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Forstliche Umweltkontrolle (forstliches Umweltmonitoring) im Land Brandenburg

Das SG Forstliche Umweltkontrolle/Bodenkunde erbringt auf Ebene der hoheitlichen Zuständigkeit für den Wald Informationen für Politik und Forstwirtschaft zur nachhaltigen, ökonomisch erfolgreichen und ökologisch verträglichen Bewirtschaftung der Wälder. Voraussetzung einer qualifizierten und zeitnahen Politikberatung sind die zielgerichtete Analyse und Bewertung der Risiken und Potentiale für den Wald und die nachhaltige Forstwirtschaft. Herausforderungen des Klimawandels, die Luftverschmutzung und der sich ändernden Bewirtschaftungsansprüche an Wälder erfordern ein forstliches Umweltmonitoring im Sinne eines integrativen Waldmonitoring. Im Forstlichen Monitoring sind zugleich Landes-, Bundes- als auch Europäische Monitoringaufgaben beispielhaft integriert. Der Bundesrepublik Deutschland erwachsen aus internationalen Vereinbarungen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung (MCPFE), zum Klimaschutz (Klimarahmenkonvention, Kyoto-Protokoll), zum Schutz der biologischen Vielfalt (CBD) und zur Luftrein¬haltung (CLRTAP) vielfältige Berichtspflichten, die nur auf Grundlage eines forstlichen Umweltmonitoring erfüllt werden können. Die EU-weit etablierten Monitoringprogramme (EU Level I bzw. BZE/WZE und Level II) bieten eine wissenschaftlich fundierte Grundlage und die Infrastruktur für das Waldmonitoring. Sie werden im Rahmen eines aufzubauenden europäischen Waldmonitoring (European Forest Monitoring System EFMS) weiterentwickelt und mit anderen Erhebungen (z. B. BWI) abgestimmt und verknüpft. Die aus dem Waldmonitoring abgeleiteten Risikobewertungen und Anpassungsmaßnahmen für die Waldbewirtschaftung sind ein wichtiges Element moderner Dienstleistung für die forstliche Praxis und bilden unverzichtbare Entscheidungshilfen für die Forst- und Umweltpolitik. Das forstliche Monitoring zum Waldzustand liefert wichtige Grundlagen zu strategischen Entscheidungen zur Waldentwicklung. Schwerpunkte: - Erfassung der Dynamik der stofflichen (Wasser, Immission CO2, O3; Deposition N, Säure) und energetischen (Strahlung, Temperatur, Wind) Umwelteinwirkungen auf den Wald (Level II) - Erfassung ihrer Wirkungen auf den Zustand der Waldökosysteme (Pflanzenvitalität, Bodenzustand, Wasser-, Kohlenstoff- und Nährstoffhaushalt, Biodiversität) Level I, LWI, BZE und Level II - Abschätzung der Folgen für die nachhaltige Erfüllung der Waldfunktionen für die Gegenwart, Aufklärung ihrer kausalen Zusammenhänge und Entwurf von Szenarien zur Prognose. - Bodenzustanderfassung und Ableitung von Handlungsempfehlungen für den Waldbodenschutz - Erstellung periodischer Waldzustandsbericht - Kennzeichnung von Risikogebieten für die Forstwirtschaft (Wachstumsbedingungen, Waldbrand, Insekten, Stürme unter Einbeziehung verschiedener Klimaszenarien) zum zielgerichteten Einsatz von Haushaltsmitteln und Fördergeldern (Regionalisierung), - Ermittlung von Daten zur Abschätzung der Kohlendioxid-Speicherfähigkeit der Wälder sowie Veränderungen dieses Speichers bei bestimmten Nutzungsoptionen. - Bearbeitung bodenkundlicher Sonderstandorte und Ableitung von Handlungsempfehlungen für Waldentwicklung Gutachten für die Forstverwaltungen als TÖB bei Emittenten in Waldnähe (Biogasanlagen, Tierhaltungsstätten)

Berichte des Staatsbetriebes Sachsenforst

Der Staatsbetrieb Sachsenforst veröffentlicht Ergebnisse zu verschiedenen Themen seiner Arbeit im Rahmen von Publikationen, Fachartikeln, Merkblättern, Poster, Broschüren und Faltblättern. Darüber hinaus umfasst das Berichtswesen die Veröffentlichung weiterer regelmäßig erscheinender Berichte, z. B. Geschäftsberichte, Waldzustandsberichte. Der jährliche Geschäftsbericht berichtet über das jeweilige Kalenderjahr.

