Projektförderung Das Vorhaben “Umsetzung einer klimaverträglichen Biomasseverwertung” wird im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Berlin (Förderkennzeichen 1161-B5-0). Die aktuelle einfache Kompostierung von Grünabfällen aus Berlin (maßgeblich Straßenlaub der BSR und Mähgut der Grünflächenpflege) weist trotz Nutzen des Kompostes deutliche Emissionen an Treibhausgasen auf, rd. 7.600 Mg CO 2 -Äq. pro Jahr, zudem geht der Energieinhalt dieser Abfälle verloren. In dem vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossenen Abfallwirtschaftskonzept 2020 bis 2030 werden diese Treibhausgas-Emissionen aus der bisherigen Einfachkompostierung angesprochen und zum Fazit geführt: „Die Behandlung von Berliner Grasschnitt- und Laubabfällen in solchen Einfachkompostierungsanlagen ist daher bis Ende 2022 zu beenden.” Auch das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm des Landes Berlin fordert, diese Abfälle vollständig einer höherwertigen Verwertung zuzuführen. In den vorhergehenden Jahren wurden von der Senatsumweltverwaltung verschiedene technische Möglichkeiten dieser höherwertigen Verwertung untersucht. Für die höherwertige, klimaentlastende Verwertung der genannten Grünabfälle wurden die Vergärung, die direkte Verbrennung, die Aufbereitung in Hausmüll-Behandlungsanlagen und die Hydrothermale Karbonisierung (HTC) untersucht. Teils aus verfahrenstechnischen, teils aus Kostengründen konnte sich bislang keines dieser Verfahren durchsetzen. Im vorliegenden Forschungsvorhaben wurde der Weg untersucht, die Grünreste über ein mechanisches Pressverfahren zu Brennstoff aufzubereiten und diesen dann in bestehenden Kraftwerken als Kohleersatz einzusetzen. Dazu wurden in einer bereits bestehenden Aufbereitungsanlage der Firma florafuel AG für Laub und Gras in der Nähe von München große Mengen an Brennstoff produziert und für großtechnische Verbrennungsversuche in Berlin eingesetzt. In dieser Aufbereitung werden die Grünreste zunächst zerkleinert und dann gewaschen, um Inertstoffe und verbrennungsschädliches Chlor und Kalium auszutragen. Danach wird der Faserschlamm mechanisch entwässert, nachfolgend getrocknet und zu Pellets oder Briketts verpresst. Dieser Brennstoff ist in seinen physikalisch/chemischen Eigenschaften regulären Holzbrennstoffen sehr ähnlich. Die Aufbereitung selbst arbeitet nach langjähriger Betriebserfahrung weitgehend sicher. Daher soll in Berlin eine erste Demonstrationsanlage von rd. 12.000 Mg/a Durchsatz errichtet werden. Im Projekt war die sehr wichtige Frage zu klären, ob der erzeugte Brennstoff in bestehenden Berliner Kraftwerken verarbeitbar ist und dabei klimabelastende Kohle ersetzen kann. Dazu wurden in den Kohle-Kraftwerken der BTB, von Vattenfall und im Fernheizwerk Neukölln insgesamt über 150 Mg aufbereiteten Brennstoffs testweise verbrannt, in verschiedenen Feuerungsverfahren (Wanderrost und Wirbelschicht). Die Ergebnisse der Verbrennungs-Großversuche zeigen, dass sich die Grünrest-Brennstoffe zwar nicht allein, aber in Mischung mit anderen Brennstoffen in beiden Feuerungsverfahren gut verbrennen lassen. Das in den Versuchen begleitend aufgezeichnete Emissionsverhalten einer solchen Mischung erwies sich als unproblematisch. Allerdings neigt der Brennstoff bei mehrfachen Umlade- und Abwurfvorgängen zu relevanten Staubentwicklungen. Dies konnte durch die geänderte Brennstoff-Konfektionierung zwar deutlich reduziert werden, bildet aber eine noch weiter zu lösende Aufgabe. Die weitere Prüfung – eben auch über möglichst bald durchzuführende weitere Versuche – als Grundlage einer zugesagten Dauerabnahme der Bio-Brennstoffe wird durch die EVU, gerade auch im Hinblick auf zukünftige Standortkonzepte im Kontext Kohleausstieg fortgesetzt. Die Abnahme des Brennstoffs zunächst aus der Demonstrationsanlage ist die zentrale Voraussetzung für die erzielbare hohe Treibhausgas-Entlastung: Durch die Umlenkung aus der Kompostierung in diese energetische Verwertung kann eine spezifische THG-Reduzierung von rd. -460 kg CO 2 -Äq/Mg erreicht werden. Für die Gesamtmenge von rd. 102.000 Mg/a an Laub und Mähgut wäre damit eine jährliche THG-Entlastung von rd. -47.000 Mg CO 2 -Äq erzielbar. Das ist einerseits im Bereich der Abfallwirtschaft Berlins eine im Vergleich sehr hohe absolute Klima-Entlastung, andererseits liegt der spezifische Preis für die THG-Minderung im Bereich von 40 €/Mg CO 2 -Äq und damit im unteren Bereich alternativer Reduktionsmaßnahmen. Im Verlauf des Projektes ergab sich im Austausch mit dem CarboTip-Projekt (FU Berlin) eine ergänzende vorteilhafte Verwertungsmethode: Aufbereitete Mengen aus Laub und Mähgut werden zur pyrolytischen Erzeugung von Pflanzenkohle (langfristige Bindung des Kohlenstoffes im Boden) und Pyrolysegas als Erdgasersatz verwendet. Der Klimaeffekt ist ähnlich positiv wie beim Ersatz von Kohle im Kraftwerk, die CO 2 -Reduktionskosten sind ähnlich günstig.
