Macht euch auf die Suche! Eine Anregung für Suchspiele, Aufgaben und Fragen an die Kinder. 1 Wie oft könnt ihr Fred entdecken? Fred ist 28 Mal auf dem Bild zu sehen. 2 Warum darf man bei Hochwasser auf keinen Fall in den Keller gehen? Bei Hochwasser ist es lebensgefährlich in den Keller zu gehen. Die Fenster halten oft den anstürmenden Wassermassen nicht stand und der Keller wird in sehr kurzer Zeit überflutet. Nun blockiert der Druck die Türen und es gibt keinen Weg mehr nach draußen. Bei Hochwasser noch schnell Sachen aus dem Keller retten? Auf gar keinen Fall! 3 Warum wird dem armen Fred ganz übel? Mit Fred durchs Hochwasser Ein Wimmelbild für Kinder Hochwasser ist ein natürliches Ereignis und Pflanzen und Tiere als Auenbewohner sind daran angepasst. Doch scheinbar immer häufiger treten unsere Flüsse über die Ufer und je nach Ausmaß kann dieses Naturereignis für den Menschen gefährlich werden.Fred, unsere sympathische Wanderratte, hilft auf spielerische Weise durch das Wimmelbild zu führen. Er versteckt sich in den verschiedenen Szenen des Hochwasserspektakels und fördert den Entdeckergeist und die Aufmerksamkeit der Kinder. Ziel des Wimmelbildes ist es, die Kinder spielerisch an das vielschichtige Thema Hochwasser mit all seinen Facetten heranzuführen. Es veranschaulicht verschiedene Aspekte wie Ursachen und mögliche Schutz- und Vorsorgemaßnahmen. Zudem zeigt es, dass es viele Helfer braucht, denn Hochwasser richtet schlimme Dinge mit Hab und Gut, aber auch mit Menschen und Tieren an.Diese kleine Begleitbroschüre gibt Ihnen eine Übersicht über die einzelnen Themenbereiche der Illustration sowie Anregungen für Fragen und Antworten rund um das Thema Hochwasser. Die Bewohner des Hauses haben im Keller neben allerlei Krimskrams auch Farben, Lacke und Chemikalien aufbewahrt. Diese sind sehr giftig. Durch das Hochwasser im Keller sind diese nun ausgelaufen und die Schadstoffe gelangen mit dem Wasser nach draußen. 4 Wir wünschen Ihnen und den Kindern viel Spaß beim Entdecken! Weshalb muss man unbedingt den Strom abschalten? Wasser und elektrischer Strom dürfen niemals miteinander in Berührung kommen. Also: Elektrische Geräte und Wasser dürfen sich nie berühren, denn Wasser leitet den elektrischen Strom beinahe so gut wie Metall! Durch einen „elektrischen Schlag“ könnt ihr schwer verletzt oder sogar getötet werden. 5 Wieso sind Schafe so nützlich für den Deich? Von Schafen beweidete Deiche sind bei Sturmfluten sicherer. Sie halten durch ihren tiefen Biss das Gras kurz, wodurch es dichter wächst. Außerdem wird der Boden durch den Tritt der Tiere verfestigt und Löcher im Deich durch Maulwürfe oder Wühlmäuse werden wieder zugetreten. 6 Fred. ge, sere klu nd n u t is Er ige u ns mut meiste m äußerst vor alle hische sympat tte. rra Wande Unser Fred ist eine äußerst mutige Ratte. Er hilft, wo er nur kann – auch der Feuerwehr. Findet ihr ihn? Er steht unter dem gelben Feuerwehrschlauch. 7 Das ist Wer oder was ist ein Deichläufer? Deichläufer sind Personen, die bei Hochwasser den Deich überwachen und ihn auf Schäden untersuchen. Wenn sie Sickerstellen beobachten, kennzeichnen sie den Schaden und melden ihn über ein Funkgerät dem Wachlokal. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Leipziger Straße 58 | 39112 Magdeburg | www.mwu.sachsen-anhalt.de Stand: Oktober 2023 Hochwasser in Stadt und Land Begleitbroschüre für pädagogische Fachkräfte Was gibt es zu entdecken? Wie entsteht ein Hochwasser? Die Wolken stehen symbolisch für starke Regenfälle als häufige Ursache zur Entstehung von Hochwasser. Aber auch die zunehmende Bebauung und Versiegelung von Flächen ist ein wichtiger Aspekt. Versiegelte Flächen wie Siedlungs- und Verkehrsflächen können kein Regenwasser aufnehmen und speichern. Versickert das Regenwasser nicht, fließt in kurzer Zeit viel Wasser in den Fluss. Das Technische Hilfswerk (THW) steht in Not- und Unglücksfällen der Bevölkerung mit Technik und Know-how in Deutschland und weltweit helfend zur Seite und ist die deutsche Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Bundesfreiwilligendienstleistenden und haupt- amtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. www.thw.de Hochwassertourismus Lieber helfen, statt zuschauen! Pegel Mit Pegeln werden Wasserstände gemessen, um festzustellen, ob das Wasser steigt, gleich bleibt oder fällt. Misst man den Wasserstand an vielen verschiedenen Pegeln kann ein Experte die Wasserstände vorhersagen. Auenlandschaft Unsere Flüsse benötigen bei Hochwasser Flächen, auf denen sich das Wasser ausbreiten kann. Je größer diese Flächen sind, desto geringer ist für uns die Gefahr von Überschwemmungen. In unsere Straßen soll das Wasser aber nicht fließen. Auen sind die natürlichen Überschwemmungsbereiche der Flüsse. Der Erhalt und die Entwicklung unserer Auen bieten also einen ganz natürlichen Schutz vor Hochwasserereignissen, da Auen Wasser in der Fläche aufnehmen, speichern und in trockenen Zeiten verzögert wieder abgeben können. Das Rote Kreuz (DRK) beteiligt sich in Deutsch- land am Zivil- und Katastrophenschutz, indem es Personal aus den örtlichen Bereitschaften sowie Fahrzeuge und Material stellt. Im Katastrophenfall, wie bei einem großen Hochwasser, leistet das DRK Hilfe, indem es zum Beispiel eine Katastrophenregion mit lebenswichtigen Hilfsgütern versorgt. www.drk.de Der Deich Bauwerke entlang unserer Flüsse zum Schutz gegen Überschwemmung. Auf dem Land Auch die Tiere auf dem überschwemmten Gutshof sind in Gefahr und wollen gerettet werden. Was ist Hochwasser? Was ist eigentlich ein Hochwasser? Hochwasser ist, wenn zum Beispiel mehr Wasser in den Fluss fließt als hinein passt. Der Fluss sucht sich dann Platz, steigt über die Ufer und überschwemmt üblicherweise trockene Gebiete. Da unsere Häuser, Dörfer und Straßen bis an die Flüsse heran- gebaut sind, können Hochwasser auch eine Gefahr für uns darstellen. Deichverteidigung Im Themenmittelpunkt steht der Zusammenhalt und wie wichtig es ist, dass sich die Menschen gegenseitig helfen und unterstützen. Hier packen alle gemeinsam an: Einsatz- und Hilfsorganisationen wie THW, LHW, Bun- deswehr, DRK und viele freiwillige Helfer füllen Sandsäcke und schichten sie aufeinander – alles geht Hand in Hand. Auch die leibliche Versorgung mit Broten und Getränken darf nicht fehlen. Hier kann sich jeder mit einbringen. Stadt Die Stadt ist gefüllt mit vielen kleinen Szenen, die das Hochwasser mit sich bringt. Aber auch hier sind nicht alle Menschen frustriert, sondern helfen sich gegenseitig auch mal mit einem stärkenden Kaffee. Außerdem wird gezeigt, dass es auch gefährlich werden kann und wie wichtig die Hilfe der vielen Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei oder DLRG sind. Das Radio informiert über die Außerdem sollte man recht- zeitig eine persönliche Grundausrüstung packen. Dazu gehören z. B. eine Taschenlampe, Handy, Seil, Campingkocher, Batterien und die Hausapotheke. und elektrische Anlagen zu überfluten, besteht Lebensgefahr! Ein Bild für Kinder … der Strom abgestellt Retten, Löschen, Bergen und Schützen – das sind die Aufgaben der Feuerwehr. Dazu gehören der vorbeugende Brandschutz, die Brandbekämp- fung und die Hilfeleistung. Die Kameraden und Kameradinnen leisten Hilfe auch im Zusammen- hang mit Hochwasserereignissen. www.vollereinsatz.sachsen-anhalt.de www.mi.sachsen-anhalt.de Die Bundeswehr hilft in Deutschland bei schweren Unfällen oder Naturkatastrophen. In mehreren Hochwassereinsätzen half die Bundeswehr bisher der Bevölkerung bei der Bekämpfung der Fluten und deren Auswirkungen. Alle Hilfeleistungen erfolgen stets im Rahmen der Amtshilfe. www.bundeswehr.de aktuelle Hochwasserlage. Drohen Zählerschrank Hier muss frühzeitig Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG) ist eine gemeinnützige und selbstständige Wasserrettungs- und Nothilfeorganisation. Sie arbeitet grundsätzlich ehrenamtlich mit freiwil- ligen Helferinnen und Helfern. Mit über 560.000 Mitgliedern ist sie die größte freiwillige Wasser- rettungsorganisation der Welt. www.dlrg.de werden.Nicht jede Szene sollte Das dürfen jedoch nurso ganz ernst genommen die Eltern oder einwerden. Die Kinder sollen mit Fachmann tun.Neugierde und Spaß das Thema Hochwasser erforschen und da darf auch ein wenig Schabernack nicht fehlen. Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) ist für den Bau, den Betrieb und die Unterhaltung von Hochwasserschutzanlagen in Sachsen-Anhalt zuständig. Hochwasserschutzanlagen wie Deiche, Wehre, Siele, Schöpf- und Pumpwerke werden geplant und gebaut, Konzepte zum Hochwasser- schutz entwickelt und umgesetzt. In Sachsen- Anhalt werden durch den LHW 2.906 Kilometer Gewässer unterhalten und gepflegt, dazu kommt der Betrieb von Schleusen an Unstrut und Saale. Flussgebietskonzeptionen, Schwachstellenana- lysen sowie die Vermessung und Standsicherheits- untersuchungen von Bauwerken des Hochwasser- schutzes sind nur einige Schlagworte aus dem breiten Aufgabengebiet des LHW. lhw.sachsen-anhalt.de
