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Funktionelle Differenzierung von arbuskulären Mykorrhizapilzen im Ober- vs. Unterboden: beherbergen Unterböden Eigenschaften zur Nährstoffgewinnung, die eine nachhaltige Landwirtschaft unterstützen?

Monokulturen und ineffiziente Ressourcennutzung, begleitet von Bodendegradation und Verlust der biologischen Vielfalt in konventionell bewirtschafteten Agrarsystemen, stellen eine Herausforderung für eine stabile Nahrungsmittelproduktion dar. Um die Nahrungsmittelproduktion zu sichern, ohne die Gesundheit und Funktionalität der Agrarökosysteme (weiter) zu gefährden, sind nachhaltige Strategien erforderlich. Arbuskuläre Mykorrhizapilze (AMF) sind die am weitesten verbreiteten Symbionten unter den Nutzpflanzen. Die meisten Studien zum Nutzen der AMF für die Pflanzenproduktion konzentrieren sich jedoch auf den Oberboden, d. h. die dünne Pflugschicht in konventionell bewirtschafteten Systemen. Das Potenzial von AMF in Unterböden (d.h. dem Mineralboden unterhalb der Pflugschicht) wird nur selten untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass Unterböden spezifische AMF-Arten beherbergen können, von denen man annimmt, dass sie sich in ihren Eigenschaften und Funktionalität von den Arten im Oberbodens unterscheiden. Das Hauptziel dieses Projekts ist eine funktionelle Differenzierung der AMF-Gemeinschaften im Ober- und Unterboden hinsichtlich ihrer Strategien zur Nährstoffakquise und -allokation. Das Projekt zielt auf die Beantwortung der Frage ab, (i) ob Unterböden AMF-Gemeinschaften mit funktionellen Eigenschaften beherbergen, die sich von denen der AMF-Gemeinschaften im Oberbodens unterscheiden oder sogar vielfältiger sind, und (ii) ob diese Eigenschaften für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Nutzen sein können. Die DNA Amplikon Sequenzierung und Metatranskriptomanalyse von AMF-Gemeinschaften, die mit Pflanzen verschiedener funktioneller Pflanzengruppen assoziiert sind, erlaubt eine erste Bewertung der funktionellen Vielfalt von AMF Unterbodengemeinschaften. Dies beruht auf der Annahme einer merkmalsbasierten Partnerwahl zwischen Pflanze und Pilz. Zur weiteren funktionellen Charakterisierung wird die Aufnahme und der Transfer von leicht verfügbarem N und K durch AMF Gemeinschaften mit Hilfe von 15N-angereicherten Verbindungen sowie Spurenelementen untersucht, die bei der Nährstoffaufnahme als K-Analoga agieren. Die Anregung der N- und P-Mobilisierung aus organischem Material durch AMF-Gemeinschaften wird unter Verwendung von zweifach isotopisch markiertem (15N, 33P) Pflanzenbiomasse untersucht. Durch 13CO2-Pulsmarkierung der Wirtspflanzen wird die Kohlenstoffallokation der Pflanzen in verschiedene AMF-Gemeinschaften analysiert. Dadurch sollen Erkenntnisse über das Potenzial von Unterböden als Reservoir für funktionell vielfältige AMF-Gemeinschaften und deren Potenzial zur Verbesserung der Nährstoffverwertung in Agrarsystemen gewonnen werden. Das Projekt wird damit zur Klärung der Frage beitragen, ob eine angemessene Bewirtschaftung des Unterbodens geeignet ist, die funktionelle Vielfalt von AMF oder sogar gezielt bestimmte funktionelle Eigenschaften von AMF in landwirtschaftlichen Systemen zu fördern, um die Nahrungsmittelproduktion zu stabilisieren.

