Schmetterlinge sind wichtig für die Artenvielfalt. Wie Bienen sind sie nützliche Bestäuber. Hier erfahren Sie, wie Sie ohne großen Aufwand Schmetterlinge unterstützen und den Insektenschutz vorantreiben können. Zum Beispiel mit dem Projekt VielFalterGarten. Weitere Informationen: Das bunte Flattern Der dramatische Rückgang von Insekten und anderen Wirbellosen macht selbst vor Schutzgebieten nicht halt. Sogar dort haben die Insektengemeinschaften in den letzten 30 Jahren um 70 bis 80 Prozent abgenommen. Das hat 2017 eine Studie belegt, die als „Krefelder Studie“ bekannt wurde. Ehrenamtlich tätige Insektenforscher des Entomologischen Vereins Krefeld e.V. hatten die Bestände flugfähiger Insekten in einigen Schutzgebieten Nordrhein-Westfalens kontinuierlich erfasst, ausgewertet und die Ergebnisse veröffentlicht. Sie hatten damit erstmals nachgewiesen, dass nicht nur die Anzahl der Arten schwindet, sondern auch die gesamten Populationen flugfähiger Insekten in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen sind. Da viele Fledermäuse, Vögel und Amphibien sich von Insekten ernähren, führt das auch in deren Populationen zu großen Schäden. Intensiv bewirtschaftete Agrarlandschaften sind mittlerweile eher artenarm. Die Stadt mit ihren Grünflächen ist dagegen vielerorts zu einem Reservoir der biologischen Vielfalt geworden. Für Insekten und andere Wirbellose sind urbane Räume dann als Refugium interessant, wenn sie weitestgehend pestizidfrei sind und es struktur- und nahrungsreiche Grünflächen gibt. Immer mehr Flächen in Parks, Grünanlagen, Mittelstreifen und Wegrändern werden daher so gepflegt, dass blütenbesuchende Insekten dort ganzjährig Nahrung finden. Außerdem wird für Strukturvielfalt gesorgt, damit Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten, aber auch Nahrungspflanzen für die Larven zur Verfügung stehen. So fressen beispielsweis die Raupen vieler Schmetterlinge nämlich nur an bestimmten Pflanzen. Andere Insekten und weitere Gliederfüßer sind Zersetzer: Sie ernähren sich von abgestorbenem organischem Material und helfen so, ökologische Kreisläufe zu schließen. Wieder andere Insekten leben räuberisch. Das ist beispielsweise bei vielen Käfern der Fall. In einem weiten Innenhof der Wohnungsbaugenossenschaft „Freie Scholle“ in Reinickendorf eröffnete im Sommer 2021 der erste PikoPark Berlins. Wo sich zuvor nur einfacher Rasen ausdehnte, wachsen heute heimische Blühpflanzen in einem arten- und strukturreichen Kleinstpark mit Natursteinen. Anwohnerinnen und Anwohner beteiligten sich an den Pflanzaktionen und bauten Nisthilfen für Wildbienen. Der Park ist öffentlich und für alle zugänglich. Wer ihn besucht, erfährt auf Schildern mehr über die biologische Vielfalt vor der Haustür. Angelegt werden PikoParks von der Stiftung für Mensch und Umwelt – in Berlin von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt gefördert. So heißt ein Projekt der Grünen Liga Berlin zum Gärtnern auf kleinstem Raum. Der Senat fördert es seit 2020. Interessierte erhalten dabei Praxis-Tipps und Anleitungen, wie im Vorgarten und auf Fensterbrett, Balkon oder Baumscheibe blühende Minigärten entstehen. Ziel sind viele kleine und kleinste insektenfreundliche Flächen in ganz Berlin, die die Lebensräume in der Stadt vernetzen. Auch die Veranstaltungsreihe „Entdecke die Teddys der Lüfte“ der Aurelia Stiftung wird von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt gefördert. In Web-Seminaren, auf Exkursionen in den Botanischen Garten und in Online-Workshops zum Bau von Nisthilfen lernen Interessierte, was sie wissen müssen, um häufige Hummelarten sicher benennen zu können und sich aktiv für die Tiere einzusetzen. 2020 haben Menschen aus rund 500 Haushalten teilgenommen. Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für Insekten und fördern sie in ihrem Wohnumfeld, im Garten oder auf dem Balkon. Informationen zu aktuellen Mitmachaktionen, Veranstaltungen und Tipps liefern diese Webseiten: PikoParks / Stiftung Mensch und Umwelt Grüne Liga Berlin Aurelia Stiftung Berlin Bestäuber im Fokus
