Das SG Forstliche Umweltkontrolle/Bodenkunde erbringt auf Ebene der hoheitlichen Zuständigkeit für den Wald Informationen für Politik und Forstwirtschaft zur nachhaltigen, ökonomisch erfolgreichen und ökologisch verträglichen Bewirtschaftung der Wälder. Voraussetzung einer qualifizierten und zeitnahen Politikberatung sind die zielgerichtete Analyse und Bewertung der Risiken und Potentiale für den Wald und die nachhaltige Forstwirtschaft. Herausforderungen des Klimawandels, die Luftverschmutzung und der sich ändernden Bewirtschaftungsansprüche an Wälder erfordern ein forstliches Umweltmonitoring im Sinne eines integrativen Waldmonitoring. Im Forstlichen Monitoring sind zugleich Landes-, Bundes- als auch Europäische Monitoringaufgaben beispielhaft integriert. Der Bundesrepublik Deutschland erwachsen aus internationalen Vereinbarungen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung (MCPFE), zum Klimaschutz (Klimarahmenkonvention, Kyoto-Protokoll), zum Schutz der biologischen Vielfalt (CBD) und zur Luftrein¬haltung (CLRTAP) vielfältige Berichtspflichten, die nur auf Grundlage eines forstlichen Umweltmonitoring erfüllt werden können. Die EU-weit etablierten Monitoringprogramme (EU Level I bzw. BZE/WZE und Level II) bieten eine wissenschaftlich fundierte Grundlage und die Infrastruktur für das Waldmonitoring. Sie werden im Rahmen eines aufzubauenden europäischen Waldmonitoring (European Forest Monitoring System EFMS) weiterentwickelt und mit anderen Erhebungen (z. B. BWI) abgestimmt und verknüpft. Die aus dem Waldmonitoring abgeleiteten Risikobewertungen und Anpassungsmaßnahmen für die Waldbewirtschaftung sind ein wichtiges Element moderner Dienstleistung für die forstliche Praxis und bilden unverzichtbare Entscheidungshilfen für die Forst- und Umweltpolitik. Das forstliche Monitoring zum Waldzustand liefert wichtige Grundlagen zu strategischen Entscheidungen zur Waldentwicklung. Schwerpunkte: - Erfassung der Dynamik der stofflichen (Wasser, Immission CO2, O3; Deposition N, Säure) und energetischen (Strahlung, Temperatur, Wind) Umwelteinwirkungen auf den Wald (Level II) - Erfassung ihrer Wirkungen auf den Zustand der Waldökosysteme (Pflanzenvitalität, Bodenzustand, Wasser-, Kohlenstoff- und Nährstoffhaushalt, Biodiversität) Level I, LWI, BZE und Level II - Abschätzung der Folgen für die nachhaltige Erfüllung der Waldfunktionen für die Gegenwart, Aufklärung ihrer kausalen Zusammenhänge und Entwurf von Szenarien zur Prognose. - Bodenzustanderfassung und Ableitung von Handlungsempfehlungen für den Waldbodenschutz - Erstellung periodischer Waldzustandsbericht - Kennzeichnung von Risikogebieten für die Forstwirtschaft (Wachstumsbedingungen, Waldbrand, Insekten, Stürme unter Einbeziehung verschiedener Klimaszenarien) zum zielgerichteten Einsatz von Haushaltsmitteln und Fördergeldern (Regionalisierung), - Ermittlung von Daten zur Abschätzung der Kohlendioxid-Speicherfähigkeit der Wälder sowie Veränderungen dieses Speichers bei bestimmten Nutzungsoptionen. - Bearbeitung bodenkundlicher Sonderstandorte und Ableitung von Handlungsempfehlungen für Waldentwicklung Gutachten für die Forstverwaltungen als TÖB bei Emittenten in Waldnähe (Biogasanlagen, Tierhaltungsstätten)
Der Staatsbetrieb Sachsenforst veröffentlicht Ergebnisse zu verschiedenen Themen seiner Arbeit im Rahmen von Publikationen, Fachartikeln, Merkblättern, Poster, Broschüren und Faltblättern. Darüber hinaus umfasst das Berichtswesen die Veröffentlichung weiterer regelmäßig erscheinender Berichte, z. B. Geschäftsberichte, Waldzustandsberichte. Der jährliche Geschäftsbericht berichtet über das jeweilige Kalenderjahr.
Die Hauptaufgaben der Forschung auf dem Gebiet des Waldbaus bestehen in der wissenschaftlichen Begleitung - des Umbaus von Nadelholzreinbeständen in naturnahe Mischwälder - der Pflege von Waldbeständen und - des Prozessschutzes bzw. der Prozessanalyse in Naturwaldzellen. Für diese Aufgaben wurde in Sachsen ein standorts- und waldstrukturrepräsentative Versuchsflächennetz angelegt. Dieses dient u.a. zur - ressourcenorientierten komplexen Analyse von Waldentwicklung (Bodenvegetation, Waldstruktur, Baumarten, Mischungen etc.) und Umweltdynamik (Mikroklima , Wasser) sowie der Ableitung von entsprechenden Wirkmechanismen bspw. über die - Erarbeitung, Weiterentwicklung und Nutzung von Prognosesystemen zur pflanzenprozess- und waldstrukturabhängigen Abschätzung von Wasserhaushalts- u. Wachstumsdynamiken. - Durchführung verschiedener ökophysiologischer Detailuntersuchungen (bspw. Assimilation, Transpiration, Biomassen, Reservestoffe wichtiger Baumarten/ Pflanzenarten) - waldstrukturorientierten Monitoring der Umweltdynamiken (Meteorologie, Strahlung, Wasserhaushalt etc.) und Umweltauswirkungen (Waldschadenserhebung). Die erforderliche Strukturierung, effektive Verfügbarkeit und Auswertung des erhobenen komplexen Datenpools wird über die Pflege und Weiterentwicklung des FIS Waldökologie, Waldverjüngung, Waldpflege erreicht. Im Rahmen des Waldbaus werden diese Forschungsergebnisse in die forstwirtschaftliche Praxis der Forstämter überführt. Dazu gehören u.a. folgende Teilaufgaben: - Erarbeitung von standorts- und waldstrukturabhängigen praxisorientierten waldbaulichen Bewirtschaftungsempfehlungen zum Waldumbau und zur Waldpflege - Untersuchung von waldbaulichen Rationalisierungsmöglichkeiten (Naturverjüngungen, Pflegeextensivierungen, Einbeziehung von Sukzessionsprozessen) - Zusammenfassung und Überführung der wissenschaftlichen Ergebnisse in Form von Merkblättern, Entwürfen zu Verfügungen und Erlassen für die forstliche Praxis - Durchführung und Weiterentwicklung des waldbaulichen Qualitätsmanagements der Forstbetriebe - Erarbeitung des jährlichen Waldzustandsberichts für Sachsen.
