Mehr Ausgründungen, mehr Autonomie und mehr Mitbestimmung: Das neue Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt greift zahlreiche Diskussionspunkte der Wissenschaftspolitik der vergangenen Jahre auf. Zentrales Ziel ist es, die Wissenschaftseinrichtungen in ihrem besonderen Stellenwert für die Entwicklung des Landes zu stärken. So wird durch die Novelle beispielsweise dem Gründungsgeschehen in Sachsen-Anhalt deutlicher Schwung verliehen werden.
Das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt (kurz: MWU Sachsen-Anhalt) befasst sich mit den großen Zukunftsaufgaben unserer Zeit: der erfolgreichen Gestaltung der Energiewende, dem Klimaschutz, nachhaltigem Wirtschaften sowie dem Umweltschutz. Um die Herausforderungen erfolgreich zu meistern, bedarf es vielfältiger wissenschaftlicher Expertise. Deshalb wird es das Ziel des Ministeriums sein, die erstklassige Wissenschaftslandschaft Sachsen-Anhalts weiterzuentwickeln. Minister Prof. Dr. Armin Willingmann Telefon: +49 391 567-1916 E-Mail: VzMin(at)mwu.sachsen-anhalt.de Leiterin des Ministerbüros Johanna Sannecke Telefon: +49 391 567-1970 E-Mail: johanna-dina.sannecke(at)mwu.sachsen-anhalt.de Persönliche Referentin des Ministers Anne Hellmann (Elternzeitvertretung bis Oktober 2025) Telefon: +49 391 567-1971 E-Mail: anne.hellmann(at)mwu.sachsen-anhalt.de Pressesprecher Matthias Stoffregen Telefon: +49 391 567-1951 E-Mail: matthias.stoffregen(at)mwu.sachsen-anhalt.de Stellvertretender Pressesprecher Robin Baake Telefon: +49 391 567-1953 E-Mail: robin.baake(at)mwu.sachsen-anhalt.de Staatssekretär Thomas Wünsch (Amtschef) Telefon: +49 391 567-1961 Staatssekretär Dr. Steffen Eichner Telefon: +49 391 567-1969 Petra Heydrich Telefon: +49 391 567-3420 Sandra Neumann Vorsitzende des Hauppersonalrats beim Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Telefon: +49 391 567 1863 E-Mail: sandra.neumann(at)mwu.sachsen-anhalt.de Zur Webseite des Hautpersonalrates Anne-Christin Barthel Abteilungsleiterin Vorzimmer Telefon: +49 391 567-1778 E-Mail: VzAL1(at)mwu.sachsen-anhalt.de Referat 11 - Organisation, Verwaltungsmodernisierung, Digitalisierung, OZG Jan Dittrich Referat 12 - Personal, Bildungs- und Gesundheitsmanagement Antje Bartels Referat 13 - Haushalt, Koordinierung EU-Fonds Dr. Jörg Fenchel Referat 14 - Justitiariat, Beteiligungsverwaltung, LHO-Betriebsprüfung, Internationale Zusammenarbeit Michael Strampe Referat 15 - IT, Umweltinformationsmanagement, Geoinformation Veronika Janssen Referat 16 - Innerer Dienst, Hochschulpersonal und Hochschuldienstrecht Frank Anhalt Dr. Ekkehard Wallbaum Abteilungsleiter Kontakt zum Vorzimmer: Telefon: +49 391 567-1551 E-Mail: VzAL2(at)mwu.sachsen-anhalt.de Referat 21 - Allgemeine und Rechtsangelegenheiten der Abteilung, Landesbetriebe und Anstalten Michael Janssen Referat 22 - Hochwasserschutz, Gewässer- und Anlagenunterhaltung, EU-Hochwasserriskomanagement-Richtlinie Sven Schulz Referat 23 - Abwasserbeseitigung, Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, Wasserversorgung, Gewässerschutz, Wasserrahmenrichtlinie Hans-Werner Peschel Referat 24 - Arten- und Biotopschutz, Natura 2000, Eingriffsregelung, Landschaftsplanung Christian Bank Referat 25 - Biodiversität, Großschutzgebiete, Naturschutzfördermaßnahmen Reinhold Sangen-Emden Geschäftsstelle der Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG Elbe) Ulrike Hursie Uwe Zischkale Abteilungsleiter Kontakt zum Vorzimmer: Telefon: +49 391 567-1611 E-Mail: VzAL3(at)mwu.sachsen-anhalt.de Referat 31 - Grundsatzangelegenheiten, Allgemeine und Rechtsangelegenheiten der Abteilung, Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung, EU-Förderprogramme im Bereich Energie Jenny Schwarz, m.d.W.d.G.b Referat 32 - Energiewende, Wasserstoffwirtschaft, Energiemärkte, Energieeffizienz, Wärmewende Thomas Gerke Referat 33 - Energieaufsicht, Energieregulierung Stefan Köster Referat 34 - Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier N. N. Landesregulierungsbehörde des Landes Sachsen-Anhalt (LRB) Stefan Köster Gesa Kupferschmidt Abteilungsleiterin Kontakt