Baden-Württemberg ist sehr reich an Seen. Deren Wasserqualität immer im Blick zu behalten ist dementsprechend sehr herausfordernd. Hierbei soll zukünftig die Fernerkundung helfen. Mittels Satelliten können so viel mehr Seen regelmäßig überprüft werden, als mit herkömmlichen Methoden, bei denen vor Ort aufwändig Wasserproben genommen und dann im Labor untersucht werden. Hierfür hat das Institut für Seenforschung (ISF) der LUBW das Projekt SAMOSEE-BW - „Satellitenbasiertes Monitoring von Seen in Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen. Dieses Projekt wird durch die Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg gefördert. Mit dem Projekt werden Satellitendaten für die routinemäßige Bewertung von Stehgewässern nutzbar gemacht. Bis aus den Rohdaten aber anschauliche Grafiken, Tabellen und Abbildungen werden, ist es ein weiter Weg. Mithilfe von speziellen Computerprogrammen und Arbeitsroutinen werden störende Einflüsse der Atmosphäre, Wolkenbildung oder Sonnenreflexion gefiltert und korrigiert. Die klassischen Messungen und Wasserprobenentnahmen werden jedoch auch in Zukunft trotz aller Technik weiterhin unerlässlich sein, um die Qualität der Seen im Blick zu behalten. Bild zeigt: Satellit über der Erde, Bildnachweis: dimazel/stock.adobe.com Ein Anzeiger für die Gewässergüte ist unter anderem der Blattfarbstoff Chlorophyll-a. Dieser kommt neben Pflanzen auch im Phytoplankton von Seen vor, wo er für die Photosynthese zuständig ist. Aufgrund seiner Grünfärbung lässt er sich auch aus dem All mit Hilfe von Satelliten erfassen. Zur Erfassung nehmen die Satelliten mit ihren an Bord befindlichen Multispektralsensoren die Farbe eines Gewässers sehr genau auf. Diese Multispektralsensoren messen die Intensität des vom Gewässer zurückgestrahlten Lichtes für verschiedene Wellenlängen. Durch die Absorption von Chlorophyll-a erscheint das Wasser in einem See grün, wenn es sehr viele Algen beziehungsweise sehr viel Phytoplankton gibt. Anhand dieser Grünfärbung kann man die Konzentration von Chlorophyll-a im Wasser ermitteln. Die Chlorophyll-a-Konzentrationen in einem Gewässer erlauben es, Rückschlüsse auf Algenblüten und allgemein auf die Primärproduktion in einem Gewässer zu ziehen, d.h. wieviel Algenbiomasse in einem Gewässer erzeugt wird. Diese steht dann für die Nahrungskette im See zur Verfügung und bestimmt ganz wesentlich, wie sich das Ökosystem See als Ganzes entwickelt. Außerdem können anhand der Chlorophyll-a-Konzentrationen in einem Gewässer Informationen über den Trophiezustand eines Sees – das heißt wieviel Nährstoffe in einem See sind – abgeleitet und der Gewässerzustand bewertet werden. Neben Chlorophyll-a können auch Informationen zur Trübung und Sichttiefe und zur Temperatur an der Wasseroberfläche ermittelt werden, sowie die Wahrscheinlichkeit, ob sich im See problematische Algen entwickeln und es zu sogenannten Blaualgenblüten kommen kann. Bild zeigt: Überblick über die Chlorophyll-a-Gehalte in 21 baden-württembergischen Seen. Bildnachweis: ISF Bei den größeren Seen wie dem Bodensee wird durch die häufige Überfliegung eine zeitlich engere Analyse des Gewässerzustandes möglich. Die höhere räumliche Auflösung der Satellitenbilder erlaubt es den Fachleuten zudem, die Entwicklung in mehr Seeteilen und Buchten im Detail zu verfolgen als dies bei der regelmäßigen Analyse von Wasserproben möglich ist. Wasserproben können wegen des hohen Aufwandes nur an wenigen Stellen im See genommen werden. Gerade im Hinblick auf die Entwicklung potenziell gefährlicher Blaualgenblüten – angezeigt durch den sogenannten HAB-Indikator (Harmful Algal Bloom, gefährliche Algenblüte) – können die Daten aus dem All wichtige Informationen für die Sicherheit des betreffenden Gewässers als Badesee geben. In Zukunft soll die Fernerkundung noch weiter ausgebaut werden. So sind beispielsweise automatisierte Warnungen auf Basis der Satellitendaten denkbar, wenn Blaualgen das Gewässer verunreinigen. Die Nutzung neuer Satelliten und Sensoren sowie eine erhöhte Schnelligkeit in der Weiterverarbeitung der Gewässerinformationen sind weitere Pläne für die Zukunft. Damit kann der Zustand der Seen frühzeitig erkannt werden und es können gegebenenfalls weitere detaillierte vor-Ort-Untersuchungen stattfinden.
Macht euch auf die Suche!Mit Fred durchs Hochwasser Eine Anregung für Suchspiele, Aufgaben und Fragen an die Kinder.Ein Wimmelbild für Kinder 1 Wie oft könnt ihr Fred entdecken? Fred ist 28 Mal auf dem Bild zu sehen. 2 Warum wird dem armen Fred ganz übel? Die Bewohner des Hauses haben im Keller neben allerlei Krimskrams auch Farben, Lacke und Chemikalien aufbewahrt. Diese sind sehr giftig. Durch das Hochwasser im Keller sind diese nun ausgelaufen und die Schadstoffe gelangen mit dem Wasser nach draußen. 3 Weshalb muss man unbedingt den Strom abschalten? Wasser und elektrischer Strom dürfen niemals miteinander in Berührung kommen. Also: Elektrische Geräte und Wasser dürfen sich nie berühren, denn Wasser leitet den elektrischen Strom beinahe so gut wie Metall! Durch einen „elektrischen Schlag“ könnt ihr schwer verletzt oder sogar getötet werden. Hochwasser ist ein natürliches Ereignis und Pflanzen und Tiere als Auenbewohner sind daran angepasst. Doch scheinbar immer häufiger treten unsere Flüsse über die Ufer und je nach Ausmaß kann dieses Naturereignis für den Menschen gefährlich werden. Ziel des Wimmelbildes ist es, die Kinder spielerisch an das vielschichtige Thema Hochwasser mit all seinen Facetten heranzuführen. Es veranschaulicht verschiedene Aspekte wie Ursachen und mögliche Schutz- und Vorsorgemaßnahmen. Zudem zeigt es, dass es viele Helfer braucht, denn Hochwasser richtet schlimme Dinge mit Hab und Gut, aber auch mit Menschen und Tieren an. Fred, unsere sympathische Wanderratte, hilft auf spielerische Weise durch das Wimmelbild zu führen. Er versteckt sich in den verschiedenen Szenen des Hochwasserspektakels und fördert den Entdeckergeist und die Aufmerksamkeit der Kinder. Diese kleine Begleitbroschüre gibt Ihnen eine Übersicht über die einzelnen Themenbereiche der Illustration sowie Anregungen für Fragen und Antworten rund um das Thema Hochwasser. Wir wünschen Ihnen und den Kindern 4 Wieso sind Schafe so nützlich für den Deich? viel Spaß beim Entdecken! Von Schafen beweidete Deiche sind bei Sturmfluten sicherer. Sie halten durch ihren tiefen Biss das Gras kurz, wodurch es dichter wächst. Außerdem wird der Boden durch den Tritt der Tiere verfestigt und Löcher im Deich durch Maulwürfe oder Wühlmäuse werden wieder zugetreten. 5 Warum darf man bei Hochwasser auf keinen Fall in den Keller gehen? Bei Hochwasser ist es lebensgefährlich in den Keller zu gehen. Die Fenster halten oft den anstürmenden Wasser- massen nicht stand und der Keller wird in sehr kurzer Zeit überflutet. Nun blockiert der Druck die Türen und es gibt keinen Weg mehr nach draußen. Bei Hochwasser noch schnell Sachen aus dem Keller retten? Auf gar keinen Fall! 6 Fred. Das ist luge, nsere k und Er ist u e s mutig meisten m äußerst vor alle hische t sympa atte. rr e Wand Unser Fred ist eine äußerst mutige Ratte. Er hilft, wo er nur kann – auch der Feuerwehr. Findet ihr ihn? Er steht unter dem gelben Feuerwehrschlauch. 7 Wer oder was ist ein Deichläufer? Deichläufer sind Personen, die bei Hochwasser den Deich überwachen und ihn auf Schäden untersuchen. Wenn sie Sickerstellen beobachten, kennzeichnen sie den Schaden und melden ihn über ein Funkgerät dem Wachlokal. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt (MWU) Leipziger Straße 58 · 39112 Magdeburg Website: www.mwu.sachsen-anhalt.de Stand: Oktober 2021 Hochwasser in Stadt und Land Begleitbroschüre für pädagogische Fachkräfte Was gibt es zu entdecken? Wie entsteht ein Hochwasser? Das Technische Hilfswerk (THW) steht in Not- und Unglücksfällen der Bevölkerung mit Technik und Know-how in Deutsch- land und weltweit helfend zur Seite und ist die deutsche Zivil- und Katastrophen- schutzorganisation des Bundes mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Bundesfreiwilligendienstleistenden und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. www.thw.de Die Wolken stehen symbolisch für starke Regenfälle als häufige Ursache zur Entstehung von Hochwasser. Aber auch die zunehmende Bebauung und Versiegelung von Flächen ist ein wichtiger Aspekt. Versiegelte Flächen wie Siedlungs- und Verkehrsflächen können kein Regenwasser aufnehmen und speichern. Versickert das Regenwasser nicht, fließt in kurzer Zeit viel Wasser in den Fluss. Hochwassertourismus Lieber helfen, statt zuschauen! Was ist eigentlich ein Hochwasser? Hochwasser ist, wenn zum Beispiel mehr Wasser in den Fluss fließt als hinein passt. Der Fluss sucht sich dann Platz, steigt über die Ufer und überschwemmt üblicherweise trockene Gebiete. Da unsere Häuser, Dörfer und Straßen bis an die Flüsse heran- gebaut sind, können Hochwasser auch eine Gefahr für uns darstellen. Deichverteidigung Im Themenmittelpunkt steht der Zusammenhalt und wie wichtig es ist, dass sich die Menschen gegenseitig helfen und unterstützen. Hier packen alle gemeinsam an: Einsatz- und Hilfsorganisationen wie THW, LHW, Bun- deswehr, DRK und viele freiwillige Helfer füllen Sandsäcke und schichten sie aufeinander – alles geht Hand in Hand. Auch die leibliche Versorgung mit Broten und Getränken darf nicht fehlen. Hier kann sich jeder mit ein- bringen. Auenlandschaft Unsere Flüsse benötigen bei Hochwasser Flächen, auf denen sich das Wasser ausbreiten kann. Je größer diese Flächen sind, desto geringer ist für uns die Gefahr von Überschwemmungen. In unsere Straßen soll das Wasser aber nicht fließen. Auen sind die natürlichen Überschwemmungs- bereiche der Flüsse. Der Erhalt und die Entwicklung unserer Auen bieten also einen ganz natürlichen Schutz vor Hochwasserereignissen, da Auen Wasser in der Fläche aufnehmen, speichern und in trockenen Zeiten ver- zögert wieder abgeben können. Der Deich Bauwerke entlang unserer Flüsse zum Schutz gegen Überschwemmung. Auf dem Land Stadt Die Stadt ist gefüllt mit vielen kleinen Szenen, die das Hochwasser mit sich bringt. Aber auch hier sind nicht alle Menschen frustriert, sondern helfen sich gegenseitig auch mal mit einem stärkenden Kaffee. Außerdem wird gezeigt, dass es auch gefährlich werden kann und wie wichtig die Hilfe der vielen Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei oder DLRG sind. Ein Bild für Kinder … Drohen Zählerschrank und elektrische Anlagen zu überfluten, besteht Lebens- gefahr! Hier muss früh- zeitig der Strom abgestellt werden. Das dürfen jedoch nur die Eltern oder ein Fachmann tun. Die Bundeswehr hilft in Deutschland bei schweren Unfällen oder Naturkatastro- phen. In mehreren Hochwassereinsätzen half die Bundeswehr bisher der Bevölke- rung bei der Bekämpfung der Fluten und deren Auswirkungen. Alle Hilfeleistungen erfolgen stets im Rahmen der Amtshilfe. www.bundeswehr.de Das Radio informiert über die aktuelle Hochwasser- lage. Außerdem sollte man rechtzeitig eine persönliche Grundausrüstung packen. Dazu gehören z. B. eine Taschenlampe, Handy, Seil, Campingkocher, Batterien und die Hausapotheke. Auch die Tiere auf dem überschwemmten Gutshof sind in Gefahr und wollen gerettet werden. Retten, Löschen, Bergen und Schützen – das sind die Aufgaben der Feuerwehr. Dazu gehören der vorbeugende Brand- schutz, die Brandbekämpfung und die Hilfeleistung. Die Kameraden und Kamera- dinnen leisten Hilfe auch im Zusammen- hang mit Hochwasserereignissen. www.vollereinsatz.sachsen-anhalt.de www.mi.sachsen-anhalt.de Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesell- schaft e.V. (DLRG) ist eine gemeinnützige und selbstständige Wasserrettungs- und Nothilfeorganisation. Sie arbeitet grund- sätzlich ehrenamtlich mit freiwilligen Hel- ferinnen und Helfern. Mit über 560.000 Mitgliedern ist sie die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt. www.dlrg.de Pegel Mit Pegeln werden Wasserstände gemessen, um festzustellen, ob das Wasser steigt, gleich bleibt oder fällt. Misst man den Wasserstand an vielen verschiedenen Pegeln kann ein Experte die Wasserstände vorhersagen. Das Rote Kreuz (DRK) beteiligt sich in Deutschland am Zivil- und Katastrophen- schutz, indem es Personal aus den örtlichen Bereitschaften sowie Fahrzeuge und Material stellt. Im Katastrophenfall, wie bei einem großen Hochwasser, leis- tet das DRK Hilfe, indem es zum Beispiel eine Katastrophenregion mit lebenswich- tigen Hilfsgütern versorgt. www.drk.de Was ist Hochwasser? Nicht jede Szene sollte so ganz ernst genommen werden. Die Kinder sollen mit Neugierde und Spaß das Thema Hochwasser erforschen und da darf auch ein wenig Schaber- nack nicht fehlen. Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) ist für den Bau, den Betrieb und die Unterhaltung von Hochwasserschutz- anlagen in Sachsen-Anhalt zuständig. Hochwasserschutzanlagen wie Deiche, Wehre, Siele, Schöpf- und Pumpwerke werden geplant und gebaut, Konzepte zum Hochwasserschutz entwickelt und umgesetzt. In Sachsen-Anhalt werden durch den LHW 2.906 Kilometer Ge- wässer unterhalten und gepflegt, dazu kommt der Betrieb von Schleusen an Unstrut und Saale. Flussgebietskonzepti- onen, Schwachstellenanalysen sowie die Vermessung und Standsicherheitsunter- suchungen von Bauwerken des Hoch- wasserschutzes sind nur einige Schlag- worte aus dem breiten Aufgabengebiet des LHW. lhw.sachsen-anhalt.de
Nachhaltiger Tourismus Tourismus spielt in unserer heutigen Gesellschaft eine bedeutende Rolle. Beispielsweise durch den Verbrauch von Energie und den Ausstoß von Luftschadstoffen belastet er die Umwelt. Tourismus wird somit zu einem komplexen Themenfeld, innerhalb welchem zahlreiche Bereiche wie Mobilität, Unterbringung und Verpflegung im Verhältnis zu Umweltbelastungen und -auswirkungen betrachtet werden müssen. Bedeutung des Tourismus Tourismus hat in Deutschland eine hohe Bedeutung sowohl für Reisende als auch ökonomisch. Rund 70 Millionen längere Reisen (ab fünf Tagen) werden von Einwohnerinnen und Einwohnern Deutschlands jährlich unternommen. Die deutsche Tourismuswirtschaft trug 2016 mit 2016 mit 100 Milliarden Euro (4,4 Prozent) erheblich zur gesamten Bruttowertschöpfung bei. Insgesamt 2,9 Millionen Erwerbstätige waren 2016 im Tourismus beschäftigt. (vgl.: Tourismuspolitischer Bericht der Bundesregierung, 2017 ). Auch weltweit ist Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsbereich, der jeder elften Person einen Arbeitsplatz bietet. Tourismus beeinflusst beinahe alle Bereiche der Umwelt. Eine Untersuchung im Auftrag des Umweltbundesamtes kam im Jahr 2002 zu einer qualitativen Abschätzung der Umweltauswirkungen. Während der An- und Abreise kommt es insbesondere zum Verbrauch von Primärenergie , Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen, Beeinträchtigung der Atmosphäre sowie zu Lärmemissionen. Unterkünfte haben insbesondere im Bereich der Flächeninanspruchnahme einen Einfluss auf die Umwelt und Freizeitaktivitäten wirken sich besonders stark auf die Biodiversität aus. Diese generellen Aussagen haben auch heute noch Bestand. Quantitative Erhebungen zu den Umweltauswirkungen des Wirtschaftsbereiches Tourismus liegen für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland derzeit nicht vor. Eine Tabelle, die die Schwere der Umweltauswirkungen verschiedener, touristischer Aktivitäten darstellt. Umweltbelastungen ermitteln und Umweltauswirkungen verringern Ziel des Umweltbundesamtes ist es, die Umweltauswirkungen des Tourismus zu spezifizieren sowie Maßnahmen und Instrumente zur Reduzierung zu empfehlen. Zusätzlich sollen Veränderungen der Umweltauswirkungen mittels zutreffender Indikatoren evaluiert werden. Dies ist insbesondere auch deshalb notwendig, da die Tourismuswirtschaft ein wachsender Bereich ist. Lag die Gesamtzahl der in der amtlichen Statistik erfassten Übernachtungen im Jahr 2006 bei 351,2 Millionen, stieg sie bis zum Jahr 2016 auf 447,2 Millionen an (vgl.: Tourismuspolitischer Bericht der Bundesregierung, 2017 ). Das Umweltbundesamt setzt sich im Rahmen von interdisziplinären Forschungsvorhaben mit den Auswirkungen des Tourismus und Minderungsmöglichkeiten auseinander. Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO 2 ), der durch touristisch bedingten Verkehr entsteht, trägt maßgeblich zum Klimawandel bei. Hauptsächlich sind dabei Reisen mit dem Pkw, Reisebus, Schiff oder Flugzeug zu erwähnen. Reisen mit dem Flugzeug spielen eine besonders schwerwiegende Rolle. Dies liegt daran, dass sie neben dem CO 2 in der üblichen Reiseflughöhe noch weitere Emissionen und atmosphärische Prozesse verursachen, deren Klimawirksamkeit deutlich höher ist, als die des CO 2 allein. Beispielhaft sind Emissionen von Stickoxiden oder die vom Luftverkehr verursachte Wolkenbildung zu nennen. Kondensstreifen, die selbst schon eine Klimawirkung haben, können diese noch verstärken, wenn sie sich in Zirruswolken umwandeln. Nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand beträgt die Klimawirkung dieser „Nicht-CO 2 -Effekte“ noch einmal das Doppelte des CO 2 allein. Die Tourismuswirtschaft wird sich in Zukunft auf veränderte Rahmenbedingungen in Folge des Klimawandels einstellen und sich entsprechend anpassen müssen. Die Betroffenheit von Destinationen und Anbietern wird hierbei vielfältig sein. Das Umweltbundesamt befasst sich ausführlich im Rahmen seiner Forschungen mit diesem Thema. Die Untersuchung der Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel im Auftrag des Umweltbundesamtes ermittelt auch für die Tourismuswirtschaft Anpassungsnotwendigkeit und Anpassungsfähigkeit . Eine Wirkungskette zur Analyse wurde erarbeitet und steht für das Handlungsfeld Tourismuswirtschaft zur Verfügung sowie Indikatoren zur Beurteilung der Veränderungen. Informationen zu Anpassungsnotwendigkeiten, Beispiele für Maßnahmen sowie Hinweise zur Umsetzung wurden erarbeitet und im Handlungsleitfaden „Anpassung an den Klimawandel: Die Zukunft im Tourismus gestalten“ vorgestellt. Luftverschmutzung wird durch den Tourismus aus verschiedenen Quellen erzeugt z.B. Verkehr zu Land, Wasser und in der Luft sowie durch Heizen, insbesondere mit Kleinfeuerungsanlagen, und