09.02.2026 Der Berliner Wald braucht mehr Frauen. Denn sie sind noch immer unterrepräsentiert. Mit Beteiligungen am Girls‘Day und anderen Ausbildungsinitiativen versuchen die Berliner Forsten seit vielen Jahren, das Verhältnis auszugleichen. Am 23. April 2026 bieten Reviere in allen vier Forstämtern sowie die Waldschulen der Berliner Forsten wieder einen Tag lang Einblicke in die vielfältigen Tätigkeiten von Försterinnen, Forstwirtinnen und Waldpädagoginnen bei ihrer Arbeit für den Berliner Erholungswald. Neben Informativem gibt es die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren, zum Beispiel Bäume zu pflanzen oder Werkzeuge in Augenschein zu nehmen. So können die Teilnehmerinnen herausfinden, welcher Beruf der richtige für sie ist. Zum Angebot der Berliner Forsten. 26.01.2026 Im Januar waren die Berliner Forsten gleich auf zwei Messen vertreten: Anpacken und Informieren war das Motto auf der grünen Ausbildungsmesse „young generation hub“. Bei uns konnten junge Menschen die Motorsäge inspizieren und sich beim Entasten üben, um rauszubekommen, ob der Beruf der Forstwirtin beziehungsweise des Forstwirts das Richtige für sie ist. Antworten und Berufseinblicke von echten Waldprofis gab es durch unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort, welche alle Fragen zum Beruf Forstwirt/in und Förster/in beantwortet haben. Viele tolle Momente gab es zudem bei der Grünen Woche, welche dieses Jahr 100-jähriges Jubiläum gefeiert hat. Zusammen mit den Berliner Waldschulen und zahlreichen engagierten Kolleginnen und Kollegen haben wir dort zehn spannende und abwechslungsreiche Messetage verbracht. Klein und Groß und Jung und Alt haben mit uns das Waldquiz gelöst und Fragen beantwortet, die Kurbel an der XXL-Murmelbahn geschwungen, Puzzlezteile angepackt und dabei unsere neue Waldbeschilderung entdeckt. Es war uns ein Herzensanliegen, mit Rat und Informationen zur Stelle zu sein und unser Waldwissen mit den Besuchenden zu teilen. Wir bedanken uns auch für das Interesse aller politischen Akteure, welche uns an unserem Stand besucht und sich für unsere Sache – den Wald – interessiert haben. Wir freuen uns schon jetzt auf nächstes Jahr! 08.01.2026 Für Freitag hat der Deutsche Wetterdienst für Berlin Schneefall und Sturm angekündigt. Ab dem Morgen kann es zu Neuschnee kommen, begleitet von starkem Ostwind. Im Wald kann das bedeuten: Durch Schneelast in Verbindung mit Wind sind Baumwürfe und -brüche möglich. Waldwege können glatt oder verweht sein. Bitte halten Sie Abstand zu Bäumen und seien Sie besonders umsichtig unterwegs. Ebenso wichtig: So verlockend es auch aussieht: Zugefrorene Waldseen bitte nicht betreten! Die Eisdicke ist oft ungleichmäßig – Einbruchgefahr besteht jederzeit. Passen Sie Ihr Verhalten den Witterungsbedingungen an, behalten Sie die Wettervorhersagen im Blick und verschieben Sie den Waldaufenthalt im Zweifel lieber auf einen anderen Tag. Wie immer gilt: Das Betreten des Waldes geschieht auf eigene Gefahr. 17.12.2025 Beim Wild- und Brennholztag des Forstamtes Köpenick , dem Advent am Forstamt Tegel und dem Weihnachtsmarkt am Forstamt Grunewald konnte mit allem, was das Herz begehrt, die Adventszeit genossen werden. Traditionell lockte der beliebte Wildfleischverkauf zahlreiche Gäste an. Aber auch Angebote wie die Brennholzversteigerung, die Jagdhunderassenvorführung, der Gesang, das Lagerfeuer mit Stockbrot, unsere Rückepferde und die Bastelangebote waren Besuchermagneten. Glühwein, Schlemmereien, Dekoratives aus Holz, Wolle, Keramik und Co. sowie andere Verkaufs- und Informationsstände bildeten einen perfekten Rahmen für den Weihnachtsausflug. Auch die Berliner Waldschulen und unsere Kolleginnen und Kollegen haben sich gefreut, Sie über Wissenswertes aus den Berliner Wäldern informieren zu dürfen. Den Abschluss für diese Wald-Weihnachts-Saison machte am vergangenen Sonntag der Weihnachtsmarkt Grunewald. Mit festlicher Stimmung konnten Groß und Klein ein stimmungsvolles drittes Adventswochenende verbringen. Danke für Ihren Besuch! Wir freuen uns schon jetzt auf nächstes Jahr. 10.12.2025 Weiterhin bietet die Firma „Brennholzdge“ über die Internetseite brennholzdge.com Brennholz unter der Postadresse der Berliner Forsten an. Zuvor geschah dies bereits unter dem Namen „Doegeholz“ über die Internetseite doegeholz.com. Weitere Abwandlungen des Namens und der URL sind möglich. Diese Firma steht in keinerlei Zusammenhang mit den Berliner Forsten und nutzt die Adresse Dahlwitzer Landstraße 4, 12587 Berlin, ohne unsere Erlaubnis oder sonstige Berechtigung. Ein Brennholzverkauf über diese Firma findet in keiner Weise an unserem Standort statt und es besteht auch keine Kooperation oder ähnliche Verbindung. Wir bemühen uns bereits um eine Lösung. Pressemitteilung vom 25.11.2025 Der Gesundheitszustand der Berliner Waldbäume hat sich im Jahr 2025 weiter verschlechtert. 46 Prozent der Waldfläche weisen deutliche Schäden auf – neun Prozentpunkte mehr als 2024. Das ist der höchste im Beobachtungszeitraum erfasste Wert. Der Anteil gesunder Bäume ohne sichtbare Schäden liegt bei drei Prozent. Damit wird der bisherige niedrigste Wert aus dem Jahr 2022 leicht unterschritten. Hauptursachen sind das trockene Frühjahr 2025 und die anhaltende Bodentrockenheit seit 2018. Viele Bäume zeigen seit Jahren eine reduzierte Stoffwechselaktivität, die ihre Regenerationsfähigkeit einschränkt. Die Hauptbaumarten sind unterschiedlich betroffen: Während sich die Kiefer verschlechtert, hat sich der Zustand der Eichen auf niedrigem Niveau verbessert. 