Other language confidence: 0.7623492192879288
Das Altkristallin Ostkretas stellt eine Besonderheit im kretischen Deckenstapel dar. Im Zuge der alpidischen Subduktion wurde es auf lediglich ca. 300 Grad C aufgeheizt, so dass die alpidische Deformation auf diskrete Scherzonen beschränkt ist. Infolgedessen ist das präalpidische strukturelle Inventar im Altkristallin noch weitgehend vorhanden. Detaillierte strukturelle und mikrogefügekundliche Untersuchungen der Altkristallineinheiten (Gneise, Glimmerschiefer, Amphibolite etc.) sollen dazu beitragen, die bisher kaum verstandene präalpidische Kinematik sowie die beteiligten Deformationsmechanismen und -bedingungen zu entschlüsseln. Erste U-Th-Pb-Datierungen von Monaziten mit der EMP-Methode belegen, dass die präalpidische Metamorphose im Perm stattgefunden haben muß. Weitere geochronologische Untersuchungen sollen helfen, die noch fehlenden Zeitmarken im Altkristallin festzulegen. Konventionelle U-Pb-Datierungen von Monazit und Zirkon werden es erlauben, das Alter der präalpidischen Metamorphose erstmals sehr exakt zu datieren. Darüber hinaus sollte sich mit dieser Methode auch das Protolithalter zweier neu aufgefundener Orthogneiskomplexe bestimmen lassen. Im Hinblick auf eine ICDP-Bohrung in der Mesara-Ebene Mittelkretas kommt der Untersuchung des Altkristallins keine unbedeutende Rolle zu, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass Altkristallin auch von der Bohrung angetroffen werden wird.
Bedeutende primäre Sn-Lagerstätten sind an geochemisch hoch-spezialisierte, unter reduzierenden Bedingungen gebildete S-Typ Granite gebunden. Zinnanreicherung erfolgt jedoch nicht nur durch fraktionierte Kristallisation und hydrothermale Umverteilung auf dem Platznahme-Niveau der Intrusion, sondern hängt auch vom Protolith und den Schmelzbedingungen, sowie vom Sn-Gehalt dieser Ausgangsgesteine an. Darüber hinaus kann prograd-metamorphe Umverteilung zu einer Anreicherung von Sn im Ausgangsgestein führen. Traditionell wird die metamorphe Mobilisierung von Sn als nicht wichtig betrachtet. Es gibt jedoch im Erzgebirge einzelne Skarne (z. B. Hämmerlein) und Quarz-Glimmer-Schiefer (z. Bsp. Bockau and Aue) mit Sn-reichen metamorphen Mineralen, die eindeutig älter sind als die lokalen variszischer Sn-spezifischen Granite, was beweist, dass Sn während der Metamorphose mobil war. Die Frage ist damit, inwieweit metamorphogene Sn-Anreicherung ein essentieller Schritt in der Anreicherung von Sn für die spätere Bildung magmatischer Sn Lagestätten ist. Dieses Projekt konzentriert sich auf die Sn-reichen Quarz-Glimmer-Schiefer (mit 200 bis zu lokal 5000 ppm Sn) mit an Quarzschlieren gebundener Sn-Vererzung (>1% Sn) aus dem Gebiet von Bockau. Wir untersuchen folgende Fragen: (i) Es gibt mehrere texturelle und strukturelle Typen von Kassiterit. Unter welchen P-T-d Bedingungen haben sich die unterschiedlichen Kassiterit-Typen gebildet? Die U-Pb Datierung der einzelnen Kassiterit-Typen erlaubt es, die Zeit und die Bedingungen der metamorphen Sn-Mobilisierung einzugrenzen. (ii) Welche Elemente wurden zusammen mit Sn mobilisiert. Dazu wird die chemische Zusammensetzung nicht vererzter und unterschiedlich intensiv vererzter Quarz-Glimmer-Schiefer miteinander verglichen. Die Isotopenzusammensetzung von Li, B, Sr, Nd and Pb wird verwendet, um einen geochemischen Fingerabdruck der Quelle der Erzelemente zu erhalten; (iii) Ändert sich der Stoffbestand der Fluide mit der Zeit? Wir verwenden dazu die chemische Zonierung von Biotit, Granat und Kassiterit. Von besonderem Interesse ist ob und wie die Fluidzusammensetzung einen Einfluss darauf hat ob Sn in Silikatminerale substituiert oder eigene Phasen bildet, da die Form in welcher Sn auftritt möglicherweise die Verteilung zwischen Mineral und Teilschmelze bei beginnendem Schmelzen der Ausgangsgesteine beeinträchtigen kann. Es gibt Beschreibungen von vergleichbaren stratiformen Sn Vererzungen (jedoch mit Sulfiden) in den entsprechenden tektonischen Einheiten in Polen und er Tschechischen Republik. Ein Vergleich der Vorkommen von Bockau mit den polnischen und tschechischen Vorkommen erlaubt eine Unterscheidung von Charakteristika die von allgemeiner Bedeutung sind und solchen die eher von lokaler Bedeutung sind. Eine Schlüsselfrage dieses Projektes ist ob die metamorphe Mobilisierung von Sn im prä-kollisionalen Akkretionskeil ein Prozess ist, der die Erz-Höffigkeit später daraus entwickelter S-Typ-Granite kontrolliert.
