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BioTip: Mobilität im Wandel: Nachhaltige Entwicklung des Mongolischen Steppenökosystems (MoreStep), Teilprojekt 4 Regionale Ökonomie und Politikanalyse

Das Ziel des Gesamtvorhabens MORE STEP besteht darin, die sozial-ökologischen Dynamiken im mongolischen Steppenökosystem zu analysieren, um irreversible Prozesse (Kipppunkte) zu identifizieren und somit frühzeitig verhindern zu können. Die Professur für Ökosystemare Dienstleistungen der TU Dresden (TUD) bringt wirtschafts- und politikwissenschaftliche Expertise in das Vorhaben ein. Die TUD leitet das Arbeitspaket WP2 'Regionale Ökonomie und Politikanalyse' sowie das Teilarbeitspaket 10.2 'Politikmixanalyse und Politikentwicklung' im Rahmen von WP10 'Governanceoptionen'.

Internationale Umwelthaftung für durch Unternehmen verursachte Umweltschäden

Das Projekt soll die Instrumente des Haftungsrechts in ihrer Funktion und ihren Wirkungsmechanismen aus öko-logischer Perspektive darlegen, Zusammenhänge und Wechselwirkungen im Rechtsbestand aufzeigen und damit einen Beitrag zu der sich herausbildenden Dogmatik der internationalen Umwelthaftung leisten. Die Ergebnisse der Studie sollen zudem dazu beitragen, ein Bewusstsein für die Notwendigkeit und für Möglichkeiten zur Verbesserung der nationalen wie internationalen Rahmenbedingungen insbesondere zur haftungs-rechtlichen Inpflichtnahme privater Akteure herzustellen. Die unterschiedlichen Fragestellungen des Projekts werden in sieben Arbeitspaketen adressiert: Zunächst werden basale Begriffe, Zielsetzungen und die regulatorische Funktionalität des Umwelthaftungsrechts geklärt und die völkerrechtliche Stellung privater Akteure in Auseinandersetzung mit aktuellen Debatten und Entwicklungen erläutert. In einem weiteren Schritt werden die Haftungsregime konkreter völkerrechtlicher Vertragswerke analysiert. Sodann wendet sich das Vorhaben dem nationalen Recht in seinen Potenzialen zur Regelung grenzüberschreitender Schadensverläufe zu, in einem eigenständigen Abschnitt auch hinsichtlich von Optionen zur Verankerung grenzüberschreitender Sorgfaltspflichten in nationalen Gesetzen. Schließlich werden konkrete haftungsrechtliche Fragestellungen mit Bezug auf Klimaklagen fokussiert und die im Projekt erarbeiteten Prinzipien auf ihre Relevanz für die in ihrer Bedeutung wachsende Problematik des Geoengineering hin untersucht.

WavE - HypoWave: Einsatz hydroponischer Systeme zur ressourceneffizienten landwirtschaftlichen Wasserwiederverwendung, Teilprojekt 4: Neue Wege zur Abwasserwiederverwendung in der Landwirtschaft (Zukunftsfähige Technologien und Konzepte zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wasserwiederverwendung und Entsalzung)

