Vogelfreunde schätzen das Gebiet um den Faulen See seit langem. 142 Vogelarten wurden hier beobachtet, 80 sogar regelmäßig. Nicht verwunderlich also, dass der Faule See zu den ältesten NSG Berlins gehört. Wie viele andere Berliner Gewässer verdankt auch dieses seine Existenz einem Toteisblock. Heute wird der See vorwiegend über Niederschlagswasser gespeist. Um das Austrocknen zu verhindern, wurde am Abfluss des Sees ein Stau errichtet. In seiner Entstehung durch parkgestalterische Pflanzungen beeinflusst, findet man im NSG vielfältige Waldbilder. Am Westufer beeindrucken einige über hundert Jahre alte Pappeln mit ihren Stammumfängen. Unzählige Holzbewohner und Baumpilze sind auf solche Altbäume angewiesen. Im See laichen Erdkröten, Moor- und Grasfrösche. Dieses im Stadtzentrum gelegene, von verkehrsreichen Straßen umgebene NSG ist eine Insel der Ruhe. Das NSG ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Schon von der Haltestelle “Stadion Buschallee” aus ist sein waldartiger Baumbestand nicht zu übersehen. Folgt man den Wegen, gelangt man zu einem der Eingänge, wo Informationstafeln einen kurzen Überblick über das Wegenetz liefern. Für einen Besuch eignen sich vornehmlich die Monate April bis Juni, dann ist das Vogelkonzert in den Morgen- und Abendstunden besonders eindrucksvoll. Im Sommer weisen die Rufe der Frösche den Weg zum im Zentrum liegenden See. Um diesen verläuft ein zur Seeseite eingezäunter Rundweg, der den Besucher vor herabfallendem Totholz und den See vor unnötigen Beeinträchtigungen schützen soll. Im Südosten des Sees wurde eine Beobachtungsplattform zur Wasservogelbeobachtung errichtet.
EU-Nr.: DE 4734 303 Landes-Nr.: FFH0256LSA Jahr der Fertigstellung: 2014 Managementplan (PDF) Maßnahmen (PDF) Sonstige Maßnahmen (PDF) Karten: © GeoBasis-DE / LVermGeo LSA , [010312] Es gelten die Nutzungsbedingungen des LVermGeo LSA. Karte 1 Potentiell natürliche Vegetation (PDF) Biotop- und Lebensraumtypen: Karte 3 Darstellung der erfassten Lebensraumtypen und der weiteren Biotope (nur Abgrenzung) mit ihren Bezugsflächennummern sowie der potentiellen Entwicklungsflächen zu einem Lebensraumtyp (PDF) Karte 3 alternativ Darstellung aller Biotop- und Lebensraumtypen mit Bezugsflächennummern (PDF) Lebensraumtypen und LRT-Entwicklungsflächen: Karte 4 Darstellung aller Lebensraumtypen mit ihrem Erhaltungszustand und LRT-Entwicklungsflächen (PDF) Karte 5a Bestand und Bewertung von Habitaten der FFH-Anhang II-Arten (PDF) Karte 5b Bestand und Bewertung von Habitaten der FFH-Anhang IV-Arten und wertgebende Arten der Avifauna und der xylobionten Käfer (PDF) Maßnahmen: Karte 6 Darstellung der Maßnahmenart für Lebensraumtypen, FFH-Anhang II und IV Arten sowie LRT-Zielarten (PDF) zurück zur Übersicht "Abgeschlossene Managementpläne" Letzte Aktualisierung: 20.06.2019
EU-Nr.: DE 4734 301 Landes-Nr.: FFH0138LSA Jahr der Fertigstellung: 2014 Managementplan (PDF) Maßnahmen (PDF) Karten: © GeoBasis-DE / LVermGeo LSA , [010312] Es gelten die Nutzungsbedingungen des LVermGeo LSA. Karte 1 Potentiell natürliche Vegetation (PDF) Biotop- und Lebensraumtypen: Karte 3 (PDF) Karte 3 alternativ (PDF) Karte 4 Lebensraumtypen und LRT-Entwicklungsflächen (PDF) Karte 5a Bestand und Bewertung von Habitaten der FFH Anhang II-Arten (PDF) Karte 5b Bestand und Bewertung von Habitaten der FFH Anhang IV-Arten und wertgebende Arten der Avifauna und der xylobionten Käfer (PDF) Karte 6 Maßnahmen (PDF) zurück zur Übersicht "Abgeschlossene Managementpläne" Letzte Aktualisierung: 20.06.2019