auch im Freien beim Grillen und bei Lagerfeuern. Auch können von einigen Freizeitaktivitäten Luftverschmutzungen ausgehen, dies ist z.B. auf sogenannten Holi-Festivals , auf denen Farbpulver in die Luft geworfen wird, der Fall; es entstehen zum Teil sehr hohe Feinstaubbelastungen. Dies trifft ebenfalls auf Feuerwerke zu, die im Rahmen von touristischen Veranstaltungen durchgeführt werden. Durch Beeinträchtigung der Luftzirkulation kann es zudem zu einer Anreicherung der emittierten Luftschadstoffe in Bodennähe kommen. Wasser, egal ob Fluss, See oder Meer, hat für Reisende eine hohe Anziehungskraft. Immerhin 46 Prozent aller deutschen Reisenden suchten in ihrem Urlaub im Jahr 2015 Sonne, Strand und Meer auf. In Regionen, in denen Wasser knapp ist, wird der Wasserverbrauch zu einem Problem. Vielfach muss das Wasser aufwändig aufbereitet oder kostenintensiv mit Tankschiffen oder Tankwagen herangefahren oder aus Meerwasser gewonnen werden. Im Falle von Wasserknappheit entsteht eine Konkurrenz insbesondere zwischen Tourismus, dem Trinkwasserbedarf der lokalen Bevölkerung und der Landwirtschaft. Der Tourismus selbst kann sowohl für zu hohe Wasserentnahmen als auch für Gewässerverschmutzung (z.B. durch vermehrtes Abwasseraufkommen) verantwortlich sein. Im Winter hingegen kommen weitere problematische Wassernutzungen hinzu, z.B. Beschneiung von Skipisten unter Einsatz von Zusatzstoffen. Für Hotels, Pensionen, Ferienhäuser und andere Tourismusinfrastrukturen werden neue Gebäude errichtet und dabei Böden versiegelt. Zusätzlich werden Parkplätze eingerichtet und Außenanlagen gestaltet, was ebenfalls Fläche in Anspruch nimmt und zu einer weiteren Versiegelung oder Verdichtung von Böden führt. Zudem wird die Bodenstruktur verändert oder es werden Fremdmaterialien aufgebracht. All dies führt zum Verlust natürlicher Bodenfunktionen mit Auswirkungen auf den Wasserhaushalt oder das Kleinklima, sodass u.a. das Risiko für Überflutungen und Überhitzung im Sommer steigt. Touristische Infrastrukturen haben einen direkten Einfluss auf das Landschaftsbild bzw. das Stadtbild. Auffällig ist dies insbesondere immer dann, wenn die Architektur sich nicht an den örtlichen Gegebenheiten und Bautraditionen orientiert. Zudem sucht ein Tourismusinvestor für sein Gebäude in der Regel die Nähe zur Landschaft und Natur, um hier schöne Ausblicke für die Gäste zu gewährleisten und kurze Wege zu attraktiven Orten, seien es Strände, Sehenswürdigkeiten oder Aussichtspunkte, zu gewährleisten. In Berggebieten werden zur Steigerung der touristischen Attraktivität Bergbahnen errichtet, Flächen für Parkplätze planiert und an Rad- und Wanderwegen werden Sitzbänke, Abfalleimer und Wegweiser installiert. Die Biodiversität wird beeinträchtigt durch Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Bodenveränderungen, Eingriffe in Küsten- und Uferbereich durch Anlage von Badestellen, Freizeiteinrichtungen (z.B. Marinas) und Beherbergungseinrichtungen. Zudem sind unterschiedliche Biotopformen zum Erhalt einer vielfältigen Biodiversität nötig. Über den Verlust von Biodiversität durch den Tourismus liegen derzeit keine quantifizierten Erkenntnisse vor, möglicherweise kann dies auch nicht exakt hergeleitet werden. Unabhängig davon enthält die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt umfangreiche Maßnahmen, die im Bereich des Tourismus ergriffen werden sollen, um die biologische Vielfalt zu schützen und zu erhalten. Die beschriebenen Umweltbelastungen haben in der Regel immer einen mittelbaren oder unmittelbaren, lang- oder kurzfristigen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen. Es ist nicht bekannt, welcher Anteil der Gesundheitsrisiken auf den Tourismus zurückzuführen ist. Ebenso schwer abschätzbar ist, ob eine solche Differenzierung möglich ist. Besonders schwerwiegend sind Gesundheitsrisiken, die aus der Luftverschmutzung und durch Lärmemissionen resultieren. Weitere potentielle Gesundheitsrisiken entstehen durch die interkontinentale Ausbreitung von Schädlingen (wie z.B. Bettwanzen ) und Vektoren (Tiere, die Krankheitserreger übertragen können, wie z. B. Mücken ). Zudem kann häufiger Sonnenbrand zur Entstehung von Hautkrebs beitragen. Einzelne mit touristischen Aktivitäten in Verbindung stehenden Aktivitäten können sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken. Zu diesen Sachverhalten zählen wechselnder Druck (Flugzeug, Tauchen), Anpassungsschwierigkeiten an andere Klimazonen, Zeitverschiebungen, Gesundheitsgefährdungen durch Klimaanlagen oder die Verträglichkeit regionaler Lebensmittel. Spezielle, insbesondere lokal auftretende Infektionskrankheiten können zudem durch schlechte Badegewässerqualitäten und mangelnde Hygiene auftreten. Tourismus ist Mitverursacher des Klimawandels. Gleichzeitig ist er auch von den Folgen der Klimaveränderungen betroffen. Die Untersuchung der Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel im Auftrag des Umweltbundesamtes ermittelt auch für die Tourismuswirtschaft Anpassungsnotwendigkeit und Anpassungsfähigkeit. Eine Wirkungskette zur Analyse wurde erarbeitet und steht für das Handlungsfeld Tourismuswirtschaft zur Verfügung sowie Indikatoren zur Beurteilung der Veränderungen. Empfehlungen für Reisende Auf der Seite des Verbraucherratgebers „Umweltbewusst reisen“ sind die wichtigsten Tipps für einen umweltschonenden Urlaub für Reisende zusammengefasst. Die Möglichkeiten, die entstehenden Treibhausgasemissionen einer Reise zu kompensieren sind vielfältig. Auf der Seite des Verbraucherratgebers „Kompensation von Treibhausgasemissionen“ finden Sie eine Zusammenstellung von Informationen zum Thema. Um bei der Vielzahl der Kompensationsmöglichkeiten einen Überblick zu behalten, gibt es den „Gold Standard“. Mehr Informationen darüber finden Sie auf der Seite der UBA-Siegelkunde .
Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) wurde am 25. April 2017 eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro. Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die Helligkeit und Lebensdauer von Wolken.
Umweltbundesamt veröffentlicht Leitfaden zur freiwilligen Kompensation von Treibhausgasen Angebote zur freiwilligen Ausgleich von Treibhausgasen gibt es allerorten: Von der „klimaneutralen Flugreise” bis zum „klimaneutralen Blumengruß” ist alles möglich. Die Idee ist einfach: Von Produkten oder Dienstleistungen verursachte Klimagase werden durch Einsparung der gleichen Menge an Emissionen an anderer Stelle ausgeglichen. Licht ins Dickicht der neuen Angebote bringt ein Leitfaden des Umweltbundesamtes (UBA) samt Checkliste für Verbraucherinnen und Verbraucher. Diese sollten sich vor allem von der häufig verwendeten Bezeichnung „klimaneutral” nicht in die Irre führen lassen, meint Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes: „Die zu kompensierende Aktivität selbst - etwa eine Flugreise - kann nie klimaneutral sein, da Kohlendioxidemissionen entstehen. Die freiwillige Kompensation kann die Vermeidung von Treibhausgasen nicht ersetzen. Es ist immer besser, Emissionen gar nicht erst entstehen zu lassen.” Wer sich für ein Kompensationsangebot entscheidet, sollte darauf achten, dass die Berechnung der Emissionen realistisch erfolgt und eine hohe Qualität der Klimaschutzprojekte gewährleistet ist. „Die Anbieter sind gefragt, um die Verbraucherinnen und Verbraucher transparent und umfassend zu informieren.”, so Dr. Holzmann weiter. Wichtige Punkte auf der UBA -Checkliste sind: Hat der Anbieter der Kompensation alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um die Klimagasemissionen seines Angebots zu mindern? Hat er oder sie zum Beispiel die Energieeffizienz der Produktion optimiert oder die Energieversorgung auf Strom aus erneuerbaren Quellen umgestellt? Ferner: Ist das Klimaschutzprojekt von einem unabhängigen Gutachter überprüft worden und erfolgt die Berechnung der Minderung nach international anerkannten Standards? Bei der Kompensation von Flugreisen sollten wirklich alle Klimawirkungen in die Bilanz des Anbieters einfließen. „Die Klimawirksamkeit des Flugverkehrs beschränkt sich nicht auf das Kohlendioxid allein. Bei Flügen in mehr als neun Kilometer Höhe - also bei Mittel- und Langstreckenflügen - tragen auch die Stickoxidemissionen und die vom Flugzeug verursachte Wolkenbildung durch Rußpartikel und Wasserdampf zum Treibhauseffekt bei.”, so UBA-Vize Dr. Holzmann. Genau überdenken sollte man auch Angebote zur Kompensation vermeidbarer hoher Emissionen, beispielsweise aus stark motorisierten Kraftfahrzeugen - und sich lieber für ein sparsames Modell entscheiden. Anbieter von Kompensationsdienstleistungen oder „klimaneutralen” Produkten bekommen im Leitfaden Hilfe, um mit ihren Produkten und Dienstleistungen einen echten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Der Leitfaden definiert die aus Sicht des UBA erforderlichen Qualitätsstandards für Kompensationsangebote, erklärt die Funktionsweise internationaler Klimaschutzprojekte und stellt verschiedene Arten und Standards angebotener Zertifikate vor.