In jüngerer Zeit wurden mehrfach polare Metaboliten von Herbiziden in Gewässern nachgewiesen. Es wird vermutet, dass insbesondere die gefundenen Sulfonsäurederivate aus primär gebildeten Glutathion- bzw. Cysteinkonjugaten entstanden. Obwohl Konjugationsreaktionen hauptsächlich von Pflanzen her bekannt sind, wurden sie nun auch in Bodenmikroorganismen gefunden bzw. als vermittelt über Exo-Enzyme bzw. abiotische Katalysatoren beschrieben. Das Forschungsvorhaben umfasst Arbeiten an zwei Orten. Ziel des ersten Forschungsaufenthaltes ist es, den Einfluss der Pflanze auf die o.g. Vorgänge in einem Gefäßversuch mit radioaktiv markiertem Wirkstoff (Atrazin und Terbuthylazin) näher zu prüfen und die dabei erhaltenen Exsudate und Extrakte zu fraktionieren. An diesem Ort kann jedoch nur die Identifizierung bekannter Metaboliten und Konjugate mit der hier etablierten Radio-HPLC-Methode durchgeführt werden. An der zweiten Station soll dann eine spurenanalytische Methode für den Nachweis von Sulfonsäurederivaten der Triazine mittels LC/MS nach Festphasenextraktion (SPE) erarbeitet werden. Sie wird angewendet auf Proben aus dem Modellversuch der ersten Station und aus verschiedenen Gewässern.
In my project I aim at a better understanding of the evolution of malacostracan crustaceans, which includes very different groups such as mantis shrimps, krill and lobsters. Previous studies on Malacostraca, on extant as well as on fossil representatives, focussed on adult morphology.In contrast to such approaches, I will apply a Palaeo-Evo-Devo approach to shed new light on the evolution of Malacostraca. Palaeo-Evo-Devo uses data of different developmental stages of fossil malacostracan crustaceans, such as larval and juvenile stages. With this approach I aim at bridging morphological gaps between the different diverse lineages of modern malacostracans by providing new insights into the character evolution in these lineages.An extensive number of larval and juvenile malacostracans is present in the fossil record, but which have only scarcely been studied. The backbone of this project will be on malacostracans from the Solnhofen Lithographic Limestones (ca. 150 million years old), which are especially well preserved and exhibit minute details. During previous studies, I developed new documentation methods for tiny fossils from these deposits, e.g., fluorescence composite microscopy, and also discovered the first fossil mantis shrimp larvae. For malcostracan groups that do not occur in Solnhofen, I will investigate fossils from other lagerstätten, e.g., Mazon Creek and Bear Gulch (USA), or Montceaules- Mines and La-Voulte-sur-Rhône (France). The main groups in focus are mantis shrimps and certain other shrimps (e.g., mysids, caridoids), as well as the bottom-living ten-footed crustaceans (reptantians). Examples for studied structures are leg details, including the feeding apparatus, but also eyes. The results will contribute to the reconstruction of 3D computer models.The data collected in this project will be used for evaluating the relationships within Malacostraca, but mainly for providing plausible evolutionary scenarios, how the modern malacostracan diversity evolved. With the Palaeo-Evo-Devo approach, I am also able to detect shifts in developmental timing, called heterochrony, which is interpreted as one of the major driving forces of evolution. Finally, the reconstructed evolutionary patterns can be compared between the different lineages for convergencies. These comparisons might help to explain the convergent adaptation to similar ecological niches in different malacostracan groups, e.g., life in the deep sea, life on the sea bottom, evolution of metamorphosis or of predatory larvae.As the project requires the investigation of a large number of specimens in different groups, I will assign distinct sub-projects to three doctoral researchers. The results of this project will not only be published in peer-reviewed journals, but will also be presented to the non-scientific public, e.g., during fossil fairs or museum exhibitions with 3D models engraved in glass blocks.