Rote Listen Sachsen-Anhalt Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Halle, Heft 1/2020: 705–709 56 Bearbeitet von Sebastian Schornack, Ringo Dietze und Manfred Jung * unter Mitarbeit von Wolfgang Bäse, Holger Breitbarth, Klaus Graser, Wolfgang Gruschwitz, Manfred Jung, Torsten Pietsch, Andreas Rössler, And- reas Schöne, Peter Strobl, Günther Schumann, Gerhard und Richard Wahn und Thomas Wolsch (2. Fassung, Stand: August 2019) * Aktualisierung Einführung Die allgemeine Bekanntheit der Schwarzkäfer außer- halb der Spezialistenkreise beruht besonders auf der Tatsache, dass einige Vertreter gefürchtete Vorrat- schädlinge sind (Tenebrio molitor, Tribolium-Arten). Obwohl meist düster gefärbt, sind nicht alle Schwarz- käfer schwarz, vielmehr enthält die Gruppe eine Vielzahl Arten uneinheitlicher Form und Färbung. Es scheint, als ob in dieser Käferfamilie einige „Doppel- gänger“ anderer nicht verwandter Käfergruppen versammelt sind. Die Familie Tenebrionidae ist mit etwa 20.000 Arten die fünftgrößte Käferfamilie weltweit. Der Schwerpunkt ihrer Verbreitung liegt in trockeneren, wärmeren Gebieten. Für Deutschland sind rezent 89 Arten registriert, in Sachsen-Anhalt kommen 67 Ar- ten vor. Dabei sind die beiden Arten Myrmechixenus vaporariorum Guérin-Méneville und M. subterraneus Chevrolat erst kürzlich aus der Familie Colydiidae (Rin- denkäfer) in die Familie Tenebrionidae eingegliedert worden (Schawaller 1998). Die Alleculidae (Blüten- mulmkäfer) sowie die beiden Arten der Gattung Lag- ria (Lagriidae/Wollhaarkäfer) gehören nach neuester Nomenklatur ebenfalls zu den Schwarzkäfern. Typische Bestimmungs-Merkmale sind die durch die vorgezogenen Wangen nierenförmigen Augen, das bei einigen Arten vorhandene Mukro (eine zipfel- förmige Verlängerung der Flügeldecken an der Naht, z.B. Blaps lethifera, Stenomax aeneus). Die Fühler sind relativ dick und perlschnurartig. Zahlreiche Arten sind durch Verwachsung der Elytren flugunfähig. Schwarzkäfer sind meist ausgesprochene Spezialis- ten. Es werden zahlreiche ökologische Nischen be- siedelt. Die Käfer leben im Holz (Corticeus fasciatus), Pilzen (Eledona agricola, Diaperis boleti, Bolitophagus reticulatus, Platydema violaceum), sind Bewohner von Ameisennestern (Myrmechixenus subterraneus) oder von Grassteppen (Melanimon tibiale, Pedinus femoralis, Opatrum sabulosum), salzbeeinflussten Dünen (Phaleria cadaverina, Phylan gibbus), leben in faulenden Pflanzenstoffen (Alphitophagus bifasciatus, Pentaphyllus testaceus) und in trockenen, stärkerei- Schwarzkäfer (Coleoptera: Tenebrionidae) chen Substraten (meist synanthrop, Lagerschädlinge, s.u.). Einige Arten sind aufgrund ihrer engen Habitat- bindung selten bzw. nur sehr selten nachweisbar (Tenebrio opacus, Platydema dejeanii, Corticeus sp.). Larven und Imagines sind meist Allesfresser, einige Arten leben räuberisch, andere sind myceto- phag oder phytodetritophag. Zu den Vorratsschäd- lingen zählen sowohl heimische Vertreter als auch Tiere anderer Faunenkreise, die mit dem Handel eingeschleppt worden sind (Tribolium destructor, Latheticus oryzae, Gnatocerus cornutus) und sich zeit- weise oder dauerhaft etabliert haben. In ihrer natür- lichen Umgebung sind die Tiere selten und hier meist unter trockener Borke im Holzmehl zu finden (z.B. Tribolium castaneum, T. confusum). Da sie aufgrund ihrer Lebensweise bei Bedrohung der natürlichen Lebensräume die Rückzugsmöglichkeit der Vorrats- lager haben, kann eine landesweite Gefährdung nicht eingeschätzt werden, auch werden als Vorratsschäd- linge geltende