Insekten sind überall auf der Erde in fast allen Landlebensräumen und im Süßwasser zu finden. Sie halten unsere Ökosysteme am Laufen. Die meisten leben im Boden. Keine andere Tiergruppe hat eine derartige Artenvielfalt entwickelt. Weltweit machen Insekten mit fast einer Million beschriebener Arten mehr als drei Viertel aller beschriebenen Tierarten aus − und die meisten sind noch nicht entdeckt. Schätzungen sprechen von 3 bis 100 Millionen weiteren Arten. In Deutschland sind insgesamt 33.882 Insektenarten in 33 Ordnungen nachgewiesen. Das sind hier 70 Prozent aller bekannten Tierarten. Pflanzen sind eine Grundlage tierischen Lebens. Von Anfang an kommen Insekten als Bestäuber ins Spiel, nutzen Nektar und Pollen. Von Pflanzen ernähren sich die Pflanzenfresser unter den Insekten und zählen damit zu den Verbrauchern, ebenso wie die räuberischen Insekten, die andere Insekten vertilgen. Insekten stehen auch am Ende biologischer Kreisläufe − zerkleinern und zersetzen tote organische Substanz. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Bodenfruchtbarkeit. In Mitteleuropa ist Buchenwald das Ur-Ökosystem und Fundament unserer biologischen Vielfalt. Besonders artenreich ist das Leben im Verborgenen. So hängen rund ein Fünftel der mitteleuropäischen Käferarten von Holz ab. Von den 450 deutschen Schwebfliegenarten sind die Hälfte Waldbewohner und ein Fünftel sind als Larven von höhlenreichen alten Bäumen und Totholz abhängig. Genau hieran mangelt es den Wirtschaftswäldern. Zudem fehlen lichte Verjüngungszustände, auf deren Blüten zahlreiche erwachsene Käfer- und Schmetterlingsarten angewiesen sind. In Deutschland sind rund 2.600 Insektenarten an Gewässer gebunden. Meist sind es die Larven von Insekten, die im Bach, Fluss, See oder Teich leben. Daneben gibt es Wasserkäfer und Wasserläufer. Je reiner das Wasser, umso größer die Formen- und Artenvielfalt. Insekten reinigen das Wasser und sind unverzichtbare Nahrungsgrundlage zahlreicher Fische. Aktuell ist das Wasserleben sowohl durch Überdüngung und Gewässerausbau als auch durch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefährdet. Mit 96 Prozent haben die Köcherfliegen den größten Anteil an rückläufigen Arten. Extensive Kulturlandschaften spiegeln regionale naturkundliche und kulturelle Eigenheiten wider. Für Insekten können sie ein wahres Paradies sein. Je vielfältiger und kleinräumiger die Lebensräume und je weniger sie sich vom Naturzustand entfernen, desto größer ist ihre Präsenz. Die Vielfalt der Insekten in unserer Kulturlandschaft wird demnach vor allem durch zwei Faktoren gesteuert: die Pflanzenartenvielfalt und die Bewirtschaftungsintensität. Je extensiver die Bewirtschaftung desto vielfältiger die Pflanzen- und somit auch die Insektenwelt. In ausgeräumten Kulturlandschaften sind kleinräumige Vernetzungen erforderlich. Niklas Krummel Tel.: 0641-200095 20