Waldbau

Die Hauptaufgaben der Forschung auf dem Gebiet des Waldbaus bestehen in der wissenschaftlichen Begleitung - des Umbaus von Nadelholzreinbeständen in naturnahe Mischwälder - der Pflege von Waldbeständen und - des Prozessschutzes bzw. der Prozessanalyse in Naturwaldzellen. Für diese Aufgaben wurde in Sachsen ein standorts- und waldstrukturrepräsentative Versuchsflächennetz angelegt. Dieses dient u.a. zur - ressourcenorientierten komplexen Analyse von Waldentwicklung (Bodenvegetation, Waldstruktur, Baumarten, Mischungen etc.) und Umweltdynamik (Mikroklima , Wasser) sowie der Ableitung von entsprechenden Wirkmechanismen bspw. über die - Erarbeitung, Weiterentwicklung und Nutzung von Prognosesystemen zur pflanzenprozess- und waldstrukturabhängigen Abschätzung von Wasserhaushalts- u. Wachstumsdynamiken. - Durchführung verschiedener ökophysiologischer Detailuntersuchungen (bspw. Assimilation, Transpiration, Biomassen, Reservestoffe wichtiger Baumarten/ Pflanzenarten) - waldstrukturorientierten Monitoring der Umweltdynamiken (Meteorologie, Strahlung, Wasserhaushalt etc.) und Umweltauswirkungen (Waldschadenserhebung). Die erforderliche Strukturierung, effektive Verfügbarkeit und Auswertung des erhobenen komplexen Datenpools wird über die Pflege und Weiterentwicklung des FIS Waldökologie, Waldverjüngung, Waldpflege erreicht. Im Rahmen des Waldbaus werden diese Forschungsergebnisse in die forstwirtschaftliche Praxis der Forstämter überführt. Dazu gehören u.a. folgende Teilaufgaben: - Erarbeitung von standorts- und waldstrukturabhängigen praxisorientierten waldbaulichen Bewirtschaftungsempfehlungen zum Waldumbau und zur Waldpflege - Untersuchung von waldbaulichen Rationalisierungsmöglichkeiten (Naturverjüngungen, Pflegeextensivierungen, Einbeziehung von Sukzessionsprozessen) - Zusammenfassung und Überführung der wissenschaftlichen Ergebnisse in Form von Merkblättern, Entwürfen zu Verfügungen und Erlassen für die forstliche Praxis - Durchführung und Weiterentwicklung des waldbaulichen Qualitätsmanagements der Forstbetriebe - Erarbeitung des jährlichen Waldzustandsberichts für Sachsen.

Forstökonomisches Monitoring

Im Rahmen dieses langfristigen Forschungsvorhabens (einer Mischung aus Eigenprojekt und Auftragsforschung) werden forstliche Testbetriebsnetze im österreichischen Klein- und Großwald betreut und regelmäßig ausgewertet. Dabei obliegen dem Institut insbesondere auch Systemadministration und Systementwicklung der 'Forstberichts-Datenbank'. Auf Basis von Erhebungen in rund 200 Forstbetrieben, die überwiegend von den Projektpartnern durchgeführt werden, werden jährlich forstliche Betriebsabrechnugen erstellt und an der BOKU zu Gruppenmittelwerten verdichtet. Diese aggregierten Kennzahlen sind wichtige, empirische Datengrundlagen für die forstpolitischen Akteure ebenso wie für die forstökonomische Forschung und Lehre an der BOKU und fließen unter anderem in den jährlichen Waldbericht des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ein.

