Die BSW ist zuständig für die Stadtentwicklung und die Wohnungsbaupolitik der Hansestadt. Übergeordnetes Ziel ist es, Hamburg als lebenswerte Stadt zu erhalten und weiterzuentwickeln. Da Hamburg als Stadtstaat zugleich Bundesland und Stadt ist, entsprechen die Fachbehörden den Ministerien in den Bundesländern. Gemeinsam mit den Bezirken nehmen sie in Hamburg auch kommunale Aufgaben wahr. Die Behörde entwickelt langfristige Strategien und Konzepte für die Stadtentwicklung und schafft geeignete Rahmenbedingungen für den Bau von bezahlbaren Wohnungen und die Modernisierung von Wohnraum. Darüber hinaus ist die BSW für den Erhalt der städtebaulichen und baukulturellen Qualität im öffentlichen Raum zuständig. Sie verantwortet die Sanierung und Aufwertung von Stadtteilen und Stadtquartieren sowie die Gestaltung und Umsetzung des rechtlichen Rahmens der Bauplanung. Bei der Behörde liegt zudem die Zuständigkeit für Bundesbauten in Hamburg. Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen ist Karen Pein, Staatsrätin ist Monika Thomas. Als leitender Fachbeamter gehört Oberbaudirektor Franz-Josef Höing der Behördenleitung an. Die Behördenleitung und die meisten Dienststellen haben ihren Sitz in Hamburg-Wilhelmsburg.
Auf der Basis von Analysen in Modellregionen untersucht das Projekt, inwieweit aktuelle Tendenzen der Siedlungsentwicklung dem Primat der Innenentwicklung entgegenstehen und die Erreichbarkeit der flächenpolitischen Ziele des Bundes gefährden. Die Kauf- und Pachtpreise für Grundstücke sind z. B. wesentliche Elemente bei der Realisierung kompakter und flächensparender Siedlungsstrukturen in den Städten. Die Dynamik der Bodenmärkte mit immer höheren Preisen insbesondere in Innenstadtlagen lassen - um bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können - bereits deutliche Ausweichtendenzen hin zu dispersen Siedlungsstrukturen im günstigeren Außenbereich erkennen. In dem Vorhaben werden ökonomische und kommunalpolitische Wechselwirkungen dazu analysiert und es soll aufgezeigt werden, wie dem begegnet werden kann. Weiter untersucht das Vorhaben Nachfrage und Bedarf für Einfamilienhäuser in Regionen mit nicht angespannten Wohnungsmärkten. Auch in Schrumpfungsregionen ist Nachfrage nach Bauland für Einfamilienhäuser auf der 'Grünen Wiese' vorhanden. Die Kommunen reagieren in der Regel mit der Ausweisung von neuem Bauland. Die Folge sind innerörtliche Wohnungsleerstände bei gleichzeitigem Flächenneuverbrauch. Das Vorhaben soll diesen offensichtlichen Konflikt im Dialog mit den relevanten Akteuren genauer untersuchen und Handlungsvorschläge für die kommunale Flächen- und Wohnungspolitik erarbeiten. Des weiteren untersucht das Vorhaben Möglichkeiten und Grenzen bei der Realisierung von interkommunalen Kooperationen. Es erstellt dazu eine Bestandsaufnahme gescheiterter und durchgeführter interkommunaler Planungen für Wohn- und Gewerbegebiete und legt den Fokus liegt auf kommunale Kooperationen, die außerhalb geförderter Modellprojekte initiiert wurden. Die vom Vorhaben ermittelten Erfolgsfaktoren bzw. Gründe für das Scheitern der interkommunalen Planung sollen in eine Handlungshilfe für Kommunen einfließen.
