Stärke ist ein pflanzlicher Reservestoff, der in Form von Stärkekörnern in Speicherorganen von Pflanzen (Körner, Knollen, Wurzeln oder Mark) angereichert wird. Stärke wird sowohl im Lebensmittel - als auch im technischen Bereich in breitem Umfang eingesetzt. Die landwirtschaftliche Erzeugung von stärkehaltigen Rohstoffen erfolgt in Deutschland durch den Anbau von Kartoffel, Weizen und Körnermais. In der Zukunft könnten die Markerbse und Neuzüchtungen mit sehr hohem Amylose- ("Amylo-Mais") oder Amylopektinanteil (z. B. Amylose-freie Kartoffel) Bedeutung erlangen, da sich hierdurch verarbeitungs- und anwendungstechnische Vorteile ergeben. Hinsichtlich der Verwendung werden drei wesentliche Produktlinien unterschieden - native Stärke (Papier, Pappe, Leime, Kleber, Gipskartonplatten, Textilverarbeitung, Kosmetika), - modifizierte Stärke (Lacke, Streichfarben, Bindemittel (Quellstärken), kationische Stärken, Papier, Pappe, Tabletten, Stärkeether und -ester) etc. sowie - Verzuckerungsprodukte (Tenside, Sorbit, Kunststoffe, Vitamin C, Alkohole, Biotechnologie).
Das Wildkaninchen ( Oryctolagus cuniculus ) gehört zur Ordnung der Hasenartigen. Das Aussehen und die Lebensweise der Hasen und Kaninchen ist sehr unterschiedlich. Kaninchen sind kleiner als Hasen, haben eine gedrungenere Gestalt, kürzere, schwarz geränderte Ohren und kürzere Hinterläufe. Die Vorderläufe sind relativ kräftig entwickelt, da sie zum Graben der Gänge eingesetzt werden. Durchschnittlich beträgt die Kopf-Rumpf-Länge 40 – 45 cm, die Körperhöhe ca. 17 cm, das Gewicht ausgewachsener Tiere etwa 2 kg. Der runde Kopf hat auffällig große, dunkle Augen. Das glatte Fell ist auf der Oberseite grau bis graubraun, die Unterseite ist scharf weiß abgesetzt. Unterschiedliche Farbvariationen sind jedoch häufig und können durch Einkreuzen von entwichenen Hauskaninchen entstehen. Die ursprüngliche Heimat der Wildkaninchen ist die Pyrenäenhalbinsel und Nordafrika, wo die Art in fast unverändertem Zustand die letzte Eiszeit überdauerte. Durch die Phönizier wurde der Name Sphania, was soviel wie Kaninchen bedeutet, für Spanien geprägt. Von dort aus wurden die Tiere durch den Einfluss des Menschen nach West- und Mitteleuropa gebracht. Bereits im 1. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung wurden Kaninchen durch die Römer für kulinarische Genüsse aus Iberien importiert. Auch hielt man sich Kaninchen in Klöstern und an Höfen geistlicher Würdenträger, da das Fleisch neugeborener Tiere als Fastenspeise erlaubt war. Französische Mönche begannen im 16. Jahrhundert verschiedene Farbgebungen und Größen zu züchten. 1231 wurden erstmals aus England stammende Wildkaninchen auf der Insel Amrum ausgesetzt. Erst im 18. /19. Jahrhundert verbreiten sich die Tiere in Europa, so dass sie häufiger gejagt wurden. Die bevorzugten Lebensräume sind die halboffene Feldflur, Dünen, bewaldete Böschungen, Eisenbahndämme oder ähnliche Strukturen. Kaninchen bevorzugen mildes Klima. Zur Anlage ihrer Baue benötigen sie leichte und durchlässige Böden. Auch in Städten, mit entsprechenden halboffenen Strukturen und Sandboden, wie zum Beispiel auf Friedhöfen, in Grünanlagen, Gärten, Höfen oder auf Flugplätzen finden sie gute Lebensbedingungen. Wildkaninchen leben in territorial streng abgegrenzten hierarchischen Gemeinschaften und legen weit verzweigte Höhlensysteme mit mehreren Ein- und Ausgängen und Wohnkesseln an. Die Populationsdichte kann bis zu 150 Tiere pro Hektar erreichen. Oft werden die Siedlungsplätze so stark unterhöhlt, dass sie dadurch abrutsch- oder einsturzgefährdet sein können. Dabei kommt es vor, dass bei den Grabtätigkeiten Wurzeln von Bäumen freigelegt werden, was zu schweren Schäden an den Gehölzen führen kann. Auch im Winter sind Kaninchen aktiv. Das Revier wird gegen Eindringlinge meist erfolgreich verteidigt. Das kleine Kaninchen vertreibt dabei selbst Hasen, welche es durch Kehlbisse töten kann. Wildkaninchen sind nachtaktiv und haben eine genetisch bedingte Inaktivität in der Mittagszeit. Im Gegensatz zu Kaninchen graben Hasen keine Baue, sondern verstecken sich lediglich vor ihren Feinden. Die Jungen werden in sogenannte Sassen (weichen Vertiefungen) abgelegt, wo diese in eine Art Starre fallen und so, weitgehend gedeckt vor Feinden, geschützt sind. Hasen sind wesentlich scheuer als Kaninchen und nähern sich nur bei größter Futternot der Umgebung von Menschen. Bei der Nahrungssuche sind Kaninchen nicht wählerisch. Neben Gräsern, Kräutern, Trieben, Knospen werden auch Rinde, Getreide, Gemüse oder Rüben gefressen. Sie schrecken selbst vor Disteln oder Brennnesseln nicht zurück. Treten die possierlichen Nager in großer Dichte auf, werden fast alle Stauden und Gehölze gärtnerischer Kulturen geschädigt. Besonders in harten und schneereichen Wintern nagen die Tiere gern die Rinde junger Bäume und Sträucher ab und können fingerstarke Bäume ganz abbeißen. Um ihren Vitamin B1-Bedarf zu decken, wird zusätzlich im Winter ein im Blinddarm produzierter bakterien- und vitaminreicher Kot nach dem Ausscheiden sofort wieder aufgenommen. Bei gefangen gehaltenen Tieren wurde beobachtet, dass sie auch tierische Nahrung, wie Hackfleisch und Fleischreste an Knochen fressen. Die Paarungszeit beginnt zwischen Februar und März und dauert die gesamte warme Jahreszeit an. Die „Häsin“ – das Weibchen – bringt nach