Waldzustandsbericht 2025

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] WALDZUSTANDS- BERICHT 2025 1 Impressum Herausgeber Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Kaiser-Friedrich-Straße 1 55116 Mainz Telefon: 06131 16-0 www.mkuem.rlp.de www.wald.rlp.de Mainz, Dezember 2025 Durchführung, Auswertung und Gestaltung Zentralstelle der Forstverwaltung Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz Hauptstraße 16 67705 Trippstadt Telefon: 06131-884-268-0, Fax: 06131-884-268-300 zdf.fawf@wald-rlp.de www.fawf.wald.rlp.de nur als Download https://fawf.wald.rlp.de/de/veroeffentlichungen/waldzustandsbericht/ Titelbild: Traktmittelpunkt mit Messmarke des Aufnahmepunktes 1151 im Biosphärenreservat Pfälzerwald in der Nähe von Hinterweidenthal auf der „Große Boll“, im Hintergrund vor den Felsen Probebäume der Aufstellung 1 (Nord); (Foto: Friedrich Engels) 2 WALDZUSTANDS- BERICHT 2025 Vorwort .......................................................................................................................................................4 Waldzustand 2025 - Ein Überblick.........................................................................................................6 Waldzustandserhebung (WZE) ...............................................................................................................8 Einfüsse auf den Waldzustand ........................................................................................................... 30 „Entwicklung der Luftschadstoffbelastung ..............................................................................31 „Klimawandel und Witterungsverhältnisse............................................................................. 37 „Waldschutz .................................................................................................................................. 41 Die Douglasie - Baum der Zukunft oder Dauerpatient? ................................................................. 46 Anhang „Entwicklung der Waldschäden ......................................................................................................60 „Statistische Signifkanz der Veränderung der mittleren Kronenverlichtung ........................66 „Probebaumkollektiv 2025 .............................................................................................................. 67 „Regionale Abweichung vom Monatsniederschlag in Prozent (Januar bis Dezember).........68 „Abkommen und gesetzliche Regelungen zur Luftreinhaltung..................................................71 3 VORWORT 2025 ist eine Verschnaufpause für den Wald: Wie die Ergebnisse der Waldzustandserhebung zeigen, ist der Anteil geschädigter Bäume deutlich zurückgegangen. Bäume ohne Schäden wurden dank eines insgesamt günstigen Witterungsver- laufs wieder zahlreicher. Vergessen sind dabei schon fast wieder ein rekordverdächtig trockenes Frühjahr und die überdurchschnittlich hohen Temperaturen über das ganze Jahr. Der Wald hat nach den Krisenjahren seine Regenerationsphase und das ist gut so. Angesichts der immer deutlicher werdenden Klimawandelfolgen bliebe diese gute Nachricht indes nur eine Randnotiz, wenn wir nicht ent- schlossen einen langfristig angelegten Schutz des Klimas und damit den Schutz der Wälder betrei- ben. Vor diesem Hintergrund ist es eine mindes- tens ebenso gute Nachricht, dass mit der Novelle des Klimaschutzgesetzes Rheinland-Pfalz und der Bereitstellung von 50 Mio. Euro zusätzlich in der Wald-Klima-Offensive nun auch die langfristigen Weichen für einen gesunden Wald in einem le- benswerten Klima gestellt sind. In unserem wald- reichsten Bundesland sind wir auf die Leistungen der Wälder angewiesen für den Schutz z.B. des Trinkwassers, für den Wasserrückhalt und für den Schutz von Böden, Siedlungen und Infrastruktur. 4 ©MKUEM/Christof Mattes Es steht also viel auf dem Spiel. Dies erfordert weitere Anstrengungen beim Klimaschutz, bei der Luftreinhaltung und bei der Bewirtschaftung der Wälder. In der Art und Weise der Waldbewirt- schaftung ist der rheinland-pfälzische Weg inzwi- schen ein bundesweit anerkanntes Markenzeichen und Sinnbild einer gelingenden Kooperation aller Waldeigentumsarten unter dem Dach des Ge- meinschaftsforstamtes geworden. Nur die über- zeugte Arbeit auch der kommunalen und privaten Waldbesitzenden hat den ausweislich der Bun- deswaldinventur 4 guten ökologischen Zustand unserer Wälder ermöglicht. Ein Sonderkapitel des diesjährigen Waldzu- standsberichtes beschäftigt sich mit der Bau- mart Douglasie, die eine besondere Rolle als Wirtschaftsbaumart auch im Privat- und Kör- perschaftswald spielt. Inzwischen weit über ein Jahrhundert im Land etabliert und bewährt, sind allerdings viele ökologische Wechselwirkungen der Baumart in Waldökosystemen noch wenig er- forscht. Gemeinsame Projekte mit Forschungsein- richtungen aus anderen Bundesländern versuchen Licht in die Zusammenhänge der Nährstoffauf- nahme und Resilienz gegenüber Pathogenen zu bringen, die im Klimawandel immer bedeutsamer werden. Das eingespielte Team von Landesforsten um die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forst- wirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF) hat die Erhe- bungen auch in diesem Jahr wieder zuverlässig und präzise ausgewertet und aufbereitet. Den zahlreichen internen und externen Fachleu- ten, die an ganz unterschiedlichen Stellen mit den Arbeiten befasst waren, und allen beteiligten Mit- arbeitenden von Landesforsten danke ich herzlich für ihre Beiträge zum Gelingen. Ihnen wünsche ich spannende Erkenntnisse bei der Lektüre des Waldzustandsberichts 2025. Ihre Katrin Eder Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz 5