Blattläuse: Unbeliebte Gartenbesucher

<p> So bekämpfen Sie Blattläuse ohne Chemie <ul> <li>Gestalten Sie Ihren Garten naturnah, um Fressfeinde anzulocken.</li> <li>Wählen Sie Pflanzensorten, die bei Blattläusen unbeliebt sind.</li> <li>Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, damit sich Läuse nicht massenhaft vermehren.</li> <li>Tolerieren Sie einen geringfügigen Befall.</li> <li>Entfernen Sie Blattläuse notfalls per Wasserstrahl.</li> </ul> Gewusst wie <p>Blattläuse (<em>Aphidina</em>) zählen zu den bekanntesten Schädlingen im Garten. Allein in Mitteleuropa sind rund 850 Blattlausarten bekannt. Sie stechen die Pflanzen an und saugen den zuckerhaltigen Pflanzensaft. Meist ist der Befall harmlos und kann toleriert werden. Insbesondere an Ziergehölzen sind Blattläuse nur ein optisches Problem. Wenn sie jedoch über einen längeren Zeitraum in großer Zahl an einer Pflanze saugen, schwächen sie diese. Die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse, der sogenannte Honigtau, sind außerdem ein idealer Nährboden für Rußtaupilze. Diese Pilze bilden einen schwarzen Belag, wodurch die Photosyntheseleistung der Pflanze sinkt. In einzelnen Fällen können Blattläuse auch Viruskrankheiten übertragen. Sie geben zum Beispiel Tabakmosaikviren an Tomaten, Gurken und Paprika sowie das Scharkavirus an Steinobst weiter. Gegen Viren gibt es keine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>.</p> <p><strong>Blattläuse in der Nahrungskette:</strong> Viele Vogelarten, Spinnen und Insekten ernähren sich von Blattläusen und deren Ausscheidungen. Insbesondere der Marienkäfer ist ein fleißiger Blattlausräuber. Ein ausgewachsener Käfer vertilgt in seinem etwa einjährigen Leben bis zu 5.000 Blattläuse. Die Käfer werden durch bestimmte Düfte (Pheromone) angelockt, welche befallene Pflanzen abgeben. Die Weibchen legen ihre Eier in die Blattlauskolonie und nach wenigen Tagen schlüpfen die ersten Larven, welche umgehend mit der Vertilgung der Blattläuse beginnen. Damit Marienkäfer nach ihrer Winterruhe gute Startbedingungen haben, brauchen sie schnell Nahrung. Diese besteht im Frühjahr, neben Blattläusen, auch aus Pollen von Rosengewächsen. Deshalb sollten Sie insbesondere im Frühjahr auf Insektizide verzichten, wenn Ihre Rosen von Blattläusen befallen sind. Die Rosen überstehen den Befall und blühen trotzdem. Marienkäfer und Meisenbrut danken es Ihnen.</p> <p><strong>Locken Sie Fressfeinde an:</strong> Gestalten Sie Ihren Garten abwechslungsreich und naturnah und errichten Sie Versteck- und Nistmöglichkeiten für Blattlaus-Räuber.</p> <ul> <li>Bieten Sie beispielsweise Marienkäfern (<em>Coccinellidae</em>) geeignete Plätze für die Winterruhe an: Laubhaufen, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/totholz">Totholz</a>, Steinhaufen, kleine trockene Hohlräume oder spezielle Nistkästen.</li> <li>Mit der Anlage von Blühflächen können sie gezielt Schwebfliegen (<em>Syrphidae</em>) anlocken. Die erwachsenen Tiere sind wichtige Bestäuber und ernähren sich von Nektar und Pollen folgender Pflanzen: Kamille, Kornblume, Phacelia, Nachtkerze, Margerite, Rainfarn und Vogelmiere. Die Larven vieler Schwebfliegenarten leben dagegen räuberisch. Eine Larve vertilgt bis zu 1.000 Blattläuse. Sie gehören im Frühling zu den ersten aktiven Blattlausvertilgern. Zum Überwintern brauchen Sie Verstecke in Baumstümpfen, Steinhaufen oder dichten Hecken.</li> <li>Auch Grabwespen der Gattungen <em>Pemphredon</em> und <em>Passaloecus</em> sind auf Blattläuse spezialisiert. Sie erbeuten diese in großer Anzahl und tragen sie in ihre Nester als Nahrung für die Larven. Die erwachsenen Tiere nähren sich an den Blüten von z.B. Wilder Möhre und Wiesen-Bärenklau und nisten in markhaltigen Stängeln von z.B. Holunder und Brombeeren. Als Nistplatz-Ersatz können Sie einfach ein paar Holunderäste (Markdurchmesser ca. 1 cm, Länge mindestens 30 cm) bündeln und aufrecht (vertikal) an einen sonnigen Platz hängen.</li> </ul> <p><strong>Sortenwahl:</strong> Es gibt einige Pflanzensorten, die gegen den Befall von Blattläusen resistent bzw. weniger anfällig sind. Allerdings wurden in Versuchen regionale Unterschiede nachgewiesen. In einigen Regionen Deutschlands sind zudem in den letzten Jahren die Blattlausresistenzen zusammengebrochen. Die Sauger befallen nun also auch Sorten, die sie vorher verschmäht haben. Informieren Sie sich zu passenden Sorten in Fachmedien und lassen Sie sich im Fachhandel (z.B. Gärtnereien, Baumschulen) dazu beraten.</p> <p><strong>Übrigens:</strong> Pflanzen mit einer intensiven grünen Farbe haben eine hohe Anziehungskraft auf Blattläuse. In einzelnen Kulturen kann es daher auch hilfreich sein, auf Sorten mit anderer Blattfarbe zurückzugreifen, z.B. rotblättriger Salat statt grünblättriger.</p> <p><strong>Blattläuse im Gewächshaus:</strong> Im Gewächshaus ist es möglich, gezielt Nützlinge aus dem Fachhandel gegen Blattläuse auszubringen. Da die Tiere unter Umständen aus dem Gewächshaus entweichen können, sollten Sie nur einheimische Arten und Unterarten verwenden. Das ist sehr wichtig, damit natürlich vorkommende Arten nicht beeinträchtigt oder verdrängt werden. Kaufen Sie z.B. nur heimische Marienkäferarten wie den Zweipunkt (<em>Adalia bipunctata</em>) oder den Siebenpunkt (<em>Coccinella septempunctata</em>). Kaufen Sie keine Asiatischen Marienkäfer (<em>Harmonia axyridis</em>, auch Harlekin-Marienkäfer) und keine Australischen Marienkäfer (<em>Cryptolaemus montrouzieri</em>). Mehr dazu lesen Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/nuetzlinge-im-garten#kommerzieller-einsatz-von-nutzlingen-im-gewachshaus-und-garten">HIER</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/bild2_0.png"> </a> <strong> Im Gewächshaus können zahlreiche Nützlinge eingesetzt werden. </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2025 überarbeitet) <p><strong>Blattläuse meiden starke Pflanzen:</strong>&nbsp;Achten Sie schon beim Kauf eines Gewächses darauf, dass es zu den Standortverhältnissen in Ihrem Garten passt. Kümmernde Pflanzen sind ein gefundenes Fressen für Blattläuse. Dasselbe gilt für überdüngte Pflanzen, weil sie ein weiches Gewebe haben.