ca. 30 Tagen Tragzeit in „Setzröhren“ der Baue, die sie mit ausgerupfter Bauchwolle weich auspolstert, durchschnittlich 5 bis 10 wenig entwickelte und nackte Junge zur Welt, die am 10. Tag die Augen öffnen. Beim Verlassen des Erdbaues, verscharrt die Häsin sorgsam den Zugang zu ihren Jungen. Unter günstigen Bedingungen kann es bis zu 7 Würfen pro Jahr kommen. Die Jungen sind schon nach etwa vier Wochen selbstständig und mit etwa acht Monaten geschlechtsreif, so dass die Jungweibchen der ersten Würfe bereits im gleichen Jahr selbst trächtig werden können. Die lokale Dichte der Kaninchen kann in wenigen Jahren extrem stark zunehmen und auch in der Stadt zu einer Plage werden, da hier die natürlichen Feinde weitgehend fehlen. Im Gegensatz zu den Hasen leben Wildkaninchen gesellig in Ansiedlungen von acht bis zwölf Tieren unter denen eine strenge Rangordnung herrscht. Die Kolonien werden von einem weiblichen und einem männlichen Tier dominiert. Tagsüber halten sich die Tiere meist im Bau auf und gehen mit Einbruch der Dämmerung auf Nahrungssuche. In ruhigeren Arealen sind sie auch tagaktiv. Wildkaninchen entfernen sich kaum mehr als 200 m, selten 500 m von ihrem Bau. Bei drohender Gefahr klopft das Kaninchen mit den Hinterbeinen auf dem Boden und warnt somit andere Kaninchen in der Umgebung. Wildkaninchen können bei optimalen Bedingungen zwischen 7 und 10 Jahre alt werden, wobei die allgemeine Lebenserwartung in freier Wildbahn etwa zwei Jahre beträgt. Nur ca. 10 % einer Population erreichen das dritte Lebensjahr. Derzeit werden Kaninchenbestände von der Myxomatose und von der sogenannten Chinaseuche bedroht. In den letzten Jahren (seit ca. 1998 in Berlin) sind deshalb die Kaninchenbestände in Mitteleuropa stark zurückgegangen. In einigen Bundesländern denkt man bereits über Kaninchenschutzprogramme nach. Myxomatose ist eine Viruserkrankung aus Südamerika, die seit 1952 in Europa vorkommt und deren Übertragung durch Flöhe erfolgt. Im Krankheitsverlauf zeigen sich zahlreiche Tumore auf dem Körper, es entzündet sich die Bindehaut der Augen und die Ohren schwellen an. Die Tiere sterben, je nach Art des Virusstammes, nach 14 Tagen bis 50 Tagen einen qualvollen Tod. Tiere, die an Myxomatose erkranken, verlieren offensichtlich die Orientierung. Ein so erkranktes Kaninchen verkriecht sich nicht mehr in seinen Bau, sondern bleibt regungslos sitzen, auch wenn man sich dem Tier nähert. Aus Sicht des Tierschutzes und der Seuchenbekämpfung ist es angezeigt, ein solches Kaninchen dem zuständigen Veterinäramt zu melden, damit es von seinem Leiden erlöst und eingeschläfert werden kann. RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease) oder „Chinaseuche“ beruht auf einem Virus, der 1988 von China aus eingeschleppt wurde. Der Virus befällt Haus- und Wildkaninchen und kann auch auf den Hasen übertragen werden. Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch auffällige Blutungen der Luftröhre, der Lunge und im Bauchraum. Das Tier leidet unter Krämpfen und Atemnot. In einem Zeitraum von ein bis zwei Tagen führt dies zum Tod. Kaninchen können im Ausnahmefall den Tollwut-Virus übertragen. Sie sind jedoch aufgrund durchgeführter Impfkampagnen nicht als Risikofaktoren zu sehen. Schäden, insbesondere auf kleineren Grundstücken, sind sicherlich eher selten, da die ständige Benutzung eines Gartens durch Mensch und Haustier die Wildkaninchen meist vertreibt. Katzen zum Beispiel stellen eine ernsthafte Gefahr besonders für junge und unerfahrene Kaninchen dar. Gärten, die das Revier von Katzen sind, werden in jedem Fall gemieden. Leere oder große ungenutzte Grundstücksteile hingegen könnten Futter oder Gelegenheit für die Anlage eines Baus bieten. Möchte man die kleinen Nager nicht tolerieren, sind folgende Maßnahmen hilfreich: Einzäunen der zu schützenden Fläche mit Drahtzaun; dabei den Draht mindestens 20 cm tief in die Erde einlassen, da die Tiere gute Wühler sind einzelne Stämme können mit Drahtmanschetten gegen Verbiss geschützt werden betroffene Gewächse können mit Wildverbissmittel bestrichen werden (dieses Verfahren wirkt aber nur, wenn die Tiere in der Nähe noch unbehandelte Nahrung vorfinden) Fallobst entfernen begonnene Baue können unter der Voraussetzung, dass sich kein Wildkaninchen in den Gängen befindet, unzugänglich gemacht werden in den Wintermonaten – Ablenkung der Tiere von Gehölzen durch Auslegen von Zweigen, die beim Baumschnitt anfallen. Sollte das Bejagen der Tiere dennoch in Ausnahmefällen notwendig werden, ist dies mit natürlichen Gegenspielern wie Greifvögeln aber auch mit Frettchen möglich. Eine Bejagung darf nur durch Jäger bzw. Falkner und mit Genehmigung der Jagdbehörde erfolgen. Kaninchen sind weder gefährlich noch verursachen sie irreparable Schäden in unseren Gärten. Durch Krankheiten ohnehin dezimiert, muss ihnen, wie auch den noch selteneren Hasen, in menschlicher Nähe eine Nische gelassen werden. Für uns Menschen sollte die Möglichkeit für Beobachtungen der eher scheuen Tiere im Vordergrund stehen. Nur so können das Verständnis für die Natur und deren Geschöpfe sowie Zusammenhänge zwischen menschlichem Handeln und Veränderungen in der Natur erkannt werden. Das Füttern der Wildtiere ist generell verboten, nach dem Landesjagdgesetz können dafür bis zu 5.000 Euro Geldstrafe erhoben werden (§§ 34 / 50 LJagdG Bln).
