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Hitze und Trockenheit haben vielfältige Auswirkungen auf unsere Gewässer. Waren früher die sogenannten Hundstage Anfang August von hohen Temperaturen geprägt, treten Hitzewellen heute immer zeitiger auf - so auch in diesem Jahr. Mit langanhaltender Wärme und sinkenden Abflüssen geraten unsere Flüsse bereits jetzt im Juni unter Druck. Das Landesamt für Umwelt begleitet im Sommer 2026 die Entwicklungen mit umfangreichen Messungen und Untersuchungen. Direkt zu den Informationen: Wassertemperaturen Situationsberichte Fließgewässer Blaualgen (Fließgewässer, Badeseen) FAQs August 2026 Die sommerliche Hitze führt dazu, dass die Temperaturen in unseren Gewässern steigen. Durch den damit verbundenen Sauerstoffmangel kann es zu einer Gefährdung der Lebewesen kommen. Daher greift bei hohen Wassertemperaturen ein mehrstufiges Handlungskonzept des Landes, mit dem Wärmeeinleitungen reduziert werden sollen. In der ersten Handlungsstufe (>25 °C) werden von den Struktur- und Genehmigungsdirektionen alle bedeutenden rheinland-pfälzischen Wärmeeinleiter angeschrieben und aufgefordert, vorsorgliche Maßnahmen zu ergreifen. Solche Maßnahmen sind beispielsweise: Messung der Gewässertemperatur vor und nach der Einleitung von Kühlwasser sowie eine Prüfung, ob innerhalb des Betriebes andere Kühlmöglichkeiten genutzt werden können. In der zweiten (>27 °C), dritten (>28 °C) und vierten (>29 °C) Handlungsstufe verschärfen sich die Maßnahmen bis hin zu Produktionseinstellungen. Bereits in den Sommern 2018, 2019, 2022 und 2025 wurde die Stufe 2, im Jahr 2018 zudem Stufe 3 ausgerufen, wonach einige Firmen für einige Wochen vor allem ihre Produktionen mit hohem Kühlwasserbedarf stark eingeschränkt und sämtliche alternativen Rückkühlmöglichkeiten genutzt haben. Am 23. Juni 2026 wurde durch das Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten (MLWUF) die erste Handlungsstufe ausgerufen (zur Pressemitteilung des MLWUF vom 23. Juni ) und am 26. Juni 2026 wurde die zweite Handlungsstufe ausgerufen (zur Pressemitteilung des MLWUF vom 26. Juni ). Am 30. Juni 2026 informierte das Ministerium über die aktuelle Lage und das Fortbestehen der zweiten Handlungsstufe (zur Pressemitteilung des MLWUF vom 30. Juni ) Das LfU erhebt kontinuierlich die Wassertemperaturen an den großen Flüssen und stellt diese online zur Verfügung: Tagesmittelwerte für Rhein, Mosel, Lahn, Nahe und Saar Wassertemperaturvorhersage Rhein FAQ Sommerliche Hitzewelle – Welches Risiko besteht für Fische, Wirbellose und Pflanzen in unseren Gewässern? Gewässeruntersuchungsstationen ( Karte der Stationen ) Situationsberichte Fließgewässer Situation Unterer Oberrhein und Untere Nahe am 05.08.2026 © LfU / Brunke Nahemündung am 04.08.2026 Zum Fotoprotokoll Situationsbericht zur Gewässerökologie vom 14.07.2026 © LfU Abb.1: Makrophytenbestände im Buhnenfeld von Bacharach © LfU Abb. 2: Massenentwicklung von fädigen Algen © LfU Abb. 3.1: Trockengefallene Exemplare von Dreissena © LfU Abb. 3.2: Corbicula bei Niedrigwasser © LfU Abb. 3.3 Große Flussmuschel © LfU Abb. 4: Tote Muschelkörper Anlässlich des niedrigen Abflusses des Rheins kleiner des MNQ (Pegel Mainz), hat das Referat Gewässerökologie des LfU in KW 29 eine kursorische Untersuchung der Gewässerbiologie des Rheins bei Heidenfahrt (km 513,6; Unterer Oberrhein) und oberhalb Bacharach (km 541,3; Mittelrhein) durchgeführt. Die Wassertemperaturen lagen am Untersuchungstag bei 26,1°C bzw. 25,7°C an den Probestellen im Rhein bei Heidenfahrt und Bacharach. Damit wurden die Temperaturen von über 28°C der Untersuchungen aus KW 27 nicht erreicht, allerdings lag ein deutlich niedriger Wasserstand vor. Neben dem Hitzestress kann nun der Stress durch Niedrigwasser für die aquatische Lebensgemeinschaft ein zunehmender Faktor sein. Floristische Untersuchungen In Heidenfahrt wurden in einem Seitenarm bei Fluss-km 513,7 sehr gut entwickelte Makrophyten-bestände vorgefunden. Es wurden viele der erwartbaren Arten von strömungsberuhigten Fließ-gewässerabschnitten gefunden: Großes Nixkraut ( Najas marina ), Krauses Laichkraut ( Potamogeton crispus ), Kamm-Laichkraut ( Potamogeton pectinatus ), Raues Hornblatt ( Ceratophyllum demersum ), Ähriges Tausendblatt ( Myriophyllum spicatum ), Durchwachsenes Laichkraut ( Potamogeton perfoliatus ), Knoten- Laichkraut ( Potamogeton nodosus ), Quellmoos ( Fontanalis ) und Schmalblättrige Wasserpest ( Elodea nuttalli i). Auch bei Bacharach wurden in stärker eingetieften Buhnenfeldern bei der kursorischen Untersuchung ein vergleichbares Arteninventar vorgefunden (Abbildung 1). Die Makrophyten profitieren aktuell, in moderat durchströmten Bereichen, von der hohen Sonneneinstrahlung und dem klaren Wasser. In flachen oder vom Hauptstrom abgeschnitten Bereichen wurden Massenentwicklungen von fädigen Algen festgestellt (Abbildung 2). In Bereichen welche nicht oder nur wenig durchströmt sind, können sich Nährstoffe anreichern. In Kombination mit erhöhter Sonneneinstrahlung und erhöhten Wassertemperaturen können Massenentwicklungen von fädigen Algen begünstigt werden. Faunistische Untersuchung An beiden Probestellen konnten in durchströmten Bereichen vitale Bestände der Körbchenmuscheln ( Corbicula fluminea ) sowie an größeren Hartsubstraten auch der Quaggamuschel ( Dreissena rostriformis bugensis ), in Heidenfahrt sogar ein Exemplar der Großen Flussmuschel ( Unio tumidus ; Abb. 3.3) gefunden werden. Bei Bacharach sind die dort in hoher Dichte vorkommenden Körbchenmuscheln in den flachen Buhnenfeldern zunehmend im Hitze- und Niedrigwasserstress. Obwohl sie in der Lage sind, sich kriechend fortzubewegen, führen die fallenden Wasserstände dazu, dass sich die Muscheln im Spülsaum in großer Zahl ansammeln, zunehmend trockenfallen (Abb. 3.1) und verenden (Abb. 3.2). In den trockengefallenen Buhnenfeldern wurden bereits viele neue Leerschalen von Körbchenmuscheln gefunden. Das kann also einerseits auf den Hitzestress und auf den gleichzeitig auftretenden Habitatverlust durch Niedrigwasser zurück zu führen sein. Weiterhin wurden bei Bacharach einige tote Muschelkörper ohne Muschelschale an der Wasseroberfläche treibend gesichtet (Abb.4). Dabei handelt es am wahrscheinlichsten um im Spülsaum abgestorbene Individuen, die durch die Wellenbewegungen, verursacht durch vorbeifahrenden Schiffsverkehr in die Flachwasserbereiche verfrachtet wurden. Sollte Hitzeperiode länger anhalten, ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen auf die Muscheln weiter zunehmen werden. Eine erneute Untersuchung des Buhnenfelds wird anlassbezogen durchgeführt, um die Entwicklung des Muschel-bestands zu dokumentieren. Neben den Muscheln wurden an beiden Standorten ein der Jahreszeit entsprechendes Artenspektrum von für den Rhein typischen Wirbellosen gefunden. Unter anderem wurden vitale Bestände von Kahnschnecken ( Theodoxus fluviatilis ), Schwämmen ( Ephydatia fluviatilis ), Höckerflohkrebsen ( Dikerogammarus villosus ) und Schlickkrebsen ( Chelicorophium sp. ) nachgewiesen. Bei Bacharach konnten an der Steinschüttung der strömungszugewandten Seite des Buhnenkopfes verschiedene aquatische Insektenlarven gefunden werden (Köcherfliegen: B rachycentrus subnubilus, Hydropsyche cf. bulgaromanorum ), Eintagsfliegenlarven fanden sich in den makrophytenbewachsenen Flachwasserbereichen: Baetis sp. und Epheron virgo ). Die im Rahmen der Untersuchung beobachteten Jungfische machten einen vitalen Eindruck. Es konnten keine Anzeichen für Fischsterben oder gravierende Beeintträchtigungen der Fischfauna festgestellt werden. In den Buhnenfeldern, in denen Wasserflächen bereits von der Strömung abgeschnitten sind, kann es infolge von kritischen Temperaturerhöhungen bzw. Austrocknung zum Verenden von aquatischen Organismen kommen, zu denen auch Jungfische gehören können. Fazit Infolge der angespannten Lage infolge des Niedrigwassers und der episodisch hohen Wassertem-peraturen zeigt die aquatische Biozönose beginnende Verluste (v. a. Muscheln). Diese zeigen momentan noch keine dramatischen Ausmaße. Bei weiter anhaltender Dürrephase ist aber vor allem in den Ufer- und Flachwasserbereichen davon auszugehen, dass festhaftenede bzw. wenig mobile Organismen, wie Muscheln oder auch Wasserpflanzen in größerem Umfang trockenfallen und absterben. In Buhnenfeldern können Wasserflächen durch die sinkenden Wasserstände vom Flusslauf abgetrent werden. Darin