L. reducta ist in Deutschland nur noch auf der Schwäbischen Alb in drei großräumigen Metapopulationssystemen bodenständig (Hermann 2024). Viele Vorkommen sind seit dem Jahr 2000 erloschen (Reinhardt et al. 2020, Hermann 2021). Eine Gefährdungsursache ist die Wiederbewaldung der durch den Sturm Lothar entstandenen Windwurfflächen, die zu den Hauptlebensräumen der Art gehören. Ersatzlebensräume entstehen meist nur kleinflächig, z.B. in Fichtenbeständen aufgrund von Borkenkäferbefall oder Trockenschäden. Die Art ist abhängig von der kontinuierlichen Schaffung neuer Kahlhiebe, die jedoch mit aktuell praktizierten Formen des naturnahen Waldbaus schwer zu vereinbaren sind (Hermann 2020). Derzeit laufen Projekte, die zum Ziel haben, durch Kahlhiebe ab einem halben Hektar Größe Verbundkorridore in Waldgebieten zu schaffen und so neue Metapopulationen aufzubauen. Es besteht weiterhin ein hohes Aussterberisiko durch die Verinselung der Habitate. Die Populationsdichten, auch in sehr gut geeigneten Habitaten, sind gering (Hinneberg et al. 2023). In den Jahren 2022 und 2023 gelangen erstmals Funde einer partiellen zweiten Generation der ansonsten einbrütigen Art auf der Schwäbischen Alb (Hinneberg et al. 2023, Döring, schriftl. Mitt.).
Der Staatsbetrieb Sachsenforst veröffentlicht Ergebnisse zu verschiedenen Themen seiner wissenschaftlichen Arbeit im Rahmen von Publikationen, von Broschüren sowie Fachartikeln. Weitere regelmäßig erscheinende Berichte, Merkblätter und andere Fachartikel können über das Internet bestellt werden. Weitere aktuelle Broschüren sind: - Waldfunktionenkartierung - Wild aus Sachsen - Gemeinsam für den Wald – Forstbetriebsgemeinschaften - Führungen in Wald- und Schutzgebieten - Wir schaffen Vielfalt im Wald - Beispielreviere für eine integrative naturgemäße Waldbewirtschaftung bei Sachsenforst Weitere aktuelle Faltblätter sind: - Staatsbetrieb Sachsenforst – Bewirtschaften, Bewahren, Gestalten - Faltblätter über die einzelnen Forstbezirke - Faltblatt über die Waldschulheime Conradswiese, Stannewisch, Wahlsmühle, Walderlebnisscheune Taura, Walderlebnisgarten Eich - Forstwirtschaft und Naturschutz – Hinweise für Waldbesitzer - Douglasienanbau – Hinweise für private Waldbesitzer - Wild auf Sachsens Wild - Laufbahnausbildung höherer Forstdienst - Bodenschutzkalkung im Wald - Förderung der Walderschließung im Freistaat Sachsen - Förderung des Waldumbaus und der Wiederaufforstung im Freistaat Sachsen - Waldjugendspiele in Sachsen - Spitzenstämme aus dem Wald Außerdem werden von Seiten des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz Umwelt und Landwirtschaft umfangreiche Infobroschüren und Faltblätter zur Verfügung gestellt.
Zielsetzung: Der vorliegende Projektentwurf zielt darauf ab, die Kosten- und Energieeffizienz sowie die möglichen Umweltauswirkungen von forstlichen Wertschöpfungsketten durch Digitalisierung im Maschinen- und Prozessbereich zu verbessern. Die Praxistauglichkeit der Anwendungsbeispiele steht dabei besonders im Focus. Im Detail sollen nachfolgende Fragestellungen beantwortet werden: Räumlich explizite Abschätzung der Schadholzmengen nach einem Windwurfereignis für eine Modellregion sowie Entwicklung eines optimalen Aufarbeitungskonzepts. - Mit welchen Werkzeugen, Methoden und Modellen kann das Ausmaß und die räumliche Konzentration der geworfenen/geschädigten Bäume schnellstmöglich ermittelt werden? - Wie können geschädigte Bäume sicher geerntet werden, um Pilz- oder Insektenbefall und Feuerrisiko vorzubeugen und um eine Wiederaufforstung zu ermöglichen? - Wie kann die Qualität des Holzes durch effiziente Lagerung und Konservierung erhalten werden, um Lieferungen an die holzverarbeitende Industrie und damit das Einkommen der Waldbesitzer zu erhalten? Evaluierung der wissenschaftlichen und praktischen Anwendbarkeit von sog. Smart Services (z.B. Husqvarna Fleet Services oder Stihl Smart Connector) bei der Motorsäge. Durchführung von Produktivitätsstudien mit dem Ziel die Effizienz und Ergonomie bei der Motorsägentätigkeit zu verbessern. Entwicklung eines Tools für Mastseilgeräte, welches Produktions- und Betriebsparameter für weitergehende Analysen (z.B. Produktivität, Treibstoffverbrauch usw.) zur Verfügung stellt sowie die Kommunikation mit anderen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette erlaubt. Implementierung von StanForD als Datenstandard. Optimierung der Holzernte am Steilhang durch Einsatz innovativer Technologien. Der Schwerpunkt liegt bei der hochmechanisierten Holzernte mit Motorsäge und Mastseilgerät mit Prozessor im Baumverfahren sowie der traktionswindenunterstützten vollmechanisierten Holzernte mit Harvester und Forwarder im Sortimentsverfahren. Effizienzsteigerungen, Treibstoffverbrauchsreduktion und Ressourcenschonung (Bestand und Boden) sind dabei die wichtigsten