Sonnenschutz im Winter? Der Winter bringt kurze Tage und wenig Sonnenlicht. Doch in den Bergen und beim Wintersport sowie bei Fernreisen ist das Sonnenlicht, genauer die UV -Strahlung, nicht zu unterschätzen. Hier erfahren Sie, wann und warum Sie Ihre Haut und Augen auch im Winter vor zu viel UV -Strahlung schützen sollten. Quelle: kuznetsov_konsta/Stock.adobe.com Warum UV -Schutz auf Reisen auch im Winter wichtig ist Im Winter ist die UV -Belastung in Deutschland so gering, dass Sie für den Alltag keinen Sonnenschutz brauchen. Ausgenommen: Sie sind auf Reisen in sommerlich-sonnigen Gebieten oder im Gebirge. Bei Fernreisen in den Süden sind UV -Schutz-Maßnahmen entsprechend dem dort herrschenden UV -Index wichtig, um Ihre Haut und Ihre Augen vor sofort auftretenden Gesundheitsschäden wie Sonnenbrand zu bewahren. Außerdem schützen sie vor langfristigen Folgen wie vorzeitiger Hautalterung und Hautkrebs. Wie ein guter Schutz aussieht, können Sie hier nachlesen. UV -Schutz im Gebirge Quelle: dsodamin/Stock.adobe.com Im Winter im Gebirge ist es gut zu wissen: Die UV -Strahlung nimmt um ca. 10 Prozent pro 1000 Höhenmeter zu. Frischer Schnee reflektiert bis zu 90 Prozent der UV -Strahlung und verstärkt sie dadurch. Dies zusammengenommen führt dazu, dass an sonnigen Tagen die UV -Belastung in den Bergen auch in den Wintermonaten so hoch werden kann, dass Haut und Augen nachhaltig geschädigt werden können. Viele unterschätzen, wie stark die UV -Belastung durch die Höhenlage und die Schneereflexion ist. Ein Sonnenbad auf der Hütte und lange Aktivitäten im Freien können auch im Winter zu ernsthaften Schäden für Augen und Haut führen. Erfahrene Bergsteiger*innen und Skifahrer*innen wissen, dass der Schutz der Haut und der Augen auch im Winter unabdingbar ist. Um Schäden zu vermeiden, sollten Sie unbedeckte Haut und die Lippen mit einem Breitband-Sonnenschutzmittel (Schutz vor UV -A- und UV -B-Strahlung) mit einem hohen bis sehr hohen Lichtschutzfaktor schützen. Für die Augen sind eine die Augen umschließende Sonnenbrille mit UV400-Schutz, UV400-Skibrillen oder sogenannte Gletscherbrillen mit UV400-Schutz unverzichtbar. Der Vitamin D-Spiegel sinkt: Ab ins Solarium? Manche mögen jetzt in der kalten Jahreszeit ans Solarium als Ersatz für das fehlende Licht und die Wärme denken, zumal laut Werbung damit auch noch für Vitamin D gesorgt werden kann. Aber das ist nicht die richtige Adresse. Denn die UV -Strahlung in Solarien ist in der Regel so stark wie die Sonne am Äquator im Sommer zur Mittagszeit bei höchstem Sonnenstand. Die künstliche UV -Strahlung im Solarium ist ebenso wie die natürliche UV -Strahlung der Sonne krebserregend und Auslöser von ernsthaften Erkrankungen von Haut und Augen. Diese negativen Folgen passieren immer gleichzeitig mit dem Anstoß der körpereigenen Vitamin-D-Bildung. Sie überwiegen den Vorteil der UV -initiierten Vitamin-D-Bildung bei weitem. International wird darum von der Solariennutzung dringend abgeraten. Stand: 12.12.2024
Wie wirkt UV -Strahlung? UV - Strahlung wirkt auf Augen und Haut. Die Folgen von UV -Bestrahlung treten entweder sofort ( z.B. Augenentzündungen, Sonnenbrand, Sonnenallergie) oder erst Jahre später auf (Linsentrübung, Krebserkrankungen). Die wichtigste Veränderung ist die Schädigung des Erbguts ( DNA ) in Zellen der Augen oder der Haut. Natürliche wie künstliche UV - Strahlung wirkt auf unsere Augen und unsere Haut. Sie dringt in Auge und Haut ein und wird dort in den Zellen aufgenommen (absorbiert). UV -A- Strahlung dringt dabei tiefer ein als UV -B- Strahlung . In den Zellen des Auges und der Haut bewirkt die UV - Strahlung unterschiedliche Veränderungen. Die wichtigste Veränderung ist die Schädigung des Erbguts ( DNA ) – eine Schädigung, die bereits bei geringer UV -Bestrahlung und weit vor einem Sonnenbrand geschieht. Reparatursysteme in den Zellen beseitigen die Schäden am Erbgut in aller Regel wieder. Aber häufige, lang anhaltende und intensive UV -Bestrahlungen sowie Sonnenbrände überbelasten diese Systeme. Die gesetzten Schäden werden dann nicht mehr vollständig beziehungsweise nicht fehlerfrei repariert und können zu bleibenden Erbgutveränderungen (Mutationen) werden. Damit steigt das Risiko für Hautkrebs . UV - Strahlung der Sonne und künstlich erzeugte UV - Strahlung in Solarien sind daher durch die Internationale Agentur für Krebsforschung (International Agency for Research on Cancer, IARC ) in die höchste Risikogruppe 1 "krebserregend für den Menschen" eingestuft. UV - Strahlung hat kurzfristige und langfristige Wirkungen Es lassen sich kurzfristige (akute, sofort auftretende) und langfristige (chronische, später im Leben auftretende) Wirkungen unterscheiden. Erstere treten unmittelbar oder Minuten, Stunden und Tage nach UV -Belastung auf, während letztere als Spätfolgen nach Jahren beziehungsweise Jahrzehnten sichtbar werden. Zu den akuten Effekten an den Augen gehören: Hornhautentzündung (Photokeratitis), Bindehautentzündung (Photokonjunktivitis) sowie photochemische Netzhautschäden. An der Haut treten folgende akute Wirkungen auf: Pigmentierung (Bräunung) der Haut mit Bildung einer Lichtschwiele, Hautrötung/Sonnenbrand (Erythem), Sonnenallergie sowie fototoxische Reaktionen und Initiierung der Bildung des körpereigenen Vitamin D. Eine akute Wirkung, die über die Haut vermittelt ist und den ganzen Körper betrifft (systemisch) ist die Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppression). Eine langfristige Wirkung auf die Augen ist die Linsentrübung (Grauer Star). Langfristige Wirkungen an der Haut sind vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs. Stand: 31.07.2024
Hat UV-Strahlung auch eine positive Wirkung? Die positive Wirkung geringer UV -Bestrahlung ist die Bildung des körpereigenen Vitamin D . Für eine ausreichende Vitamin-D-Bildung genügt es nach derzeitigen Erkenntnissen, Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz zwei- bis dreimal pro Woche der Hälfte der minimalen sonnenbrandwirksamen UV - Dosis (0,5 MED) auszusetzen, also der Hälfte der Zeit, in der man sonst ungeschützt einen Sonnenbrand bekommen würde.
