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Sustainability Challenge der Umsetzungsallianz am 10.12.2024

Unter dem Motto „Berlin ist unsere Stadt. Gemeinsam machen wir sie besser“ hat Umweltstaatssekretärin Britta Behrendt am 10. Dezember 2024 die im Sommer ins Leben gerufene Umsetzungsallianz Nachhaltiges Berlin zu einem Vernetzungstreffen geladen. Über 80 Nachhaltigkeitsakteurinnen und -akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung sind der Einladung in den Change Hub gefolgt. Entlang verschiedener Impulse aus Berliner Nachhaltigkeitsprojekten und -initiativen nutzten die Teilnehmenden die Veranstaltung für intensiven Austausch und Vernetzung. „Ich freue mich sehr, dass das Thema Nachhaltigkeit so viel Unterstützung erfährt“, so Umweltstaatssekretärin Britta Behrendt bei der Eröffnung der Veranstaltung. „Die Zeiten sind schwierig, aber wir dürfen uns nicht ins Bockshorn jagen lassen. Auch wenn die politischen Entwicklungen in der Welt bedrückend sind, müssen wir uns darauf fokussieren, was wir selbst erreichen können. Ich bin überzeugt, dass wir durch Vernetzung der richtigen Akteure einen großen Beitrag dazu leisten, Berlins Nachhaltigkeitspotentiale zu heben. Und gerade in Zeiten knapper Kassen ist das Engagement der Stadtgesellschaft samt der Wirtschaft besonders wichtig.“ Dr. Leon Hempel (Berliner Wasserbetriebe, BWB), Gregor Lütjens (Grün Berlin) und Leonie Püttmann (Berliner Immobilienmanagement, BIM) starteten die Impulsreihe mit der Vorstellung ihrer innovativen Kooperation: Die Blau-grüne Allianz für die Schwammstadt Berlin verfolgt die Vision einer Kreislaufwasserwirtschaft für Berlin und will diese in konkreten Infrastrukturprojekten umsetzen. Michelle Pienitz und Natalie Raulf von der Investitionsbank Berlin (IBB) stellten dar, wie die IBB als Förderbank des Landes wichtige Beiträge für ein nachhaltigeres Berlin leistet und welche Angebote für die Anwesenden von Interesse sein könnten. In der Präsentation von Verena Linz und Jutta Brinkschulte des Ausschusses „Nachhaltige Metropole“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Berlin wurde u.a. das Zukunftsbild „Weltmetropole Berlin 2035“ vorgestellt, das in einem ko-kreativen Prozess von Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft entwickelt wurde. Im Rahmen des Impulses des Berliner Bündnisses für Biodiversität, das im Frühjahr dieses Jahres gegründet wurde und dem sich bislang 26 Unternehmen angeschlossen haben, zeigten Julia Knack (IHK Berlin) , Katrin Heinze (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) sowie Annette Storr von UPS und Gissela Riccio der Berliner Energie und Wärme (BEW) wie man mit den jeweiligen Stärken der verschiedenen Partner und Partnerinnen die biologische Vielfalt auf Firmengeländen ganz praktisch voranbringen kann. Louis Kott und Wolfram Schroff der Berliner Regenwasseragentur planen in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf einen „ Tag der Entsiegelung “ im Herbst 2025, an dem eine öffentliche Fläche im Stadtraum entsiegelt und begrünt wird. In eine ähnliche Richtung gehen die Aktivitäten des Bezirksamts Mitte: Bezirksstadtrat Christopher Schriner machte am Beispiel des Projekts Grüne Gullys darüber hinaus deutlich, wie wichtig eine gute Kommunikation für die Akzeptanz und damit den Erfolg von neuartigen Nachhaltigkeitsprojekten ist. Sein Appell: mehr Mut und mehr Ausprobieren. Isabell Steiner (KARUNA) stellte mit Silke Goedereis (Amazon) das Projekt Tiny Forests vor, das Miniwälder in der Stadt pflanzt und vom Right Now Climate Fund von Amazon finanziell unterstützt wird. Seit der Auftaktveranstaltung der Umsetzungsallianz sind zwei Standorten in Berlin Miniwälder entstanden. Bis 2026 sollen es insgesamt 20 werden. Daher sucht das Projekt dringend weitere Flächen von mindestens 200 Quadratmetern. Lu Yen Roloff und Tim Gauss von Plan B 2030 haben sich vorgenommen, dass in Berlin „ 240.000 Balkonkraftwerke “ in Betrieb genommen werden. Das Projekt berät zu Fördermöglichkeiten von Balkonkraftwerken und führt „Antragspartys“ durch. Gesucht werden vor allem Kontakte zu Unternehmen, die für ihre Mitarbeitenden durch Balkonkraftwerke ein klimaneutrales Homeoffice einrichten möchten. „Berlin kann niemand alleine besser machen – nur wir alle gemeinsam können unseren Beitrag dazu leisten.“, so Umweltstaatssekretärin Britta Behrendt zum Abschluss der Veranstaltung. „Ich bin zutiefst inspiriert von den zukunftsweisenden Projekten, die wir kennenlernen durften und freue mich über den regen Austausch der Teilnehmenden.“ Über 40 Akteure haben sich bereits zum Mission Statement der Umsetzungsallianz Nachhaltiges Berlin bekannt und arbeiten aktiv daran, Berlin nachhaltiger zu machen. In der dazugehörigen LinkedIn Gruppe sind bereits über 150 Nachhaltigkeitsakteure miteinander vernetzt. Treten Sie gerne der Umsetzungsallianz und LinkedIn-Gruppe bei!