zum Vorzimmer: Telefon: +49 391 567-1506 E-Mail: VzAL4(at)mwu.sachsen-anhalt.de Referat 41 - Allgemeine und Rechtsangelegenheiten der Abteilung, Fachübergreifendes Umweltrecht Aleksander Hinkel Referat 42 - Anlagenbezogener Immissionsschutz, Lärmbekämpfung und Luftreinhaltung Stefan Behrend Referat 43 - Bodenschutz und Altlasten Gabriela Kluge Referat 44 - Kreislaufwirtschaft, Chemikaliensicherheit und allgemeiner Gesundheitsschutz Dr. Claudia Hauffe-Kloss Referat 45 - Strahlenschutz, Atomrecht Bernd Köhler Referat 46 - Klimawandel, Klimaschutz Steffi Mitschke Dr. Michael Lehmann Abteilungsleiter Kontakt zum Vorzimmer: Telefon: +49 391 567-3477 E-Mail: Vz5MWU(at)mwu.sachsen-anhalt.de Referat 51 - Wissenschaftspolitik, grundsätzliche Angelegenheiten der Hochschulen, Gremien Thomas Neumann Referat 52 - Hochschulaufsicht und Angelegenheiten der Hochschulverwaltung Christoph Börner Referat 53 - Hochschulmedizin, Hochschulrecht, Hochschulgesetzgebung, Qualitätssicherung Uwe Paul, m.d.W.d.G.b. Referat 54 - Forschung und Technologietransfer, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen Uwe Paul Referat 55 - Hochschulzugang, Studentenwerke, Digitalisierung, Ausbildungsförderung, PG "OZG-Umsetzung - Studium und Weiterbildung" N. N. Projekt- und Koordinierungsstelle BAföG-Digital Stefan Kirst
Die Wissenschaftsministerinnen und -minister der Bundesländer werden sich künftig in einer eigenen Konferenz über aktuelle Themen der Wissenschafts- und Hochschulpolitik abstimmen. Das hat die Kultusministerkonferenz (KMK) im saarländischen Völklingen beschlossen. „Damit haben wir einen starken Schritt für eine zukunftsfähige Wissenschaftspolitik in Deutschland gemacht, die dadurch noch besser sichtbar sein wird“, betonte Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann am heutigen Freitag. Er hatte sich mit Nachdruck für die jetzt erfolgte Strukturreform stark gemacht. Die KMK wird ab Juli 2024 aus drei selbstständigen Fachministerkonferenzen für Wissenschaft, Bildung und Kultur bestehen. „Diese können sich noch stärker inhaltlich auf eigene Themen fokussieren. Zudem wird unser Austausch durch kürzere Entscheidungswege effizienter. Die neue Wissenschaftsministerkonferenz soll eine starke wissenschaftspolitische Stimme der Länder im Austausch mit dem Bund, der deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft sowie anderen gesellschaftlichen Akteuren sein“, sagte Willingmann. Die gleichberechtigten Vorsitzenden der drei Fachkonferenzen werden eine gemeinsame Spitzenstruktur bilden, welche für die politisch-strategische Koordination der KMK zuständig ist. Die Premiere der Wissenschaftsministerkonferenz wird Ende November in Köln stattfinden. Die Ressortchefinnen und -chefs werden dann künftig zweimal jährlich eigenständig tagen sowie einmal im Jahr gemeinsam mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen aus dem Bildungs- und Kulturbereich. Die Schaffung einer eigenständigen Konferenz der Wissenschaftsministerinnen und -minister folgt auch einem Wandel bei den Ressortzuschnitten. „Früher waren Wissenschaft, Bildung und Kultur in den Ländern zumeist in einem Ministerium gebündelt. Heute ist die Wissenschaft dagegen mit Bereichen wie Energie, Gesundheit oder Finanzen verbunden. Durch die neue Struktur mit jährlich zwei eigenständigen Sitzungen zu Wissenschaftsthemen und einer gemeinsamen Sitzung zu Querschnittsthemen tragen wir dieser Entwicklung Rechnung. Dies schafft mehr Klarheit und Raum fürs Wesentliche – und macht auch die KMK insgesamt effizienter und schlagkräftiger“, unterstrich der Minister. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950 Fax: +49 391 567-1964 E-Mail: PR@mule.sachsen-anhalt.de Facebook: Umwelt.LSA Twitter: UmweltLSA YouTube: Umwelt_LSA Instagram: Umwelt.LSA
