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Sonderforschungsbereich (SFB) 806: Unser Weg nach Europa: Kultur-Umwelt Interaktion und menschliche Mobilität im Späten Quartär, Teilprojekt Ö2: Ausstellung - Exhibition Migration - Niemand war schon immer hier

Die Wanderausstellung zeigt anhand archäologischer und paläogenetischer Exponate und Daten, dass die Deutschen wie alle anderen Bevölkerungen in Europa nicht autochthon entstanden sind, sondern als Ergebnis von Migrationsprozessen. Menschen waren zu allen Zeiten mobil. Auf der Suche nach Nahrung, Wasser und anderen Ressourcen haben sie sich stets sowohl kleinräumig bewegt als auch andere Regionen und Kontinente besiedelt. Indem wir den Besuchern unsere unterschiedlichen Wurzeln aus Afrika oder Westasien präsentieren, soll verdeutlicht werden, dass Migration kein modernes Phänomen ist, sondern selbstverständlicher Bestandteil des Mensch-seins.

Wanderausstellung 'Umweltschutz im Handwerk'

Vermeidung von Sonderabfaellen im Chemieunterricht-Erarbeitung und Einsatz einer Wanderausstellung

Erarbeitung und Verbreitung einer Wanderausstellung mit dem Titel 'Gestaltete Umwelt'

Wanderausstellung: Land schafft Ressourcen

Dieser Link führt zum pdf-Download der Roll-Ups "Moore".

Wasser – Lebenselexier der Moore - Entstehung von Mooren Mit dem Ende der Eiszeit – vor etwa 12.000 Jahren – begannen sich unsere Moore zu bilden. Sie bestehen aus einer mindestens 30 cm mächtigen Torfschicht, die aus den aus den Abbauresten von moortypischen Pflanzen entstanden ist. 1 See Am Ende der letzten Eiszeit bildeten sich in Mulden und abflusslosen Senken stehende Gewässer. Dort wuchsen verschiedene Pflanzen. Der Abbau von organischem Ma- terial führte zur Sauerstoffarmut im Wasser. Die Folge: Die unverrotteten Reste von Schilf, Großseggen und Wasserpflanzen im Uferbereich setzten sich am Grund ab. Den schwierigen Bedingungen in Mooren wie oberflächennahe Was- serstände können nur besonders an- gepasste Pflanzen Stand halten. Dazu gehören in Niedermooren, Seggen, Schilf, Erlen, Birken und Weiden, in Hochmooren Torfmoose, Wollgräser und Zwergsträucher. 2 Niedermoor Das Gewässer ist weitestgehend mit organischem Material verlandet. Offene Wasserflächen kommen nur noch vereinzelt vor. Häufig werden die Niedermoore von Bächen durchströmt. Auf dem Niedermoor bildet sich Bruchwälder oder Seggenriede aus. 3 Hochmoor Im Bild unten ist ein Bult-Schlenken-Viel Niederschlag und niedrige Jahrestemperaturen begünstigen das Wachstum Komplex zu sehen, eine in den zentralenvon Torfmoosen. Die Spezialisten unter ihnen wachsen über den Grundwasser- Bereichen von Hochmooren vorkom-spiegel hinaus und ernähren sich nur noch von den wenigen Nährstoffen, die im mende spezielle Oberflächenform.Regenwasser und Staub enthalten sind. Moor_Tafel_Druck_97x225.indd 1 30.01.12 16:04 Moorkataster – die Datenbank für Moore - Erfassung von Mooren 1,5 % der Flächen im Land sind Moore und Anmoore. Sie werden im Moor- kataster Baden-Württemberg erfasst. Das Kataster gibt eine Übersicht über die Lage der Moore sowie ihre Beschaffenheit. Aus wirtschaftlichen Interessen amAuf der Karte (Bild oben) ist die Ver- Rohstoff Torf wurde um 1900 in Ober-teilung der Moore im Land zu erken- schwaben mit einer systematischennen. Die meisten Moore gibt es in Aufnahme von Moorflächen ins Moor-Oberschwaben, im Donauried, auf der kataster begonnen.Baar, im Schwarzwald und im Ober- Heute stehen für die Fortführung dierheingebiet. Aspekte des Boden- und Natur- schutzes an vorderster Stelle. Die Daten des Moorkatasters bilden unter anderem die Basis bei Fragestellungen im Moor- und Klimaschutz. Das Bild oben stellt die Kartierung des Ebersbacher Moors aus dem Jahr 1964 in seiner ersten kartografischen Auf- nahme dar. Im Internet liegen die Karten digital vor.Durch den Abgleich mit anderen Das Bild rechts zeigt die aktuelle Kartie-Geodaten wie beispielweise digitale rung des Ebersbacher Moorgebiets.Geländemodelle (Bild unten: das Ebersbacher Moor im 3-D-Modus) können Geländebegehungen deutlich verkürzt werden. Auf der Internetseite http://brsweb. lubw.baden-wuerttemberg.de kann sich jeder einen Überblick über die erfassten Moore und Torfe in Baden- Württemberg verschaffen. Moor_Tafel_Druck_97x225.indd 2 30.01.12 16:05 Früher beliebter Rohstoff – heute seltenes Naturgut - Nutzung von Mooren Vor ca. 200 Jahren wurden die ersten Moore trockengelegt, um sie land- und forstwirtschaftlich nutzen zu können oder um Torf abzubauen. Der Torf diente als Heiz- und Isoliermaterial, als heilendes Ba- demittel oder als Substrat im Gartenbau. Moorböden wurden und werden – heute nur noch in Ausnahmefällen – mit Siedlungs- und Verkehrsflächen überbaut. Heute ist der Abbau von Torf für gärt- nerische und landwirtschaftliche Zwecke in Baden-Württemberg ein- gestellt. Torfabbau findet nur noch imMoore sind in der Regel ertragsarme Reicher Moos für die medizinischenStandorte. Durch die Entwässerung Anwendungen in den Heilbädernund landwirtschaftliche Nutzung wird Oberschwabens statt.die Zersetzung der Torfschicht stark gefördert. Faustzahl: Unter Grünland kann der Torfschwund bis 1 cm/Jahr, unter Acker 2 cm/Jahr betragen. Das bei der Zersetzung entstehende Nitrat kann das Grundwasser belasten. Moor_Tafel_Druck_97x225.indd 3 30.01.12 16:06

Herstellung und Durchfuehrung der Wanderausstellung 'Natur blind erleben'

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