Unter Klima-Monitoring verstehen wir die Überwachung der Vorgänge rund um das Thema Klima. Durch die langfristige, kontinuierliche und systematische Erfassung und Aufbereitung von Beobachtungs- und Messdaten sowie mit Hilfe von modellierten Daten lassen sich komplexe Vorgänge anschaulich abbilden und eventuelle Veränderungen sehr gut nachvollziehen (Indikatoren). Ein Klimawandel-Monitoring trägt zum besseren Verständnis des Klimawandels bei. Darüber hinaus kann ein Monitoring auch der Ermittlung von Klimafolgen (= Klimawirkungsermitllung) dienen. Im Jahr 2023 hat der Bund den Monitoring-Bericht zur Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) , basierend auf einem in 2015 geschaffenen Indikatoren-System, vorgelegt. Darauf aufbauend wurde die Erarbeitung eines Indikatoren-Systems für Sachsen-Anhalt in Angriff genommen. Neben den Bundesindikatoren wurden bereits vorhandene weitere Indikatoren-Systeme, Indikatoren anderer Bundesländer sowie die Ergebnisse der Klimaforschung für Sachsen-Anhalt im Rahmen der Auswahl geeigneter Landesindikatoren betrachtet. In Abstimmungen mit den Vertretern der AG Klima wurden Indikatoren identifiziert und definiert, welche den Klimawandel und die Klimawandelfolgen im Land fassbar und messbar machen. Das Indikatoren-Set (siehe unten) stellt das Ergebnis dieser Überlegungen dar. Es ist nicht als starres System gedacht, sondern wird laufend angepasst und erweitert, u. a. in Abhängigkeit der tatsächlich verfügbaren Datenlage. Klima (Temperatur, Temperaturkenntage, Niederschlag, Bodenfeuchte, Natürliche Schneedecke Harz, Beginn und Ende Frostfreiheit, Blühbeginn Apfel, Dauer Vegetationsperiode, Hitzewarntage) Wasser (Grundwasserstand, Grundwasserneubildung, Mittlerer Abfluss (MQ), Mittlerer Hochwasserabfluss (MHQ), Mittlerer Niedrigwasserabfluss (MNQ), Wassertemperatur stehender Gewässer, Anzahl eisfreier Tage stehender Gewässer, Schichtungsverhalten von Talsperren) Boden (Bodentemperatur, Bodenwasservorrat, Entwicklung Humusgehalt) Landwirtschaft (Schaderregerbefall, Qualität von Ernteprodukten, Beregnungsbedürftigkeit) Forstwirtschaft (Wuchsverhalten einheimischer und eingeführter Baumarten, Baumartenzusammensetzung in Naturwaldreservaten, Waldbrandgefährdung, Waldzustand, Entwicklungszyklen von forstwirtschaftlich relevanten Insekten, Entwicklung Humusvorrat in forstlichen Böden, Standortswasserbilanz) Biodiversität (Arealveränderungen klimasensitiver Arten, Phänologische Veränderungen bei Wildpflanzen) Infrastruktur (Diversifizierung der Elektrizitätserzeugung, Wärmebelastung in Städten, Sommerlicher Wärmeinseleffekt, Spezieller Energieverbrauch privater Haushalte für Raumwärme, Schiffbarkeit der Binnenschifffahrtsstraßen) Ein Großteil der Indikatoren liegt bereits vor, für einige Indikatoren mangelt es noch an einer ausreichend langen Datenbasis um daraus aussagekräftige Entwicklungen ableiten zu können. Die Indikatoren werden vom Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt in Abstimmung mit den fachlich Verantwortlichen erarbeitet und in Kennblättern aufbereitet. Eine Aktualisierung wird je nach Datenlage vorgenommen. In regelmäßigen Abständen wird auf Basis dieser Indikatoren ein Monitoring-Bericht für Sachsen-Anhalt erarbeitet. Ein anschauliches Beispiel für klimawandelbedingte Entwicklungen und die verwendeten Indikatoren stellt die phänologische Uhr dar. Die Phänologie untersucht die wiederkehrenden biologischen Zyklen in der Pflanzen- und Tierwelt und ihre Verbindungen zu klimatischen Bedingungen. Der Blattfall der Stiel-Eiche dient beispielsweise als Indikator für den Beginn des Spätherbstes. Diese phänologischen Zyklen werden für verschiedene Zeiträume analysiert und