40 Prozent der Kiefern weisen deutliche Schäden auf (2024: 13 Prozent). Der Anteil völlig gesunder Kiefern liegt nur noch bei drei Prozent (2024: sieben Prozent). Ursache ist vor allem die extreme Frühjahrstrockenheit; die Niederschläge im Juli kamen zu spät für das Nadelwachstum. Die Mistel, die den Bäumen Nährstoffe und Wasser entzieht, ist weiterhin an rund einem Viertel der Bäume nachweisbar. Der Zustand der Eiche hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, liegt aber weiterhin auf schlechtem Niveau. 66 Prozent der Eichen zeigen deutliche Schäden nach 87 Prozent im Jahr 2024. Spätfröste Anfang April haben auch in diesem Jahr den Blattaustrieb negativ beeinflusst. Nur zwei Prozent der Eichen wiesen 2025 keine Schäden auf. Die Absterberate ist weiter gesunken und nähert sich dem langjährigen Mittel an. Bezogen auf 10.000 Bäume ist im Mittel mit einem jährlichen Absterben von 27 Kiefern bzw. 48 Eichen zu rechnen. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Der diesjährige Waldzustandsbericht macht deutlich, dass die Berliner Wälder weiterhin unter dem Druck der veränderten klimatischen Bedingungen stehen. Wir sehen, wie ernst die Lage ist – und gleichzeitig, wo wir schon Wirkung erzielen. Die Berliner Forsten arbeiten seit Jahren mit großer Sorgfalt daran, die Wälder zu stabilisieren und Schritt für Schritt widerstandsfähiger zu machen. Mit angepassten Konzepten und Strategien werden wir diesen Weg fortsetzen: mit klarem Blick auf die fachlichen Erkenntnisse, mit Verantwortung und mit der notwendigen Ausdauer, die ein gesunder Stadtwald braucht. Denn intakte Wälder sind unverzichtbar für unser Trinkwasser und eine lebenswerte Stadt.“ Die Ergebnisse des Waldzustandsberichts deuten darauf hin, dass sich die klimatischen Veränderungen schneller vollziehen, als natürliche Anpassungsprozesse in Waldökosystemen folgen können. Die Anstrengungen der Berliner Forsten zum Umbau der Berliner Wälder über Naturverjüngung und Pflanzungen zeigen erste Erfolge. Der Anteil der Laubbäume und die Artenvielfalt in den Wäldern nehmen weiter zu. Die Bemühungen müssen für eine weitere Stabilisierung fortgesetzt und intensiviert werden. Derzeit erarbeiten die Berliner Forsten angepasste und weiterentwickelte Waldentwicklungsgrundsätze. Ergebnisse des laufenden Prozesses werden im Frühjahr 2026 vorgestellt. Waldzustandsbericht 2025 des Landes Berlin 05.11.2025 Die Zitterpappel, auch Espe oder Aspe genannt, ist der Baum des Jahres 2026. Das heimische Weidengewächs ist fast in ganz Europa verbreitet und stellt ein wichtiges Pioniergehölz dar. Nach Stürmen oder Bränden ist sie oft die erste Baumart, die zurückkehrt, so zum Beispiel auch auf der Waldbrandfläche aus dem Jahr 2022 im Grunewald. Der Allrounder besiedelt offene Flächen, trägt zur Regeneration von Wäldern bei und bietet zahlreichen Tieren Lebensraum. Über 60 Schmetterlingsarten nutzen sie als Futterpflanze, und viele Vogelarten profitieren von ihrem reichen Insektenangebot. Als sehr anpassungsfähiger Baum wurde die Zitterpappel auch als Symbol für Lebenskraft und Wandel, besonders in Zeiten der Klimakrise, gewählt. Seit 1989 kürt die „Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ jährlich den Baum des Jahres, um auf die ökologische, kulturelle und forstwirtschaftliche Bedeutung heimischer Baumarten aufmerksam zu machen. Ziel ist es, das Bewusstsein für den Wert und Schutz unserer Bäume in Wäldern, in Städten und in der Landschaft zu stärken. 29.10.2025 Zwei der Bäume, die im vergangenen Sommer im Bereich des Forstamtes Tegel dem Sturmtief „Ziros“ zum Opfer gefallen sind, bekommen eine neue Heimat. Zusammen mit dem Zoo Berlin haben Mitarbeitende des Reviers Tegelsee die Eichenstämme für das neu entstehende Großkatzenareal ausgewählt und transportfähig gemacht. Sie werden künftig das 3.100 m² große Raubtier-Areal verschönern und Mensch und Tier noch viele Jahre erfreuen. Die mächtigen Eichen sollen den Großkatzen in der neuen Netzanlage ein abwechslungsreiches, naturnahes Umfeld bieten. Verschiedene Ebenen, Klettermöglichkeiten, Verstecke und Spielbereiche sollen den natürlichen Bewegungsdrang und die Neugier der Tiere fördern. Dabei spielen robuste Naturmaterialien eine große Rolle. Eichen eignen sich besonders gut für Kletter- und Spielmöglichkeiten für Raubkatzen. Sie sind robust und langlebig, bieten feste Ankerpunkte zum Kratzen und bleiben auch bei intensiver Nutzung stabil. Der erste Baum ist bereits geliefert worden: 13 Meter lang und etwa fünf bis sechs Tonnen schwer. In den folgenden Tagen wird sich ein weiterer Riese zu den Netzanlagen hinzugesellen. 27.10.2025 Am Samstag, den 25. Oktober 2025, lockte der traditionelle Brennholztag mit vielen Angeboten für die ganze Familie. Wildfleischverkauf, Rostbratwurst und Co. haben in Pankow zum Schlemmen eingeladen und es konnte an Ständen für Holzdekoration, Strickwaren, Kräuterlikör und mehr nach Herzenslust gebummelt werden. Die Kleinen haben sich bei Holzspielzeug und Bastelangeboten austoben können, während der Falkner, die Jagdhunderassenvorführung und die Jagdhornbläser Besuchende jeden Alters verzückten. An unseren Informationsständen standen Mitarbeitende Rede und Antwort und haben über allerlei Waldthemen informiert. Wem das noch nicht genug war, der konnte bei der parallel stattfindenden 10. Berlin-Brandenburger Juniorenwaldarbeitsmeisterschaft mitfiebern und die Teilnehmenden in der U24 Landes- und Gästeklasse anfeuern. Dem Wettergott sei Dank startete der abwechslungsreiche Tag mit goldenem Herbstwetter. Dieses verdunkelte sich im Laufe des Tages etwas, aber der befürchtete Regen und Windböen blieben zur großen Freude aus. 27.10.2025 Insgesamt 21 Personen gingen am 24. und 25. Oktober bei der 10. Berlin-Brandenburger Juniorenwaldarbeitsmeisterschaft an den Start. Auszubildende aller Berliner Forstämter waren mit dabei. Mit wie viel Geschick die Arbeit mit der Motorsäge möglich ist, haben sie bei den fünf Disziplinen der Meisterschaft unter Beweis stellen können. Es galt, die Echtbaumfällung, die Entastung, den Präzisionsschnitt, den Kombinationsschnitt sowie den Kettenwechsel mit Präzision und Geschwindigkeit zu meistern. Alle Teilnehmenden haben ihr Bestes gegeben und ihrem Handwerk alle Ehre gemacht. Auf das Siegertreppchen für den Gesamtsieg haben es gleich drei unserer Auszubildenden geschafft. Herzlichen Glückwunsch! U24 Landesklasse: Max Rudisch (Revier Blankenfelde) Owe de Vries (Revier Eichkamp) Ole Reinicke (Revier Blankenfelde) In der U24 Gästeklasse gratulieren wir: Rick Hastädt (Mecklenburg-Vorpommern) Timo Sodmann (Mecklenburg-Vorpommern) Egon Graf (Mecklenburg-Vorpommern) Großen Applaus gibt es auch für alle Siegerinnen und Sieger der einzelnen Disziplinen. 