Der Güterverkehr in Deutschland ist für erhebliche Belastungen der Umwelt und des Klimas verantwortlich. Er wächst weiter deutlich, so stieg die inländische Güterverkehrsleistung zwischen 1991 und 2019 um 75 %, insbesondere der Straßengüterverkehr (Umweltbundesamt 2022). Auch die Kommunen werden durch den innerstädtischen Güterverkehr stark belastet. Nutzfahrzeuge haben einen überproportionalen Anteil an den innerstädtischen Emissionen in die Luft von Feinstaub, Stickoxiden und Treibhausgasen. Sie verursachen belastende Lärmemissionen und gefährden die Sicherheit des Verkehrs, vor allem durch Konflikte zwischen dem Güterverkehr und Fuß- bzw. Radverkehr. Die Kommunen sind auch durch das Lkw-Parken in Wohn- und Gewerbegebieten belastet. Parkende und durchfahrende LKW vermindern die Aufenthaltsqualität und Attraktivität von Quartieren und wirken sich negativ auf den Verkehrsfluss aus. Nicht zuletzt belasten sie die Infrastruktur und verursachen so erhebliche Kosten. Gleichzeitig ist der urbane Güterwirtschaftsverkehr das Rückgrat für umfassende Ver- und Entsorgungsfunktionen und eine zentrale Säule ökonomischer Aktivitäten. Der Wirtschaftsverkehr in urbanen Räumen muss zudem spezifischen Anforderungen gerecht werden, denen allein mit negativplanerischen Ansätzen (Durchfahrverbote, Lieferzeitfenster) nicht adäquat begegnet werden kann. Hierfür ist ein Gesamtrahmen erforderlich, der eine nachhaltige urbane Logistik ermöglicht, beispielsweise durch unternehmerische Kooperation und komplexe Governance-Ansätze, intelligenten Lager- und Umschlagstrukturen oder umfassende Ladeinfrastrukturen für eine Energiewende vor Ort. An dieser Stelle setzt das beabsichtigte Vorhaben an und hat das Ziel, die Bedeutung der urbanen Logistik für Kommunen systematisch aufzuarbeiten und vor allem Lösungen für die zunehmenden Belastungen zu entwickeln. Dabei soll der Fokus auf den kleineren Großstädten und Mittelstädten liegen, die bislang ganz überwiegend nicht über Wirtschaftsverkehrskonzepte bzw. personelle, organisatorische und finanzielle Ressourcen verfügen, um dem städtischen Güterverkehr eine nachhaltige Richtung zu geben. Der genaue Zuschnitt der Untersuchungsräume soll im Projekt basierend auf der Klassifikation der Regionalstatistische Raumtypologie (RegioStaR 7) des BMDV entwickelt werden. Dafür sollen typische Netzwerkstrukturen erfasst und exemplarisch für einzelne Branchen oder Versorgungsfunktionen auch Knotenpunkte, also Lagerstandorte, Lagerkapazitäten und Umschlagpunkte untersucht werden. Die KEP-Dienste sollen nicht Schwerpunkt des Vorhabens sein, weil für diese bereits viele Lösungsansätze und Untersuchungen vorliegen.
Das Forschungsvorhaben verfolgt das Ziel, geeignete integrierte Lösungsansätze zu finden, die den neuen Anforderungen an den Wirtschaftsverkehr gerecht werden und gleichzeitig zu seiner nachhaltigen stadtverträglichen Gestaltung beitragen. Der Untersuchungsansatz ist umsetzungs- und handlungsorientiert. Neben der Bestandsaufnahme und Strukturierung der Lösungen mit Hilfe des Mind-Mapping sollen Best-Practice-Beispiele durch ein Benchmarking identifiziert und deren Umsetzungsbedingungen analysiert werden. So können zielgerichtete Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Akteursebenen in den Phasen des Planungs- und Umsetzungsprozesses abgeleitet werden, wobei die Methode des Mind-Mapping erneut angewendet wird, um die Ergebnisse zu strukturieren, Folgeideen zu identifizieren und Ideenlandkarten zu entwickeln.