Ergebnis 2022 – 49. Jahrgang

Der renommierte Peter-Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin wurde am 18.11.2022 in einem gut besuchten Festakt in der Akademie der Künste durch die Staatssekretärin Dr. Silke Karcher vergeben. Trotz des hohen pandemiebedingten Nachholbedarfs an den Universitäten haben sich 74 junge Nachwuchsplaner*innen an dem Verfahren beteiligt. Ergänzend zum Fachsymposium hielt die renommierte Umweltmedizinerin Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann, Lehrstuhl Umweltmedizin der Universität Augsburg, den Festvortrag zum Thema ‘Hitze in der Stadt’. Peter-Joseph-Lenné-Preis 2022 – Aufgaben Regional, National und International 2022 wurden drei Aufgaben aus Berlin, Deutschland und Ungarn ausgelobt. In der Berliner Aufgabe ging es um kreative Visionen für den Campus der Kunsthochschule Weißensee. Bernadette Brandl aus München überzeugte die Jury mit einer Vision, die in allen Maßstabsebenen klug durchdacht ist und auf relativ kleiner Fläche eine Vielzahl unterschiedlicher Räume und Nutzungsoptionen anbietet. Die nationale Aufgabe kam aus Chemnitz, der Stadt, die 2025 europäische Kulturhauptstadt sein wird. Gegenstand des Lenné-Wettbewerbs war eine innerstädtische Freiraumachse, welche vom Stadtzentrum bis zum Park am Schlossteich reicht. Gleichzeitig sollte auf die Kulturhauptstadt aufmerksam gemacht werden. Das vierköpfige Entwurfsteam (Pauline Kopp, Roman Elie Paul Müller und Robin Schiedt aus Tübingen sowie Eva Wagner aus Stuttgart) legte einen Masterplan vor, der die Grünanlagen aufwertet und durch einen feinfühligen Umgang mit dem Bestand viele Qualitäten der Parkanlagen entwickelt. Aus Ungarn kam die internationale Aufgabe. Die Stadt Budapest will den Anteil der städtischen Grünflächen deutlich erhöhen. Potenziale hierfür bietet das derzeit brache Waldgebiet Terebesi auf der Pester Stadtseite. Im Lenné-Verfahren sollte ein Stufenkonzept – bestehend aus einem Park, einem naturnahen Parkwald und einem Wald – entwickelt werden, um Freizeit, Erholung, Grünvernetzung und Artenvielfalt zu fördern. Der Entwurf von Katharina Dropmann, Katharina von Unold, Paula Erber und Daniel Wolfram aus München gliedert den Terebesi hierzu in drei funktionale Bereiche, die diese Ansprüche geschickt erfüllen. Zusätzlich vergab die Jury Lenné-Anerkennungen (Berlin 1 x, National und International je 2) und in der Aufgabe C eine weitere Karl-Foerster-Anerkennung. Ausführliche Informationen finden sich im Juryprotokoll. Im Lenné-Fachsymposium diskutierten Expert*innen, Planer*innen und der Berufsnachwuchs das große Potenzial begrünter Gebäude für eine klimaresiliente Stadt. Gebäudebegrünungen stellen eine der wirkungsvollsten Maßnahmen für dezentrales Regenwassermanagement, Lärm- und Staubbindung sowie Abkühlung der überhitzten Stadt dar. Gleichzeitig bieten viele Dachflächen Ressourcen für unterschiedliche Nutzungen (z.B. Begegnung, Gastronomie, urbane Landwirtschaft). Staatssekretärin Dr. Silke Karcher verkündete in ihrer Ansprache, dass die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz (jetzt: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) in Kürze das neue GründachPLUS Programm zur Verfügung stellen wird. Dieses fördert nicht nur die Begrünung von Dächern auf Bestandsgebäuden, sondern es werden künftig auch Fassadenbegrünung, Biodiversitätsdächer und die Kombination von Dachbegrünung und Solaranlagen gefördert. Außerdem werden sogenannte Green Roof Labs unterstützt, die sich dadurch auszeichnen, dass hier experimentell neue Wege der Gebäudebegrünung erprobt werden können. Mehr Informationen zum Förderprogramm GründachPLUS

Einblick in die Dokumentation des 2. Forum Endlagersuche

Einblick in die Dokumentation des 2. Forum Endlagersuche Komponenten des 2. Forum Endlagersuche (FE): • • • die digitalen Veranstaltungen der Forumstage vom 06. bis 14.11.2023 die hybriden Veranstaltungstage am 17. und 18.11.2023 in Halle (Saale) die digitale Folgeveranstaltung zur Antragsberatung am 26.01.2024 Themen des 2. FE Das Forum Endlagersuche (FE) ist aktuell das zentrale Beteiligungsformat zur Standortauswahl eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle in Deutschland. Inhaltlicher Schwerpunkt des 2. FE waren die veränderten Zeitbedarfe bei der Ermittlung potentieller Standortregionen für ein Endlager in Deutschland. Hierfür wurden die nächsten Schritte zur Eingrenzung der Teilgebiete, die Herausforderungen der Verfahrensdauer und sowie die Möglichkeiten der Öffentlichkeitsbeteiligung thematisiert. Auf der Agenda standen u.a. Fragestellungen zu den verschiedenen Wirtsgesteinen, zu Methoden der Umweltprüfung, zur Zusammenarbeit der Verfahrensakteure, zu regionalen Partizipations- und Ver- netzungsmöglichkeiten oder zu Perspektiven junger Generationen im Verfahren. Das Programm des FE wird durch das Planungsteam Forum Endlagersuche (PFE) entwickelt. Sie stützten sich auf die im Aufruf zur Mitgestaltung eingereichten Programmvorschläge der interessierten Öffentlichkeit. Auf dem Forum Endlagersuche fanden auch die Wahlen für die Neubesetzung des PFE statt, die das 3. Forum Endlagersuche im November 2024 in Würzburg vorbereiten werden. Gewählt wurden jeweils zwei Vertreter:innen der Bürgerschaft, der Wissenschaft, kommunaler Gebietskörperschaften, der organisierten Zivilgesellschaft sowie fünf Vertreter:innen der Unter-35-Jährigen. Zum 2. FE sind thematisch vielfältige Anträge der Öffentlichkeit eingegangen: Zeithorizonte der Standortsuche, Eingrenzung der Teilgebiete, Zwischenlagerung, Information und Beteiligung. Alle Anträge erreichten das notwendige Quorum von 15 Unterstützenden. Die Beratung und Abstimmung der Anträge erfolgte in der digitalen Folgeveranstaltung. (Siehe Protokolle der Forumstage, des Plenums und der Arbeitsgruppen des Forums, der Antragsberatung) Zahlen und Fakten zum 2. FE: • • • • • 10 digitale Veranstaltungen auf den Forumstagen und 11 Arbeitsgruppen auf dem Forum 720 analoge und digitale Teilnehmende 83 Vorschläge für Programmbeiträge durch die Öffentlichkeit 31 eingereichte und 20 angenommene Anträge 383 Chat-Nachrichten und 61 Like-Emojis im digitalen Raum des Forums Resonanz zum 2. FE: Das PFE resümiert, das Forum habe sein Potenzial entfaltet, sich als Beteiligungsformat bis zu den Regionalkonferenzen etabliert und als Ort des Austausches bestätigt. Ebenso wurde der Austausch in den Arbeitsgruppen, im Plenum sowie den Pausen auf dem Forum als spannend gewertet. Gerrit Niehaus (BMUV - Abteilungsleiter für nukleare Sicherheit und Strahlenschutz) spricht einen mündlichen Dank aus und bezeichnet das Forum als wichtigsten Pfeiler der Partizipation im Standortauswahlverfahren für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle, was ebenfalls Frau Bundesministerin Steffi Lemke in Ihrer Eröffnungsrede zum Forum und ihren Diskussionsbeiträgen hervorhob. (BMUV, Schreiben vom 27.11.2023). Der Präsident des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) Wolfram König (bis 01/2024) lobte das Forum als die Plattform, sich offen über den derzeitigen Stand der Endlagersuche auszutauschen.