Sachsen-Anhalts Forschungsförderung ist weiter stark gefragt: 2023 hat das Wissenschaftsministerium 73 Vorhaben im Gesamtvolumen von rund zwölf Millionen Euro bewilligt – damit sind die Mittel für dieses Jahr nahezu komplett gebunden. Unterstützt werden vor allem Forschungsprojekte der Universitäten Halle und Magdeburg inklusive Hochschulmedizin sowie der vier Hochschulen für angewandte Wissenschaften des Landes, aber auch Vorhaben außeruniversitärer Forschungseinrichtungen. Dazu sagt Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann : „Die Forschungsförderung des Landes ist ein wichtiger Baustein unserer Wissenschaftspolitik. Mithilfe der Unterstützung können kluge Köpfe an heimischen Universitäten und Hochschulen zu relevanten Themen neues Wissen schaffen, das die Gesellschaft weiterbringt. Daher wollen wir die Forschungsförderung in den nächsten Jahren auf hohem Niveau fortführen.“ Ein ganz aktuelles Projekt, das zudem Wissenschaft und Umwelt verbindet, ist das Forschungsvorhaben „E.ZE.SA: Erregerspektrum von Zecken in Sachsen-Anhalt“ des Universitätsklinikums Magdeburg. In Kooperation mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin aus Hamburg und der Ruhr-Universität-Bochum gehen die Forschenden der Frage nach, wie sich Klimaerwärmung und Globalisierung auf die Zeckengefahr in Sachsen-Anhalt auswirken. In einer ersten Phase wurden dabei zwischen Juli 2019 und April 2020 Zeckenfunde von Beschäftigten der landeseigenen Forstbetriebe gesammelt und analysiert. Dabei wurden vorwiegend zwei Arten gefunden: Auwaldzecken und der Gemeine Holzbock. In der zweiten Projektphase soll nun in den nächsten zwei Jahren zusätzlich erforscht werden, welche Erreger durch die bis Ende 2024 gefundenen Zecken auf das Forstpersonal übertragen werden; dies wird vom Wissenschaftsministerium mit rund 146.000 Euro im Rahmen der Landesforschungsförderung unterstützt. „Am Ende der zweiten Projektphase hoffen wir, belastbare wissenschaftliche Evidenz generiert zu haben, die als Fundament für künftige Risikoabschätzungen hinsichtlich zeckenübertragbarer Zoonosen dienen könnte“, sagt Prof. Antonios Katsounas, Leiter des „E.Ze.SA“-Projektes am Universitätsklinikum Magdeburg und Leiter der Sektion Klinische Infektiologie und Internistische Intensivmedizin am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum der Ruhr-Universität Bochum. Hintergrund ist, dass die Ausbreitung heimischer und exotischer Zeckenarten durch steigende Temperaturen, veränderte Niederschläge sowie den globalen Reise- und Warenverkehr begünstigt wird. Das Forschungsprojekt soll vor allem dazu dienen, das Risiko für Zeckenstiche und eine folgende Infektion in Sachsen-Anhalt und Deutschland besser abzuschätzen sowie die Prävention von durch Zecken übertragenen Krankheiten zu verbessern. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanäle n des Ministeriums bei Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und Twitter .
Am 22. April 2017, dem "Earth Day", nahmen welweit in mehr als 600 Städten Menschen am “March for Science” teil, allein in Deutschland gingen etwa 37.000 Teilnehmer in 22 Städten für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung auf die Straße. Der March for Science ist eine unabhängige Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, auf die Gefahren durch populistische Tendenzen hinzuweisen und für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung auf der ganzen Welt zu demonstrieren. Nahezu alle wichtigen Wissenschaftsinstitutionen in Deutschland wie die Max-Planck-Gesellschaft, der DAAD oder die Helmholtz-Gemeinschaft hatten im Vorfeld ihre Unterstützung erklärt. Die Vorstände vieler dieser Institutionen waren als Redner bei den unterschiedlichen Kundgebungen zu hören. Die zentrale Veranstaltung fand jedoch in der US-Hauptstadt Washington statt Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump wächst vor allem in den USA die Angst vor einer neuen Ära der "alternativen Fakten". Aber auch in der der EU wird die freie Wissenschaft immer stärker eingeschränkt, kritisiert die Deutsche UNESCO-Kommission in einer Pressemitteilung zum weltweiten „March for Science“. Regierungen entwerten die erzielten Erkenntnisse, streichen öffentliche Fördermittel, beschlagnahmen Forschungsergebnisse und besetzen wissenschaftliche Positionen politisch. Datenmaterial wird zensiert und Presseauskünfte verboten.