Wetterkunde Nummer 1: Was ist Wind und wie entsteht er? Wind ist bewegte Luft. Die Bewegung entsteht durch die Druckunterschiede zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten. Nummer 2: Was ist der Taupunkt? Der Taupunkt ist die Temperatur, auf die Luft abgekühlt werden muss, damit sie mit Feuchtigkeit gesättigt ist. Es setzt Kondensation (Taubildung) ein. Nummer 3: In welcher Größe wird in der Schifffahrt die Luftfeuchtigkeit allgemein angegeben? Relative Feuchtigkeit in Prozent. Nummer 4: Nennen Sie mindestens 6 Parameter, aus denen sich eine Wetterbeobachtung an Bord zusammensetzt. Windrichtung, Windstärke, Luftdruck, aktuelles Wetter, Bedeckungsgrad, Wolken, Seegang, Strom, Temperatur und ggf. Luftfeuchte. Nummer 5: 1. In welcher Maßeinheit wird die Windstärke angegeben? 2. In welchen Maßeinheiten wird die Windgeschwindigkeit angegeben? Nach der Beaufortskala ( Bft ). In kn , m/s und km/h . Nummer 6: 1. Wie heißen die Linien gleichen Luftdrucks? 2. In welcher Maßeinheit wird der Luftdruck angegeben? Isobaren. Hektopascal ( hPa ) oder vereinzelt auch noch Millibar ( mb , teilweise auch mbar ). Nummer 7: Welche Gefahren kann ein Gewitter mit sich bringen? Böen bis Orkanstärke, plötzliche Winddrehungen, Regen- oder Hagelschauer mit zum Teil starker Sichtminderung, Blitzschlag. Nummer 8: Wann entstehen besonders starke Gewitter? Besonders zum Ende einer hochsommerlichen Schönwetterperiode im Zusammenhang mit Kaltfronten. Nummer 9: Welche Skala wird verwendet für die Angabe der Windrichtung in Seewetterberichten bei 1. den Vorhersagen und Aussichten, 2. den Stationsmeldungen? Die 8-teilige mit Auflösung in 45°-Stufen. Die 16-teilige mit Auflösung in 22,5°-Stufen. Nummer 10: Ab welcher Windstärke werden Orkanwarnungen ausgegeben? Ab Windstärke 10 Bft, erfahrungsgemäß mit Böen über Bft 12. Nummer 11: 1. Welche Skala wird für die Schätzung der Windstärke verwendet? 2. Was verstehen Sie unter mäßigem Wind, was unter Starkwind? Die 12-teilige Beaufortskala. Mäßiger Wind bedeutet Stärke 4 der Beaufortskala, Starkwind 6 und 7 Beaufort. Nummer 12: Welche amtlichen Veröffentlichungen enthalten Sendezeiten und Frequenzen für Seewetterberichte 1. für Europa, 2. Europa und weltweit? Das "Handbuch Nautischer Funkdienst" und der "Jachtfunkdienst". Die "Admiralty List of Radio Signals". Nummer 13: Nennen Sie 6 Möglichkeiten, um Wetterinformationen an Bord zu erhalten. Hörfunksender ( UKW , KW , MW , LW ), Küstenfunkstellen, Verkehrszentralen, NAVTEX , SafetyNet (Satcom) , Online -Dienste ( z. B. SEEWIS - Online des Deutschen Wetterdienstes, T- Online ), RTTY (Funkfernschreiben), Faskimile (Wetterfax), Faxpolling (z. B. SEEWIS-Fax des Deutschen Wetterdienstes), Telefonabruf, Törnberatung. Nummer 14: Welche Bedeutung für die Wetterentwicklung hat ein Halo um die Sonne und ein Hof um den Mond? Wolkenaufzug, meist Cirrostratus. Ggf. Niederschlag und Wetterverschlechterung. Nummer 15: Bei welchen Wolkenformen müssen Sie mit erhöhter Böigkeit rechnen? Bei Haufenwolken, besonders beim Cumulonimbus (Schauer- und Gewitterwolke). Nummer 16: 1. Welche Formen von Wolken gibt es? 2. Nennen Sie 6 der 10 Haupttypen! Es gibt Haufenwolken und Schichtwolken. Cirrus, Cirrostratus, Cirrocumulus, Altostratus, Altocumulus, Nimbostratus, Stratocumulus, Stratus, Cumulus, Cumulonimbus. Nummer 17: 1. Welche Höhen unterscheidet man bei Wolken? 2. Welche Höhen haben sie etwa in den gemäßigten Breiten? Tiefe, mittelhohe und hohe Wolken. Tiefe Wolken zwischen 0 und 2 km , mittelhohe Wolken zwischen 2 und 7 km und hohe Wolken zwischen 7 und 13 km. Nummer 18: Woraus bestehen hohe Wolken? Aus kleinen Eiskristallen. Nummer 19: Woran erkennt man bei Wolkenbildung eine kräftige Gewitterentwicklung? Am Cumulonimbus, wenn er in großer Höhe einen ambossförmigen Schirm hat. Nummer 20: Welche Wolken kündigen oft schon vormittags kräftige Wärmegewitter an? Altocumulus castellanus (mittelhohe türmchenartige Haufenwolken). Nummer 21: Wie verhält sich der Wind in Bodennähe auf der Nordhalbkugel zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten? Er weht rechtsherum aus dem Hochdruckzentrum heraus und linksherum in den Tiefdruckkern hinein. Nummer 22: 1. Was ist eine Front? 2. Welche Fronten unterscheidet man im Allgemeinen? Front ist die vordere Grenze einer Luftmasse in Bewegungsrichtung. Warm-, Kalt- und Okklusionsfronten. Nummer 23: Wie verhält sich typischerweise der Luftdruck 1. vor, 2. während und 3. nach dem Durchzuug einer Kaltfront? Der Luftdruck ist gleichbleibend oder fälllt nur wenig. Während des Durchgangs der Front erreicht der Luftdruck seinen tiefsten Wert. Der Luftdruck steigt wieder deutlich an. Nummer 24: Was lässt sich aus der Darstellung der Isobaren in einer Wetterkarte erkennen? Windrichtung und Druckgefälle; je enger sie liegen, desto größer ist das Druckgefälle und desto stärker ist der Wind. Nummer 25: Warum weht der Wind nicht parallel zu den Isobaren? (Begründung) Durch die Bodenreibung ist der Wind rückgedreht (gegen den Uhrzeigersinn). Nummer 26: 1. Wie weht der Wind über See in Bodennähe um ein Tiefdruckgebiet? 2. Mit wie viel Grad Änderung in der Windrichtung müssen Sie etwa rechnen? Der Wind weht nicht parallel zu den Isobaren, er ist rückgedreht und weht in das Tief hinein. Ein bis zwei Strich bzw. ca. 10° bis 20°. Nummer 27: 1. Wie weht der Wind über See in Bodennähe um ein Hochdruckgebiet? 2. Mit wie viel Grad Änderung in der Windrichtung müssen Sie etwa rechnen? Der Wind weht nicht parallel zu den Isobaren, er ist rückgedreht und weht aus dem Hoch hinaus. Ein bis zwei Strich bzw. 10° bis 20°. Nummer 28: Welche Verlagerungsgeschwindigkeiten haben Tiefdruckgebiete: 1. schnelle, 2. mittlere, 3. langsame? Schnelle: 30 bis 50 kn. Mittlere: 15 bis 30 kn. Langsame: bis 15 kn. Nummer 29: Wie entstehen Tiefdruckgebiete? Durch das Aufeinandertreffen von kalten Luftmassen aus hohen Breiten und subtropischen warmen Luftmassen. Nummer 30: Welche Windverhältnisse herrschen in der Nähe des Zentrums eines Hochdruckgebiets? Meist schwache umlaufende Winde. Nummer 31: In welchem Abstand werden Isobaren international dargestellt oder gezeichnet? Im Abstand von 5 hPa oder im Abstand von 5 mbar. Nummer 32: Welche Sicht- und Wetterverhältnisse erwarten Sie typischerweise 1. vor oder nahe der Warmfront, 2. im Warmsektor, 3. hinter der Kaltfront? Sichtverschlechterung durch Niederschlag, bedeckt, länger andauernder Regen. Diesig oder mäßige Sicht, Wolkenauflockerung, zeitweise Regen Sichtbesserung, meist gute Sicht. Schauer mit zum Teil kräftigen Böen. Nummer 33: Welche Windrichtungen erwarten Sie an den Punkten 1, 2, 3, 4, 5 eines Tiefdruckgebiets auf der Nordhalbkugel? Nordost. Süd. Südwest. Nordwest. Umlaufender Wind. Nummer 34: Um welche Arten von Fronten handelt es sich in der Abbildung, die mit 1, 2 und 3 bezeichnet sind? Okklusionsfront (Tiefausläufer). Warmfront. Kaltfront. Nummer 35: 1. Was sind Luftmassengrenzen? 2. Welche Luftmassengrenzen kennen Sie? Nennen Sie mindestens 2 Beispiele. Luftmassengrenzen sind Fronten. Sie trennen Luftmassen mit unterschiedlicher Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Kaltfront, Warmfront, Okklusion. Nummer 36: Mit welchen lokalen Windsystemen müssen Sie insbesondere im Mittelmeer rechnen? Mit der Land-/Seewind-Zirkulation. Nummer 37: Nennen Sie mindestens 3 regionale Windsysteme im Mittelmeer, die beim küstennahen Segeln im Mittelmeer besonders beachtet werden müssen. Mistral, Scirocco, Bora und Etesien/Meltemi. Nummer 38: Mit welchem regionalen Windsystem muss in der Adria gerechnet werden? Mit Bora. Nummer 39: Mit welchem regionalen Windsystem muss in der Ägäis gerechnet werden? Mit den Etesien/dem Meltemi. Nummer 40: Wo bilden sich Tröge um ein Tiefdruckgebiet? Auf der Rückseite von Tiefdruckgebieten in hochreichender Kaltluft. Ein Trog folgt typischerweise einer Kaltfront. Nummer 41: Welche Front wird auch als "Ausläufer" bezeichnet? Die Okklusion. Nummer 42: Wodurch und wie entsteht am Tage Seewind? Das Land erwärmt sich bei Sonneneinstrahlung tagsüber stärker als das Wasser. Über Land steigt die erwärmte Luft auf. Das dabei entstehende Bodentief wird durch Seewind (Wind von See) aufgefüllt. Nummer 43: Welche Wolkenform zeigt sich am späten Vormittag über Land am Himmel und kündigt Seewind an? Haufenwolke (Cumulus). Nummer 44: Welche Windgeschwindigkeiten in Knoten oder Beaufort erreicht der Seewind etwa 1. im Mittelmeer, 2. in Nord- und Ostsee? Bis zu 25 kn oder Bft 6. Bis 15 kn, in Einzelfällen bis 20 kn oder Bft 4/5, in Einzelfällen Bft 5/6. Nummer 45: Zu welcher Tageszeit müssen Sie mit Seewind rechnen? Von Mittag bis zum frühen Abend. Nummer 46: Welche Windänderung kann der einsetzende Seewind bewirken? Er verändert den vorher wehenden Wind zum Teil erheblich in Richtung und Stärke. Nummer 47: Wodurch und wie entsteht nachts Landwind? Das Land kühlt sich bei geringer Bewölkung stark ab. Das Wasser ändert seine Temperatur an der Oberfläche dagegen nur geringfügig. Über dem Wasser steigt daher erwärmte Luft auf. Das dabei entstehende Bodentief wird durch Landwind (Wind von Land) aufgefüllt. Nummer 48: Welche Windgeschwindigkeiten erreicht nachts der Landwind? Er weht allgemein schwächer als der Seewind, etwa 1 bis 10 kn oder Bft 1-3. Nummer 49: Wann müssen Sie im Laufe eines Tages mit Landwind rechnen? Von Mitternacht bis zum frühen Morgen. Nummer 50: Im Internet finden Sie auf einer "Wetterseite" eine Vorhersagekarte mit Windpfeilen. In