Waldbrände stellen in vielen Regionen Deutschlands eine zunehmende Herausforderung für Waldmanagement, Naturschutz und Gefahrenabwehr dar. Der Beitrag bündelt Perspektiven aus Praxis, Waldbesitz, Naturschutzmanagement und operativem Waldbrandschutz in Form eines Interviews mit fünf Fachpersonen aus Brandenburg. Die Antworten verdeutlichen, dass Waldbrandvorsorge unter sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen erfolgt. In großflächigen Wildnisgebieten stehen natürliche Entwicklungsprozesse und Prozessschutz im Vordergrund. Die Eigentümer und Eigentümerinnen privat bewirtschafteter Wälder setzen dagegen stärker auf aktive Präventionsmaßnahmen wie Waldumbau, Infrastrukturmaßnahmen oder das Management von Brandlasten. Aus Sicht des operativen Waldbrandschutzes spielen zudem funktionierende Infrastruktur, klare Zuständigkeiten sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Forstverwaltung, Feuerwehren sowie Waldbesitzerinnen und -besitzern eine zentrale Rolle. Trotz unterschiedlicher Ansätze zeigt sich eine gemeinsame Einschätzung: Waldbrände müssen künftig dauerhaft als Bestandteil des Waldmanagements berücksichtigt werden. Prävention, Anpassungsstrategien und gesellschaftliche Verantwortung gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.
Der Datensatz enthält die Löschwasserentnahmestellen im Wald des Landes Brandenburg mit Informationen zur Art, Status (geplant, vorhanden), Funktionsfähigkeit, Baujahr sowie weitere technische Angaben.
Passt ein duales Studium in der Landwirtschaft zu dir? Du interessierst dich für das Zusammenspiel von Landwirtschaft und Verwaltung? Du suchst einen sicheren und abwechslungsreichen Job? Du willst studieren und gleichzeitig praktische Erfahrungen sammeln? Dann bist du die richtige Person für das Duale Studium Landwirtschaft. Neben einem wissenschaftlichen Abschluss hast du nach dem Studium auch die Laufbahnbefähigung für den landwirtschaftlichen Dienst in der Tasche. Das ist die Voraussetzung, um in der Agrarverwaltung in das Beamtenverhältnis übernommen zu werden. Wie läuft das duale Studium ab? Das duale Bachelorstudium verknüpft Theorie- und Praxisphasen miteinander. Die Praxisphasen werden in einem der vier Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) in Sachsen-Anhalt absolviert. Die Zuständigkeitsbereiche sind regional abgegrenzt. Die Theorieausbildung in Form eines Bachelorstudiums findet an der Hochschule Anhalt in Bernburg statt. Im Rahmen des dualen Studiums kannst du das theoretisch erlangte Wissen direkt in die Praxis umsetzen. Die vier Ämter nehmen unter anderem Aufgaben als Fachbehörde für landwirtschaftliche Themen, des Pflanzenschutzes und der Tierzucht wahr. Sie fördern die Dorferneuerung und andere Maßnahmen im ländlichen Raum. Weiterhin sind die Ämter Bewilligungsbehörden für verschiedene Beihilfe- und Fördermaßnahmen in der Landwirtschaft. In den Ämtern sind außerdem die Ausbildungsberater (m/w/d) für die “Grünen Berufe” angesiedelt. Beginn: Nach erfolgreich absolviertem Vorpraktikum (acht Wochen) in einem ALFF und im Zentrum für Technik und Tierhaltung Iden beginnt der Vorbereitungsdienst am 1. Oktober. Abschluss: Bachelor of Science (B. Sc.) und Laufbahnbefähigung landwirtschaftlicher Dienst, Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt Besoldung: ca. 1.500 Euro brutto und ggf. Familienzuschlag Ausbildungsdauer: 7 Semester an der Hochschule Anhalt und Praktikumszeiten in den vorlesungsfreien Zeiten Kosten: Die Semestergebühren für das Studium werden vom Land übernommen. Der Vorbereitungsdienst erfolgt im Beamtenverhältnis auf Widerruf als Landwirtschaftsoberinspektor-Anwärter (m/w/d). Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen? Voraussetzungen für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst: Persönliche Eignung: Erfüllung der Voraussetzungen für die Einstellung ins Beamtenverhältnis auf Widerruf (z. B. EU-Staatsbürgerschaft, Verfassungstreue). Bildungsabschluss: Nachweis der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife. Auswahlverfahren: Erfolgreiche Teilnahme an einem mehrstufigen Auswahlprozess Praktische Erfahrung: Absolvierung eines achtwöchigen Vorpraktikums nach Abschluss des Auswahlverfahrens oder abgeschlossene Ausbildung mit landwirtschaftlichem Bezug. Mögliche Tätigkeitsfelder nach dem Studium in der Agrarverwaltung Sachsen-Anhalt: Sachbearbeitung in den Bereichen Förderung Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem, Pflanzenschutz oder investive Förderung in der