</p> <ul> <li>Setzen Sie <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/04_Pflanzenstaerkungsmittel/psm_Pflanzenstaerkungsmittel_node.html">Pflanzenstärkungsmittel⁠</a> ein, z.B. Ackerschachtelhalm-Extrakt. Gefestigtes Gewebe und Abwehrstoffe schrecken Blattläuse ab.</li> <li>Verwenden Sie Pflanzenextrakte, die für den Einsatz als <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/04_Anwender/02_AnwendungGrundstoffe/psm_AnwendungGrundstoffe_node.html">Grundstoff</a> genehmigt sind, z.B. Zwiebeln, Brennnesseln.</li> <li>Pflanzen Sie Blattlaus-abwehrende Gewächse zwischen anfällige Gewächse. Abwehrende Gewächse sind z.B. Knoblauch, Oregano, Thymian, Lavendel.</li> <li>Achten Sie auf eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Verwenden Sie organische Düngemittel anstatt von chemisch-synthetischen Düngemitteln. Vor allem synthetischer Stickstoff macht das Gewebe weich und anfällig für Krankheitserreger.</li> <li>Mulchen Sie die Gemüsepflanzen. Blattläuse finden ihre Wirtspflanzen über visuelle Anreize. Mulch verändert den Farbkontrast zwischen Boden und Pflanze, dadurch fliegen weniger Blattläuse die gemulchten Flächen an.</li> </ul> <p><strong>Mit Handarbeit gegen Lausbefall:</strong></p> <ul> <li>Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, damit sich Läuse nicht massenhaft vermehren.</li> <li>Streifen Sie befallene Triebe mit der Hand ab oder schneiden Sie diese einfach ab.</li> <li>Bei Gehölzen und robusten Stauden können Sie Blattläuse mit einem harten Wasserstrahl entfernen. Steigern Sie den Wasserdruck langsam und vorsichtig.</li> </ul> <p>⁠<strong>Blattlausarten in Obstgehölzen, im Gemüsebau und an Zierpflanzen: </strong>Oft treten an einer Pflanze mehrere unterschiedliche Blattlausarten auf. Zur Orientierung erhalten Sie in der Bildergalerie einen Überblick über wichtige Blattlausarten sowie einige artspezifische Tipps. Für Hobbygärtner*innen ist es allerdings nicht zwingend notwendig, die einzelnen Arten unterscheiden zu können. Die vorbeugenden Maßnahmen und die allgemeinen Strategien zur Befallsminderung treffen weitgehend auf alle Arten gleichermaßen zu.</p> <strong>Galerie: Blattlausarten im Obst, im Gemüse und an Zierpflanzen</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_gruene-pfirsichblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_mehlige-apfelblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_apfelfaltenlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_gruene-apfelblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_apfelgraslaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_schwarze-kirschenblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_grosse-rosenblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/blutlaus_10_2009.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/bohne-blattlaus2-hoyer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/nasonovia_ribisnigri.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/moehre-wurzelhalsblattlaus1-hoyer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/gurkeblattlaus1-800x600-hoyer_0.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/blattlaeuse4-slfa-nw-rw.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/mehlige_kohlblattlaus_jki_hommes_wk_2010_p1000712.jpg"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption <p><strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>⁠ nur im Notfall:</strong>&nbsp;Damit eine Bekämpfung von Blattläusen mit Pflanzenschutzmitteln erfolgreich ist, müssen die Spritzungen genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Häufig sind mehrere Spritzungen innerhalb weniger Wochen notwendig, bei denen sämtliche Pflanzenteile benetzt werden müssen. Trotzdem entwischen manche Läuse, die sich an den Triebspitzen, an Blattunterseiten und Wurzeln verstecken. Einige Pflanzenschutzmittel schaden auch Nützlingen. Wer sie trotzdem verwendet, gefährdet das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und ihren natürlichen Feinden. Wer Blattläuse mit Pflanzenschutzmitteln bekämpfen will, muss sich deshalb vorher genau informieren.</p> <ul> <li>Verwenden Sie nur Produkte, die für den Haus- und Kleingarten (HuK) zugelassen und mit der Kennzeichnung „<em>Anwendung durch nichtberufliche Anwender zulässig</em>“ versehen sind. In der <a href="https://psm-zulassung.bvl.bund.de/psm/jsp/">Datenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)</a> können Sie danach suchen.</li> <li>Vergleichsweise umweltverträgliche Wirkstoffe gegen Blattläuse sind z.B. Rapsöl oder Kali-Seife.</li> <li>Beachten Sie genau die Packungsbeilage, zum Schutz der Umwelt und Ihrer eigenen Gesundheit.</li> <li>Behandeln Sie die Pflanzen abends oder an einem bedeckten Tag, da die Tröpfchen wie winzige Linsen wirken und Sonnenbrand an den Pflanzen verursachen können.</li> </ul> </p><p> So bekämpfen Sie Blattläuse ohne Chemie <ul> <li>Gestalten Sie Ihren Garten naturnah, um Fressfeinde anzulocken.</li> <li>Wählen Sie Pflanzensorten, die bei Blattläusen unbeliebt sind.