Die Skeleton Material GmbH plant am Standort Bitterfeld-Wolfen die Errichtung einer im Sinne des BImSchG genehmigungsbedürftigen Versuchsanlage zur Herstellung von hochporösen Kohlenstoff mit einer Kapazität von 200 t/a. Dabei wird die Skeleton Material GmbH durch die W.U.P. Consulting GmbH & Co. KG vertreten. Grundlage für die Technologie und das Herstellungsverfahren ist die Kohlenstoffsynthese durch Chlorierung von Siliziumcarbid sowie die anschließende Vermahlung und Funktionalisierung mittels der Hydrierung von Wasserstoff.
Die Firma Uniper Hydrogen GmbH, Holzstraße 6 in 40221 Düsseldorf hat die Genehmigung zur Errichtung und zum befristeten Betrieb einer Anlage zur Herstellung von Wasserstoff durch chemische Umwandlung in industriellem Umfang auf dem Grundstück Glückaufstraße 56 in 45896 Gelsenkirchen (Gemarkung Buer) beantragt. Gegenstand des Antrages ist eine Versuchsanlage zur Herstellung von Wasserstoff durch die Zerlegung von Ammoniak in Wasserstoff und Stickstoff mittels Temperatur und Druck in einem Spaltrohrreaktor sowie die notwendigen Nebenanlagen. Der Betrieb ist befristet auf maximal 3 Jahre beantragt und die Anlage wird anschließend zurückgebaut.
Die Daiichi Sankyo Real Estate GmbH plant auf dem Werksgelände in 85276 Pfaffenhofen, Luitpoldstraße 1, eine Anlage zur Entwicklung und Herstellung von biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen (engl. biological drug substances, hier kurz: BioDS). Die Anlage soll folgende Funktionen beinhalten: 1. die klinische und kommerzielle biotechnologische Herstellung der Wirkstoffe unter den Bedingungen der Guten Herstellungspraxis (GMP) und 2. die mikrobiologische und verfahrenstechnische Entwicklung der Wirkstoffe in Laboratorien und einer Pilotanlage mit dem Schwerpunkt Zellkulturen. Die beiden genannten Bereiche sollen im neu zu errichtenden Gebäude „BioDS“ untergebracht werden. Dieses ist als fünfgeschossiger Bau mit einer Gesamthöhe von 20 m ab Bodenkante und einer Gesamtinnenfläche von ca. 12.200 m² geplant.
Die Firma TANiOBIS GmbH, Im Schleeke 78-91, 38642 Goslar, hat die Erteilung einer Geneh-migung gemäß § 2 (3) 4. BImSchV für die Errichtung einer Versuchsanlage zur Herstellung von Metallcarbonylen mit einer jährlichen Kapazität von 360 kg beantragt. Hierbei handelt es sich um die Entwicklung und Erprobung eines neuen Verfahrens.
Die Nordev GmbH & Co. KG (Zum Strauchberg 6, 19370 Parchim) plant den Weiterbetrieb ihrer Ver- und Umesterungsanlage als unbefristete genehmigungsbedürftige Anlage. Die Anla-ge wird derzeit als nicht genehmigungsbedürftige Versuchsanlage betrieben. Der Standort der Anlage befindet sich in der Gemarkung Parchim 1, Flur 53, Flurstück 2/11. Für die Anlage ist eine Genehmigung nach § 4 BImSchG beantragt worden.
Die Firma Enapter GmbH, Reinhardtstr. 35 in 10117 Berlin hat die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb einer Anlage zur Herstellung von Wasserstoff auf dem Grundstück Im Bioenergiepark 1 in 48369 Saerbeck (Gemarkung Saerbeck, Flur 58, Flurstück 76) beantragt. Gegenstand des Antrages ist die Errichtung und der Betrieb einer Versuchsanlage der Prototypanlage AEM Multicore zur Erzeugung von grünem Wasserstoff.