Klärschlamm als Phosphorressource Klärschlamm als Energieressource Neben der Anerkennung von Klärschlamm als regenerativem Energieträger rückt Klärschlamm auch hinsichtlich seiner Inhaltsstoffe in den Fokus. Wurde er früher traditionell in der Landwirtschaft oder dem Landschaftsbau meist unvorbehandeltstofflich verwertet, verlieren diese beiden Verwertungspfade vor allem durch mögliche Schadstoffbelastungen mehr und mehr an Akzeptanz. Dies kann auch als einer der Gründe angesehen werden, warum die jetzige Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag für die 18. Legislaturperiode den Ausstieg aus der direkten landwirtschaftlichen Verwertung von Klärschlamm vereinbart hat. Da im Abwasserpfad und dort insbesondere im Klärschlamm beachtliche Mengen der lebensnotwendigen und durch nichts zu ersetzenden Ressource Phosphor enthalten ist, wird seit gut zehn Jahren in Deutschland bzw. Europa an der Erschließung des Phosphors aus sekundären Quellen gearbeitet. Mittlerweile existieren Pilotanlagen für das Phosphor-Recycling aus Klärschlamm bzw. Klärschlammasche. Eines dieser Verfahren, ursprünglich zur Vermeidung von ungewollten Inkrustrationen spontan ausgefällten Struvits in Rohrleitungen der Schlammbehandlung auf Kläranlagen mit biologischer Phosphorelimination und Faulung entwickelt, wird seit 2011 erfolgreich auf der Kläranlage Waßmannsdorf im Großmaßstab eingesetzt. Pro Jahr werden so ca. 40 Mg Phosphor zurückgewonnen und als Mineraldünger in den Nährstoffkreislauf zurückgeführt. Das von den Berliner Wasserbetrieben entwickelte und patentierte Verfahren wird global von einem Lizenznehmer unter dem Namen AirPrex® vermarktet. Der aus dem Faulturm kommende Faulschlamm wird in einem eigens dafür entwickelten Airlift-Reaktor einer pH-Wertanhebung durch CO 2 -Strippung unterzogen. Das Ausblasen des CO 2 erfolgt über Luft, die von unten in den Reaktor gelangt. Bei einem pH-Wert von ca. 8 und durch Dosierung von Magnesiumsalz (MgCl 2 ) fällt bei ausreichender Konzentration von gelöstem ortho-Phosphat und Ammonium das mineralische Struvit (Magnesiumammoniumphosphat, MgNH 4 PO 4 * 6H 2 O) aus. Was zuvor spontan und unerwünscht in Rohrleitungen passierte, wird nun gezielt und kontrolliert durchgeführt. Die Reaktorgeometrie mit einer zylindrischen Trennwand ermöglicht ein zirkulierendes Fließbett, im mittleren Bereich von unten nach oben, im äußeren Bereich von oben nach unten. Dies ermöglicht das Wachstum der Struvitkristalle bis zu einer bestimmten Größe, so dass sie groß und damit schwer genug werden, um in den konischen Reaktorboden abzusinken und diesen zu verlassen. Nach einem Wäscher wird das Mineral in Containern gesammelt und der Verwertung als Düngemittel zugeführt. Die Zulassung als Düngemittel erfolgte gemäß EU Düngemittelverordnung EC 2003/2003. Diese Art der Phosphorrückgewinnung hat auch noch weitere Vorteile. Durch das Ausfällen des Struvits und dessen Ausschleusung wird die Entwässerbarkeit des Faulschlamms erhöht. Dies wirkt sich positiv als Verringerung des Polymerverbrauchs sowie als Erhöhung der Trockensubstanz im entwässerten Schlamm aus. Somit lassen sich gleichzeitig die Kosten für Betriebsmittel und die Schlammentsorgung senken. Im Zuge der Novelle der Klärschlammverordnung soll dem Ressourcenschutz, insbesondere der Ressource Phosphor Rechnung getragen werden. Es wird erwartet, dass die Novelle ein Phosphorrückgewinnungsgebot für Klärschlämme ab einem bestimmten Phosphorgehalt ausspricht. Je nach Entsorgungsart, sollen weitergehende Anforderungen an die Verwertung der Klärschlämme bzw. Klärschlammaschen geregelt werden. Die folgende Abbildung stellt eine denkbare Option für eine zukünftige Klärschlammentsorgung unter dem Aspekt einer stärkeren Ressourcenschonung im Fall Phosphor dar. Daneben gibt es aber natürlich auch andere Varianten. Welche es letztlich wird, hängt vor allem von politischen Weichenstellungen ab, die heute noch nicht vollumfänglich vorhersehbar sind. Mit dem Ziel der Verbesserung der Energie-und Klimabilanz sowie zur Hebung des Phosphorrecyclingpotentials bei der Entsorgung von Klärschlämmen des Landes Berlins wurde das “Projekt über die Weiterentwicklung des Klima- und Ressourceneffizienzpotentials durch HTC-Behandlung ausgewählter Berliner Klärschlämme” im Umweltentlastungsprogramm II (UEP II) unter der Projektnummer 11443 UEPII/2 durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gefördert, sowie durch die Europäische Union kofinanziert. Klärschlamm eignet sich auf Grund des hohen Anteils an organischen Bestandteilen insbesondere als Ersatzbrennstoff in der Kohle- bzw. Zementindustrie und ist zudem der wichtigste sekundäre Phosphorlieferant. Mit der Erhöhung des Klärschlammtrockensubstanzgehaltes wie z. B. durch Hydrothermale Karbonisierung (HTC) kann die Klärschlammentsorgungsmenge wesentlich reduziert werden bzw. kann der hochentwässerte Klärschlamm wegen seines verbesserten Heizwertes höherwertige Brennstoffe ersetzen. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes zeigen die Möglichkeiten und Grenzen der hydrothermalen Karbonisierung (HTC) von entwässertem Klärschlamm bei der Verbesserung der Energie-, Klima- und Umweltbilanz der Klärschlammentsorgung des Landes Berlin auf. Es wurden Klärschlämme von 4 Klärwerken in Laborversuchen sowie in einer Pilotanlage untersucht und Aussagen zur Energie- und Klimabilanz, zu den Phosphor- und Schwermetallgehalten der HTC-Produkte bzw. zur Entwicklung des chemischen Sauerstoffbedarfs (CSB-Wert) abgeleitet.