Bildung des körpereigenen Vitamin D Die einzig bekannte positive biologische Wirkung von UV - Strahlung ist die Anregung der Bildung des körpereigenen Vitamin D durch UV -B- Strahlung . Zur Vitamin-D-Bildung ist keine Extra-Portion Sonne nötig. Ein vom Arzt diagnostizierter Vitamin-D-Mangel muss ärztlich behandelt werden. Im Vergleich zur Sonne herrschen in Solarien andere UV -Bestrahlungsstärken. Im UV -A-Bereich kann die Bestrahlungsstärke im Solarium bis zu sechsmal, bei Gesichtsbräunern sogar bis zu zehnmal stärker sein als die der Sonne. UV -A- Strahlung trägt nicht zur körpereigenen Vitamin-D-Bildung bei, jedoch zur Erhöhung des Hautkrebsrisikos. Der Vitamin-D-Stoffwechsel Die einzig bekannte positive biologische Wirkung von UV - Strahlung ist die Bildung des körpereigenen Vitamin D durch UV -B- Strahlung . Dabei wird Provitamin D3, eine Substanz, die in unseren Hautzellen vorhanden ist, durch das Einwirken von UV -B- Strahlung in Prävitamin D3 umgewandelt. Über weitere Stoffwechselprozesse wird letztendlich Vitamin D gebildet. Der von wissenschaftlichen Fachgesellschaften für die Knochengesundheit als wünschenswert angesehene Vitamin-D-Spiegel im Blutserum liegt bei 20 Nanogramm pro Milliliter (50 Nanomol pro Liter) und höher. Von einem Vitamin-D-Mangel gehen diese Fachgesellschaften erst bei einem Vitamin-D-Blutserumspiegel unter 12 Nanogramm pro Milliliter (30 Nanomol pro Liter) aus. Nur UV -B-Strahlung ermöglicht die Vitamin-D-Bildung Für die körpereigene Vitamin-D-Bildung ist die UV -B-Strahlungsintensität ausschlaggebend: bei zu niedrigen UV -B-Strahlungsintensitäten kommt die körpereigene Vitamin-D-Bildung zum Erliegen. Dies ist in Deutschland im Winter der Fall. Bei hohen UV -B-Strahlungsintensitäten – im Frühjahr, Sommer und Herbst - wird dagegen in kurzer Zeit eine ausreichende Menge an Vitamin D gebildet. Zur Vitamin-D-Bildung ist keine Extra-Portion Sonne nötig Es genügt nach derzeitigen Erkenntnissen, Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz zwei- bis dreimal pro Woche der Hälfte der minimalen sonnenbrandwirksamen UV - Dosis , 0,5 MED (siehe auch "Akute Schädigungen der Haut"), auszusetzen, also der Hälfte der Zeit, in der man sonst ungeschützt einen Sonnenbrand bekommen würde. Beispielsweise bedeutet dies für Menschen mit Hauttyp II bei einem UV-Index von 7 rein rechnerisch eine Bestrahlungszeit von nur ca. 12 Minuten. Längere Bestrahlungen führen laut wissenschaftlichen Studien nicht zu einem Mehr an Vitamin D, sondern erhöhen nur das Risiko für UV -bedingte Gesundheitsschäden. Im Winter sinkt der Vitamin-D-Spiegel im Blutserum Im Winter (Oktober – März in Deutschland) kann es aufgrund der niedrigen UV -B-Strahlungsintensität selbst bei ausgewogener Ernährung zu einem Absinken des Vitamin-D-Spiegels im Blutserum kommen. Die im Sommer angelegten Vitamin-Speicher tragen im Winter zur Vitamin D-Versorgung bei. Ab dem Frühjahr können die Vitamin-D-Speicher, die über die Wintermonate reduziert wurden, wieder aufgefüllt werden. Vitamin-D-Mangel und Risikogruppen Gruppen mit einem besonders hohen Risiko für einen Vitamin-D-Mangel sind Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen zum Beispiel der Leber, der Niere und des Magen-Darm-Traktes. Aber auch Personen mit fehlender oder unzureichender Sonnenexposition, wie ältere immobile Menschen, in Deutschland lebende Menschen mit dunklem Hauttyp sowie traditionell verschleierte Menschen bilden Risikogruppen. Eine besondere Risikogruppe sind Säuglinge. Sie dürfen aufgrund der sehr empfindlichen Haut und der noch unzureichenden Hitzeregulation in keinem Fall direkt der Sonne ausgesetzt werden. Deshalb wird für Säuglinge in Deutschland die Gabe von Vitamin-D-Tabletten zur Rachitis-Prophylaxe bis zum zweiten erlebten Frühsommer, das heißt je nach Geburtszeitpunkt für 12 bis 18 Monate, empfohlen. Ein vom Arzt diagnostizierter Vitamin-D-Mangel muss ärztlich behandelt werden Die Feststellung, ob ein gesundheitlich relevanter Vitamin-D-Mangel vorliegt, kann nur ein Arzt treffen. Bei einem diagnostizierten Vitamin-D-Mangel sollte eine Behandlung mit geeigneten Vitamin-D-Präparaten ärztlich kontrolliert erfolgen. Von einer Behandlung eines Vitamin-D-Mangels durch zusätzliche, nicht ärztlich kontrollierte UV -Bestrahlungen (Sonne oder Solarium) ist dringend abzuraten. Solariennutzung trägt kaum zur Bildung von Vitamin D bei Im Vergleich zur Sonne herrschen in Solarien andere UV -Bestrahlungsstärken. Im UV -B-Bereich ist in Solarien die Bestrahlungsstärke in etwa gleich bis geringer als die der hochsommerlichen Mittagssonne im Mittelmeerraum. Im UV -A-Bereich kann die Bestrahlungsstärke im Solarium bis zu sechsmal, bei Gesichtsbräunern sogar bis zu zehnmal stärker sein als die der Sonne. UV -A- Strahlung trägt nicht zur körpereigenen Vitamin-D-Bildung bei, jedoch zur Erhöhung des Hautkrebsrisikos. Wissenschaftliche Ergebnisse weisen darüber hinaus darauf hin, dass UV -A sogar den Abbau von Vitamin D fördert. Dazu kommt, dass eine erstmalige Solariennutzung in jungen Jahren (unter 35 Jahren) das Risiko , am schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) zu erkranken, annähernd verdoppelt. Grund genug, sich für die Vitamin-D-Bildung nicht noch extra den gesundheitsschädigenden Wirkungen künstlicher UV - Strahlung in Solarien auszusetzen. Stand: 25.06.2024
Bekomme ich Vitamin-D-Mangel, wenn ich nicht ins Solarium gehe? Nein. Jeder gesunde Mensch bildet im Sommer selbst Vitamin D, speichert es im Körper und mobilisiert es in Zeiten, in denen – wie im Winter - die körpereigene Vitamin-D-Bildung aufgrund der niedrigstehenden Sonne faktisch zum Erliegen kommt. Ein medizinisch diagnostizierter Vitamin-D-Mangel wird am besten ärztlich kontrolliert mit geeigneten Vitamin-D-Präparaten behandelt – ohne sich den gesundheitlichen Risiken eines Solariums auszusetzen.