in einer phänologischen Uhr gegenübergestellt. Zwei Veränderungen zeigen sich für Mitteldeutschland besonders deutlich: Es kommt zu einer verkürzten Vegetationsruhe (127 Tage für 1961-1990 gegenüber 106 Tagen für 1991-2020) sowie zu einer Verfrühung fast aller phänologischen Jahreszeiten. Für die Analyse werden die Daten des Deutschen Wetterdienstes ausgewertet. Darüber hinaus existiert in Sachsen-Anhalt im Biosphärenreservat Mansfeld-Südharz (Roßla) ein phänologischer Garten. Die Entwicklung und Bedeutung sämtlicher Indikatoren wird in dem vorliegenden Monitoringbericht anschaulich zusammengefasst. Nicht nur der Klimawandel und seine Folgen werden überwacht. Umweltindikatoren beschreiben den Zustand der Umwelt, die Wirkungen von Handlungen und Maßnahmen und dienen der Bewertung des Trends der Entwicklung der Umweltsituation. Veränderungen der biologischen Vielfalt, insbesondere vor dem Hintergrund sich wandelnder Nutzungen sowie Umweltveränderungen, werden durch Biodiversitätsindikatoren beschrieben. Auf den Seiten des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt stellen wir Ihnen diese Indikatoren bereit.
Das Projekt "Teilprojekt: Bestimmung des 'endmembers' der Nd-Isotopie von nordatlantischem Tiefenwasser über den letzten glazialen Zyklus" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Heidelberg, Institut für Geowissenschaften durchgeführt. Während des letzten Eiszeit-Zykluses wurde CO2 aus der Atmosphäre jahrtausendelang in den tiefen Ozeanen gebunden. Die ozeanische Wassermassenstruktur, die eine solche erhöhte Kohlenstoffspeicherung ermöglichte, ist jedoch weiterhin nicht bekannt. Inkonsistente Rekonstruktionsergebnisse sind größtenteils eine Folge der begrenzten. Insbesondere sind nur wenige Rekonstruktionen von Tiefenwassermassen-Struktur mittels des Neodym (Nd)-Isotopen-Proxys für die letzten 100.000 Jahren verfügbar. Als Selten Erden Elemente wird Nd nicht durch den biologischen Kreislauf beeinflusst, wodurch die Nd-Isotopenzusammensetzung des Meerwassers benutzt werden kann, um Änderungen des Kohlenstoffkreislaufs von der Zirkulation in der Tiefsee getrennt betrachten. Aufgrund des Unterschieds der Nd-Isotopensignaturen zwischen Nord- und Südwasser mehrfach über signifikant unterschiedliche Wassermassenstrukturen des Atlantiks in der Vergangenheit berichtet. Kürzlich wurden jedoch Prozesse identifiziert, die unabhängig von der Herkunft der Wassermasse, die archivierten Nd-Isotopensignaturen (vor allem in Verbindung mit benthischen Nepheloid-Schichten) verändern können und somit die Interpretation als Wassermassen-Tracer in Frage stellen. Diese Prozesse könnten erhebliche Auswirkungen auf paläo-ozeanographische Rekonstruktionen haben, da die meisten Studien bislang Nd-Isotopien unter der Annahme unveränderlicher endmember interpretierten. Gegenwärtig existiert jedoch kein Datensatz aus dem Nordatlantik, der den nördlichen endmember ausreichend genau repräsentiert und dabei den gesamten Glazialen Zyklus abdeckt. Die hier vorgeschlagene Studie wird die etablierte Methodik über den Nd-Isotopen-Proxy an der Universität Heidelberg nutzen und zielt darauf ab, diese kritische Datenlücke zu schließen, indem ein nördlicher Nd-Isotopen-endmember von einem Sedimentkern über die letzten 100.000 Jahre definiert wird. Der IODP-Kern U1313 aus dem subpolare Nordatlantik ist hierfür besonders geeignet, denn er verfügt u.a. über eine ausreichend hohe Sedimentationsrate und liegt außerhalb des Einflusses von benthischen Nepheloid-Schichten oder vulkanischem Material.