welcher Höhe über dem Erdboden/der Wasseroberfläche gelten die vorhergesagten Windgeschwindigkeiten? Meistens etwa 10 Meter über dem Erdboden/der Wasseroberfläche. Nummer 51: Sie segeln mit Ihrer Yacht "raumschots". Nach der nächsten Tonne müssen Sie anluven. Wie wird sich die wahre Windgeschwindigkeit auf Ihrem Windmesser/Anemometer entwickeln? Sie bleib unverändert. Nummer 52: Welche Windsituation ist mit der Formulierung "Nordwest 6" bezüglich 1. der Schwankungsbreite in Windrichtung und 2. der Schwankungsbreite in der Windstärke (Böen) verbunden? Die Schwankung in der Windrichtung kann bis zu 45° um die Hauptwindrichtung betragen, also von Westnordwest ( WNW ) bis Nordnordwest ( NNW ). Es können Böen auftreten, die etwa 1 bis 2 Bft über dem Mittelwind liegen. Nummer 53: Was ist mit dem Zusatz "Schauerböen" bei der Windvorhersage verbunden? Besonders während der Passage und auf der Rückseite von Kaltfronten treten in der näheren Umgebung von Schauern Böen auf, die den Mittelwind um 2 Bft überschreiten können. Nummer 54: Warum werden Gewitterböen in der Windvorhersage zusätzlich angegeben? Besonders im Sommer können bei Schwachwindlagen Gewitter mit Böen auftreten, die Sturm- oder Orkanstärke erreichen können. Nummer 55: Wie ist der Aufbau von Seewetterberichten? Hinweise auf Starkwind oder Sturm, Wetterlage, Vorhersagen, Aussichten und Stationsmeldungen. Nummer 56: Welche lokalen Effekte, die das vorherrschende Windfeld stark verändern, können in Seewetterberichten nur eingeschränkt berücksichtigt werden? U. a. Land-/Seewind-Zirkulation, Düsen- und Kapeffekte. Nummer 57: 1. Wann werden Starkwindwarnungen verbreitet? 2. Welche Bezeichnung hat die Starkwindwarnung im internationalen Sprachgebrauch? Bei erwarteten oder noch andauernden Windstärken zwischen 6 und 7 Bft. Near-gale warning. Nummer 58: 1. Wann werden Sturmwarnungen verbreitet? 2. Welche Bezeichnung hat die Sturmwarnung im internationalen Sprachgebrauch? Bei zu erwartenden oder noch andauernden Windstärken von mindestens 8 Bft. Gale warning . Nummer 59: Welche Wellenhöhe wird bei der Angabe des Seegangs in Seewetterberichten verwendet? Die kennzeichnende (charakteristische) Wellenhöhe. Nummer 60: 1. Wie ist die kennzeichnende (charakteristische) Wellenhöhe definiert? 2. Womit müssen Sie rechnen? Mittlere Höhe der gut ausgeprägten (Mittel des oberen Drittels) - nicht extremen - Wellen. Einzelne Wellen können das 1,5fache der kennzeichnenden Wellenhöhe erreichen. Nummer 61: Was bedeutet rechtdrehender bzw. rückdrehender Wind? Rechtdrehend bedeutet Änderung der Windrichtung im Uhrzeigersinn. Rückdrehend bedeutet Änderung der Windrichtung gegen den Uhrzeigersinn um mindestens 45°. Nummer 62: Sie hören am Ende eines Seewetterberichts die Stationsmeldungen. Was sagen Windrichtung und Windgeschwindigkeit gegenüber den Verhältnissen auf See aus? Durch die Umgebung der Wetterstation kann die Windrichtung verfälscht werden. Die Windgeschwindigkeit ist meist reduziert, in Einzelfällen auch erhöht. Nummer 63: Welche Sichtweiten umfasst der Begriff "diesig"? Sichtweiten über 1 km bis 10 km (bzw. ca. 0,5 bis 6 Seemeilen). Nummer 64: Seegebiete sind international festgelegt. In welchen amtlichen Veröffentlichungen können Sie nachlesen, wo sich das Seegebiet "Fischer" befindet? Im "Handbuch Nautischer Funkdienst", im "Jachtfunkdienst für Nord- und Ostsee" oder in der " Admiralty List of Radio Signals ". Nummer 65: Sie wollen einen Törn in einem für Sie fremden Küstenrevier fahren. Wie können Sie sich über mittlere Windverhältnisse für bestimmte Jahreszeiten oder Monate informieren? In den entsprechenden Hafen-, Revierführern. Außerdem z. B. in Monatskarten. Nummer 66: 1. Was für Wetter muss meistens erwartet werden, wenn der Luftdruck über einen Zeitraum von 3 Stunden um 10 hPa fällt? 2. Was muss bei einem an Bord beobachteten starken Luftdruckfall beachtet werden? Schwerer Sturm. Der Kurs und die Fahrt des Schiffes in Bezug auf das Tiefdruckgebiet. Nummer 67: Wie verändert sich der an Bord beobachtete Luftdruckfall, wenn sich ein Fahrzeug mit Westkurs dem Zentrum eines ostwärts ziehenden Tiefdruckgebiets nähert? Der Luftdruckfall wird verstärkt. Nummer 68: Mit welchen Windverhältnissen müssen Sie rechnen, wenn Sie im Hafen liegen und der Wind ablandig weht? Die im Hafen vorherrschenden Windgeschwindigkeiten entsprechen nicht den Verhältnissen auf der freien See. Nummer 69: Mit welchen Windverhältnissen müssen Sie rechnen, wenn Sie in einem relativ ungeschützten Hafen liegen und der Wind auflandig weht? Die im Hafen vorherrschenden Windgeschwindigkeiten entsprechen etwa den Verhältnissen auf der freien See. Nummer 70: Warum verstärkt sich der Wind in engen Durchfahrten? Durch den Düseneffekt (Trichtereffekt) in Durchfahrten. Dabei wird die Luftströmung "zusammengepresst" und beschleunigt. Nummer 71: Mit welcher Windentwicklung ist zu rechnen 1. in Luv und 2. in Lee von Kaps oder Inseln? Die Windrichtung ändert sich in Luv des Kaps zum Teil stark und verläuft oft parallel zum Kap. Die Windgeschwindigkeit nimmt zu. Die Windrichtung kann bei besonders hohen Gebirgen auch umlaufend werden. Die Windgeschwindigkeit ist meist schwach, kann dafür örtlich aber sehr böig sein (Fallwinde). Nummer 72: Welche Windverhältnisse erwarten Sie in der Nähe von Steilküsten 1. bei auflandigem und 2. bei ablandigem Wind? Der Wind wird durch Küstenführung zum Teil beschleunigt, wenn er nahezu auflandig oder parallel zur Küste weht. Weht der Wind ablandig, muss örtlich mit umlaufenden Winden und erhöhter Böigkeit (Fallwinden) gerechnet werden. Nummer 73: Wie wird sich das Wetter wahrscheinlich entwickeln, wenn der Wind am Abend 1. abflaut oder 2. zunimmt? Langsames Abflauen des Windes ist oft ein Zeichen für gutes Wetter. Windzunahme am Abend kündigt häufig Starkwind, Sturm und Regen an. Nummer 74: 1. Womit müssen Sie auf der Nordhalbkugel rechnen, wenn nach Durchzug einer Kaltfront der Wind rückdreht und der Luftdruck wieder fällt? 2. Wie nennt man die Wetterlage? Meist deutliche Wetterverschlechterung mit erneut auffrischendem Wind bis Sturmstärke. Troglage. Nummer 75: Welche Windverhältnisse erwarten Sie auf der Nordhalbkugel während der unmittelbaren Passage eines markanten Troges? Der Wind dreht recht, meist über 60 bis 90°. Winde bis Orkanstärke besonders auf der Rückseite eines Troges. Nummer 76: Wie entsteht Nebel? Zufuhr von Feuchte, Mischung von Luftmassen mit hoher Feuchtigkeit und verschiedener Temperatur, Abkühlung der Luftmasse. Nummer 77: Wie ist Nebel definiert? Sichtweite unter 1 000 Meter. Nummer 78: 1. Wie entsteht Kaltwassernebel? 2. Zu welcher Jahreszeit tritt diese Nebelart in europäischen Gewässern bevorzugt auf? Warme und feuchte Luftmassen werden durch den kalten Untergrund (Meer) unter den Taupunkt abgekühlt. Überwiegend im Frühjahr. Nummer 79: 1. Wie entsteht Warmwassernebel? 2. Zu welcher Jahreszeit tritt diese Nebelart in europäischen Gewässern bevorzugt auf? Kalte Luft strömt über warmes Wasser. Durch Verdunstung an der Wasseroberfläche kommt es bei hoher Differenz zwischen der Luft- und Wassertemperatur zur Feuchtesättigung. Überwiegend im Herbst. Nummer 80: 1. Wie entsteht Strahlungsnebel? 2. Wo ist diese Nebelart anzutreffen? Nach Sonnenuntergang kann sich bei klarem Himmel die bodennahe Luftschicht über Land unter den Taupunkt abkühlen. Besonders auf Flüssen und engen Durchfahrten, außerdem durch seewärtige Windverdriftung in Küstennähe. Nummer 81: Wodurch kann es im Mittelmeerraum in besonderen Fällen zur Sichtreduktion kommen? Bei bestimmten Wetterlagen kann mit der Luftmasse transportierter Saharastaub die Sicht stark vermindern. Nummer 82: Woraus besteht Seegang? Aus Windsee und Dünung. Nummer 83: Was verstehen Sie unter Windsee? Seegang, der durch den Wind am Ort oder in der näheren Umgebung angefacht wird. Nummer 84: Wovon hängt die Höhe der Windsee ab? Windgeschwindigkeit, Fetch (Windwirklänge) und Wirkdauer des Windes. Nummer 85: 1. Was verstehen Sie unter Dünung? 2. Was kann einsetzende hohe Dünung andeuten? Seegang, der dem erzeugenden Windfeld vorausläuft, sowie abklingender (alter) Seegang. Einen eventuell aufziehenden Sturm. Nummer 86: Was verstehen Sie unter der Wellenhöhe? Der senkrechte Abstand zwischen Wellenberg und Wellental. Nummer 87: Was verstehen Sie unter der Wellenlänge? Der horizontale Abstand zwischen zwei Wellenbergen. Nummer 88: Welchen Seegang müssen Sie erwarten, wenn Sie küstennah bei ablandigem Wind fahren? Der Seegang wird nicht so hoch sein wie auf der freien See, da der Fetch (Windwirklänge) nur sehr kurz ist. Nummer 89: 1. Welchen Seegang müssen Sie erwarten, wenn Sie küstennah bei auflandigem Wind fahren? 2. Welche Gefahr besteht bezüglich der Entwicklung des Seegangs außerdem? Der Seegang wird ähnlich ausgeprägt sein wie auf der freien See, da genügend Fetch (Windwirklänge) vorhanden ist. Dort, wo das Wasser flacher wird, oder im Bereich von Untiefen muss mit Brechern und Grundseen gerechnet werden. Nummer 90: 1. Was verstehen Sie unter einer Grundsee? 2. Welche Höhen kann sie erreichen? Meereswellen mit besonders hohen Brechern, die durch Untiefen oder Küstennähe bzw. durch ansteigenden Meeresboden entstehen. Etwa das 2,5fache der kennzeichnenden (charakteristischen) Wellenhöhe. Nummer 91: Wie verändert sich Seegang, wenn Wind und Meeresströmungen (z. B. Gezeitenstrom) entgegengesetzte Richtungen haben? Die Wellen werden kürzer und steiler. Nummer 92: Wie verändert sich Seegang, wenn Wind und Meeresströmungen (z. B. Gezeitenstrom) die gleiche Richtung haben? Die Wellen werden länger und flacher. Nummer 93: 1. Was verstehen Sie unter einer Kreuzsee? 