Präsenzteilnahme - BASE-Talk: „Nukleare Sicherheit als Teil der Energietransformation in Zeiten des abnehmenden Konsenses“

Präsenzteilnahme - BASE-Talk: „Nukleare Sicherheit als Teil der Energietransformation in Zeiten des abnehmenden Konsenses“ Anfang 22.01.2024 18:30 Uhr Ende 22.01.2024 20:00 Uhr Im April 2023 wurden in Deutschland die letzten drei Atomkraftwerke abgeschaltet. Dieser Schritt basierte auf einem breiten gesellschaftlichen und politischen Konsens für den Atomausstieg und für eine klare Zielstellung zum Ausbau erneuerbarer Energien aus dem Jahr 2011. Die Rahmenbedingungen haben sich seitdem mit Blick auf den voranschreitenden Klimawandel, den erstarkenden Populismus und unerwartete geopolitische Konflikte deutlich verändert. Wie können wir trotz alledem eine sichere und lebenswerte Zukunft gestalten? Welche Verantwortung tragen staatliche Institutionen in dieser Gemengelage und welchen Beitrag können Nichtregierungsorganisationen leisten? Nach einer Keynote von Bundesumweltministerin Steffi Lemke und einem wissenschaftlichen Impuls des Astrophysik-Professors und Wissenschaftsjournalisten Harald Lesch (online) werden der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Wenzel (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz), der Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland Martin Kaiser und BASE -Präsident Wolfram König am Montag, den 22. Januar 2024 18:30 bis 20:00 Uhr über diese und weitere Fragen diskutieren. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Journalist Thorsten Hapke . Die Veranstaltung findet statt im Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung ( BASE ), Wegelystraße 8, 10623 Berlin (Nahe S-Bhf Tiergarten). Im Anschluss laden wir Sie zu einem Ausklang bei Snacks und Getränken ein. Hier können Sie sich für die Präsenzteilnahme an der Veranstaltung anmelden: Adresse Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung Wegelystr. 8 10623 Berlin Hinweis: Bei der Veranstaltung werden Fotos für die Öffentlichkeitsarbeit gemacht Einwilligungserklärung für die Erstellung und Veröffentlichung von Fotos Herunterladen (PDF, 234KB, nicht barrierefrei) Für die Online-Teilnahme können Sie sich hier anmelden Onlineteilnahme - BASE-Talk: „Nukleare Sicherheit als Teil der Energietransformation in Zeiten des abnehmenden Konsenses“

Geochemische Prospektion in den Grundgebirgseinheiten im Südteil der ehemaligen DDR (1990), Wolfram in Bachsedimenten, Einzelelementkarten

In der ehemaligen DDR wurden in den Jahren 1980 bis 1990 in den an der Erdoberfläche anstehenden bzw. gering von Känozoikum überdeckten präoberpermischen Grundgebirgseinheiten (Flechtingen-Roßlauer Scholle, Harz, Sächsisches Granulitgebirge, Thüringer Wald, Thüringisch-Vogtländisches Schiefergebirge, Erzgebirge, Elbtalzone/Lausitz) Untersuchungen zur Einschätzung der Rohstoffführung durchgeführt. Bestandteil dieser Untersuchungen war eine geochemische Prospektion im Bereich der genannten Grundgebirgseinheiten. Auf einer Fläche von fast 15.000 km² wurden ca. 18.000 Wasser- und ca. 17.500 Bachsedimentproben entnommen und geochemisch untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden in Teilberichten zu den einzelnen Grundgebirgseinheiten sowie im „Abschlussbericht zur vergleichenden Bewertung der Rohstofführung in den Grundgebirgseinheiten der DDR“ (Röllig et al., 1990) dokumentiert. Bei diesen Daten aus den Grundgebirgseinheiten im Südteil der ehemaligen DDR handelt es sich um eine in ihrer hohen Probenahmedichte (> 1 Probe/km²) einzigartige flächendeckende geochemische Aufnahme dieser Gebiete. Alle späteren geochemischen Untersuchungen (Geochemischer Atlas 2000 sowie im Rahmen von GEMAS und FOREGS) wurden mit einer ungleich geringeren Probenahmedichte durchgeführt. Diese wertvollen und unwiederbringlichen Daten werden nun über das Geoportal der BGR allgemein verfügbar gemacht. Ergänzend zur digitalen Bereitstellung des originalen Datenmaterials erfolgt erstmals eine Bereitstellung mit modernen computergestützten Verfahren erstellter flächendeckender Verteilungskarten. Die Downloads zeigen die Verteilung der Wolframgehalte in Bachsedimenten in vier verschiedenen farbigen Punkt- und Isoflächenkarten.