Arten generell nicht in Rote Listen aufgenommen. Folgende Arten werden deshalb nicht berücksichtigt: Tribolium madens, T. castaneum, T. de- structor, T. confusum, Gnatocerus cornutus, Latheticus oryzae sowie Tenebrio molitor. Der anscheinend einzige rezente Fund von G. cor- nutus nach 1950 erfolgte am 31.3.1979 in Athenstedt bei Halberstadt, hier wurde totes Exemplar in einem frischen Brötchen aus der ortsansässigen Bäckerei gefunden. L. oryzae, der Indische Reiskäfer, ist mittler- weile aus fast allen Regionen Deutschlands gemeldet, was auf eine dauerhafte Einbürgerung schließen lässt. In der Lichtfalle des Autors in Athenstedt erscheinen seit dem Jahre 2007 ziemlich regelmäßig Käfer, bisher insgesamt fast 50 Exemplare, sobald die Temperaturen tagsüber mindestens 28 Grad Celsius betragen und auch nachts nicht unter 20 Grad fallen. Anscheinend werden solch hohe Temperaturen benötigt, damit die Käfer ihre geschützten Bruthabitate verlassen. Interessant erscheint der Umstand, dass G. cor- nutus sowie drei der vier zu den Vorratsschädlingen zählenden Tribolium-Arten (außer T. castaneum) in Sachsen-Anhalt (und teils auch in vielen anderen deutschen Regionen) in den letzten dreißig bis vier- zig Jahren nicht nachgewiesen wurden. Hier scheint die Rückzugsmöglichkeit in Vorratslager nicht mehr zu greifen, da sich durch Wegfall vieler potenziel- ler Lagerstätten für Mehl und andere stärkehaltige Produkte und eine stark verbesserte Lagerhygiene die Existenzgrundlage dieser Arten drastisch verschlech- tert. Es ist also durchaus nicht abwegig, dass sie Ihren Status als Vorratsschädlinge zumindest in Deutsch- land verlieren und zukünftig als verschollen oder aus- gestorben gelten werden. 705 Schwarzkäfer Tab. 1: Übersicht zum Gefährdungsgrad der Schwarzkäfer Sachsen-Anhalts. Artenzahl (absolut) Anteil an der Gesamtartenzahl (%) Gefährdungskategorie R 1 2 - 8 6 - 13,3 10,0 0 7 11,7 Rote ListeGesamt 30 50,060 Sonstige GesamtGesamt 3 5,060 3 8 13,3 Tab. 2: Übersicht zu den sonstigen Kategorien. Artenzahl (absolut) Anteil an der Gesamtartenzahl (%) G - - Kategorien D 1 1,7 12 34 V 2 3,3 Abb. 1: Blaps lethifera lebt sowohl synantrop als auch im Freiland und ist doch Veränderungen im Siedlungs- und Ackerbau stark rückläufig. (Foto: F. Köhler). Abb. 2: Laena viennensis als Präglazialrelikt der Ostalpen und des Balkans wurde im Fallstein bei Osterwieck als neue Art für Deutschland nachgewiesen (Foto: F. Köhler). Abb. 3: Mycetochara humeralis entwickelt sich in morschem Laubholz und ist bei uns nur sehr selten anzutreffen (Foto: P. Bornand). Abb. 4: Omophlus pubescens ernährt sich als Larve, wie die anderen Arten der Gattung, subterran von Pflanzenwurzeln. Die Imagines sind auf Blüten zu finden (Foto: P. Bornand). Datengrundlagen Aus Sachsen-Anhalt sind durch historische Daten (besonders Rapp 1934, Horion 1956, Borchert 1951) zahlreiche Arten belegt, wobei sowohl Horion als auch Borchert teilweise auf die Daten von Rapp verweisen. Schwarzkäfer wurden zwar oft als Bei- oder Zu- fallsfänge gesammelt, jedoch liegen im Vergleich zu anderen gut bearbeiteten Artengruppen (Laufkäfer, Bockkäfer) vergleichsweise weniger gesicherte rezen- 706 te Datensätze vor. In Museen mögen zusätzliche Fun- de einer Indentitätsprüfung harren. Bisher wurden nur die Daten aus dem Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau (MNVD) berücksichtigt. Erst in neuerer Zeit werden Tenebrionidae auch bei faunistisch-ökologischen Gutachten erfasst (z.B. Bussler & Schmidl 1997, Sprick 2000, Dietze & Schornack 