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Auswirkung des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit

Auswirkung des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit Niedrigwasser an der Elbe bei Dresden Der Rückgang des Wasserdargebots ist statistisch signifikant. Dies zeigt die aktuelle Studie „WADKlim“, in der Auswirkungen von Trockenheit und Dürre auf die Wasserverfügbarkeit, den Bodenwasserhaushalt und das Grundwasser in Deutschland untersucht wurden. Für die Wasserbewirtschaftung werden mögliche Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen vorgeschlagen. Damit liefert das Forschungsprojekt WADKlim einen Beitrag für die in der Deutschen ⁠ Anpassungsstrategie ⁠ an den ⁠ Klimawandel ⁠ und in der Nationalen Wasserstrategie formulierten Zielstellungen. Die Ergebnisse des Projekts stehen unter der ⁠ UBA ⁠ Seite Niedrigwasser/Trockenheit zur Verfügung. Wasserknappheit ist ein vielschichtiges Problem. Die Ursachen für Wasserknappheit in verschiedenen Regionen Deutschlands umfassen klimatische Bedingungen mit geringem ⁠ Wasserdargebot ⁠, Wasserqualitätsprobleme wie Nitratbelastung, Einflüsse durch Bergbau, zunehmende Wasserentnahmen für die Landwirtschaft und hohe Bedarfe in Metropolregio­nen. Es wurden bereits regionsspezifische Maßnahmen ergriffen, um Wasserknappheit vor­zubeugen, wie beispielsweise die Einrichtung von Fernwasserleitungssystemen oder die Limitierun­gen für Wasserentnahmen. Allerdings haben die anhaltende Trockenheit in der letzten De­kade und die Unsicherheiten bei der zukünftigen Wassernutzung und ⁠ Klimavariabilität ⁠ ge­zeigt, dass diese Maßnahmen möglicherweise nicht ausreichen, um strukturelle oder tempo­räre Wasserknappheit zu bewältigen. Die zukünftige Wasserknappheit wird als komplexes Problem erkannt, das aufgrund der Unsicherheiten schwer zu prognostizieren ist. Verschiedene Lösungsstrategien wurden vorgestellt Diese sollen dazu beitragen, die nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen in Deutschland zu fördern und zukünftige Kon­flikte in der Wassernutzung zu minimieren. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen zum verbes­serten Wasserrückhalt, die Förderung von Wassereffizienz und standortangepasste Wasser­wiederverwendung, die Implementierung von Anpassungsmaßnahmen und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Nutzergruppen. Umgang mit Nutzungskonflikten Es ist wichtig, dass politische Entscheidungsträger*innen und ⁠ Stakeholder ⁠ die vorgestellten Lösungsstrategien in ihre Entscheidungsprozesse integrieren und gemeinsam an einer nachhaltigen Wassernutzung arbeiten. Nur so kann die Wasserverfügbarkeit in Deutsch­land langfristig gesichert werden. Dafür ist es unerlässlich, bisher fehlende Daten regelmäßig zu erheben und insbesondere die Datenbestände zur Wassernutzung zu vervollständigen und sie transparent und öffentlich zu machen. Dies beinhaltet zum Beispiel die verpflichtende Erfassung von Bewässerungsmengen in zentralen Meldestellen. Für eine zukünftig bessere Vergleichbar­keit von Studien sollte stärker auf standardisierte Indikatoren zurückgegriffen werden. Wasserwiederverwendung im urbanen Raum Die Wasserwiederverwendung kann in Städten zukünftig eine wichtige Rolle, beispielsweise bei der Bewässerung von Grünflächen, spielen. Gerade in Wasserbilanz-Risikogebieten ist dieser Ansatz eine sinnvolle Handlungsoption. Dazu müssen die notwendigen rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingen sowie neue infrastrukturelle Lösungen geschaffen werden. Künftig häufiger Trockenperioden Grundsätzlich sinkt zukünftig die Verfügbarkeit von Wasser in vielen Regionen in Deutschland unter dem Einfluss des Klimawandels, insbesondere in Trockenperioden kann es regional zu erheblichen Engpässen in der Wasserverfügbarkeit kommen, was zur Entste­hung von Nutzungskonflikten führen oder bestehende Konflikte verschärfen kann. Es ist da­her notwendig, eine nachhaltige Wassernutzung zu fördern, um eine sichere und gerechte Versorgung für alle Nutzer*innengruppen zu gewährleisten. Dabei ist es essenziell, dass natürliche Ökosysteme nicht nur in der Kommunikation, sondern auch in der wasserwirtschaftlichen Gesamtbetrachtung eine stärkere Rolle einnehmen.