Aufgabe des Forschungsprojektes HypoWave ist es, einen nachhaltigeren Umgang der Ressource Wasser zu erreichen und die im Abwasser gebundenen Nährstoffe einer erneuten Nutzung zuzuführen. Hierzu wird kommunales Abwasser soweit aufbereitet, dass es zum Betrieb eines hydroponischen Systems genutzt werden kann. Unter einem hydroponischen System versteht man eine Pflanzenaufzucht in einer Nährlösung ohne Erde. Ziel ist es, Synergien zwischen Siedlungswasserwirtschaft und Landwirtschaft herauszuarbeiten, das Wasser effizienter zu nutzen und gleichzeitig qualitativ hochwertige, für Verbraucher unbedenkliche landwirtschaftliche Produkte zu erzeugen. Forschungsansatz: Der Forschungsverbund realisiert in einem ersten Schritt in der Nähe von Wolfsburg eine Pilotanlage, die es ermöglicht, kommunales Abwasser in der Landwirtschaft wiederzuverwenden. Dort wird die Wasseraufbereitung mit dem Betrieb eines hydroponischen Systems verknüpft. Untersucht werden sollen die technische Abläufe, die Wirtschaftlichkeit der Anlage und die Qualität der erzeugten Produkte. Das ISOE identifiziert die involvierten Akteure, analysiert die institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen und entwickelt Modelle für eine erfolgreiche Kooperation von Siedlungswasserwirtschaft und Landwirtschaft. In einem zweiten Schritt wird das Wissen aus der Pilotierung in Fallstudien unter anderem im Hessischen Ried und im europäischen Ausland, in der Grenzregion zwischen Belgien und Deutschland sowie in Évora in Portugal, geprüft. Mithilfe einer ergänzenden Wirkungsabschätzung, durchgeführt am ISOE, sollen so mögliche Anwendungs- und Einsatztypen identifiziert und die Marktpotenziale ermittelt werden. Darüber hinaus ist das ISOE für die Qualität der transdisziplinären Arbeit im Verbund verantwortlich. Hierzu veranstaltet das ISOE unter anderem einen Stakeholderdialog, um regelmäßig die Ergebnisse aus der Forschung mit Akteuren aus der Praxis zu diskutieren. Zudem ist das ISOE für den Wissenstransfer des Forschungsverbundes zuständig.

WavE - EPoNa: Ertüchtigung von Abwasser-Ponds zur Erzeugung von Bewässerungswasser am Beispiel des Cuvelai-Etosha-Basins in Namibia, Teilprojekt 2

Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Abwasserteichanlagen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor- und nachgeschaltete technische Maßnahmen zur Wasserwiederverwendung für Bewässerungszwecke. Der nachhaltige Betrieb von Abwasserreinigung und Bewässerung wird durch Schulungen und Managementstrukturen gesichert. Zudem werden Transferpotenziale aufgezeigt. Forschungsansatz: An einer Abwasserteichanlage in Outapi in Nordnamibia sollen unterschiedliche Abwasserbehandlungs-, Bewässerungs- und Pflanzenanbauverfahren analysiert werden. Das Projektteam setzt sich zusammen aus Forschung und Wissenschaft, technischer Praxis sowie der Kommune bzw. dem Betreiber und verfolgt eine integrierte Systemlösung, die die Phasen der Abwassersammlung, -aufbereitung und Wiederverwendung umfasst. Aufgabe des ISOE ist es, Aspekte der Governance zu untersuchen sowie angepasste Managementstrukturen und Verfahren des Finanzcontrollings zu entwickeln. Das Forscherteam führt zudem eine sozial-ökologische Folgenabschätzung sowie eine Transferpotenzialanalyse durch. Um einen dauerhaften Betrieb der Anlagen zu sichern, wird zudem ein Handbuch erstellt, das für die Schulung von Betreibern und Entscheidungsträgern an bestehenden und zukünftigen Standorten eingesetzt werden kann. Hintergrund: Die nachhaltige Wiederverwendung von Wasserressourcen ist eines der UN-Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals - SDG). Das Verbundprojekt EPoNa leistet einen Beitrag zu den SDGs, indem es bereits bestehende Lösungen zur Abwasserbehandlung um Ansätze der Wasserwiederverwendung für trockene, wasserarme Regionen der Erde erweitert. In der Projektregion in Nordnamibia ist die Viehhaltung nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozio-kulturell von hoher Bedeutung. Hier setzt das Forschungsprojekt an, das ganzjährig ausreichendes Bewässerungswasser für die Erzeugung von Futtermitteln gewährleisten will. Des Weiteren können durch eine adäquate Wasserbehandlung und -wiederverwendung Verunreinigungen bei Überflutungsereignissen verringert und damit die Risiken für die Gesundheit der Bevölkerung gesenkt werden. Auch die Methanemissionen - verursacht durch die unzureichende Abwasserbehandlung - werden mit dem integrierten Systemansatz reduziert. Das Konzept der Wasserwiederverwendung in EPoNa steht damit in direkter Verbindung mit landwirtschaftlicher Produktion, Gesundheit und Klimaschutz.