2002). Seit dem Erscheinen der 1. Fassung im Jahre 2004 wurden mit Laena viennensis im Fallstein bei Osterwieck durch Weigel (Weigel & Jung 2014) und Schwarzkäfer Tab. 3: Änderungen in der Anzahl der Einstufungen in die Gefährdungskategorien im Vergleich der Roten Listen der Schwarzkäfer Sachsen- Anhalts aus den Jahren 2004 und 2020. Gefährdungskategorie 0 – Ausgestorben oder verschollen R – Extrem seltene Arten mit geographischer Restriktion 1 – Vom Aussterben bedroht 2 – Stark gefährdet 3 – Gefährdet Gesamt Rote Liste 2004 (AZ = 39) (absolut) (%) 5 12,8 ---- 2 3 7 175,1 7,7 17,9 43,58 6 8 3013,3 10,0 13,3 50,0 Neomida haemorrhoidalis bei Wittenberg durch Bäse zwei Arten neu für Sachsen-Anhalt nachgewiesen, erstere zugleich als Neufund für Deutschland. Dabei ist die Herkunft von L. viennensis, einem Präglazialre- likt, außerhalb ihres angestammten Verbreitungsge- bietes vom östlichen Österreich bis zu den Karpaten bisher nicht erklärbar. Grundlage für die Einschätzung der Gefährdung der Tenebrionidae in Sachsen-Anhalt war neben der Auswertung der faunistischen Arbeit von Bor- chert (1951) und des online-Verzeichnisses der Käfer Deutschlands vor allem die Zusammenfassung zahl- reicher Funddaten. Insgesamt wurden etwa 2.900 Datensätze berücksichtigt. Die Nomenklatur richtet sich nach Bleich et al. (2018). Bemerkungen zu ausgewählten Arten, Gefährdungs- ursachen und erforderliche Schutzmaßnahmen Die Hauptgefährdung für Schwarzkäfer ist die Beein- flussung oder das Verschwinden ihrer Habitate. Arten der sandigen, trockenen Habitate (z.B. Blaps lethifera, Pedinus femoralis) sind durch Nährstoffein- trag (Eutrophierung) in ihren Vorkommen bedroht. Außerdem besteht in vielen Fällen die Notwendigkeit der Sukzessionsverhinderung (z.B. Binnendünen im Gebiet der Mittelelbe). Holzpilz- (z.B. Platydema violaceum, Platydema dejeanii) und Holzbewohner (z.B. Corticeus fasciatus, Art (wiss.) Allecula rhenana Bach, 1856 Blaps lethifera Marsham, 1802 Blaps mortisaga (Linnaeus, 1758) Blaps mucronata Latreille, 1804 Corticeus bicoloroides (Roubal, 1933) Corticeus fasciatus Fabricius, 1790 Corticeus fraxini Kugler, 1794 Corticeus linearis Fabricius, 1790 Corticeus longulus Gyllenhal, 1827 Corticeus pini Panzer, 1799 Diaclina fagi (Panzer, 1799) Rote Liste 2020 (AZ = 60) (absolut) (%) 8 11,7 Tenebrio opacus, Neatus picipes) sind Besiedler von in- takten Totholzhabitaten, deren Struktur und Qualität durch Holzeinschlag, Beräumung der Wälder, Nadel- holz-Forstungen negativ beeinflusst werden (detail- lierte Angaben hierzu in Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt 2003). Im Einzelnen bedeutet der Wegfall spezifischer Nischen (z.B. Tenebrio opacus: alte Eichen mit größe- ren Mulmhöhlen) einen Verlust der Nahrungsgrund- lage. Als Schutzmaßnahme gilt deshalb besonders der Erhalt dieser Habitate. Zusätzlich ist eine genau- ere, flächendeckende Erfassung der Schwarzkäfer, z. B. im Rahmen von Gutachten besonders in Wald- gebieten und auf Trockenrasen notwendig, um eine Abschätzung der Gefährdungstendenzen möglich zu machen. Deshalb soll die vorliegende Klassifizierung als Anreiz angesehen werden, weitere Daten einzu- bringen und kritisch zu diskutieren. Danksagung Dank gebührt insbesondere Herrn Dr. Peer Schnitter vom Landesamt für Umweltschutz in Halle, den Fach- kollegen der Planungsbüros Myotis (Halle/S.) und ÖKOTOP/Halle für die Überlassung von Fallenmaterial sowie den Herren Wolfgang Bäse (Wittenberg) und Andreas Weigel (Wernburg) für die Übermittlung von Funddaten. Kat. 0 1 3 0 2 2 0 2 2 0 V Bem. H, 1951 01) S S, 1951 01) H H, 1951 01) H H H, 1951 01) 707