Strategiekarte Mobilitätsräume zukunftsfähig gestalten Verlagerungspotenziale des Verkehrsaufkommens durch … Ein wichtiger Faktor für die positive Entwicklung der Magistralen, aber auch für die verkehrliche Entlastung der gesamten Stadt sind Anreize für den Umstieg auf umweltfreundliche Mobilitätsformen und, dort wo Handlungsbedarf besteht, eine Umstrukturierung der Magistralen zugunsten des Umweltverbunds. An den Magistralen tragen verschiedene Ansätze zur Realisierung bei. ... Qualifizierung von Bahnhöfen Gut gestaltete und ausgestattete sowie barrierefreie Stationen erhöhen den Komfort des ÖPNV und machen den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn attraktiver. Der Verkehr soll bereits in städtischen Randlagen von der Straße auf S- und U-Bahn verlagert werden. Die Bahnhöfe im Bereich des Magistralennetzes werden deshalb qualifiziert, beispielsweise durch Fahrradabstellplätze, bessere Wegeverbindungen in die angrenzenden Quartiere und wo möglich Mobility Hubs. ... Entwicklung von Mobility Hubs Sie verknüpfen verschiedene Verkehrsarten und stellen unterschiedliche Mobilitätsangebote bereit, wodurch sie den Umstieg zum und vom ÖPNV vereinfachen. Des Weiteren können Mobility Hubs weitere Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers enthalten, wie zum Beispiel Paketstationen, Einkaufsmöglichkeiten oder soziale Infrastruktur. Die konkrete Nutzung hängt von den lokalen Bedarfen ab. Durch Mobility Hubs im Umfeld der Magistralen sollen eine Verkehrsverlagerung auf den schienengebundenen Verkehr gefördert und ggf. Kapazitäten für eine Umgestaltung des Straßenraums freigesetzt werden. Potenzielle Standorte für Mobility Hubs werden in der Nähe von S- oder U-Bahn- sowie Busstationen verortet und sollten neben Park+Ride- und Bike+Ride-Anlagen auch Sharing-Angebote umfassen. ... Ausbau und Qualifizierung der Radrouten Auf einem leistungsfähigen durchgängigen Radwegenetz mit guter Infrastruktur werden höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten und mehr Komfort möglich und größere Distanzen innerhalb Hamburgs und zu umliegenden Gemeinden können mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Dadurch wird der Umstieg vom Auto auf das Rad attraktiver und Potenziale für eine Umgestaltung frei. Einzelne Abschnitte des Radroutennetzes verlaufen im Magistralennetz oder queren dieses. Diese sind entsprechend der geltenden Qualitätskriterien zu entwickeln. ... Verknüpfung mit dem tangentialen Straßennetz Auch das weitere Hauptverkehrsstraßennetz trifft die Hamburger Magistralen an großen Kreuzungsbereichen, die für den Kfz-Verkehr ausgelegt sind. Einerseits bieten sie eine gute Erschließung, andererseits ist die Belastung durch Verkehrsemissionen oft sehr hoch. Aufgrund ihrer Bedeutung sind sie städtebaulich zu fassen und zu qualifizieren. Je nachdem, wie sich die Verkehrsmenge auf dem tangentialen Straßennetz entwickelt, kann das Verkehrsaufkommen auf den Magistralen relativ hoch bleiben. Dies kann eine Umgestaltung dieser Verkehrsflächen erschweren. Umstrukturierungspotenzial nutzen zugunsten … Ein fortschreitender Modal Shift zum Umweltverbund ermöglicht es, den Straßenraum umzustruktieren. Ausgehend von den Fokusräumen der Strategie Mobilitätswende kann dies insbesondere in den Abschnitten des Magistralennetzes erfolgen, in denen die Belastung durch den Kfz-Verkehr rückläufig ist, unter Berücksichtigung des Wirtschaftsverkehrs. Brandschutz und Rettungsdienst sind zu gewährleisten. Die vielseitigen Herausforderungen erfordern dabei unterschiedliche Umgangsweisen. … einer ÖPNV-Priorisierung Durch eine Priorisierung