Die Fa. Frischli Milchwerke GmbH & Co. Huber OHG, Landshuter Straße 105, 84307 Eggenfelden, betreibt an der Landshuter Straße 105 in Eggenfelden einen Milchverarbeitungsbetrieb. In dem Betrieb werden neben Kaffeesahne in Portionspackungen seit einigen Jahren auch Halbfertigprodukte wie Kondensmilch, Milchpulver, etc. hergestellt. In den vergangenen Jahren wurde die Anlage durch einige Erweiterungen mehrfach immissionsschutzrechtlich geändert. Die Fa. Frischli Milchwerke GmbH & Co. Huber OHG beantragt nun eine immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung gemäß § 16 Abs. 1 BImSchG für folgende Maßnahmen: • Umbau, Umnutzung und südliche Erweiterung des bestehenden Produktionsgebäudes für die Errichtung und den Betrieb zweier zusätzlicher Walzentrockner inkl. der notwendigen baulichen und technischen Komponenten (2. Abluftkamin, 2. Fließbett mit zugehöriger Lüftungsanlage, 2. Wirbelstromsiebmaschine) • Erhöhung der Produktionskapazität für Milchpulver • Anbau am bestehenden Produktionsgebäude im Norden und Errichtung einer sich unmittelbar daran anschließenden neuen Leichtbauhalle zur Verlagerung der Lagerkapazität für Verpackungsmaterialien (vor allem Big Bags, etc.) Mit der beabsichtigten wesentlichen Änderung sind weder eine Erhöhung der genehmigten Milchverarbeitungskapazität insgesamt noch eine Ausweitung der genehmigten Betriebszeiten verbunden.
Das Forschungsvorhaben sollte dazu beitragen, die Datenlage hinsichtlich der Emission von klimarelevanten Gasen wie Lachgas (N2O), Methan (CH4) und fossiles Kohlendioxid bei der Verbrennung von Abfällen in den dafür zugelassenen Anlagen zu verbessern. Darüber hinaus sollten die Zusammenhänge zwischen der Bildung von Lachgas in Abhängigkeit vom Stickstoffgehalt des Abfalls, von der Verbrennungstemperatur und dem Sauerstoffgehalt in der Verbrennung insbesondere bei der Verbrennung von Klärschlämmen untersucht werden. Dazu wurden Messungen an unterschiedlichen Verbrennungsanlagen mit unterschiedlichen Abfällen durchgeführt, um die Bildung und Freisetzung klimaschädlicher Gase zu ermitteln.
Rektoratsbericht 2017 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Inhalt Seite Abkürzungenii A1. A2. A3. A4. A5. A6.Strukturentwicklung / Forschung Lehre, Studium, Weiterbildung Forschung und Innovation Internationalisierung Gleichstellung von Männern und Frauen in der Wissenschaft Autonomie und Neue Steuerung1 3 11 23 24 28 B.Finanzausstattung35 C.Information und Transparenz37 Vorbemerkung: Dieser Rektoratsbericht für 2017 orientiert sich an den Vorgaben des „Manual Berichterstat- tung Hochschulen“ vom März 2012 für den Katalog möglicher Berichtsgegenstände. Ein umfassender Überblick ist im Rahmen der Hochschulentwicklungsplanung 2015-2025 er- arbeitet worden und unter http://www.ovgu.de/rektorat/rektorat/hpd/HEP_2015_C.pdf zu finden. Der Hochschulentwicklungsplan der OVGU enthält vielfach wesentlich detailliertere Informationen als in dem auf 40 Seiten limitierten Umfang des vorliegenden Rektoratsberichtes für das Jahr 2017 möglich. Blau markierte Textstellen sind in der elektronischen Version zu den entsprechenden Websei- ten verlinkt. -i- Abkürzungen OVGUOtto-von-Guericke-Universität Magdeburg AAA AKL AVMZ BAM BMBF BMU BMWi CBBS CDSAkademisches Auslandsamt Ausstattungs-, Kosten- und Leistungsvergleich Audiovisuelles Medienzentrum Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung Bundesministerium für Bildung und Forschung Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Center for Behavioral Brain Sciences Center for Dynamical Systems (Forschungszentrum Dynamische Systeme – Biosystemtechnik) Competence in Mobility Campus Service Center Computer-Tomographie „Digitale Daktyloskopie“, BMBF-gefördertes Kooperationsprojekt Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen European Credit Transfer System Evaluationsnetzwerk Wissenschaft Experimentelle Fabrik BMWi-Förderprogramm „Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik Fakultät für Humanwissenschaften Fakultät für Informatik Fakultät für Mathematik Fakultät für Maschinenbau Medizinische Fakultät Fakultät für Naturwissenschaften BMBF-Forschungsnetzwerk „Forschungseinheiten der Systembiologie“ Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Hochschulzugangsberechtigung Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig Institut für Automation und Kommunikation Magdeburg e.V. Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung Institut für Kompetenz in AutoMobilität International Max Planck Research School Innoprofile-Projekt „Intelligente Katheter“ Institut für Wirtschaftsforschung in Halle Kompetenznetzwerk für Angewandte und Transferorientierte Forschung Kosten-Leistungs-Rechnung Kleine und mittelständische Unternehmen Kleine Neu-, Um- und Erweiterungsbauten Kompetenzzentrum Medizintechnik Mentoringprogramm für Student*innen, Absolvent*innen und Doktorand*innen der FHW und FWW Leibniz Graduate School Leibniz-Institut für Neurobiologie MAHREG Automotive - InnoRegio-Netzwerk der Automobilzulieferer Sachsen- Anhalts Mentoringprogramm für Absolvent*innen und Nachwuchswissenschaftler*in- nen der MINT-Fächer COMO CSC CT Digi-Dak DLR DZNE ECTS ENWISS ExFa EXIST FEIT FHW FIN FMA FMB FME FNW FORSYS FVST FWW HZB HZI ifak IFF IKAM IMPRS INKA IWH KAT KLR KMU KNUE KOMET KVINNA LGS LIN MAHREG MeCoSa - ii - MF MINT MK MOBESTAN MovE MRT MT MW NaWiTec NEWE OVG-GA PET RSZ SeJu SPECT TASC TEE TEGSAS TEPROSA TMT TTZ TUGZ TWT ViERforES WiGraTec WiWA WR ZLB ZWW Ministerium der Finanzen LSA Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik Kultusministerium LSA Modellierung und Beeinflussung von Strömungen in Aneurysmen Mobilisierung von Entrepreneur*innen Magnetresonanztomographie Medizintechnik Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft LSA Nachwuchsforschungsgruppe Wirbelschichttechnik Netzwerke elektrochemischer Wandler in der Energieerzeugung Otto-von-Guericke Graduate Academy Positron Emission Tomography Regelstudienzeit Senior & Juniorpreneurship Single Photon Emission Computed Tomography Telemedical Acute Stroke Care Transferschwerpunkt Erneuerbare Energien Förderung technisch-technologischer Gründungen aus den Universitäten und Hochschulen des nördlichen Sachsen-Anhalts InnoProfile-Projekt „Technologieplattform für die Produktminiaturisierung in Sachsen-Anhalt“ Transferschwerpunkt Medizintechnik Technologie-Transfer-Zentrum der OVGU Transfer- und Gründerzentrum an der OVGU Transferschwerpunkt Wirbelschichttechnologie BMBF-Projekt „Virtuelle und erweiterte Realität für höchste Sicherheit in ein- gebetteten Systemen“ Wirbelschicht- und Granuliertechnik Transferzentrum Wissenschaftliche Weiterbildung und Absolventenvermittlung Wissenschaftsrat Zentrum für Lehrerbildung an der OVGU Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung - iii -
Rektoratsbericht 2016 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Inhalt Seite Abkürzungenii A1. A2. A3. A4. A5. A6.Strukturentwicklung / Forschung Lehre, Studium, Weiterbildung Forschung und Innovation Internationalisierung Gleichstellung von Männern und Frauen in der Wissenschaft Autonomie und Neue Steuerung1 3 12 22 23 26 B.Finanzausstattung33 C.Information und Transparenz35 Vorbemerkung: Dieser Rektoratsbericht für 2016 orientiert sich an den Vorgaben des „Manual Berichterstat- tung Hochschulen“ vom März 2012 für den Katalog möglicher Berichtsgegenstände. Ein umfassender Überblick ist im Rahmen der Hochschulentwicklungsplanung 2015-2025 erarbeitet worden und unter http://www.ovgu.de/rektorat/rektorat/hpd/HEP_2015_C.pdf zu finden. Der Hochschulentwicklungsplan der OVGU enthält vielfach wesentlich detaillierte- re Informationen als in dem auf 40 Seiten limitierten Umfang des vorliegenden Rektoratsbe- richtes für das Jahr 2016 möglich. Blau markierte Textstellen sind in der elektronischen Version zu den entsprechenden Web- seiten verlinkt. -i- Abkürzungen OVGUOtto-von-Guericke-Universität Magdeburg AAA AKL AVMZ BAM BMBF BMU BMWi CBBS CDSAkademisches Auslandsamt Ausstattungs-, Kosten- und Leistungsvergleich Audiovisuelles Medienzentrum Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung Bundesministerium für Bildung und Forschung Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Center for Behavioral Brain Sciences Center for Dynamical Systems (Forschungszentrum Dynamische Systeme – Biosystemtechnik) Competence in Mobility Campus Service Center Computer-Tomographie „Digitale Daktyloskopie“, BMBF-gefördertes Kooperationsprojekt Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen European Credit Transfer System Evaluationsnetzwerk Wissenschaft Experimentelle Fabrik BMWi-Förderprogramm „Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik Fakultät für Humanwissenschaften Fakultät für Informatik Fakultät für Mathematik Fakultät für Maschinenbau Medizinische Fakultät Fakultät für Naturwissenschaften BMBF-Forschungsnetzwerk „Forschungseinheiten der Systembiologie“ Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Hochschulzugangsberechtigung Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig Institut für Automation und Kommunikation Magdeburg e.V. Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung Institut für Kompetenz in AutoMobilität International Max Planck Research School Innoprofile-Projekt „Intelligente Katheter“ Institut für Wirtschaftsforschung in Halle Kompetenznetzwerk für Angewandte und Transferorientierte Forschung Kosten-Leistungs-Rechnung Kleine und mittelständische Unternehmen Kleine Neu-, Um- und Erweiterungsbauten Kompetenzzentrum Medizintechnik Mentoringprogramm für Student*innen, Absolvent*innen und Doktorand*innen der FHW und FWW Leibniz Graduate School Leibniz-Institut für Neurobiologie MAHREG Automotive - InnoRegio-Netzwerk der Automobilzulieferer Sachsen- Anhalts Mentoringprogramm für Absolvent*innen und Nachwuchswissenschaft- ler*innen der MINT-Fächer