Landwirtschaft. Das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt bietet seit dem Wintersemester 2019/2020 Studienplätze für den dualen Studiengang "Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement" im Beamtenverhältnis auf Widerruf an. Neben einem wissenschaftlichen Abschluss verfügen die Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium auch über eine Laufbahnbefähigung (Forstdienst, Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt). Das duale Studium dauert 3,5 Jahre und verknüpft Theorie- und Praxisphasen miteinander. Die Praxisphasen werden im Landeszentrum Wald und im Landesforstbetrieb des Landes Sachsen-Anhalt absolviert. Die Theorieausbildung in Form eines Bachelorstudiums findet an der Fachhochschule Erfurt - Fachrichtung Forstwirtschaft statt. Im Rahmen des dualen Systems wird das theoretisch erlangte Wissen direkt in die Forstpraxis umgesetzt. Die Semestergebühren werden vom Land übernommen. Nach erfolgreich absolviertem Vorpraktikum (acht Wochen, ab 1.August) beginnt der Vorbereitungsdienst am 1. Oktober des Jahres. Die Forstinspektoren-Anwärterinnen und -Anwärter erhalten monatliche Bezüge in Höhe von rund 1.500 Euro und ggf. einen Familienzuschlag. Wie geht es nach dem Studium weiter? Eine Übernahme nach Beendigung des Vorbereitungsdienstes in den Dienst des Landes Sachsen-Anhalt ist beabsichtigt. Die Nachwuchskräfte können z.B. als Revierleiter/in (m/w/d) in den Wäldern von Sachsen-Anhalt oder als Sachbearbeiter/in (m/w/d) in der Forstverwaltung eingesetzt werden. So ist der Landesforstbetrieb den Maßgaben des Allgemeinwohls, des Umwelt- und Naturschutzes verpflichtet und soll auch als Vorbild für die privaten Forstbetriebe und Waldbesitzer dienen. Zu den Aufgaben im Landeszentrum Wald gehören im Wesentlichen die Beratung und Betreuung des Privat- und Kommunalwaldes, die Betreuung des Landeswaldes, die Überwachung der Populationsentwicklung von bedeutenden Schaderregern im Wald, die Ermittlung des Waldzustandes, der Waldbrandschutz, forstliche Öffentlichkeitsarbeit und die Durchführung waldpädagogischer Maßnahmen. Zum Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer: die persönlichen Voraussetzungen für die Einstellung ins Beamtenverhältnis auf Widerruf im Sinne des § 7 Beamtenstatusgesetz erfüllt, über eine Hochschulzugangsberechtigung nach § 67 des Hochschulgesetzes Thüringen verfügt, erfolgreich an einem mehrstufigen Auswahlverfahren teilgenommen hat, im Rahmen des Auswahlverfahrens ein achtwöchiges Vorpraktikum beim Landeszentrum Wald und Landesforstbetrieb absolviert oder eine Ausbildung zum Forstwirt abgeschlossen hat und den besonderen körperlichen und gesundheitlichen Anforderungen des Forstdienstes entspricht. Vor oder während des Studiums sind ein gültiger Jahresjagdschein nach § 15 Abs. 2 des Bundesjagdgesetzes und eine Fahrerlaubnis der Führerscheinklasse B zu erwerben. Bewerbungen für das Duale Studium "Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement" sind nur auf Ausschreibung hin an das zuständige Ministerium in Sachsen-Anhalt zu richten. Die Ausschreibung wird in der Regel zum Ende eines Kalenderjahres veröffentlicht. Das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten bietet seit Oktober 2020 Ausbildungsplätze für den dualen Studiengang „ Vermessung und Geoinformatik “ (B. Eng.) an der Hochschule Anhalt in Dessau. Die vier Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten sind Flurbereinigungsbehörden und gehören als untere Landesbehörden zum Geschäftsbereich des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt. Die Flurbereinigung verbessert die Wettbewerbsfähigkeit in Landwirtschaft und Forstwirtschaft, ermöglicht eine zukunfts- und bedarfsgerechte Infrastruktur in den ländlichen Räumen, unterstützt wirksam die Gemeindeentwicklung, schützt und entwickelt nachhaltig die natürlichen Lebensgrundlagen und kann insbesondere die Wasserwirtschaft und den Naturschutz durch Flächenmanagement unterstützen. Pro Studierenden werden 1.550 Euro brutto pro Monat gezahlt. Jede/r Studierende erhält einen Ausbildungsvertrag, der aber auch mögliche Rückzahlungen gemäß Besoldungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt bei Nichtbestehen oder Schlechtleistung umfasst. Die Studierenden sind Beschäftigte. Das Studium dauert 3,5 Jahre. Berufspraktische Erfahrungen sammeln die Studierenden in einem der Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Sachsen-Anhalt und in anderen Verwaltungsbehörden mit dem Schwerpunkt Flurneuordnung. Künftige