eingeschlossenen Organismen (auch Jungfische) können infolge von starker Temperaturerhöhung und weiterer Austrocknung verenden. Situationsbericht zur Gewässerökologie vom 30.06.2026 © Wieczorek, LfU Ahr bei Bad Bodendorf © Wieczorek, LfU Ahr bei Sinzig © Fischer, LfU Nahe bei Dietersheim © Fischer, LfU Nahe bei Gensingen © Fischer, LfU Nahe bei Gensingen © Fischer, LfU Nahemündung bei Bingen © Wieczorek, LfU Rhein bei Bacharach © Wieczorek, LfU Rhein gegenüber Ilmen Aue In der Kalenderwoche 26 und 27 wurde tageweise Wassertemperatur > 28 °C an der Station Mainz, RUST (27.06. - 29.06.2026) und der Station Worms (28.06.2026) erreicht. In Palzem (Mosel) wurden am 27.06. - 28.06.2026 sogar Wassertemperaturen >29 °C erreicht. An der Nahe lagen die Wassertemperaturen im Zeitraum 25.06.-28.06.2026 bei >27 °C. Aufgrund der besonderen Situation hat das Referat Gewässerökologie des LfU die aktuelle Situation der Gewässerbiologie des Rheins und weiteren Flüssen stichpunktartig in dem oben genannten Zeitraum untersucht. Am Rhein bei Bacharach wurden vitale Bestände der üblicherweise erwartbaren Arten (Krebstiere wie z. B. Dikerogammarus; Muscheln der Gattung Corbicula, Schnecken und Fließgewässer-Insekten (z. B. Ephoron) gesichtet. Stichpunktartige Untersuchungen entlang des Rheins und an den Gewässern Nahe und der Ahr zeigten ein starkes Wachstum von Wasserpflanzen die (z. B. Knotiges Laichkraut und Wasserhahnenfuß) sowie abschnittsweise ein erhöhtes Algenwachstum. An den untersuchten Stellen wurden am Ufer vitale Jungfischschwärme gesichtet. Insgesamt können trotz der deutlich erhöhten Wassertemperaturen aktuell keine akuten Schäden bei der Wirbellosen- oder Fischfauna gefunden werden. Allerdings verursachen langandauernde Hitzewellen physiologischen Stress, der das Krankheits- und Infektionsrisiko v. a. bei Fischen erhöhen und die Vitalität der Populationen vermindern kann. Zum Fotoprotokoll Anlässlich des niedrigen Abflusses des Rheins kleiner des MNQ (Pegel Mainz), hat das Referat Gewässerökologie des LfU in KW 29 eine kursorische Untersuchung der Gewässerbiologie des Rheins bei Heidenfahrt (km 513,6; Unterer Oberrhein) und oberhalb Bacharach (km 541,3; Mittelrhein) durchgeführt. Die Wassertemperaturen lagen am Untersuchungstag bei 26,1°C bzw. 25,7°C an den Probestellen im Rhein bei Heidenfahrt und Bacharach. Damit wurden die Temperaturen von über 28°C der Untersuchungen aus KW 27 nicht erreicht, allerdings lag ein deutlich niedriger Wasserstand vor. Neben dem Hitzestress kann nun der Stress durch Niedrigwasser für die aquatische Lebensgemeinschaft ein zunehmender Faktor sein. Floristische Untersuchungen In Heidenfahrt wurden in einem Seitenarm bei Fluss-km 513,7 sehr gut entwickelte Makrophyten-bestände vorgefunden. Es wurden viele der erwartbaren Arten von strömungsberuhigten Fließ-gewässerabschnitten gefunden: Großes Nixkraut ( Najas marina ), Krauses Laichkraut ( Potamogeton crispus ), Kamm-Laichkraut ( Potamogeton pectinatus ), Raues Hornblatt ( Ceratophyllum demersum ), Ähriges Tausendblatt ( Myriophyllum spicatum ), Durchwachsenes Laichkraut ( Potamogeton perfoliatus ), Knoten- Laichkraut ( Potamogeton nodosus ), Quellmoos ( Fontanalis ) und Schmalblättrige Wasserpest ( Elodea nuttalli i). Auch bei Bacharach wurden in stärker eingetieften Buhnenfeldern bei der kursorischen Untersuchung ein vergleichbares Arteninventar vorgefunden (Abbildung 1). Die Makrophyten profitieren aktuell, in moderat durchströmten Bereichen, von der hohen Sonneneinstrahlung und dem klaren Wasser. In flachen oder vom Hauptstrom abgeschnitten Bereichen wurden Massenentwicklungen von fädigen Algen festgestellt (Abbildung 2). In Bereichen welche nicht oder nur wenig durchströmt sind, können sich Nährstoffe anreichern. In Kombination mit erhöhter Sonneneinstrahlung und erhöhten Wassertemperaturen können Massenentwicklungen von fädigen Algen begünstigt werden. Faunistische Untersuchung An beiden Probestellen konnten in durchströmten Bereichen vitale Bestände der Körbchenmuscheln ( Corbicula fluminea ) sowie an größeren Hartsubstraten auch der Quaggamuschel ( Dreissena rostriformis bugensis ), in Heidenfahrt sogar ein Exemplar der Großen Flussmuschel ( Unio tumidus ; Abb. 3.3) gefunden werden. Bei Bacharach sind die dort in hoher Dichte vorkommenden Körbchenmuscheln in den flachen Buhnenfeldern zunehmend im Hitze- und Niedrigwasserstress. Obwohl sie in der Lage sind, sich kriechend fortzubewegen, führen die fallenden Wasserstände dazu, dass sich die Muscheln im Spülsaum in großer Zahl ansammeln, zunehmend trockenfallen (Abb. 3.1) und verenden (Abb. 3.2). In den trockengefallenen Buhnenfeldern wurden bereits viele neue Leerschalen von Körbchenmuscheln gefunden. Das kann also einerseits auf den Hitzestress und auf den gleichzeitig auftretenden Habitatverlust durch Niedrigwasser zurück zu führen sein. Weiterhin wurden bei Bacharach einige tote Muschelkörper ohne Muschelschale an der Wasseroberfläche treibend gesichtet (Abb.4). Dabei handelt es am wahrscheinlichsten um im Spülsaum abgestorbene Individuen, die durch die Wellenbewegungen, verursacht durch vorbeifahrenden Schiffsverkehr in die Flachwasserbereiche verfrachtet wurden. Sollte Hitzeperiode länger anhalten, ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen auf die Muscheln weiter zunehmen werden. Eine erneute Untersuchung des Buhnenfelds wird anlassbezogen durchgeführt, um die Entwicklung des Muschel-bestands zu dokumentieren. Neben den Muscheln wurden an beiden Standorten ein der Jahreszeit entsprechendes Artenspektrum von für den Rhein typischen Wirbellosen gefunden. Unter anderem wurden vitale Bestände von Kahnschnecken ( Theodoxus fluviatilis ), Schwämmen ( Ephydatia fluviatilis ), Höckerflohkrebsen ( Dikerogammarus villosus ) und Schlickkrebsen ( Chelicorophium sp. ) nachgewiesen. Bei Bacharach konnten an der Steinschüttung der strömungszugewandten Seite des Buhnenkopfes verschiedene aquatische Insektenlarven gefunden werden (Köcherfliegen: B rachycentrus subnubilus, Hydropsyche cf. bulgaromanorum ), Eintagsfliegenlarven fanden sich in den makrophytenbewachsenen Flachwasserbereichen: Baetis sp. und Epheron virgo ). Die im Rahmen der Untersuchung beobachteten Jungfische machten einen vitalen Eindruck. Es konnten keine Anzeichen für Fischsterben oder gravierende Beeintträchtigungen der Fischfauna festgestellt werden. In den Buhnenfeldern, in denen Wasserflächen bereits von der Strömung abgeschnitten sind, kann es infolge von kritischen Temperaturerhöhungen bzw. Austrocknung zum Verenden von aquatischen Organismen kommen, zu denen auch Jungfische gehören können. Fazit Infolge der angespannten Lage infolge des Niedrigwassers und der episodisch hohen Wassertem-peraturen zeigt die aquatische Biozönose beginnende Verluste (v. a. Muscheln). Diese zeigen momentan noch keine dramatischen Ausmaße. Bei weiter anhaltender Dürrephase ist aber vor allem in den Ufer- und Flachwasserbereichen davon auszugehen, dass festhaftenede bzw. wenig mobile Organismen, wie Muscheln oder auch Wasserpflanzen in größerem Umfang trockenfallen und absterben. In Buhnenfeldern können Wasserflächen durch die sinkenden Wasserstände vom Flusslauf abgetrent werden. Darin eingeschlossenen Organismen (auch Jungfische) können infolge von starker Temperaturerhöhung und weiterer Austrocknung verenden. In der Kalenderwoche 26 und 27 wurde tageweise Wassertemperatur > 28 °C an der Station Mainz, RUST (27.06. - 29.06.2026) und der Station Worms (28.06.2026) erreicht. In Palzem (Mosel) wurden am 27.06. - 28.06.2026 sogar Wassertemperaturen >29 °C erreicht. An der Nahe lagen die Wassertemperaturen im Zeitraum 25.06.-28.06.2026 bei >27 °C. Aufgrund der besonderen Situation hat das Referat Gewässerökologie des LfU die aktuelle Situation der Gewässerbiologie des Rheins und weiteren Flüssen stichpunktartig in dem oben genannten Zeitraum untersucht. Am Rhein bei Bacharach wurden vitale Bestände der üblicherweise erwartbaren Arten (Krebstiere wie z. B. Dikerogammarus; Muscheln der Gattung Corbicula, Schnecken und Fließgewässer-Insekten (z. B. Ephoron) gesichtet. Stichpunktartige Untersuchungen entlang des Rheins und an den Gewässern Nahe und der Ahr zeigten ein starkes Wachstum von Wasserpflanzen die (z. B. Knotiges Laichkraut und Wasserhahnenfuß) sowie abschnittsweise ein erhöhtes Algenwachstum. An den untersuchten Stellen wurden am Ufer vitale Jungfischschwärme