des ÖPNV in einzelnen Magistralenabschnitten kann der Busverkehr beschleunigt und zuverlässiger werden. Dadurch können Kapazitäten erhöht, die Attraktivität gesteigert und durch den resultierenden Modal Shift vom MIV zum ÖPNV die Verkehrsbelastung in Hamburg reduziert werden. Möglichkeiten zur Umsetzung an den Magistralen sind Bussonderfahrstreifen, wirksame Busvorrangschaltungen oder eine Neuordnung des Straßenraums und der Kreuzungsbereiche zugunsten des ÖPNV. … ÖPNV, Rad- und Fußverkehr und attraktiver öffentlicher Räume Für die notwendige Mobilitätswende bedarf es auch an den Magistralen eines umfassenden Ausbaus der Infrastruktur. Dies führt auch mit Blick auf die Anforderungen der angrenzenden Nutzungen an den öffentlichen Raum zu vielfältigen Flächenansprüchen und -konkurrenzen. In vielen Abschnitten des Magistralennetzes sind Umstrukturierungspotenziale vorhanden, bei denen die Schaffung qualitätsvoller Stadträume und die Perspektiven von ÖPNV-Nutzenden, zu Fuß Gehenden sowie Radfahrenden in den Fokus rücken. Hier können Boulevards mit breiten Fuß- und Radwegen, mit einer attraktiven Gestaltung, guten Querungsmöglichkeiten, viel Grün sowie weiteren Ausstattungsmerkmalen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität entstehen. Die Belange des motorisierten Verkehrs, des ÖPNV sowie des Fuß- und Radverkehrs werden bei der Gestaltung berücksichtigt. … übergeordneter Freiraumverbindungen Die Magistralen haben an den Querungen des Grünen Netzes durch hohes Verkehrsstärken oft eine Trennwirkung. Besonders kritisch ist dies, wenn gesamtstädtische Radwege in das Grüne Netz eingebettet sind. Um das Potenzial für leistungsfähige grüne Wegeverbindungen abseits oder auch zwischen den Magistralen zu nutzen, müssen der räumliche Zusammenhang gestärkt und die Querungsmöglichkeiten sowohl für den Fuß- als auch für den Radverkehr verbessert werden. Dabei sollten auch Optionen geprüft werden, Flächen für ein verbessertes Regenwassermanagement zu entsiegeln. Barriereeffekt abbauen und Aufenthaltsqualität stärken Abhängig von der Straßenraumgestaltung, der Anzahl der Fahrspuren und der Zahl der dort fahrenden Kfz entfalten Magistralen eine Trennwirkung auch für den Fußverkehr. Je nach Anzahl und Entfernung zu Querungsstellen müssen zu Fuß Gehende Umwege in Kauf nehmen. Der Querungsbedarf ist abhängig von den Nutzungen auf beiden Straßenseiten und insbesondere in Bereichen mit aktiven Erdgeschosszonen (v. a. Einzelhandel) hoch. Prioritärer Handlungsbedarf Für das einfachere Queren der Fahrbahn können Maßnahmen im Bereich der Infrastruktur (Mittelinseln, Querungshilfen), der Ampeln (zusätzliche Ampeln oder längere Grünzeit für den Fußverkehr) in den Blick genommen werden. Magistralenabschnitte mit viel frequentierten Nutzungen, wie Einzelhandel oder Dienstleistungen, weisen ein erhöhtes Fußverkehrsaufkommen auf. Daraus abgeleitet entsteht die Notwendigkeit eines attraktiven Straßenraums und komfortabler Querungsmöglichkeiten. Handlungsbedarf Auch abseits der Zentren, Einkaufsstraßen und Boulevards kann eine große Trennwirkung auftreten. Der jeweilige Magistralenabschnitt ist hinsichtlich Verbesserungspotenzialen zu untersuchen, um einfacheres Queren zu ermöglichen. Reduzierung der Verkehrslärmbelastung als Voraussetzung für städtebauliche Entwicklungen Einzelne Abschnitte im Magistralennetz sind besonders von Verkehrslärm belastet. Dadurch ergeben sich städtebauliche Einschränkungen. Für eine städtebauliche Qualifizierung und gesündere Wohnverhältnisse sind die Belastungen abschnittsbezogen mit aktiven und passiven Schutzmaßnahmen zu reduzieren.
