Es gibt in den EU-Mitgliedstaaten bedeutende Fortschritte in der Definition von nZEB.
Jedoch variiert die Definition des maximalen Primärenergieverbrauchs. Der Annex beleuchtet das Gebäude bzw. die Gebäudehülle als Randbedingung für die Last und die Fassaden-Integration und soll technische Lösungen für Wohngebäude und kleinere tertiäre Gebäude sowie Gruppen von Gebäuden (Siedlungen) erarbeiten. Dabei soll die gesamte Heiz-und Klimatechnik (wie Raumheizung und -kühlung, inkl. Be-und Entfeuchtung, Trinkwarmwasserbereitung und Lüftung) sowie Technologien zur Verbindung und Integration von kleineren Fern-bzw. Nahwärmenetzen inkl. zentrale und dezentrale thermische als auch elektrische Speicher (vehicle-to-grid Konzepte) berücksichtigt werden.
Die Arbeiten sollen auf den Annex 40 'Heat Pumps for Nearly Zero Energy Buildings'
aufbauen und auf große Gebäude und Netze erweitert werden. Die Ziele des Annex sind:
1) Die Definitionen von nZEBs der teilnehmenden Länder in Bezug auf den Einfluss auf Wärmepumpentechnologien zu evaluieren und zu vergleichen;
2) das Design von Wärmepumpen-Systemen für verschiedene Anwendungen in Wohngebäuden oder tertiären Gebäuden in Bezug auf Leistung und Effizienz, Kosten, Netzbelastung und Netzflexibilität zu evaluieren;
3) Integrationsmöglichkeiten für die Gebäudetechnik mit Wärmepumpen bei multifunktionaler Betriebsweise unter Berücksichtigung der Erfordernisse des integrierten Systems zu verfeinern
4) Erfahrungen beim Monitoring von nZEB mit verschiedenen Wärmepumpen-Konzepten und Technologien in den beteiligten Ländern mit unterschiedlichem Klima und verschiedenen Marktbedingungen zu sammeln;
5) Empfehlungen ableiten für integrierte Wärmepumpensysteme sowie für Wärmepumpen Design und Regelung in einzelnen nZE Gebäuden und nZE Siedlungen;
6) Ergebnisse zu verbreiten über die Annex-Webseite, Publikationen, Workshops und Berichte.
Der Annex ist in folgende Arbeitspakete gegliedert:
AP 1: Stand der Technik, Definitionen und nZEB Konzepte für Siedlungen
AP 2: Optionen für die System-Integration von Wärmepumpen in einzelne nZE Gebäude und nZE Siedlungen
AP 3: Evaluierung und Entwicklung von Technologien und Evaluierung von Feldmessungen; Bewertung von Technologieentwicklung und realer Effizienz durch Monitoring von nZEB
AP 4: Design und Regelung von nZEB Technologien; Design und Regelung von integrierten Wärmepumpen-Systemen in nZEB
AP 5: Dissemination der Ergebnisse.
Ziel des Projekts STABIL ist die Vorhersage der Alterung und Verbesserung der Lebensdauer von mobilen und stationären Batterien bei Microgrid-gekoppelten Elektrofahrzeugen. Batterien sind zentrale Komponenten der Elektromobilität und der stationären Speicherung von regenerativem Strom. Die im Stand der Technik unzureichende Lebensdauer der Batterie ist heute wesentlicher Kostentreiber. Im Projekt STABIL wird in einem skalenübergreifenden Ansatz das Verhalten von einzelnen Batteriezellen unter zwei unterschiedlichen systemischen Randbedingungen untersucht: (1) Alterungsverhalten von Lithium-Ionen-Fahrzeugbatterien im Betrieb von Plug-In-Hybridfahrzeugen und Elektrofahrzeugen, und (2) Alterungsverhalten von stationären Lithium-Ionen-Batterien bei Anbindung von Elektrofahrzeugen an ein regenerativ versorgtes Energienetz ('vehicle-to-grid'). In einem skalenübergreifenden Ansatz wird in diesem Projekt das Verhalten von Batteriezellen unter unterschiedlichen systemischen Randbedingungen untersucht: (a) Alterungsverhalten von Lithium-Ionen-Fahrzeugbatterien im Betrieb von Plug-In-Hybridfahrzeugen und Elektrofahrzeugen, insbesondere unter hochfrequenten Lastflüssen aufgrund von Fahrzeug-Zusatzfunktionen, und (b) Alterungsverhalten von stationären Lithium-Ionen-Batterien bei Anbindung von Elektrofahrzeugen an ein regenerativ versorgtes Energienetz ('vehicle-to-grid'). Die Arbeiten finden auf Zellebene (Teilprojekt Prof. Bessler), Fahrzeugebene (Teilprojekt Fa. Schaeffler) und Microgrid-Ebene (Teilprojekt Prof. Bollin) statt. Im Ergebnis kann die Alterung von Lithium-Ionen-Einzelzellen unter realistischen, neuartigen, auch hochfrequenten Lastanforderungen empirisch und modellhaft beschrieben werden. Darauf aufbauend werden Alterungsindikatoren der Zellen entwickelt und für den lebensdauerverlängernden Betrieb von gekoppelten stationären und elektromobilen Batterien eingesetzt.