Auf der Grundlage des § 5 Absatz 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) wird hiermit folgendes bekannt gegeben: Die Shell Deutschland GmbH hat gem. § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb einer Versuchsanlage zur Herstellung von Wasserstoff im industriellen Umfang in 50389 Wesseling, Ludwigshafener Straße 1, Gemarkung Urfeld, Flur 6, Flurstücke 11/1, 11/2, 12/4, 13, 14/1, 14/2 beantragt. Der Genehmigungsantrag beinhaltet in der Hauptsache die Errichtung und den Betrieb eines Wasserstoffelektrolyseurs (PEM-Anlage). Bei dem vorliegenden Antrag handelt es sich um die Änderung eines Vorhabens nach Nr. 4.2 der Anlage 1 des UVPG. Es wurde eine allgemeine Vorprüfung nach § 9 Absatz 2 UVPG durchgeführt. Diese hat ergeben, dass zusätzliche erhebliche nachteilige Auswirkungen hinsichtlich der Schutzgüter Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit, Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft, kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter sowie Wechselwirkungen zwischen den vorgenannten Schutzgütern nicht zu erwarten sind. Insbesondere resultieren aus dem Änderungsvorhaben keine weiteren relevanten Luftverunreinigungen aus direkten Quellen (z.B. Feuerungsanlagen), da diese durch das beantragte Vorhaben nicht betroffen sind. Durch die Umsetzung der o.a. Maßnahmen sind Emissionen aus diffusen bzw. gefassten Quellen an TA-Luft-relevanten Stoffen nicht zu erwarten. Aus der vorliegenden detaillierten Immissionsprognose nach den Vorgaben der TA-Lärm geht hervor, dass sich das Vorhaben auf die Schallimmissionssituation in der Umgebung insgesamt nicht relevant auswirkt. Eine Gefährdung des Wassers ist ebenfalls nicht zu besorgen, da wassergefährdende Stoffe der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) entsprechend gehandhabt werden. Die durch das Vorhaben anfallenden Abfälle werden nach den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ordnungsgemäß verwertet bzw. beseitigt. Damit ist die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung in diesem Verfahren entbehrlich. Diese Feststellung ist nicht selbstständig anfechtbar.
Der fortschreitende Klimawandel führt dazu, dass auch in Sachsen-Anhalt insbesondere in niederschlagsarmen Frühjahrs- und Sommermonaten die Grundwasserpegel sinken. Der Wasserverband Gardelegen mit Unterstützung des Umweltministeriums in einem Pilotprojekt gereinigtes Abwasser verstärkt dafür nutzen, den Gebietswasserhaushalt zu stabilisieren. Am Mittwoch hat Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann in Gardelegen einen Förderbescheid über 780.000 Euro an den Verband überreicht. „In Sachsen-Anhalt werden Extremwetterereignisse künftig häufiger auftreten. Dazu zählen Starkregen aber auch extreme Dürreperioden. Dieses Zuviel oder Zuwenig an Wasser erfordert ein modernes Wassermanagement“, erklärte Willingmann. „Das Pilotprojekt des Wasserverbands Gardelegen zeigt beispielhaft auf, wie das Wassermanagement der Zukunft aussehen kann. Gebietswasserhaushalte stabil zu halten, wird in den kommenden Jahren eine zentrale Aufgabe hierbei sein.“ Neben einem Wasserwerk betreibt der Wasserverband in Gardelegen bereits heute eine Abwasserreinigungsanlage. Das gereinigte Wasser soll künftig nicht mehr nur in Flüsse eingeleitet, sondern auch verrieselt werden, um Grundwasserpegel außerhalb von Wasserschutzgebieten zu stabilisieren. Um die Unbedenklichkeit eines solchen Vorhabens zu untersuchen, soll die Kläranlage Gardelegen durch eine Versuchsanlage im Pilotmaßstab erweitert werden. Die wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts übernimmt die Hochschule Magdeburg-Stendal. Grundlage für das Pilotprojekt ist eine EU-Verordnung des Europäischen Parlaments, die darauf abzielt, dass beim Einsatz von aufbereitetem