Arbeitsorte sind die Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten. Mit erfolgreichem Abschluss des dualen Studiums wird der akademische Grad „Bachelor of Engineering“ erworben. War erwarten wir von Dir? eine Hochschulzugangsberechtigung nach § 27 Hochschulgesetz des Landes SachsenAnhalt bis zum Beginn des Studiums und Interesse und Fähigkeiten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINTFächer). Ein Praktikum in der Fachrichtung Vermessung und Geoinformation ist empfehlenswert. Du verpflichtet dich, nach erfolgreichem Abschluss des dualen Studiums mindestens fünf Jahre in einem der Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Sachsen-Anhalt tätig zu sein, soweit ein Beschäftigungsverhältnis angeboten wird. Bewerbungen für das Duale Studium sind nur auf Ausschreibung hin an das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark des Landes Sachsen-Anhalt zu richten. Der Bachelor-Studiengang "Verwaltungsdigitalisierung und -informatik" an der Hochschule Harz in Halberstadt und Wernigerode bereitet dich darauf vor, E-Government-Dienstleistungen sicherzustellen, also Verwaltungsvorgänge digital abzubilden und zu optimieren. Du kennst dich in den organisatorischen und rechtlichen Strukturen der öffentlichen Verwaltung aus und kannst dein Wissen als Fachkraft in allen wichtigen IT-Bereichen des öffentlichen Sektors einsetzen. Du arbeitest an der Schnittstelle zwischen Verwaltungen und externen Anbietern und Dienstleistern. Wie ist das Studium aufgebaut? Der Studiengang ist auf acht Semester angeleg. Er verbindet ein Vollzeitstudium mit Praxisphasen beim Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten (MWL). Dort verbringst du das vierte und achte Semester sowie die vorlesungsfreie Zeit und spezialisierst dich auf einzelne Verwaltungsbereiche. Für wen ist der Studiengang geeignet? Der Studiengang eignet sich für dich, wenn du Interesse an Informatik hast und dir vorstellen kannst, dich auf IT-Anwendungen im Umfeld der öffentlichen Verwaltung zu spezialisieren. Neben den notwendigen Grundlagen aus Informatik, Recht und Verwaltung lernst du den gesamten Zyklus der Software-Entwicklung kennen, von der Konzeption über die Methodenauswahl bis zur Umsetzung und den Testverfahren. Wenn du großen Wert auf Praxis legst, bist du hier richtig. Durch das duale Studium lernst du nicht nur in der Theorie, sondern wendest dein Wissen im MWL an. Auch während der Phasen an der Hochschule bist du bei Übungen praktisch tätig. Wärend des Studiums stehst du in einem bezahlten Beschäftigtenverhältnis zum MWL mit einem derzeitigen monatlichen Studienentgelt i.H.v. 1.400 Euro. Welche Inhalte bietet das Studium? Verwaltungsdigitalisierung und -informatik ist ein interdisziplinärer Studiengang, der die Informationstechnik mit den Verwaltungswissenschaften verknüpft. Studieninhalte der Informationstechnik: Grundlagenfächer: Grundlagen der Informatik, Programmierung, Datenbankensysteme, Softwaretechnik und Softwareengineering, Web-Technologien. Beispiele für anwendungsorientierte Fächer: Sicherheit in Rechnernetzen, Service-orientierte Architekturen und E-Government, Web-Services und -Infrastrukturen, E-Government-Standards und Prozessmodellierung, Geoinformation und Bildverarbeitung. Studieninhalte der Verwaltungswissenschaften: Grundlagenfächer: Grundlagen der Verwaltungswissenschaften, Schlüsselkompetenzen, Grundlagen des Rechts, Grundlagen des Öffentlichen Rechts, Grundlagen des Privatrechts, Organisation und Handeln, Sozialwissenschaften, öffentliche Finanzwirtschaft, Personalwesen, Beschaffung und Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Sektor. Ab dem sechsten Fachsemester ergänzt du das Pflichtfach „Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung“ durch eines von drei Wahlmodulen: Future Internet/Internet of Things Sicherheit, Vertrauenswürdigkeit, E-Administration, E-Business Data Mining und Künstliche Intelligenz Was bieten wir dir Berufspraktische Studienzeiten in den Behörden des Geschäftsbereichs des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten im Land Sachsen-Anhalt, mit erfolgreichem Abschluss des dualen Studiums den Erwerb des akademischen Grades „Bachelor of Science“, eine Jahressonderzahlung (sog. Weihnachtsgeld), Fahrt- und Unterkunftskostenerstattung während der Einsätze außerhalb der Ausbildungsstätte, 30 Tage Erholungsurlaub im Kalenderjahr und Übernahme der Semesterbeiträge in Höhe von derzeit 105,00 Euro Weitere Informationen findest du auf den Seiten der Hochschule Harz .