800x600 Das Kabinett hat heute den Bericht über die europäischen und internationalen Aktivitäten der Landesregierung im Jahr 2014 beschlossen. Staats- und Europaminister Rainer Robra erklärte dazu: ?Neben der Pflege und dem Ausbau der Kontakte mit unseren Partnerregionen wollen wir vor allem die Wirtschaftskontakte mit dem Ausland intensivieren. Ziel ist auch, die europäischen Förderprogramme so umfassend und effizient wie möglich zu nutzen. Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen Jahren stark von der EU-Förderung profitiert. Von 2007 bis 2013 sind 3,4 Mrd. ? in unser Land geflossen. Europa hat uns großzügig unterstützt. Das sollten wir im Jahr der Europawahl nicht vergessen.? Pflege internationaler Kontakte wird intensiviert Das Land will die Kontakte mit den beiden Partnerregionen Masowien (Polen) und Centre (Frankreich) sowie der Region Valencia weiter ausbauen. Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hatte im Dezember 2013 bei seinem Besuch in der Wojewodschaft Masowien mit seinem Amtskollegen, Marschall Adam Struzik, eine Reihe von konkreten Bereichen definiert. So sollen die Kooperation in Wirtschaft und Wissenschaft sowie der Schüler- und Jugendaustausch verstärkt werden. Eine Delegation aus Masowien wird am 20. Januar 2014 Gast auf dem Ländertag Sachsen-Anhalt auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin sein. Bei der Zusammenarbeit mit der Region Centre steht das Erinnern an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren im Mittelpunkt. Hier ist eine Ausstellung in der Region Centre geplant. Weiterhin ist vorgesehen, die anlässlich des Europäischen Tages der Ziviljustiz 2013 begründete Gerichtspartnerschaft des Landesarbeitsgerichts Sachsen-Anhalt mit dem Oberlandesgericht Bourges (chambre sociale) auszubauen. Themen wie der Hochwasserschutz sollen bei einer Veranstaltung in Brüssel gemeinsam mit anderen interessierten Regionen Europas wie den Partnerregionen und dem Bundesland Niederösterreich, erörtert werden. Die Landesregierung will zudem die internationale Verflechtung Sachsen-Anhalts weiter vorantreiben. Dem dient die Fortführung der Arbeit in internationalen Netzwerken wie dem Europäischen Chemieregionen-Netzwerk ECRN und der Ausbau fachlicher Kooperationen in den Bereichen Landwirtschaft und Umwelt, Wissenschaft und Forschung, Bildung, Jugend und Kultur. Offizielle Auslandsreisen werden den Ministerpräsidenten 2014 u. a. nach Israel und Südkorea führen. Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen Fortgesetzt wird die Akquise von Investoren für Sachsen-Anhalt durch die Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG). Zielregionen für 2014 sind Italien, China, die USA, Indien, die Niederlande, Österreich, die Schweiz sowie Israel. Zudem sollen die außenwirtschaftlichen Aktivitäten von Unternehmen aus Sachsen-Anhalt unterstützt werden. Durch angepasste Förderinstrumentarien für die neue EU-Förderperiode und eine Bündelung von Aufgaben bei der IMG soll die Effizienz der Außenwirtschaftsförderung erhöht werden. Förderprogramme effektiv nutzen Ein Hauptaugenmerk im Jahr 2014 liegt auf der möglichst umfassenden und effektiven Nutzung der EU-Förderprogramme in der neuen Förderperiode 2014 bis 2020. Die Erarbeitung der Programme für den Einsatz der Mittel aus den EU-Fonds EFRE, ESF und ELER soll zügig abgeschlossen werden, so dass sie im Laufe des Jahres durch die Europäische Kommission genehmigt werden können. Zudem sollen die EU-Aktionsprogramme wie etwa das INTERREG-Programm in Sachsen-Anhalt stärker genutzt werden. Zu diesem Programm hat es bereits im Herbst 2013 eine Informationsveranstaltung gegeben. Am 30. Januar 2014 wird die offizielle Auftaktveranstaltung des Landes zum Rahmenprogramm Forschung und Innovation ?HORIZON 2020? in Magdeburg stattfinden. Weitere Informationsmaßnahmen, so etwa zu den Bildungs- und Jugendprogrammen unter dem Dachnamen ERASMUS+ und zum Umweltprogramm LIFE werden folgen. 