Klimaanpassung im Alpenraum länderübergreifend gestalten

<p>Dank Förderung durch das Interreg Alpenraumprogramm haben die nationalen Umweltbehörden der Alpenraumländer in zweieinhalb Jahren geforscht und diskutiert, wie man in den verschiedenen Governance-Bereichen – von der lokalen bis hin zur transnationalen Ebene – auf Klimafolgen reagieren kann. Das EU Projekt GoApply wird diese Ergebnisse auf der Abschlusskonferenz am 24. April in Wien präsentieren.</p><p>Gute Beteiligungsbeispiele bekannt machen</p><p>Das Umweltbundesamt wird als ein zentrales Produkt des Projektes die Broschüre „Anpassung an den ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimawandel#alphabar">Klimawandel</a>⁠: Gute Beteiligungspraxis im Alpenraum“ auf der Abschlusskonferenz vorstellen. Die Broschüre dokumentiert beispielhaft die gute Praxis an vielfältigen Formaten, die in Städten und Regionen des Alpenraums angewendet wurden, um Menschen für die Gestaltung einer klimaresilienten Gesellschaft zu gewinnen.</p><p>Die Grundidee aller Formate ist es, ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/s?tag=Stakeholder#alphabar">Stakeholder</a>⁠, aber auch Bürgerinnen und Bürger, in ihrer Lebenswelt vor Ort für ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimafolgen#alphabar">Klimafolgen</a>⁠ zu sensibilisieren und gemeinsam Handlungsoptionen zur Anpassung zu entwickeln. Ergänzt werden die Praxisbeispiele durch allgemeine Kriterien für gute Beteiligung. Diese helfen, Beteiligungsformate besser zu planen und erfolgreich umzusetzen. Dazu gehören klar definierte Ziele, geeignete Methoden und ein transparenter Prozess für alle Beteiligten. Checklisten am Ende der Broschüre unterstützen dabei, Beteiligungsformate systematisch zu planen, durchzuführen und auch der Nachbereitung ausreichend Platz einzuräumen.</p><p>Diese Ergebnisse haben das Umweltbundesamt (⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠) und die italienischen Projektpartner der Umweltstiftung der Lombardei auch bei ihren eigenen Beteiligungsformaten in den jeweiligen Modellregionen angewandt.</p><p>Lokale Akteure besser bei strategischen und Umsetzungsprozessen beteiligen</p><p>Auf deutscher Seite nahm die Stadt Kempten (Allgäu) in Bayern als Modellkommune an GoApply teil. In zwei Workshops entwickelten die lokale Politik, Verwaltung, Verbände und Unternehmen erste Handlungsansätze um Kempten klimaresilient zu gestalten. So soll beispielsweise eine Starkregenrisikokarte erarbeitet werden. Solche Aktivitäten werden als Maßnahmenpaket in den „Masterplan Klimaschutz“ der Stadt integriert. Das zeigt, wie eng ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimaschutz#alphabar">Klimaschutz</a>⁠ und Klimaanpassung vor Ort zusammengedacht werden können – die Herausforderung ist das eine zu tun und trotzdem das andere nicht zu lassen!</p><p>Insgesamt lassen sich aus der Arbeit mit den Modellregionen folgende Erkenntnisse ableiten, um lokale Akteure besser bei strategischen und Umsetzungsprozessen der Anpassung an ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimafolgen#alphabar">Klimafolgen</a>⁠ zu beteiligen: Etablierte Kooperationsstrukturen und Netzwerke können das oftmals neue Thema ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassung_an_den_Klimawandel#alphabar">Anpassung an den Klimawandel</a>⁠ gut aufnehmen, weil Klimafolgen vielfältig wirken. Einzelne Institutionen oder Personen fungieren dabei als „Brückenbilder“ und übernehmen eine federführende Rolle, z.B. das Klimaschutzmanagement der Stadt Kempten (Allgäu). Anpassungsprozesse sollten vor Ort mit allen relevanten Akteuren von Beginn an gemeinsam gestaltet werden, damit Lernprozesse initiiert und Akteure motiviert werden, ihr Handeln darauf aufzusetzen. Wichtig ist, wissenschaftliche Grundlagen verständlich zu kommunizieren und die gemeinsame Betroffenheit gegenüber Klimafolgen zu verdeutlichen. Für die Erarbeitung von Strategien bieten sich unterschiedliche Methoden und Formate an, die jeweils auf spezifische Zielstellungen oder Zwischenschritte im Anpassungsprozess ausgerichtet sein sollten.</p><p>In Kempten (Allgäu) wurden etwa im ersten Workshop Klimafolgen und Handlungsfelder in einem sehr weit gefassten Rahmen diskutiert, um möglichst viele verschiedene Akteursgruppen zu identifizieren und miteinander zu vernetzen. Dabei fokussierte sich die Diskussion immer mehr auf das notwendige Flächenmanagement in einer Wachstumsregion und beschäftigte sich mit der Frage, wie die Klimafolgen dabei zu berücksichtigen wären. Daraus wurde das Thema für einen zweiten Workshop abgeleitet, zu dem bisher nicht eingebundene Akteure eingeladen wurden. Sie haben erste Handlungsansätze zur Vorsorge und Anpassung an Klimafolgen tiefgehend diskutiert, die den bereits bestehenden „Masterplan Klimaschutz“ ergänzen sollen. Solche Aktivitäten auf lokaler Ebene werden gestärkt, wenn die übergeordneten Ebenen einen Handlungsrahmen mit Rechtsetzung, Förderung und Informationen anbieten.