</li> <li>Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, damit sich Läuse nicht massenhaft vermehren.</li> <li>Tolerieren Sie einen geringfügigen Befall.</li> <li>Entfernen Sie Blattläuse notfalls per Wasserstrahl.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Blattläuse (<em>Aphidina</em>) zählen zu den bekanntesten Schädlingen im Garten. Allein in Mitteleuropa sind rund 850 Blattlausarten bekannt. Sie stechen die Pflanzen an und saugen den zuckerhaltigen Pflanzensaft. Meist ist der Befall harmlos und kann toleriert werden. Insbesondere an Ziergehölzen sind Blattläuse nur ein optisches Problem. Wenn sie jedoch über einen längeren Zeitraum in großer Zahl an einer Pflanze saugen, schwächen sie diese. Die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse, der sogenannte Honigtau, sind außerdem ein idealer Nährboden für Rußtaupilze. Diese Pilze bilden einen schwarzen Belag, wodurch die Photosyntheseleistung der Pflanze sinkt. In einzelnen Fällen können Blattläuse auch Viruskrankheiten übertragen. Sie geben zum Beispiel Tabakmosaikviren an Tomaten, Gurken und Paprika sowie das Scharkavirus an Steinobst weiter. Gegen Viren gibt es keine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>.</p> <p><strong>Blattläuse in der Nahrungskette:</strong> Viele Vogelarten, Spinnen und Insekten ernähren sich von Blattläusen und deren Ausscheidungen. Insbesondere der Marienkäfer ist ein fleißiger Blattlausräuber. Ein ausgewachsener Käfer vertilgt in seinem etwa einjährigen Leben bis zu 5.000 Blattläuse. Die Käfer werden durch bestimmte Düfte (Pheromone) angelockt, welche befallene Pflanzen abgeben. Die Weibchen legen ihre Eier in die Blattlauskolonie und nach wenigen Tagen schlüpfen die ersten Larven, welche umgehend mit der Vertilgung der Blattläuse beginnen. Damit Marienkäfer nach ihrer Winterruhe gute Startbedingungen haben, brauchen sie schnell Nahrung. Diese besteht im Frühjahr, neben Blattläusen, auch aus Pollen von Rosengewächsen. Deshalb sollten Sie insbesondere im Frühjahr auf Insektizide verzichten, wenn Ihre Rosen von Blattläusen befallen sind. Die Rosen überstehen den Befall und blühen trotzdem. Marienkäfer und Meisenbrut danken es Ihnen.</p> <p><strong>Locken Sie Fressfeinde an:</strong> Gestalten Sie Ihren Garten abwechslungsreich und naturnah und errichten Sie Versteck- und Nistmöglichkeiten für Blattlaus-Räuber.</p> <ul> <li>Bieten Sie beispielsweise Marienkäfern (<em>Coccinellidae</em>) geeignete Plätze für die Winterruhe an: Laubhaufen, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/totholz">Totholz</a>, Steinhaufen, kleine trockene Hohlräume oder spezielle Nistkästen.</li> <li>Mit der Anlage von Blühflächen können sie gezielt Schwebfliegen (<em>Syrphidae</em>) anlocken. Die erwachsenen Tiere sind wichtige Bestäuber und ernähren sich von Nektar und Pollen folgender Pflanzen: Kamille, Kornblume, Phacelia, Nachtkerze, Margerite, Rainfarn und Vogelmiere. Die Larven vieler Schwebfliegenarten leben dagegen räuberisch. Eine Larve vertilgt bis zu 1.000 Blattläuse. Sie gehören im Frühling zu den ersten aktiven Blattlausvertilgern. Zum Überwintern brauchen Sie Verstecke in Baumstümpfen, Steinhaufen oder dichten Hecken.</li> <li>Auch Grabwespen der Gattungen <em>Pemphredon</em> und <em>Passaloecus</em> sind auf Blattläuse spezialisiert. Sie erbeuten diese in großer Anzahl und tragen sie in ihre Nester als Nahrung für die Larven. Die erwachsenen Tiere nähren sich an den Blüten von z.B. Wilder Möhre und Wiesen-Bärenklau und nisten in markhaltigen Stängeln von z.B. Holunder und Brombeeren. Als Nistplatz-Ersatz können Sie einfach ein paar Holunderäste (Markdurchmesser ca. 1 cm, Länge mindestens 30 cm) bündeln und aufrecht (vertikal) an einen sonnigen Platz hängen.</li> </ul> <p><strong>Sortenwahl:</strong> Es gibt einige Pflanzensorten, die gegen den Befall von Blattläusen resistent bzw. weniger anfällig sind. Allerdings wurden in Versuchen regionale Unterschiede nachgewiesen. In einigen Regionen Deutschlands sind zudem in den letzten Jahren die Blattlausresistenzen zusammengebrochen. Die Sauger befallen nun also auch Sorten, die sie vorher verschmäht haben. Informieren Sie sich zu passenden Sorten in Fachmedien und lassen Sie sich im Fachhandel (z.B. Gärtnereien, Baumschulen) dazu beraten.</p> <p><strong>Übrigens:</strong> Pflanzen mit einer intensiven grünen Farbe haben eine hohe Anziehungskraft auf Blattläuse. In einzelnen Kulturen kann es daher auch hilfreich sein, auf Sorten mit anderer Blattfarbe zurückzugreifen, z.B. rotblättriger Salat statt grünblättriger.</p> <p><strong>Blattläuse im Gewächshaus:</strong> Im Gewächshaus ist es möglich, gezielt Nützlinge aus dem Fachhandel gegen Blattläuse auszubringen. Da die Tiere unter Umständen aus dem Gewächshaus entweichen können, sollten Sie nur einheimische Arten und Unterarten verwenden. Das ist sehr wichtig, damit natürlich vorkommende Arten nicht beeinträchtigt oder verdrängt werden. Kaufen Sie z.B. nur heimische Marienkäferarten wie den Zweipunkt (<em>Adalia bipunctata</em>) oder den Siebenpunkt (<em>Coccinella septempunctata</em>). Kaufen Sie keine Asiatischen Marienkäfer (<em>Harmonia axyridis</em>, auch Harlekin-Marienkäfer) und keine Australischen Marienkäfer (<em>Cryptolaemus montrouzieri</em>). Mehr dazu lesen Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/nuetzlinge-im-garten#kommerzieller-einsatz-von-nutzlingen-im-gewachshaus-und-garten">HIER</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/bild2_0.png"> </a> <strong> Im Gewächshaus können zahlreiche Nützlinge eingesetzt werden. </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2025 überarbeitet) </p><p> <p><strong>Blattläuse meiden starke Pflanzen:</strong>&nbsp;Achten Sie schon beim Kauf eines Gewächses darauf, dass es zu den Standortverhältnissen in Ihrem Garten passt. Kümmernde Pflanzen sind ein gefundenes Fressen für Blattläuse. Dasselbe gilt für überdüngte Pflanzen, weil sie ein weiches Gewebe haben.