2014 werden mehrere INTERREG-Projekte, an denen Partner aus Sachsen-Anhalt beteiligt sind, fortgesetzt bzw. abgeschlossen, z. B. ?e-Create? zu Fragen der Regionalentwicklung durch Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von serviceorientierten Unternehmen im ländlichen Raum (mit der Abschlussveranstaltung im September 2014 in Magdeburg) oder ?Women? zur Entwicklung und Umsetzung einer transnationalen Strategie gegen die Abwanderung junger gut gebildeter Frauen (mit der Halbzeitkonferenz im März 2014 in Magdeburg und Berlin). Für Europa werben Vom 3. bis 11. Mai 2014 wird die Europawoche in Sachsen-Anhalt stattfinden. Sie steht ganz im Zeichen der Wahlen zum Europäischen Parlament am 25. Mai 2014. Ziel ist u. a. Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Im Rahmen der Europawoche findet am 3. Mai 2014 ein Europafest in Halle statt. Zudem wird es in diesem Jahr erneut das Jugendevent ?Europa geht weiter?, den Wettbewerb um den Europapreis für Bürgermedien sowie den EU-Schulprojekttag geben. Die Landesregierung wird im Jahr 2014 wieder europapolitische und internationale Aktivitäten von Trägern außerhalb der Landesverwaltung flankieren. Hierfür stehen wie im Vorjahr allein bei der Staatskanzlei über 100.000 Euro zur Verfügung. Unterstützt werden u. a. Veranstaltungen des Institut Francais Saxe-Anhalt wie z. B. die landesweite ?Fête de la Musique? im Sommer. In Brüssel plant die Landesvertretung verschiedene Veranstaltungen, so etwa zur Energiepolitik, zur Wirtschaftspolitik, zur Stadtentwicklung, zur Jugendpolitik, zu Fragen der Inklusion und zu Fragen der Wissenschaftspolitik. Natürlich findet auch 2014 das traditionelle Sommerfest statt. Veranstaltungstermin ist voraussichtlich der 25. Juni 2014. Zur Stärkung der Internationalität und Europafähigkeit der Landesverwaltung wird 2014 erneut Landespersonal in EU-Institutionen entsandt. Dem dienen auch der Zertifikatsstudiengang ?Europapolitik? an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und die Führungskräftefortbildung ?SACHSEN-ANHALT stark in Europa?, die 2014 fortgeführt werden. 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Kultusministerium - Pressemitteilung Nr.: 121/03 Kultusministerium - Pressemitteilung Nr.: 121/03 Magdeburg, den 28. Mai 2003 Olbertz über SPD-Positionspapier enttäuscht Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz äußerte sich heute zum Positionspapier ¿Un- ser Land braucht Visionen" der SPD-Fraktion des Landtages von Sachsen-Anhalt zur Hochschul- und Wissenschaftspolitik des Landes. ¿Das Papier ist enttäuschend", erklärte der Minister, ¿es besteht im Wesentlichen aus einer Auflistung von Allgemeinplätzen oder solchen Forderungen, die zwar richtig sind, über die aber längst Einvernehmen besteht". Mit der Forderung nach mehr Geld finde man immer und überall leicht Zuspruch. ¿Ich hätte der SPD-Fraktion in Sachen Hochschulpolitik mehr zugetraut", so der Minister. Den Planungsanstoß des Kultusministeriums als ¿einfallslos und rotstift- dominiert" zu bezeichnen, sei nichts weiter als billige Polemik. Seine Vision von der Hochschullandschaft Sachsen-Anhalts könne er mit einem Satz umreißen: ¿Es geht um Hochschulen, die über erkennbare Schwerpunkte und Profile in der Region gut verankert sind, wissenschaftliche Exzellenz mit Wirtschaftlichkeit ver binden, miteinander kooperieren und sich in moderner Weise selbst verwalten und bewirtschaften". Diese Vorstellungen seien keineswegs bereits verwirklicht. Aufgabenkritik und Situationsanalyse in der Arbeitsgruppe Hochschulstrukturen hätten gezeigt, dass es ungeachtet vieler guter Beispiele auch erhebliche Effi- zienzreserven an den einzelnen Hochschulstandorten gibt, u.a. in Gestalt zu vie- ler Mehrfachangebote bei gleichzeitiger Unterauslastung, wenig hochschul- übergreifender Kooperation und einer beträchtlichen Anzahl von Studiengängen mit sehr niedrigen Studentenzahlen, während die Ausstattung stark nachgefrag-ter Studiengängen oft zu wünschen übrig ließe. Voraussetzungslose Standortga- rantien könne es unter diesen Bedingungen nicht geben, erklärte Olbertz. Wohl aber werde er im Rahmen des Hochschulstrukturplanes in Kürze Vorschläge unterbreiten, wie zum Beispiel der Standort Stendal nachhaltig profiliert und ge- stärkt werden kann. ¿ Ich würde es sehr bedauern", erklärte Olbertz, ¿wenn die SPD dazu überginge, das Thema Hochschulentwicklung nur noch politisch auszubeuten, anstatt sich mit konstruktiven und realitätsbezogenen Vorschlägen an der Diskussion zu beteiligen". Hierzu könnte die Opposition ebenso wie er selbst an vernünftige Überlegungen anknüpfen, die