Ziel des Projektes ist die Verbindung der Untersuchung kurz- bis mittelfristiger Reaktionen von Waldökosystemen auf Veränderungen des Nutzungsregimes hinsichtlich Waldstruktur, Verjüngungsdynamik, Baumvitalität, Kohlenstoffumsatz und -speicherung mit der Entwicklung eines geeigneten Monitoringsystems welches das langfristig effiziente Monitoring dieser Faktoren ermöglicht und damit übertragbar auf andere Standorte ist. Zum einen werden wir zeigen, ob und welche Anpassungen mittelfristig (dekadische Skala) nach Managementänderungen eintreten. Zum anderen wird das Monitoringsystem auch an anderen Standorten die effektive Erfassung und Bewertung von waldbaulichen Maßnahmen zur Klimaanpassung hinsichtlich Kohlenstoffsequestrierung, Walddynamik sowie Natürlichkeit und Diversität holzbewohnender Fauna ermöglichen. Das das Monitoringsystem des TP6 sich auf den gesamten Forstbetrieb (Stadtforstamt Rostock) bezieht, wird, bei der Auswahl der Untersuchungsflächen die Abdeckung von Stichprobenpunkten der bestehenden Inventur berücksichtigt. Der Stichprobenpunkt mit konzentrischen Probekreisen ist damit die grundlegende Inventur- und Untersuchungseinheit. Für die Stichprobeninventur wird entweder ein Raster von 1m x 2m oder 2m x 2m gewählt. Das wird im Rahmen der Untersuchungen konkret festgelegt. Das Teilprojekt besteht aus insgesamt sechs Arbeitspaketen, welche in beiliegenden Vorhabensbeschreibung konkretisiert sind.
Ziel des Projektes ist die Verbindung der Untersuchung kurz- bis mittelfristiger Reaktionen von Waldökosystemen auf Veränderungen des Nutzungsregimes hinsichtlich Waldstruktur, Verjüngungsdynamik, Baumvitalität, Kohlenstoffumsatz und -speicherung mit der Entwicklung eines geeigneten Monitoringsystems, welches das langfristige effiziente Monitoring dieser Faktoren ermöglicht und damit übertragbar auf andere Standorte ist. Zum einen werden wir zeigen, ob und welche Anpassungen mittelfristig (dekadische Skala) nach Managementänderung eintreten. Zum anderen wird das Monitoringsystem auch an anderen Standorten die effektive Erfassung und Bewertung von waldbaulichen Maßnahmen zur Klimaanpassung hinsichtlich Kohlenstoffsequestrierung, Walddynamik sowie Natürlichkeit und Diversität holzbewohnender Fauna ermöglichen. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, bedarf es der interdisziplinären Zusammenarbeit der beteiligten Projektpartner (siehe Anlage). Ein experimenteller Teil stellt sicher, dass auch hinsichtlich der Walddynamik Effekte beobachtet werden können. TP4 - Es wird der Walddynamik hinsichtlich von Störungen und ihrer Bedeutung für Zuwachs und Baumartenzusammensetzung nachgegangen. Der Arbeitsplan sieht vor, eine repräsentative Inventur vorhandener Lücken durchzuführen. Das im Projekt umgesetzte Verfahren der Lückeninventur stellt eine Erweiterung des Standard-Stichprobenverfahrens der Waldinventur dar. Die Verjüngungsdynamik wird über Intensivuntersuchungen auf Lücken definierter Größe erfasst und analysiert. Dazu wird die Waldentwicklung auf natürlichen wie künstlich geschaffenen Bestandeslücken untersucht. Die Biodiversität in der Krautschicht des Ökosystems wird dabei mit betrachtet. TP5 - Die Naturnäheindikation an Totholz und durch Totholzinsekten erfolgt durch eine gestaffelte Analyse von vorhandenen und geschaffenen Totholzstrukturen sowie dem gezielten Fang entsprechender Insekten an Totholz und in Spezialfallen auf Wirtschafts- und Referenzflächen.