Strategiekarte Lebendigkeit und Vielfalt der Magistralen stärken Synergien zwischen Magistralen- und Zentrenentwicklung nutzen Ein Großteil der Haupt-, Stadtteil- und Ortsteilzentren des Hamburger Zentrenkonzepts liegt an Magistralen. Sie reihen sich entlang der Magistralen wie Perlen an einer Kette auf und sind als Orte, die bereits ein hohes Maß an Lebendigkeit und Vielfalt aufweisen, wichtige Ankerpunkte der Magistralenentwicklung. Die verschiedenen Zentrentypen aus dem Zentrenkonzept haben gemäß diesem Konzept unterschiedliche Aufgaben und Herausforderungen. Es gilt, die Synergien zwischen der Magistralen- und der Zentrenentwicklung zu identifizieren und zu nutzen. Magistralen als integralen Bestandteil des Zentrums weiterentwickeln Die Magistralen selbst sind als integraler Bestandteil eines Zentrums zu verstehen und weiterzuentwickeln. Durch eine hohe Nutzungsmischung, neue Nutzungen insbesondere mit überörtlichem Bezug und lebendigen Erdgeschosszonen wird die Magistrale in diesen Abschnitten zu einer vitalen Stadtstraße. Angestrebt wird hier eine gute Erreichbarkeit durch den Umweltverbund und ausreichend Raum für den Wirtschaftsverkehr. Zentrenbezug der Magistralen stärken Darüber hinaus gibt es einige Zentren, die zwar im Einzugsbereich oder in der Siedlungsachse einer Magistrale liegen, allerdings kaum Bezug zu dieser vorweisen oder sich von dem starken Verkehrsaufkommen auf der Magistrale abwenden. In Zukunft werden an den Magistralen wieder Bezüge zwischen dieser und den Zentren hergestellt, beispielsweise durch bessere Wegeverbindungen oder Eingangssituationen von Zentren. Magistralen als Zentren des Urbanen Marktplatzes qualifizieren Die Versorgung in der Inneren Stadt ist im Gegensatz zur Äußeren Stadt häufig von Geschäftslagen geprägt, die sich an der Straße konzentrieren. Diese Räume werden im Zentrenkonzept der Freien und Hansestadt Hamburg als „Zentren des Urbanen Marktplatzes“ beschrieben. Bei den meisten Zentren dieses Typs handelt es sich um Abschnitte von Magistralen. Auch hier wird die Nutzungsmischung gestärkt – insbesondere durch Nutzungen mit überörtlichem Bezug und lebendige Erdgeschosszonen. Magistralen als vielfältige Lebensadern fortschreiben. Die Zentren bilden zwar die räumlichen Anker für eine besondere Vielfalt und Mischung, aber auch darüber hinaus sind die Magistralen in vielen Abschnitten Anziehungspunkte für eine höhere Nutzungsvielfalt. Diese soll erhalten bleiben und gestärkt werden, im Einklang mit den Vorgaben des Hamburger Zentrenkonzeptes und den bezirklichen Nahversorgungskonzepten. Suchräume zur Qualifizierung bestehender Nahversorgungszentren und -lagen mit Magistralenbezug Außerhalb der Zentren des Zentrenkonzepts leisten weitere Versorgungsbereiche (Nahversorgungszentren) und -lagen eine Grundversorgung in Wohnortnähe und darüber hinaus. An den Magistralen sind sie oft eingebettet in dichte urbane Strukturen und können bei einer weiteren Qualifizierung eine Stadt der kurzen Wege fördern. Diese Bereiche werden hinsichtlich ihres Potenzials für noch mehr Angebotsdichte in den Erdgeschosszonen geprüft. Die Aufenthaltsmöglichkeiten sollen attraktiver gestaltet sowie gute Vernetzungen in die Quartiere geschaffen werden. Magistralen als Motor der lokalen Quartiersentwicklung nutzen Ziel des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) ist es, die Lebensqualität in Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf durch städtebauliche Maßnahmen zu verbessern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Die Magistralen können an vielen Stellen ein Motor für Quartiersentwicklung sein. Innerhalb der dargestellten Gebiete können an den Magistralen zum Beispiel öffentliche Plätze, Freiflächen und Grünanlagen qualifiziert, in soziale Infrastruktur investiert und die Versorgungs- sowie Nutzungsvielfalt im Wohnumfeld gestärkt werden. Lebendige und attraktive erste Gewerbereihen an Magistralen schaffen Die gewerblich genutzten Abschnitte an den Magistralen sind häufig sehr funktional angelegt. Bei Wahrung des grundsätzlich gewerblichen Charakters ist das Ziel, die Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr und das städtebauliche Erscheinungsbild zu verbessern, indem die straßenbegleitende Bebauung als „gestapeltes produzierendes Gewerbe“ ausgeprägt wird. An geeigneten Lagen können attraktive Adressen geschaffen werden, zum Beispiel durch hochwertig gestaltete Fassaden und gegebenenfalls publikumsbezogene Nutzungen. Gemischte Nutzungen in Erdgeschossen fördern Auch außerhalb der Zentren und zentralen Versorgungsbereiche sind die Magistralen in vielen Abschnitten vielfältige und gemischte Stadtstraßen, an denen viele Dienstleistungen angeboten werden. Diese Nutzungsmischung soll in Abstimmung mit dem Zentrenkonzept und den bezirklichen Nahversorgungskonzepten weiter qualifiziert und die Ansiedlung weiterer Nichtwohnnutzungen in den Erdgeschossen bzw. das Schaffen lebendiger Erdgeschosszonen geprüft werden. Öffentliche (Frei-)Räume attraktiv gestalten Hamburgs Magistralen sind, wie auch in anderen Städten, historisch geprägt durch das Leitbild der „autogerechten Stadt“: leistungsfähige Verbindungen für den motorisierten Verkehr, mit der Folge einer starken Versiegelung, die einer lebenswerten Stadt oft entgegensteht. Die Mobilitätswende bietet die Chance, den Umweltverbund zu stärken und darüber hinaus den öffentlichen Raum für lebendige und vielfältige Nutzungen und notwendige Maßnahmen der Klimaanpassung zurückzugewinnen. Attraktive und lebendige Straßenräume schaffen Als vom Verkehr dominierte Räume bieten die Magistralen aktuell wenig Aufenthaltsqualität, selbst dort, wo Versorgungs- und Dienstleistungen an den Magistralen für eine hohe Besucherinnen- und Besucherfrequenz sorgen. Die Attraktivität dieser gemischten Lagen und die Erreichbarkeit zu Fuß oder mit dem Rad kann durch eine Qualifizierung des öffentlichen Raums verbessert werden. Stadtplätze an Magistralen beleben Stadtplätze sind neben den lebendigen Straßenabschnitten oft die Mittelpunkte des öffentlichen Lebens. An den stark frequentierten Magistralen können sie besondere Räume mit verschiedenen Funktionen und hoher Anziehungskraft werden, sofern der öffentliche Raum attraktiv gestaltet und barrierefrei ist und eine gute Nutzbarkeit, zum Beispiel zum Verweilen, für Märkte oder Veranstaltungen, erlaubt. Belebte Grünräume an Magistralen qualifizieren Das grüne Pendant der Stadtplätze sind Parks und grüne Freiräume. Auch diese haben gerade an den dichten Magistralen eine besonders wichtige Funktion für Erholung und Freizeit – sie sind grüne Treffpunkte und bieten Zugang zum Grünen Netz Hamburgs. Die Attraktivität und Vielfalt der Nutzung wird in Zukunft gestärkt, um den Naherholungswert zu erhöhen, und die Zugänge werden attraktiver, sichtbarer und sicherer gestaltet.