COMO CSC CT Digi-Dak DLR DZNE ECTS ENWISS ExFa EXIST FEIT FHW FIN FMA FMB FME FNW FORSYS FVST FWW HZB HZI ifak IFF IKAM IMPRS INKA IWH KAT KLR KMU KNUE KOMET KVINNA LGS LIN MAHREG MeCoSa - ii - MF MINT MK MOBESTAN MovE MRT MT MW NaWiTec NEWE OVG-GA PET RSZ SeJu SPECT TASC TEE TEGSAS TEPROSA TMT TTZ TUGZ TWT ViERforES WiGraTec WiWA WR ZLB ZWW Ministerium der Finanzen LSA Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik Kultusministerium LSA Modellierung und Beeinflussung von Strömungen in Aneurysmen Mobilisierung von Entrepreneur*innen Magnetresonanztomographie Medizintechnik Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft LSA Nachwuchsforschungsgruppe Wirbelschichttechnik Netzwerke elektrochemischer Wandler in der Energieerzeugung Otto-von-Guericke Graduate Academy Positron Emission Tomography Regelstudienzeit Senior & Juniorpreneurship Single Photon Emission Computed Tomography Telemedical Acute Stroke Care Transferschwerpunkt Erneuerbare Energien Förderung technisch-technologischer Gründungen aus den Universitäten und Hochschulen des nördlichen Sachsen-Anhalts InnoProfile-Projekt „Technologieplattform für die Produktminiaturisierung in Sachsen-Anhalt“ Transferschwerpunkt Medizintechnik Technologie-Transfer-Zentrum der OVGU Transfer- und Gründerzentrum an der OVGU Transferschwerpunkt Wirbelschichttechnologie BMBF-Projekt „Virtuelle und erweiterte Realität für höchste Sicherheit in ein- gebetteten Systemen“ Wirbelschicht- und Granuliertechnik Transferzentrum Wissenschaftliche Weiterbildung und Absolventenvermittlung Wissenschaftsrat Zentrum für Lehrerbildung an der OVGU Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung - iii -
Rektoratsbericht 2015 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Inhalt Seite Abkürzungenii A1. A2. A3. A4. A5. A6.Strukturentwicklung / Forschung Lehre, Studium, Weiterbildung Forschung und Innovation Internationalisierung Gleichstellung von Männern und Frauen in der Wissenschaft Autonomie und Neue Steuerung1 4 12 21 22 24 B.Finanzierung und leistungsorientierte Mittelverteilung30 C.Information und Transparenz33 Vorbemerkung: Dieser Rektoratsbericht für 2015 orientiert sich an den Vorgaben des „Manual Berichterstattung Hochschulen“ vom März 2012 für den Katalog möglicher Berichtsgegenstände. Ein umfassender Überblick ist im Rahmen der Hochschulentwicklungsplanung 2015-2025 erarbeitet worden und unter http://www.ovgu.de/rektorat/rektorat/hpd/HEP_2015_C.pdf zu finden. Der Hochschulentwicklungsplan der OVGU enthält vielfach wesentlich detailliertere Informationen als in dem auf 40 Seiten limitierten Umfang des vorliegenden Rektoratsberichtes für das Jahr 2015 möglich. Blau markierte Textstellen sind in der elektronischen Version zu den entsprechenden Web- seiten verlinkt. -i- Abkürzungen OVGUOtto-von-Guericke-Universität Magdeburg AAA AKL AVMZ BAM BMBF BMU BMWi CBBS CDSAkademisches Auslandsamt Ausstattungs- Kosten- und Leistungsvergleich Audiovisuelles Medienzentrum Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung Bundesministerium für Bildung und Forschung Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Center for Behavioral Brain Sciences Center for Dynamical Systems (Forschungszentrum Dynamische Systeme – Biosystemtechnik) Competence in Mobility Campus Service Center Computer-Tomographie „Digitale Daktyloskopie“, BMBF-gefördertes Kooperationsprojekt Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen European Credit Transfer System Evaluationsnetzwerk Wissenschaft Experimentelle Fabrik BMWi-Förderprogramm „Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik Fakultät für Humanwissenschaften Fakultät für Informatik Fakultät für Mathematik Fakultät für Maschinenbau Medizinische Fakultät Fakultät für Naturwissenschaften BMBF-Forschungsnetzwerk „Forschungseinheiten der Systembiologie“ Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Hochschulzugangsberechtigung Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig Institut für Automation und Kommunikation Magdeburg e.V. Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung Institut für Kompetenz in AutoMobilität International Max Planck Research School Innoprofile-Projekt „Intelligente Katheter“ Institut für Wirtschaftsforschung in Halle Kompetenznetzwerk für Angewandte und Transferorientierte Forschung Kosten-Leistungs-Rechnung Kleine und mittelständische Unternehmen Kleine Neu-, Um- und Erweiterungsbauten Kompetenzzentrum Medizintechnik Mentoringprogramm für Studentinnen, Absolventinnen und Doktorandinnen der FHW und FWW Leibniz Graduate School Leibniz-Institut für Neurobiologie MAHREG Automotive - InnoRegio-Netzwerk der Automobilzulieferer Sachsen- Anhalts Mentoringprogramm für Absolventinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen der MINT-Fächer COMO CSC CT Digi-Dak DLR DZNE ECTS ENWISS ExFa EXIST FEIT FHW FIN FMA FMB FME FNW FORSYS FVST FWW HZB HZI ifak IFF IKAM IMPRS INKA IWH KAT KLR KMU KNUE KOMET