</p><p>Ebenenübergreifende Zusammenarbeit visualisieren </p><p>Mithilfe einer <a href="https://www.markjanbludau.de/goapply/">digitalen Visualisierung</a> konnten Governance-Strukturen1 für Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz abgebildet werden. Die Grafiken eignen sich, um Verflechtungen zwischen Akteuren, Politikinstrumenten, Anpassungsmaßnahmen und Wissensgrundlagen aus einer neuen Perspektive zu betrachten und zu analysieren. Im transnationalen Vergleich zeigte sich, dass die Anpassungsgovernance in Deutschland deutlich komplexer ist als in den anderen drei Staaten. Deshalb stößt bereits der methodische Anspruch der vollständigen Datenerfassung für alle Ebenen und Sektoren an seine Grenzen. Gleichwohl liegt in den Visualisierungen ein Potenzial, um Zusammenhänge von Governance zu kommunizieren.</p><p>Zudem haben die Projektpartner Chancen und Barrieren für Anpassungsgovernance zusammen mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis in einem Science-practice-lab, das vom Schweizer Bundesamt für Umwelt organisiert wurde, diskutiert. Außerdem wurden Chancen und Barrieren in länderspezifischen Fallstudien untersucht.</p><p>Empfehlungen für eine bessere Governance der Anpassung an Klimawandelfolgen im Alpenraum</p><p>Als Fazit lässt sich festhalten: Ebenen übergreifende Governance kann gelingen. Um sie erfolgreich zu gestalten, sollten insbesondere die übergeordneten Rahmenbedingungen für Kommunen und lokale Akteure klar definiert werden. Schließlich sind sie es, die die erdachten Maßnahmen der Anpassung an ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimafolgen#alphabar">Klimafolgen</a>⁠ praktisch umsetzen müssen. In Deutschland zählen dazu einerseits gesetzliche Grundlagen durch Bund und Länder, die kommunale Pflichtaufgaben definieren, andererseits spielen auch methodische Standards und fachliche Unterstützung bei der Analyse von Vulnerabilitäten und Abschätzung von Handlungserfordernissen eine Rolle. Bund und Länder sollten Gremien nutzen, um beispielsweise ihre Förderprogramme stärker aufeinander abzustimmen. Auch die Rolle von Regierungsbezirken und Landkreisen in der Anpassungsgovernance sollte diskutiert werden, um die konkrete Umsetzung zu verbessern. Darüber hinaus birgt die grenzüberschreitende Vernetzung von Kommunen und Regionen noch viele Möglichkeiten, um den Alpenraum klimaresilient zu gestalten.</p><p>Die länderübergreifenden Herausforderungen und Optionen zur weiteren Gestaltung der Anpassungsstrategien werden auf der Abschlusskonferenz des Vorhabens vorgestellt und diskutiert. Unter dem Motto „<a href="https://www.alpine-space.eu/project-news-details/en/5454">Shaping the Future of Climate Change Adaptation in the Alpine Countries</a>“ laden das österreichische Bundesministerium für ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/n?tag=Nachhaltigkeit#alphabar">Nachhaltigkeit</a>⁠ und Tourismus sowie österreichische Umweltbundesamt gemeinsam mit den Projektpartnern am 24. April 2019 nach Wien ein. Let’s go, apply!</p><p><strong>Weitere Informationen zum Projekt GoApply finden Sie auf der <a href="https://www.alpine-space.eu/project/goapply/">Projektwebsite</a>. Die Broschüre „Anpassung an den ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimawandel#alphabar">Klimawandel</a>⁠: Gute Beteiligungspraxis im Alpenraum“ wird hier in Kürze verfügbar sein.</strong></p><p><strong>Autoren: Sebastian Ebert, Andreas Vetter, Andrej Lange (Umweltbundesamt / ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=KomPass#alphabar">KomPass</a>⁠)</strong></p><p>&nbsp;<em>1 Das Projekt definiert Climate adaptation governance als: the structures, processes and interdependencies that determine how actors (from public administration, politics, science, business and civil society) make decisions, share power, exercise responsibility, and ensure accountability regarding adaptation to climate change. Climate adaptation governance is about the horizontal interplay of sectors and the vertical interplay of policy levels. Climate adaptation governance requires mandatory (formal) and voluntary (informal) cooperation between actors, across sectors and across policy levels and is regionally specific and context-sensitive.</em></p><p><em>---</em></p><p><em>Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im Newsletter Klimafolgen und Anpassung Nr. 58 veröffentlicht. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter">Hier</a> können Sie den Newsletter abonnieren.</em></p>

