Die Ausweisung, wissenschaftliche Betreuung und das Monitoring von Waldschutzgebieten in Baden-Württemberg stehen durch die nationale Biodiversitätsstratege wieder verstärkt im Fokus von Forschung und Gesellschaft. Deshalb wird die seit 1993 bestehende Waldschutzgebietskonzeption überarbeitet und im Hinblick auf aktuelle Naturschutzziele weiterentwickelt, die in der Gesamtkonzeption Waldnaturschutz von ForstBW (GK WNS) für den Staatswald konkretisiert sind. Hierzu zählen zum Einen die systematische Herleitung prioritärer Waldflächen für die Ausweisung neuer Waldschutzgebiete mit natürlicher Waldentwicklung auf Grundlage eines erweiterten Kriterienkatalogs (GK WNS Ziel 8), zum Anderen die aktive Förderung der Waldbiodiversität in Schonwäldern. Um Pflegemaßnahmen zur Erreichung der Schutzziele in den Schonwäldern systematisch aktivieren und evaluieren zu können, werden die bestehende Schonwälder in Schutzkategorien unterteilt, die es zusätzlich ermöglichen, geographische ‘hot spots‘ für spezifische Fördermaßnahmen zu identifizieren. Der Fokus liegt derzeit auf der Förderung von Lichtwaldstrukturen und Lichtwaldarten(- GK WNS Ziele 3,4,6), die von Waldweideprojekten bis zu großflächigen motormanuellen Auflichtungen reichen kann. Im Projekt werden die Pflegemaßnahmen zur Biodiversitätsförderung in den Schonwäldern getestet und deren Wirksamkeit und Kosteneffizienz evaluiert und ggf. angepasst.
Wälder stellen aufgrund ihrer vielfältigen Strukturmerkmale einen wichtigen Lebensraum für eine Vielzahl von Vogelarten dar. In dieser Studie wurde die Bedeutung von Waldstrukturen für die heimische Avifauna durch die Verknüpfung fernerkundungsbasierter Daten zu Waldstrukturparametern mit Vogelmonitoringdaten untersucht. Beobachtungsdaten des Monitorings häufiger Brutvögel (MhB) und flächendeckende Datensätze des Projekts „Monitoring von Biodiversität mit Tools der Fernerkundung“ (MoBiTools) wurden verwendet, um mögliche Treiber für die Vogeldiversität und das Vorkommen von zehn ausgewählten bundesweiten Trigger- und Waldindikatorarten in den Wäldern Baden-Württembergs zu identifizieren. Neben Maßen zu Überschirmung, Baumhöhe und Randliniendichte dienten der Anteil und die Diversität von Waldtypen als erklärende Variablen. Bei den ausgewählten Trigger- und Waldindikatorarten zeigten sich starke artspezifische Unterschiede: Ein Großteil der stärker waldgebundenen Arten reagierte positiv auf die Gesamtwalddeckung, während Baumpieper (Anthus trivialis), Wendehals (Jynx torquilla) und Neuntöter (Lanius collurio) eine erhöhte Vorkommenswahrscheinlichkeit bei mittlerer Walddeckung zeigten. Gleichzeitig hatte bei diesen Arten die Randliniendichte außerhalb geschlossener Wälder einen positiven Effekt. Eine hohe Buchendeckung wirkte sich insbesondere auf das Vorkommen von Kleiber (Sitta europaea), Schwarzspecht (Dryocopus martius) und Sumpfmeise (Poecile palustris) positiv aus. Die Fichtendeckung zeigte bei keiner der untersuchten Arten einen positiven Effekt. Die Diversität der Vogelgemeinschaften wurde v. a. durch die Verfügbarkeit überproportional hoher Buchenbestände gefördert. Die analysierten Zusammenhänge zwischen den Daten zur Waldstruktur aus der Fernerkundung und hochaufgelösten Vogelbeobachtungsdaten zeigen einerseits ein großes Potenzial, aber auch die bestehenden Herausforderungen für eine großflächige Untersuchung aktueller und zukünftiger Veränderungen der Waldökosysteme.