© Manfred Richter, Pixabay Flächensparen versus Wohnungsnot: Hemmnisse und Lösungsansätze auf stadtregionaler Ebene... Angesichts angespannter Wohnungsmärkte in vielen Stadtregionen hat die Bundesregierung sich jährlich 400.000 neue Wohnungen zum Ziel gesetzt. Nach der Ressourcenstrategie der Europäischen Union und dem Klimaschutzplan der Bundesregierung soll zugleich der Flächenverbrauch bis 2050 auf Netto-Null reduziert sein. Zwischen beiden Zielen bestehen offensichtliche Zielkonflikte, hinter denen wiederum vielfältige Interessenkonflikte stehen. Zwar kann durch eine flächeneffiziente Innenentwicklung, Nachverdichtung, Umwidmung im Bestand und Brachflächenentwicklung der Flächenverbrauch verringert werden. In angespannten regionalen Wohnungsmärkten setzen die Zielvorgaben der Wohnungspolitik jedoch auch die Mobilisierung von Bauland voraus. Im Ergebnis zeigen sich heute sehr gegensätzliche regionale Wohnungsmarktsituationen zwischen Wohnungsüberhängen und gehäuften Leerständen in schrumpfenden Regionen und Wohnraummangel mit Preissteigerungen und Versorgungsengpässen in wachsenden Regionen. Beide Entwicklungen erfordern jeweils spezifische Ansätze planerischer Steuerung und Impulse im Hinblick auf eine bedarfsgerechte und nachhaltige Entwicklung. Zur Minimierung der Nutzungskonflikte, insbesondere zwischen Wohnraumbeschaffung, Landwirtschaft und Umweltschutz und um den Anforderungen der Hochwasservorsorge Rechnung zu tragen, bildet insbesondere die orts- und lagetypisch abgestufte bauliche Dichte einen zentralen Schlüssel. Insbesondere im Umland der Kernstädte wird eine Erhöhung der realisierten Baudichten unumgänglich sein. Offensichtlich ist, dass die beschriebenen Herausforderungen nicht durch eine Kommune alleine gelöst werden können, da Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt regional wirksam werden und Wachstumsgrenzen der Kernstädte Ausweichprozesse in Umlandregionen bzw. in erweiterte zweite oder dritte Umlandringe erfordern. Wohnungssuchende als auch Investoren agieren ohnehin über kommunale Grenzen hinweg. Flächenplanung, Boden- und Wohnungspolitik bedürfen daher einer intensivierten und verbesserten regionalen Koordination – sowohl durch eine stärkere Ausrichtung raumordnerischer Ansätze auf die stadtregionalen Wohnungsbedürfnisse als auch durch eine verbesserte interkommunale Kooperation in der Wohnbaulandentwicklung. Die Session beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Flächensparen und Wohnungsnot. Mögliche Anknüpfungspunkte für Beiträge sind sowohl Hemmnisse stadtregionaler Kooperationen im Umgang mit den beschriebenen Zielkonflikten als auch Praxisbeispiele mit Lösungsansätzen auf der interkommunalen Ebene. Willkommen sind sowohl empirische Analysen als auch theoretisch-konzeptionelle Beiträge zum Thema der Session. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Einreichung von Beiträgen finden Sie hier. Das Projekt NEILA freut sich auf spannende Beiträge.