Dieses Datenangebot umfasst die Achslastmessdaten der Weigh-in-Motion-Messstation „Albersloher Weg stadtauswärts“ (Stadt Münster). Dies beinhaltet Informationen zu Fahrzeuggewichten (inkl. Achs- und Radlasten), Fahrzeuggeschwindigkeiten sowie Fahrzeuggeometrien. Im Rahmen des mFUND-Projektes DaRkSeit (Datenbasierte Bewertung der Resilienz kommunaler Straßeninfrastruktur) wurden an verschiedenen Standorten in der Stadt Münster permanent arbeitende Sensoriken für die Messung der Temperatur und der Verkehrsbelastung in die jeweiligen Fahrbahnen eingebracht. Die dabei gewonnenen Messdaten der Temperaturen im Asphaltoberbau sowie der örtlichen Verkehrsbelastung stellen eine Basis für die Entwicklung eines echtzeitbasierten Berechnungsmodells für die Zustandsbewertung kommunaler Straßen dar. Die Standorte der Temperatur- und Weigh-in-Motion-Messstationen innerhalb der Stadt Münster decken dabei ein repräsentatives Spektrum der verschiedenen innerstädtischen Ausprägungen der maßgeblichen Einflussgrößen auf den Straßenoberbau, also des Klimas und des Verkehrs, ab. Verkehrsprofil Messstation Albersloher Weg stadtauswärts: Gewerbeverkehr Durchschnittliches tägliches Verkehrsaufkommen (DTV): ca. 13.800 Fz/Tag Schwerverkehrsanteil: ca. 6,0 % Am mFUND-Projekt DaRkSeit beteiligte Institutionen: Uhlig & Wehling GmbH, Ingenieurgesellschaft Amt für Mobilität und Tiefbau, Stadt Münster Ingenieurgesellschaft PTM Dortmund mbH Institut Stadtbauwesen und Straßenbau, Technische Universtät Dresden
Im Rahmen des Projektes „öpnVRegio – Personen, Produkte und Potenziale befördern“ wurde im März 2025 erfolgreich eine Demonstrationsfahrt zur Gütermitnahme im öffentlichen Regionalverkehr (Bus und Bahn) durchgeführt. Ziel ist es, freie Ladeflächen im Güter- und Personenverkehr zu nutzen, um die Logistik regionaler Produkte nachhaltiger, effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Der Landkreis Vorpommern-Rügen setzt sich damit aktiv für innovative Transportlösungen ein, die insbesondere den ländlichen Raum stärken. „CargoSurfer“: Digitale Vermittlungsplattform für ungenutzte Ladeflächen im Personen- und Güterverkehr Das Herzstück des Projekts ist die digitale Plattform „CargoSurfer“. Sie ermöglicht es, ungenutzte Ladeflächen im öffentlichen und gewerblichen Verkehr für den Warentransport zu nutzen. Unternehmen aus Vorpommern können sich als Warenversender, Ladeflächenanbieter oder Mikro-Hub-Betreiber registrieren und damit von dieser nachhaltigen Transportalternative profitieren. Die Plattform bietet die Möglichkeit, Routen einzustellen, zu finden und zu buchen. Besonders für Vorpommern-Rügen bietet das System großes Potenzial: Unterstützung der regionalen Wirtschaft: Landwirt:innen, kleine Produzent:innen und Händler:innen profitieren von neuen Transportmöglichkeiten. Klimafreundliche Logistik: Durch die Nutzung bestehender Verkehrsverbindungen werden Emissionen reduziert. Flexibilität und Effizienz: Transporte können individuell geplant und mit bestehenden Fahrplänen kombiniert werden. Der Landkreis Vorpommern-Rügen ist eine von drei Modellregionen in Deutschland, die diese innovative Software erstmals einsetzt und somit ein in die Zukunft gerichtetes regionales Logistikkonzept erprobt. Erfolgreiche Testfahrt: Greifswald – Stralsund – Putbus Bei der Demonstrationsfahrt am 20. März 2025 wurden erstmals Waren über mehrere Verkehrsträger transportiert: Start in Greifswald: Versand von Apfelsaft, Mehl und Leinsaat aus dem Lager der FINC-Foundation. Umschlagen der Ware von der Straße in den Zug über den Test-Mikro-Hub EDEKA Schneider am Bahnhof in Greifswald. Mit der ODEG-Regionalbahn (RE10) nach Stralsund. Umschlagen der Ware vom Zug auf die Straße über den Test-Mikro-Hub