Landesschafzuchtverband Sachsen Anhalt e.V. Biotop und Landschaftspflege Bauernverband Sachsen-Anhalt e. V. LKV Sachsen Anhalt e. V. Ob trockene, gebirgige oder karge Standorte: Schafe und Ziegen sind in diesen Gebieten die „Experten“. Das breite Futterspektrum der Tiere und ihre Wendigkeit bei der Nahrungssuche sind perfekt für die Beweidung. „Meine Schafe krabbeln noch in die letzte Ecke“, sagt Peter Stolberg, der in Walbeck im Landkreis Mansfeld-Südharz eine große Merino-Schafher- de hält. Mit ihr pflegt er vor allem Streuobstwiesen. Die Biotope mit den alten Bäumen, sehr häufig in Hanglagen, werden so vor der Verbuschung geschützt. „Ohne die Schafe würden die Flächen veröden. Weidetiere haben unsere Kulturlandschaft entscheidend geprägt und es ist nur natür- lich, dass Weidetiere sie erhalten.“, erläutert der Schäfer. Seit 1991 widmet sich seine Familie der Schafzucht. Ein anderes Leben ist für Peter Stolberg schwer vorstellbar. „Die Ruhe, die Freiheit, die Lammzeit … Jedes Jahr, wenn neue Lämmchen geboren werden – das ist das Schönste für mich.“ Der Landeskontrollverband für Leistungs- und Quali- tätsprüfung Sachsen-Anhalt e. V. ist ein neutraler Verband, der Dienstleistungen für landwirtschaftliche Betriebe anbietet. Aufgabenschwerpunkte in der Schaf- und Ziegenhaltung sind die produktionstech- nische und betriebswirtschaftliche Beratung, die Ver- gabe von Kennzeichnungselementen (Ohrmarken), die Registrierung von Stichtags- und Bewegungsmeldungen (HIT) sowie die Milchkontrolle und Milchgüteprüfung. Weiterhin können über den LKV Laboruntersuchungen (Futter, Parasiten, Milch), landwirtschaftliche Bedarfsgüter (z. B. Weidetech- nik) sowie EDV-Programme zum Herdenmanagement bezogen werden.Nicht nur der Schäfer ist mit seinem Beruf zufrieden. Auch seinen Schafen gewährt er so eine artgerechte Haltung mit viel Bewegung, Platz und ab- wechslungsreicher Nahrung. Ein gutes Leben also für Mensch und Tier. Landesschafzuchtverband Sachsen Anhalt e. V. Angerstraße 6, 06118 Halle (Saale) Tel: 0345 5214941Impressum: Bauernverband Sachsen-Anhalt e. V. Maxim-Gorki-Straße 13, 39108 Magdeburg Tel: 0391 739690 LKV Sachsen Anhalt e. V. Angerstraße 6, 06118 Halle (Saale) Tel: 0345 521490 Ziegenhaltung Die Kulturlandschaft in Deutschland ist geprägt von verschiedenen Landschafts formen. Streuobstwiesen, Heide, steile Hanglagen: Es ist die Vielfalt, die das Auge erfreut und das Ökosystem stabilisiert. Doch diese Flächen sind in der Pflege anspruchs- voll. Maschinen können sie schwer bearbeiten. Um sie zu erhalten, müssen „tierische Helfer“ eingesetzt werden. Der Landesschafzuchtverband Sachsen-Anhalt e. V. fördert die Haltung und Zucht von Schafen und Ziegen. In ihm sind haupt- und nebenberufliche sowie Hobbyhalterinnen und -halter or- ganisiert. Er vertritt die Interessen der Mitglieder in der Politik auf Landes- und Bundesebene, setzt die Zuchtprogramme um, betreibt Öffentlich- keitsarbeit, vermittelt Zuchttiere und ist der erste Ansprechpartner für alle Themen rund um Schafe und Ziegen in Sachsen-Anhalt. Im Bauernverband als berufsständische Interessen- vertretung spiegelt sich in den Mitgliedern die Viel- falt der Agrarstruktur hinsichtlich Größe und Produk- tionsausrichtung wider. Auch Halter von Schafen und Ziegen organisieren sich im Verband. Der Bauernver- band versteht sich als Sprachrohr für seine Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Die Begleitung der Schaf- und Ziegenhaltung und die politische Meinungsbildung erfolgt in einem Fachausschuss, in den auch LKV und LSV einbezogen sind. Deichpflege Herausgeber: Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH, Breiter Weg 31, 39104 Magdeburg, info@amg-sachsen-anhalt.de, Geschäftsführer Jörg Bühnemann Gestaltung: genese Werbeagentur GmbH Text: Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH Foto: Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH Druck: SAXOPRINT GmbH Hochwasserkatastrophen der vergangenen Jahre haben den Menschen die Bedeutung der Deich vor Augen geführt. Schafe können in den Auen der heimischen Flüsse wie Elbe, Saale, Mulde und Unstrut eine bedeutende Rolle bei ihrer Pflege übernehmen. Mit seinem „eisernen Zahn“ und seinem „goldenen Tritt“ leistet das Schaf bei der Deichpflege wertvolle Dienste.Ziegen, in früheren Zeiten auch als „Kuh des kleinen Mannes“ bezeichnet, gehören zu den ersten domestizierten Tieren der Menschheit. Ihre Futter- und Haltungsansprüche sind bescheiden, und ihr ausgeprägter Herdeninstinkt sorgt seit jeher für ein (meist) gutes Miteinander von Tier und Mensch. Heute werden sie fast ausschließlich für die Milchgewinnung gehalten. Sie sind meterhohe Verteidiger gegen einbrechende Wasser massen, aber auch Naturraum und Anziehungspunkte für Spaziergänger und Radtouristen. Doch Deiche müssen erhalten und gepflegt werden. Dazu ist das Schaf, ursprünglich ein ge- nügsames Steppentier, bestens geeignet. Seit 2006 ist der Schäfer Olav Mücke mit seinen Herden für rund 120 Hektar Deiche von Wörlitz bis Pratau im Landkreis Wittenberg verant- wortlich. Er erklärt: „Die Schafe bewegen sich wie eine schwere Walze über den Deich. Sie schließen und verfestigen die Grasnarbe, treten Mäuse- und Maulwurfshügel zu und halten die Gräser kurz. Ein so gepflegter und dichter Deich wird im Ernstfall gegen ein Hochwasser be- stehen.