Mit den Herausforderungen und Chancen der Corona-Pandemie befasste sich ein Themenworkshop mit dem Titel „Post-Corona – Trends für Städte und Regionen in unsicherer Zukunft“, der am 18. Juni 2020 von den Begleitprojekten zu den BMBF-Fördermaßnahmen „Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt“, „Stadt-Land-Plus“, „Kommunen innovativ“ und „Ressourceneffiziente Stadtquartiere für die Zukunft“ durchgeführt wurde. Rund 200 Teilnehmer*innen diskutierten entlang verschiedener Themen wie Nahverkehr und Verkehrswende, Quartiere und öffentliche Räume, interkommunale Wohnraumpolitik, urbane und regionale Produktion und Wertschöpfung sowie Daseinsvorsorge über Wege der Transformation von Städten und Regionen in Richtung Nachhaltigkeit. Das Memorandum mit dem Titel "Memorandum Post-Corona-Stadt: Für eine suffiziente und resiliente Entwicklung von Städten und Regionen" bündelt die Ergebnisse des Workshops, formuliert Schlussfolgerungen und beschreibt weiteren Forschungsbedarf. Rund 200 Teilnehmer*innen diskutierten entlang verschiedener Themen wie Nahverkehr und Verkehrswende, Quartiere und öffentliche Räume, interkommunale Wohnraumpolitik, urbane und regionale Produktion und Wertschöpfung sowie Daseinsvorsorge über Wege der Transformation von Städten und Regionen in Richtung Nachhaltigkeit. Das Memorandum mit dem Titel "Memorandum Post-Corona-Stadt: Für eine suffiziente und resiliente Entwicklung von Städten und Regionen" bündelt die Ergebnisse des Workshops, formuliert Schlussfolgerungen und beschreibt weiteren Forschungsbedarf. Memorandum „Post-Corona-Stadt: Für eine suffiziente und resiliente Entwicklung von Städten und Regionen“ Memorandum „Post-Corona-Stadt: Für eine suffiziente und resiliente Entwicklung von Städten und Regionen“
Das Wohnen in der Stadt steht vor einer Vielzahl ökologischer, ökonomischer und sozialer Herausforderungen. Klimawandel, Belastungen des motorisierten Verkehrs, Flächenverbrauch, Migrationskonflikte, demografischer Wandel mit räumlich divergierender Entwicklung von Alterungsprozessen und das Nebeneinander von Wachstum und Schrumpfung müssen bewältigt werden. Während in Schrumpfungsregionen die Menschen aus der Fläche in die zentralen Orte wandern - und überregional in die sogenannten Wachstumsregionen - , kann man feststellen, dass in diesen Wachstumsregionen wiederum ein starker Zuzug vor allem von 21-35-Jährigen in die Zentren der Schwarmstädte (wie z.B. Darmstadt) und von dort in deren Umland erfolgt. Entsprechend wurden die beiden benachbarten Partnerkommunen Darmstadt und Griesheim als Repräsentanten mit ihren spezifischen Problemlagen eines Bevölkerungsdrucks in einer Wachstumsregion ausgewählt. Ziel des Vorhabens ist es, ein praxistaugliches Bewertungsmodell für die kommunale Nachhaltigkeitssteuerung und integrierte Zukunftsvisionen für das nachhaltige Wohnen im Quartier zu entwickeln und daraus Handlungsempfehlungen für die kommunale und die nationale Ebene abzuleiten. Sechs Zieldimensionen werden betrachtet: CO2-armes, ressourcen- und flächensparendes sowie gesundes Wohnen, bezahlbarer Wohnraum und verträgliche Mobilität. Das Difu wird sich in diesem Rahmen mit der 'kommunalen Realität' hinsichtlich des Umgangs mit den ersten fünf dieser Zieldimensionen auseinandersetzen. Dazu gilt es abzuschätzen, a) welchen Einfluss Kommunen auf die Themen nehmen können, b) welche Instrumente ihren zur Beeinflussung zur Verfügung stehen und c) wie sich die Implementierung und das Monitoring Ansätze ressortübergreifend gestalten lässt. Die Fragen werden anhand von Kommunen mit umfangreichen wohnungspolitischen Aktivitäten untersucht (Referenzen).