16.10.2025 Der im September 2025 generalüberholte Waldspielplatz „Hirschgartendreieck“ im Revier Müggelsee des Forstamtes Köpenick ist nun wieder geöffnet. Die liebevoll gestalteten Holzelemente sind aus ökologisch zertifiziertem Berliner Holz fachgerecht erbaut und laden zum kreativen Spielen und ausgelassenen Toben ein. Neben den beliebten Spielplatzklassikern Nestschaukel und Wippe sind ein Düsenjet und ein Auto Blickfang des beschaulichen Spielplatzes im Herzen von Köpenick. Geschicklichkeit kann auf einem Balancierparcours sowie einem gravierten Schachbrett unter Beweis gestellt werden. Wir danken dem Spielplatztrupp der Berliner Forsten für seinen Einsatz und wünschen Klein und Groß viel Freude mit dem neuen Waldspielplatz. Waldspielplatz Hirschgartendreieck 23.09.2025 „ Gemeinsam! Für den Wald “ hieß es am traditionell dritten Septemberwochenende im Rahmen der Deutschen Waldtage 2025. Rund 800 Teilnehmenden haben bei über 20 Veranstaltungen ein vielseitiges und spannendes Programm erlebt und sich dabei mit Waldexpertinnen und Waldexperten direkt vor Ort ausgetauscht. Im Mittelpunkt stand dabei die Bedeutung eines intakten Ökosystems Wald für die Stadt Berlin, ihre Einwohnenden und die Umwelt. Ob Pilz- und Kräuterwanderung, Waldführungen zu verschiedenen Themen, Motorkettensägenkurs, Kinoerlebnis, Fitnessangebote oder vielseitige Angebote der Berliner Waldschulen – bei den Berliner Forsten war am Wochenende der Deutschen Waldtage richtig was los! Hier geht es zur Veranstaltungsseite Pressemitteilung vom 16.09.2025 Ein Naturerlebnis zu den Deutschen Waldtagen 2025 Vom 16. bis 26. September 2025 heißt es für Berliner Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen: Rucksack packen und raus in den Wald! Zum zweiten Mal laden die Berliner Waldschulen gemeinsam mit den Berliner Forsten zur Grunewald-Challenge ein. Insgesamt 20 Klassen aus ganz Berlin – rund 450 Kinder – nehmen an dem Naturerlebnis teil. Auf einer markierten Strecke im Revier Wannsee durchlaufen die Kinder in kleinen Teams sechs Stationen, an denen Geschick, Naturwissen, Fantasie und Teamgeist gefragt sind. Manchmal geht es auch darum, den Wald mit allen Sinnen zu erleben. An jeder Station sammeln die Gruppen Haselnüsse. Für jeweils drei erspielte Nüsse pflanzen die Waldschulen in Kooperation mit den Berliner Forsten einen Baum oder Strauch. So verbindet die Veranstaltung Spiel, Lernen und einen aktiven Beitrag zum Waldschutz. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt : „Die Grunewald-Challenge steht exemplarisch für die bedeutende und herausragende Arbeit unserer Berliner Waldschulen. Das gemeinsame Walderleben bringt Freude und macht den Wert des Waldes für die Kinder ganz konkret erfahrbar. Mit den erspielten Bäumen tragen die Schülerinnen und Schüler gleichzeitig zur Sicherung und Entwicklung unseres Waldes bei.“ Austragungsort ist der südliche Grunewald. Vom Waldeingang am S-Bahnhof Nikolassee führt die ausgeschilderte Strecke bis zum Havel-Strand „Großes Fenster“. Dort endet die Challenge mit einer gemeinsamen Teamaufgabe. Organisiert wird die Veranstaltung von den Waldschulen Zehlendorf, Spandau und der Rucksack-Waldschule „Mistkäfer“ gemeinsam mit den Berliner Forsten. Die Grunewald-Challenge findet im Rahmen der Deutschen Waldtage 2025 statt, die in diesem Jahr das Motto „Gemeinsam! für den Wald.“ haben. Alle acht Tage der Grunewald-Challenge sind bereits ausgebucht – ein Zeichen für das große Interesse Berliner Schulen an waldpädagogischen Angeboten der Berliner Forsten. Hier geht es zum Programm. 13.08.2025 Am 1. August 2025 haben der Direktor der Berliner Forsten, Gunnar Heyne und der Referatsleiter des Forstbetriebs, Lutz Wittich, den neuen Jahrgang der Auszubildenden zur Forstwirtin bzw. zum Forstwirt am Landesforstamt begrüßt. Zu Beginn gab es ein buntes Programm, mit welchem die neuen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam in die Ausbildung starten konnten. Vom Kennenlernen beim gemeinsamen Frühstück über Informatives zur Ausbildung, dem Einkleiden in die PSA bis zu den ersten Unterweisungen und einem Erste-Hilfe-Kurs – die erste Woche bei den Berliner Forsten hatte viel zu bieten. Die dreijährige Lehre absolvieren sie in einem der vier Ausbildungsreviere. Die Schwerpunkte der Ausbildung liegen auf der Waldpflege, Naturschutz, Forsttechnik und begleitenden theoretischen Grundlagen. Die Berliner Forsten benötigen dringend gut ausgebildete Forstwirtinnen und Forstwirte für die Erhaltung, naturnahe und ökologische Pflege sowie die Entwicklung und Stabilisierung der Berliner Schutz- und Erholungswälder. Unsere Wälder sind bedroht durch die Klimakrise. Als kühlende und ausgleichende Landschaftselemente für die lufthygienische Situation und Trinkwasserversorgung der Großstadt und als Erholungsort sind sie unverzichtbar für die Stadt Berlin. Die Berliner Forsten bieten jedes Jahr bis zu acht jungen Menschen einen Ausbildungsplatz zum Forstwirt/in. Das Ausbildungsjahr startet am 1. August. Die Bewerbungsfrist endet bereits am 31. Januar des jeweiligen Kalenderjahres. Weitere Informationen zur Ausbildung zum Forstwirt/in bei den Berliner Forsten Pressemitteilung vom 28.07.2025 Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, und der Direktor der Berliner Forsten, Gunnar Heyne, haben heute gemeinsam mit Kindern des örtlichen Kinderladens den Waldspielplatz Däumlingsweg wiedereröffnet. Der rund 35 Jahre alte Waldspielplatz wurde in den vergangenen Monaten grundlegend saniert. Die Spielelemente sind kreativ aus Holz gestaltete Unikate, die von den Forstwirtinnen und Forstwirten der Berliner Forsten nicht nur selbst entworfen, sondern auch aus heimischem Holz in Handarbeit gefertigt wurden. Dabei kamen ausschließlich Hölzer aus dem Bereich des Forstamtes Köpenick zum Einsatz, welches im Rahmen von Verkehrssicherungsmaßnahmen angefallen ist. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Unsere Wälder sind für die Berlinerinnen und Berliner ein großer Schatz. Sie dienen der Erholung, sorgen für gute Luft, wirken kühlend und sind wichtig für unsere Trinkwasserversorgung. Unsere Waldspielplätze sind für Stadtkinder wichtige Orte, um Wald und Natur spielerisch zu begegnen und ein Bewusstsein für ihre Bedeutung zu entwickeln. Die von den Forstwirtinnen und Forstwirten der Berliner Forsten entworfenen und kreativ gestalteten Holz-Spielelemente fördern das freie Spiel und bringen die Kinder in Kontakt mit dem nachhaltigen Naturstoff Holz.“ Zehn neue Spielgeräte, darunter eine Herkulesschaukel, eine Balancierstrecke mit Wackelstamm, ein Seilparcours, Tunnel, eine Sprossenwand sowie ein Kletter- und ein Hangelgerüst, laden zum Erkunden, Klettern und Toben ein. Ergänzt wird das Angebot durch neue Sitzgelegenheiten und eine Garderobe. Insgesamt 14 Waldspielplätze bieten die Berliner Forsten. Sie sind Ausflugsziele für die ganze Familie und machen dabei ganz nebenbei darauf aufmerksam, wie unschätzbar groß der Einfluss des Waldes auf die Lebensqualität in Berlin ist. Die Waldspielplätze werden fachgerecht durch erfahrene Mitarbeitende der Berliner Forsten erbaut und regelmäßig überarbeitet. Die Einrichtungen sind durch den TÜV abgenommen und unterliegen regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen durch die Forstämter. Waldspielplatz Däumlingsweg
Amtsantritt war zum 1. September 2025 – Zuvor 15 Jahre lang Leiter des Rhein-land-Pfalz Kompetenzzentrums für Klimawandelfolgen (KfK) „Die FAWF ist der zentrale wissenschaftliche Ansprechpartner für Erkenntnisse rund um den Wald in Rheinland-Pfalz. Zu ihren Kernaufgaben gehören langfristiges Monitoring wie der jährliche Waldzustandsbericht oder das aktuelle Forschungsprojekt ‚Klimawald 2100‘. Ich freue mich sehr, dass mit Dr. Ulrich Matthes, der über lange Jahre das KfK aufgebaut und geleitet und damit die Klimawaldforschung im Land vorangetrieben hat, ein Experte mit höchster fachlicher Anerkennung für die Leitungsfunktion gewonnen werden konnte. Sein Blick reichte stets über den Waldrand hinaus auch auf die Wechselwirkungen des Klimawandels mit anderen Fachbereichen. Der Amtsantritt von Herrn Matthes steht für Kontinuität und Weiterentwicklung zugleich“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Dr. Erwin Manz bei der offiziellen Amtseinführung des neuen Leiters der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirt-schaft (FAWF). Seit dem 1. September 2025 ist Dr. Ulrich Matthes Leiter der FAWF, die mit dem Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen (KfK), dem Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO) und ihren waldökologischen Forschungsprojekten wie „Klimawald 2100“ für verschiedene hochaktuelle Themen wissenschaftlicher Ansprechpartner im Land ist. Das aktuelle Forschungsprojekt ‚Klimawald 2100‘ beispielsweise untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald anhand von vier Themenschwerpunkten: Den Wasserrückhalt, den Umgang mit Buchen, die Artenvielfalt auf Störungsflächen sowie die Kommunikation über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald. Da sich die Verfügbarkeit und der Abfluss von Wasser im Wald auch auf die Artenvielfalt und die Vitalität unserer Hauptbaumart, der Buche, auswirkt, ist das Thema Wasser zentral. Bei den Feierlichkeiten wurden Erkenntnisse aus dem Projekt in mehreren Fachvorträgen vorgestellt. So wird beispielsweise anhand von Modellrechnungen mit regionalisierten Klimaprojektionen bis ins Jahr 2100 in der Modellregion Soonwald deutlich: Die Extreme nehmen zu. „Dieser und vielen weiteren – vor allem waldökologischen Fragen – widmet sich die FAWF interdisziplinär, datenbasiert und praxisnah. Viele der Strukturen, auf denen diese Arbeit heute aufbaut, wurden in langjährig leitender Funktion von Hans-Peter Ehrhart mitinitiiert. Auch seine Arbeit können wir heute nicht hoch genug wertschätzen“, bedankte sich Erwin Manz außerdem bei Ulrich Matthes‘ Vorgänger, der Ende April nach knapp 18 Jahren in leitender Funktion in den Ruhestand versetzt wurde. Matthes wiederum, der nach einem Studium der Forstwissenschaften in München seine forstliche Staatsprüfung 1993 bei den Bayerischen Staatsforsten abschloss, leitete nach langjähriger Forschungsarbeit im Bereich der Waldökologie zuletzt für rund 15 Jahre das Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen innerhalb der FAWF. Ulrich Matthes sagte: „Es ist eine Rückkehr zu den forstwissenschaftlichen und waldökologischen Wurzeln, auf die ich mich sehr freue. Mit meinem neuen Team möchte ich verlässliche, praxisorientierte wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, um unsere Wälder erfolgreich an den Klimawandel anzupassen und die vielfältigen Ökosystemleistungen des Waldes für die Gesellschaft zu sichern.“ „Herr Matthes übernimmt die Leitung der FAWF in einer Zeit großer Herausforderungen, aber auch großer Chancen. Hierfür wünsche ich ihm – auch im Namen von Klimaschutzministerin Katrin Eder – viel Erfolg“, so Erwin Manz.
