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Found 23 results.

WLS Report 50: Entwicklung von Grundlagen zur Dimensionierung kronenoffener Bauwerke für die Geschiebebewirtschaftung in Wildbächen

Seit den 70-er Jahren werden kronenoffene Sperren für die Geschiebebewirtschaftung in Wildbächen eingesetzt. Diese Entwicklung hatte ihren Ursprung in Österreich und wurde von vielen anderen Ländern übernommen. Mit diesen Bauwerken sollte die Funktion des Dosierens und Sortierens von Geschiebe erreicht werden. AULITZKY sprach in diesem Zusammenhang von Modellversuchen im Maßstab 1:1. Ein systematischer Nachweis, dass mit diesen Werken tatsächlich das Geschieberegime in der erwünschten Weise beeinflusst werden kann, wurde bisher nicht erbracht. Es bestehen nur persönliche Erfahrungen mit diesen Bauwerken. Nachvollziehbare Dimensionierungsgrundlagen fehlen, sodass Projektanten nur auf ihre Erfahrung zurückgreifen können. Aufbauend auf der nun rund 30-jährigen Erfahrung mit diesen Bauwerken im Forsttechnischen Dienst der WLV und auf den in der Vergangenheit durchgeführten Modellversuchen sollen im Rahmen dieses Projektes Erhebungen und Modellversuche durchgeführt werden, die zur Entwicklung von Bemessungsempfehlungen für kronenoffene Bauwerke in der Geschiebebewirtschaftung führen. Ziel des Projektes ist die Ableitung quantitativer Dimensionierungsregeln für kronenoffene Wildbachsperren, um den Projektanten ein Werkzeug zur Verfügung zu stellen, das es erlaubt, dem Stand der Technik entsprechend dimensionieren zu können.

Neue Lawinenprognosetechnologien

Das im Rahmen des Vorgängerprojektes NAFT erstellte Lawinenprognosemodell hat die Möglichkeiten numerischer Lawinenprognose aufgezeigt. Obwohl die verschiedenen entwickelten Lawinenprognosemodelle den Gefahrentrend und die allgemeine Situation den Erwartungen entsprechend richtig angezeigt haben, zeigte sich dennoch ein Nachteil sehr deutlich. Die gewünschten Informationen werden vom Praktiker vor Ort nicht als allgemeine - talschaftsbezogene - Information gewünscht, sondern sollen auf die einzelnen Gefahrenorte, bzw. Lawinenstriche bezogen sein. Als Ziel für NAFT2000 galt es daher die regionale Prognose zu verbessern als auch ein Modell für die lokale Prognose zu entwickeln. Die Optimierung der regionalen, talschaftsbezogenen Prognose war sehr erfolgreich. Durch Einbeziehung der Expositionen in die statistischen Analysen und in die Genetischen Algorithmen konnte die Trefferwahrscheinlichkeit im Durchschnitt um 5 Prozent gesteigert werden (mittlere Trefferrate bei Lawinentagen 85 Prozent). Erfreulich dabei ist, dass nicht nur die Lawinentage sondern auch die Nichtlawinentage besser erkannt wurden. Dadurch wird das Ergebnis für den Praktiker verlässlicher, weil es seltener überwarnt. Die lokale, hangbezogene Lawinenprognose konnte ebenfalls erfolgreich abgeschlossen werden. Die Ergebnisse stellen nicht nur eine Verbesserung hinsichtlich der Trefferquote dar. Alleine die Tatsache, dass die Gefahr differenziert für die einzelnen Hangbereiche visualisiert wird, stellt einen praxisrelevanten Fortschritt dar. Auch die zusätzliche Angabe relevanter Faktoren wie Strahlung und Schneehöhe in den einzelnen Abbruchgebieten fand große Zustimmung bei den Anwendern. Einer der größten Vorteile des vorgestellten lokalen Prognosekonzepts liegt weiters darin, dass keine langjährigen Datenreihen notwendig sind. Außer der eigentlichen Datenimplementierung und geringfügigen Adaptierungen müssen keine Zeitreihenanalysen wie bei der regionalen Prognose durchgeführt werden.

DOMODIS - Dokumentation von Wildbachereignissen

Dieses Projekt wurde von der International Association of Geomorphologists (IAG) ins Leben gerufen und wird als ICSU/ IDNDR Projekt gefuehrt. Es verfolgt das Ziel, geomorphologische Prozesse, wie z.B. Muren, moeglichst genau und sofort (real time/just-post-eventum) zu dokumentieren. Dafuer sollten organisatorische und wissenschaftliche Ablaufplaene erstellt werden. Fuer Oesterreich wurde gemeinsam mit dem BMLF/VC und der FBVA (Inst. f. Lawinen und Wildbach Forschung) ein Organisationsschema entwickelt und eingereicht. Im Rahmen von Arbeitssitzungen sollen diese Schemata von den an diesem Projekt teilnehmenden Staaten (zur Zeit: Schweiz, Deutschland, Italien, Spanien, Rumaenien, China, Neuseeland, Kanada) diskutiert werden.