Waldbrände haben in Deutschland in der natürlichen Waldentwicklung keine Bedeutung. Auf Grund der negativen Auswirkungen von Waldbränden auf die Umwelt gilt es, diese zu vermeiden oder schnellstmöglich zu stoppen, was gleichzeitig der naturnahen Waldentwicklung und dem Naturschutz dient. Waldentwicklung und Waldbewirtschaftung haben zusammen mit technischen Lösungen zur Waldbrandvermeidung und Waldbrandüberwachung in den letzten Jahrzehnten eine allgemeine Abnahme des Waldbrandgeschehens bewirkt. Im aktuell erreichten, niedrigen Waldbrandniveau in Deutschland gelingt es in 99 % aller Fälle, die Brände innerhalb von 10 min zu orten, 15 min nach Alarmierung die Brandbekämpfung aufzunehmen und die Brandflächen nach spätestes zwei Stunden auf eine Fläche von maximal einem Hektar zu begrenzen. Es bestehen gute Chancen, dieses Niveau auch bei Waldveränderungen infolge des Klimawandels halten zu können. Ausnahmen gibt es v. a. auf Kampfmittelverdachtsflächen und Bergbaufolgelandschaften, weil die Brandbekämpfung dort durch große Sicherheitsabstände oder Verbote eingeschränkt oder unmöglich ist. Hier gilt es, bewährte Waldbrandvorbeugung umzusetzen bzw. neue Lösungen für die Waldbrandbekämpfung zu entwickeln.
Es handelt sich um eine webbasierte Applikation zum Aufruf der Waldbrandeinsatzkarten im Bundesland Niedersachsen. Seit dem Jahr 2019 wird in Niedersachsen anstelle einer analogen Druckausgabe der Waldbrandeinsatzkarten (WBEK) eine digitale, internetbasierte Visualisierungskomponente zur Vegetations- und Waldbrandbekämpfung vorgehalten. In der als WBEK-Viewer bezeichneten Anwendung werden landesweit befahrbare Wege in bewaldeten Gebieten, sowie diverse Wasserentnahmestellen (Teich, Hydrant, Brunnen, Wasserentnahmestellen an öffentlichen Gewässern …) dargestellt. Seit Mai 2020 ist die webbasierte Applikation zum Aufruf der Waldbrandeinsatzkarten online. Sie ersetzt die seit den 2000er Jahren nicht mehr aktualisierten papiergebundenen Waldbrandeinsatzkarten. Es gibt für den berechtigten Personenkreis der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Niedersachsen (u.a. Feuerwehren, Rettungsdienst, Katastrophenschutzeinheiten, …) einen lesenden Zugriff auf die notwendigen Fachinformationen. Auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte besteht zudem die Möglichkeit eines schreibenden Zugriffs auf die WBEK um die lokalen Daten zu aktualisieren.