“ In Sachsen-Anhalt hat die Deichpflege mit Schafen seit einigen Jahren wieder Vorrang gegenüber der maschinellen Pflege. „Das ist nicht besser oder schlechter, aber es ist natürlicher“, so der Schäfer. Denn die Tiere laben sich nicht nur an den Gräsern, sie lassen auch etwas dort: un- zählige Samen, die sie mit ihrer Wolle verteilen, und wertvolle Nährstoffe aus ihren Ausscheidungen. Das dankt die Natur mit einer großen Arten- vielfalt in Flora und Fauna.„Mit Ziegen wird es nie langweilig“, sagen Gitte und Steffen Kutschbach vom Glinder Ziegenhof im Salzlandkreis. „Jedes Tier ist eine eigene Persönlichkeit. Eine Ziege würde nie einfach so loslaufen, nur weil eine andere dies tut.“ In den Auen der Elbe, nahe der Elbe-Saale-Mündung, halten sie die deutschlandweit größte Herde der „Braunen Harzer Ziege“. Die alte Rasse stand noch 1998 auf der Liste der bedrohten Haustierarten, auch dank der Zucht in Glinde ist dies heute nicht mehr der Fall. Direkt am Fluss fressen die Ziegen mit Vorliebe, was andere Weidetiere verschmähen würden: Rinde, Zweige, Brennnesseln, Büsche. Ziegenmilch hat einen hohen Nährwert, da sie zahlreiche essenzielle Aminosäuren und einen hohen Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelemen- ten und Vitaminen enthält. Zudem gerinnt ihr Milcheiweiß im Unterschied zur Kuhmilch im Magen zu kleinen, leicht verdaulichen Flöckchen, auch ihr Fett ist sehr bekömmlich. Deshalb kann der Genuss von Ziegenmilch den Heilungsprozess bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sowie bestimmten Leberentzündungen begünstigen. Schäfer, ein Beruf mit Tradition Bis zur Zeit der politischen Wende vor über 30 Jahren gab es hierzulande in fast jedem Dorf eine Schafherde, weil durch den Export von Fleisch und die Nutzung der Wolle ein guter Verdienst lockte. In Sachsen-Anhalt hat sich mit den Turbulenzen der Nachwende- zeit der Bestand an Schäferei- betrieben drastisch reduziert. Die Faszination für Schafe und Ziegen lebt jedoch mit einigen Schäferinnen und Schäfern weiter. Die Beziehung zu den Tieren ist persönlicher, sie sind dank- bare Geschöpfe, heißt es. Die abwechslungsreiche Arbeit an der Natur im Wandel der Jahreszeiten, die Teamarbeit mit Hütehunden und das Innehalten geben den Schäfern ein Gefühl von innerer Ruhe, von Ge- erdet sein, und das macht ihren Beruf aus. Informationen zur Ausbildung Der Schäferberuf kann im Rahmen einer 3-jährigen dualen Ausbildung erlernt werden. Die Berufspraxis wird Interessierten auf dem Ausbil- dungsbetrieb vermittelt. Hier steht die praktische Arbeit mit den Tieren im Mittelpunkt. Dazu zählen das Füttern und Tränken von Tieren, das Pflegen der Stallungen, der Umgang mit der Herde und die Zucht und Aufzucht der Tiere. Das theoretische Wissen rund um die Haltung, Fütterung, Zucht und Tiergesundheit wird an den Berufsbildenden Schulen des Landkreises Saalekreis „Carl Wentzel“ in Halle/Saale ver- mittelt. Die Ausbildung wird er- gänzt durch Lehrgänge im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung am Zentrum für Tierhaltung und Technik in Iden. Aufwerten kann man den Berufsabschluss mit einem Fachschulbesuch, einer Fortbildung zum Tierwirtschaftsmeister oder durch verschiedene Studiengänge an den einschlägigen Fachschulen und Universitäten. AT L A S D E R SCHAF- UND Z I E G E N H A LT E R Entdecken Sie die Vielfalt unserer Schaf- und Ziegenhalter aus Sachsen-Anhalt www.marktplatz-sachsen-anhalt.com Gebratener Hofweichkäse Geschmorte Lammschulter Anbieter auf Kräutersalat (oder Lammkeule) 1 1 Schäferei, Hofladen, Café und Pension Axel Schuster Ostorferstraße 2 | 39615 Seehausen OT Beuster www.schaeferei-schuster.de | auk.schuster@t-online.de | Tel. 039397 365 Öffnungszeiten: Do–So 14.00 – 18.00 Uhr Wurst/Fleisch Käse Altmark Kleidung/ Kosmetik 2 Glinder Ziegenhof Dorfstraße 80 | 39249 Barby OT Glinde www.glinder-ziegenhof.de | glinderziegenhof@aol.com | Tel. 039298 3930 Öffnungszeiten von Ende März bis Dezember: Di 14.00 – 16.00 Uhr, Do 18.00 – 20.00 Uhr, Sa 14.00 – 18.00 Uhr, sowie nach Vereinbarung Zutaten (für 4 Personen): 150 g Babyleaf-Salat-Mix 200 g Hofsauerrahm 4 EL Hofjoghurt je 3 EL frisch gepresster Orangen- und Zitronensaft 1 EL Honig je 1 EL fein gehackte Kerbel-, Estragon-, Minze- und Dillblättchen Salz, Pfeffer 1 Hofweichkäse (ca. 150 g) 1 Ei (M) 2 EL Weizenmehl 4 EL gemahlene Mandeln je 2 EL Butter und Pflanzenöl je 1 Handvoll Kräuterblättchen und essbare Blüten • Salat-Mix putzen, waschen und trockenschleudern • Sauerrahm mit Joghurt, Orangensaft, 3 EL Zitronensaft, Honig und den Kräutern vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken • Hofweichkäse waagerecht in 1–2 cm dicke Taler schneiden • Ei aufschlagen, verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen • Hofweichkäse erst in Mehl, dann in Ei und zuletzt in den gemahlenen Mandeln wenden • Butter mit Öl in einer Pfanne erhitzen, Käse hineingeben und rund herum hellbraun braten • Salat mit Sauerrahm-Dressing und gebratenem Hofweichkäse auf Tellern anrichten, mit Kräuterblättchen und essbaren Blüten bestreut servieren Bildautor: Martina Görlach, Eising Media Copyright: © VHM e. V., www.hofkaese.de 8 Nelumbo Kosmetik Bittkauer Weg 15 | 39317 Parey www.nelumbo-kosmetik.de | info@nelumbo-kosmetik.de | Tel. 039349 946480 Öffnungszeiten: Di 9.30 – 16.00 Uhr, Do 9.30 – 17.30 Uhr 8 3 Bärbel Warnke Alte Sorge 3 | 39264 Lindau (Anhalt) Tel. 0173 6436136 | Öffnungszeiten: Mo – So 11.00 – 17.00 Uhr 4 Ziegenhof Schleckweda Elsterweg 4 | 06722 Wetterzeube OT Schleckweda www.ziegenhof-schleckweda.de | info@ziegenhof-schleckweda.de | Tel. 036693 22747 | Öffnungszeiten: Fr 10.00 – 18.00 Uhr 5 Nutztier-Arche Eckartsberga Thomas-Müntzer-Straße 1 | 06648 Eckartsberga www.nutztier-arche-eckartsberga.de | nutztier-arche-eckartsberga@web.de | Tel. 0174 2458887 | Öffnungszeiten: Sa 10.00 – 12.00 Uhr chafmilchkäserei JAARE 6 S Wiesenweg 1 | 39264 Lindau (Anhalt) www.jaare.eu | anett@jaare.eu Tel. 0160 90522598 | Öffnungszeiten: Do 15.00 – 17.30 Uhr, Fr 16.00 – 19.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr 7 Westerhäuser Käsehof Unter dem Mühlenberg 410 | 06502 Thale OT Westerhausen Kaesehof@web.de | Tel. 0173 9587689 Verkauf nach Absprache 9 BUWATEC Hirtentor 2 | 39179 Barleben www.buwatec.de | y.bloege@buwatec.de | Tel. 039203 240104 über Onlineshop und nach telefonischer Absprache 9 Magdeburg, Elbe-Börde-Heide 2 3 6 10 Anhalt-Wittenberg Harz & Harzvorland 7 5 Halle, Saale, Unstrut 4 10 Pfendts Biohof Pratauer Lindenstraße 9 | 06888 Lutherstadt Wittenberg www.pfendts-biohof.de | info@pfendts-biohof.de | Tel. 03491 450126 Öffnungszeiten: Do 10.00 – 12.00 und 14.00 – 18.30 Uhr, Fr 10.00 – 12.00 und 14.00 – 16.00 Uhr Zutaten (für 4 Personen): 1 Lammschulter oder Lammkeule 600 g Röstgemüse 200 g Zwiebelviertel 200 g Karotten 100 g Sellerie 100 g Petersilienwurzel 3 Knoblauchzehen 20 g Tomatenmark 20 ml Olivenöl 200 ml Rotwein 1000 ml Brühe 2 Zweige Rosmarin 2 Zweige Thymian Salz und Pfeffer, Speisestärke zum Binden Tipp: Als Beilage eignet sich beispielsweise frischer Kartoffelstampf • Lammschulter mit Salz und Pfeffer würzen, auf ein Backblech legen und bei 220°C im Backofen 20 min braten • Röstgemüse putzen, Zwiebeln schälen und vierteln, Karotten längst halbieren, Sellerie und Petersilienwurzeln schälen und grob würfeln • Röstgemüse mit zwei gepressten Knoblauchzehen in einer Pfanne goldbraun anbraten, Tomatenmark zugeben, leicht anrösten, mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen • mit Brühe auffüllen und aufkochen lassen, alles zu der Lammschulter / Lammkeule geben und bei 85°C ca. 8 Stunden schmoren • für die Soße die Garflüssigkeit anschließend durch ein Sieb passieren und einkochen lassen, eine Knoblauchzehe schälen und hacken • die Soße mit gehacktem Rosmarin, Thymian und etwas Knoblauch abschmecken, ggf. mit etwas Speisestärke abbinden • Röstgemüse als Beilage wieder in die Sauce geben und zum Fleisch servieren
Gefahrstoffschnellauskunft informiert zu Vitamin E Acetat Ein neues Jahr ist für viele ein Grund, alte Laster abzulegen und z.B. endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Immer mehr Menschen tauschen die klassische Zigarette inzwischen gegen E-Zigaretten/Vaporizer, da diese als weniger schädlich gelten. Für große Verunsicherung sorgten zuletzt jedoch Meldungen über kritische Lungenerkrankungen und mehrere Todesfälle unter Nutzern von E-Zigaretten in den USA. Im Verdacht, die Lungen zu schädigen, steht Vitamin E Acetat, das den verwendeten Liquiden zugesetzt wurde. Für deutsche Konsumenten von E-Zigaretten gab es schnell Entwarnung: der möglicherweise gefährliche Stoff Vitamin E Acetat ist in Deutschland als Zusatz in elektronischen Zigaretten verboten. Aber warum eigentlich? Vitamin E Acetat ist ein sogenanntes Derivat (=Abkömmling) des Vitamin E, das neben den Vitaminen A, D und K zu den fettlöslichen Vitaminen gehört. Im Körper wird das Derivat in Vitamin E umgewandelt, das unsere Zellen zum Beispiel vor freien Radikalen schützt. Vitamin E Acetat wird auch α-Tocopherylacetat genannt. Es ist eine visköse, gelb-braune Flüssigkeit (Schmelztemperatur 26,5-27,5 °C) mit charakteristisch fettartigem Geruch. Als Zusatzstoff ist es zur Vitaminisierung von Lebensmitteln zugelassen und darf auch Futtermitteln für alle Tierarten zugesetzt werden. Außerdem darf es als Bestandteil kosmetischer Mittel zum Einsatz kommen. Vitamin E Acetat ist demnach in klassischen Verbrauchsprodukten des Alltags durchaus erwünscht. Warum also ist