Versickerungsfähigkeit in Überflutungsbereichen (Teilprojekt zu wissenschaftlicher Betreuung zum Projekt Pertisauer Wildbäche)

Zweck ist die Beschreibung des Versickerungsverhaltens des anstehenden Bodens. Dazu werden labor- und feldtechnisch Parameter für den anstehenden Boden erhoben. Im weiteren erfolgt eine Simulation zur räumlichen Erfassung des Versickerung im Überflutungsbereich. Die Daten aus der Versickerungsstudie werden in einem größeren Rahmen in das Gesamtprojekt Pertisau eingebunden bzw. stellen notwendige Bedingungen für die Beschreibung des Wasserhaushaltes dar.

Messfeld Glatzbach als Testgebiet fuer Niederschlag-Abfluss-Simulation in der alpinen Stufe der Zentralalpen

Die Kenntnis der hydrologischen Verhaeltnisse im Einzugsgebiet ist Grundlage fuer die Bemessung von Hochwasserschutzmassnahmen und fuer die Gefahrenzonenplanung. Treten Starkniederschlaege gemeinsam mit der Schneeschmelze auf, kann dies zu extremen Abfluessen fuehren, wobei sich die Abflussspitzen bereits im obersten Einzugsgebiet aufbauen. Forschungsziele des Projektes sind: Fortsetzung der bisherigen Messreihe fuer Niederschlagsabfluss und Geschiebefracht und Auswertung dieser Daten. Erweiterung der Datenbasis von Niederschlagsabflussdaten in hochalpinen Einzugsgebieten auch im Zusammenhang mit Schneeschmelze und Sommerstarkniederschlaegen auf eine Schneedecke. Einfluss alpiner Vegetationsdecken und der mit der Vegetation korrelierten Boeden auf das Niederschlagsabflussverhalten. Korrelation von Vegetationsgesellschaften mit der Dauer der Schneebedeckung. Beobachtungen des unterschiedlichen Abflussverhalten von 2 kleinen Teileinzugsgebieten zum gesamten Einzugsgebiet. Abschaetzung der Abtragsraten im gesamten Einzugsgebiet und in den beiden Teileinzugsgebieten im Zusammenhang mit den Abflussdaten. Vergleich der Messdaten mit den bereits vorhandenen Daten aus Hochlagen. Vergleich von Beregnungsdaten aus dem unbeeinflussten Glatzbachgebiet mit Daten aus beeinflussten Gebieten.

Glacier lake outburst flood mitigation project, phase III, Lunana, Bhutan

The prediction of geo-hazards and the assessment of single geo-risks in the Tarina valley is based on risk engineering methods as stability calculations of morainic dams and flood wave / dam breach computer simulations. The impact of a future glacial lake outburst on the environment is assessed and recommendations for mitigation measures are given by calculating a worst case scenario of a possible new outburst flood from glacier lakes. For settlements hazardous areas are delineated based on field assessment and modelling results in order to develop local hazard mitigation strategies ant to improve hazard preparedness of local inhabitants.

WLS Report 61: GIRAT Erstellung einer GIS-unterstützten Datenbank als Instrument der Risikoanalyse im Bereich der Tauernnordrandstörung zwischen Taxenbach und Lend

Aufgrund ihrer Lage in der Schluchtstrecke der Salzach, einem sog. 'epigenetischen Taldurchbruch', sind die L 273 Eschenauer Landesstraße, B 311 Pinzgauer Straße sowie L 266 Embacher Landesstraße und L 270 Lender Landesstraße vielfältigen Bewegungen ausgesetzt. Beide Talflanken im Salzachtal zwischen Taxenbach und Lend sind sowohl von tiefgreifenden als auch von seichtgründigen Bewegungen erfasst. Die genaue Lage der 13 Messstellen des Amtes der Salzburger Landesregierung sowie die Ergebnisse der im Untersuchungsgebiet durchgeführten Vermessungen und Bohrungen sollen ebenso wie vorhandene Verschiebungs- und Setzungskurven in ein digitales Höhenmodell integriert werden. Damit soll ein rasch verfügbares digitales Instrument erstellt werden, das bei auftretenden Problemen an Straßen und Brückenbauwerken eine adäquate Reaktion erlaubt.