bereits von der vorigen Regierung entwickelt wor-den seien. ¿Meine Anstöße jedenfalls sind nicht vom Himmel gefallen, sondern stehen zu einem großen Teil in dieser Kontinuität", so der Minister. ¿Der beste Schutz vor regelmäßigen Einsparbegehren gegenüber den Hoch-schulen ist ein plausibles Entwicklungs- und Strukturkonzept, mit dem die Hoch-schulen die von ihnen benötigten öffentlichen Mittel auch dauerhaft legitimieren können. Sie müssen in die Lage versetzt werden, höchste Ansprüche in For-schung und Lehre, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit miteinander in Einklang zu bringen", so Olbertz. Keinem anderen Ziel diene die von ihm ange-stoßene, längst überfällige Diskussion. Impressum: Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Turmschanzentr. 32 39114 Magdeburg Tel: (0391) 567-3710 Fax: (0391) 567-3775 Mail: presse@mk.sachsen-anhalt.de Web-Adresse Kultusministerium: https://www.mk.sachsen-anhalt.de Web-Adresse Pressestelle Kultusministerium: https://www.sachsen-anhalt.de/rcs/LSA/pub/Ch1/fld8311011390180834/mainfldvnb71elznj/fldg8s6ujfdyi/fldjagm4uronl/ Impressum:Ministerium für Bildung des LandesSachsen-AnhaltPressestelleTurmschanzenstr. 3239114 MagdeburgTel: (0391) 567-7777mb-presse@sachsen-anhalt.dewww.mb.sachsen-anhalt.de
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 128/00 Magdeburg, den 14. März 2000 Kultusminister Harms informiert über internationale Hochschulbeziehungen des Landes Sachsen-Anhalt Harms: 374 Kooperationsverträge in ca. 120 Ländern verdeutlichen vielfältige Aktivitäten der Hochschulen/Anteil ausländischer Studierender mit sechs Prozent noch zu gering Kultusminister Dr. Gerd Harms hat heute das Kabinett über den Stand der internationalen Hochschulbeziehungen des Landes Sachsen-Anhalt informiert. "Erfolg in Studium und Beruf ist in einer globalisierenden Welt immer mehr an intensive Kenntnisse fremder Sprachen geknüpft", betonte der Kultusminister. "Ein ähnlicher Stellenwert kommt der Fähigkeit zu, in anderen kulturellen Kontexten selbstständig zu arbeiten und sie zu verstehen. Die Wissenschaftspolitik der Landesregierung ist darauf ausgerichtet, die Hochschulen des Landes noch weiter zu profilieren, damit sie einerseits für ausländische Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Studierende verstärkt zu attraktiven und begehrten Orten für wissenschaftliche Ausbildung und Tätigkeit werden. Auf der anderen Seite ist es unabdingbar, durch gezielte Maßnahmen die Mobilität und interkulturelle Kompetenz der Studierenden sowie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sachsen-Anhalt weiter zu erhöhen." Deshalb sollen, wie Harms weiter ausführte, deutsche Studierende zunehmend Teile ihres Studiums oder berufliche Praktika an ausländischen Hochschulen oder anderen Institutionen im Ausland absolvieren. Dabei sei es für die Studierenden wichtig, ein Auslandsstudium ohne eine gravierende Verlängerung der Studiendauer in ihre hiesige wissenschaftliche Ausbildung einbauen zu können. Dies könnte z. B. durch eine modulare Studienstruktur oder die Möglichkeit zum Erwerb von Credt Points im Rahmen des Europäischen Leistungs- und Kreditpunktesystems sichergestellt werden. über den aktuellen Stand internationaler Hochschulbeziehungen gab Harms folgendes Resümee: "Die inzwischen 374 Kooperationsverträge mit Partnereinrichtungen in ca. 120 Ländern verdeutlichen die vielfältigen Aktivitäten der Hochschulen des Landes. Sonstige internationale Hochschulkontakte werden in den Lehrberichten der Hochschulen mit über 8.000 beziffert. Die Auslandskooperationen mit Ländern Westeuropas (ohne Großbritannien) und den mittel- und osteuropäischen Ländern halten sich mit 139 : 136 die Waage. Erfreulich sind die Zuwächse der Kooperationen mit Hochschulen in Osteuropa, die ein stark wachsendes Interesse an deutschen Hochschulen verzeichnen." Diesen bildungs- und wirtschaftspolitischen Vorteil gelte es in Kombination mit den Interessen Sachsen-Anhalts künftig stärker zu nutzen. Der Anteil ausländischer Studierender in Sachsen-Anhalt sei, wie Harms hervorhob, mit ca. sechs Prozent noch zu gering. Die von der EU angestrebte Zielzahl belaufe sich auf zehn Prozent. Um diesen höheren Anteil zu erreichen, werde angestrebt, verstärkt auf nationalen und internationalen Bildungsmessen