Ziel des Projektes ist die Verbindung der Untersuchung kurz- bis mittelfristiger Reaktionen von Waldökosystemen auf Veränderungen des Nutzungsregimes hinsichtlich Waldstruktur, Verjüngungsdynamik, Baumvitalität, Kohlenstoffumsatz und -speicherung mit der Entwicklung eines geeigneten Monitoringsystems welches das langfristige effiziente Monitoring dieser Faktoren ermöglicht und damit übertragbar auf andere Standorte ist. Zum einen werden wir zeigen, ob und welche Anpassungen mittelfristig (dekadische Skala) nach Managementänderung eintreten. Zum anderen wird das Monitoringsystem auch an anderen Standorten die effektive Erfassung und Bewertung von waldbaulichen Maßnahmen zur Klimaanpassung hinsichtlich Kohlenstoffsequestrierung, Walddynamik sowie Natürlichkeit und Diversität holzbewohnender Fauna ermöglichen. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, bedarf es der inter-disziplinären Zusammenarbeit der beteiligten Projektpartner. Ein experimenteller Teil stellt sicher, dass auch hinsichtlich der Walddynamik Effekte beobachtet werden können. In Teilprojekt 3 wird der Effekt von langfristigen Klimatrends und kurzfristigen Wetterextremen auf die Kohlenstoffspeicherung in der Baumbiomasse repräsentativer Bestände erfasst. Dabei wird der Bewirtschaftungsart und dem Einfluss der Kronendachlücken auf diese Dynamik besondere Beachtung geschenkt, um daraus möglichst einfach zu erhebenden Indikatoren für das geplante Monitoringsystem abzuleiten. Geplant ist eine Kombination von retrospektiven Untersuchungen der Wachstumsdynamik mittels dendro-ökologischer Methoden und einem Monitoring während der Projektlaufzeit durch Banddendrometer und Kurzkerne. Zusammen mit TP2 können dadurch sowohl die langfristige C-Speicherung, als auch deren kurzfristige Dynamik in Boden und Vegetation analysiert werden.
Ziel des Projektes ist die Verbindung der Untersuchung kurz- bis mittelfristiger Reaktionen von Waldökosystemen auf Veränderungen des Nutzungsregimes hinsichtlich Waldstruktur, Verjüngungsdynamik, Baumvitalität, Kohlenstoffumsatz und -speicherung mit der Entwicklung eines geeigneten Monitoringsystems welches das langfristige effiziente Monitoring dieser Faktoren ermöglicht und damit übertragbar auf andere Standorte ist. Zum einen werden wir zeigen, ob und welche Anpassungen mittelfristig (dekadische Skala) nach Managementänderung eintreten. Zum anderen wird das Monitoringsystem auch an anderen Standorten die effektive Erfassung und Bewertung von waldbaulichen Maßnahmen zur Klimaanpassung hinsichtlich Kohlenstoffsequestrierung, Walddynamik sowie Natürlichkeit und Diversität holzbewohnender Fauna ermöglichen. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, bedarf es der inter-disziplinären Zusammenarbeit der beteiligten Projektpartner (siehe ausführliche Vorhabensbeschreibung). Ein experimenteller Teil stellt sicher, dass auch hinsichtlich der Walddynamik Effekte beobachtet werden können. TP 2 wird die Kohlenstoffdynamik an und im Boden erfassen und analysieren, um die gewonnenen Ergebnisse in die Ableitung von möglichst einfach zu erhebenden Indikatoren für das geplante Monitoringsystem einzubringen. Der C-Speicher im Boden wird mittels kombiniertem Ansatz aus Leitprofilen (Umfassende Bodenansprache, Beprobung je Horizont und in Dezimeterabschnitten zur Erfassung von Dichte und C bzw. N-Konzentration) und wiederholter Bohrstockbeprobung (Beprobung in Dezimeterabschnitten unter Berücksichtigung der Horizontierung) erfasst. Wiederholte Erfassungen der Speicherung und die Ermittlung der stehenden Biomasse sowie der Baumzuwächse (TP3) decken die längerfristigen Teile der C-Bilanz ab. Die kurzfristigen Umsetzungen, die ebenfalls in die Bilanz einzurechnen sind, werden über die Bestimmung des C-Austausches der Feldschicht mit 2-wöchigen Kammermessungen berücksichtigt.