Um die Bevölkerung über den Klimawandel in Rheinland-Pfalz zu informieren, entwickelt das Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen das Klimawandelinformationssystem kwis-rlp. Das Klimawandelinformationssystem ist eine Querschnittsaufgabe mit den Schwerpunkten Datenmanagement, Information, Beratung, und Fortbildung. Zentrales Produkt des Klimawandelinformationssystems ist ein öffentlich zugängliche Web-Portal. Es werden ausführliche Informationen zum Thema Klimawandel und möglichen Folgen für Rheinland-Pfalz angeboten. Im Web-Portal sind Informationen zum heutigen Klima sowie zu den verschiedenen Projektionen des möglichen zukünftigen Klimas in Rheinland-Pfalz dargestellt. Für verschiedene Sektoren, wie Wald, Boden, Wasser, Landwirtschaft, Biodiversität, Gesundheit etc. werden mögliche Folgen des Klimawandels dargestellt. Desweiteren werden klimawandelbezogene Forschungsprojekte in Rheinland-Pfalz vorgestellt. Darüber hinaus bietet kwis-rlp Hintergrundinformationen zu den Themen Klima, Klimawandel und Klimawandelfolgen und einen ausführlichen Bereich mit Erläuterungen in Form eines F.A.Q.s sowie eines Glossars.
Berlin ist gleichzeitig eine pulsierende Metropole und Lebensraum für über 20.000 Tier- und Pflanzenarten. Diese biologische Vielfalt macht die Stadt nicht nur lebenswert, sondern trägt auch aktiv zur Lebensqualität bei: Straßenbäume spenden Schatten, Parks und Wälder reinigen die Luft, und Grünflächen schaffen Räume für Erholung und Naturerfahrung. Doch diese Vielfalt ist weltweit gefährdet. In Städten wie Berlin sind es vor allem Faktoren wie Flächenversiegelung, Verlust von Lebensräumen, der Klimawandel und die Intensivierung der Landwirtschaft, die den Rückgang von Arten und ihren Habitaten vorantreiben. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat der Berliner Senat 2012 erstmalig eine Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt beschlossen. Damit hat Berlin als Großstadt seine Verantwortung und sein Potenzial für den Artenschutz erkannt und wahrgenommen. Die Strategie von 2012 ist die Vorgängerin der Strategie, die 2025 verabschiedet wurde und setzte inhaltlich wie konzeptionell das Fundament, auf dem die neue Strategie aufbaut. Sie legte klare Schwerpunkte, um die Natur in der Stadt zu schützen, zu fördern und nachhaltig in das urbane Leben zu integrieren. Dabei verfolgte die 2012er Strategie einen innovativen und partizipativen Ansatz: Sie kombinierte bewährte Instrumente des Arten- und Biotopschutzes mit neuen, strategischen Elementen, die speziell auf die urbanen Herausforderungen Berlins ausgerichtet sind. Das übergeordnete Ziel der Strategie war es, die Natur in der Stadt nicht nur zu bewahren, sondern auch an neue Umweltbedingungen anzupassen und sie für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar zu machen. Die Strategie gliederte sich in vier zentrale Themenfelder mit insgesamt 38 strategischen Zielen: Themenfeld 1: Berlin setzte sich für den Schutz und die Förderung gefährdeter Arten und Lebensräume ein, wie Moore, naturnahe Gewässer, Biotopverbünde und besonders geschützte Biotope. Im Themenfeld Genetische Vielfalt stand die Erhaltung regionaler Pflanzensorten und die nachhaltige Nutzung genetischer Ressourcen im Fokus. Dies betraf auch den Schutz vor genetisch veränderten Pflanzen, um die natürliche Vielfalt zu bewahren. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf urbaner Vielfalt : die Strategie förderte die Entwicklung von Grünflächen, urbanen Gärten und naturnahen Stadtlandschaften. Auch private Freiflächen und Firmengelände wurden als Potenziale für mehr Natur in der Stadt betrachtet. Urbane Wildnis auf Brachflächen und die Förderung von Straßenbäumen waren weitere wichtige Bausteine. Die Einbindung der Berlinerinnen und Berliner war das vierte zentrale Element ( Themenfeld Gesellschaft ). Darin wurden das Bewusstsein und das Verständnis für die Bedeutung von Natur, Lebensräumen und Artenvielfalt gestärkt. Umweltbildung, Forschung und gesellschaftliches Engagement – von Unternehmen bis hin zu Bürgerinitiativen – unterstützten die Umsetzung der Strategie. Die Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt von 2012 zeigte, wie eine moderne Metropole den Schutz und die Förderung der Natur mit urbaner Entwicklung verbinden kann. Sie war nicht nur ein Beitrag zur globalen Erhaltung der biologischen Vielfalt, sondern auch ein Schlüssel zur Sicherung der Lebensqualität für alle Menschen, die heute in Berlin leben, sowie für zukünftige Generationen.