Typische tiefe Kruste von langsam-spreizenden Rücken besteht aus Gabbro, der von zahllosen, cm- bis dm-mächtigen, evolvierten sog. felsischen Gängen intrudiert wird. Ihre Entstehung sowie ihre Rolle bei der hydrothermalen Alteration der Kruste ist weitgehend unbekannt. Eine IODP Expedition bohrte am Site 1473 auf der Atlantis Bank (Südwestindischer Rücken) ca. 790 m tief in massive Gabbros, die von fast 400 felsischen Gängen durchschlagen werden (ca. 1.5 Prozent des Kernes). Diese bieten die einzigartige Möglichkeit zu einer umfassenden und tiefgreifenden Untersuchung von felsischen Gänge in langsam-spreizender ozeanischer Kruste. Das Projekt untergliedert sich in 3 Themen:(1) Thema 1 zielt auf eine Untersuchung der magmatischen Entstehung der felsischen Gänge. Sind sie durch extreme Fraktionierung von MORB entstanden, oder durch partielles Aufschmelzen von Gabbro durch perkolierende hydrothermale Fluide, oder durch liquide Entmischung in einem evolvierten MORB System? Geprüft werden diese Hypothesen durch Gesamtgesteinsgeochemie in Verbindung mit geochemischer Modellierungen sowie durch eine experimentelle Simulation.(2) Thema 2 fokussiert auf die Natur des Übergangs zwischen den finalen magmatischen Prozessen und dem initialen Auftreten von hydrothermaler Aktivität in dem gerade gefrorenen Gabbro, die ebenfalls magmatische Prozesse triggern kann. Dieses Thema schließt auch die wichtige Frage ein, wie tief hydrothermale Wässer in die Detachement Fault eindringen können, und wie sich das auf die Rheologie der frisch akkreditierten Kruste auswirkt. Der Schlüssel zum Verständnis in diesem kaum untersuchten Thema im Übergang vom magmatischen zum metamorphen Regime, liegt in der sorgfältigen stofflichen Untersuchung von Hoch-Temperatur-Amphibolen, ihre inhärentes Potential zur Bestimmung von Entstehungstemperaturen, sowie auch in der genauen Bestimmung der Solidus-Temperatur bei Wassersättigung dieser speziellen, oft sehr evolvierten Gabbros vom Hole U1473.(3) Grundlage für Thema 3 ist die Beobachtung, dass die felsischen Gänge immer signifikant stärker als das gabbroide Nebengestein alteriert sind, und dass die metamorphen Mineral-Assoziationen in den felsischen Gängen typischerweise wechselnde metamorphe Bedingungen anzeigen, z.B. von höchsten Temperaturen nahe am Gesteins-Solidus bis hinunter zu sehr niedrigen Temperaturen (Sub-Grünschieferfazies). Diese Beobachtungen werfen die Frage nach der Rolle der felsischen Gänge für die metamorphe Entwicklung bei der hydrothermalen Abkühlung der Kruste auf, und nach der Menge der Fluide, die über solche Pfade umgesetzt wurden. Der methodische Ansatz hierfür ist die sorgfältige Analyse von fluid-haltigen Mineralen (Amphibole, Apatit), die genaue Erfassung der Gleichgewichtstemperatur über Geothermometrie in Kombination mit der Analyse von lokalen metamorphen Gleichgewichten, Abschätzung des Fluxes an meerwasser-abgeleiteten Fluiden über Sr- und Sauerstoff-Isotopie, sowie thermodynamische Berechnungen.
