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Mit Hilfe dieser Daten wird die wahrgenommene thermische Belastung sichtbar. Somit wird nicht nur deutlich „Wie heiß ist es?“, sondern „Wie belastend fühlt sich das Klima an?“. Es wird ersichtlich welche Orte sich für ein angenehmes thermisches Klima z.B. zum Erholen und Pause machen, eignen. Das Modell zur Berechnung der Physiological Äquivalenten Temperatur (Physiological Equivalent Temperature, PET) ist ein umfassendes Konzept zur Bewertung der thermischen Umgebung im Freien und beschreibt näherungsweise die gefühlte Temperatur. Es berücksichtigt wichtige meteorologische Einflussfaktoren wie Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Strahlung, um den thermischen Komfort für den menschlichen Körper realistisch abzubilden. Die PET repräsentiert eine Temperatur, die den Wärmehaushalt des menschlichen Körpers in einer typischen Innenraumumgebung bei gleichbleibender Körperkern- und Hauttemperatur wiedergibt. Auf diese Weise bietet das Konzept eine intuitive Möglichkeit, die komplexen thermischen Bedingungen im Freien mit den eigenen Erfahrungen im Innenbereich zu vergleichen und verständlich einzuordnen. In den vorliegenden Karten mit PET-Werten für einen typischen Hitzetag werden die thermischen Bedingungen zu verschiedenen Tageszeiten (6 Uhr, 12 Uhr, 16 Uhr, 18 Uhr) anschaulich dargestellt. Die PET-Werte werden in Grad Celsius angezeigt. Es ist zu beachten, dass PET-Berechnungen Näherungswerte sind. Aufgrund der Komplexität der thermischen Umweltbedingungen und der individuellen Unterschiede im Wärmeempfinden kann es in der Realität zu Abweichungen kommen.
Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass in europäischen Städten, die in etlichen Fällen auch touristische Destinationen sind, mit einer kontinuierlichen Zunahme der Hitzetage und -perioden zu rechnen ist. Dichte Bebauung und ein geringer Anteil an Grünräumen verstärken die Hitzeeffekte in urbanen Gebieten, und es kommt zur Ausbildung von Wärmeinseln. Diese könnten jedoch von der Stadtverwaltung und Tourismuswirtschaft durch Anpassungsstrategien vermindert werden. Im Rahmen der Pilotstudie werden Befragungen durchgeführt, um Änderungen beim zeitlichen und räumlichen Freizeitverhalten von StädtetouristInnen an Hitzetagen zu identifizieren. Die Ergebnisse der Befragungen werden mit der thermischen Empfindung über die Physiological Equivalent Temperature (PET) in Beziehung gesetzt. Basierend auf den Befragungsergebnissen und auf Ergebnissen einer Literaturauswertung zum Thema 'Maßnahmen zur Adaption des Städtetourismus an den Klimawandel' werden Grundlagen für Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung des Städtetourismus erarbeitet, um Städtetourismus an Hitzetagen angenehmer zu machen.