Nachhaltiger regieren

Das GFORS-Projekt hat ein innovatives Analysemodell zur Untersuchung von nachhaltigem Regieren entwickelt, welches auf Synergieeffekte zwischen verschiedenen Ansätzen neuer Regierungsformen (Stichwort: Governance) und wissensbasierten Konzepten setzt und somit dem beschleunigten Wandel zur Wissensgesellschaft' Rechnung trägt. Deshalb werden verschiedene Wissensformen (Expertenwissen, Alltagswissen, reflexives Wissen, technisches Wissen, Steuerungswissen, Produktwissen, lokales Wissen, Milieuwissen) identifiziert und die Interaktion mit verschiedenen Governancearrangements untersucht. Governance wird in den drei Ausprägungen Markt, Hierarchie und Netzwerk operationalisiert. Ziel ist es, einen legitimeren und besseren Zugang zum Begriff der Nachhaltigkeit zu ermöglichen. Die zentrale Forschungsfrage ist: Wie können konkrete institutionelle Rahmenbedingungen bestimmte Governancearrangements so beeinflussen, dass effektiveres und legitimeres Regieren in Hinblick auf Nachhaltigkeit durch die Einbeziehung verschiedener Wissensformen ermöglicht wird. Methodisch orientieren wir uns an verschiedenen Formen der Diskursanalyse. Als empirische Untersuchungsfelder des neuen Analysemodells wurden Fallstudien zu Umweltpolitiken der EU ausgesucht, die sich aus der Implementation der EU-Richtlinien zur Luftqualität (die s.g. Feinstaubrichtlinie), zum Emissionshandel und zur Umweltplanung (SUP-Verfahren) zusammensetzen. Diese Untersuchungsfelder sind deshalb ausgesucht worden, weil sie sowohl verschiedenen Regierungs- und Interaktionsformen des EU-Mehrebenensystems Rechnung tragen als auch Zusammenhänge von Regierungsarrangements, Wissen und Nachhaltigkeit aufzeigen können. Konkret werden dabei lokale Fallstudien in den drei Handlungsfeldern ausgesucht. So wird in Deutschland etwa die Umsetzung der Feinstaubrichtlinie in der Stadt Potsdam oder in Mailand die Umsetzung der Strategischen Umweltprüfung untersucht. Der Fokus der Untersuchung liegt dabei im Aufspüren von reflexivem Wissen und den Mechanismen seiner Produktion sowie die Evaluierung der Funktion von bestimmten Governancearrangements. Der Vergleich der europaweiten Studien soll zudem die Kontextgebundenheit der Einzelfälle illustrieren und gleichzeitig gemeinsame Merkmale herausarbeiten. Letztlich sollen die so genannten 'end-user', also die untersuchten Akteure auf allen politischen Ebenen, von den Ergebnissen profitieren und davon in Kenntnis gesetzt werden. Dies entspricht dem Ansatz dieses Projektes, zwischen verschiedenen Regierungsformen, Wissensformen und Partizipationsformen vermitteln zu wollen. Auf der Projekt-Homepage sind erste Ergebnisse, Working papers und weiteres Material runter zuladen unter www.gfors.eu.