Große Störungszonen vor dem apulischen orogenen Indenter im internen Bereich des Westalpenbogens haben sowohl eine NW-SE Verkürzung als auch einen vertikalen Versatz akkommodiert. Diese Störungen deformieren auch Gesteine mit alpidischen Hochdruckparagenesen. Das Hauptziel des Vorhaben ist festzustellen, wie diese Störungszonen zur Exhumierung der Hochdruckgesteine in der Sesia Zone beigetragen haben. Das vorgesehene Arbeitsgebiet eignet sich besonders gut zur Untersuchung von transpressiver Tektonik bei der Exhumierung subduzierter kontinentaler Kruste. Um die Kinematik und thermobarometrische Geschichte der Exhumierung zu rekonstruieren, sieht unser Projekt eine Kombination von strukturgeologischer Feldarbeit und mikrostrukturellen, petrologischen und geochronologischen Laborarbeiten vor. Das vorgesehene Projekt soll zwei wissenschaftliche Mitarbeiter für die Durchführung von struktur-petrologischen und strukturgeochronologischen Studien beschäftigen.
Entdeckeheft Schmetterlinge - Handreichung für Lehrkräfte [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] 1 Handreichung zum Entdeckeheft Alter Falter Dieses umfangreiche Begleitmaterial zum Entdeckeheft „Alter Falter“ richtet sich an Lehrkräfte, Pädagog:innen und alle Menschen, die noch mehr über die Welt der Schmetterlinge erfahren möchten. Sie finden hier Hintergrundwissen, Tipps und Ideen für die Umsetzung der einzelnen Themen aus dem Heft. Die Nummerierung in dieser Hand- reichung entspricht jener im Entdeckeheft. Die Lehrplanbezüge beziehen sich auf den Rahmen- lehrplan von Rheinland-Pfalz. Themen allgemein: Handreichung Alter Falter-Entdeckeheft Grundschule Sachunterricht: Orientierungsrahmen „Natürliche Phänomene und Gegebenheiten“ und „Umgebungen erkunden und gestalten“ Tipp Verweis Experiment Spiel Entdecktipp Inhaltsverzeichnis Einleitungsseite.............................................................................................. Seite 2 Körperbau .................................................................................................... Seite 6 Metamorphose ............................................................................................ Seite 10 Eier und Raupen ........................................................................................... Seite 14 Raupen und Pflanzen ................................................................................... Seite 17 Puppe ........................................................................................................... Seite 19 Spezialisten: Ameisenbläulinge ................................................................... Seite 21 Tanzende Schmetterlinge ............................................................................ Seite 23 Lebensraum und Gefahren .......................................................................... Seite 25 Überwinterung ............................................................................................ Seite 29 Was kann ich tun ......................................................................................... Seite 31 Auf dieser Seite geht es um freie Assoziationen und einige grund- legende Informationen: ein bunter Einstieg. Bevor die Kinder Ihnen Löcher in den Bauch fragen, hier gesammeltes Fachwissen: Wenn ich ein Falter wär … Hast Du schon mal einen Schmetterling angeschaut und gedacht: Ach krass, wie unpraktisch? Wohl nicht, aber überleg doch mal: Wenn du ein Schmetterling wärst, hättest du Flügel groß wie Zimmertüren! Du wärst leicht wie eine Feder und jeder Windstoß könnte dich weit abtreiben. Aber das ist nicht nur unpraktisch, sondern bietet auch viele Vorteile.2. Ihre Namen sind oft ganz verrückt! Kennst du den Wegerich-Schecken- falter? Oder das Dreieck-Grasmückeneulchen? Die Namen beziehen sich meist auf ihre Nahrungspflanzen, ihr Aussehen oder ihren Lebensraum. Wie würdest du heißen, wenn du ein Falter wärst? Und um Ameisen soll es auch noch gehen! Apfel-Trompeten-Falter Genau! Falter–Notizen Wer ist gemeint? 