Bio Insel am Bahnhof in Stralsund. Weiterfahrt mit einem Regionalbus der VVR (Linie 30) nach Putbus. Warenlieferungen an: Bio Insel in Stralsund, Lebensgut Frankenthal in Poseritz und die Arbeitsstätte der FINC-Foundation in Putbus. Erprobt wurden neben der reibungslosen Buchung über die CargoSurfer-App auch die Ladungssicherung und der Verkehrsträgerwechsel zwischen Zug und Bus durch Verladehilfe der beiden Mikro-Hub-Testbetreiber. Beteiligt waren regionale Akteure: Warenversender/-empfänger: FINC-Foundation (Greifswald und Putbus) Ladeflächenanbieter: ODEG (Zug) & VVR (Bus) Test-Mikro-Hub-Betreiber: EDEKA Schneider (Greifswald), Bio Insel (Stralsund) Warenempfänger: Bio Insel (Stralsund) & Lebensgut Frankenthal (Poseritz) Organisiert und begleitet wurde die Demonstrationsfahrt von der LaLoG LandLogistik GmbH. Workshop zu „CargoSurfer“-Tarifen Die Tarifstruktur des „CargoSurfers“ wurde in einem Workshop am 21. März 2025 vorgestellt. Dabei wurde erläutert, wie die Preise für den Warentransport berechnet werden. Jeder Teilnehmende kann seine Preise individuell festlegen. Einzig Mindeststoppkosten (ab 3,00 Euro bei 10 km Luftlinie) sind vorgegeben, um Dumpingpreisen entgegenzuwirken. Auch Zwischenlagerungen in Mikro-Hubs können in die Kalkulation einfließen. „CargoSurfer“-Community In den Regionen LEADER-Region SPESSARTregional, Odenwaldkreis und Vorpommern (dazugehören die Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald) ist die Teilnahme am CargoSurfer bereits möglich. Sie möchten in Vorpommern als Unternehmen vor Ort dabei sein? Wenden Sie sich an Karen Szemacha unter Karen.Szemacha@lk-vr.de oder 03831 357-1269. Wenn Sie Fragen grundsätzlich zur Web-App CargoSurfer haben kontaktieren Sie Christian Schmischke vom CargoSurfer-Team unter Christian.Schmischke@landlogistik.eu oder 0173 4828476. Quelle: © Landkreis Vorpommern-Rügen Bilder: Gütermitnahme in der Regionalbahn und Warenannahme im Mikro-Hub © Landkreis Vorpommern-Rügen
Der Fokus des Themenfelds 'Vernetzte e-Mobilität' (TF 3) liegt auf der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen, die dem Anspruch einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung in urbanen Arealen gerecht werden. Als Erprobungs- und Referenzquartier dient dabei das Berliner Gelände des Europäischen Energieforums (EUREF). Im Rahmen des TF 3 erfasst das Fachgebiet Straßenplanung und Straßenbetrieb (FG SPB) der Technischen Universität Berlin die aktuellen Areal- und Verkehrsentwicklungen und leiteten mobilitätsseitige Entwicklungstendenzen für das Areal und dessen Umfeld ab. Diese Erkenntnisse werden in ein simulationsbasiertes Verkehrsmodell eingearbeitet, mit dessen Hilfe Prognosen zu den verkehrlichen Auswirkungen der Maßnahmen erstellt werden können. Ergänzend dazu werden Modelle zur Abschätzung von ökonomischen und ökologischen Auswirkungen entwickelt. Für den Vergleich der tatsächlichen mit der prognostizierten Wirkung der Maßnahmen führt das FG SPB turnusmäßige Verkehrserhebungen auf dem EUREF-Gelände und im erweiterten Umfeld durch. Ausgehend von den Erhebungsergebnissen werden die entwickelten Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirkung überprüft und in einem weiteren Schritt bewertet. Anschließend erarbeitet das FG SPB auf der Basis der erstellten Wirkungsuntersuchungen mobilitätsseitige Handlungsempfehlungen. Dabei liegt der Schwerpunkt darauf, vernetzte Mobilitätslösungen für andere Areale skalierbar und adaptierbar zu machen. Das FG SPB bildet zusätzlich das Bindeglied zwischen den Themenfeldern 3 und 4, wodurch die verkehrsplanerischen Aspekte des TF 4 (Elektrifizierung des Bus- und Wirtschaftsverkehrs) bei der Bearbeitung des TF 3 einbezogen werden können.
