Die bautechnische Machbarkeit eines Endlagers und eine mögliche Störung der Integrität der geologischen Barriere durch Einbringung erheblicher Wärmemengen sind wesentliche offene Fragen, die im Rahmen dieses Vorhabens beantwortet werden sollen. Die Effekte einer Wärmeeinbringung sollen hinsichtlich ihrer Relevanz für die bautechnische Realisierbarkeit eines Endlagers und hinsichtlich temperaturinduzierter irreversibler Veränderungen der Tonformation charakterisiert werden. Es soll auch untersucht werden, in wie weit Verformungen im Zuge der Lastaufnahme des Ausbaus zur Lastreduzierung zugelassen werden können, so dass eine ingenieurtechnische Realisierbarkeit der Ausbaumaßnahmen ermöglichen wird ohne dabei die Langzeitsicherheit in Frage zu stellen. Der Einfluss der Temperaturimpulse auf die reaktivsten Gesteinskomponenten, d.h. die organische Substanz und die Tonmineralmatrix soll untersucht werden, um abzuschätzen, mit welchen Veränderungen man durch den Temperaturimpuls, sowohl absolut als auch in der regionalen Ausdehnung, rechnen muss. Die große Erfahrung des Antragstellers in den Themenbereichen ist eine Gewähr für die erfolgreiche Durchführung des Vorhabens.
Differenzierung der Quellen- und Senkenfunktion des Bodens unter Berücksichtigung der Nutzungsgeschichte. Im Rahmen des CARBOEUROFLUX-Projekts wurden im Hainich (Thüringen) Kohlenstoff (C)- Speicherungsraten festgestellt, die der Vorstellung der Kohlendioxid-Neutralität von alten Wäldern widersprechen und die Frage nach deren Kyoto-Relevanz aufwerfen. Im Rahmen europäischer Projekte lässt sich allerdings nicht klären, wie diese hohen Speicherraten entstehen und wo C im System verbleibt. Wir vermuten, dass durch historischen C-Export, z.B. infolge von Streunutzung, die Böden im Hainich verarmten und die entleerten Speicher jetzt wieder aufgefüllt werden. Um das Ausmaß des nutzungsbedingten C-Exports abschätzen zu können, werden aus Schriftquellen Art und Umfang der Biomassenutzung in ihrer zeitlichen und örtlichen Entwicklung rekonstruiert. Zudem untersuchen wir, welche Anteile des C-Eintrages veratmet, gespeichert und über den Wasserpfad exportiert werden. Hierzu werden 13C und 14C- Isotopenverhältnisse an Bodengasen sowie gelöstem und festem Boden- C bestimmt. Unsere Untersuchungen zielen auf ein grundlegendes Verständnis der C-Speicherung im Jahresverlauf ab. Die Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum 'Dynamik Komplexer Geosysteme' und dem europäischen CARBOEUROPE Cluster wird die Doppelerhebung von Daten verhindern und deren gegenseitige Verfügbarkeit sicherstellen. Ziel der Arbeit ist es, den historischen Kohlenstoffexport insbesondere unter Berücksichtigung der forstlichen Nebennutzung abzuschätzen. Hierzu soll anhand von Literaturdaten einerseits die Vegetationsgeschichte geklärt werden. Andererseits soll der im Untersuchungsgebiet im Zuge der forstlichen und landwirtschaftlichen Nutzungen erfolgte Biomasseentzug nach Art und Umfang dokumentiert werden. Diese Arbeiten sind notwendig, um den Einfluss der Nutzungsgeschichte auf die Kohlenstoffspeicherung im Untersuchungsstandort abzuschätzen. Im Rahmen des Gesamtprojektes sollen zunächst Daten zur Entwicklung der Biomasse im Untersuchungsgebiet zusammengestellt werden. Eine weitere Aufgabe besteht darin, auf der Basis von Literaturstudien einen möglichen Vergleichsstandort mit unterschiedlicher Nutzungsgeschichte zu identifizieren.
Die Brutbestände der Wiesenweihe Circus pygargus nahmen in Mitteleuropa ab Mitte des 20. Jahrhunderts in Folge großflächiger Lebensraumzerstörungen, hoher Brutausfälle und direkter menschlicher Verfolgung drastisch ab. Wiesenweihen stehen heute in mehreren europäischen Ländern auf nationalen Roten Listen als im Bestand abnehmend bzw. stark gefährdet. Die ursprünglichen Bruthabitate waren Heiden, Moore, Dünen und Heuwiesen. Seit den 1990er Jahren brüten Wiesenweihen vorwiegend auf ackerbaulich genutzten Flächen. Das Brüten auf Getreideäckern birgt aber immense Gefahren, bspw. das Ausmähen von Gelegen bzw. Jungvögeln. Durch erfolgreiche Kooperationsprojekte von Ornithologen und Landwirten (Nestschutzmaßnahmen) wird in vielen Gebieten dennoch ein erfolgreiches Brüten gewährleistet. Ein um fassender Schutz kann aber nur durch staatenübergreifende Schutzmaßnahmen gewährleistet werden. Die Wiesenweihe ist ein typischer Langstreckenzieher. NW-europäische Vögel verbringen den Winter - gut 1/2 Jahr - in Westafrika, wohl vornehmlich in der Sahelzone. Wie auch unsere jüngsten Studien zeigen, sind sie dort weiterhin intensiven menschlichen Verfolgungen ausgesetzt, darüber hinaus sind sie durch intensiven Pestizideinsatz im Zuge der Heuschreckenbekämpfung gefährdet. Die Kenntnisse der Zugwege wie auch die Lage der Winterquartiere stützen sich trotz intensiver Beringung bisher aber nur auch anekdotische Beobachtungen. Genau hier setzt das Projekt an: Zur Analyse der Zugwege und der Raumnutzungsmuster im Winterhalbjahr werden seit 2005 NW-deutsche und niederländische Brutvögel mit Satellitensendern markiert. Die Zugrouten, die Lage und Aufenthaltsdauer in den Rastgebieten wie auch Winterquartieren werden an Hand 1 bzw. 2tägiger Peilungen mittels des CLS ARGOS-Systems ermittelt. Aufbauend darauf soll ein staatenübergreifendes umfassendes Schutzkonzept erstellt werden.