KVINNA LGS LIN MAHREG MeCoSa - ii - MF MINT MK MOBESTAN MovE MRT MT MW NaWiTec NEWE OVG-GS PET RSZ SeJu SPECT TASC TEE TEGSAS TEPROSA TMT TTZ TUGZ TWT ViERforES WiGraTec WiWA WR ZLB ZWW Ministerium der Finanzen LSA Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik Kultusministerium LSA Modellierung und Beeinflussung von Strömungen in Aneurysmen Mobilisierung von Entrepreneurinnen Magnetresonanztomographie Medizintechnik Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft LSA Nachwuchsforschungsgruppe Wirbelschichttechnik Netzwerke elektrochemischer Wandler in der Energieerzeugung Otto-von-Guericke Graduate School Positron Emission Tomography Regelstudienzeit Senior & Juniorpreneurship Single Photon Emission Computed Tomography Telemedical Acute Stroke Care Transferschwerpunkt Erneuerbare Energien Förderung technisch-technologischer Gründungen aus den Universitäten und Hochschulen des nördlichen Sachsen-Anhalts InnoProfile-Projekt „Technologieplattform für die Produktminiaturisierung in Sachsen-Anhalt“ Transferschwerpunkt Medizintechnik Technologie-Transfer-Zentrum der OVGU Transfer- und Gründerzentrum an der OVGU Transferschwerpunkt Wirbelschichttechnologie BMBF-Projekt „Virtuelle und erweiterte Realität für höchste Sicherheit in eingebetteten Systemen“ Wirbelschicht- und Granuliertechnik Transferzentrum Wissenschaftliche Weiterbildung und Absolventenvermittlung Wissenschaftsrat Zentrum für Lehrerbildung an der OVGU Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung - iii -
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 054/03 Magdeburg, den 10. April 2003 Fraunhofer Institut Magdeburg kooperiert mit führendem Forschungs- und Technologiezentrum Taiwans Energie aus Biomasse in Kleinanlagen Biomasse und Abfall fallen weltweit in Millionen Tonnen an, die in zunehmendem Maße die Umwelt belasten. Diese sekundären Stoffe durch innovative Technologien aufzubereiten und zum Beispiel für die Energieerzeugung zu nutzen, steht in vielen Ländern in den Arbeitsbüchern der Forschungs- und Technologieeinrichtungen. Während die Aufbereitung in großen Energieerzeugern verfahrenstechnisch weitgehend gelungen ist, tüfteln Experten international daran, Biomasse und Abfall auch für das Betreiben kleiner, dezentraler Anlagen zur Energiegewinnung aufzubereiten. In diese Richtung führt ein am Donnerstag, dem 10. April, auf der weltgrößten Industriemesse in Hannover unterzeichneter Vertrag zwischen dem Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und ¿automatisierung (IFF) und dem Industriellen Technologischen Forschungszentrum Taiwans (ITRI). In Gegenwart von Dr. Reiner Haseloff, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit , setzten Dr. Gerhard Müller vom Fraunhofer Institut Magdeburg sowie Dr. Liang-Han Hsieh, Europa-Repräsentant des taiwanesischen Instituts, ihre Unterschrift unter den Vertrag. Anstoß für die vertragliche Zusammenarbeit ist das gemeinsame Interesse an innovativen technologischen Linien zur effektiven Nutzung von Biomasse und Abfall für die Erzeugung von Wärme- und vor allem von Elektroenergie im technischen "Miniformat". Das Fraunhofer Institut Magdeburg bringt vor allem seine hervorragenden Ergebnisse bei der Entwicklung und Nutzung der Wirbelschichttechnologie ein, bei der das Institut eine führende Rolle in Europa einnimmt und über hervorragende Versuchsanlagen verfügt. Da die Temperaturen niedriger als bei vergleichbaren Anlagen liegen und weitaus weniger Schadstoffe in die Luft ausstoßen, werden besonders niedrige Emissionswerte durch die Wirbelschichttechnik erreicht. Damit ist diese Technik ein wirksamer Beitrag zum Umweltschutz. Das taiwanesische Institut, das mit seinen rund 6500 Wissenschaftlern als ein Silicon Valley im asiatischen Raum gilt, verfügt über ein weltweit anerkanntes technologisches Know-how zum Beispiel in der Energie- und Elektronikbranche, entwickelte unter anderem die Flachschirmbildtechnologie. Das neue Arbeitsfeld der Wirbelschichttechnik soll an diese erfolgreichen Produktentwicklungen anknüpfen. Beide Einrichtungen schlossen diesen Kooperationsvertrag auf der Basis einer Rahmenvereinbarung zwischen der Fraunhofer Gesellschaft Deutschlands mit insgesamt 57 Instituten und dem ITRI-Taiwan mit etwa analoger Struktur. Staatssekretär Dr. Haseloff bezeichnete den Vertragsabschluss als Initialzündend für die angewandte Forschungsarbeit über Ländergrenzen hinweg. "1922 wurde die Wirbelschichttechnologie in der Nähe Magdeburgs erfunden, geriet lange Zeit in Vergessenheit und erlebt nun wegen ihrer hervorragenden umwelttechnischen und energetischen Effektivität eine globale Renaissance. Der Weiterentwicklung dieser innovativen Technologie und Anwendung für die Stromerzeugung auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen und Abfällen dient auch die Zusammenarbeit mit der in Asien als Denkschmiede bezeichneten Forschungseinrichtung Taiwans". Mit diesen neuen Verfahren könnte ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden, und es erschlösse sich ein riesiger Absatzmarkt speziell in Asien, Europa, und Südamerika. Auch aus außenwirtschaftlicher Sicht hob Dr. Haseloff die Zusammenarbeit mit Taiwan hervor. So hätten sich die bilateralen Wirtschaftskontakte kontinuierlich entwickelt. Betrugen die Ausfuhren Sachsen-Anhalts nach Taiwan 1991 nicht einmal fünf Millionen Euro, erreichten sie 2002 bereits einen um das Sechsfache höheren Umfang. Die Einfuhren aus Taiwan stiegen im selben Zeitraum von nicht einmal zwei auf neun Millionen Euro an. Dr. Haseloff schätzte aber auch kritisch ein, dass trotz dieses Wachstums die möglichen Potenzen noch längst nicht erschlossen seien. Deshalb betrachte er diese enge wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit bei der Nutzung moderner Technologien für die Energieerzeugung sowie ihrem wirtschaftlichem Einsatz auf vielen Märkten als starken Impulsgeber für die bilateralen Beziehungen Sachsen-Anhalts und Taiwans. Impressum: Ministerium für Wirtschaft und Arbeit Pressestelle Hasselbachstraße 4 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567-43 16 Fax: (0391) 567-44 43 Mail: pressestelle@mw.lsa-net.de Impressum:Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierungdes Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Hasselbachstr. 4 39104 Magdeburg Tel.: +49 391 567-4316 Fax: +49 391 567-4443E-Mail: presse@mw.sachsen-anhalt.deWeb: www.mw.sachsen-anhalt.deTwitter: www.twitter.com/mwsachsenanhaltInstagram: www.instagram.com/mw_sachsenanhalt
In Abfallverbrennungsanlagen wird ein breites Spektrum von Abfällen thermisch behandelt. Je nach Art der zu behandelnden Abfälle stehen unterschiedliche Anlagen zur Verfügung. Neben einer Verbrennung von Abfällen in Hausmüll-, Sonderabfall- oder Klärschlammverbrennungsanlagen, können insbesondere heizwertreiche Abfälle in EBS-Kraftwerken energetisch verwertet oder in Zement- bzw. Kraftwerken als Ersatz für Regelbrennstoffe mitverbrannt werden. Thermische Behandlung von Siedlungsabfällen - Hausmüllverbrennung In Nordrhein-Westfalen werden 16 Hausmüllverbrennungsanlagen zur thermischen Behandlung von Abfällen wie Haus-, Sperrmüll und hausmüllähnlicher Gewerbeabfälle betrieben. Eine Aufbereitung der angelieferten Abfälle ist im Allgemeinen nicht erforderlich. Zur Homogenisierung werden die Abfälle zunächst in einem Müllbunker gemischt und mit Brückenkränen über eine Beschickungseinrichtung in den Feuerraum befördert. Hausmüllverbrennungsanlagen werden in der Regel mit einer Rostfeuerung (u.a. Walzenrost, Vorschubrost) betrieben, bei der die Abfälle während der Verbrennung z.B. über sich langsam drehende Walzen weitertransportiert werden. Am Rostende wird die Schlacke über einen Entschlacker ausgetragen. Da bei der Verbrennung unterschiedliche gas- und partikelförmige Emissionen entstehen, werden die Abgase in einer nachgeschalteten Rauchgasreinigung gereinigt. Die Abscheidung der Luftschadstoffe erfolgt in der Regel in mehrstufigen Verfahrensschritten: Staubabscheidung (z.B. Gewebefilter, Elektrofilter) Abscheidung saurer Schadstoffe (nasse, trockene, quasitrockene Verfahren) Entstickung (SCR-, SNCR-Verfahren) Abscheidung von Schwermetallen, Dioxinen und Furanen (z.B. Aktivkohlefilter) Bei der thermischen Behandlung von Abfällen fallen Rückstände aus der Verbrennung und der Rauchgasreinigung an, die je nach Schadstoffgehalt verwertet oder beseitigt werden. Zur Rückgewinnung von Metallen und Nicht-Eisen-Metallen werden Schlacken aus der Hausmüllverbrennung aufbereitet und können anschließend u.a. im Straßen- und Wegebau verwertet werden. Kesselaschen und Stäube sowie Salze aus der nassen Rauchgasreinigung und feste Reaktionsprodukte werden größtenteils im Untertageversatz verwertet. Beladene Aktivkohle kann durch geeignete Aufbereitungsverfahren regeneriert oder in Verbrennungsanlagen thermisch verwertet werden. Eine effiziente Nutzung der im Abfall enthaltenen Energie wird unter dem Aspekt des Klima- und Ressourcenschutzes immer wichtiger. Hausmüllverbrennungsanlagen wurden in der Vergangenheit vielfach zu sogenannten Waste-to-Energy-Anlagen (WtE-Anlagen) umgerüstet, die Energie in Form von Dampf, Strom und/oder Fernwärme auskoppeln. Die Mehrheit der nordrhein-westfälischen Müllverbrennungsanlagen nutzt die im Abfall enthaltene Energie nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und erzeugt sowohl elektrische Energie als auch Fernwärme. Sonderabfallverbrennung In NRW werden 11 Sonderabfallverbrennungsanlagen zur thermischen Behandlung von Sonderabfällen oder Rückständen aus industriellen Produktionsprozessen betrieben. Da für die Verbrennung von Sonderabfällen eine höhere Temperatur als bei der Hausmüllverbrennung erforderlich ist, werden in Sonderabfallverbrennungsanlagen Drehrohröfen eingesetzt. Drehrohröfen gewährleisten lange Verweilzeiten und hohe Verbrennungstemperaturen und ermöglichen somit einen möglichst