gesichtet. Insgesamt können trotz der deutlich erhöhten Wassertemperaturen aktuell keine akuten Schäden bei der Wirbellosen- oder Fischfauna gefunden werden. Allerdings verursachen langandauernde Hitzewellen physiologischen Stress, der das Krankheits- und Infektionsrisiko v. a. bei Fischen erhöhen und die Vitalität der Populationen vermindern kann. In den Sommermonaten kommt es in Seen und staugeregelten Fließgewässern wie der Mosel seit einigen Jahren zur so genannten Blaualgenblüte. Blaualgen sind Cyanobakterien, deren Kolonien sich als grüne Schlieren oder schwimmende, grüne Teppiche zeigen. Weil Blaualgen Giftstoffe abgeben können, die beim Kontakt mit den Schleimhäuten zu Reizungen, Bindehautentzündungen der Augen oder Quaddeln auf der Haut führen können, sollten grün gefärbte Bereiche gemieden werden. Beim Verschlucken kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Auch Haustiere sind fernzuhalten. Aktuelle Lage (13.08) Badeseen : Bitte informieren Sie sich über die aktuelle Situation an den Badegewässern unter www.badeseen.rlp.de Mosel : Beginnend mit dem Jahr 2017 kam es in den Jahren 2018 und 2019 zur stark ausgeprägte Algenblüten die vom LfU und der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz (BfG) untersucht wurden. Die aktuellen Messwerte können unter https://wasserportal.rlp-umwelt.de/auskunftssysteme/chemisch-physikalische-gewaesseruntersuchung/karte-untersuchungsstationen abgefragt werden. Auf der jeweilige Seite der Station sieht man die aktuellen Werte und bei der 30-Tage-Gangline werden die Tagesmittelwerte angezeigt. Weitere Informationen finden Sie unter Blaualgen in der Mosel Gewässer-Untersuchungsstationen FAQ Blaualgen Vor und während der gesetzlich festgelegten Badesaison vom 1. Juni bis 31. August werden die 68 in Rheinland-Pfalz ausgewiesenen EU-Badegewässer von den Gesundheitsämtern der Kreisverwaltungen und dem Landesamt für Umwelt (LfU) untersucht. Die Überwachung der Gewässer erfolgt durch Besichtigungen, Probenahmen und Analysen der Proben. Während die Gesundheitsämter die Keimbelastung messen, kontrolliert das LfU die chemische, physikalische und biologische Beschaffenheit. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Blaualgenblüten. Ab einem Schwellenwert von 12 Mikrogramm Blaualgen-Chlorophyll a pro Liter Wasser werden Warnhinweise im Internet veröffentlicht und an den Badegewässern selbst aufgehängt. Informationen zu den einzelnen rheinland-pfälzischen Badeseen finden Sie im Badegewässeratlas unter www.badeseen.rlp.de . Daten, Karten und Anwendungen der Wasserwirtschaftsverwaltung Sommerliche Hitzewelle – Welches Risiko besteht für Fische, Wirbellose und Pflanzen in unseren Gewässern? Blaualgen (Cyanobakterien) in Gewässern 2025 2022 2019
<p> <p>Bis 2027 sollen sich alle Fließgewässer in einem guten oder sehr guten ökologischen Zustand befinden. Im Jahr 2021 wurden nur 8 % der deutschen Flüsse und Bäche in einen „guten“ oder „sehr guten“ ökologischen Zustand beziehungsweise ein „gutes“ ökologisches Potenzial eingestuft.</p> </p><p>Bis 2027 sollen sich alle Fließgewässer in einem guten oder sehr guten ökologischen Zustand befinden. Im Jahr 2021 wurden nur 8 % der deutschen Flüsse und Bäche in einen „guten“ oder „sehr guten“ ökologischen Zustand beziehungsweise ein „gutes“ ökologisches Potenzial eingestuft.</p><p> <p>Seit der Einführung der <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?qid=1537185040879&uri=CELEX:32000L0060">Wasserrahmenrichtlinie</a> der Europäischen Union (EU) im Jahr 2000 bewerten Behörden in allen Mitgliedsstaaten der EU umfassend den ökologischen Zustand der Bäche und Flüsse. Sie orientieren sich dabei an der Ausprägung der gewässertypischen Lebensgemeinschaften. Beispielsweise treten im Hochgebirge andere aquatische Lebensgemeinschaften auf als im Flachland und auch ihre Empfindlichkeit gegenüber anthropogenen (vom Menschen verursachten) Einflüssen unterscheidet sich. Kennzeichnend für diese Unterschiede sind die geologischen und hydrologischen Charakteristika der Gewässer.<br><br>Die chemische Beschaffenheit der Fließgewässer wird durch punktuelle und diffuse Stoffeinträge verändert. Während Einträge aus Punktquellen wie Abwassereinleitungen von Klärwerken und Industrieanlagen in den letzten Jahren sanken, nahm die Bedeutung diffuser Stoffeinträge etwa durch Einträge aus der Landwirtschaft zu. Wenn Umweltqualitätsnormen (UQN) überschritten werden, sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/419/bilder/110_e_nebel_naumann.jpg"> </a> <strong> Der Fluss Nebel in Mecklenburg-Vorpommern </strong> Quelle: Naumann / UBA </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