Waschmaschine und Waschtrockner

Waschmaschine: Bei Kauf und Nutzung auf Energieeffizienz achten Wie Sie Ihre Waschmaschine umweltfreundlich bedienen Kaufen Sie eine Waschmaschine mit der höchsten verfügbaren Energieeffizienzklasse (A). Achten Sie auf die zum Haushalt passende Trommelgröße. Nutzen Sie das "Eco-40-60" Waschprogramm der Maschine oder waschen Sie mit niedrigen Temperaturen. Bevorzugen Sie ein Gerät mit hoher Schleuderzahl. Entsorgen Sie Ihr Altgerät sachgerecht bei der kommunalen Sammelstelle oder beim Neukauf über den Händler. In Mehrfamilienhäusern bietet sich die gemeinschaftliche Nutzung einer Waschmaschine an. Gewusst wie Wäsche waschen verbraucht Energie und belastet die Gewässer. Die Umweltbelastungen können schon beim Kauf durch die Wahl einer geeigneten Waschmaschine reduziert werden. Sparsame Waschmaschine: Kaufen Sie möglichst eine sparsame Waschmaschine mit geringem Strom- und Wasserverbrauch und hoher Schleuderwirkungsklasse. Diese und weitere Angaben finden Sie auf dem EU-Energieverbrauchsetikett, mit dem Waschmaschinen europaweit im Handel gekennzeichnet werden müssen. Mit Einführung des neuen EU-Energielabels im Jahr 2021 erfolgt die Einordnung auf Basis des Energieverbrauches bzw. der Energieeffizienz in die Klassen A (geringster Verbrauch) bis G (höchster Verbrauch). Aktuell besonders energiesparende Geräte befinden sich nun in Klasse A. Das neue Label informiert Sie über den Wasserverbrauch, die Schleudereffizienz (Klasse A (gut) bis G (schlecht)) und die Geräuschentwicklung sowie die Dauer des Waschprogramms im ECO 40-60 Programm. Ein QR-Code verlinkt direkt auf die neue EU-Produktdatenbank (EPREL), wo weitere Informationen über das betreffende Model verfügbar sind. Achten Sie darauf, dass die Maschine auch ein Kaltwaschprogramm besitzt (20°C-Programm). Kaufberatung Waschmaschine Quelle: Umweltbundesamt Energieverbrauchskennzeichnung für Geschirrspüler Quelle: Europäische Kommission Richtige Trommelgröße: Paradoxerweise werden die Haushalte kleiner und die Wäschetrommeln größer. Große Wäschetrommeln sind beim Kauf nicht nur teurer, sondern führen auch dazu, dass die Waschmaschine häufig nur teilbeladen wird. Dies macht Einsparungen wieder zunichte. Große Wäschetrommeln mit 7 kg und mehr Beladung sind deshalb meistens nur für große Haushalte sinnvoll. Hohe Schleuderzahl: Je trockener die Wäsche aus der Waschmaschine kommt, desto weniger Energie braucht sie zum Trocknen. Dadurch sparen Sie im Winter Heizenergie (beim Trocknen auf der Wäscheleine in der Wohnung) oder Strom beim Wäschetrockner. Denn es braucht hundert Mal mehr Energie, Wasser durch Wärme aus der Wäsche zu entfernen als durch Schleudern. Deshalb sollte eine Waschmaschine mindestens eine Schleuderdrehzahl von 1.400 Umdrehungen pro Minute (Schleuderwirkungsklasse A oder B) aufweisen. Umweltschonend Waschen: Waschen Sie möglichst nur mit voll beladener Maschine. Wählen Sie eine möglichst niedrige Waschtemperatur und ein Sparprogramm. Dosieren Sie das Waschmittel nach Empfehlung auf der Waschmittelpackung. So verringern Sie die Umweltbelastung weiter und sparen Geld. Richtig entsorgen: Weitere Informationen zur richtigen Entsorgung Ihrer Waschmaschine und anderer Elektroaltgeräte finden Sie in unserem ⁠UBA⁠-Umwelttipp "Alte Elektrogeräte richtig entsorgen" . Was Sie noch tun können: Gegen ein Aus- und Überlaufen der Waschmaschine schützt Sie eine „Wasserstopp-Garantie“ (Aqua-Stopp). Beachten Sie unsere Tipps zu Wäsche waschen und Waschmittel . Hintergrund Umweltsituation: Etwa 80 Prozent der gesamten Umweltbelastung der Waschmaschine entstehen während ihres Gebrauchs. Die Belastungen durch Herstellung, Transport und Entsorgung der Maschine sind dementsprechend gering (Öko-Institut 2006). Energie-, Wasser- und Waschmittelverbrauch während der Nutzungsphase hängen dabei vor allem vom Nutzerverhalten ab (Waschtemperatur, Beladungsmenge, Dosierung). Nichtsdestotrotz beeinflusst auch die Waschmaschine selbst die Verbrauchswerte in der Nutzungsphase. Bei konstantem Nutzerverhalten können Energie- und Wasserverbrauch durch effizientere Technik reduziert werden. Gesetzeslage: Waschmaschinen unterliegen im Rahmen der EU-Ökodesign-Verordnung verbindlichen Mindestanforderungen hinsichtlich ihrer Energie- und Wassereffizienz. In die Bewertung der Energieeffizienz fließt das Programm ECO 40-60 mit voller Beladung, mit halber Beladung und mit einer Viertel Beladung ein: Waschgänge mit niedrigeren Temperaturen werden nämlich immer häufiger genutzt, aber oft werden die Maschinen nicht immer voll beladen. Marktbeobachtung: Da es seit einigen Jahren eine rasante Verbesserung der Energieeffizienz gibt, befinden sich die meisten Maschinen in der Effizienzklasse B oder besser (bisher A++ oder besser). Der Marktanteil energieeffizienter Waschmaschinen in Deutschland ist von 2,8 Prozent im Jahr 2008 auf 86,2 Prozent im Jahr 2018 gewachsen. Damit haben die energieeffizienten Waschmaschinen innerhalb von 10 Jahren eine fast komplette Marktabdeckung erreicht. Weitere Informationen finden Sie unter: Energieverbrauchskennzeichnung (UBA-Themenseite) Quellen Öko-Institut (2006): Ökobilanz und Lebenszykluskostenrechnung Wäschewaschen - Vergleich des Waschens bei durchschnittlichen Waschtemperaturen mit Waschen bei niedrigeren Waschtemperaturen ( Download ). Öko-Institut (2004): PROSA Waschmaschinen: Produkt-Nachhaltigkeitsanalyse von Waschmaschinen und Waschprozessen ( Download ).

