Das Projekt "Teilprojekt 9" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH durchgeführt. Obwohl Deutschland im langjährigen Mittel über ausreichend Wasserressourcen verfügt, wird in einigen Regionen vermehrt Wasserknappheit in den Sommermonaten beobachtet. Klimaprojektionen zeigen auf, dass steigende Temperaturen und die Zunahme von Trockenphasen und Dürren in Zukunft verstärkt einen direkten Einfluss auf den Wasserhaushalt und das verfügbare Wasserdargebot haben werden. Gleichzeitig wird ein steigender Bedarf beim Trinkwasser, in der Industrie und bei der Landwirtschaft beobachtet. Daraus können sich Probleme bei der Verteilung des verfügbaren Wassers zu bestimmten Zeiten im Jahr ergeben. In dem Forschungsprojekt TrinkXtrem werden Konzepte zur Anpassung an Wetterextreme wie Starkregen, Hitze und Dürre für die Wasserwirtschaft entwickelt. Ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung ist die Betrachtung des Konfliktpotentials mit Land-/Forstwirtschaft, Hochwasserschutz, Naturschutz und der Stadtplanung.
Das Projekt "FHprofUnt 2018: Optimierung industrieller Trocknungsprozesse für mineralische plattenförmige Güter (Gipsplattentrocknung)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fachhochschule Münster, Labor für Strömungstechnik und Strömungssimulation durchgeführt. Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer neuen, CFD-gestützten (Computational Fluid Dynamics) Auslegungsmethodik für Trocknungsanlagen für Gipsfaser- bzw. Gipskartonplatten. Die Ergebnisse produktspezifischer Messungen zum Produkt-Trocknungsverhalten sollen experimentell ermittelt und über makroskopische/mathematische Kennfelder beschrieben werden. Die Messungen umfassen chemische/physikalische Messungen zum zeit- und temperaturabhängigen Trocknungsverhalten sowie der Zusammensetzung des Trockengutes, inklusive der Verteilung von freiem/gebundenem Wasser auf Basis der Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) mittels Auswertung von Streuspektren. Weiterhin erfolgt eine detaillierte Untersuchung der Strömungsvorgänge und den damit zusammenhängenden Stoff- und Wärmeübergängen. Diese werden mit selbst entwickelten, miniaturisierten und wärmefesten Wärmeübergangssensoren analysiert. Aus den Daten generierte Kennfelder sollen einen Baustein zu einer computergestützten Auslegung der Gesamtanlagen liefern. Die neue Auslegungsmethodik soll helfen, energetisch erreichbare Potenziale bestehender und künftiger Anlagen aufzudecken und Vorschläge zur Umsetzung machen. Im Fokus stehen strömungstechnische, thermodynamische und verfahrenstechnische Aspekte: - grundlegende chemisch/verfahrenstechnische Untersuchung des Trocknungsverhaltens für Gipsfaser- bzw. Gipskartonplatten - Entwicklung von Verfahrensalternativen zur Quecksilber-Porosimetrie auf Basis hochauflösender My-RFA-Einstellen einer bestmöglichen Beströmung im realen Trocknungsprozess - Verbesserung der Stoffübergänge/Verdunstungsraten in den Trocknungsanlagen - Anpassung der Prozessführung an die spezifischen Bedarfe des jeweiligen Produktes - Einstellung an den jeweiligen Produktzustand optimal angepasster, in der Anlage optimal gleichverteilter Verdunstungsraten - Optimal an den Bedarf angepasste Wärmebehandlung = größer als verkürzte Trocknerbauweise - Verbesserte Anlagenauslastung und daraus folgende reduzierte Betriebskosten.