Waldzustandsbericht 2024

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] WALDZUSTANDS- BERICHT 2024 1 Impressum Herausgeber Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Kaiser-Friedrich-Straße 1 55116 Mainz Telefon: 06131 16-0 www.mkuem.rlp.de www.wald.rlp.de Mainz, Dezember 2024 Durchführung, Auswertung und Gestaltung Zentralstelle der Forstverwaltung Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz Hauptstraße 16 67705 Trippstadt Telefon: 06131-884-268-0, Fax: 06131-884-268-300 zdf.fawf@wald-rlp.de www.fawf.wald.rlp.de nur als Download https://fawf.wald.rlp.de/de/veroeffentlichungen/waldzustandsbericht/ Titelbild: Der Blick nach oben, Tot und Leben nebeneinander (Foto: Frank Schmidt) 2 WALDZUSTANDS- BERICHT 2024 Vorwort .......................................................................................................................................................4 Waldzustand 2024 - Ein Überblick.........................................................................................................6 Waldzustandserhebung (WZE) ...............................................................................................................8 Einfüsse auf den Waldzustand ........................................................................................................... 30 „Entwicklung der Luftschadstoffbelastung ..............................................................................31 „Klimawandel und Witterungsverhältnisse............................................................................. 37 „Waldschutz .................................................................................................................................. 41 Bedeutung intakter Wälder für eine nachhaltige Grundwasserneubildung in Zeiten des Klimawandels.................................................................................................................. 46 Der Waldboden - Boden des Jahres 2024, seit Jahren versauert .................................................. 60 Anhänge „Entwicklung der Waldschäden ......................................................................................................64 „Probebaumkollektiv 2024 .............................................................................................................. 70 „Regionale Abweichung vom Monatsniederschlag in Prozent (Januar bis Dezember)..........71 „Abkommen und gesetzliche Regelungen zur Luftreinhaltung................................................. 74 3 VORWORT Der Waldzustandsbericht 2024 zeigt für den rheinland-pfälzischen Wald 2024 im Vergleich zum Vorjahr ein weiter angestiegenes Schad- niveau. Von einer „Entspannung“ der Situation kann keine Rede sein. In der forstlichen Vegeta- tionszeit (Mai bis September) gab es zwar ausrei- chend Niederschläge, doch war es weiterhin zu warm. Die Belastungen aus den Vorjahren verbun- den mit einem Spätfrostereignis, höherem Befall durch Blattpilze und der chronischen Belastung durch Luftschadstoffe setzen den Wald weiter unter Stress. Der Anteil deutlich geschädigter Waldbäume ist um acht Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Der Anteil starker Kronenschäden, abgestorbener Pro- bebäume und infolge biotischer Schäden vorzeitig entnommener Probebäume ist nach wie vor über- durchschnittlich hoch. Mit einer Erwärmung von bereits circa 1,7 Grad im Vergleich zum Zeitraum 1881-1910 ist Rheinland- Pfalz im bundesweiten Vergleich besonders stark vom Klimawandel betroffen – Menschen und Natur spüren dessen Auswirkungen somit bereits heute deutlich. Das Jahr 2024 startete nach einem milden Winter mit einem sehr niederschlagsrei- chen