Einen Miniwald pflanzt die Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin eG am 3. April 2025 in Marienfelde. Auf einer rund 250 Quadratmeter großen Fläche am Tirschenreuther Ring in Berlin-Marienfelde sollen insgesamt 750 Bäume und Sträucher in den Boden gebracht werden. Neben Mitarbeitenden der Wohnungsbaugenossenschaft, die in diesem Jahr ihren 125. Gründungstag feiert, sind auch die Anwohnenden und alle Interessierten herzlich eingeladen, bei der Pflanzaktion mitzuhelfen. Am 3. April 2025 wird es am Tirschenreuther Ring 77/79 viel zu tun geben. In der Zeit von 10 bis 15 Uhr werden Dutzende von Freiwilligen die Ärmel hochkrempeln und auf einer ehemaligen Wiese einen sogenannten Tiny Forest anlegen. „Das Besondere an diesen Miniwäldern ist, dass sie sehr dicht und in mehreren Schichten wachsen“, sagt Sven Einsle, Vorstandsmitglied der Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin eG. „Auf diese Weise entsteht schon nach wenigen Jahren ein wertvolles, diverses Ökosystem mit 27 verschiedenen Pflanzenarten, das Bienen, Schmetterlingen und anderen Tieren Nahrung und Unterschlupf bietet.“ „Plickerts Horst“ wird der kleine Wald heißen, in Erinnerung an den im vergangenen Jahr verstorbenen ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden und Ehrenmitglied der Wohnungsbaugenossenschaft, Professor Horst Plickert. „Wir freuen uns, diese grüne Oase in Marienfelde gemeinsam mit dem BWV anlegen zu dürfen“, sagt Bruno Göbel, Projektleiter beim MIYA Forest e.V., der das Vorhaben fachlich begleitet. „Der Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin eG stellt uns kostenlos eine Fläche in seinem Hinterhof zur Verfügung, auf der wir einen weiteren kleinen Wald entstehen lassen können. Dieses Engagement schafft nicht nur einen Mehrwert für die Anwohnerinnen und Anwohner, sondern trägt auch zur regionalen Biodiversität bei und bietet wertvollen Lebensraum für Insekten.“ Bei der Auswahl der Pflanzen mussten die Experten von MIYA Forest e.V. unter anderem berücksichtigen, dass die Fläche von Häusern und hohen Buchen umgeben ist. Der winzige Wald besteht deshalb aus Bäumen und Sträuchern, die mit relativ wenig Licht auskommen. In Eichenwäldern zum Beispiel ist es eher schattig, daher eignen sich junge Stieleichen auch für Flächen mit wenig Sonne, genauso wie Buche, Weide und Hasel. „Diese Baumarten können zwischen 6 und 20 Metern hoch werden“, sagt Bruno Göbel. In der Strauchschicht darunter wachsen unter anderem Himbeeren, Schlehen und Roter Holunder, und in der Kräuterschicht werden Waldveilchen gepflanzt. Koordiniert wird das Tiny Forest Projekt, das in Berlin mindestens 20 winzige Wälder pflanzen will, von der KARUNA Sozialgenossenschaft. „Unsere Pflanztage bringen ganz unterschiedliche Menschen zusammen“, sagt Isabell Steiner, die das Projekt bei der KARUNA eG leitet. „Einen unserer Miniwälder haben wir zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern gepflanzt, einen anderen gemeinsam mit Grundschulkindern. Diesmal werden viele Mitarbeitende und Genossenschaftsmitglieder der BWV zu Berlin eG dabei sein. Gleichzeitig versuchen wir aber auch, Menschen aus vulnerablen Gruppen einzubinden. Unser Ziel ist es immer, mit den Tiny Forests das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.“ Das Tiny Forest Projekt ist Teil der Berliner Nachhaltigkeitsstrategie und wird von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) unterstützt. Die Maßnahme trägt dazu bei, urbane Räume an die steigenden Temperaturen anzupassen, die Biodiversität zu fördern und neue Orte der Umweltbildung und Begegnung zu schaffen. Der Right Now Climate Fund von Amazon finanziert das Projekt, um gezielt nachhaltige Klimaanpassungsmaßnahmen in Städten voranzutreiben. Die SenMVKU begleitet das Projekt im Rahmen seiner Umsetzungsallianz und begrüßt die enge Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, um nachhaltige Lösungen für die Stadt zu entwickeln. Die Idee, Wälder im Miniaturformat anzulegen, kommt