1. Schreibe und male alles auf, was dir zu Faltern einfällt. 3. In der Fachsprache meinen die Worte Falter und Schmetterling genau dasselbe, nämlich: alle Insekten, die Flügel mit Schuppen haben. Rüssel Falter? Hmm, lecker! er s in h Kle Fuc bunt nt Muster M o Trage Buchstaben A: Hintergrundwissen zu Schmetterlingen 13 k . Unter www.lepiforum.org findet man Fotos aller Falter Mitteleuropas in allen Stadien und dazu viel Hintergrundwissen. Ein paar Schmetterlings-Fakten zum Staunen: Handreichung Alter Falter-Entdeckeheft • Etwa 1% aller Schmetterlingsarten können nicht fliegen, manche bewegen sich springend fort. Dazu gehören einige Palpenfalter (Gelechiidae). • Erst im 17. Jahrhundert wurde (u.a. von Maria Sybilla Merian) der Zusammenhang zwischen dem „Gewürm“ und den „Sommervögelein“ erforscht und verstanden. • „Schmetterling“ kommt vom Wort Schmetten, ein ostmitteldeutsches Wort für Schmand oder Rahm. Einige Arten werden davon angezogen, worauf auch der englische Name butterfly hindeutet. • Schmetterlinge und viele andere Insekten schmecken mit den Füßen. Das geschieht über kleine Härchen und hilft ihnen, einen geeigneten Ort für die Eiablage zu finden. • Die Fühler der Schmetterlinge übernehmen vielfältige Aufgaben: riechen, tasten, schmecken oder auch die Temperatur wahrnehmen. • Ein Schmetterling durchläuft während seines Lebens vier Phasen: Ei, Raupe, Puppe und Imago (erwachsener Schmetterling). • Die Kokons des Seidenspinners werden zur Herstellung von Seide genutzt. Eine synthetische (künstliche) Herstellung der identischen Zusammensetzung ist bisher nicht gelungen. Es gibt jedoch schon seit den 1880er Jahren Kunstseide, die heutzutage der echten Seide sehr nahe kommt. • Das Blut von Schmetterlingen (die sogenannte Hämolymphe) hat eine gelbliche Farbe. • Ein Schmetterling ist mit dem Zeitpunkt des Schlüpfens sofort geschlechtsreif. • Schmetterlinge kommunizieren mithilfe von chemischen Duftstoffen (Pheromone). Ein paarungsbereites Weibchen kann von einem paarungsbereiten Männchen über mehrere Kilometer hinweg gerochen werden. Und ich dachte, Falter sind nur die Nachtfalter. Ja, Eulenfalter haben ein ähnliches Flügelmuster. Im Englischen meint„ M oth“aber alle Nachtfalter! Wenn du bei diesem Falter unten an der Schnur ziehst, flattert er geschmeidig durch dein Zimmer. Eine ausführliche Anleitung findest du hier: www.entdeckehefte.de/falter Der wissenschaftliche Name der Ordnung Lepidoptera setzt sich zusammen aus: lepis = Schuppe und pteron= Flügel. Lepidopterologie ist demnach die Schmetterlings- oder Falterkunde und beschäftigt sich mit Insekten mit beschuppten Flügeln. • Schmetterlinge haben im Laufe der Evolution unterschiedliche Taktiken zur Abwehr von Fressfeinden entwickelt: Mimikry (Nachahmung anderer Tiere, z.B. Wespen), Mimese (Tarnung, z.B. durch Nachahmung der Gestalt von Blättern) oder Augen- flecken (Augen auf den Flügeln, die denen räuberischer Säugetiere ähneln). 