WLS Report 35: Ermittlung des Naturraumrisikos in den Einzugsgebieten des Kreisbaches und Schwemmbaches, Hydrologische Analyse und Beregnung

Als Versuchsflächen wurden von Mitarbeitern des Spezialforschungsbereichs Waldökosystemsanierung (SFB) Flächen ausgewählt, auf denen jeweils Paare eines Fichtenrein- und Mischbestandes verglichen werden konnten. Bei der Auswahl solcher Bestände beschränkte man sich vorerst auf das nördliche Alpenvorland und den Bereich zwischen 400 und 800 m Seehöhe. Als Versuchsgebiete wurde das Untersuchungsgebiet Kreisbach in Niederösterreich (Gemeinde. Wilhelmsburg, Bezirk Lilienfeld) und das Untersuchungsgebiet Schwemmbach in Oberösterreich (Gemeinde St. Johann am Walde, Bez. Braunau am Inn) ausgewählt. Ziel dieser Studie ist es, die Auswirkung von Waldökosystemsanierungen auf den Hochwasserabfluss zu bewerten. Dabei konnte festgestellt werden, dass auf sämtlichen untersuchten Waldbeständen 'aus der Sicht des Hochwasserschutzes' ideale Abflussverhältnisse vorherrschen. Es konnte kein signifikanter Unterschied zwischen den verschiedenen Bestandestypen festgestellt werden. Dies lässt sich zum Teil durch die hohen Bonitäten auf den untersuchten Standorten erklären. In den Fichten-Monokulturen fehlten die hohen Rohhumusauflagen, die für das hydrophobe Verhalten verantwortlich zeigen. Auch auf den Flyschstandorten wurden - trotz gegenteiliger Hinweise in der Literatur (AULITZKY 1989) extrem niedrige Oberflächenabflußkoiffizienten festgestellt. Dies mag damit zusammenhängen, dass die Stauschichten zu tief liegen, um im Wald die Entstehung von starkem Oberflächenabfluss zu verursachen.

WLS Report 43-1: Erfassung der geschieberelevanten Parameter des Leoganger Schwarzbaches, Instrumentierung des Einzugsgebietes, Simulation des Geschiebehaushalts und Ableitung von schutzwasserbaulichen Maßnahmen

Der Geschiebehaushalt des Schwarzbaches soll unter Zuhilfenahme eines hydrologischen Modells, das vom BOKU-Zentrum für Geoinformationswesen erstellt wird, für ein 100-jährliches Bemessungsereignis simuliert werden. Als Eingangsdaten werden vor allem die Geologie und die rezenten geomorphologischen Prozesse im Detail verwendet, um transparent nachvollziehbare Geschiebepotentiale und -frachten zu erhalten. Dazu wird eine geologische und geomorphologische Karte erstellt. Die Gerinne werden in homogene Abschnitte unterteilt, die geschieberelevanten Parameter aufgenommen und in einer Datenbank abgespeichert. Durch eine Art Expertensystem werden anschließend die Abschnitte im Hinblick auf ihre geschiebebeitragende Wirkung klassifiziert. Am Ablagerungskegel werden Sedimentanalysen durchgeführt, um vergangene Ereignisse quantifizieren und qualifizieren zu können. Für die Geschiebesimulation, die auf einem hydraulischen Modell aufbaut, wird der Gerinnebereich bis zu einem Gefälle von 15 Prozent verwendet. In dieses Modell werden anschließend Verbauungsvorschläge eingebaut, um deren Wirkung abschätzen zu können. Projektbegleitend findet eine Bürgerinformation statt, um Vorurteile rasch aus dem Weg räumen zu können.

Hydraulisch-hydrologische Studie als Grundlage fuer die Planung von Schutzmassnahmen am Tuxbach in Tirol

Ausgeloest durch die Hochwasserereignisse im Jahr 1987, die weite Teile des Tuxertales unter Wasser setzten, begann man sich bei der WLV kritisch mit dem Zustand des Tuxbaches auseinander zu setzen. Der Tuxbach verlor in den letzten 20 Jahren systematisch an Lebensraum. Ueberflutungsraeume, die der Bach fuer sich in Anspruch nimmt, um Hochwasserspitzen abzubauen, gingen durch verschiedenste lokale Interessen, aber auch durch Massnahmen der WLV verloren. Lokale Schutzmassnahmen wirkten sich, bezogen auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise, nicht immer positiv aus. Mit diesem Projekt moechte man den Weg verlassen, Hochwasserschaeden nur punktuell zu beurteilen. Aufbauend auf das Ereignis im August 1987, das als Datengrundlage diente, wurde mit einer hydraulischen Berechnung sichergestellt, welche Flaechen Schutzmassnahmen erfordern und welche Flaechen fuer das Fliessgewaesser als Retentionsraeume erhalten bleiben muessen. Das jeweilige Mass der Ueberflutung einer Flaeche soll als Grundlage dienen, Zonenplaene detaillierter und umfassender zu gestalten. Dabei wurde das Hydraulikprogramm Jabron verwendet, um Wasserspiegellagen zu berechnen, und Laengs- und Querprofile darzustellen.

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