Kartierung der Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes als Bestandteil der forstlichen Rahmenplanung (§ 9 Landeswaldgesetz M-V) Die Wälder in Mecklenburg-Vorpommern erfüllen vielfältige Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen. Aufgabe der Waldfunktionenkartierung ist die flächenmäßige Darstellung besonderer Waldfunktionen. Sie erfasst die Funktionen der Wälder für den Umwelt- und Naturschutz, für Erholung und Kultur sowie für den Ressourcenschutz. Es werden sowohl rechtsförmlich ausgewiesene Flächen berücksichtigt als auch diejenigen Bereiche, die ohne formale Bindung besonders wichtige Funktionen erfüllen. Die Waldfunktionenkartierung informiert die Öffentlichkeit, Waldbesitzer, Verwaltungen und Planungsträger über Wälder mit hervorgehobenen Schutz- und Erholungsfunktionen. Sie stellt eine wichtige Arbeitsgrundlage der Forstbehörden dar, insbesondere: - bei forstbehördlichen Entscheidungen (z. B. bei der Genehmigung von Kahlschlägen, Waldumwandlungen und Neuaufforstungen), - bei Planungen für Waldflächen; Träger öffentlicher Vorhaben haben die Waldfunktionen angemessen zu berücksichtigen, - bei der Information aller Waldbesitzer über besondere Funktionen ihrer Wälder, damit diese bei der ordnungsgemäßen Waldbewirtschaftung berücksichtigt werden können, - als wesentlicher Bestandteil der forstlichen Rahmenplanung, - bei der Ausweisung von Schutz- und Erholungswäldern nach § 21 bzw. § 22 Landeswaldgesetz M-V, - bei der Ausrichtung forstlicher Förderprogramme (z. B. Waldumbau). In den vergangenen Jahren haben sich die Ansprüche der Gesellschaft an den Wald stark gewandelt. Neue Erkenntnisse über seine Leistungen - insbesondere in den Bereichen Natur- und Artenschutz, Reinhaltung von Luft, Wasser und Boden, Tourismusentwicklung, Klimaschutz - sowie Fortschritte in der GIS -Technologie und ein verbesserter Datenbestand erforderten eine Neubearbeitung der bestehenden Waldfunktionenkartierung von 1995/96.
Entsprechend der EU-MLUK-Forst-Richtlinie gewährt das Land Brandenburg u.a. Zuwendungen zu Maßnahmen des vorbeugenden Waldbrandschutzes. Dafür wurde der Waldschutzplan erstellt, der das gewünschte Netz der förderfähigen, erschließenden Waldwege und Löschwasserentnahmestellen umfasst. Grundsätzlich sind nur die im Waldschutzplan abgebildeten Strukturen förderfähig. Öffentlich gewidmete Wege sind von der Förderung ausgeschlossen. Die Zuständigkeit zur Führung und Aktualisierung des Waldschutzplans obliegt regional den Forstämtern des LFB.
FIRENET Open Smoke erfasst Videodaten von Rauchentwicklungen aus größerer Entfernung in deutschen Wäldern und Landschaften. Die gesammelten Daten werden veröffentlicht, um das Training von KI-Modellen zur Waldbrandfrüherkennung zu unterstützen, die gezielt auf die spezifischen Bedingungen in Deutschland abgestimmt sind. Worum geht es in diesem Projekt? In Deutschland fehlen Videodaten von Rauchentwicklung aus größerer Entfernung, die für eine zuverlässige automatisierte Waldbrandfrüherkennung benötigt werden. Bisherige Datensätze stammen überwiegend aus den USA und lassen sich nur eingeschränkt auf deutsche Wälder und Landschaften übertragen. In unserem Projekt sammeln Bürger*innen Rauchvideos aus deutschen Wäldern und Landschaften ab ca. 150 m Distanz. Diese Daten werden von Forschenden genutzt, um ein Open-Source-KI-Modell zu trainieren, das Wildland-Bildmaterial in Echtzeit analysiert und frühe Rauchentwicklung erkennt.
<p> <p>2024 war ein deutlich unterdurchschnittliches Waldbrandjahr: sowohl die Anzahl als auch die betroffene Fläche ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Der Schaden je Hektar Waldbrandfläche ist aber deutlich gestiegen. Neben finanziellen Schäden sind mit den Waldbränden aber auch ökologische Auswirkungen wie die Freisetzung von Treibhausgasen, Schadstoffen sowie Nährstoffverluste verbunden.</p> </p><p>2024 war ein deutlich unterdurchschnittliches Waldbrandjahr: sowohl die Anzahl als auch die betroffene Fläche ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Der Schaden je Hektar Waldbrandfläche ist aber deutlich gestiegen. Neben finanziellen Schäden sind mit den Waldbränden aber auch ökologische Auswirkungen wie die Freisetzung von Treibhausgasen, Schadstoffen sowie Nährstoffverluste verbunden.