Ressourceneffizienz durch Wassereffizienz Ressourceneffizienz durch Wassereffizienz

Wasser fungiert in Unternehmen unter anderem als Trägersubstanz von Chemikalien, Energie und Produkten. Es transportiert sozusagen einen Wert durch das Unternehmen und oft auch aus ihm hinaus, wobei nicht selten ein Wertverlust entsteht. Ein Programm das auf den `Lean´-Prinzipien beruht, soll helfen den Wasserfluss im Unternehmen systematisch zu erfassen und daraus die größten Kostentreiber und Einsparpotenziale ermitteln. In einem Unternehmen werden beispielsweise 55 % des Wasserdampfes von Boilern als Kondensat zurück geführt, wobei die restlichen 45 % entweichen und somit auch die Energie verloren geht. Hinzu kommt, dass durchschnittlich 0,1 % des Produkts das Unternehmen im Wasser gelöst verlassen. Mithilfe des `Lean´-Programms können diese Produktverluste halbiert werden, sodass das Industrieunternehmen 2,5 % seiner betrieblichen Aufwendungen einsparen kann – zusätzlich zu den 44 % Frischwasser, 18 % Abwasser und 5 % der eingesetzten Chemikalien. Insgesamt konnten etwa 150 m³/h des behandelten Abwassers im Produktionsprozess recycelt werden.