</p> <ul> <li>Setzen Sie <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/04_Pflanzenstaerkungsmittel/psm_Pflanzenstaerkungsmittel_node.html">Pflanzenstärkungsmittel⁠</a> ein, z.B. Ackerschachtelhalm-Extrakt. Gefestigtes Gewebe und Abwehrstoffe schrecken Blattläuse ab.</li> <li>Verwenden Sie Pflanzenextrakte, die für den Einsatz als <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/04_Anwender/02_AnwendungGrundstoffe/psm_AnwendungGrundstoffe_node.html">Grundstoff</a> genehmigt sind, z.B. Zwiebeln, Brennnesseln.</li> <li>Pflanzen Sie Blattlaus-abwehrende Gewächse zwischen anfällige Gewächse. Abwehrende Gewächse sind z.B. Knoblauch, Oregano, Thymian, Lavendel.</li> <li>Achten Sie auf eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Verwenden Sie organische Düngemittel anstatt von chemisch-synthetischen Düngemitteln. Vor allem synthetischer Stickstoff macht das Gewebe weich und anfällig für Krankheitserreger.</li> <li>Mulchen Sie die Gemüsepflanzen. Blattläuse finden ihre Wirtspflanzen über visuelle Anreize. Mulch verändert den Farbkontrast zwischen Boden und Pflanze, dadurch fliegen weniger Blattläuse die gemulchten Flächen an.</li> </ul> <p><strong>Mit Handarbeit gegen Lausbefall:</strong></p> <ul> <li>Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, damit sich Läuse nicht massenhaft vermehren.</li> <li>Streifen Sie befallene Triebe mit der Hand ab oder schneiden Sie diese einfach ab.</li> <li>Bei Gehölzen und robusten Stauden können Sie Blattläuse mit einem harten Wasserstrahl entfernen. Steigern Sie den Wasserdruck langsam und vorsichtig.</li> </ul> <p>⁠<strong>Blattlausarten in Obstgehölzen, im Gemüsebau und an Zierpflanzen: </strong>Oft treten an einer Pflanze mehrere unterschiedliche Blattlausarten auf. Zur Orientierung erhalten Sie in der Bildergalerie einen Überblick über wichtige Blattlausarten sowie einige artspezifische Tipps. Für Hobbygärtner*innen ist es allerdings nicht zwingend notwendig, die einzelnen Arten unterscheiden zu können. Die vorbeugenden Maßnahmen und die allgemeinen Strategien zur Befallsminderung treffen weitgehend auf alle Arten gleichermaßen zu.</p> <strong>Galerie: Blattlausarten im Obst, im Gemüse und an Zierpflanzen</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_gruene-pfirsichblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_mehlige-apfelblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_apfelfaltenlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_gruene-apfelblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_apfelgraslaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_schwarze-kirschenblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_grosse-rosenblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/blutlaus_10_2009.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/bohne-blattlaus2-hoyer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/nasonovia_ribisnigri.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/moehre-wurzelhalsblattlaus1-hoyer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/gurkeblattlaus1-800x600-hoyer_0.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/blattlaeuse4-slfa-nw-rw.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/mehlige_kohlblattlaus_jki_hommes_wk_2010_p1000712.jpg"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption </p><p> <p><strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>⁠ nur im Notfall:</strong>&nbsp;Damit eine Bekämpfung von Blattläusen mit Pflanzenschutzmitteln erfolgreich ist, müssen die Spritzungen genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Häufig sind mehrere Spritzungen innerhalb weniger Wochen notwendig, bei denen sämtliche Pflanzenteile benetzt werden müssen. Trotzdem entwischen manche Läuse, die sich an den Triebspitzen, an Blattunterseiten und Wurzeln verstecken. Einige Pflanzenschutzmittel schaden auch Nützlingen. Wer sie trotzdem verwendet, gefährdet das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und ihren natürlichen Feinden. Wer Blattläuse mit Pflanzenschutzmitteln bekämpfen will, muss sich deshalb vorher genau informieren.</p> <ul> <li>Verwenden Sie nur Produkte, die für den Haus- und Kleingarten (HuK) zugelassen und mit der Kennzeichnung „<em>Anwendung durch nichtberufliche Anwender zulässig</em>“ versehen sind. In der <a href="https://psm-zulassung.bvl.bund.de/psm/jsp/">Datenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)</a> können Sie danach suchen.</li> <li>Vergleichsweise umweltverträgliche Wirkstoffe gegen Blattläuse sind z.B. Rapsöl oder Kali-Seife.</li> <li>Beachten Sie genau die Packungsbeilage, zum Schutz der Umwelt und Ihrer eigenen Gesundheit.</li> <li>Behandeln Sie die Pflanzen abends oder an einem bedeckten Tag, da die Tröpfchen wie winzige Linsen wirken und Sonnenbrand an den Pflanzen verursachen können.</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Schwerpunktprogramm (SPP) 1374: Biodiversitäts-Exploratorien; Exploratories for Long-Term and Large-Scale Biodiversity Research (Biodiversity Exploratories), Teilprojekt: Faktoren der Verbreitung und Diversität pflanzenpathogener Protisten in Grünland und Wäldern der Biodiversitätsexploratorien (PATHOGEN)