hohen Ausbrand. Ein weiterer Vorteil ist, dass Abfälle unterschiedlicher Konsistenz (fest, pastös oder flüssig) und Zusammensetzung verbrannt werden können. Klärschlammverbrennung Zur Verbrennung kommunaler Klärschlämme oder von Schlämmen aus der industriellen Abwasserreinigung werden in NRW 9 Klärschlammverbrennungsanlagen betrieben. Vor der Verbrennung werden die Klärschlämme entwässert und/oder getrocknet, um den Wassergehalt zu reduzieren. In Klärschlammverbrennungsanlagen kommt in der Regel eine Wirbelschichtfeuerung zum Einsatz, bei der die Verbrennungsluft z.B. durch Düsen am Boden zugeführt wird und mit dem Bettmaterial, z.B. aus Quarzsand und Asche, ein Wirbelbett bildet. Die intensive Durchmischung von Brennstoff, Sand und Asche ermöglicht einen guten Ausbrand der Abfälle. Klärschlämme können auch in Hausmüllverbrennungsanlagen, Kraft- oder Zementwerken mitverbrannt werden. Hierbei werden die Schlämme nach einer Entwässerung anderen Abfällen oder Regelbrennstoffen zugegeben. EBS-Kraftwerke In NRW werden 2 EBS-Kraftwerke zur thermischen Verwertung von Ersatzbrennstoffen betrieben. Ersatzbrennstoffe sind heizwertreiche Abfälle, die gesondert gesammelt oder speziell aufbereitet werden, um sie als Ersatz für Regelbrennstoffe einzusetzen. EBS-Kraftwerke werden meist als Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen an Industriestandorten betrieben, um die erzeugte Energie für energieintensive Prozesse nutzen können. Mitverbrennung von Abfällen Neben den Abfallverbrennungsanlagen tragen auch Kraftwerke und energieintensive Produktionsanlagen wie Zement- und Kalkwerke dazu bei, Abfälle energetisch zu nutzen. Insbesondere heizwertreiche Abfälle wie Altreifen, Altholz und aus Abfällen gewonnene Sekundärbrennstoffe stehen im Blickpunkt der Anlagenbetreiber, da diese Kostenvorteile gegenüber der Nutzung von Primärbrennstoffen (Kohle, Öl, Gas) bieten können. Die für eine Mitverbrennung von Abfällen in Betracht kommenden Anlagen sind in der Regel nicht für die Verbrennung von Abfällen sondern von Primärbrennstoffen konzipiert worden.
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Gase (Erdöl), Kopfprodukte aus Fließbettverfahren, Splitter; Gase aus der Erdölverarbeitung; [Komplexe Kombination von Kohlenwasserstoffen, hergestellt durch Fraktionierung der Beschickung für C 3 -C 4 -Splitter. Besteht vorwiegend aus C 3 -Kohlenwasserstoffen.]. Stoffart: Stoffklasse. Inhalt des Regelwerks: Das Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals (GHS) wurde auf UN-Ebene erarbeitet, mit dem Ziel, weltweit einen sicheren Transport zu gewährleisten, die menschliche Gesundheit und Umwelt besser zu schützen. Die Verordnung (EG) Nr. 1272/ 2008 (CLP) legt orientierend an GHS einheitliche Regeln für die Bewertung der Gefährlichkeit von chemischen Stoffen und Gemischen fest (Einstufung). Für physikalische Gefahren, Gesundheits- und Umweltgefahren definiert sie Gefahrenklassen. Eine Gefahrenklasse ist unterteilt in Gefahrenkategorien je nach Schwere der Gefahr. Jeder Gefahrenkategorie sind ein Gefahrensatz, ein Piktogramm sowie ein Signalwort zugeordnet. Aufgrund dieser Einstufungen werden in der CLP-Verordnung verbindliche Kennzeichnungen auf Verpackungen wie Piktogramme und Gefahrenhinweise vorgeschrieben. Die Abverkaufsfrist für Gemische, die bereits vor dem 1.06.2015 verpackt wurden und noch nach alter Einstufung (R-Sätze) gekennzeichnet sind, lief als letzte Übergangsfrist am 01.06.2017 ab. Hersteller/ Importeure von Stoffen sind verpflichtet, innerhalb eines Monats nach Inverkehrbringen, ihre Angaben der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) zur Hinterlegung im öffentlich zugänglichen europäischen Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis (CL Inventory) zu melden. Die von der ECHA gepflegte Datenbank enthält Informationen zur Einstufung und Kennzeichnung (C&L) von angemeldeten und registrierten Stoffen, die Hersteller und Importeure übermittelt haben, einschließlich einer Liste harmonisierter Einstufungen. Um eine gesundheitliche Notversorgung und vorbeugende Maßnahmen künftig besser abzusichern, gelten ab dem 01.06.2020 für Gemische, die aufgrund ihrer Wirkungen als gefährlich eingestuft sind, einheitliche Informationspflichten in allen Mitgliedsstaaten. Importeure und nachgeschaltete Anwender sind verpflichtet, diese Informationen den dafür autorisierten nationalen Stellen, in Deutschland dem BfR vorzulegen..
Origin | Count |
---|---|
Bund | 427 |
Land | 9 |
Type | Count |
---|---|
Chemische Verbindung | 1 |
Förderprogramm | 425 |
Text | 3 |
Umweltprüfung | 1 |
unbekannt | 6 |
License | Count |
---|---|
geschlossen | 11 |
offen | 425 |
Language | Count |
---|---|
Deutsch | 392 |
Englisch | 76 |
Resource type | Count |
---|---|
Dokument | 3 |
Keine | 358 |
Webseite | 76 |
Topic | Count |
---|---|
Boden | 348 |
Lebewesen & Lebensräume | 330 |
Luft | 281 |
Mensch & Umwelt | 436 |
Wasser | 290 |
Weitere | 436 |