und sehr warmen Frühling und sorgte so für einen deutlichen Vorsprung der Vegetation von zwei bis drei Wochen. Mitte April führte dann ein Spätfrostereignis zu Schäden insbesondere an den empfndlichen Laubbaumarten. Trockenperioden in den Wäldern blieben diesen Sommer aus. Auch in diesem Jahr zeigt sich, dass gerade unsere wichtigste Baumart Buche weiterhin massiv unter den Folgen der Hitze und Dürre der Vorjahre lei- det. 4 Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil deutlich ge- schädigter Buchen um zwei Prozentpunkte höher, der Anteil derjenigen ohne sichtbare Schadmerk- male um zwei Prozentpunkte zurückgegangen. Die Bilder absterbender Buchen zeigen sich in- zwischen in immer mehr Wäldern von Rheinland- Pfalz. Bei der Eiche ist das Schadniveau an einem neuen Höhepunkt angekommen. Der Anteil deutlich ge- schädigter Probebäume ist gegenüber dem Vor- jahr um zwanzig Prozentpunkte angestiegen. Die feuchtwarme Witterung führte zu einem starken Befall durch Mehltau. Neben der schon mehrjährigen Borkenkäferkala- mität bei der Fichte macht sich auch bei den an- deren Baumarten ein zunehmender Befall durch rindenbrütende Käfer bemerkbar. Insbesondere der Eichenprachtkäfer bereitet große Sorgen. Bis- her sind jedoch nur einzel-baumweise oder klein- fächige Ausfälle zu beobachten. Die mehr als drei Jahrzehnte zurückreichenden Messreihen des Forstlichen Umweltmonitorings belegen die Erfolge der Luftreinhaltemaßnahmen, zeigen aber auch noch bestehende Defzite auf. Der Eintrag an Schwefel und Schwermetallen ist deutlich zurückgegangen. Die Stickstoffeinträge sind demgegenüber nur wenig reduziert und übersteigen die Schwellenwerte der Ökosystem- verträglichkeit. Zudem liegt die Säurebelastung – ohne gezielte Gegenmaßnahmen, wie vor allem die Bodenschutzkalkung - noch über dem Puffer- potenzial vieler Waldstandorte. Auch bodennahes Ozon wirkt sich nach wie vor waldschädigend aus. ©MKUEM/Christof Mattes Der Waldboden ist Boden des Jahres 2024. Trotz Fortschritten im Bereich der Luftreinhaltung stellt die Säurebelastung weiterhin eine Gefährdung unserer Waldböden dar. Der Waldboden ist aber essentiell für die Grundwasserneubildung und den Wasserrückhalt. Aufgrund dieser herausragenden Bedeutung unserer Wälder für den Wasserhaus- halt sind der Grundwasserneubildung und dem Waldboden im Waldzustandsbericht 2024 eigene Kapitel gewidmet. Der Bericht bestärkt darin, sich weiterhin für einen engagierten Klimaschutz in Rheinland-Pfalz einzusetzen – auch insbesondere vor dem Hinter- grund des notwendigen Ausbaus von Erneuerba- ren Energien. Zur Erarbeitung des Waldzustandsberichtes 2024 haben zahlreiche Fachleute mit umfangreichen Aufnahmen und Auswertungen in gründlicher und sorgfältiger Arbeit zusammengewirkt. Bei diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Landes- forsten Rheinland-Pfalz, insbesondere aber der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forst- wirtschaft in Trippstadt, bedanke ich mich sehr herzlich. Katrin Eder Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz 5

Waldzustandserhebung

Die landesweite Waldzustandserhebung wird jährlich im bundesweiten Stichprobennetz (16x16 km) und nach einer abgestimmten Methodik durchgeführt. In Thüringen wurde das Stichprobennetz  auf 4x4 km verdichtet, um flächenrepräsentative Aussagen für die Hauptbaumarten zu erhalten. Ziel der Waldzustandserhebung ist die langfristige Überwachung des Waldzustandes unter dem Einfluss abiotischer Einflüsse (z.B. Klima/Witterung, Luftschadstoffe) und biotischer Faktoren (z.B. Insektenkalamitäten). Der jährliche Waldzustandsbericht  für Thüringen ist unter www.tmil.info zu finden.