Das Projekt "Rückführung des Treibhausgases CO2 in den Energiekreislauf durch seine Reduktion in flüssiges Ethanol" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik, Kompetenzzentrum Nanochem durchgeführt. Das Projekt ReduCO2 macht das Recycling des klimaschädlichen Verbrennungsgases CO2 in flüssigen Treibstoff wie Ethanol wirtschaftlich möglich. Die chemische Bindung des CO2 zu Ethanol erfolgt durch Elektrolyse an einem Katalysator. Die wirtschaftliche und effiziente Umsetzung wird durch den Einsatz mikro- und nanotechnologischer Strukturierungs-methoden und neuer Graphitstrukturen gelingen. Gleichzeitig entsteht ein dringend benötigter dauerhafter Speicher für zeitweilig überschüssige Solar- oder Windenergie in Form von lagerbarem Brennstoff. Der neue komplex zusammengesetzte Katalysator integriert in einer neuentwickelten Elektrolysezelle bietet eine hohe Ausbeute mit hoher Energieeffizienz und unterdrückt die Bildung unerwünschter Produkte. Um dies zu erforschen und zu optimieren hat sich ein deutschlandweites Forschungsnetzwerk bestehend aus der OTH Regensburg, der TH Deggendorf, der Universität zu Kiel und den Firmen ESy-Labs und Infineon AG gebildet. Dafür wirken die Kompetenzen in den Bereichen Mikro-, Nanotechnologie und Mikrofluidik (Prof. Dr. A. Lechner und Prof. Dr. M. Kammler, OTH Regensburg; Prof. R. Förg, TH Deggendorf), Partikuläre Nanotechnologie (Prof. Dr. Faupel, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), chemische Elektrosynthese (Firma ESy-Labs) und Graphittechnologie (Infineon AG, centrotherm AG) zusammen. Der ökonomische und ökologische Nutzen der Ergebnisse wird von Experten verfolgt (Prof. Dr. M. Sterner, OTH Regensburg). Die Firmen ESy-Labs, Infineon AG und centrotherm AG werden die Ergebnisse verwerten und gemäß den Anforderungen des Marktes in die Produktion überführen. Am Ende wird in einem Demonstrator die Umsetzbarkeit für den industriellen Einsatz im Großmaßstab gezeigt. So soll es bald Realität werden, dass aus Brennstoffen nach Verbrennung klimaneutral erneut Brennstoffe gewonnen werden, und überschüssige grüne Energie endlich ihre Speicherform findet, im Sinne eines ökologischen Kreislaufs.