</p><p> Waldbrände in Deutschland <p>Mit deutschlandweit 563 Waldbränden ist 2024 die Anzahl der Waldbrände im Vergleich zu 2023 um die Hälfte gesunken. Die Waldbrandfläche ist im Vergleich zum Vorjahr auf ein Drittel gesunken und betrug 2024 rund 334 Hektar. Damit ist das Jahr 2024 ein unterdurchschnittliches Waldbrandjahr im Vergleich zum mehrjährigen Mittel der Jahre 1991 bis 2023 (1.157 Waldbrände und 859 Hektar Waldbrandfläche) (siehe Abb. „Anzahl Waldbrände und Schadensfläche“). Während der finanzielle Schaden mit 0,68 Mio. Euro im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte gesunken ist, liegt der finanzielle Schaden je ha Waldbrandfläche mit 2.036 Euro pro Hektar (Euro/ha) deutlich höher. Dennoch ist das Waldbrandjahr 2024 auch hinsichtlich des Schadenswert ein unterdurchschnittliches Jahr gewesen (langjähriges Mittel von 2.568 Euro/ha im Zeitraum 1991 bis 2023) (siehe Abb. „Durchschnittliche Schadensfläche und Schadenssumme“).</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/2_Abb_Waldbraende-Schadensfl_2026-05-20.png"> </a> <strong> Anzahl Waldbrände und Schadensfläche </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Waldbraende-Schadensfl_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (315,17 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,28 kB)</a></li> </ul> </p><p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/3_Abb_Durch-Schadensfl-Schadensum_2026-05-20.png"> </a> <strong> Durchschnittliche Schadensfläche und Schadenssumme </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Abb_Durch-Schadensfl-Schadensum_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (318,77 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20_0.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,28 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Risikountersuchungen sagen für die kommenden Jahrzehnte ein steigendes Waldbrandrisiko für Deutschland voraus. Dies liegt im Wesentlichen an erhöhten Temperaturen und rückläufigen Niederschlägen in den Frühjahrs-, Sommer- und Herbstmonaten. Die Forstverwaltungen, aber auch die kommunalen und privaten Waldbesitzer haben hierauf auch unter dem Eindruck der Trockenjahre ab 2018 reagiert und die Aufwendungen zur Waldbrandvorbeugung und Kontrolle in den letzten Jahren deutlich erhöht (siehe Abb. „Ausgaben für Waldbrandvorbeugung und Kontrolle“).</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/4_Abb_Ausgaben-Waldbrandvorbeugung_2026-05-20.png"> </a> <strong> Ausgaben für Waldbrandvorbeugung und Kontrolle </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_Abb_Ausgaben-Waldbrandvorbeugung_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (359,37 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20_5.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,25 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Das Auftreten von Waldbränden ist in Deutschland aufgrund der klimatischen und hydrologischen Gegebenheiten und der vorherrschenden Waldbestockung regional unterschiedlich. Im Ergebnis sind weite Teile Nordostdeutschlands, das östliche Nordwestdeutschland und das Oberrheinische Tiefland häufiger von Waldbränden betroffen als andere Regionen Deutschlands. Im Jahr 2024 gab es die meisten Waldbrände in den Bundesländern Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen. Dabei wurden, wie bereits in den Vorjahren, in Brandenburg vor allem aufgrund der sandigen Böden, den vorherrschenden Kiefernwäldern und der Munitionsbelastung auf ehemaligen Truppenübungsplätzen erneut die meisten Brände (211) registriert. Auch die größte Brandfläche im Jahr 2024 mit insgesamt 225,7 Hektar war in Brandenburg zu verzeichnen, dies entspricht in etwa der Hälfte der Waldbrandfläche Deutschlands. Wie im letzten Jahr lag die größte Waldbrandfläche in der Region Jüterbog mit rund 179 ha Waldbrandfläche. In dieser Region befindet sich ein munitionsbelasteter ehemaliger Truppenübungsplatz, was die bodengebundenen Löscharbeiten stark beeinträchtigt. Mit gut 39,3 Hektar Waldbrandfläche folgt Sachsen-Anhalt (siehe Abb. „Waldbrandgeschehen in den Bundesländern“).</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/5_Abb_Headmap-Waldbrandgeschehen-L%C3%A4nder_2026-05-20.png"> </a> <strong> Waldbrandgeschehen in den Bundesländern </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/5_Abb_Headmap-Waldbrandgeschehen-L%C3%A4nder_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (145,19 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20_1.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,28 kB)</a></li> </ul> </p><p> Waldbrände und ihre Auswirkungen <p>Waldbrände beeinflussen, wie diverse andere Faktoren auch, die Stabilität und die Vitalität der Waldökosysteme. Das Ausmaß der Beeinflussung hängt unter anderem von der Dauer, der Intensität, dem Umfang und der <a href="http://www.wald.de/waldbrand/">Art des Waldbrands</a> ab.