Die „Post-Corona-Stadt“: Chancen nutzen und Herausforderungen begegnen für resiliente und suffiziente Stadt-Land-Beziehungen Erste Seite des Memorandums "Post-Corona-Stadt" Mit der Beteiligung der Begleitvorhaben der BMBF-Fördermaßnahmen „Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt“, „Stadt-Land-Plus“, „Kommunen innovativ“ und „Ressourceneffiziente Stadtquartiere für die Zukunft“ wurde am 18. Juni 2020 den Online-Workshop "Post-Corona – Trends für Städte und Regionen in unsicherer Zukunft" durchgeführt. Es nahmen ca. 200 Teilnehmer*innen aus den geförderten BMBF-Projekten, aber auch aus Bundesministerien, Behörden, Kommunen und der Praxis an der Veranstaltung teil. Mit einer Keynote leitete Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Bergische Universität Wuppertal) zum Thema „‘Näher‘–‚Öffentlicher‘–‚Agiler‘: Eckpfeiler einer resilienten ‚Post-Corona-Stadt‘“ in den Austausch ein. Die Basis des Vortrags bildete ein aktuelles Diskussionspapier des Wuppertal Instituts ( Download ). Die zentrale These des Autorenteams: Städte der Zukunft müssen und werden "näher", "öffentlicher" und "agiler" sein. Die teilnehmenden hatten die Qual der Wahl, an einer von sechs vorbereiteten parallelen Diskussionsrunden teilzunehmen: Nahmobilität, Quartiere und öffentliche Räume, interkommunale Wohnraumpolitik, urbane und regionale Produktion und Wertschöpfung und Daseinsvorsorge. Die Kernbotschaften dieser Themenräume wurden anschließend im Plenum zusammengeführt. Mit Blick auf diese Handlungsfelder wurden anschließend Bedarfe für neue Forschungsaktivitäten des BMBFs zusammengetragen. Im Anschluss an die Veranstaltung wurde das Memorandum erstellt, welches die wesentlichen Überlegungen und Botschaften des „Post-Corona“ Workshops zusammenführt. Hier geht es zum Download des Memorandums . Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier .
Ziel des Gesamtvorhabens ist es zu ermitteln, welche Potenziale gemeinschaftliche Wohnformen zur Lösung demografischer und sozial-ökologischer Herausforderungen haben und wie diese Potenziale im Rahmen einer gezielten Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik realisiert werden können. So stellen gemeinschaftliche Wohnprojekte Wohnkonzepte für ältere Menschen, aber auch für Familien und Alleinerziehende bereit, die die gegenseitige Unterstützung sowie die Kommunikation der BewohnerInnen untereinander fördern. Positive ökologische Effekte entstehen z.B. durch eine energiesparende Bauweise, den Einsatz ökologischer Baumaterialien, durch nachhaltige Energieversorgungskonzepte oder die gemeinsame Nutzung von Autos, Fahrrädern oder elektrischen Geräten durch die BewohnerInnen (Sharing). Das IZT übernimmt die Gesamtkoordination des Vorhabens und beschäftigt sich vor allem mit folgenden Fragen und Themen: Auf Basis vorliegender Studien und Erhebungen wird eine Gesamtübersicht über soziale, ökologische und ökonomische Effekte und Potenziale erstellt, die insbesondere auf die Frage fokussiert, welche Beiträge diese Wohnformen für die nachhaltige Stadtentwicklung leisten und welche Akteure hierbei eine Rolle spielen (AP3). Ferner führt das IZT in AP 6 eine Bedarfserhebung bei Potsdamer BürgerInnen durch, um Erkenntnisse zu Akzeptanz und Bedarf an gemeinschaftlichen Wohnformen in der Stadt zu gewinnen. Um Chancen und Hemmnisse für gemeinschaftliches Wohnen aus Sicht von BügerInnen, BewohnerInnen und InitiatorInnen zu identifizieren, führt das IZT in AP 7 insgesamt bis zu sechs Fokusgruppen durch. Aus den Ergebnissen der vorangegangenen Arbeitspakete wird ein Fahrplan zur Umsetzung entwickelt, der sich mit den Umsetzungsprozessen des wohnungspolitischen Konzeptes der Stadt Potsdam verschränkt und für eine Abstimmung zwischen den Akteuren sorgt (AP 9).
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 28 |
| Europa | 2 |
| Kommune | 3 |
| Land | 15 |
| Weitere | 3 |
| Wissenschaft | 10 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 28 |
| Text | 15 |
| Umweltprüfung | 1 |
| unbekannt | 2 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 4 |
| Offen | 40 |
| Unbekannt | 2 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 46 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 1 |
| Dokument | 3 |
| Keine | 32 |
| Webseite | 13 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 25 |
| Lebewesen und Lebensräume | 36 |
| Luft | 16 |
| Mensch und Umwelt | 46 |
| Wasser | 14 |
| Weitere | 46 |