Klimafolgenindikatoren Sachsen-Anhalt Indikatorkennblatt Indikator E4 Waldzustand Nr. des IndikatorsE4 BezeichnungWaldzustand ThemenfeldForstwirtschaft Unterindikator 1) Unterindikator 2) Räumliche GliederungMittlere Kronenverlichtung Jährliche Absterberate Sachsen-Anhalt Bearbeitungsstand12.01.2026 Definition und BerechnungsvorschriftBei der Waldzustandserhebung (WZE) erfolgt eine visuelle Beurteilung des Kronenzustandes der Waldbäume, denn Bäume reagieren auf Umwelteinflüsse u. a. mit Änderungen in der Belaubungsdichte und der Verzweigungsstruktur. Wichtigstes Merkmal ist die Kronenverlichtung der Waldbäume, deren Grad in 5 %-Stufen für jeden Stichprobenbaum erfasst wird. Die Kronenverlichtung wird unabhängig von den Ursachen bewertet, lediglich mechanische Schäden (z. B. das Abbrechen von Kronenteilen durch Wind) gehen nicht in die Berechnung der Ergebnisse der WZE ein. Zusätzlich zur Kronenverlichtung werden weitere sichtbare Merkmale an den Probebäumen wie der Vergilbungsgrad der Nadeln und Blätter, die aktuelle Fruchtbildung sowie Insekten- und Pilzbefall erfasst. Die mittlere Kronenverlichtung wird als arithmetischer Mittelwert der in 5 %-Stufen erhobenen Kronenverlichtung der Einzelbäume gebildet. Die jährliche Absterberate gibt den prozentualen Anteil der seit der letzten Erhebung abgestorbenen Stichprobenbäume (nur stehende tote Bäume) an. Die WZE erfolgt jährlich auf mathematisch-statistischer Grundlage. Auf einem systematisch über Sachsen-Anhalt verteilten Rasternetz werden seit 1991 an jedem Erhebungspunkt 24 Stichprobenbäume begutachtet. Die WZE wurde im Zeitraum 1991 bis 2014 im 4 km mal 4 km-Raster durchgeführt. Ab 2015 beträgt die Rasterweite des landesweiten Stichprobennetzes 8 km mal 8 km. Für Buche, Eiche, Fichte sowie die anderen Laub-und Nadelbäume wurde das 4 km mal 4 km-Raster beibehalten, wenn 2014 mindestens sechs Bäume dieser Baumartengruppen am WZE-Punkt vorhanden waren. Insgesamt gehören seit 2015 bis zu 174 Erhebungspunkte zur Inventur. Dieser Aufnahmeumfang ermöglicht repräsentative Aussagen zum Waldzustand auf Landesebene sowie Zeitreihen für die Kiefer, Fichte, Eiche, Buche und die anderen Laubbaumarten. Datenquelle, AufbereitungNordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA): Jährlicher Waldzustandsbericht BedeutungDie Waldzustandserhebung ist Teil des Forstlichen Umweltmonitorings in Sachsen-Anhalt. Sie liefert als Übersichtserhebung Informationen zur Vitalität der Waldbäume unter dem Einfluss sich ändernder Umweltbedingungen. Die Ergebnisse der letzten Jahre zeigen einen engen Zusammenhang der Bauminformation mit den jeweiligen Witterungsbedingungen. Die jährliche Absterberate ist ein wichtiger Indikator für Vitalitätsrisiken des Waldes. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund der zu erwartenden Klimaänderungen. Intervall der Zeitreihe01.01.1991 bis 31.12.2025 Aktualisierungjährlich, bis Ende Dezember Seite 1/8 Erstellt durch Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Indikatorkennblatt 1) Kommentierung des Indikatorverlaufs Mittlere Kronenverlichtung 2) Kommentierung des Indikatorverlaufs Jährliche Absterberate Klimafolgenindikatoren Sachsen-Anhalt Indikator E4 Waldzustand Die Kronenverlichtung ist ein unspezifisches Merkmal, aus dem nicht unmittelbar auf die Wirkung von einzelnen Stressfaktoren geschlossen werden kann. Sie ist daher geeignet, allgemeine Belastungsfaktoren der Wälder aufzuzeigen. Bei der Bewertung der Ergebnisse stehen nicht die absoluten Verlichtungswerte im Vordergrund, sondern die mittel- und langfristigen Trends der Kronenentwicklung. Die Waldzustandserhebung (WZE) 2025 weist als Gesamtergebnis für die Waldbäume in Sachsen-Anhalt (alle Baumarten, alle Alter) eine mittlere Kronenverlichtung von 25 % aus und liegt damit weiterhin auf hohem Niveau. Im Zeitraum 1994 bis 2017 lag die mittlere Kronenverlichtung fast durchgehend unter 20%. Nur 2004 stieg der Wert infolge des Trockenjahres 2003 auf 20 % an. Die Entwicklung der Kronenverlichtung wird bei Kiefer, Fichte und Eiche durch Insekten- und Pilzbefall beeinflusst. Auffällig sind bei der Buche die Schwankungen von Jahr zu Jahr. Eine Ursache für die zunehmende Variabilität der Verlichtungswerte der älteren Buche ist die Intensität der Fruchtbildung, zunehmend jedoch auch das Auftreten der Buchen-Vitalitätsschwäche. Insgesamt ist der Kronenzustand der Kiefer markant besser als der von Fichte, Eiche und Buche. 