</p> <p>Sogenannte Erdfeuer oder Schwelbrände im Boden sind aufgrund der häufigen Zerstörung oder Beeinträchtigung von Wurzeln und Samen von hoher Bedeutung für die Vitalität der Waldbestände. </p> <p>Boden- oder Lauffeuer führen häufig zur Verbrennung der bodennahen Vegetation und der Streuauflage. Bäume werden dabei abhängig von der Baumart (Rindenstärke) geschädigt oder verbrennen. Durch diese Feuer wird außerdem der Mineralisierungsprozess der Streuauflage beschleunigt, wodurch es verstärkt zur Auswaschung von Nährstoffen kommt. Die Nährstoffaufnahme ist durch die Reduzierung der Vegetation sowie durch die Zerstörung von Pflanzenwurzeln und nährstoffbindenden Ton-Humus-Komplexen ebenfalls stark beeinträchtigt. Kurz- bis mittelfristig kann hierdurch die Vitalität und die Stabilität der Waldbestände aufgrund von Nährstoffmangel weiter herabgesetzt werden.</p> <p>Kronenfeuer und Vollfeuer entstehen, wenn die Bodenfeuer auf den Kronenbereich überschlagen. Diese haben häufig den Verlust des gesamten Bestandes zur Folge, da hierbei sowohl die Assimilationsorgane (Blätter und Nadeln) wie auch die Knospen der Bäume verbrennen, wodurch eine Regeneration deutlich erschwert ist.</p> <p>Unmittelbar während des Waldbrands kommt es wie bei jedem Verbrennungsprozess zu Emissionen, die auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigen können. Hierbei werden vor allem Feinstaub, aber teilweise auch <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dioxine">Dioxine</a> und andere Schadstoffe freigesetzt. Daneben werden auch Treibhausgase emittiert. So haben die überdurchschnittlichen Waldbrände in 2023 knapp 0,11 Mio. t CO2-Äquivalente an <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16429">Treibhausgasen</a> freigesetzt. Zusätzlich wird die Senkenfunktion der Waldbestände für Kohlenstoff beeinträchtigt.</p> <p>Auf die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biodiversitaet">Biodiversität</a> können Waldbrände hingegen positiven Einfluss haben, da hierdurch ökologische Nischen entstehen, die von besonders angepassten Arten genutzt werden.</p> </p><p> Ursachen für Waldbrände <p>Bei der Mehrzahl der Waldbrände, rund 43 %, konnte 2024 keine Ursache ermittelt werden. In Fällen, in denen eine Ursache bestimmt werden kann, sind im Wesentlichen zwei Faktorenkomplexe von besonderer Bedeutung für das Waldbrandgeschehen: Zum einen das menschliche Handeln (Brandstiftung und Fahrlässigkeit) und zum anderen das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>- bzw. Witterungsgeschehen. Als Hauptursache für das Waldbrandgeschehen kann gemäß den Daten der <a href="https://www.ble.de/DE/BZL/Daten-Berichte/Wald/wald.html">Waldbrandstatistik</a> menschliches Handeln identifiziert werden (sofern eine Ursache ermittelbar ist). Klima und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> hingegen beeinflussen zusammen mit den lokalen Gegebenheiten (wie dem Vorhandensein von brennbarem Material) die Disposition einer Waldfläche für die Entzündung und in Folge das weitere Brandgeschehen (Feuerausbreitung). Fahrlässigkeit und Vorsatz (das heißt Brandstiftung) waren im Jahr 2024 für rund 45 % der Waldbrände ursächlich. Bei den 152 im Jahr 2024 durch Fahrlässigkeit verursachten Bränden waren zu rund 58 % das unvorsichtige Verhalten von Waldbesuchern, Campern oder Kindern die Auslöser. In 24 % der Fälle von Fahrlässigkeit sind wirtschaftliche Aktivitäten (Landwirtschaft, Holzernte etc.) ursächlich. Natürliche Ursachen, wie zum Beispiel Blitzschlag, waren hingegen für nur 3 % der Waldbrände der Auslöser (siehe Abb. „Waldbrandursachen 2024“). </p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/6_Abb_Waldbrandursachen_2026-05-20.png"> </a> <strong> Waldbrandursachen 2024 </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/6_Abb_Waldbrandursachen_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (272,55 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20_2.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,26 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Das Auftreten und die Ausbreitung von Waldbränden sind maßgeblich von der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> abhängig. Selbst im Winter kann es bei fehlender Schneedecke zu Waldbränden kommen. Ein jahreszeitlicher Schwerpunkt der Waldbrandgefährdung lag bisher zumeist im Spätfrühjahr und im Frühsommer. Im Jahr 2024 wurden die meisten Waldbrände in den Monaten Mai und August verzeichnet. Somit folgt das Waldbrandjahr eher dem seit einigen Jahren zu erkennendem Trend der Verlängerung und Verschiebung der sogenannten Waldbrandsaison in den Spätsommer und Herbst hinein (siehe Abb. „Waldbrände in einzelnen Monaten“). </p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/7_Abb_Headmap_Waldbr%C3%A4nde-Monate_2026-05-20.png"> </a> <strong> Waldbrände in einzelnen Monaten </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/7_Abb_Headmap-Waldbr%C3%A4nde-Monate_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (98,02 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20_4.