LSA VERM

Laura Vaßmer, Ralf Däbel, Sven Magnus-Wolfram Das Geodätische Grundnetz Sachsen-Anhalts 27 LSA VERM 1/2024 Das Geodätische Grundnetz Sachsen-Anhalts Von Laura Vaßmer, Ralf Däbel und Sven Magnus-Wolfram, Magdeburg Zusammenfassung Vor 20 Jahren, im Oktober 2004, wurde mit Beschluss 115/7 des AdV- Plenums die Geburtsstunde des Geodätischen Grundnetzes (GGN) eingeläutet. Die fachliche und physische Entwicklung des GGN bis zum vollständigen Aufbau war ein Entwicklungsprozess zwischen den vorhandenen Ressourcen, den fach- und nutzerseitigen Anforderungen und den Mess- und Auswerteresultaten und wird hier aus dem Blickwinkel der Grundlagenvermessung Sachsen-Anhalts resümiert. Abschließend werden aktuelle Herausforderungen und zukünftige Möglichkeiten aufgezeigt. 1 Vorgeschichte Mit Beginn des neuen Jahrtausends hatten die amtlichen Vermessungsverwaltungen der Bundesrepublik Deutschland erhebliche personelle und materielle Ressourcen- knappheit zur Laufendhaltung ihrer Festpunktfelder der Lage, Höhe und Schwere. Mit der Entwicklung modernster satellitengestützter Techniken in den 90er Jahren waren meist parallel zu den klassischen Festpunktfeldern neue 3D-Netze in ver- schiedenen Hierarchiestufen (A-E), wie das Deutsche Referenznetz (DREF), die C- Netze der Länder (SANREF – Sachsen-Anhaltisches Referenznetz), das SAPOS-Re- ferenzstationsnetz oder das GPS bestimmte TP-Netz (Stufe E), entstanden. Verknüpfungen dieser 3D-Netze mit den klassischen Netzen durch Anschlussmes- sungen oder Identitäten, aber auch durch übergreifende Sondernetze, wie z. B. das Europäische Vertikale Referenznetz (EUVN), waren in unterschiedlichen Ausbaustu- fen und Qualitäten vorhanden. Vor allem die unablässigen Nutzeranfor- derungen nach Bereitstellung aller Komponenten im Subzentimeterbereich konnten diese aus den verschiedensten Gründen nicht erfüllen. Überdies began- nen die Bundesländer, in Abhängigkeit ihrer Ressourcen, unterschiedliche Kon- zeptionen zu den Festpunktfeldern zu entwickeln. In Sachsen-Anhalt mündete dies in der „Strategie 2000“, die die vorhandenen Festpunkte in Fundamen- tal- und Benutzungsfestpunkte (FFP, BFP, siehe Abb. 1) unterteilte und nicht nur rein fachlich begründet war. Eine aus- führliche Gesamtdarstellung zur Entwick- lung der Festpunktfelder Sachsen-Anhalts ist bei [Beul 2009] zu finden. Auf Seiten des Arbeitskreises (AK) Raumbezug der Arbeitsgemeinschaft der Ver- messungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) gab es mehrere Arbeitsgruppen, die sich mit den einzelnen Festpunktfeldern beschäftigten, wie z. B. die Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Künftige Gestalt der TP-Felder“ (ins Leben ge- Abb. 1: Festpunktfelder LSA (Stand 2005) LSA VERM 1/2024 Laura Vaßmer, Ralf Däbel, Sven Magnus-Wolfram Das Geodätische Grundnetz Sachsen-Anhalts 28 rufen auf der 8. Tagung 2001). Mit der auf der 10. Tagung des AK Raumbezugs (2002) in Göttingen initiierten Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Notwendigkeit der Er- neuerung des Deutschen Haupthöhennetzes (DHHN) und deren ersten Analysen wurde dem AK innerhalb weniger Monate klar, dass es nun dringend eines bundes- einheitlichen Festpunktfeldkonzeptes bedurfte. Auf der 11. Tagung des AK Raumbe- zug (2003) wurden die Ad-hoc-Arbeitsgruppen zu Projektgruppen (PG) und die umfirmierte PG "Künftige Gestalt der Festpunktfelder“ mit der Erarbeitung einer einheitlichen Strategie beauftragt. In weiser Voraussicht wurde ebenfalls die enge Zusammenarbeit mit der PG „Erneuerung des DHHN“ initiiert. Während die eine Projektgruppe das notwendige Grundsatzpapier im Spagat zwischen den vorhande- nen Festpunktfeldern der Bundesländer und einem zukünftigen, einheitlichen, inte- grierten Raumbezug erarbeitete, entwickelte die andere PG zukünftige Messungskonzepte und deren Umsetzung [AdV 2004a]. Im Juni 2004 verabschiedete der AK Raumbezug in Schwerin die Beschlussvorlage 12/4 „Strategie für den ein- heitlichen Raumbezug des amtlichen Vermessungswesens in der Bundesrepublik Deutschland“ an das Plenum. Mit Beschluss 115/7 und 115/8 des Plenums der AdV am 6. und 7. Oktober 2004 in Wismar haben nicht nur die Geodätischen Grund- netzpunkte (GGP) das Licht der Welt erblickt, auch die in Planung befindlichen Messkampagnen für einen integrierten Raumbezug waren auf dem richtigen Weg [AdV 2004b, siehe auch Wolfram 2008]. 