2018 und 2019 erfolgte ein sprunghafter Anstieg der Verlichtungswerte. Eine Zunahme der Verlichtung ist sowohl bei den älteren (über 60-jährigen) Beständen als auch bei den jüngeren (bis 60-jährigen) Beständen zu beobachten. Besonders starke Veränderungen gab es seit 2019 bei den älteren Fichten und Buchen, aber auch den Eichen. Für die Fichte kann der Wert ab 2023 für die jungen Bäume und über alle Bäume, sowie ab 2024 auch für die älteren Bäume aufgrund des zu geringen Baumbestandes und der daraus resultierenden zu hohen statistischen Unsicherheit nicht mehr dargestellt werden. Die WZE- Ergebnisse der Kiefer zeigen 2023 zwar einen erhöhten Wert von 21%, der im Vergleich zu den anderen Baumarten aber auf moderatem Niveau liegt. Die extreme Witterung seit 2018 hat zu erheblichen Schäden in den Wäldern von Sachsen-Anhalt geführt. Ein maßgeblicher, sich gegenseitig verstärkender Einfluss ging von einer Abfolge von Stürmen, Trockenphasen sowie Borkenkäferbefall aus. Die Absterberate ergibt sich aus den Bäumen, die zwischen der Erhebung im Vorjahr und der aktuellen Erhebung abgestorben sind und noch am Stichprobenpunkt stehen. Durch Windwurf, Durchforstung usw. ausgefallene Bäume gehen nicht in die Absterberate sondern in die Ausfallrate ein. Im Zeitraum 1992 bis 2017 lag die Absterberate (alle Baumarten) durchgehend unter 1 %. Bei der Eiche treten überdurchschnittliche Absterberaten jeweils im Anschluss an Perioden mit starkem Insektenfraß auf, am höchsten war die Absterberate der Eiche 1997. 2018 überstieg die Absterberate (alle Baumarten, alle Alter) mit 1,3 % den Mittelwert der Zeitreihe (0,5 %). 2019 folgte ein außerordentlich hoher Wert (4,2 %). Seitdem lagen die Werte wieder niedriger, 2023 bei 1,4 %. Im Vergleich der Baumarten sind 2023 mit 36 % besonders viele Fichten abgestorben. Bei Kiefer, Eiche und Buche war der Anteil abgestorbener Bäume 2023 leicht erhöht. Vor allem für die Fichte haben die extremen Witterungsbedingungen der Jahre 2018 und 2019 zu einem Schadensausmaß geführt, wie es seit Jahrzehnten nicht beobachtet wurde. Durch Stürme und Trockenphasen waren die Vermehrungsbedingungen für Borkenkäfer besonders günstig. In der Folge entstanden in den Wäldern strukturelle Störungen wie Lücken, Blößen und ausgedehnte Freiflächen. Auf vielen Flächen etabliert sich mittlwereile wieder Jungwuchs oder sie wurden seitdem bepflanzt. Seite 2/8 Erstellt durch Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Klimafolgenindikatoren Sachsen-Anhalt Indikatorkennblatt Indikator E4 Waldzustand Mittlere Kronenverlichtung Bezeichnung für DiagrammMittlere Kronenverlichtung in Prozent - alle Baumarten Mittlere Kronenverlichtung in Prozent Unterindikator 1) 50 45 40 35 30 25 20 15 10 5 0 1991 1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011 2013 2015 2017 2019 2021 2023 2025 alle Alter Mittlere Kronenverlichtung in Prozent Bezeichnung für Diagramm bis 60 Jahre über 60 Jahre Mittlere Kronenverlichtung in Prozent - Kiefer 50 45 40 35 30 25 20 15 10 5 0 1991 1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011 2013 2015 2017 2019 2021 2023 2025 alle Alter bis 60 Jahre über 60 Jahre Seite 3/8 Erstellt durch Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt
Im Rahmen dieses langfristigen Forschungsvorhabens (einer Mischung aus Eigenprojekt und Auftragsforschung) werden forstliche Testbetriebsnetze im österreichischen Klein- und Großwald betreut und regelmäßig ausgewertet. Dabei obliegen dem Institut insbesondere auch Systemadministration und Systementwicklung der 'Forstberichts-Datenbank'. Auf Basis von Erhebungen in rund 200 Forstbetrieben, die überwiegend von den Projektpartnern durchgeführt werden, werden jährlich forstliche Betriebsabrechnugen erstellt und an der BOKU zu Gruppenmittelwerten verdichtet. Diese aggregierten Kennzahlen sind wichtige, empirische Datengrundlagen für die forstpolitischen Akteure ebenso wie für die forstökonomische Forschung und Lehre an der BOKU und fließen unter anderem in den jährlichen Waldbericht des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ein.
