Die Partikelemissionen des Verkehrs sind Forschungsgegenstand Nr. 1, sowohl was Auspuffemissionen betrifft als auch die (indirekte) Feinstaubpartikel aus Brems-Kupplungs- und Pneuabrieb, wie auch Strassenabrieb und Resuspension. Die Zusammenhaenge zwischen Verkehrsmenge, Fahrstil und PM-10-Emissionen sind Gegenstand verschiedener Forschungsarbeiten. Der vorliegende Auftrag umfasst folgende Arbeitsschritte: 1. Morphologische Untersuchungen von PM10 mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM) und Roentgenmikroanalyse (EDX); - 2. Auswertung von Windgeschwindigkeit, Fahrzeuggeschwindigkeiten, Fahrzeugklassen und Fahrzeughoehe im Tunnel; - 3. Auswertung der Emissionsdaten. Projektziele: Im Rahmen der vom Lufthygienesamt beider Basel geplanten Schadstoffmessungen im Arisdorftunnel der A2 koennen wertvolle Grundlagen fuer die PM10-Emissionen des Verkehrs gewonnen werden. Das BUWAL beteiligt sich deshalb an den geplanten Arbeiten und wird anschliessend Spezialauswertungen (morphologische Untersuchungen) durchfuehren lassen. Umsetzung und Anwendungen: Auffallend an den Ergebnissen der morphologischen Untersuchungen ist die Dominanz der Russteilchen in allen Groessenfraktionen im Strassentunnel. Deutlich weniger Russ wurde in der Aussenluft am Standort St. Johann ermittelt. Die Ergebnisse in den beiden Tunnelroehren deutet auf einen geringen Anteil der Resuspension an den Partikelkonzentrationen hin. Bei den morphologischen Untersuchungen handelt es sich um Momentaufnahmen. Durch die geringe Probenanzahl und die kurzen Probenahmezeiten sind Aussagen auf durchschnittliche Belastungssituationen kaum moeglich. Aus Zaehlung, Charakterisierung und Groessenbestimmung sind keine quantitativen Bezuege mit Massen herzustellen. Eine Limitierung der verwendeten Methode ergab sich durch die Porenweite der Filter. Partikel kleiner 0.1 mym konnten infolge des gleich grossen Porendurchmessers nicht bestimmt werden.