Das Projekt "Populationsgenetik von Vektoren zeckenübertragender Erkrankungen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität München, Lehrstuhl für Zoologie, Arbeitsgruppe Molekulare Zoologie durchgeführt. Zecken (Ixodes ricinus) und Nagetiere (Myodes glareolus) spielen eine Schlüsselrolle für den natürlichen Übertragungszyklus und die Epidemiologie von zeckenübertragenden Erkrankungen auf Mensch und Tier und werden hierbei als wichtige Vektoren erachtet. Das Teilprojekt 'Populationsgenetik von Vektoren zeckenübertragender Erkrankungen' klärt die pathogen- und Landschaft abhängige Populationsstruktur und deckt Ausbreitungsdiskontinuitäten der Vektoren zeckenübertragender Krankheiten auf. Dies erfolgt durch populationsgenetische Analysen von STR und mtDNA-SNP Markern in Kombination mit Informationen zur Ausbreitung von Pathogenen im Allgemeinen und bestimmten Pathogenlinien (PSU = pathogen spezifische Vektoreinheit). Das Verständnis der räumlich-zeitlichen Vektor-Pathogen korrelierten Ausbreitung ist elementar um Infektionsgefahren zu minimieren und unterstützt die Entwicklung von erweiterten präventiven Interventionsstrategien, wie die pathogen-spezifische Vektor abhängige Pilzinfektion. Vergleichende Transkriptom NG-Sequenzierung und Amplikon-Sequenzierung immunrelevanter Kandidatengene ermöglicht es, Vektor-Pathogen korrelierte genetische Varianten in kodierenden Genregionen von experimentell TBEV-infizierten Vektor-Individuen, zu detektieren. Umfassende Kenntnisse zur Verteilung von Vektor-Pathogen-assoziierten SNPs in Zeit und Raum dienen Regionen mit hoher Häufigkeit von individuellen Vektoren zu definieren, die eine genetische Prädisposition auf ein erhöhtes Risiko Träger von zeckenübertragenden Pathogenen zeigen. Die genetischen Informationen zu Vektoren zeckenübertragender Krankheiten fliesen in einem Genetisch-erweiterten nationalen Pandemieplan zeckenübertragender Erkrankungen ein.
Das Projekt "East Antarctic Ice Sheet dynamics during the late Quaternary inferred from marine sediment records of the Indian sector of the Southern Ocean" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Stiftung Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung e.V. in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI) durchgeführt. The major objective of the project is the reconstruction of late Quaternary East Antarctic Ice Sheet Dynamics, inferred from sedimentary records that document environmental changes in the glaciomarine realm between the southern Kerguelen Plateau and the Prydz Bay with the outlet of the Lambert Glacier-Amery Ice Shelf system. The latter represents one of the three large ice shelves of Antarctica. It is fed by eight major ice streams, draining a vast glacial catchment area (1.09 million km2), representing about 20Prozent of the EAIS. The idea and scientific conception of the project is to recognize the variability of processes in the proximal and distal marine environment that are linked with ice-sheet dynamics, comprising the input of ice-rafted debris, glacial reworking of shelf sediments to the continental slope, the variability of bottom-water production and outflow under floating ice shelves, as well as changes in biological productivity controlled by marine ice coverage (see block diagram below). The sample material used for this project has been taken during Polarstern cruise ANT-XXIII/9 to the study area between 2nd February and 11th April 2007 . The sedimentary records comprise high-resolution Holocene sections, the time interval of the latest glacial-interglacial cycle during the past 130 kyr, and one long-term record back to the mid-Pliocene. First results suggest a persistent stability of the East Antarctic Ice Sheet through at least the Pleistocene, whereby glacial-interglacial fluctuations in global sea level controlled the extent of shelf-grounded ice sheets. The abundance of ice-rafted debris suggests maximum ice extension during the early Pleistocene and the mid-Pleistocene, supported by finding from terrestrial studies. High-frequent ice-sheet oscillations at sub-Milankovitch time scales, as known from the behaviour of northern-hemispheric ice sheets, are not recognizable in the glaciomarine sediment records. In the Prydz Bay region, the last postglacial ice-sheet retreat was accomplished around 8.8 ka BP with a short readvance during the mid-Holocene.