Schwankungen in der Verfügbarkeit von Licht und Nährstoffen im Phytoplankton führen zu Unterschiede in der Nährstoffstöchiometrie der Algen. Diese Variabilität wird weiter beeinflusst durch Wachstumsratender Algen. In den meisten Fällen führt schnelles Wachstum zu einem bestimmten optimalen Nährstoffgehalt in Algen, während Algen die langsamer wachsen eine viel größere Variabilität in Nährstoffzusammensetzung vorweisen. Diese Muster wurden bis jetzt vor allem auf Populationsebene nachgewiesen, und bis jetzt ist es unklar, ob dies auch gilt innerhalb von Populationen, zwischen einzelnen Algenzellen. So ist es eine offene Frage, ob der Zusammenhang zwischen Wachstumsrate und Nährstoff Stöchiometrie von Algen eine Populationsresponse oder auch eine Response einzelner Zellen ist. Zooplankton verzeichnet in der Regel eine deutlich konstantere Nährstoffstöchiometrie als Algen und damit ein stärkeres Maß an Homöostase. Verschiedene Lebensstadien der gleichen Spezies können jedoch völlig unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse haben. Zum Beispiel haben die schnellere wachsende Nauplien in Copepoden, einen höheren Bedarf an Phosphor als ältere Stadien. Infolgedessen, hat eine von jüngeren Stadien dominierte Population eine unterschiedliche optimale Nahrung als wenn die Population von älteren Stadien dominiert wird. In dieser Studie werden wir prüfen ob Variation in Populationswachstum in Mikroalgen zu Änderungen in der Nährstoffstöchiometrie der Algen führt, sowohl zwischen Populationen als auch zwischen Individuen innerhalb von Populationen. Wir untersuchen dann den Effekt dieser durch unterschiedliche Wachstumsraten induzierten Veränderungen in Nährstoffzusammensetzung auf das Wachstum und die Dynamik der Weidegänger. Wenn die Variation in Nährstoffstöchiometrie mit langsamer Algenwachstum zunimmt, dann entsteht hier durch potentiell ein Gradient verschiedener Nahrungsqualitäten. Wir wissen, dass viele Herbivoren ihre Nahrung sehr selektiv zu sich nehmen. Also, wenn langsameres Wachstum ein breiteres Spektrum an verschiedenen Nährstoffstöchiometrie in den Algen als Konsequenz hat, entstehen hier durch potentiell mehrere Nischen für unterschiedliche Arten oder Lebensstadien. Im Idealfall würde im Falle der Copepoden, die Nauplien hohe P-Algen aus der Population aufnehmen, während die älteren Stadien selektiv die Algen fressen würden die mehr Stickstoff enthalten. So würde die Konkurrenz für eine Ressource eingeschränkt werden, da es innerhalb einer langsam wachsenden Population mehr als eine Ressource geben würde. Letztlich könnte dies bedeuten, dass Systeme mit langsamer wachsenden Primärproduzenten eine höhere Vielfalt von Sekundärproduzenzen aufrechterhalten könnte als jene in dem Algenwachstum höher ist.
Bei der qualitativen Überwachung der Fließgewässer stehen die Erfassung der verschiedenen physikalischen und chemischen Belastungen und ihre Auswirkungen auf die aquatischen Lebensgemeinschaften sowie die Erfolgskontrolle eingeleiteter Maßnahmen im Vordergrund. Sie erfolgt seit 1993 auf der Grundlage der jährlich durch das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt M-V (LM) herausgegebenen Gewässerüberwachungserlasse. Der Schwerpunkt der Untersuchungen in Wasserproben liegt bei den gut wasserlöslichen Stoffen, während Stoffe, die sich in Schwebstoffen und in Biota (z.B. Fische oder Muscheln) anreichern, in diesen Kompartimenten zu untersucht werden. Hierbei sind EU-Richtlinien und internationale Vereinbarungen, sowie nationale Gesetzgebung, zu berücksichtigen. Mecklenburg-Vorpommern ist ein sehr gewässerreiches Land. So umfasst das Fließgewässernetz eine Fließstrecke von mehr als 40.000 km, wovon über 8.000 km berichtspflichtig für die EU Wasserrahmenrichtlinie sind.
