressourceneffizienten Umgang mit Wasser, Fläche, Stoffströmen, Energie und Stadtgrün in urbanen Gebieten erarbeitet. Ziel ist eine integrative Planung und ein nachhaltiges Management von Stadtquartieren unter Beteiligung und Abstimmung aller relevanten Akteure und Akteruinnen. Im Rahmen der bevorstehenden Transferveranstaltungen werden die von den Projekten erarbeiteten Lösungswege sowie die DIN SPEC 91468 "Leitfaden für ressourceneffiziente Stadtquartiere“ vorgestellt. Darüber hinaus bietet sich die Gelegenheit, gemeinsam mit Teilnehmenden aus bundesweiten Netzwerken Perspektiven zu diskutieren, wie Ressourceneffizienz in Stadtquartieren erfolgreich realisiert werden kann. Die erste Abschlussveranstaltung findet als Side-Event auf dem 17. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklung, statt. Nutzen Sie die Chance, im Rahmen der Kongressteilnahme auch mehr über die Erkenntnisse der RES:Z Projekte zu erfahren. Eine Anmeldung für das Side-Event erfolgt über die Webseite des Bundeskongresses . Das Programm zum Sideevent finden Sie hier .
Hinweis: Sieben Absender haben eine Stellungnahme übermittelt und der Veröffentlichung widersprochen. Der Entwurf dient der Änderung der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm). Gegenstand des Entwurfs sind insbesondere folgende Regelungsinhalte: Es wird eine neue Nummer 7.5 eingeführt mit einer zeitlich befristeten Sonderregelung. Diese setzt für heranrückende Wohnbebauung nachts erhöhte Immissionsrichtwerte fest, sofern ein Bebauungsplan die in der Vorschrift bezeichneten Voraussetzungen erfüllt ("Experimentierklausel"). Gleichzeitig verbessert die Regelung die Bedingungen für Clubs und Livemusikspielstätten. Es werden erstmalig Immissionsrichtwerte für den Gebietstyp "Dörfliches Wohngebiet" eingeführt. Verweise auf externe Regelwerke werden aktualisiert. Redaktionelle Verweisfehler infolge der Einführung des Gebietstyps "Urbanes Gebiet" in Jahr 2017 werden korrigiert. Der Entwurf wird derzeit innerhalb der Bundesregierung diskutiert. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um einen Entwurf handelt, zu dem die Ressortabstimmung noch nicht abgeschlossen ist. Bis zum 21. Juni 2024 bestand Gelegenheit zur Stellungnahme. Bitte beachten Sie, dass die von Ihnen eingereichten Stellungnahmen grundsätzlich auf unserer Internetseite veröffentlicht werden. Namen und sonstige personenbezogene Daten werden von uns geschwärzt. Angaben, mit deren Veröffentlichung Sie nicht einverstanden sind, bitten wir, aus dem Dokument zu entfernen. Falls Sie der Publikation im Internet insgesamt widersprechen, wird auf der Ministeriumsseite lediglich vermerkt, dass eine Stellungnahme eingereicht wurde und wer diese verfasst hat. Bitte senden Sie uns elektronisch lesbare Dokumente möglichst als barrierefreie PDF-Dokumente oder als Word-Datei, damit ein barrierefreier Zugang zu den Dokumenten ermöglicht werden kann. Mit der Einsendung räumen Sie dem BMUV die Nutzungsrechte für eventuell enthaltene Grafiken, Bilder, Karten und ähnliches Material für die zeitlich unbefristete Veröffentlichung auf der Website des BMUV ein. Es handelt sich um eine Verordnung auf nationaler Ebene. Der übergeordnete Rahmen ist die/das TA Lärm.
Origin | Count |
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Bund | 166 |
Land | 39 |
Zivilgesellschaft | 16 |
Type | Count |
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Ereignis | 2 |
Förderprogramm | 134 |
Gesetzestext | 2 |
Text | 55 |
unbekannt | 11 |
License | Count |
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geschlossen | 42 |
offen | 161 |
unbekannt | 1 |
Language | Count |
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Deutsch | 204 |
Englisch | 25 |
Resource type | Count |
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Dokument | 21 |
Keine | 105 |
Multimedia | 1 |
Unbekannt | 11 |
Webdienst | 1 |
Webseite | 83 |
Topic | Count |
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Boden | 179 |
Lebewesen & Lebensräume | 195 |
Luft | 150 |
Mensch & Umwelt | 203 |
Wasser | 149 |
Weitere | 204 |