ursprünglich aus Japan. Der Botaniker Akira Miyawaki hat über die Jahre Tausende solcher Projekte umgesetzt und dabei eine Pflanzmethode entwickelt, mit der man auch auf kleinsten Flächen in sehr kurzer Zeit ein wertvolles kleines Ökosystem anlegen kann. Die Tiny Forests nehmen bei Regen wie ein Schwamm Wasser auf, sie binden Staub, CO 2 und andere Luftschadstoffe und sind nicht zuletzt ein Ort der Erholung, Bildung und Begegnung für die Menschen. Das nötige Hintergrundwissen für die Pflanzung steuert der Verein MIYA Forest e.V. bei. Er wurde von Absolventen der renommierten Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde gegründet, die sich schon seit Jahren mit der Miyawaki-Methode beschäftigen und an so unterschiedlichen Orten wie Darmstadt und Marokko Erfahrung mit der Pflanzung von Miniwäldern gesammelt haben. Der Verein kümmert sich auch um die langfristige wissenschaftliche Begleitung des Projekts. Im Rahmen eines „Citizen Science“-Programms wird von Freiwilligen ausgewertet, welchen ökologischen Nutzen der Wald über die Jahre hat. „Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Pflanzung von „Plickerts Horst“ aktiv zu unterstützen“, sagt Isabell Steiner. „Wir brauchen natürlich Menschen, die beim Pflanztag aktiv mit anpacken. Man kann aber auch Bäume spenden oder helfen, Plakate aufzuhängen und Flyer zu verteilen. Am schwierigsten ist es unserer Erfahrung nach, geeignete Flächen für weitere Tiny Forests zu finden – deshalb freuen wir uns auch in diesem Bereich über jede Unterstützung.“ Setzlinge, Spaten und Gießkannen werden von den Veranstaltern mitgebracht. Wer mithelfen will, sollte aber auf die richtige Kleidung achten. „Ziehen Sie am besten Gummistiefel an“, sagt Isabell Steiner. Die Pflanzung beginnt um 10 Uhr am Tirschenreuther Ring 77/79. Anmelden kann man sich auf der Website www.tinyforests.eu/marienfelde – dort finden sich auch alle weiteren Informationen rund um das Projekt. Zu Beginn der Pflanzung am 3. April 2025 um 10 Uhr am Tirschenreuther Ring 77/79 in 12279 Berlin findet ein kurzer Pressetermin statt. Im Anschluss sind Sie herzlich eingeladen, selbst mit anzupacken und einen Baum zu pflanzen! KARUNA eG Isabell Steiner Projektleitung E-Mail: isabell.steiner@karuna.family Tel.: (0157) 39 44 60 47 www.tinyforests.eu Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin eG Gunther Thiele Abteilungsleiter Innere Verwaltung & Nachhaltigkeit E-Mail: gthiele@bwv-berlin.de Tel.: (030) 790094-24 www.bwv-berlin.de
Die Vielfalt und Aktivität der Bodengemeinschaften aus Pilzen, Bakterien, Archaeen und anderen Einzellern ist wichtig für Funktionen wie die C Speicherung, die Resilienz von Bäumen gegenüber dem Klimawandel und den Umsatz von organischen Bestandteilen. Es gibt zwar mit der Bodenzustandserhebung im Wald (BZE) ein bundesweites Monitoring, welches Auskunft über die Vitalität der Bäume und den physikochemischen Bodenzustand gibt. Die Bodenbiologie wird dabei allerdings nicht berücksichtigt. Ein erweitertes systematisches Monitoring kann helfen, Zusammenhänge zwischen standörtlichen Gegebenheiten und Bodenorganismen und deren Funktionen besser zu verstehen. Dieses Projekt zielt daher darauf ab, die umfangreichen Daten der BZE mit neu erhobenen Daten zu Biodiversität und biologische Aktivität im Boden zu verknüpfen. Im Zuge der dritten BZE soll eine deutschlandweite Probennahme an BZE-Punkten und auf Flächen des Level-II-Intensivmonitorings stattfinden. Die Proben sollen hinsichtlich der Biodiversität mithilfe molekularer und komplementärer Verfahren zur Messung von Biomasse und Aktivität analysiert werden. Ziel ist ein besseres prozessbasiertes Verständnis des Beitrags von Wäldern und Waldböden zu ausgeglichenen und nachhaltigen biogeochemischen Kreisläufen. Daraus lassen sich waldbauliche Handlungsempfehlungen zur Vorbeugung und Anpassung an den globalen Wandel entwickeln. Gleichzeitig kann eine Wissenslücke zum Zustand der Biodiversität in Deutschlands Waldböden geschlossen werden.