Vitamin E Acetat in Deutschland in E-Zigaretten verboten? Ausschlaggebend ist hier ein anderer Aspekt: der Zusatz von Vitaminen sowohl in Tabakerzeugnissen als auch als Inhaltsstoff in elektronischen Zigaretten könnte, so die Tabakerzeugnisverordnung, den Eindruck erwecken, dass der Konsum von Tabakerzeugnissen oder elektronischen Zigaretten einen gesundheitlichen Nutzen oder geringere Gesundheitsrisiken berge. Ähnliches gilt z.B. auch für den Zusatz von Glukose, Coffein oder Taurin. Diese sind in Tabakerzeugnissen und elektronischen Zigaretten verboten, da sie mit Energie und Vitalität assoziiert werden. Das Verbot basiert also nicht auf einer potentiellen Gefahr des Stoffes, sondern auf seinem Nutzen. Den täglichen Bedarf an wertvollem Vitamin E kann man auch im Jahr 2020 besser, ganz ohne (E-)Zigarette, durch den Verzehr von Haselnüssen oder Pflanzenölen decken. In diesem Sinne wünscht die Gefahrstoffschnellauskunft allen Lesern ein gesundes neues Jahr. Die Gefahrstoffschnellauskunft ist Teil der Chemiedatenbank ChemInfo. Sie kann von öffentlich-rechtlichen Institutionen des Bundes und einiger Länder sowie von Institutionen, die öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen, genutzt werden. Das sind u.a. Feuerwehr, Polizei oder andere Einsatzkräfte. Für die allgemeine Öffentlichkeit steht ein Datenbestand unter www.chemikalieninfo.de bereit. Dieser frei recherchierbare Datenbestand informiert Sie über die gefährlichen Eigenschaften und über die wichtigsten rechtlichen Regelungen von chemischen Stoffen.
Since the last Arctic Monitoring and Assessment Programme (AMAP) effort to review biological effects of the ex-posure to organohalogen compounds (OHCs) in Arctic biota, there has been a considerable number of new Arcticeffect studies. Here, we provide an update on the state of the knowledge of OHC, and also include mercury, ex-posure and/or associated effects in key Arctic marine and terrestrial mammal and bird species as well as in fishby reviewing the literature published since the last AMAP assessment in 2010. We aimed at updating the knowl-edge of how single but also combined health effects are or can be associated to the exposure to single compoundsor mixtures of OHCs. We also focussed on assessing both potential individual as well as population health impactsusing population-specific exposure data post 2000. We have identified quantifiable effects on vitamin metabo-lism, immune functioning, thyroid and steroid hormone balances, oxidative stress, tissue pathology, and repro-duction. As with the previous assessment, a wealth of documentation is available for biological effects inmarine mammals and seabirds, and sentinel species such as the sledge dog and Arctic fox, but information for ter-restrial vertebrates and fish remain scarce. While hormones and vitamins are thoroughly studied, oxidativestress, immunotoxic and reproductive effects need further investigation. Depending on the species and popula-tion, some OHCs and mercury tissue contaminant burdens post 2000 were observed to be high enough to exceedputative risk threshold levels that have been previously estimated for non-target species or populations outsidethe Arctic. In this assessment, we made use of risk quotient calculations to summarize the cumulative effects ofdifferent OHC classes and mercury for which critical body burdens can be estimated for wildlife across the Arctic.As our ultimate goal is to better predict or estimate the effects of OHCs and mercury in Arctic wildlife at the in-dividual, population and ecosystem level, there remain numerous knowledge gaps on the biological effects of ex-posure in Arctic biota. These knowledge gaps include the establishment of concentration thresholds forindividual compounds as well as for realistic cocktail mixtures that in fact indicate biologically relevant, andnot statistically determined, health effects for specific species and subpopulations. Finally, we provide future per-spectives on understanding Arctic wildlife health using new in vivo, in vitro, and in silico techniques, and providecase studies on multiple stressors to show that future assessments would benefit from significant efforts to inte-grate human health, wildlife ecology and retrospective and forecasting aspects into assessing the biological ef-fects of OHC and mercury exposure in Arctic wildlife and fish. © 2019 The Authors.
Origin | Count |
---|---|
Bund | 177 |
Land | 12 |
Type | Count |
---|---|
Chemische Verbindung | 24 |
Förderprogramm | 134 |
Text | 22 |
unbekannt | 9 |
License | Count |
---|---|
geschlossen | 51 |
offen | 136 |
unbekannt | 2 |
Language | Count |
---|---|
Deutsch | 174 |
Englisch | 32 |
Resource type | Count |
---|---|
Archiv | 1 |
Bild | 1 |
Datei | 2 |
Dokument | 5 |
Keine | 152 |
Webseite | 34 |
Topic | Count |
---|---|
Boden | 96 |
Lebewesen & Lebensräume | 152 |
Luft | 77 |
Mensch & Umwelt | 189 |
Wasser | 71 |
Weitere | 161 |