Zu 1: - Recherche und aktuelle Marktübersicht über Biopolymere - Ermittlung und Darstellung der wichtigsten Verarbeitungseigenschaften - Ermittlung und Darstellung physikalischer, thermischer, mechanischer und chemischer Gebrauchseigenschaften der Biopolymere - Erfassung der technischen Entsorgungseigenschaften, d.h. Recyclingverhalten, Kompostierbarkeit und Verbrennungsverhalten sowie der zum Zeitpunkt der Arbeit aktuell gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen - Vereinheitlichung und EDV-technische Aufbereitung der Materialdaten sowie öffentlich zugängliche Darstellung der Materialdaten in der n-fibrebase.net-Datenbank Zu 2: - Erfassung der Biopolymermarktsituation - Untersuchung der Eigenschaftsprofile (Extruder, Spritzgussmaschine, MFI-Messungen, Zug-, Druck- und Biegeprüfung, (Kerb-)Schlagprüfung, Härteprüfung, Siegelverhalten, Klimathermokammer, Abbaubarkeit, Verbrennungsverhalten) - Erstellung und Präsentation der Datenbank Zu 3: - Eigenschaftsprofile der Biopolymere sind zentral zusammengefasst - aktuelle Materialdaten für Anwender und Verarbeiter in elektronischer Form abrufbar (Internet) - Prozess zur Findung eines Biopolymers mit geeignetem Eigenschaftsprofil/Anwendung wird beschleunigt
Die Knappheit von Trinkwasser verbunden mit starken jahreszeitlichen Niederschlagsschwankungen erfordert in Regionen wie z.B. dem Jordantal ein innovatives Wasserressourcenmanagement, das auch die Abwassersituation berücksichtigt. High-Tech-Lösungen zur Bereitstellung von Trinkwasser unter Einsatz von Membranverfahren gestalten sich in aller Regel aufwändig und für viele Schwellen- und Entwicklungsländer als zu teuer sowohl in der Anschaffung als auch im laufenden Betrieb. Dem Aspekt der Selbstreinigung durch Passieren einer geeigneten Bodenpassage und die Speicherung eines an das Reinigungsvermögen des Bodens angepassten Abwassers im Aquifer, wird noch weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Im Rahmen eines Teilprojektes von SMART wird eine Verfahrenskombination aus mechanischer Vorreinigung, angepasster Membranbiologie und Bodenpassage mit Grundwasseranreicherung entwickelt. Dabei wird dem vollständigen Feststoffrückhalt in der Membranstufe besondere Beachtung geschenkt. In Zusammenarbeit mit dem Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe (TZW) werden hierfür neuartige Membranmaterialien entwickelt, mit welcher sich höhere Permeatflüsse bei gleichzeitiger Reduzierung des Foulingverhaltens realisieren lassen. Durch die Zugabe von Pulveraktivkohle soll die Absorption von organischen Schadstoffkomponenten und insbesondere die Entfernung endokriner Substanzen näher untersucht werden. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Wirkung der Aktivkohle auf die mechanische Abreinigung der Membranen dar. Darüber hinaus wird neben der Optimierung des Membranverfahrens die Nutzung natürlicher mikrobiologischer Abbauprozesse im Zuge der Grundwasseranreicherung untersucht.
Im Zuge des Klimawandels sind bei der landwirtschaftlichen Produktion von Weizen bedeutsame Veränderungen zu erwarten. In diesem Projekt sollen kosteneffiziente Anpassungsstrategien gegenüber abiotischem Stress durch züchterische Bearbeitung des Weizens untersucht werden. Anpassungsdruck und -möglichkeiten sollen in einer Kosten-Nutzen-Analyse gegenübergestellt und Substitutionsmöglichkeiten sowie die Entwicklung des Handels auf internationalen Märkten mit einbezogen werden. Die Arbeiten zielen insbesondere auf die genetische Verbesserung der Resistenz gegenüber dem abiotischen Komplex Dürre/Hitze ab. Der Fokus soll auf der Blühverfrühung bei Winterweizen liegen, um der zunehmenden Frühsommertrockenheit zu begegnen und ein Abreifen vor Einsetzen der Hitze-/Trockenperiode zu ermöglichen. Dafür werden monogenische und quantitative Merkmale untersucht und wichtige genetische Komponenten pyramidisiert. Neue Sorten mit einem frühen Blühzeitpunkt werden unter veränderten klimatischen Bedingungen Wettbewerbsvorteile erzielen, wobei auch positive Wirkungen auf ein nachhaltiges Produktionssystem zu erwarten sind.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 41 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 6 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 32 |
| Gesetzestext | 5 |
| Text | 5 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 5 |
| Offen | 37 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 41 |
| Englisch | 3 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 6 |
| Keine | 15 |
| Webseite | 27 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 21 |
| Lebewesen und Lebensräume | 30 |
| Luft | 16 |
| Mensch und Umwelt | 42 |
| Wasser | 15 |
| Weitere | 42 |