Politische und rechtliche Analyse zum 2030 Governanceregelwerk und zum Effort-Sharing

Auch im Jahr 2017 analysiert das Ecologic Institut weiterhin wichtige Gesetzesvorschläge und politische Prozesse mit Bezug zur Klima- und Energiepolitik der Europäischen Union (EU) für 2030. Dies beinhaltet insbesondere die von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Verordnungen zur Lastenverteilung (Effort-Sharing) bei der Minderung von CO2-Emissionen für die Zeit nach 2020 und zu den Governance-Regelungen für die Energie Union. Das Ecologic Institut unterstützt mit seiner Arbeit eine Initiative der European Climate Foundation (ECF). Das Ziel der Initiative besteht darin, in Zusammenarbeit mit anderen Forschungsinstituten, zum besseren Verständnis der Optionen für die Klima- und Energiepolitik der EU beizutragen. Darüber hinaus führt das Ecologic Institut politische und rechtliche Analysen zu Dokumenten und Texten durch, die von den EU Institutionen im Zusammenhang zu den sich derzeit in Entwicklung befindlichen Regelungen zur Überwachung der Einhaltung der 2030 Klima- und Energieziele der EU entwickelt werden. Dies schließt unter anderem Gesetzesvorschläge, Resolutionen, Positionspapiere und Gesetze mit ein. Das Ecologic Institut analysiert konkrete Vorschläge wie die Regulierung zum Regelwerk (Governance) der Europäischen Energieunion und ermittelt wie ambitioniert diese Pläne sind und inwiefern sie dazu beitragen, die Umsetzung der 2030 Ziele und die Entwicklung hin zu einer CO2-neutralen Wirtschaft bis 2050 zu unterstützen. Das Projekt baut dabei auf der vorrangegangenen Arbeit des Ecologic Institutes für die ECF aus dem Jahr 2016 auf, die speziell die Themen Governance, Langzeit-Plänen und Effort-Sharing in den Blick nahm.

Wissenschaftliche Koordination der BMBF-Fördermaßnahme: 'Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems', Teilprojekt B: Koordination, Online-Transfer-Hub, Auswertung Integrations- und Partizipationsmethoden