2 GGP versus GNSS-Punkte Die beschlossene Strategie war ein Minimalkonsens zwischen den Bundesländern. Sie ermöglichte allen Beteiligten die Ausweisung von bundeseinheitlichen Festpunk- ten unter neuem Namen ohne die Länderspezifika aufzugeben und wies ein Jahr später mit den „Richtlinien für den einheitlichen Raumbezug des amtlichen Vermes- sungswesens (2006)“ die zukünftige Richtung: „Die Geodätischen Grundnetzpunkte dienen der physischen Realisierung und Si- cherung des dreidimensionalen Raumbezugs und der Verknüpfung von Raum-, Hö- hen- und Schwerebezugssystem.“ [AdV 2006]. Es lag in der Natur der Sache, dass die einen bereits von Grundnetzpunkten bishe- riger Art sprachen, die anderen von GNSS-Punkten aber die zukünftigen „Subzenti- meter“-GGP meinten und weitere, diese und ihre Bedeutung in Frage stellten. Dies mündete auf dem Höhepunkt kontroverser Diskussionen im Mai 2007 in einen GGP-Workshop in Fulda. Während die neue Richtlinie im Ergebnis der fachlich begründeten Nutzer- und Länderanforderungen von einem maximalen Punktabstand bis 30 km der 3D-ver- markten GGP mit satellitengeodätisch hochgenau bestimmten ETRS89-Koordina- ten, dem Anschluss an das amtliche, bisherige Höhen- und Schwerefestpunktfeld ausging, mussten die Beteiligten an der Entwicklung und Umsetzung der Messkam- pagnen für den zukünftigen Raumbezug ressourcen- und genauigkeitsbedingt zur Zielerreichung mit abgewandelten Parametern arbeiten. Der Meldestand aller Bun- desländer für die Erneuerung des DHHN betrug im Januar 2005 14130 km. Bei ei- nem mittleren Punktabstand von ca. 50 km entlang der DHHN-Linien ergaben sich 250 GNSS-Punkte, die von den gemeinsamen Messtrupps der AdV in vertretbarer Zeit mit modernster satellitengestützter Technik messbar wären. Ebenfalls wurden 100 gleichmäßig verteilte Absolutschwerepunkte als realisierbar eingeschätzt [nähe- res bei Wolfram 2008]. 29 Laura Vaßmer, Ralf Däbel, Sven Magnus-Wolfram Das Geodätische Grundnetz Sachsen-Anhalts LSA VERM 1/2024 Vor allem aus diesen Gegebenheiten heraus konnten die GNSS-Punkte offiziell noch keine GGP und das GGP-Punktfeld konnte noch kein Grundnetz sein. Mit den er- folgreichen Messkampagnen und den überwältigenden Ergebnissen änderte sich die Ansicht darüber später jedoch zunehmend. 3 Entstehung der Rahmennetz-GGP Der Pflichtanteil Sachsen-Anhalts an der Erneuerung des DHHN betrug 723 km (siehe Abb. 2). Daraus re- sultierten 13 GNSS-Punkte und 5 Absolutschwere- punkte. Im Juli 2005 stellte das Fachdezernat Grundlagenvermessung einen Entwurf mit allen geeig- neten SANREF/DREF-Festpunkten sowie 21 möglichen neuen Standortbereichen unter Beachtung der gleich- mäßigen Verteilung entlang (max. 2 km seitlicher Ab- stand) des Pflichtanteils der DHHN-Linien, beginnend in Abstimmung mit den Nachbarländern Niedersach- sen und Brandenburg, auf. Parallel begann die Außen- diensterkundung der konzipierten Standorte nach Einflussgrößen, wie Horizontfreiheit (max. 5° Elevati- on), reflektionsarme Umgebung, keine Störungen durch Straßen- und Bahnverkehr, Starkstromleitungen, Sende- masten sowie Windräder und eine möglichst gute An- mussten für Absolut- fahrbarkeit. Zusätzlich schwerepunkte Grundwassermessstellen in nächster Nähe vorhanden sein, aber keine Feuchtgebiete und Wasserbehälter. Aus den Anforderungen zur Standflä- chengröße (50x50 cm, nahezu bodengleich), der Ver- markungstiefe (mindestens 1 m) und zur Mikroseismik ergab sich für die Absolutschwerepunkte damals nur die Möglichkeit der Neuvermarkung. Aus den Länder- abstimmungen, aber auch aus den Vergleichen erster Nivellementsergebnisse mit älteren Messungen, ergab sich frühzeitig die Notwendigkeit, weitere DHHN-Lini- en zu erneuern. Deshalb wurden auch GNSS-Standorte auf zwei optionalen Linien erkundet (siehe Abb. 2). Im Sommer 2006 wurden dann die Unterlagen für 20 Standortbereiche an das Lan- desamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) zur Prüfung auf geologische Charakte- ristika, Bergbau, Gründungstechnische, Umweltgeologische, Hydrogeologische und Planungsgeologische Aspekte übergeben. Nach Vorliegen der Gutachten wurden zwei DREF-, zwei SANREF-, ein EUVN- und acht Neu-Standorte ausgewählt. Von den neuen Standorten wurden fünf als GNSS-AG-Punkte (AG steht für Absolutgra- vimetrie) für die Absolutschweremessung festgelegt (siehe Abb. 2). Von Mitte September bis November 2006 erfolgte die Vermarkung der Neupunkte mit einem 50x50x100 cm Granitpfeiler (700 kg) mit Betonsockel (800-1000 kg) und zentrisch eingelassenem 3D-Edelstahlbolzen mit Schutzkappe. Auf den Neupunkten wurden unmittelbar zur Erstbestimmung statische GNSS Messungen durchgeführt (siehe Abb. 3). Abb. 2: Rahmennetze (Anteil Sachsen-Anhalt)