präsent zu sein, die Auslandsbüros des Deutschen Akademischen Austauschdienstes zu nutzen, über die Auslandsvertretungen Zugang zu deutschen Schulen im Ausland zu suchen und dort mit Informationsmaterial für ein Studium in Sachsen-Anhalt zu werben. Grundsätzlich positiv bewertete Harms die von den Hochschulen eingerichteten international ausgerichteten Studiengänge, die zum Teil wegen der hohen Nachfrage mit einem örtlichen Numerus Clausus versehen weden müssten. Sehr gefragt seien auch die Studiengänge, die den Erwerb eines anglo-amerikanischen Abschlusses wie Bachelor oder Master ermöglichen. An der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität könne erstmalig der amerikanische Doktorgrad PhD erworben werden. Der Kultusminister kündigte an, dass noch in diesem Jahr zwischen dem Kultusministerium und den Hochschulen Zielvereinbarungen abgeschlossen werden sollen, in denen maßgebliche Leistungs- und Qualitätskriterien als Grundlage für das Mittelverteilungssystem festgelegt werden. Zu diesen Kriterien gehören auch folgende hochschulpolitischen Zielvorstellungen mit internationaler Relevanz: Beiträge der Hochschulen zur interkulturellen Bildung Mehrsprachigkeit von Lehrveranstaltungen Europäische Dimensionierung der Hochschullandschaft Ausbau von internationalen Studiengängen mit Bachelor- bzw. Masterabschlüssen Erweiterter Austausch mit ausländischen Hochschulen, insbesondere mit denen der MOE-Staaten und der Entwicklungsländer Ausweitung der Kooperation auf dem Gebiet der internationalen Technologie- und Wissenschaftstransfers Institutionalisierung eines internationalen Hochschulmarketings. Die Einführung von Leistungs- und Qualitätskriterien über verbindliche Zielvereinbarungen hat zur Folge, dass die Hochschulen sich regelmäßig Evaluationen ihrer Leistungen in internationaler Lehre und Forschung unterziehen müssen. Seit 1994 hat das Kultusministerium gezielt Maßnahmen verfolgt, um die internationalen Beziehungen in Lehre und Forschung der Hochschulen zu verstärken. So wurden z. B. in enger Abstimmung zwischen dem Kultusministerium und den Hochschuleinrichtungen amerikanische, israelische, britische und japanische Kultur- und Wissenschaftstage durchgeführt, die eine gute Resonanz fanden. Im Anschluss an die Deutsch-Japanischen Wissenschaftstage 1995 wurde beispielsweise am Seminar für Japanologie der Martin-Luther-Universität eine Hochschulpartnerschaft mit der Senshu Universität in Tokio eingeleitet. Seither werden jährlich fünf Studierende zu einem einjährigen Studium dorthin entsandt. Im Gegenzug studieren fünf Studierende aus Japan an der Martin-Luther-Universität. Als jüngstes Beispiel für erfolgreiche Auslandsbeziehungen nannte Harms die am 17. März 2000 geplante Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit der führenden chinesischen Universität Zhejiang. Mit Unterstützung der kanadischen Botschaft wurden an den Universitäten in Halle und Magdeburg wissenschaftliche Veranstaltungen durchgeführt. Darüber hinaus hat die kanadische Seite die Bibliotheken der Hochschulen mit umfangreicher anglistischer Literatur zu Geschichte, Landesentwicklung und Politik des Staates Kanada ausgestattet. Mit den Kultus- und Wissenschaftsministerien der Staaten Israel und Armenien wurden Memoranden abgeschlossen, die eine intensive Zusammenarbeit vor allem auf dem Wissenschaftssektor vorsehen. Inzwischen ist in Wittenberg ein "Zentrum für Armenische Studien" errichtet worden. Mit Unterstützung der United States Information Services (USIS) und Begleitung durch das Kultusministerium reisten alle Rektoren der Fachhochschulen in die USA, um geeignete Partnereinrichtungen zu suchen. Seitdem finden wechselseitig wissenschaftliche summer-schools an den Fachhochschulen und der University of Technology in Marietta,Georgia,USA statt. Mit Unterstützung der amerikanischen Botschaft wurde an der Leucorea in Wittenberg ein "Center for US-Studies" gegründet. Ziel der Arbeit dieses Zentrums ist es, ein besseres Verständnis von Kultur, Geschichte und Politik der Vereinigten Staaten vornehmlich in den neuen Ländern und in Osteuropa zu fördern und USA-Studien in Lehre und Forschung zu betreiben. Daneben gehört es zu den Aufgaben, Ressourcen für die Unterrichtsplanung und den Unterricht in den Fächern Englisch, Geschichte und Politik bereitzustellen und den Zugang zu solchen Materialien über das Internet zu ermöglichen. Impressum: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Domplatz 4 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567-6666 Fax: (0391) 567-6667 Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de Impressum: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Hegelstraße 42 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567-6666 Fax: (0391) 567-6667 Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