Ziel des Projektes ist die Verbindung der Untersuchung kurz- bis mittelfristiger Reaktionen von Waldökosystemen auf Veränderungen des Nutzungsregimes hinsichtlich Waldstruktur, Verjüngungsdynamik, Baumvitalität, Kohlenstoffumsatz und -speicherung mit der Entwicklung eines geeigneten Monitoringsystems, welches das langfristige effiziente Monitoring dieser Faktoren ermöglicht und damit übertragbar auf andere Standorte ist. Zum einen werden wir zeigen, ob und welche Anpassungen mittelfristig (dekadische Skala) nach Managementänderung eintreten. Zum anderen wird das Monitoringsystem auch an anderen Standorten die effektive Erfassung und Bewertung von waldbaulichen Maßnahmen zur Klimaanpassung hinsichtlich Kohlenstoffsequestrierung, Walddynamik sowie Natürlichkeit und Diversität holzbewohnender Fauna ermöglichen. Um unsere Ziele zu erreichen, bedarf es der inter-disziplinären Zusammenarbeit der beteiligten Projektpartner (siehe ausführliche Vorhabensbeschreibung). Im TP 1 wird das Stadtforstamt Rostock als potentieller Anwender des neuartigen Monitoringsystems mit Relevanz für Klimaanpassung und Kohlenstoffsequestrierung am Gesamtprojekt mitwirken. Durch das Testen des Systems am Ort der detaillierten untersetzenden Untersuchungen wird der Fokus auf die Umsetzbarkeit im Praxisbetrieb gerichtet. Durch die Untersuchungen zur Kohlenstoffspeicherung besteht die Möglichkeit, Ansätze zur Quantifizierung von Ökosystemdienstleistungen des öffentlichen Waldes abzuleiten.
Das BioHolz-Projekt hat zum Ziel, Ökosystemdienstleistungen von Wäldern in Abhängigkeit von unterschiedlichen Verwendungsoptionen für Holz zu analysieren und bundesweit anwendbare Konzepte zu entwickeln, die eine ausgewogene Bereitstellung der unterschiedlichen Leistungen ermöglichen. Ein Kernbestandteil dieser Konzepte ist die Verbesserung der Lebensbedingungen von bedrohten Organismen, die ihren Verbreitungsschwerpunkt in Wäldern haben, insbesondere von Totholzbewohnern. Das spezifische Ziel der Verbundpartner an der Universität Marburg ist die erfolgreiche Koordination des Projektes inklusive der Entwicklung von Szenarien und der Kommunikation der Projektergebnisse in Kooperation mit den Teilprojekten 3, 4, 5 und 6. Das Hauptziel im ökologischen Bereich ist die Aufklärung biologischer Grundlagen von totholzbezogenen Ökosystemfunktionen und Ökosystemdienstleistungen im Teilprojekt 2. Das BioHolz-Projekt entwickelt und testet praxisgerechte Konzepte für die Optimierung verschiedener Ökosystemdienstleistungen von Wäldern unter besonderer Berücksichtigung der Holznutzung. Dabei werden Interaktionen versorgender, regulierender und kultureller Ökosystemdienstleistungen mit biologischer Vielfalt auf unterschiedlichen räumlichen Skalen quantifiziert und einer übergreifenden Synthese zugänglich gemacht. Die Verbundpartner an der Universität Marburg koordinieren das Gesamtprojekt und tragen zur Aufklärung der biologischen Grundlagen von Ökosystemdienstleistungen bei.
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