The project will assess the fragmentation, which exists in the international forest regime complex and the resulting lack of legitimation. On this basis, it will explore options to advance coherence and legitimation for an international forest policy and means of its legitimation and legalization. As will be analysed in detail, it appears, that the international forest regime complex suffers from fragmentation in two ways. Firstly, forest issues did probably lag behind in the development of the contemporary international system of environmental law as they lacked the legitimation by a dedicated international agreement, which so many other issues such as biodiversity, climate change and desertification do enjoy. Secondly, due to this and other developments of the international legal system, particular aspects of forest policies are intensively dealt with separately and - arguably - without much coordination by diverse international regimes like, for instance, the FCCC, the CBD and the ITTA. To the more, relevant measures for such forest policy, like, for instance, certification, compulsory labelling schemes and related trade restrictions are nowadays subject to rules and standards of the WTO and thus need to be carefully designed in order to prevent any inconsistencies. In order to complement this global assessment, the legal frame of forest policy within the European Union will be analysed, which also suffers from a lack of legitimation, but apparently nonetheless developed a number of activities.
Der Abbau von Totholz stellt einen wichtigen Prozess im globalen Kohlenstoffkreislauf der Wälder dar. Die biotischen Hauptagenten des Holzabbaus sind Mikroorganismen und Insekten, aber während Insekten in den Tropen den Holzabbau beschleunigen, wirken sie in der gemäßigten und borealen Zone neutral oder sogar negativ auf den Holzabbau. Insekten interagieren eng mit holzzersetzenden Mikroorganismen, einschließlich symbiotischer Assoziationen, Facilitation und Konkurrenz. Es ist jedoch unklar, wie sich die Auswirkungen von Insekten auf mikrobielle Gemeinschaften entlang globaler Klimagradienten verändern. Während lokale Feldstudien und Laborexperimente gezeigt haben, dass Insekten-Mikroorganismen-Interaktionen den Holzabbau sowohl beschleunigen als auch verlangsamen können, wurde bisher nicht untersucht, ob dieser Mechanismus erklärt, warum sich die Auswirkungen von Insekten auf den Abbau so stark von tropischen zu borealen Wäldern ändern. In dem vorgeschlagenen Projekt werden wir die erste globale Studie zu Insekten-Pilz-Interaktionen in Totholz durchführen, indem wir Holzproben aus einem globalen Experiment verwenden, das Behandlungen umfasste, die entweder Insekten Zugang gewährten oder Insekten ausschlossen (Seibold et al. 2021, Nature). Die Holzproben wurden bereits gesammelt und nun sollen die Pilz- und Bakteriengemeinschaften durch DNA-Sequenzierung bestimmt werden, um die Effekte der Insekten zu untersuchen. Dieser Ansatz ermöglicht es zu untersuchen, wie globale Klimagradienten die Interaktionen zwischen Insekten und holzzersetzende Pilzen und Bakterien beeinflussen. Dies wird zu einem besseren Verständnis darüber beitragen, wie Insekten die mikrobielle Biodiversität beeinflussen und wie sich diese Effekte auf den Holzabbau übertragen. Wir werden fünf Hypothesen testen bezüglich der Effekte von Insekten auf Mikroorganismengemeinschaften in Relation zu globalen Klimagradienten. Dabei werden wir Diversität auf verschiedenen Ebenen (alpha- und beta-Diversität), sowie Maße für Spezialisierung basierend auf Netzwerkanalysen und phylogenetische Diversität betrachten.Angesichts des globalen Klimawandels und des anhaltenden Verlusts an Biodiversität, einschließlich unter den Waldinsekten, ist ein besseres Verständnis der Effekte des Klimas auf die komplexen Beziehungen zwischen holzbewohnenden Insekten und Mikroorganismen erforderlich, um die Zukunft der globalen Kohlenstoffsenke im Wald vorherzusagen. Wir sind zuversichtlich, dass das vorgeschlagene Projekt ein wichtiger Schritt ist, um diese Wissenslücke zu schließen und damit nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Umwelt- und CO2-Politik von großer Bedeutung sein wird.