2. Geben Sie 3 Beispiele an, wo mit Kreuzsee zu rechnen ist. Windsee und Dünung laufen aus unterschiedlichen Richtungen heran. Kurz vor und bei dem Durchzug einer Kaltfront oder eines Troges sowie in der Nähe des Tiefkerns. Nummer 94: Welcher Seegang ist in Lee kleiner Inseln zu erwarten? Kreuzlaufende See, die meist kurz und kabbelig ist. Nummer 95: Welche Faktoren können die Länge und Höhe des Seegangs erheblich verändern? Wassertiefe sowie Meeres- und Gezeitenströmungen. Nummer 96: Im Internet finden Sie auf einer "Wetterseite" eine Vorhersagekarte für die Dünung. Können Sie daraus ungefähr den vorherrschenden Wind über See ableiten? Nein. Dünung kann vorhanden sein, auch wenn kein Windfeld unmittelbar vorhanden ist. Nummer 97: Mit welchem Messinstrument wird an Bord die Windgeschwindigkeit gemessen? Mit einem Anemometer. Nummer 98: Welche Windgeschwindigkeit zeigt das Anemometer an, wenn das Fahrzeug Fahrt durchs Wasser macht? Die scheinbare Windgeschwindigkeit. Nummer 99: 1. Warum sollten Luftdrucktendenzen an Bord beobachtet und aufgezeichnet werden? 2. In welchem zeitlichen Abstand sollte man den Luftdruck aufzeichnen? Eventuelle Wetterveränderungen (z. B. Trog, Annäherung eines Tiefdruckgebiets) können registriert werden. Mindestens alle 4 Stunden. Nummer 100: Mit welchem Messinstrument wird an Bord der Luftdruck gemessen? Mit dem Barometer oder Barographen. Nummer 101: 1. Wie bestimmen Sie an Bord die Windstärke, wenn keine Windmessanlage vorhanden ist? 2. Wie bestimmen Sie an Bord die Windrichtung, wenn keine Windmessanlage vorhanden ist? Die Windstärke wird geschätzt mit Hilfe der Beaufortskala in Anlehnung an das Seegangsbild. Die Windrichtung wird anhand der Verlagerung der Wellenkämme geschätzt. Stand: 01. Juli 2006
Dieses Beratungsangebot unterstützt Sie bei der Erstellung einer kommunalen Klimaanpassungsstrategie, um so ein abgestimmtes und kommunales Maßnahmenkonzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels für Ihre Gemeinde entwickeln zu können. Grundlageninformationen überspringen und gleich zur Vorgehensweise Die nachfolgenden Inhalte sollen Ihnen beim Verständnis grundlegender Aspekte des Klimawandels und dem Umgang mit Modelldaten helfen. Für die Erstellung Ihrer kommunalen Anpassunsstrategie schlagen wir Ihnen weiter unten auf dieser Seite ein für Sachsen-Anhalt geeignetes Klimamodell-Ensemble vor, das Sie auch ohne tiefgreifendes Verständnis der Prozesse in der Klimamodellierung verwenden können. Definition Globale Klimamodelle sind komplexe physikalische Modelle, die das Klimasystem der Erde anhand physikalisch-numerischer Gleichungen computergestützt und zeitabhängig beschreiben. Kalibrierte Modelle ermöglichen die Simulation möglicher zukünftiger Klimaentwicklungen. Modelle und ihre Eigenschaften Man unterscheidet zwischen einfachen konzeptionellen Modellen, Modellen mittlerer Komplexität und den hochkomplexen globalen Zirkulationsmodellen (General Circulation Model bzw. Global Climate Model – GCMs). Erweiterte Formen sind beispielsweise gekoppelte Atmosphäre-Ozean-Modelle (AOGCM, atmosphere-ocean general circulation/global climate models). Mathematisch (noch) nicht beschreibbare Prozesse werden hierbei parametrisiert, sprich mit fixen Werten gerechnet. Alternativ kann die Berechnung des Modells auch über spektrale Methoden erfolgen (spektrale Methoden sind ein wichtiges Werkzeug zum numerischen Lösen partieller Differentialgleichungen). Globale Modelle stellen ein unverzichtbares Instrumentarium für voraussichtliche Veränderungen der Häufigkeit und Dauer von charakteristischen Großwetterlagen dar und besitzen eine Auflösung von ca. 200x200km Gitterabstand (IPCC). Eine Visualisierung der räumlichen Auflösung verschiedener Gitterabstände kann der nebenstehenden Abbildung entnommen werden. Beispiele HadGEM2-ES: Hadley Centre Global Environmental Model (Version 2) – Earth System; Großbritannien MPI-ESM: Earth System Modell des Max-Planck-Institutes für Meteorologie ( MPI ). Quelle: https://www.max-wissen.de/Fachwissen/show/5584?seite=4 Übersicht der chronologischen Entwicklungen von Klimamodellen Quelle: http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Datei:Modellentwicklung.jpg Regionalisierte Modelle ermöglichen – im Gegensatz zu den Resultaten globaler Modelle – Aussagen, die auch auf Landkreis- sowie Kommunaler Ebene relevant sein können. Regionalisierte Modellergebnisse basieren auf den Globalmodelle, „brechen“ diese aber auf die regionale Ebene herunter. Regionale Modelle verwenden wesentliche Ergebnisse der Globalen Modelle als Eingangsgrößen und sind deshalb auch nicht unabhängig von Ihnen. In einem sogenannten „dynamic downscaling“ oder auch „Nesting“ genannten Ansatz, werden regionale Modelle mit ihrer hohen räumlichen Auflösung (häufig 1 bis 10km Raster) in Globale Modelle eingebettet. Die Einbettung und Verwendung wesentlicher Ergebnisse der Globalen Modelle als Eingangsgrößen rührt daher, dass regionale Klimamodelle lediglich einen Ausschnitt der Atmosphäre betrachten und deshalb geeignete Randbedingungen an den Grenzen des Simulationsgebietes benötigen. Diese Randbedingungen stammen aus Simulationen der globalen Klimamodelle. Man spricht in diesem Zusammenhang davon, dass ein regionales Klimamodell durch ein globales Klimamodell angetrieben wird. Neben dem zuvor beschriebenen „dynamic downscaling“ Ansatz, welcher mittels physikalischer Algorithmen Auflösungen von unter 10 km erreicht, existieren noch statistische Ansätze. Bei diesem statistischen Downscaling kommen statistische Methoden zum Einsatz die Auflösungen von bis zu 1 km erreichen. Kombinationen beider Verfahren sind ebenso möglich und finden Verwendung. Quelle: Deutscher Wetterdienst Beispiele WETTREG2018 CCLM 4-8-17 Paläoklima Forschungsgegenstand der Paläoklimatologie ist die Klimavergangenheit der Erde. Eine Vielzahl von Wissenschaftlern aus den Bereichen Meteorologie, Geologie, Physik, Biologie, Geschichte (Historie),… arbeiten interdisziplinär zusammen, um anhand verschiedener Klimaarchive die klimatologische Geschichte der Erde zu rekonstruieren. Eine interessante Zeitreise durch das Klima der Erde wurde hier ansprechend visualisiert. Betrachtet man Wetter und klimatologische Untersuchungen in der Bundesrepublik Deutschland, so werden diese vorrangig durch den 1952 gegründeten Deutschen Wetterdienst (DWD) im Rahmen der Daseinsvorsorge erbracht. Auf gemessene Stationsdaten zu einzelnen Klimadaten kann hierbei digital bis ins Jahr 1881 zurück gegriffen werden, größtenteils bis ins Jahr 1951. Geschichtliche Entwicklung der Klimamessung Experimentelle Messungen (1592-1700) Erste regelmäßige Messungen (1700-1850) Frühe Messnetze (1780-1850) Moderne Messnetze (seit 1850) Quelle: http://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/informationsportal-klimawandel/klimaforschung/klimamessung/geschichte Klimaprojektionen sind die Ergebnisse der Klimamodellrechnungen. Mit Hilfe der Klimaprojektionen lassen sich die zukünftigen klimatischen Entwicklungen abschätzen. Klimaszenarien stellen unterschiedliche zukünftige Entwicklungspfade der anthropogenen Einflussfaktoren des Klimas dar und definieren die Randbedingungen für die Modellrechnungen. Dazu gehören beispielsweise die Bevölkerungsentwicklung oder der Umfang von Klimaschutzaktivitäten der Weltgemeinschaft. Es handelt sich bei den Projektionen um keine Vorhersagen, sondern um mögliche Entwicklungspfade des zukünftigen Klimas. Klimamodelle, Klimaszenarien und die daraus hervorgehenden Klimaprojektionen sind die Datenbasis für die zu entwickelnden kommunalen Maßnahmenkonzepte. Dabei wurde in der Vergangenheit häufig das Szenario A1B verwendet, da dieses auch als Grundlage für andere Anpassungsstrategien auf Bundes- und Landesebene Verwendung fand. Die aktuelle Szenarienfamielie nennt sich RCP-Szenarien. Für den 5. IPCC-Sachstandsbericht (2013/2014) wurden die RCP-Szenarien von der Wissenschaftsgemeinde in Selbstorganisation entwickelt. Sie stellen den aktuellen Standard dar und wurden gegenüber vorherigen Szearien stark verändert. Als charakteristisch wird nun der sogenannte „ anthropogene Strahlungsantrieb “ betrachtet. Repräsentative Konzentrationspfade bzw. Representative Concentration Pathways (RCPs) Das Szenario RCP2.6 wird auch „Klimaschutz-Szenario“ genannt, da den zugrunde liegenden Annahmen gravierende Klimaschutzmaßnahmen (und damit ein Rückgang der globalen Treihausgaskonzentration in der Atmosphäre) ab 2020 unterstellt werden. Das RCP8.5 wird auch als „Weiter-wie-bisher-Szenario“ bezeichnet, da die diesem Szenario zugrunde liegenden Annahmen nach wie vor von steigenden Kohlendioxidemissionen bis 2100 ausgehen. Quelle: Global Carbon Projekt Das Themengebiet der Klimaprojektionen ist ebenso wie die Wettervorhersage mit gewissen Unsicherheiten behaftet. Beansprucht die Wettervorhersage einen bestimmten kurzfristigen Zustand der unteren Atmosphäre (Troposphäre) an einem bestimmten Ort der Erdoberfläche zu bestimmen bzw. vorherzusagen, so unterscheidet sich Klimaprojektionen hiervon gravierend. Sie zielen auf statistische Durchschnittswerte über größere Zeitabschnitte und flächenhaft ausgedehntere Gebiete bzw. Räume ab. Die verschiedenen Unsicherheiten bei Klimaprognosen lassen sich grob in folgende drei Gruppen einteilen: Unsicherheiten, die die externen Einflussfaktoren auf das Klima betreffen, Unsicherheiten, die aus der begrenzten Kenntnis über das Klimasystem resultieren und Unsicherheiten, die in den Klimamodellen selbst begründet sind. Externe Einflussfaktoren Da niemand die Entwicklung der Weltgesellschaft über die nächsten Jahrzehnte geschweige Jahrhunderte bestimmen kann oder Einflussfaktoren wie die Bevölkerungsentwicklung, Veränderungen des Konsum- oder Nutzungsverhaltens von Energiequellen bzw. dessen Verbrauch, Fortschritte bei technologischen Entwicklungen und weiterer Einflussgrößen wie Kriege, vorhersagen vermag, bedarf es verschiedener Annahmevarianten. Die Abbildung der Unsicherheiten spiegelt sich in den unterschiedlichen Klimaszenarien wieder, denen jeweils unterschiedliche Annahmen zu Grunde liegen. Klimaprojektionen sind folglich immer Wenn-Dann-Aussagen und haben nicht den Anspruch, „die eine“ Zukunft zu zeigen, sondern unter bestimmten Grundannahmen wahrscheinliche zukünftige Entwicklungen zu projizieren. Kenntnis über das Klimasystem Die Kenntnisse über das Klimasystem und seiner Dynamik sind trotz rasch voranschreitender Forschung, wie bei vielen nicht trivialen Themen, noch immer begrenzt. Quantitativ ungewiss ist so beispielsweise, wie sich ein wärmeres Klima zusammen mit einem höheren Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre auf die Vegetation auswirken und deren Veränderung wiederum das Klima und den CO2-Gehalt beeinflussen wird. Viele Aspekte der Atmosphärenchemie und -physik mit ihrem Einfluss auf die Wolkenbildung und deren Einfluss auf den atmosphärischen Strahlenhaushalt sind ebenfalls noch nicht hinreichend erfasst und erforscht worden. Nach jüngsten Erkenntnissen führt die Vernachlässigung von Subsystemen wie Kryosphäre und Biosphäre zu einer Reduktion der regionalen Klimavariabilität. Außerdem bleiben mögliche Wechselwirkungen mit diesen Systemen unberücksichtigt. Klimamodelle Die Klimaforschung ist bei ihrer Berechnung des zukünftigen Klimas auf Computermodellsimulationen angewiesen. Diese stellen eine Art Ersatzrealität für das hochkomplexe Klimasystem dar. Externe Faktoren sowie die interne Dynamik und insbesondere den Einfluss des Menschen gilt es zur berücksichtigen und darzustellen. Oft wird ein Ensemble von Klimamodellen, also viele Modellsimulationen mit verschiedenen Klimamodellen, zur Quantifizierung und Verringerung der Unsicherheiten benutzt. Ein- und Ausgangsdaten der Module sind miteinander gekoppelt, damit Wechselwirkungen und Rückkopplungen zwischen den Teilen des Klimasystems abgeschätzt werden können. Trotz der zunehmenden Komplexität der globalen Klimamodelle können zahlreiche Prozesse noch unzureichend modelliert werden. Gründe sind die fehlenden räumlich-zeitlichen Auflösungen und die noch unzureichend erforschten Prozesse und Wechselwirkungen (z.B. Wechselwirkung von Feuchtigkeit, Aerosolen und Wolken). Zum Teil werden diese Prozesse parametrisiert (d.h. physikalische Zusammenhänge unbekannter zu bekannten Größen festgeschrieben), manche Prozesse bleiben aber derzeit auch gänzlich unberücksichtigt. Skalierungsaspekte: Die Erstellung bzw. Berechnung Regionaler Modelle aus Globalen Modellen birgt verschiedene Herausforderungen und Kritikpunkte. Zu nennen sind hier u.a.: Starke Vereinfachung und grobe Diskretisierung Subjektivität, abhängig von Annahmen über Zukunft Nichtlinearität und zeitliche Veränderung der vielen komplexen Prozesse, Wechselwirkungen, Rückkopplungen Sensibilität bzgl. Rand und Anfangsbedingungen. Aus diesem Grund sinkt die Wahrscheinlichkeit der Aussagen mit zunehmenden Grad der Abstraktion. Dies sollte bei der Weiterverarbeitung berechneter regionaler Modelle, die beispielsweise zur Validierung bzw. als Eingangsparameter für Stadtmodelle oder weiterer lokaler Untersuchungen verwendet werden, stets Beachtung finden! Zusammenfassung: Die Kombination aller zuvor beschriebenen Unsicherheiten führt zu einer sehr großen Anzahl von möglichen Zukunftsszenarien, welche eine große Spanne an möglichen Klimazuständen zum Ende des 21. Jahrhunderts und darüber hinaus ergeben können. Die Unsicherheiten des menschlichen Verhaltens sind dabei ebenso wichtig wie die Unsicherheiten des Klimasystems selbst. Nach aktuellem Stand der wissenschaftlichen Forschungen tragen sie zur resultierenden Unsicherheitsspanne etwa gleich viel bei. Das bedeutet jedoch nicht, dass den gewonnenen Aussagen kein Vertrauen geschenkt werden sollte oder diese grundsätzlich in Frage zu stellen wären. Vielmehr geben sie eine auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand basierende, mögliche zukünftige Entwicklung des komplexen Systems Klima wieder. Mögliche Abweichungen zwischen Modelloutput und Wirklichkeit stellen im Übrigen auch keine Besonderheit von Klimamodellen dar, sondern treffen auf alle Modelle, auch außerhalb der Klimatologie, zu. Um ein kommunales Anpassungskonzept oder sektorale Maßnahmen zu erarbeiten, sind durch die ausgewählten Akteure die nachfolgenden Arbeitsschritte durchzuführen. Jeder Arbeitsschritt sollte mit einem gemeinsamen Workshop abschließen, um Ergebnisse zu diskutieren und Entscheidungen zu treffen. Planen Sie für den Gesamtprozess mindestens ein Jahr ein. Arbeitsschritt Arbeiten Meilensteine Grundlagenermittlung Naturräumliche, wirtschaftliche und soziodemografische Daten erheben, Klimadaten /-projektionen auswerten, Vulnerabilitätskarten erstellen Workshop zur Darstellung regionaler Klimadaten und -projektionen, Auswahl vulnerabler Bereiche Ermittlung sektoraler Anpassungsmaßnahmen Literaturrecherchen, Interviews mit Akteuren der Sektoren führen, Mögliche Konflikte analysieren Workshop zur Vorstellung sektoraler Anpassungsmaßnahmen Kommunales Maßnahmekonzept Vernetzte Maßnahmen entwickeln, Verantwortliche festlegen, Controlling abstimmen Abschlussworkshop zur Verabschiedung des kommunalen Klimaanpassungskonzeptes Umsetzung einschließlich Öffentlichkeitsarbeit Maßnahmen umsetzen und dokumentieren, Zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit durchführen, Jährliches Anpassungsaudit Workshop zu Ergebnissen des „Anpassungsaudits“ und zur Ableitung neuer/angepasster Maßnahmen
Das Projekt "Green Edge Cloud" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von LIMEBIRD GmbH durchgeführt. Um das Ziel einer verteilten Edge-Cloud-Infrastruktur und -services im Einklang mit der Energiewende zu erreichen ist zum einen die infrastrukturelle Grundlage der kompakten, effizienten und sicheren Edge-Rechenzentren durch den Einsatz innovativer Technologien und Standards zu entwickeln und dabei die Integration an die Standorte in Windpark, Solarparks und gewerbliche Liegenschaften energetisch und technisch zu gewährleisten. Dabei werden KPIs zur Bewertung von EE-Parks als Betriebsstandort für Edge-Rechenzentren abgeleitet und Handlungsempfehlungen zur Ertüchtigung entwickelt. Aufbauend auf der verteilten Infrastruktur wird der GAIA-X kompatible Cloudstack und die Edge-Cloud-Services definiert und folgend implementiert und aufgesetzt. Zentrales Element ist die Entwicklung der Schwarmplattform zur automatisierten und optimierten Orchestrierung der Workloads im Einklang mit dem regionalen Dargebot der erneuerbaren Energien und den technischen Anforderungen der Cloud-Computing-Kunden. Mit der Entwicklung von Prognosemodellen für die Energieverfügbarkeit, den Kundenanforderungen und der Mobilität der Workloads ist eine standortübergreifende und ökologische Optimierung des RZ-Betriebs erreichbar. Mit der Entwicklung einer Simulationsumgebung ist eine szenarienbasierte Entwicklung, Test und Validation der Optimierungsverfahren möglich. Diese Szenarien werden in der Proof-of-Concept-Phase im Realbetrieb in den Pilotstandorten getestet und validiert.
Das Projekt "Teilprojekt 4" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Point Cloud Technology GmbH durchgeführt. Das Ziel des Verbundvorhabens 'TreeDigitalTwins' besteht darin, innovative KI-Verfahren zur Objekterkennung und automatischen Ableitung von Objektparametern in diskreten 4D-Punktwolken zu entwickeln und diese Methoden und Verfahren am Beispiel von relevanten Inventurparametern für Wald-, Baum- und andere holzige Biomassebeständen in zwei Reallaboren zu testen. Das Konsortium entwickelt und erprobt dafür in einer transdisziplinären Innovationsgruppe digitale Werkzeuge in Form adaptiver Algorithmen des maschinellen Lernens, die auch für das Monitoring der Klimaneutralität Deutschlands bis 2045 sowie zum Erreichen der SDG 13 und 15 eingesetzt werden können. Die im Vorhaben entwickelten KI-Verfahren verwenden direkt die erfassten 3D-Daten, so dass die entwickelte Technologie durch Anpassung der Trainingsdaten auch auf andere Anwendungen übertragen werden kann. Das Forschungsziel von Point Cloud Technology (PCT) im Vorhaben ist die Entwicklung der webbasierten Analytics-Plattform, um die entwickelten Verfahren für Nutzer zugänglich zu machen. Im Rahmen des transdisziplinären Verbundvorhabens übernimmt PCT die Entwicklung der Algorithmik für die Veränderungsanalyse, um regelmäßig erfasste Vegetationsbestände zu monitoren. Zudem werden Verfahren für die interaktive Visualisierung, ein Dashboard zur Bereitstellung von Analyseergebnissen und Schnittstellen für die Datenintegration in andere Systeme entwickelt. Die Analytics-Plattform wird durch die beiden Anwendungsfälle Wald und Agroforst erprobt.
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