Interaktionen zwischen Pflanzen und Mikrooganismen werden als treibende Faktoren für die Zusammensetzung und Diversität von Pflanzengemeinschaften angesehen. Oomyceten (z.B. Pythium) und Cercozoen (z.B. Plasmodiophora) gehören zu den weltweit bedeutendsten Pflanzenparasiten. Neben Feldfrüchten besiedeln sie ein weites Spektrum von Wirtspflanzen und üben darüber wahrscheinlich einen wichtigen, bisher aber nicht erforschten Einfluss auf die Diversität von natürlichen Pflanzengemeinschaften aus. Trotz ihrer funktionellen Bedeutung wurde ihre Verbreitung in natürlichen Lebensräumen noch nie systematisch untersucht. Molekulare Sequenziermethoden erlauben es nun die Diversität und Verbreitung mikrobieller Pathogene in nie dagewesener Genauigkeit in Böden und Pflanzen zu bestimmen. In Böden aller 300 experimenteller Plots in Grünland und Wäldern der Biodiversitätsexploratorien und in Rhizosphärenproben des BELOW Subprojekts sollen über High-troughput Illumina Sequenzierung die Diversität und die natürlichen Reservoirs von zwei Protistengruppen, Oomyceten und Cercozoen , untersucht werden. Beide Protistengruppen sind funktionell hochdivers und decken ein breites Spektrum von fakultativen zu obligatorischen Pflanzenparasiten bis hin zu freilebenden Bakterivoren ab, wobei manche parasitische Taxa einen Teil ihres Lebenszyklus als Saprotrophe verbringen. Die Biodiversitätsexploratorien bieten die Möglichkeit den Einfluss der Intensivierung von Landnutzung auf die Verbreitung von Pflanzenparasiten in verschiedenen geographischen Regionen Deutschlands zu untersuchen. Netzwerkanalysen ermöglichen es komplexe Gemeinschaften interagierender Mikroorganismen zu analysieren und potenzielle Hubs d.h. zentral agierende Pflanzenpathogene, mögliche pathogen-unterdrückende Bodengemeinschaften, und ihre Beziehung zu Wurzelmetaboliten und Pflanzentraits zu identifizieren. Erstmal würde eine großflächige Studie zur Verbreitung dieser hochdiversen und funktionell bedeutenden Pflanzenpathogene in natürlichen Habitaten durchgeführt. Diese Studie wird einen wichtigen Beitrag leisten um Faktoren zur Unterdrückung von Pflanzenparasiten durch Bewirtschaftungsverfahren zu identifizieren und Hinweise für Pathogenausbrüche liefern.