Bei der qualitativen Überwachung der Standgewässer stehen die Erfassung der verschiedenen physikalischen und chemischen Belastungen und ihre Auswirkungen auf die aquatischen Lebensgemeinschaften sowie die Erfolgskontrolle eingeleiteter Maßnahmen im Vordergrund. Sie erfolgt seit 1993 auf der Grundlage der jährlich durch das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt M-V (LM) herausgegebenen Gewässerüberwachungserlasse. Der Schwerpunkt der Untersuchungen in Wasserproben liegt bei den gut wasserlöslichen Stoffen, während Stoffe, die sich in Schwebstoffen und in Biota (z.B. Fische oder Muscheln) anreichern, in diesen Kompartimenten zu untersucht werden. Hierbei sind EU-Richtlinien und internationale Vereinbarungen, sowie nationale Gesetzgebung, zu berücksichtigen.
Bei der qualitativen Überwachung der Küstengewässer stehen die Erfassung der verschiedenen physikalischen und chemischen Belastungen und ihre Auswirkungen auf die aquatischen Lebensgemeinschaften sowie die Erfolgskontrolle eingeleiteter Maßnahmen im Vordergrund. Sie erfolgt seit 1993 auf der Grundlage der jährlich durch das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt M-V (LM) herausgegebenen Gewässerüberwachungserlasse. Der Schwerpunkt der Untersuchungen in Wasserproben liegt bei den gut wasserlöslichen Stoffen, während Stoffe, die sich in Sedimenten und in Biota (z.B. Fische oder Muscheln) anreichern, in diesen Kompartimenten zu untersucht werden. Hierbei sind EU-Richtlinien und internationale Vereinbarungen, sowie nationale Gesetzgebung, zu berücksichtigen. Mecklenburg-Vorpommern hat eine Küstenlänge von 1.712 Kilometer, davon 354 Kilometer Küste zur offenen See Die inneren Küstengewässer von der Wismarbucht im Westen bis zum Kleinen Haff im Osten weisen eine Fläche von rund 1.710 km2 auf.
Morphologische, hydrologische, chemische und physikalische Faktoren bestimmen die Zusammensetzung der Gewässerbiozönosen. Um diese Unterschiede bei der Bewertung des ökologischen Zustandes der Fließgewässer nach Wasserrahmenrichtlinie berücksichtigen zu können, werden die Gewässer gruppiert - also Gewässertypen zugeordnet. Folgende Hauptkriterien, die für die Ausprägung der aquatischen Biozönosen entscheidend sind, wurden bundesweit nach den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie festgelegt: · Gewässergröße (Bach, Fluss, Strom) · Geologie (silikatisch/karbonatisch) · Substrat (Fein-/Grobmaterial) · Höhenlage (Alpen/ Mittelgebirge/Flachland) Für Rheinland-Pfalz ergeben sich daher neun biozönotische Gewässertypen.
Neben der Wasserqualität stellen im ländlichen Raum strukturelle Veränderungen am Gewässer und seinem Umland eine wichtige Belastungsart für kleine Fließgewässer dar. Der Ausbau der Gewässer sowie die Nutzungen im direkten Umland führen in großen Teilen zu einer Degradierung der Fauna und Flora und somit der ökosystemaren Funktion. Die Verteilung von Arten (Tiere und Pflanzen) innerhalb eines Fließgewässers ist abhängig von einer Vielzahl biotischer und abiotischer Parameter. Sofern der Bezug zwischen Organismus und den Standortfaktoren bekannt ist, können somit Aussagen hinsichtlich des ökologischen Zustandes des Gewässers gemacht werden. Auf diesem Hintergrund werden die in Fließgewässern vorgefundenen Organismen schon lange zu dessen Bewertung herangezogen. Obwohl gerade in aquatischen Lebensräumen durch vergleichbare abiotische Bedingungen weitgehend geschlossene Biozönosen erwartet werden können, konnte sich eine integrierende Betrachtung von Biozönosen als Bewertungsgrundlage bisher nicht durchsetzen. Da jedoch Biotop und Biozönose ein adaptives System bilden, das die vorherrschenden Standortfaktoren im jeweiligen Artenspektrum widerspiegelt, sollte es möglich sein in Bächen eines begrenzten Naturraumes charakteristische Tiergesellschaften auszumachen. Durch ihr komplexes Wirkungsgefüge und da die ökologische Amplitude der Biozönosen in der Regel enger ist als die der Einzelarten aus der sie sich zusammensetzt, besitzen sie wesentlich höhere Indikatoreigenschaft als einzelne Taxa. Daher wird versucht typische biologische Referenzzönosen unterschiedlicher struktureller Fließgewässerstandorte zu formulieren. Über das resultierende Biozönose-Standortsystem soll es möglich sein auf der Grundlage der konkreten Lebensgemeinschaften Aussagen über die vorliegenden strukturellen Belastungsparameter und die Standortfaktoren zu machen. Außerdem können über die graduellen Verschiebungen innerhalb der Biozönosen, die eine Veränderung in den Standortfaktoren mit sich bringt, die strukturelle Belastung des Gewässers und seines Umlandes beurteilt werden. Die Untersuchung der Organismenzusammensetzung erfolgt hierbei sowohl auf soziologischem als auch auf autökologischem Niveau. Auf dieser Datengrundlage werden in einem zweiten Schritt charakteristische Artengruppen extrahiert, die in Abhängigkeit von Umwelt- und Strukturparametern zur Standortklassifikation herangezogen werden können und als Bewertungsgrundlage für strukturelle Degradation in der heutigen Kulturlandschaft dienen. Die Suche nach standortspezifischen Biozönosen steht hierbei im Mittelpunkt der Untersuchungen. Diese werden ausschließlich über die Stetigkeit/Präsenz und Abundanz der Arten an den jeweiligen Standorten gewonnen. Geographische, regionale oder autökologische Faktoren werden nicht berücksichtigt. Die ökologische Charakterisierung der einzelnen Zönosen erfolgt erst im Anschluß.