Waldzustandsbericht 2023

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] WALDZUSTANDS- BERICHT 2023 1 Impressum Herausgeber Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Kaiser-Friedrich-Straße 1 55116 Mainz Telefon: 06131 16-0 www.mkuem.rlp.de www.wald.rlp.de Mainz, November 2023 Durchführung, Auswertung und Gestaltung Zentralstelle der Forstverwaltung Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz Hauptstraße 16 67705 Trippstadt Telefon: 06131-884-268-0, Fax: 06131-884-268-300 zdf.fawf@wald-rlp.de www.fawf.wald.rlp.de nur als Download https://fawf.wald.rlp.de/de/veroeffentlichungen/waldzustandsbericht/ Titelbild: Wald bei Welschneudorf im südlichen Westerwald, Altbuchen mit Naturverjüngung übergehend in nach Borkenkäferbefall abgestorbene Fichten (Foto: Friedrich Engels) 2 WALDZUSTANDS- BERICHT 2023 Vorwort........................................................................................................................................................4 Waldzustand 2023 im Überblick.............................................................................................................6 Waldzustandserhebung (WZE)................................................................................................................8 Einflüsse auf den Waldzustand ............................................................................................................ 30 JEntwicklung der Luftschadstoffbelastung ...............................................................................31 JKlimawandel und Witterungsverhältnisse.............................................................................. 37 JWaldschutz................................................................................................................................... 41 Vielfalt unserer Eichenwälder – angepasst und anpassungsfähig.................................................. 46 Wiederbewaldung auf Schadflächen in Rheinland-Pfalz................................................................. 60 Anhänge „Entwicklung der Waldschäden....................................................................................................... 67 „Probebaumkollektiv 2023............................................................................................................... 73 „Regionale Abweichung vom Monatsniederschlag in Prozent (Januar bis Dezember).......... 74 „Abkommen und gesetzliche Regelungen zur Luftreinhaltung...................................................77 3 VORWORT Der Waldzustandsbericht 2023 ist ein weiteres Mahnmal der Folgen des Klimawandels. Von einer „Entspannung“ der Situation in den rhein- land-pfälzischen Wäldern kann keine Rede sein. Ausbleibende Niederschläge in der forstlichen Vegetationszeit verbunden mit hohen Tempera- turen und der chronischen Belastung durch Luft- schadstoffe setzen den Wald weiter unter Stress, daran ändert auch ein relativ nasser Sommer nichts. Die Wälder leiden weiterhin massiv unter der Dürre vergangener Jahre. Das Schadniveau ist gegenüber dem Vorjahr noch einmal angestiegen. Der Anteil deutlich geschädigter Waldbäume ist um