Anlass und Zielsetzung des Projekts
Anlass waren die dauernd wieder auftretenden Wassereinbrüche in die Keller des Schlosses Steinort, mit denen eine ernsthafte Schädigung des Mauerwerks verbunden war. Am Nord-West-Eckturm bestand bisher akute Einsturzgefahr, die Situation im Kernbau konnte erst im Zuge ihrer Aufarbeitung als genauso gefahrenträchtig eingeschätzt werden. So lagen große Teile der Außenwand hohl und standen kurz vor einem Zusammenbruch (zweiter Lebensbaum von links in Bild 8). Wesentliche Folge der immer wiederkehrenden Wassereinbrüche in den Kellern des Schlosses war das Aufweichen des Lehmbodens, das mit einem erheblichen Tragfähigkeitsverlust verbinden ist. Zugleich wurde dabei der Lehmmörtel aus dem Kellermauerwerk und den Fundamenten ausgespült und das Gefüge der Mauern gestört. Setzungen des Bauwerkes, Risse, ein Auseinanderbrechen des Mauergefüges und Teileinstürze waren die Folgen. Im Kernbaukeller waren sogar Gewölbe und Mauern eingebrochen. Vorhandene Wasserableitungssysteme waren nicht komplett (Regenwasser) oder nicht mehr funktionsfähig, weil sie falsch angelegt worden waren oder nicht gepflegt worden sind. Das Wasserproblem war in früherer Zeit jedoch bekannt, wie z.B. ein historischer Kanal zur Ableitung des Bodenwassers vom Kernbaukeller dokumentiert. Er wurde bei den Arbeiten entdeckt und war vorher nicht bekannt. (Text gekürzt)