Biodiversität hat verschiedene wichtige Auswirkungen auf die Effizienz der Produktion und den Kreislauf von Energie und Materie in Ökosystemen. Traditionell wird sie über die Anzahl von Arten beschrieben, doch alternative Ansätze, wie die funktionelle Vielfalt in charakteristischen Merkmalen (traits), bieten eine starke quantitative Basis um die Beziehungen zwischen Biodiversität und Ökosystemfunktionen zu untersuchen. Solche trait-basierten Ansätze sind in der Biodiversitätsforschung sehr häufig geworden. Die meisten Studien konzentrieren sich jedoch auf interspezifische Merkmalsvariationen (basierend auf der Artenzusammensetzung) und übersehen dabei, wie sich intra-spezifische Elemente der Merkmalsvariabilität (genotypisch und phänotypisch) auf die Gemeinschaftsstruktur und die daraus resultierenden Ökosystemfunktionen auswirken. In diesem Projekt wird mathematische Modellierung mit Laborexperimenten kombiniert um die relativen Auswirkungen der intra- und interspezifischen Merkmalsvariabilität auf die Gemeinschaftsstruktur und die Funktion marinen Planktons zu quantifizieren. Die Experimente werden mit natürlichen und künstlich zusammengesetzten Planktongemeinschaften unter verschiedenen Nährstoff- und Fraß-Bedingungen in kleinem (Flaschen) und großem (Mesokosmen) Maßstab durchgeführt. Parallel dazu wird ein Individuen-explizites trait-basiertes Modell entwickelt, welches die intra- und interspezifische Größendiversität auflöst und die funktionale Austauschbarkeit der zwei Stufen von Diversität quantifiziert. Dieser synergistische Ansatz erlaubt es die relevanten Mechanismen (Änderungen der Artenzusammensetzung, genotypische und phänotypische Variabilität) zu beleuchten, welche die Biodiversität und Funktion von Ökosystemen prägen.
Regulierende Mechanismen zur Erhaltung der Biodiversität haben die Biologen seit Jahrzehnten beschäftigt, da die Biodiversität größer ist, als durch begrenzende Ressourcen angenommen werden kann. Dieses Paradoxon ist noch nicht gelöst. Theoretisch können nichtlineare Wechselwirkungen zu einer oszillierenden und chaotischen Dynamik führen. Hierdurch kann die Anzahl an coexistierenden Arten/Traits deutlich höher sein als es die verfügbaren Ressourcen in der Theorie zulassen sollten. Wir möchten unsere ursprünglichen Modellergebnisse mit einem gut definierten Chemostatsystem mit bis zu sechs verschiedenen Traits, die eine Langzeitkoexistenz ermöglichen, testen. Dabei sollen sowohl Bakterien als auch Protisten untersucht werden. Wir möchten die potenziell grundsätzliche Bedeutung von Nichtlinearität und Oszillationen für die Aufrechterhaltung der Vielfalt von Traits testen. Das Hauptziel dieser Studie ist es, experimentell zu beurteilen, wie extrinsische (Umwelteinflüsse) und intrinsische (gemeinschaftliche) Faktoren die Koexistenz von Traits beeinflussen. Theoretisch erlauben Oszillationen die Koexistenz vieler Traits, auch wenn sie sich nur geringfügig hinsichtlich ihrer ökologischen Ansprüche unterscheiden. Dies kann mikro-evolutionäre Prozesse stark unterstützen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 82 |
| Land | 29 |
| Weitere | 9 |
| Wissenschaft | 49 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 72 |
| Text | 33 |
| unbekannt | 10 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 36 |
| Offen | 78 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 115 |
| Englisch | 38 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 5 |
| Bild | 7 |
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