vier Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Der Anteil starker Kronenschäden, abgestorbener Pro- bebäume und infolge biotischer Schäden vorzeitig entnommener Probebäume ist nach wie vor über- durchschnittlich hoch. Mit bereits heute circa 1,7 Grad Erwärmung ist Rheinland-Pfalz im bundesweiten Vergleich besonders stark vom Klimawandel betroffen – Menschen und Natur spüren dessen Auswirkun- gen somit bereits heute deutlich. Startete das Jahr 2023 nach einem milden Winter mit einem sehr niederschlagsreichen und durchschnittlich warmen Frühling, folgte gerade zum Beginn der Vegetationszeit während des Austriebs der Bäume von Mitte Mai bis Mitte Juli eine sehr trockene und warme Periode, die den Waldbäu- men nach dem trockenen und warmen Vorjahr 4 ©MKUEM/Christof Mattes erneut Stress verursachte. Nach ersten lokalen Niederschlägen ab Mitte Juli konnten sich die Bodenwasservorräte durch gleichmäßigere Re- genfälle ab Ende Juli im Laufe des Augusts wieder regenerieren. Auch in diesem Jahr zeigt sich, dass gerade unsere wichtigste Baumart Buche weiterhin massiv unter Hitze und Dürre leidet. Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil deutlich geschädigter Buchen um sieben Prozentpunkte höher, der Anteil derjenigen ohne sichtbare Schadmerkmale um drei Prozent- punkte zurückgegangen. Die Bilder absterbender Buchen zeigen sich inzwischen in immer mehr Wäldern von Rheinland-Pfalz. Die mehr als drei Jahrzehnte zurückreichenden Messreihen des Forstlichen Umweltmonitorings belegen die Erfolge der Luftreinhaltemaßnahmen, zeigen aber auch noch bestehende Defizite auf. Der Eintrag an Schwefel und Schwermetallen ist deutlich zurückgegangen. Die Stickstoffeinträge sind demgegenüber nur wenig reduziert und übersteigen die Schwellenwerte der Ökosystem- verträglichkeit. Zudem liegt die Säurebelastung – ohne gezielte Gegenmaßnahmen, wie vor allem die Bodenschutzkalkung - noch über dem Puffer- potenzial vieler Waldstandorte. Auch Ozon wirkt sich nach wie vor waldschädigend aus. Der Baumart Eiche ist im Waldzustandsbericht 2023 ein eigenes Kapitel gewidmet. Darin werden die Strategien und Anpassungsmöglichkeiten der Eiche an den Klimawandel näher beleuchtet. Da gerade die Eiche als heimische Laubbaumart als Hoffnungsträger bei der Anpassung unserer Wäl- der an den Klimawandel gilt, können hierdurch wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Dabei zeigt sich: Entscheidend ist immer der spezielle Standort, um daraus dann die richtigen Rück- schlüsse ziehen zu können. Der Bericht bestärkt darin, sich weiterhin für einen engagierten Klimaschutz in Rheinland-Pfalz einzusetzen – auch insbesondere vor dem Hinter- grund des notwendigen Ausbaus von Erneuerba- ren Energien. Zur Erarbeitung des Waldzustandsberichtes 2023 haben zahlreiche Fachleute mit umfangreichen Aufnahmen und Auswertungen in gründlicher und sorgfältiger Arbeit zusammengewirkt. Bei diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Landes- forsten Rheinland-Pfalz, insbesondere aber der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forst- wirtschaft in Trippstadt, bedanke ich mich ganz herzlich. Katrin Eder Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz 5