97 % Energieeinsparung bei der Ammoniummetawolframat-Herstellung

97 % Energieeinsparung bei der Ammoniummetawolframat-Herstellung Die H.C. Starck Tungsten GmbH in Goslar produziert aus Recyclingmaterialien und Erzen hochleistungsfähige Pulver des Metalls Wolfram und dessen Verbindungen, etwa für den Maschinen- und Werkzeugbau. Mit Hilfe des Umweltinnovationsprogramms kommt nun ein neues Hochdruckumkehrosmose-Verfahren zum Einsatz, welches bei der Herstellung von Ammoniummetawolframat über 97 Prozent Energie einspart. Ammoniummetawolframat, kurz AMW, kommt etwa im Maschinen- und Werkzeugbau, in der Automobil- und Energieindustrie, der Luftfahrt sowie in der Chemischen Industrie zum Einsatz. In der H.C. Starck Tungsten GmbH wurde es bisher durch einen energieintensiven Verdampfungsprozess aus wolframhaltigem Metallschrott, wie ausgedienten Bohrern, hergestellt. Durch die Umstellung des Verdampfungsverfahrens auf Hochdruckumkehrosmose zur Konzentrierung komplexer Wolframate konnte eine Energieeinsparung von über 97 Prozent erzielt werden. Bei einer jährlichen Produktionsmenge von 1.000 Tonnen AMW können so etwa 5.600 Megawattstunden Energie sowie Treibhausgase mit einer ⁠ Klimawirkung ⁠ von etwa 1.020 Tonnen CO 2 pro Jahr eingespart werden. Zusätzlich wurde auch der Verbrauch an Natronlauge um etwa 39 Tonnen pro Jahr gesenkt. Die Emissionen an Neutralsalz (Na 2 SO 4 ) über das behandelte Abwasser konnten so um etwa 35 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Über das Umweltinnovationsprogramm Das Umweltinnovationsprogramm (⁠ UIP ⁠) ist ein Förderprogramm des Bundesumweltministeriums. Es fördert herausragende Projekte, die den Stand der Technik in einer Branche weiterentwickeln und anderen Unternehmen der gleichen Branche oder branchenübergreifend aufzeigen, wie innovative Technik zu einer Umweltentlastung führen kann. Das Umweltbundesamt begutachtet die Projektanträge und begleitet die Förderprojekte während der Durchführung bis zum Projektabschluss.

Protokoll der öffentlichen PFE-Sitzung vom 25.04.2024

Planungsteam Forum Endlagersuche Datum: 14.05.2024 _________________________________________________________ Protokoll Öffentliche Sitzung des Planungsteam Forum Endlagersuche (PFE) 25.04.2024, 18:30-21:55 Uhr Teilnehmende: Elisa Akansu (U35-AG), Eva Bayreuther, Andreas Fox, Bettina Gaebel, Jörg Hacker, Maximilian Hipp (U35-AG), Johannes Hunger (U35-AG), Anton Köller (U35-AG), Dr. Daniel Lübbert, Asta von Oppen, Heiko Schaak (gewählte Mitglieder) Dagmar Dehmer (BGE), Lisa Seidel (BGE) Dr. Monika C.M. Müller (NBG) Dr. Monika Arzberger (BASE), Evelyn Bodenmeier (BASE) weitere: Wolfram Rühaak (BGE), Manuel Wilmanns (BGE) Sebastian Stransky (BASE) Stefanie Johannsen, Antonia Heinze, Claudia Hofedietz (b-lab BASE) Moderation:Julia Fielitz (Zebralog) Protokoll:Johanna Krämer (Zebralog) Graphic Recording: Lorna Schütte Themen: TOP 1Begrüßung Moderation und Agenda........................................................................ 2 TOP 2Kurzbericht aus der PFE-Klausurtagung März 2024 ................................................ 2 TOP 3Arbeitsstand der angenommenen Anträge des 2. Forum Endlagersuche ................ 2 TOP 4 Information der BGE zum veröffentlichten Papier zur Festlegung der Grenztemperatur ................................................................................................................... 4 TOP 5 Ankündigung der BGE: Online-Veranstaltung zur Behälterentwicklung im Kristallingestein am 17.06.2024............................................................................................. 6 TOP 1 Begrüßung Moderation und Agenda Die Moderation und Frau von Oppen begrüßen die Teilnehmenden der öffentlichen Sitzung. Die Agenda des Abends wird besprochen. TOP 2 Kurzbericht aus der PFE-Klausurtagung März 2024 Ein PFE-Mitglied fasst die Inhalte der März-Klausur für die Teilnehmenden zusammen: Der Besuch von Christian Kühn, dem neuen Präsidenten des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), auf der Märzklausur wurde seitens des PFE als Wertschätzung empfunden. Schwerpunkte auf der Klausur waren die Anträge des 2. Forum Endlagersuche, die Vorbereitung des 3. Forum Endlagersuche, sowie die Einrichtung eines Organisationsbüros für das Forum Endlagersuche mit dem Planungsteam Forum Endlagersuche. Das PFE hat sich eine Jahresplanung gegeben. Das 3. Forum Endlagersuche wird vom 22. bis 23.11.2024 voraussichtlich in Würzburg stattfinden. TOP 3 Arbeitsstand der angenommenen Anträge des 2. Forum Endlagersuche Zivilgesellschaftliche Mitglieder des PFE stellen den aktuellen Arbeitsstand der angenommenen Anträge des 2. Forum Endlagersuche im Rahmen eines Kurzüberblicks vor. Folgende Anträge wurden angesprochen: AntragsnummernTitel des Antrags Antrag 032Zwischenlagerung Antrag 034KENFO Antrag 020Transparenz im lernenden Verfahren Antrag 026Zeitplanung des BASE ergänzend zum Zeitplan BGE Anträge 030 und 035Erarbeitung Input FE zur Gesetzgebung Antrag 031Prozessoptimierung und Beschleunigung Antrag 014Einbinden der Abteilung A und F Antrag 016Fortsetzung unabhängiger transdisziplinärer Forschung Antrag 028begleitende Aufsicht praktizieren Antrag 029fachöffentliche Diskussion Antrag 012Beteiligung Regionalkonferenzen Bei Fragen melden Sie sich gerne unter: beteiligung@base.bund.de oder +49 30 184321 - 0 2 Antrag 017Infoplattform Antrag 019Intelligenter natursprachlicher Zugang zu Informationsportalen Antrag 013Austauschformate für Interessengruppen StandAV Antrag 001Human Intrusion Anträge 021, 023, 024 Zu den Anträgen 16 „Fortsetzung unabhängiger transdisziplinärer Forschung“ und 20 „Transparenz im lernenden Verfahren“ hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) schriftlich Stellung genommen. Die Stellungnahmen wurden auf der Infoplattform zur Endlagersuche veröffentlicht: Antwort auf Antrag 16: https://www.endlagersuche- infoplattform.de/SharedDocs/Downloads/Endlagersuche/DE/2024/forum/0417-Antwort- BMUV-Antrag-16.pdf?__blob=publicationFile&v=1 Die Antwort des BMUV wurde durch das zuständige PFE Mitglied an die derzeitige Leitung von TRANSENS weitergeleitet, die dies im wissenschaftlichen Raum geteilt hat. Antwort auf Antrag 20: https://www.endlagersuche- infoplattform.de/SharedDocs/Downloads/Endlagersuche/DE/2024/forum/0417-Antwort- BMUV-Antrag-20.pdf?__blob=publicationFile&v=1 Die „Langfristige Vorbereitung der Beteiligung in den Regionalkonferenzen“ (Antrag 014) soll bei der nächsten öffentlichen Sitzung am 19.06.2024 thematisiert werden. Andreas Fox bittet dabei auch um Darstellung der Überlegungen des BASE und spricht erste Schritte zur Kodifizierung von Abläufen im PFE auch mit Blick auf die Regionalkonferenzen und Rat der Regionen an. Zu Antrag 017 „Bessere Auffindbarkeit von Beteiligungformaten /-ergebnissen auf der Infoplattform“ bietet Prof. Dr. Anne-Dore Uthe an, ein Studierendenprojekt zur Evaluation der aktuellen Online-Information zu organisieren. Zu Antrag 001 „Angemessene Berücksichtigung von Human Intrusion“ wird auf die Zielstellung weitergehender Behandlung über die nachrangige Optimierung nach § 12 Abs.3 EndlSiAnfV hinaus hingewiesen. Eine Vertreterin des BASE erläutert ergänzend die jeweiligen Arbeitsstände im Umgang mit den Anträgen, die an das BASE gerichtet sind (vgl. Anlage 1). Aktuell erstellt das BASE ein Dokument zum Umgang mit den Anträgen, das veröffentlicht werden wird. Bei Fragen melden Sie sich gerne unter: beteiligung@base.bund.de oder +49 30 184321 - 0 3