Optimierungsziele. Bedeutung des Projekts für die Praxis: In Zukunft werden in Wirtschaft und Gesellschaft die Relevanz und das Ausmaß der Digitalisierung noch stärker zunehmen. Das vorliegende Projekt soll die Akzeptanz der Akteure entlang der Wertschöpfungskette Holz im Zusammenhang mit Digitalisierungsentwicklungen steigern und Ihnen die Bedeutung und Chancen der Digitalisierung besser bewusstmachen. Aus der Sicht der Forstwirtschaft kann die erfolgreiche Anwendung von digitalen Technologien nicht nur zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen, sondern liefert in Zeiten des Klimawandels wichtige Impulse zur Steigerung der Energie- und Kosteneffizienz sowie Ressourcenschonung in Kontext mit einem klimaangepassten Waldmanagement. Der digitale Wandel unterstützt die nachhaltige Entwicklung und den Klimaschutz. (Text gekürzt)
Am 18. August 2024 trat die Verordnung zur Wiederherstellung der Natur in Kraft. Mit diesem Instrument sollen geschädigte Ökosysteme wie Böden und Wälder wieder in einen guten Zustand gebracht und der Artenverlust aufgehalten werden.Die Studie zeigt eine Option wie diese europäische Legislative in Deutschland Treibhausgasemissionen im LULUCF-Sektor zusätzlich mindern kann und wo sich Synergien zwischen Renaturierung und Klimaschutz erschließen lassen. Zu diesem Zweck werden, in Anlehnung an ausgewählte Kategorien unter LULUCF (Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft), Effekte zentraler Maßnahmenbündel quantifiziert. Konkret geht es um die Maßnahmen zur Wiedervernässung organischer Böden, Wiederherstellung terrestrischer Feuchtgebiete, zur Anlage von Agroforstsystemen und urbanen Grünflächen sowie Waldbewirtschaftung Als Vergleichspfad dienen die Szenarien des Projektionsberichts 2025 des Umweltbundesamts.Die Studie ist ein Teilbericht des Projekts „Szenarien für den Natürlichen Klimaschutz / LULUCF“ (FKZ 3723 NK 901 0).
Seit 1984 berichtet das für Wald zuständige Ministerium jährlich mit dem Waldzustandsbericht über die aktuelle Entwicklung des Waldes in Rheinland-Pfalz. Grundlage für die Berichterstattung ist die Waldzustandserhebung, die auf einem systematischen, landesweiten Stichprobenraster durchgeführt wird. Um einen umfassenderen Überblick über die Entwicklung des rheinland-pfälzischen Waldes mit seinen vielfältigen Funktionen und Gefährdungen zu geben, wird im Bericht neben den Darstellungen zur Kronenzustandsentwicklung besonders auf die Erhaltung der Waldböden als bedeutsamem Teil der forstlichen Nachhaltigkeit eingegangen. Weitere Beiträge im aktuellen Bericht befassen sich mit der Vielfalt und Anpassungsfähigkeit unserer Eichenwälder und der Wiederbewaldung flächig geschädigter Wälder in Rheinland-Pfalz. Die detaillierten Ergebnisse der Waldzustandserhebung werden mit dem Bericht auf den Internetseiten des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität sowie von Landesforsten Rheinland-Pfalz veröffentlicht. Zudem wird der Bericht dem Landtag zugeleitet. Der Waldzustandsbericht kommt zu dem Ergebnis, dass das festgestellte Schadniveau über alle Waldflächen von Rheinland-Pfalz, alle Baumarten und Altersstufen hinweg nicht nur das sehr hohe Niveau der Vorjahre hält, sondern sogar den im Jahr 2020 erreichten Höchststand überschreitet. Unsere Wälder leiden dauerhaft unter Dürrejahren infolge des Klimawandels.
Umsetzung von Wiederherstellungsmaßnahmen, u. a. Wiederaufforstung von Wäldern und Renaturierung von Mooren, Auswirkungen auf die Landwirtschaft, insbesondere auf Agrarflächen; Berichterstattung der Landesregierung im Ausschuss für Landwirtschaft und Weinbau
Annahme der EU-Waldstrategie durch die Europäische Kommission, Unterstützung der EU-Biodiversitätsstrategie und des europäischen Klimaziels zur Reduzierung der Treibhausgasemmissionen bis 2030, Auswirkung auf die Stärkung und Wiederherstellung der Wälder in Rheinland-Pfalz; Berichterstattung der Landesregierung im Ausschuss für Europa und Eine Welt
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 190 |
| Europa | 17 |
| Land | 84 |
| Schutzgebiete | 1 |
| Weitere | 36 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 92 |
| Zivilgesellschaft | 6 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 4 |
| Ereignis | 5 |
| Förderprogramm | 163 |
| Taxon | 4 |
| Text | 83 |
| Umweltprüfung | 11 |
| unbekannt | 22 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 107 |
| Offen | 179 |
| Unbekannt | 5 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 253 |
| Englisch | 56 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 6 |
| Bild | 8 |
| Datei | 6 |
| Dokument | 71 |
| Keine | 166 |
| Unbekannt | 3 |
| Webseite | 67 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 258 |
| Lebewesen und Lebensräume | 291 |
| Luft | 209 |
| Mensch und Umwelt | 291 |
| Wasser | 196 |
| Weitere | 291 |