Das Projekt "FH-Kooperativ 1-2020: Rückführung des Treibhausgases CO2 in den Energiekreislauf durch seine Reduktion in flüssiges Ethanol (ReduCO2)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Hochschule Deggendorf THD, Technologie Campus Teisnach - Sensorik, Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen durchgeführt. Das Projekt ReduCO2 macht das Recycling des klimaschädlichen Verbrennungsgases CO2 in flüssigen Treibstoff wie Ethanol wirtschaftlich möglich. Die chemische Bindung des CO2 zu Ethanol erfolgt durch Elektrolyse an einem Katalysator. Die wirtschaftliche und effiziente Umsetzung wird durch den Einsatz mikro- und nanotechnologischer Strukturierungs-methoden und neuer Graphitstrukturen gelingen. Gleichzeitig entsteht ein dringend benötigter dauerhafter Speicher für zeitweilig überschüssige Solar- oder Windenergie in Form von lagerbarem Brennstoff. Der neue komplex zusammengesetzte Katalysator integriert in einer neuentwickelten Elektrolysezelle bietet eine hohe Ausbeute mit hoher Energieeffizienz und unterdrückt die Bildung unerwünschter Produkte. Um dies zu erforschen und zu optimieren hat sich ein deutschlandweites Forschungsnetzwerk bestehend aus der OTH Regensburg, der TH Deggendorf, der Universität zu Kiel und den Firmen ESy-Labs und Infineon AG gebildet. Dafür wirken die Kompetenzen in den Bereichen Mikro-, Nanotechnologie und Mikrofluidik (Prof. Dr. A. Lechner und Prof. Dr. M. Kammler, OTH Regensburg; Prof. R. Förg, TH Deggendorf), Partikuläre Nanotechnologie (Prof. Dr. Faupel, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), chemische Elektrosynthese (Firma ESy-Labs) und Graphittechnologie (Infineon AG, centrotherm AG) zusammen. Der ökonomische und ökologische Nutzen der Ergebnisse wird von Experten verfolgt (Prof. Dr. M. Sterner, OTH Regensburg). Die Firmen ESy-Labs, Infineon AG und centrotherm AG werden die Ergebnisse verwerten und gemäß den Anforderungen des Marktes in die Produktion überführen. Am Ende wird in einem Demonstrator die Umsetzbarkeit für den industriellen Einsatz im Großmaßstab gezeigt. So soll es bald Realität werden, dass aus Brennstoffen nach Verbrennung klimaneutral erneut Brennstoffe gewonnen werden, und überschüssige grüne Energie endlich ihre Speicherform findet, im Sinne eines ökologischen Kreislaufs.
Das Projekt "FH-Kooperativ 1-2020: Rückführung des Treibhausgases CO2 in den Energiekreislauf durch seine Reduktion in flüssiges Ethanol (ReduCO2)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik, Kompetenzzentrum Nanochem durchgeführt. Das Projekt ReduCO2 macht das Recycling des klimaschädlichen Verbrennungsgases CO2 in flüssigen Treibstoff wie Ethanol wirtschaftlich möglich. Die chemische Bindung des CO2 zu Ethanol erfolgt durch Elektrolyse an einem Katalysator. Die wirtschaftliche und effiziente Umsetzung wird durch den Einsatz mikro- und nanotechnologischer Strukturierungs-methoden und neuer Graphitstrukturen gelingen. Gleichzeitig entsteht ein dringend benötigter dauerhafter Speicher für zeitweilig überschüssige Solar- oder Windenergie in Form von lagerbarem Brennstoff. Der neue komplex zusammengesetzte Katalysator integriert in einer neuentwickelten Elektrolysezelle bietet eine hohe Ausbeute mit hoher Energieeffizienz und unterdrückt die Bildung unerwünschter Produkte. Um dies zu erforschen und zu optimieren hat sich ein deutschlandweites Forschungsnetzwerk bestehend aus der OTH Regensburg, der TH Deggendorf, der Universität zu Kiel und den Firmen ESy-Labs und Infineon AG gebildet. Dafür wirken die Kompetenzen in den Bereichen Mikro-, Nanotechnologie und Mikrofluidik (Prof. Dr. A. Lechner und Prof. Dr. M. Kammler, OTH Regensburg; Prof. R. Förg, TH Deggendorf), Partikuläre Nanotechnologie (Prof. Dr. Faupel, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), chemische Elektrosynthese (Firma ESy-Labs) und Graphittechnologie (Infineon AG, centrotherm AG) zusammen. Der ökonomische und ökologische Nutzen der Ergebnisse wird von Experten verfolgt (Prof. Dr. M. Sterner, OTH Regensburg). Die Firmen ESy-Labs, Infineon AG und centrotherm AG werden die Ergebnisse verwerten und gemäß den Anforderungen des Marktes in die Produktion überführen. Am Ende wird in einem Demonstrator die Umsetzbarkeit für den industriellen Einsatz im Großmaßstab gezeigt. So soll es bald Realität werden, dass aus Brennstoffen nach Verbrennung klimaneutral erneut Brennstoffe gewonnen werden, und überschüssige grüne Energie endlich ihre Speicherform findet, im Sinne eines ökologischen Kreislaufs.