Onlineteilnahme - BASE-Talk: „Nukleare Sicherheit als Teil der Energietransformation in Zeiten des abnehmenden Konsenses“

Onlineteilnahme - BASE-Talk: „Nukleare Sicherheit als Teil der Energietransformation in Zeiten des abnehmenden Konsenses“ Anfang 22.01.2024 18:30 Uhr Ende 22.01.2024 20:00 Uhr Im April 2023 wurden in Deutschland die letzten drei Atomkraftwerke abgeschaltet. Dieser Schritt basierte auf einem breiten gesellschaftlichen und politischen Konsens für den Atomausstieg und für eine klare Zielstellung zum Ausbau erneuerbarer Energien aus dem Jahr 2011. Die Rahmenbedingungen haben sich seitdem mit Blick auf den voranschreitenden Klimawandel, den erstarkenden Populismus und unerwartete geopolitische Konflikte deutlich verändert. Wie können wir trotz alledem eine sichere und lebenswerte Zukunft gestalten? Welche Verantwortung tragen staatliche Institutionen in dieser Gemengelage und welchen Beitrag können Nichtregierungsorganisationen leisten? Nach einer Keynote von Bundesumweltministerin Steffi Lemke und einem wissenschaftlichen Impuls des Astrophysik-Professors und Wissenschaftsjournalisten Harald Lesch (online) werden der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Wenzel (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz), der Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland Martin Kaiser und BASE -Präsident Wolfram König am Montag, den 22. Januar 2024 18:30 bis 20:00 Uhr über diese und weitere Fragen diskutieren. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Journalist Thorsten Hapke . Hier können Sie sich für die Onlineteilnahme an der Veranstaltung anmelden: Adresse online