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,25 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Neben der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> ist auch der Waldbestand von Bedeutung. Besonders jüngere und lichte Nadelwälder mit dichtem Unterwuchs und üppiger Bodenvegetation sind stark waldbrandgefährdet. Zudem spielen die Holzeigenschaften, wie beispielsweise das Vorhandensein von Harzen oder ätherischen Ölen, eine gewisse Rolle bei der Gefährdung. Dies zeigt sich auch in der Betrachtung der Waldbrände der Jahre 2014 bis 2024. Hier waren Nadelholzbestände (rechnerisch rund 54 % der Waldfläche), mit Ausnahme der Jahre 2017,2023 und 2024, deutlich häufiger und überproportional zum Anteil an der Waldfläche von Waldbränden betroffen als von Laubholzarten dominierte Waldbestände (siehe Abb. „Waldbrandfläche nach Bestandsart“). Der hohe Anteil an Laubholz ist in 2024 zu einem großen Anteil auf das Waldbrandereignis auf de Gebiet des ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterborg zurückzuführen, welches aufgrund der Munitionsbelastung sowohl hinsichtlich der Waldbrandgefahr als auch der Waldbrandbekämpfung einen Sonderfall darstellt. Der Umbau von Nadelbaummonokulturen in mehrschichtige Mischwälder mit hohem Laubholzanteil ist somit weiterhin auch ein wesentlicher Ansatz zum vorbeugenden Schutz vor Waldbränden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/8_Abb_Waldbrandflaeche-Bestandsart_2026-05-20.png"> </a> <strong> Waldbrandfläche nach Bestandsart </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/8_Abb_Waldbrandflaeche-Bestandsart_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (104,54 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20_3.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,25 kB)</a></li> </ul> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
Die Berliner Wälder sind ein Schutzraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen sowie Erholungsort für Millionen Menschen. Gleichzeitig brauchen sie selbst Schutz. Die Berliner Forsten tragen dafür Sorge, dass die Berliner Wälder für kommende Generationen erhalten bleiben und ihre Funktion als Daseinsvorsorge für die Stadt auf vielschichtige Weise erfüllen können. Dabei gehen sie entschlossen, planvoll und behutsam vor. Bild: Berliner Forsten Waldnaturschutz Waldnaturschutz ist ein integraler Bestandteil der täglichen Arbeit der Berliner Forsten. Denn die Berliner Wälder sind Schutzwälder, und so werden sie auch gepflegt: als Räume, in denen Tiere und Pflanzen ein Refugium finden. Weitere Informationen Bild: Rainer Keuenhof Waldzustandsberichte Die Waldzustandsberichte werden jährlich von den Ländern Berlin und Brandenburg herausgegeben. Sie enthalten die aktuellen Ergebnisse der Waldschadenserhebung sowie eine Diskussion der Ursachen wie z.B. Wirkungen von Luftschadstoffen und Klimawandel auf den Wald. Weitere Informationen Bild: Berliner Forsten Walderhaltung In Berlin sind wie in anderen Ballungsräumen Wälder immer wieder auch Gegenstand planerischer Abwägungsprozesse und müssen im Zusammenhang mit baulichen oder infrastrukturellen Nutzungsinteressen berücksichtigt werden. Weitere Informationen Bild: Bill Gabbert - Fotolia.com Waldbrandprävention Das Waldbrandrisiko in Berlin steigt durch im Zuge der Klimakrise ausbleibende Niederschläge und anhaltende Trockenheit. Um die Berliner Wälder vor Waldbränden zu schützen, ergreifen die Berliner Forsten unterschiedliche vorbeugende und vorbereitende Maßnahmen. Weitere Informationen
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 24 |
| Europa | 1 |
| Land | 23 |
| Schutzgebiete | 1 |
| Weitere | 19 |
| Wissenschaft | 6 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 1 |
| Förderprogramm | 21 |
| Mitmachportal | 1 |
| Text | 26 |
| Umweltprüfung | 1 |
| unbekannt | 13 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 31 |
| Offen | 22 |
| Unbekannt | 10 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 58 |
| Englisch | 8 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Bild | 1 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 19 |
| Keine | 17 |
| Unbekannt | 4 |
| Webseite | 33 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 40 |
| Lebewesen und Lebensräume | 62 |
| Luft | 40 |
| Mensch und Umwelt | 63 |
| Wasser | 26 |
| Weitere | 61 |