Seit 2013 forschen insgesamt 33 Verbund-Forschungsvorhaben zu verschiedenen Aspekten einer 'Umwelt- und gesellschaftsverträglichen Transformation des Energiesystems'. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat diese Maßnahme im Rahmen seines Förderschwerpunkts Sozial-ökologische Forschung (SÖF) aufgelegt und das Öko-Institut gemeinsam mit dem ISOE mit der wissenschaftlichen Koordination der Fördermaßnahme beauftragt. Vorgehensweise: Im Rahmen des Begleitvorhabens werden wissenschaftliche Synthese- und Transferleistungen erbracht und ein Überblick über die Ergebnisse der Fördervorhaben erstellt. Ein besonderes Augenmerk wird auf den Forschungsstand zur Partizipation gelegt. Drei Untersuchungsfelder stehen im Mittelpunkt: 1. Entwicklungsoptionen für das Energiesystem einschließlich ökonomischer Szenarien - 2. Partizipation am Transformationsprozess und gesellschaftliche Voraussetzungen für die Akzeptanz der Transformation. 3. Governance von Transformationsprozessen einschließlich ökonomischer Instrumente. Damit die Fördermaßnahme 'Umwelt- und Gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems' einen gezielten Beitrag zur Transformation leisten kann, konzentriert sich die Wissenschaftliche Koordination auf folgende Aufgaben: Ergebnisse der Forschungsvorhaben werden projektbegleitend aufgenommen und in geeigneter Form zusammengefasst. Dazu werden die Projekte in fünf thematischen Clustern vernetzt, um Überschneidungen, Unterschiede, Methoden, Daten etc. zu erfassen und gemeinsam zu beraten. Das ISOE betreut das Cluster 'Partizipationsstrategien'. Auf Synthesekonferenzen mit allen Projekten werden jährlich zentrale Ergebnisse identifiziert und gezielte Transferstrategien entwickelt. Der Wissenstransfer in die Praxis wird auf Basis einzelner Erkenntnisse und von synthetisierten Ergebnissen aus den Clustern und Synthesekonferenzen gezielt und rasch durchgeführt. Dazu ist es Aufgabe des ISOE, ein Online-Tool zu entwickeln und in Absprache mit den Projekten die Inhalte kontinuierlich bereitzustellen (sogenannter Online-Transfer-Hub). Private Haushalte, Unternehmen, Politik, Verwaltung sowie Forschungsplattformen sind die Adressaten. Quer über alle Vorhaben werden Ansätze, Methoden und Strategien von Partizipation und Bürgerbeteiligung identifiziert und beschrieben. Zudem werden Qualitätsmerkmale entwickelt. Diese Aufgabe wird von ISOE und Öko-Institut gemeinsam durchgeführt. In den Projekten angewendete oder entwickelte Methoden der transdisziplinären Integration werden durch das ISOE gesammelt, beschrieben und geordnet. Die Aufbereitung relevanter externer Entwicklungen (national und international) in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie Gesetzgebung wird federführend durch das Öko-Institut vorgenommen. Darüber hinaus stellt die Wissenschaftliche Koordination die zentralen Entwicklungsoptionen der Energiewende in Entwicklungsportfolios dar.

Worldwide Governance Indicators - Land System Archetypes Input Dataset

WGI reports on six dimensions of a country’s governance, including voice and accountability, political stability, government effectiveness, regulatory quality, rule of law and control of corruption; concerning the land system archetypes paper, only political stability was considered

OPSOL: Matching soil functions and soil uses in space and time for sustainable spatial development and land management - operationalizing cross-scale interactions in a virtual collaborative decision support system

A sustainable use of our soil resources needs to be balanced against the capacity of soil to provide the required services over space and time in the future. Adrienne Grêt-Regamey and her team are developing a 3D virtual platform with which the various parties can develop joint strategies to achieve sustainable soil use. The effectiveness of new instruments is tested in the platform, thus flowing directly into the formulation of recommendations for sustainable soil use. Soil provides humankind with a range of crucial goods and services such as nutrients, drinking water and raw materials, both as a production basis for agriculture and forestry and as habitat for organisms. It provides protection from flooding and regulates the climate. Soil sealing is just one of the uses that harm these functions, thereby preventing the soil to provide important economic services in the long term. The aim of this project is to develop a decision support platform for sustainable soil use. An interactive platform links spatial information of soil properties and soil functionalities with economic, ecological and social effects of various soil uses and visualises the results in a 3D virtual environment. The platform users can thereby assess the effects of various soil uses on soil properties and functionalities in real-time. By way of a participative and iterative learning process, stakeholders can determine sustainable soil use strategies. In two case studies, the development of innovative, institutional and fiscal policy instruments are being examined. In addition to a 3D decision support platform, based on the soil data of the soil information system NABODAT, the project will advance understanding of the societal, economic and political conditions linked to individual and collective decision-making processes supporting the required land use transformation for meeting future demands for soil uses. The generic linkage of soil property maps with soil functions and 3D visualisations of soil uses will enable implementing the system in other areas for generalizing acquired knowledge and in doing so supporting the development of sustainable soil use strategies.

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