Wälder sind gerade im Ballungsraum und in Zeiten der Klimaveränderungen starken Belastungen und Risiken ausgesetzt. Erhaltung und Schutz der Naturlandschaften sind von zentraler Bedeutung für die Zukunft der Stadt. Bild: Berliner Forsten Waldnaturschutz Waldnaturschutz ist ein integraler Bestandteil der täglichen Arbeit der Berliner Forsten. Er hat viele wichtige Aspekte: Schutz und Erhalt seltener Arten und Biotope, Prozessschutz sowie der Erhalt von Biotopbäumen und Totholz. Weitere Informationen Bild: Rainer Keuenhof Waldzustandsberichte Die Waldzustandsberichte werden jährlich von den Ländern Berlin und Brandenburg herausgegeben. Sie enthalten die aktuellen Ergebnisse der Waldschadenserhebung sowie eine Diskussion der Ursachen wie z.B. Wirkungen von Luftschadstoffen und Klimawandel auf den Wald. Weitere Informationen Bild: Berliner Forsten Walderhaltung In Berlin sind wie in anderen Ballungsräumen Wälder immer wieder auch Gegenstand planerischer Abwägungsprozesse und müssen im Zusammenhang mit baulichen oder infrastrukturellen Nutzungsinteressen berücksichtigt werden. Weitere Informationen Bild: Bill Gabbert - Fotolia.com Waldbrandprävention Das Waldbrandrisiko in Berlin steigt durch im Zuge der Klimakrise ausbleibende Niederschläge und anhaltende Trockenheit. Um die Berliner Wälder vor Waldbränden zu schützen, ergreifen die Berliner Forsten unterschiedliche vorbeugende und vorbereitende Maßnahmen. Weitere Informationen
Der Gesundheitszustand der Berliner Waldbäume hat sich im Jahr 2025 weiter verschlechtert. 46 Prozent der Waldfläche weisen deutliche Schäden auf – neun Prozentpunkte mehr als 2024. Das ist der höchste im Beobachtungszeitraum erfasste Wert. Der Anteil gesunder Bäume ohne sichtbare Schäden liegt bei drei Prozent. Damit wird der bisherige niedrigste Wert aus dem Jahr 2022 leicht unterschritten. Hauptursachen sind das trockene Frühjahr 2025 und die anhaltende Bodentrockenheit seit 2018. Viele Bäume zeigen seit Jahren eine reduzierte Stoffwechselaktivität, die ihre Regenerationsfähigkeit einschränkt. Die Hauptbaumarten sind unterschiedlich betroffen: Während sich die Kiefer verschlechtert, hat sich der Zustand der Eichen auf niedrigem Niveau verbessert. 40 Prozent der Kiefern weisen deutliche Schäden auf (2024: 13 Prozent). Der Anteil völlig gesunder Kiefern liegt nur noch bei drei Prozent (2024: sieben Prozent). Ursache ist vor allem die extreme Frühjahrstrockenheit; die Niederschläge im Juli kamen zu spät für das Nadelwachstum. Die Mistel, die den Bäumen Nährstoffe und Wasser entzieht, ist weiterhin an rund einem Viertel der Bäume nachweisbar. Der Zustand der Eiche hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, liegt aber weiterhin auf schlechtem Niveau. 66 Prozent der Eichen zeigen deutliche Schäden nach 87 Prozent im Jahr 2024. Spätfröste Anfang April haben auch in diesem Jahr den Blattaustrieb negativ beeinflusst. Nur zwei Prozent der Eichen wiesen 2025 keine Schäden auf. Die Absterberate ist weiter gesunken und nähert sich dem langjährigen Mittel an. Bezogen auf 10.000 Bäume ist im Mittel mit einem jährlichen Absterben von 27 Kiefern bzw. 48 Eichen zu rechnen. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Der diesjährige Waldzustandsbericht macht deutlich, dass die Berliner Wälder weiterhin unter dem Druck der veränderten klimatischen Bedingungen stehen. Wir sehen, wie ernst die Lage ist – und gleichzeitig, wo wir schon Wirkung erzielen. Die Berliner Forsten arbeiten seit Jahren mit großer Sorgfalt daran, die Wälder zu stabilisieren und Schritt für Schritt widerstandsfähiger zu machen. Mit angepassten Konzepten und Strategien werden wir diesen Weg fortsetzen: mit klarem Blick auf die fachlichen Erkenntnisse, mit Verantwortung und mit der notwendigen Ausdauer, die ein gesunder Stadtwald braucht. Denn intakte Wälder sind unverzichtbar für unser Trinkwasser und eine lebenswerte Stadt.“ Die Ergebnisse des Waldzustandsberichts deuten darauf hin, dass sich die klimatischen Veränderungen schneller vollziehen, als natürliche Anpassungsprozesse in Waldökosystemen folgen können. Die Anstrengungen der Berliner Forsten zum Umbau der Berliner Wälder über Naturverjüngung und Pflanzungen zeigen erste Erfolge. Der Anteil der Laubbäume und die Artenvielfalt in den Wäldern nehmen weiter zu. Die Bemühungen müssen für eine weitere Stabilisierung fortgesetzt und intensiviert werden. Derzeit erarbeiten die Berliner Forsten angepasste und weiterentwickelte Waldentwicklungsgrundsätze. Ergebnisse des laufenden Prozesses werden im Frühjahr 2026 vorgestellt.
Die Waldzustandsberichte werden jährlich von den Ländern Berlin und Brandenburg herausgegeben. Sie enthalten die aktuellen Ergebnisse der Waldschadenserhebung sowie eine Diskussion der Ursachen wie z.B. Wirkungen von Luftschadstoffen und Klimawandel auf den Wald. Der Gesundheitszustand der Berliner Waldbäume hat sich im Jahr 2025 weiter verschlechtert. Hauptursachen sind das trockene Frühjahr und die anhaltende Bodentrockenheit seit 2018. Viele Bäume zeigen seit Jahren eine reduzierte Stoffwechselaktivität, die ihre Regenerationsfähigkeit einschränkt. Auf 46 Prozent Waldfläche des Landes Berlin zeigen die Waldbäume deutliche Schäden. Ein Anstieg um 9 Prozentpunkte gegenüber 2024 (damals 37 Prozent) – ein neuer Höchstwert seit Beginn der Aufnahmen 1991. Die Waldfläche der gesunden Bäume ohne sichtbare Schäden ist weiter gesunken, auf nur noch 3 Prozent. Die Hauptbaumarten sind unterschiedlich betroffen: Nach zwei Jahren der deutlichen Zustandsverbesserung hat sich der Kronenzustand der Kiefer in 2025 verschlechtert. Zurückzuführen auf das trockene Frühjahr. Die Niederschläge im Juli kamen zu spät, die Phase des Nadelwachstums war bereits abgeschlossen. Der Zustand der Eiche hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, liegt aber weiterhin auf schlechtem Niveau. Spätfröste Anfang April haben auch in diesem Jahr den Blattaustrieb negativ beeinflusst. Unsere Wälder leiden unter den unmittelbaren Auswirkungen der Klimakrise, wie anhaltender Trockenheit und steigenden Temperaturen. Klimaschutz ist Waldschutz! Es müssen daher alle Anstrengungen unternommen werden, die Belastungen für die Wälder durch wirksame Klimaschutzmaßnahmen zu minimieren. Pressemitteilung vom 25.11.2025
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