Wasser ein hohes Schutzniveau für die Umwelt sowie die Gesundheit von Menschen und Tieren gewährleistet bleibt. Zugleich soll die Kreislaufwirtschaft damit gefördert und die Anpassung an den Klimawandel auf die Weise unterstützt werden. Sollte sich das Konzept bewähren, könnte es auch landesweit zum Einsatz kommen. Mandy Schumacher, Bürgermeisterin der Stadt Gardelegen, erklärte: „Wir sind stolz darauf, Teil eines so wichtigen Projektes sein zu können und freuen uns sehr, dass auch das Land diese zukunftsentscheidende Arbeit unterstützt. Denn sollte es gelingen, die Wiederverwertbarkeit des Wassers zu erreichen, sind wir hier ein Vorreiter für ganz Deutschland und haben ein Ergebnis, welches für Generationen von Wichtigkeit ist. An diesem Projekt sieht man, wie aus einer Idee, die nicht umgesetzt werden konnte, an der wir aber trotzdem ‚drangeblieben sind‘, ein Leuchtturm werden kann.“ Sven Müller, Geschäftsführer des Wasserverbands Gardelegen, sagte: „Der Klimawandel hat uns als Wasserversorger aber auch der Region Altmark insbesondere mit den Dürrejahren von 2018 bis 2022 seine zu erwartenden Folgen direkt vor Augen geführt. Der regionale Wasserhaushalt, vornehmlich in Form einer ungenügenden Grundwasserneubildung aufgrund der ausgebliebenen Niederschläge, zeigte dabei die gravierenden Probleme auf. Mit unserem gemeinsamen Forschungsprojekt will der Wasserverband Gardelegen gemeinsam mit der Hochschule Magdeburg-Stendal unter Ableitung und Erweiterung der Ziele der EU-Verordnung des Europäischen Parlaments zur Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser, alternative Wege zur weiterführenden Abwasserreinigung bei gleichzeitiger, gezielter Versickerung in das Grundwasser zur Stärkung unseres regionalen Wasserhaushaltes bei gleichzeitigem qualitativ hohen Schutz vor Verunreinigung finden und aufzeigen.“ Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn, Mastodon und X (ehemals Twitter). Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950 Fax: +49 391 567-1964 E-Mail: PR@mule.sachsen-anhalt.de Facebook: Umwelt.LSA Twitter: UmweltLSA YouTube: Umwelt_LSA Instagram: Umwelt.LSA
Bild zeigt: Frau Dr. Zibek vom Fraunhofer IGB stellt den Teilnehmenden das Projekt Insektenbioraffinerie vor. Bildnachweis: Fraunhofer IGB Bioökonomie in der Bioabfallwirtschaft: Mit neuen Verfahren Bioabfälle effizient verwerten und Wertstoffe erzeugen – unter diesem Titel veranstaltete das Kompetenzzentrum Bioabfall der LUBW gemeinsam mit der Umwelttechnik BW GmbH am 27. Juni 2024 zum zweiten Mal ein After-Work-Event. Die rund 45 Teilnehmenden hatten im Rahmen des After-Work-Events die Möglichkeit, die Pilotanlage des Bioraffinerieprojekts InBiRa – Die Insektenbioraffinerie live vor Ort am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart zu erleben und interessante Vorträge rund um das Thema Fette und Proteine aus Bioabfall zu hören. Im Projekt InBiRa werden organische Reststoffe und Abfälle durch die Larven der Schwarzen Soldatenfliege in neue, technisch nutzbare Produkte umgewandelt: Die Larven ernähren sich beispielsweise von überlagerten Lebensmitteln, Bioabfällen aus Gastronomie sowie Biotonnen und bauen diese Abfälle dann während ihrer Entwicklung in höherwertige Biomasse um. Diese Biomasse ist reich an Fetten, Proteinen und Chitin, woraus neue Folgeprodukte (beispielsweise für die Herstellung von Schmierstoffen oder Holzklebestoffen) hergestellt werden können. Bild zeigt: Larven der Schwarzen Soldatenfliege, Bildnachweis: Fraunhofer IGB
Der Abwasserverband Kempten beantragte beim Landratsamt Oberallgäu die wasserrechtliche Ge-nehmigung nach § 60 Abs. 3 WHG zur Errichtung einer Überschussschlammeindickung und einer Pilotanlage „alkalisch-thermische Beschallung“.
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