2. Forum Endlagersuche: Öffentlicher Austausch zum Stand der Suche nach einem Endlager in Halle an der Saale

Großes Interesse am zweiten Forum Endlagersuche in Halle an der Saale: Am Freitag, den 17.11.2023, waren 530 Teilnehmer:innen dabei, am Folgetag 296 – je die Hälfte nahm am Tagungsort in der Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaften beziehungsweise digital an der zweitägigen Veranstaltung teil. Schwerpunkte des Forums waren die nächsten Schritte zur Eingrenzung der Teilgebiete und die Möglichkeiten der Öffentlichkeitsbeteiligung im Verfahren. Vieldiskutiert wurde auch der Zeithorizont bei der Suche nach einem Endlagerstandort. Auch die Wahl der Mitglieder des Planungsteams Forum Endlagersuche stand auf dem Programm. Das Forum ist ein zentrales Beteiligungsformat zur Standortauswahl für das Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland und bestand aus Diskussionen im Plenum und verschiedenen Arbeitsgruppen. Zusätzlich gab es zwischen dem 6. und 14. November 2023 zur Vorbereitung und Vertiefung bestimmter Themen mit Blick auf das Forum zehn digitale Veranstaltungen zur Endlagersuche. Stimmen auf dem 2. Forum Endlagersuche In einem Grußwort sagte Bundesumweltministerin Steffi Lemke am 17. November zur Eröffnung des Forums Endlagersuche in Halle: „Wir dürfen die langen – zu langen – Zeiträume, bis die hochgefährlichen Abfälle so sicher wie möglich verwahrt sind, nicht einfach hinnehmen. Denn letztlich ist der Zeitfaktor auch ein Sicherheitsfaktor.“ Für das BASE , Veranstalter des Forums in Zusammenarbeit mit der Bundesgesellschaft für Endlagerung ( BGE ) mbH und dem Planungsteam Forum Endlagersuche , sagte Präsident Wolfram König : „Das Forum Endlagersuche hat allen Interessierten eine Plattform geboten, sich offen über den derzeitigen Stand der Endlagersuche auszutauschen. Die Randbedingungen haben sich in den vergangenen Monaten drastisch verändert. Die Glaubwürdigkeit des Suchverfahrens hängt maßgeblich davon ab, dass alles getan wird, die Risiken der radioaktiven Hinterlassenschaften konsequent zu verringern und möglichst zügig ein sicheres Endlager zu finden. Dazu braucht es belastbare Zeitpläne und Meilensteine, die regelmäßig überprüft und öffentlich diskutiert werden.“ Der Minister für Wissenschaft und Umwelt von Sachsen-Anhalt, Professor Armin Willingmann , eröffnete den zweiten Tag mit einem Video-Grußwort: „Das notwendige Vertrauen in diesen Prozess, dann in eine in vielen Jahrzehnten anstehende Entscheidung, wird man nur erzeugen können, wenn das Verfahren tatsächlich wissenschaftsbasiert und fair abläuft.“ Johannes Hunger, der im Planungsteam Forum Endlagersuche die junge Generation vertritt, sagte: „Im Gespräch mit Bundesumweltministerin Steffi Lemke wurde ganz deutlich, wie wichtig die Beteiligung junger Menschen an der Endlagersuche ist. Wie mit der Erblast der Atomkraft umgegangen wird, entscheidet sich in den nächsten Jahren. Die Konsequenzen daraus betreffen nicht nur meine, sondern auch kommende Generationen.“ Bettina Gaebel, als Bürgerin gewählt in das Planungsteam Forum Endlagersuche sagt: „Das Bundesumweltministerium hat das Forum Endlagersuche als zentrales Beteiligungselement in der Endlagersuche bis zur Einsetzung von Regionalkonferenzen bestätigt – und dem neu gewählten Planungsteam Forum Endlagersuche mehr Freiheit in seiner Arbeit in Aussicht gestellt. Die fachlichen Impulse zu dringenden Fragen der Entsorgung des hochradioaktiven Mülls werden sowohl im politischen Raum als auch von Seiten der Akteur:innen Resonanz finden. Ein zentrales Thema waren der verlängerte Zeitbedarf für die Endlagersuche und die Eingrenzungsschritte zu Standortregionen . Vorsichtig optimistisch stimmen uns die offenen Gespräche, die zum Thema ,Lernendes Verfahren‘ und Veränderungen in der Zusammenarbeit geführt wurden.“ Dr. Thomas Lautsch, Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung ( BGE mbH) , würdigte das Engagement insbesondere der Ehrenamtlichen im Planungsteam Forum Endlagersuche. Er sagte: „Für die BGE mbH ist der direkte Austausch mit Wissenschaft und kritischer Öffentlichkeit enorm wichtig. In den Forumstagen und dann in Halle sind viele Themen diskutiert worden, die die kritische Öffentlichkeit auf die Tagesordnung gesetzt hat. Die BGE mbH braucht den Dialog . Dadurch werden unsere Arbeitsergebnisse besser. Ich freue mich sehr darüber, dass das Forum Endlagersuche so erfolgreich verlaufen ist.“ Beim Forum Endlagersuche sind folgende Personen in das PFE gewählt worden, die das dritte Forum Endlagersuche vorbereiten werden: Für die Gruppe der Bürger:innen sind Bettina Gaebel und Heiko Schaak gewählt. Für die Gruppe der Wissenschaft sind Janine Hauer und Daniel Lübbert gewählt. Für die Gruppe der Kommunalen Gebietskörperschaften sind Eva Bayreuther und Asta von Oppen gewählt. Für die Gruppe der organisierten Zivilgesellschaft sind Jörg Hacker und Andreas Fox gewählt. Für die Gruppe der Unter-35-Jährigen sind Asta Haberbosch, Elisa Akansu, Johannes Hunger, Farras Fathi, Anton Koeller und Maximilian Hipp gewählt. Damit ist die Gruppe der jungen Generation deutlich größer als bei der vorhergehenden Wahl. Zum Hintergrund: Das Forum Endlagersuche wird vom Planungsteam Forum Endlagersuche (PFE) gestaltet, in dem gewählte Vertreter:innen aus der Zivilgesellschaft mit entsandten Vertreterinnen des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung ( BASE ), der Bundesgesellschaft für Endlagerung ( BGE mbH ) und des Nationalen Begleitgremiums ( NBG ) zusammenarbeiten. Im Frühjahr hatte das PFE einen Aufruf zur Mitgestaltung veröffentlicht, aus dem 83 Programmvorschläge vom Plakat bis zur kompletten Veranstaltung als Beitrag zu den Forumstagen und dem Forum Endlagersuche hervorgegangen sind. Aus diesen Beiträgen hat das PFE das Forum Endlagersuche und die zugehörige digitale Veranstaltungsreihe erarbeitet. 20.11.2023 geändert am 20.11.2023 08:10 Uhr Informationen zum Forum Endlagersuche Forum Endlagersuche Informationen zum Planungsteam Forum Endlagersuche Planungsteam Forum Endlagersuche

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