Befallsmechanismen des hyperparasitischen Pilzes Fusarium oxysporum f.sp. orthoceras gegenüber Orobanche cumana, einem parasitischen Unkraut der Sonnenblume

Einleitung: Die Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) sind parasitische Blütenpflanzen, die sich über ein Kontaktorgan (Haustorium) an die Wurzel der Wirtspflanze anhaften und von ihr Wasser, Nährstoffe und Assimilate aufnehmen. Zu den Wirtspflanzen einiger Orobanche-Arten zählen auch wichtige Nutzpflanzen, wie etwa Bohnen, Sonnenblumen oder Tabak. Je nach Befallsintensität kann es zu signifikanten Ertragsminderungen oder sogar zu kompletten Ertragsverlusten kommen. Insbesondere im Mittelmeergebiet, Asien und Nordafrika steigt die Bedrohung der Nutzpflanzenproduktion durch Orobanche stetig an. Die Kontrolle von Orobanche mit Hilfe von Herbiziden ist teuer, schwierig handhabbar und nicht ausreichend effektiv. Resistenzzüchtungen der Nutzpflanzen werden aufgrund des Vorkommens verschiedenster Orobanche-Rassen (mit verschiedenen Pathogenitätsfaktoren) schnell durchbrochen. Leider fehlen bislang ausreichende Informationen zur Interaktion von Orobanche mit den jeweiligen Wirten. Anhand derartiger grundlegender Erkenntnisse könnten alternative oder verbesserte Kontrollmaßnahmen entwickelt werden. Stärkung der Resistenz der Nutzpflanzen (induzierte Resistenz) oder die Verwendung Orobanche-spezifischer Antagonisten (wie etwa des Hyperparasiten F. oxysporum f.sp. orthoceras) als biologisches Kontrollagens stellen wirksame Möglichkeiten der Kontrolle des Pathogens dar. Ziele: Als Modell zum Verständnis der Interaktion der Sommerwurz mit seinen Wirten wird die Assoziation von Orobanche cumana Wallr. und der Sonnenblume (Helianthus annuus L.) verwendet. Die Ziele des Projektes sind: - grundlegender Erkenntniszuwachs zur Interaktion von O. cumana und H. annuus. - Wirkungsweise des Hyperparasiten F. oxysporum f.sp. orthoceras auf seinen Wirt O. cumana (Biochemie, Histologie), - Auswirkung von Pflanzenstärkungsmitteln als Resistenzaktivatoren der Sonnenblume auf den Befall mit O. cumana.

Forschergruppe (FOR) 2416: Space-Time Dynamics of Extreme Floods (SPATE), Teilprojekt: Entschlüsselung der von Xylella fastidiosa erzeugten Chitinsignaturen

Die Fähigkeit, Chitin abzubauen, ist für das Überleben und den Besiedelungserfolg von pilzlichen und bakteriellen Pathogenen, von denen viele agronomisch wichtige Krankheiten verursachen, wesentlich. Bei pathogenen Bakterien, denen Chitin fehlt, spielt der Abbau von Chitin eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Pilzen, die Pflanzen besiedeln, und beim Überleben in Insekten, wenn die Übertragung über Vektoren erfolgt. Xylella fastidiosa ist als prioritärer Schädling in Europa gelistet. Dieses von Insekten übertragene Bakterium verursacht das OLIVE QUICK DECLINE SYNDROME (OQDS) und Krankheitsausbrüche in den letzten zehn Jahren. Die Dringlichkeit, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie X. fastidiosa seine Wirte kolonisiert, wird durch den Mangel an Behandlungsmitteln deutlich. Es wurde beschrieben, dass eine Chitinase, chiA, von X. fastidiosa sekretiert wird und i) die Verwendung von Chitin als Kohlenstoffquelle vermittelt, möglicherweise in Insektenvektoren und von Xylem-besiedelnden Pilzen, ii) die Übertragung durch Insektenvektoren fördert und iii) für eine systemische Infektion in Pflanzen erforderlich ist, möglicherweise gegen pflanzenbesiedelnde Pilze wirkend. Unser Fokus liegt auf chiA, weil diese bakterielle Chitinase iv) eine ungewöhnliche Schleife in ihrer modellierten 3D-Struktur trägt, die die Substratspezifität bestimmen könnte, und v) wahrscheinlich Chitin-Oligomere freisetzt, die Immunantworten in Wirten von X. fastidiosa modulieren könnten. Obwohl Chitinasen seit Jahrzehnten untersucht werden, haben wir wenig Wissen über die Beziehungen zwischen Substrat, Struktur, Produkt und deren Bioaktivität, die für das Verständnis ihrer Rolle als Virulenzfaktoren von entscheidender Bedeutung sind. Hier ist unser Ziel, zwei Schlüsselfragen zu beantworten: 1. Wie baut X. fastidiosa Chitin ab? Die Analyse der chiA Aktivität und Spezifität unter Verwendung einer Reihe definierter Chitinsubstrate und verschiedener Organismenquellen wird Abbauprodukte aufdecken, die dann einer Bioaktivitätsanalyse unterzogen werden. Struktur-Funktions-Beziehungen werden in silico, in vitro und in vivo untersucht. 2. Welches immunmodulatorische Potenzial haben Chitin-Oligomere, die von X. fastidiosa produziert werden? Der Vergleich verschiedener Immunantworten auf chiA Produkte in Modell- und Wirtspflanzen sowie die Untersuchung der Mustererkennungsrezeptor-vermittelten Immunität dürften Erkenntnisse zu dieser Frage liefern. Als wichtiger Virulenzfaktor ist es unser übergeordnetes Ziel, die molekularen Details der chiA Funktion besser zu verstehen und ihre Rolle bei der systemischen Pflanzeninfektion aufzuklären. Wir stellen uns vor, dass dieses Wissen für biotechnologische Zwecke nützlich sein könnte.