Das Projekt "Verständnis des Begriffs "vernachlässigbare Exposition" in der internationalen Wissenschaft, Politik und Gesetzgebung sowie Definition des Begriffs in Bezug auf die Exposition von endokrinen Substanzen in der Umwelt" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von BioMath - Gesellschaft für Angewandte Mathematische Statistik in Biologie und Medizin mbH durchgeführt. Dieses Gutachten zielt darauf ab, den Begriff „vernachlässigbare Exposition“ gegenüber endokrinen Disruptoren im Zusammenhang mit den europäischen Pflanzenschutzmittelverordnungen zu klären. Es wurde eine gründliche Recherche der wissenschaftlichen, politischen und rechtlichen Literatur durchgeführt. Sie resultierte in 3.087 zwischen 2010 und 2023 veröffentlichten Publikationen, von denen sich 204 überwiegend auf die Verwendung und das Verständnis des Begriffs in den Bereichen Umwelt und menschliche Gesundheit konzentrierten. Definitionen des Begriffs „vernachlässigbare Exposition“ wurden aus einer Untergruppe von 49 Veröffentlichungen zu (chemischen) Stoffen in der Umwelt extrahiert. Die Ergebnisse wurden nach narrativen, qualitativen und quantitativen Definitionen des Begriffs gruppiert. Narrative Definitionen umschrieben „vernachlässigbar“ als nicht signifikant, unwichtig, ohne Bedeutung oder nicht bedenkenswert. Qualitative und quantitative Definitionen waren komplizierter und kontextabhängig und definierten vernachlässigbare Konzentrationen/Expositionen/Auswirkungen anhand von niedrigen Werten, Werten unterhalb der Nachweisgrenze und Vergleichswerten wie einer Kontrolle, einem Benchmark oder einem gesetzlichen Schwellenwert. Aus diesen Erkenntnissen wurde eine Definition der „vernachlässigbaren Exposition von endokrin aktiven Substanzen“ abgeleitet, die von den Ergebnissen der Identifizierung und Umweltrisikobewertung dieser Stoffe und deren Unsicherheiten abhängt. Eine quantitative Definition kann auf die Exposition endokrin aktiver Stoffe gegenüber Arten angewandt werden, bei denen die Wirkungsweise bekannt ist und Testmethoden zur Verfügung stehen, die ein akzeptables Maß an Unsicherheit zulassen (risikobasierter Ansatz). Bei größerer Ungewissheit ist eine Definition angemessener, die darauf abzielt zu verhindern, dass endokrin wirksame Stoffe in die Umwelt gelangen, indem ihre Verwendung auf geschlossene Systeme beschränkt wird (gefahrenbasierter Ansatz).
Das Projekt "Teilprojekt 2: Wissenschaftliche Wirkungen und Qualitätskriterien" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH durchgeführt. Mit der Plattform tdAcademy werden Forschung zur Weiterentwicklung des transdisziplinären Forschungsansatzes, der Ausbau eines durch das Vorhaben TransImpact begonnenen wissenschaftlichen Netzwerks sowie das Capacity Building in der Community verknüpft. Das ISOE konzentriert sich mit seinen Arbeiten auf das noch nicht weit entwickelte Thema der wissenschaftlichen Wirkungen der transdisziplinären Forschung. Die Stärkung des Forschungsansatzes kann nicht allein durch das Wissen über Methoden zur Erzeugung von gesellschaftlichen Wirkungspotenzialen erreicht werden. Vielmehr sollen neue Erkenntnisse darüber erarbeitet werden, wie methodengeleitete transdisziplinäre Forschung gezielt auch auf das Verhältnis Wissenschaft - Gesellschaft, auf die Wissenschaft selbst und auf das Wissenschaftssystem insgesamt, also einschließlich von Wissenschaftspolitik und Förderung wirken kann. Dabei wird von dem Gedanken des ISOE zu einer 'Kritischen Transdisziplinarität' ausgegangen, mit der das Ziel verfolgt wird, die wissenschaftliche Qualität des Forschungsansatzes auszubauen und damit seinen Stand in der Wissenschaft zu sichern und zu erweitern.
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