Im Rahmen des Projektes 'Move Urban - Flächeneffiziente Siedlungs- und Mobilitätskonzepte in wachsenden urbanen und neuen suburbanen Wohnquartieren' erforscht das IKEM den Rechtsrahmen für flächensparende, integrierte Mobilitätsangebote im Quartier und mögliche Betreibermodelle. Parallel zum Entstehen eines neuen Stadtquartiers im Entwicklungsgebiet 'WATERKANT' der landeseigenen Wohnungsunternehmen Gewobag und WBM werden einerseits konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Umsetzung solcher Konzepte im Projektgebiet untersucht - andererseits sollen Erkenntnisse zur Übertragbarkeit auf andere Neubauquartiere gewonnen werden. Das Projekt sucht Antworten auf die Herausforderungen wachsender Städte: Die schnell wachsende Bevölkerung erfordert nicht nur den Bau von neuem Wohnraum. Auch im Verkehr wächst die Nachfrage, das Angebot an Straßenraum zum Fahren und Parken ist jedoch kaum erweiterbar. Vollgeparkte Straßen im Wohnquartier, Behinderungen des Liefer-, Entsorgungs- und Busverkehrs, kein Durchkommen für Einsatz- und Rettungsfahrzeuge erfordern daher in den Städten neue Konzepte und Angebote für den Personen- und Wirtschaftsverkehr. Der Einsatz von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen wird durch geringere Lärm- und Schadstoffemissionen einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Wohnumfeldqualität leisten. Auch die Umsetzung einer guten Anbindung an den ÖPNV, zum Beispiel durch Radverkehr und mit Sharing-Fahrzeugen, gehört zu solchen Konzepten. Damit diese gelingen können, sollen die vielen planerischen, technologischen und organisatorischen Ideen in der Waterkant erstmals zusammengeführt werden. Hierbei werden erstmals auch rechtliche und institutionelle Fragen und Verflechtungen zwischen entsprechenden Akteuren geklärt und beispielhaft aufgelöst. Die Forschungsfragen des IKEM stammen vorwiegend aus den Rechtsbereichen rund um Straßen- und Straßenverkehrsrecht, Elektromobilität und Carsharing. Das interdisziplinäre Projekt bündelt wirtschafts-, politik-, planungs-, rechts- und sozialwissenschaftliche Kompetenzen und nutzt diese für die konkreten Planungen für die Waterkant. Initiiert wurde das Projekt von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Move Urban innerhalb der 'Leitinitiative Zukunftsstadt'. Projektpartner neben dem IKEM sind die Gewobag, das Institut für Verkehrsforschung des DLR sowie das Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik der TU Berlin (TU WIP) unter der Projektleitung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK).
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 100 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 6 |
| Land | 50 |
| Weitere | 5 |
| Wissenschaft | 29 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 92 |
| Text | 56 |
| unbekannt | 6 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 55 |
| Offen | 98 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 153 |
| Englisch | 5 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Dokument | 15 |
| Keine | 55 |
| Unbekannt | 1 |
| Webdienst | 2 |
| Webseite | 91 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 75 |
| Lebewesen und Lebensräume | 133 |
| Luft | 125 |
| Mensch und Umwelt | 154 |
| Wasser | 54 |
| Weitere | 151 |