Das Projekt "Teilvorhaben 1" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Naturschutzbund Deutschland e.V., Bundesgeschäftsstelle durchgeführt. Wälder mit natürlicher Entwicklung besitzen durch die hohe biologische Vielfalt und durch intakte ökologische Kreisläufe eine besonders gute Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen wie den Klimawandel und Verfügen somit über eine hohe Resilienz gegenüber Veränderungen die im Rahmen des Klimawandels auftreten. Damit besitzen sie eine notwendige Voraussetzung, um die dauerhafte Speicherung von Kohlenstoff zu gewährleisten. Ziel des Projekts ist es, in der allgemeinen Öffentlichkeit und bei politischen Entscheidungsträgern das Bewusstsein für die Bedeutung von unbewirtschafteten Wäldern, neben anderen möglichen Maßnahmen die zum Klimaschutz beitragen, zu steigern. Mit kommunikativen Mitteln werden relevantes Wissen und positive Werte in Bezug auf das Themenfeld Klimaschutzbeitrag von Wäldern ohne forstliche Nutzung vermittelt. Die Botschaft lautet: 'Je mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre in der Vegetation und im Boden gebunden wird, desto stärker wirkt der Wald der vom Menschen verursachten Erwärmung der Erdatmosphäre entgegen'. Für die Realisierung des Projektziels werden Maßnahmen zur allgemeinen und zielgruppenspezifischen Öffentlichkeitsarbeit und Weiterbildung lokaler Akteure sowie Methoden der Umweltbildung miteinander verknüpft. Das Projekt umfasst dazu fünf ineinandergreifende Module. Für die Durchführung der projektbezogenen Arbeiten werden zu Projektbeginn gezielt fünf Modellregionen ausgewählt. Die Aktivitäten in den verschiedenen Modulen werden innerhalb dieser Modellregionen zusammengebracht, um Netzwerke zwischen Kommunen, Schulen und lokalen Initiativen anzuregen. Durch eine Reihe regionaler Informations- und Dialogveranstaltungen und Workshops, einem Wettbewerb zum Thema sowie Aktionen zur Umweltbildung in Schulen soll grundlegendes Wissen über die Klimaschutzbedeutung heimischer Wälder, die forstlich nicht genutzt werden, vermittelt werden.