21 SCHWING–SCHMETTERLING Schmetterlinge sind so vielfältig wie die Blumen auf einer wilden Wiese. Weltweit gibt es knapp 160.000 beschriebene Arten, wobei nur die Antarktis nicht von ihnen besiedelt ist. Jährlich werden etwa 700 Arten neu entdeckt. In Deutschland leben 3.600 Arten. • Manche Schmetterlinge leben nur ein paar Tage. Die Pfauenspinner (Saturniidae) etwa nehmen im Imago-Stadium keine Nahrung mehr zu sich und verhungern, nach- dem sie sich (im besten Fall) fortgepflanzt haben. 4 Ach so, Schmetter- linge sind nicht nur Tagfalter? dagegen sind nur eine einzelne Untergruppe der Nachtfalter. Andere Untergruppen heißen zum Beispiel Spinner, Spanner, Schwärmer und Eulen. Eulen? Wie die Vögel? Hat die Blume für das Lösungswort auf der Rückseite ein. einen Knick, rling war der Schmette zu 2 Rosaroter Sportplatz-Spinner Lockige Kuchen-Eule Welche? Das erfährst du hier im Heft. Außerdem gibt es Experimente, Spiele, Bastelanleitungen und ein Brennnessel-Rezept für Mutige. Nimmersatt Einleitungsseite Krass, wie unpraktisch! B: Tipps, Hinweise und Erweiterungen zu den Aufgaben Aufgabe 1: Falter-Notizen Falter? Hmm, lecker! Hier sammeln die Kinder alles, was sie schon zu Schmetterlingen wissen und was sie zu diesem Thema assoziieren. Dies kann alleine oder in der Gruppe geschehen. Vorteil der Gruppenarbeit: Beim gemeinsamen Brainstormen kommen mehr Ideen auf und die Liste wird deutlich länger. Dauer:ca. 10 Minuten Sozialform:Einzel- oder Gruppenarbeit Lehrplanbezug: Deutsch: Sprache und Sprachgebrauch untersuchen. An Wörtern, Sätzen, Texten arbeiten. Kunst: Fläche; gestalten. Idee für eine Erweiterung: Die Kinder überlegen sich Fragen, die sie zum Thema haben. Die Fragen werden gesammelt und aufgehängt. Im Laufe des Projektes kann darauf im- mer wieder Bezug genommen und abschließend geprüft werden, ob alle offenen Fragen beantwortet wurden. Handreichung Alter Falter-Entdeckeheft Tipp: Die Kinder schneiden Schmetterlinge (ganz einfache Falterform) aus buntem Tipp Papier aus und schreiben ihre Fragen darauf. Aufgabe 2: Wenn ich ein Falter wär Lockige Kuchen-Eule Bei dieser Aufgabe setzen sich die Kinder mit den oft vielsagenden Namen der Schmet- terlinge auseinander. Schauen Sie zuerst gemeinsam in Bestimmungsbücher, auf Schmetterlingsposter o.ä. und analysieren Sie die Namen. Je nach Alter und Wissens- stand können Sie die Kinder selbst sammeln lassen, nach welchen Mustern die Na- mensgebung erfolgte oder diese in Form von Beispielen vorgeben. Hier haben wir Ihnen die Gruppen, Erläuterungen und Beispiele schon vorbereitet: Namen nach Nahrung: Viele Schmetterlinge werden nach den Futterpflanzen der Raupen benannt. Das macht ihre spezialisierte Ernährung deutlich. Die Raupen des Distelfalters (Vanessa cardui) ernähren sich hauptsächlich von Disteln. Der Kleine Kohl- weißling (Pieris rapae) frisst vornehmlich an Kohlgewächsen wie Kohl, Rüben und Senf. Nach Aussehen: Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) hat charakteristische Fortsätze an den Hinterflügeln, die an die Schwanzfedern einer Schwalbe erinnern. Das Tagpfauenauge (Aglais io) hat auffällige Augenflecken auf den Flügeln, die an die Augen- flecken auf den Federn eines Pfaus erinnern. Die Farbe der Zitronenfalter (Gonepterix rhamni) entspricht denen von Zitronen: reif und gelb die Männchen, unreif und grün die Weibchen. Die Familien der Bläulinge (Lycaenidae) und Weißlinge (Pieridae) werden nach der vorherrschenden weißen bzw. blauen Farbe von vielen Arten benannt. Nach Aussehen und Lebensraum: Der Dottergelbe Alpenwiesenspanner (Crocota tinc- taria) erzählt (fast) alles in seinem Namen. Das Waldbrettspiel (Pararge aegeria) ist oft in lichten Wäldern sowie in baumreichen Gärten und Parks anzutreffen. Sein Muster erinnert an ein Spielbrett. Die Heidekraut-Bunteule (Anarta myrtilli) kommt dort vor, wo Heidekraut wächst und sie ist auffällig bunt. Nach Verhalten oder Bewegung: Die Familie der Spanner (Geometridae) ist nach der Form ihrer Raupen benannt: Sie haben ihre Füße ganz vorne und ganz hinten, der Körper „spannt“ sich dazwischen auf. In Aufgabe 8 wird die Spannerraupe als „Brück- enraupe“ bezeichnet. Die meisten Schwärmer (Sphingidae) sind dämmerungs- und nachtaktiv. Einige wenige, wie das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), 3 4 sind tagaktiv. Schwärmer sind exzellente Flieger mit muskulösem Körper für schnelle Flügelschläge, sie haben einen „schwärmenden“ Flug mit deutlich hörbarem Brummen. Als regelmäßige Blütenbesucher sind sie für die Bestäubung wichtig. Nach dieser Vorbereitung geben sich die Kinder selbst einen Falternamen. Dauer:10–20 Minuten Sozialform:Einzel- oder Gruppenarbeit Lehrplanbezug: Deutsch: Sprechen und Zuhören, über Lernerfahrungen sprechen. Sprache und Sprachgebrauch untersuchen. An Wörtern, Sätzen, Texten arbeiten. Idee für eine Erweiterung: Die Kinder erfinden noch den wissenschaftlichen Namen zu ihrem Falter. Dazu nehmen sie ihren tatsächlichen Vor- und Nachnamen und ergänzen jeweils eine der folgenden Endungen: -idae -ia -ata -us -ini -is -des -illi -thea Im nächsten Schritt können sie ihren Falter auch noch malen. Handreichung Alter Falter-Entdeckeheft Idee für eine Erweiterung: Anhand von Abbildungen, etwa aus einem Schmetterlings- buch, können die Kinder überlegen, woher sich die Namen der Arten ableiten. Tipp: Die Poster der SNU „Tagfalter“ und „Nachtfalter“ in Rheinland-Pfalz können Tipp kostenfrei bei der Stiftung bestellt werden. Aufgabe 3: Wer ist gemeint? Bei dieser Aufgabe räumen wir mit weitverbreiteten Missverständnissen auf. Im Eng lischen meint„ M oth“ab er alle Nacht falter! Hintergrundwissen Im allgemeinen Sprachgebrauch meint „Schmetterling“ meist nur die Tagfalter und „Motten“ häufig alle Nachtfalter. Das ist wissenschaftlich nicht korrekt. Die Begriffe richtig zu nutzen ist gar nicht kompliziert, darum hier die Erklärung: Schmetterlinge / Falter (synonym verwendet): alle Insekten, die Flügel mit Schuppen haben (als ausgewachsenes Tier). In der Taxonomie der Name einer Ordnung innerhalb der Insekten. Tagfalter: Jene Untergruppe der Schmetterlinge, die hauptsächlich tagsüber fliegt. Die Form iher Fühler-Enden ist ein Hinweis auf die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe: Sie sind kolbenförmig verdickt. In Deutschland zählen etwa 190 Arten zu den Tagfaltern. Nachtfalter: Alle Schmetterlinge, die nicht zu den Tagfaltern gehören. In Deutschland sind das etwa 3.500 Arten. Es gibt auch Nachtfalter, die tagaktiv sind, z.B. die meisten Widderchen. Die Form der Fühlerenden kann ganz unterschiedlich aussehen, es gibt viele verschiedenen Formen, z.B. gefiedert. Motten: Eine Familie (Untergruppe) der Nachtfalter, zu ihr gehören etwa 90 Arten. Dies kann gemeinsam besprochen werden und die Kinder füllen das Lösungswort aus. Dauer:10 Minuten Sozialform:Gruppenarbeit Lehrplanbezug: Deutsch: Sprechen und Zuhören, über Lernerfahrungen sprechen. Sprache und Sprachgebrauch untersuchen. An Wörtern, Sätzen, Texten arbeiten 5 Interessant: Die Einteilung in Tag- und Nachtfalter ist nicht ganz eindeutig. Sie