Teilprojekt B

Das Projekt "Teilprojekt B" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fachhochschule Erfurt University of Applied Sciences, Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen durchgeführt. Arbuskuläre Mykorrhizapilze (AMF) sind die innovativsten Biostimulanzien auf Basis von Mikroorganismen. Die symbiontischen Wurzelpilze leisten durch ihren positiven Einfluss auf Nährstoff- und Wassereffizienz, sowie auf die Resilienz von Kulturpflanzen einen erheblichen Beitrag zum Europäischen Green Deal. Da die obligat biotrophen AMF nur in Anwesenheit von Pflanzen kultiviert werden können, ist ihre Produktion aber nach wie vor zeit- und kostenaufwändig. Zur Zeit werden hierfür zwei Methoden verwendet, aus denen sehr unterschiedliche Produkte hervorgehen: Die ex vitro Produktion in Topfkulturen liefert feste, die in vitro Vermehrung an Wurzelorgankulturen flüssige Produkte. Eine Vermehrung ohne Pflanzen/Wurzelorgankulturen würde die kommerzielle Produktion erheblich vereinfachen. Das Ziel von OPT4AMF ist daher die Produktion der AMF in vitro ohne Wurzelorgankulturen. Auf der Basis neuester Erkenntnisse werden dafür Kombinationen von regulatorischen Substanzen und sogenannte Mykorrhizahelferbakterien parallel eingesetzt. Die Sporenbildung des AMF wird quantifiziert und die Sporen hinsichtlich ihrer Qualität und ihres Einflusses auf die Pflanze überprüft. Die entwickelten Verfahren zur verbesserten in vitro Vermehrung können die Produktion und somit den Einsatz der AMF erheblich kostengünstiger gestalten. Dies ermöglicht ihre zukünftige routinemäßige Anwendung für den wachsenden Markt der Pflanzenernährung in landwirtschaftlichen Produktionssystemen.

Teilprojekt A

Das Projekt "Teilprojekt A" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von INOQ GmbH durchgeführt. Arbuskuläre Mykorrhizapilze (AMF) sind die innovativsten Biostimulanzien auf Basis von Mikroorganismen. Die symbiontischen Wurzelpilze leisten durch ihren positiven Einfluss auf Nährstoff- und Wassereffizienz, sowie auf die Resilienz von Kulturpflanzen einen erheblichen Beitrag zum Europäischen Green Deal. Da die obligat biotrophen AMF nur in Anwesenheit von Pflanzen kultiviert werden können, ist ihre Produktion aber nach wie vor zeit- und kostenaufwändig. Zur Zeit werden hierfür zwei Methoden verwendet, aus denen sehr unterschiedliche Produkte hervorgehen: Die ex vitro Produktion in Topfkulturen liefert feste, die in vitro Vermehrung an Wurzelorgankulturen flüssige Produkte. Eine Vemehrung ohne Pflanzen/Wurzelorgankulturen würde die kommerzielle Produktion erheblich vereinfachen. Das Ziel von OPT4AMF ist daher die Produktion der AMF in vitro ohne Wurzelorgankulturen. Auf der Basis neuester Erkenntnisse werden dafür Kombinationen von innovative Zusatzstoffe und sogenannte Mykorrhizahelferbakterien parallel eingesetzt. Die Sporenbildung des AMF wird quantifiziert und die Sporen hinsichtlich ihrer Qualität und ihres Einflusses auf die Pflanze überprüft. Die entwickelten Verfahren zur verbesserten in vitro Vermehrung können die Produktion und somit den Einsatz der AMF erheblich kostengünstiger gestalten. Dies ermöglicht ihre zukünftige routinemäßige Anwendung für den wachsenden Markt der Pflanzenernährung in landwirtschaftlichen Produktionssystemen.