Das Projekt "SpeicherWald - Regionaler Klimaschutzbeitrag von Wäldern ohne forstliche Nutzung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder / Alianza del Clima e.V. durchgeführt. Wälder mit natürlicher Entwicklung besitzen durch ihre hohe biologische Vielfalt und intakte ökologische Kreisläufe eine besonders gute Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen wie den Klimawandel und verfügen somit über eine hohe Resilienz gegenüber Veränderungen die im Rahmen des Klimawandels auftreten. Damit besitzen sie eine notwendige Voraussetzung, um die dauerhafte Speicherung von Kohlenstoff zu gewährleisten. Ziel des Projekts ist es, in der allgemeinen Öffentlichkeit und bei politischen Entscheidungsträgern das Bewusstsein für die Bedeutung von unbewirtschafteten Wäldern, neben andern möglichen Maßnahmen die zum Klimaschutz beitragen, zu steigern. Mit kommunikativen Mitteln werden relevantes Wissen und positive Werte in Bezug auf das Themenfeld Klimaschutzbeitrag von Wäldern ohne forstliche Nutzung vermittelt. Die Botschaft lautet: 'Je mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre in der Vegetation und im Boden gebunden wird, desto stärker wirkt der Wald der vom Menschen verursachten Erwärmung der Erdatmosphäre entgegen'. Für die Realisierung des Projektziels werden Maßnahmen zur allgemeinen und zielgruppenspezifischen Öffentlichkeitsarbeit und Weiterbildung lokaler Akteure sowie Methoden der Umweltbildung miteinander verknüpft. Das Projekt umfasst dazu fünf ineinandergreifende Module. Für die Durchführung der projektbezogenen Arbeiten werden zu Projektbeginn gezielt fünf Modellregionen ausgewählt. Die Aktivitäten in den verschiedenen Modulen werden innerhalb dieser Modellregionen zusammengebracht, um Netzwerke zwischen Kommunen, Schulen und lokalen Initiativen anzuregen. Durch eine Reihe regionaler Informations- und Dialogveranstaltungen und Workshops, einem Wettbewerb zum Thema sowie Aktionen zur Umweltbildung in Schulen soll grundlegendes Wissen über die Klimaschutzbedeutung heimischer Wälder, die forstlich nicht genutzt werden, vermittelt werden.
Das Projekt "Teilprojekt 2: Ökohydrologische Rückkopplungsanalysen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Freie Universität Berlin, Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie, Institut für Biologie - Biodiversität und Ökologische Modellierung durchgeführt. Ziel des Subprojekts S1 unter der Leitung der FUB ist die Quantifizierung von ökohydrologischen Wechselwirkungen in Savannen. Folgende Teilziele werden dabei verfolgt: 1. Kategorisierung von Pflanzen in funktionelle Typen abhängig von ihrer Reaktion auf Wasserverfügbarkeit und CO2 während ihres Lebenszyklus. 2. Quantifizierung von Wasserflüssen (Pflanzen und Boden) durch Messungen entlang eines Niederschlags- und Degradierungsgradienten. 3. Integration von Ergebnisse aus 1. und 2. sowie anderen Subprojekten in ein ökohydrologisches Modell, um i) Ursachen von Degradierung und Erosion unter verschiedenen Landnutzungs- und Klimawandelszenarien und ii) Auswirkungen von Degradierung auf Produktivität und Wasserverfügbarkeit zu untersuchen. 4. Bilden einer fundierten wissenschaftlichen Basis über ökohydrologische Feedbacks für das Gesamtprojekt. Die Arbeitsplanung gliedert sich in zwei Bereiche: empirischen Analysen (Tasks 1-4) und Simulationsanalysen (Tasks 4-7). In Tasks 1/2 finden Feldstudien bzw. Experimente zur Reaktion verschiedener Arten auf Wasserstress statt: wie stark können Pflanzen dem Boden Wasser abhängig vom Entwicklungsstadium entziehen und wie wirkt sich Wasserstress aus? In Task 3/4 werden Feldstudien zur Erosion bzw. Grundwasserneubildung durchgeführt. In Task 5/6 werden die Ergebnisse aus Task 1/2 bzw. 3/4 in das Modell eingearbeitet. Task 7 dient dazu, das erweiterte und neu parametrisierte Modell zur Studie von Landnutzungs- und Klimawandelszenarien auszuwerten.
Origin | Count |
---|---|
Bund | 51 |
Land | 4 |
Type | Count |
---|---|
Förderprogramm | 50 |
Text | 3 |
unbekannt | 1 |
License | Count |
---|---|
geschlossen | 3 |
offen | 50 |
unbekannt | 1 |
Language | Count |
---|---|
Deutsch | 51 |
Englisch | 5 |
Resource type | Count |
---|---|
Dokument | 1 |
Keine | 39 |
Webseite | 15 |
Topic | Count |
---|---|
Boden | 40 |
Lebewesen & Lebensräume | 54 |
Luft | 36 |
Mensch & Umwelt | 54 |
Wasser | 43 |
Weitere | 54 |