Test battery for the effect determination of chemicals in soils: Suitability of test systems with mycorrhizal fungi for the risk assessment

Arbuscular Mycorrhizal Fungi (AMF) are recognized as important providers of ecosystem services, supporting soil health and key soil functions. Their ecological relevance and sensitivity to chemicals led the European Food Safety Authority (EFSA) indicate AMF as a potential group of non-target test organisms for future Ecological Risk Assessment schemes (ERA) for Plant Protection Products (PPPs). However, AMF sensitivity to chemicals is poorly understood and the impact of contaminants on the AMF life cycle, including on spore viability (AMF pre-symbiotic phase), root colonization and subsequent production of spores and soil mycelium (AMF symbiotic phase), are of growing concern due to the crucial importance of these microorganisms on soil ecosystems.The ERAMYC project included an extensive literature review on the effects of organic chemicals on the pre-symbiotic and symbiotic phases of the AMF life cycle which guided the development and refinement of test protocols for AMF testing for risk assessment. A series of laboratory experiments, including the use of different test methodologies, AMF species, host plants, test soils and test substances, culminated on the production of test protocols which were submitted to ring tests, with the objective of drafting a new OECD test guideline for AMF pre-symbiotic and symbiotic phase testing.Despite the steps given towards standardization of AMF testing, the tested methods within this project showed high variability of the estimated endpoints and a low number of valid data sets resulting from the ring test experiments. AMF intra-specific genetic variation and the technical knowledge needed for the measurement of AMF parameters (e.g. root colonization and hyphae measurements) could be the main factors contributing to the high variability of the results.Data produced in the ERAMYC project constitutes an undeniable contribution for the standardization of methods based on AMF colonization and highlights the current insufficiency of ERA of PPPs in European Union to protect this group of microorganisms in terrestrial systems.

Test battery for the effect determination of chemicals in soils: Suitability of test systems with mycorrhizal fungi for the risk assessment

Arbuscular Mycorrhizal Fungi (AMF) are recognized as important providers of ecosystem services, supporting soil health and key soil functions. Their ecological relevance and sensitivity to chemicals led the European Food Safety Authority (EFSA) indicate AMF as a potential group of non-target test organisms for future Ecological Risk Assessment schemes (ERA) for Plant Protection Products (PPPs). However, AMF sensitivity to chemicals is poorly understood and the impact of contaminants on the AMF life cycle, including on spore viability (AMF pre-symbiotic phase), root colonization and subsequent production of spores and soil mycelium (AMF symbiotic phase), are of growing concern due to the crucial importance of these microorganisms on soil ecosystems. The ERAMYC project included an extensive literature review on the effects of organic chemicals on the pre-symbiotic and symbiotic phases of the AMF life cycle which guided the development and refinement of test protocols for AMF testing for risk assessment. A series of laboratory experiments, including the use of different test methodologies, AMF species, host plants, test soils and test substances, culminated on the production of test protocols which were submitted to ring tests, with the objective of drafting a new OECD test guideline for AMF pre-symbiotic and symbiotic phase testing. Despite the steps given towards standardization of AMF testing, the tested methods within this project showed high variability of the estimated endpoints and a low number of valid data sets resulting from the ring test experiments. AMF intra-specific genetic variation and the technical knowledge needed for the measurement of AMF parameters (e.g. root colonization and hyphae measurements) could be the main factors contributing to the high variability of the results. Data produced in the ERAMYC project constitutes an undeniable contribution for the standardization of methods based on AMF colonization and highlights the current insufficiency of ERA of PPPs in European Union to protect this group of microorganisms in terrestrial systems. Veröffentlicht in Texte | 10/2026.

Identifizierung von Lockstoffen bei Borkenkaefern, fluechtige Inhaltsstoffe von holzzerstoerenden Pilzen, Koniferen, Laubbaeumen, Ameisen

Die Kenntnis artspezifischer Lockstoffe oder Abwehrstoffe ermoeglicht die Manipulation von Insektenpopulationen unter weitgehender Vermeidung der Anwendung von Bioziden; solche Substanzen koennen sowohl in den Insekten selbst als auch in ihren Wirtspflanzen vorkommen und koennen zur Chemotaxonomie dienen.

Integrierte Bekämpfung von bakteriellen Erkrankungen der Tomate, unter besonderer Berücksichtigung der Bakteriellen Welke

Ein integrierter Ansatz zur Bekämpfung der bakteriellen Welke, der auf der Resistenz der Wirtspflanzen basiert, unter besonderer Berücksichtigung der Selektion unter geschützten Anbaubedingungen und von Untersuchungen zu Resistenzmechanismen und Wirt-Parasit-Interaktionen - unterstützt durch Charakterisierung von Stämmen von Ralstonia solanacearum, gesammelt von verschiedenen Herkünften in Thailand - wird für die erste Phase des vorliegenden Projektes vorgeschlagen. Aspekte der Interaktion mit Nematoden - tritrophe Interaktionen pflanzenpathogener Bakterien/Nematoden/Wirtspflanze - und Untersuchungen zu pathogenunterdrückenden Kulturmaßnahmen wie Düngergaben (organisch und anorganisch) und physikalischen Bodenbehandlungen sowie zur biologischen Bekämpfung werden in Vorstudien in enger Zusammenarbeit mit dem Thailändischen Partner, Dr. N. Thavechaii von der Kasetart Universität, und mit den Teilprojekten P3 und P6 in Jahr abgedeckt. Diese Untersuchungen sollen in der zweiten Projektphase intensiviert werden.

Wissensbasierte Maßnahmen für den nachhaltigen Pflanzenschutz zur langfristigen Erhaltung der Peronospora-Resistenz in pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, Teilprojekt B

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