Die naturnahe Waldwirtschaft fördert zwar vertikal strukturierte Waldbestände, offene Störungsflächen und Strukturen der Alters- und Zerfallsphasen sind jedoch rar. Waldarten, die an solche defizitären Strukturen gebunden sind, sind daher häufig gefährdet. Zur Struktur- und Biodiversitätsförderung im Wald kommen daher unterschiedliche Naturschutzinstrumente zum Einsatz, die gleichzeitig einen Gradienten der forstlichen Nutzungsintensität repräsentieren: von Nicht-Nutzung in großen Naturwaldreservaten bis hin zur Strukturförderung durch intensive forstliche Eingriffe. Doch welche Artengruppen profitieren wovon? Wie lange dauert es, bis sich die gewünschten Lebensraumstrukturen einstellen? Und kann durch einen kombinierten Einsatz verschiedener, komplementärer Instrumente die Waldbiodiversität auf Landschaftsebene erhöht werden? Um diese Fragen zu beantworten werden im montanen und hochmontanen Bergmischwald drei Flächentypen miteinander verglichen: je eine Prozessschutzfläche, eine naturnah bewirtschaftete Fläche und eine Fläche, auf der im Jahr 2018 eine starke Auflichtungsmaßnahme (mindestens 0.5 ha) erfolgte. Auf 15 dieser ‘Flächen-Triplets‘ werden Waldstruktur, Bodenvegetation sowie mehrere faunistische Artengruppen über mehrere Jahr hinweg untersucht. Das Projekt liefert Grundlagen für den effizienten Einsatz der Waldnaturschutzinstrumente sowie strukturelle Zielwerte für die Arten- und Biodiversitätsförderung.
Zu den Waldschutzgebieten nach §32 Landeswaldgesetz zählen in Baden-Württemberg Bann- und Schonwälder. Während Bannwälder der natürlichen Entwicklung überlassen werden, ist die waldbauliche Behandlung in Schonwäldern auf ein spezielles Naturschutzziel ausgerichtet. Bannwälder stellen wertvolle Referenzflächen für die Erforschung von natürlichen Prozessen auf die Waldentwicklung und Waldbiodiversität da. Grundlage hierfür ist ein langfristiges Waldstrukturmonitoring auf systematisch angelegten, dauerhaft vermarkten Stichprobenpunkten, das durch fernerkundungsbasierte Strukturerhebungen ergänzt wird. In ausgewählten Bannwäldern werden floristische und faunistische Daten erhoben. Die Daten liefern Informationen über die strukturelle Entwicklung unbewirtschafteter Wälder und deren Lebensraumeignung für Tier- und Pflanzenarten. In Schonwäldern findet im Gegensatz zu Bannwäldern gezielter Naturschutz statt. Einige Tier- und Pflanzenarten sind auf besondere Strukturen angewiesen, die durch Pflegemaßnahmen oder bestimmte (z.B. historische) Waldnutzungsformen gefördert werden können. Schonwälder werden deswegen so bewirtschaftet, dass gewünschte strukturelle Bedingungen und damit verbundene seltene Arten erhalten oder gefördert werden. Schwerpunkt der Forschung in Schonwäldern ist die Quantifizierung des Einflusses und der Effektivität biodiversitätsfördernder Maßnahmen zur Erreichung des Schutzziels.
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 239 |
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| Lebewesen und Lebensräume | 327 |
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