Auf Kühlung und Kältetechnik entfallen beinahe 8 % der weltweiten Treibhausgasemissionen und 20 % des Strombedarfs, was zum Teil auf die dabei verwendeten Gase zurückzuführen ist. Während die bestehenden Kältemittelchemikalien in der EU aufgrund ihres hohen Treibhauspotenzials bereits schrittweise aus dem Verkehr gezogen werden, werfen auch die Alternativen ernsthafte Probleme auf. Das EU-finanzierte Projekt MCD ist bestrebt, mit einer gasfreien magnetischen Kühltechnologie eine Alternative zu bieten. Durch den Einsatz magnetischer Wechselfelder und einzigartiger magnetokalorischer Materialien, die aus häufig vorkommenden Elementen gewonnen werden, erzeugt eine solche Festkörperkühlung weder Treibhausgasemissionen noch stellt sie ein Entflammbarkeitsrisiko dar. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass damit eine Energieeinsparung von 40 % gegenüber der herkömmlichen Kühlung erreicht werden kann.