stam- mt aus einer Zeit, als Tiere und Pflanzen durch sichtbare Merkmale und Verhaltens- weisen in Ordnungen und Familien eingeteilt wurden. Heutzutage erfolgt die taxonomische Einteilung anhand genetischer Untersuchungen; die Verwandschaftsverhältnisse sind damit viel genauer bestimmbar. So wurde etwa festgestellt, dass einige Nachtfalter-Familien näher mit Tagfaltern verwandt sind als mit anderen Nachtfaltern. Die Einteilung in Tag- und Nachtfalter wurde bisher jedoch beibehalten. Idee für eine Erweiterung: Die Begriffe noch mal auf einem großen Blatt /an der Tafel sammeln und zuordnen. Eine Vertiefung erfolgt in Aufgabe 4. Aktivität: Schwing-Schmetterling Handreichung Alter Falter-Entdeckeheft Schmetterlinge schwingen geschmeidig durch die Lüfte: Das kann auch unser Schwing-Schmetterling! Dies ist ein größeres Projekt und nimmt 2–3 Stunden in Anspruch. Die Kindern können einen bestimmten Schmetterling abmalen oder einen eigenen erfinden oder z. B. jenen von Aufgabe 2 darstellen. Hier ist gegenseitige Hilfe nötig. Material:Ausgedruckte Vorlage, etwa 1 Meter Schnur, langer Ast / Stab, Pappe, Schere, Lineal, Klebeband, Klebestift, Stifte / Farbe, Pinsel, Münzen Dauer:3–6 Stunden (je nach Alter und Zeitaufwand für die Bemalung) Sozialform:Einzel- oder Tandemarbeit Lehrplanbezug: Kunst: Raum und Körper; gestalten Unter www.pindactica.de/schwing-schmetterling finden Sie eine ausführliche, bebilderte Anleitung zum Projekt.
Conventional munition dumped into the North Sea and the Baltic Sea close to the German coastline is corroding. A major concern is that biota, including fish, take up toxic explosives leaking into marine environments. With the present study, we investigated bile fluids of fish living in close proximity to munition dumping sites for the explosives 2,4,6-trinitrotoluene (TNT), its metabolites 2-amino-4,6-dinitrolouene and 4-amino-2,6-dinitrolouene as well as octahydro-1,3,5,7-tetranitro-1,3,5,7-tetrazocine (HMX) using HPLC-MS/MS (high performance liquid chromatography with mass selective detection) as device. The flat fish species common dab (Limanda limanda) was used as a model, since it lives in the vicinity of dumping sites and exhibits minor migratory activity.
Für die sehr persistente und sehr mobile Verbindung Trifluoracetat (TFA) wird das abgeschätzte Bildungspotential aus Vorläufersubstanzen, welche als Aktivsubstanzen in Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz kommen, dargestellt. Die Abschätzung wurde im Rahmen des Gutachtens „Trifluoracetat (TFA): Grundlagen für eine effektive Minimierung schaffen - Räumliche Analyse der Eintragspfade in den Wasserkreislauf“ (Laufzeit: August 2021-November 2022) vorgenommen. Hier dargestellt ist das flächennormierte TFA-Bildungspotential in kg/km².
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 51 |
| Europa | 2 |
| Land | 15 |
| Weitere | 19 |
| Wissenschaft | 18 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 2 |
| Förderprogramm | 31 |
| Hochwertiger Datensatz | 2 |
| Text | 23 |
| unbekannt | 22 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 40 |
| Offen | 40 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 69 |
| Englisch | 18 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 5 |
| Bild | 5 |
| Datei | 5 |
| Dokument | 25 |
| Keine | 26 |
| Webdienst | 7 |
| Webseite | 28 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 58 |
| Lebewesen und Lebensräume | 78 |
| Luft | 26 |
| Mensch und Umwelt | 79 |
| Wasser | 53 |
| Weitere | 78 |