Teilprojekt B

Das Projekt "Teilprojekt B" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von KWS LOCHOW GMBH durchgeführt. Stickstoff- (N) und Wassernutzungseffizienz spielen eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung der Erträge unter den Herausforderungen des Klimawandels und einer restriktiveren Düngepolitik. Obwohl N- und Wasseraufnahme stark von Wurzelsystemen abhängig sind, werden Wurzelarchitekturmerkmalen und Wurzelplastizität (Fähigkeit von Wurzeln, ihre dreidimensionale Struktur dynamisch zu modulieren) in aktuellen Zuchtprogrammen selten berücksichtigt. Daher hat sich das FuE-Vorhaben 'SMARTROOT' das Ziel gesetzt, die Züchtung der N- und Wassereffizienz durch Verbesserung der Wurzelmerkmale zu beschleunigen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird SMARTROOT einen neuartigen, nicht-invasiven Phänotypisierungsmethode entwickeln und einsetzen, um mehrere Wurzelmerkmale bei variabler N- und Wasserverfügbarkeit in einer Kartierungspopulation von Gerstenakzessionen abzubilden und zu analysieren. Die gesammelten Daten werden verwendet, um morphologische und anatomische Wurzelmerkmale (plastisch oder nicht) und die zugrunde liegenden genetischen Faktoren zu identifizieren, die mit einer verbesserten N- und Wasseraufnahme assoziiert sind. Die aufgedeckte phänotypische Wurzelvariationen und die identifizierten 'quantitative trait loci' werden verwendet, um Doppelhaploiden (DH)-Populationen und neue genetische Marker zu generieren, und um vorteilhafte Wurzelmerkmale schnell in Elitelinien zu übertragen.

Teilprojekt A

Das Projekt "Teilprojekt A" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung durchgeführt. Stickstoff- (N) und Wassernutzungseffizienz spielen eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung der Erträge unter den Herausforderungen des Klimawandels und einer restriktiveren Düngepolitik. Obwohl N- und Wasseraufnahme stark von Wurzelsystemen abhängig sind, werden Wurzelarchitektur- und -plastizitätsmerkmale (Fähigkeit von Wurzeln, ihre dreidimensionale Struktur dynamisch zu ändern) in aktuellen Zuchtprogrammen kaum berücksichtigt. Daher hat sich das FuE-Vorhaben 'SMARTROOT' zum Ziel gesetzt, die Züchtung zur Verbesserung der N- und Wassereffizienz durch die Bestimmung geeigneter Wurzelmerkmale zu beschleunigen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird SMARTROOT eine neuartige, nicht-invasive Phänotypisierungsmethode entwickeln und einsetzen, um mehrere Wurzelmerkmale bei variabler N- und Wasserverfügbarkeit in einer Kartierungspopulation von Gerstenakzessionen abzubilden und zu analysieren. Die gesammelten Daten werden verwendet, um morphologische und anatomische Wurzelmerkmale und die zugrunde liegenden genetischen Faktoren zu identifizieren, die mit einer verbesserten N- und Wasseraufnahme assoziiert sind. Auf Grundlage günstiger Variationen in Wurzelmerkmalen werden die identifizierten Genloci verwendet, um Doppelhaploiden (DH)-Populationen und neue genetische Marker zu generieren, die es erlauben, vorteilhafte Wurzelmerkmale zielsicher in Elitelinien zu übertragen.

Energie einsparen und Emissionen mindern in der Lieferkette

Das Projekt "Energie einsparen und Emissionen mindern in der Lieferkette" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von ECOFYS Energieberatung und Handelsgesellschaft mbH durchgeführt. Die Wirtschaft muss sich zunehmend dem Thema Nachhaltigkeit stellen. Zu den wichtigsten Herausforderungen zählt die Reduzierung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen aus industriellen Prozessen. Eine enge Zusammenarbeit mit Zulieferern hat sich dabei als wirkungsvolle Strategie erwiesen. Gemeinsam mit dem Institut für Industrielle Produktivität (IIP) untersuchte Ecofys mehrere sogenannter Supply Chain Initiatives. Solche Maßnahmen weisen signifikate Vorteile auf: Kostenersparnis, geringeres Klimafolgenrisiko, eine verbesserte Energie- und Treibhausgasbilanz. Auch möglich sind eine höhere Produktivität und Produktqualität sowie andere positive Auswirkungen (z.B. auf die effiziente Nutzung von Trinkwasser). Im Rahmen der Untersuchung werden eine Vielzahl verschiedener Ansätze betrachtet, mit deren Hilfe Abnehmer versuchen, Einfluss auf Hersteller und Industriekonzerne zu nehmen. Außerdem wird überprüft, welche Modelle und Design-Merkmale besonders erfolgreich sind und sich auf einen Großteil von Unternehmen übertragen lassen. Zehn Initiativen aus einer Vielzahl von Sektoren und Regionen wurden in ihrem Einfluss auf industrielle Treibhausgasemissionen und Energienutzung eingehend untersucht. Die untersuchten Lieferketten-Initiativen sind auch in der IIP Online Datenbank (http://www.iipnetwork.org/databases/supply-chain) erfasst.