Waldzustandsbericht 2022

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] WALDZUSTANDS­ BERICHT 2022 Impressum Herausgeber Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Kaiser-Friedrich-Straße 1 55116 Mainz Telefon: 06131 16-0, Fax: 06131  165926 www.mkuem.rlp.de www.wald.rlp.de Mainz, Dezember 2022 Durchführung, Auswertung und Gestaltung Zentralstelle der Forstverwaltung Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz Hauptstraße 16 67705 Trippstadt Telefon: 06131-884-268-0, Fax: 06131-884-268-300 zdf.fawf@wald-rlp.de www.fawf.wald.rlp.de nur als Download https://fawf.wald.rlp.de/de/veroeffentlichungen/waldzustandsbericht/ Titelbild: Im Kronenraum eines Buchen-Mischbestandes, stark geschädigte Buche mit abgestorbener Teilkrone (Foto: Tobias Stubenazy) 2 WALDZUSTANDS­ BERICHT 2022 Seite Vorwort4 Waldzustand 2022 im Überblick6 Waldzustandserhebung (WZE)8 Einflüsse auf den Waldzustand28 ■ Entwicklung der Luftschadstoffbelastung29 ■ Klimawandel und Witterungsverhältnisse35 ■ Waldschutz39 Anhaltende Schadphänomene bei der Buche?44 Bedeutung des Wasserrückhaltes im Wald für die Risikovorsorge gegen die Entstehung von Sturzfluten und für eine nachhaltigere Grundwasserneubildung58 Anhänge ■ Entwicklung der Waldschäden74 ■ Probebaumkollektiv 202280 ■ Witterung81 ■ Abkommen und gesetzliche Regelungen zur Luftreinhaltung84 3 VORWORT Nach den drei Vegetationszeiten 2018, 2019 und 2020, die von außergewöhnlicher Hitze und Dürre geprägt waren, bot das Jahr 2021 Wit- terungsbedingungen, die für das Gedeihen der Wälder günstig waren. Daraus nährte sich eine leise Hoffnung, dass sich dies in etwas günstige- ren Befunden des Waldzustandsberichts 2022 niederschlagen könnte. Die Aufnahmen in den Wäldern wurden in der ersten Hälfte einer erneu- ten Sommerdürre 2022 abgeschlossen, die sich von Ende Juni bis Anfang September dieses Jahres erstreckte. Es lohnt sich, die Ergebnisse des Wald- zustandsberichtes 2022 und ihre Hintergründe im Einzelnen zu analysieren. Ohne zu viel vorwegneh- men zu wollen, sei schon an dieser Stelle festge- stellt, dass der Vitalitätszustand unserer Wälder in höchstem Maße besorgniserregend bleibt. So ist es nur ein schwacher Trost, dass sich einige Befunde zur Buche, unserer von Natur aus wich- tigsten Baumart, gegenüber dem Vorjahr etwas verbesserten, wenn man weiß, wie sehr gerade die Buche unter der Hitze und Trockenheit im weite- ren Verlauf des Sommers litt. Im Waldzustands- bericht ist dieser Baumart ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem die Ergebnisse wissenschaft- licher Untersuchungen und Detailaufnahmen zu ihrer Situation und Perspektive im Klimastress vorgestellt werden. 4 ©MKUEM/Heike Rost Ein weiteres Sonderkapitel befasst sich mit dem Wasserrückhalt im Wald. Wer bisher glaubte, dass Wasser in unserem Lande immer und überall reichlich vorhanden sei, wird im voranschreiten- den Klimawandel eines Besseren belehrt. Die Bedeutung des Waldes für die Menge und Güte des Wassers, aber auch für den Wasserrückhalt in der Landschaft, ist sehr bedeutend. Deswegen ist es wichtig, maßgebliche Zusammenhänge zwischen Wasser und Wald wissenschaftlich fun- diert herauszuarbeiten, um daraus maßgebliche Schlussfolgerungen für die naturnahe Waldbe- wirtschaftung zu ziehen. Dabei wird die überra- gende Rolle unserer Waldböden mit ihren äußerst vielfältigen Lebensgemeinschaften deutlich. In dieser Zeit, die uns mit der Unmenschlichkeit des Krieges und seinen Begleiterscheinungen von Flucht, Zerstörung und Elend in fühlbarer Nähe konfrontiert, ist bisher noch zu wenig geschehen, was dem Klimawandel, dem Artensterben, dem verschwenderischen Verbrauch unserer Lebens- grundlagen entschieden Einhalt gebietet. Der Waldzustandsbericht 2022 ist ein weiteres Mosaiksteinchen in einem sich auftürmenden Berg von Mahnmalen. Zur Erarbeitung des Waldzustandsberichtes 2022 haben zahlreiche Fachleute mit umfangreichen Aufnahmen und Auswertungen in gründlicher und sorgfältiger Arbeit zusammengewirkt. Bei diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Landes- forsten Rheinland-Pfalz, insbesondere aber der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forst- wirtschaft in Trippstadt, bedanke ich mich ganz herzlich. Katrin Eder Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz 5

Waldzustandsbericht 2020

Es war in den vergangenen 20 Jahren zunehmend zu heiß und zu trocken, und das bleibt für unseren Wald nicht ohne Folgen. Die Schäden haben massiv zugenommen. Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2020 für das Saarland machen deutlich, dass von Entspannung keine Rede sein kann. Unser Wald befindet sich im Klimastress, auch wenn wir im bundesweiten Vergleich aufgrund unseres überdurchschnittlich großen Laubwaldanteils noch immer einigermaßen gut dastehen: Von 11.000.000 Hektar Wald in Deutschland sind mittlerweile rund 2,6 Prozent Schadfläche. In absoluten Zahlen entspricht das rund 285.000 Hektar vernichteter Wald – vornehmlich Fichten-Bestände. Die Schadfläche für Fichte im Staatswald des Saarlandes liegt dagegen bei etwa 1,22 Prozent, umgerechnet etwa 420 Hektar. Das ist ganz und gar kein Grund zur Entwarnung aber doch ein kleiner Lichtblick.

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