KMUi-BÖ4: OPT4AMF -Optimierung der Produktion von mikrobiellen Biostimulanzien mit innovativen Zusatzstoffen und Mykorrhiza-Helferbakterien

Das Projekt "KMUi-BÖ4: OPT4AMF -Optimierung der Produktion von mikrobiellen Biostimulanzien mit innovativen Zusatzstoffen und Mykorrhiza-Helferbakterien" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von INOQ GmbH durchgeführt. Arbuskuläre Mykorrhizapilze (AMF) sind die innovativsten Biostimulanzien auf Basis von Mikroorganismen. Die symbiontischen Wurzelpilze leisten durch ihren positiven Einfluss auf Nährstoff- und Wassereffizienz, sowie auf die Resilienz von Kulturpflanzen einen erheblichen Beitrag zum Europäischen Green Deal. Da die obligat biotrophen AMF nur in Anwesenheit von Pflanzen kultiviert werden können, ist ihre Produktion aber nach wie vor zeit- und kostenaufwändig. Zur Zeit werden hierfür zwei Methoden verwendet, aus denen sehr unterschiedliche Produkte hervorgehen: Die ex vitro Produktion in Topfkulturen liefert feste, die in vitro Vermehrung an Wurzelorgankulturen flüssige Produkte. Eine Vemehrung ohne Pflanzen/Wurzelorgankulturen würde die kommerzielle Produktion erheblich vereinfachen. Das Ziel von OPT4AMF ist daher die Produktion der AMF in vitro ohne Wurzelorgankulturen. Auf der Basis neuester Erkenntnisse werden dafür Kombinationen von innovative Zusatzstoffe und sogenannte Mykorrhizahelferbakterien parallel eingesetzt. Die Sporenbildung des AMF wird quantifiziert und die Sporen hinsichtlich ihrer Qualität und ihres Einflusses auf die Pflanze überprüft. Die entwickelten Verfahren zur verbesserten in vitro Vermehrung können die Produktion und somit den Einsatz der AMF erheblich kostengünstiger gestalten. Dies ermöglicht ihre zukünftige routinemäßige Anwendung für den wachsenden Markt der Pflanzenernährung in landwirtschaftlichen Produktionssystemen.

Wurzelarchitektur- und Wurzelplastizitätsmerkmale für stickstoffeffiziente und trockenstressresiliente Gerstensorten

Das Projekt "Wurzelarchitektur- und Wurzelplastizitätsmerkmale für stickstoffeffiziente und trockenstressresiliente Gerstensorten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung durchgeführt. Stickstoff- (N) und Wassernutzungseffizienz spielen eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung der Erträge unter den Herausforderungen des Klimawandels und einer restriktiveren Düngepolitik. Obwohl N- und Wasseraufnahme stark von Wurzelsystemen abhängig sind, werden Wurzelarchitektur- und -plastizitätsmerkmale (Fähigkeit von Wurzeln, ihre dreidimensionale Struktur dynamisch zu ändern) in aktuellen Zuchtprogrammen kaum berücksichtigt. Daher hat sich das FuE-Vorhaben 'SMARTROOT' zum Ziel gesetzt, die Züchtung zur Verbesserung der N- und Wassereffizienz durch die Bestimmung geeigneter Wurzelmerkmale zu beschleunigen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird SMARTROOT eine neuartige, nicht-invasive Phänotypisierungsmethode entwickeln und einsetzen, um mehrere Wurzelmerkmale bei variabler N- und Wasserverfügbarkeit in einer Kartierungspopulation von Gerstenakzessionen abzubilden und zu analysieren. Die gesammelten Daten werden verwendet, um morphologische und anatomische Wurzelmerkmale und die zugrunde liegenden genetischen Faktoren zu identifizieren, die mit einer verbesserten N- und Wasseraufnahme assoziiert sind. Auf Grundlage günstiger Variationen in Wurzelmerkmalen werden die identifizierten Genloci verwendet, um Doppelhaploiden (DH)-Populationen und neue genetische Marker zu generieren, die es erlauben, vorteilhafte Wurzelmerkmale zielsicher in Elitelinien zu übertragen.

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