Der Kartendienst (WFS-Gruppe) stellt ausgewählte Geodaten aus dem Bereich Wasser dar.:Messstelle Oberflächenwasser Pegel
Der Kartendienst (WMS-Gruppe) stellt die Daten der Hochwassergefahrenkarte und der Hochwasserrisikokarte der saarländischen Gewässer dar.:Messstelle Oberflächenwasser Pegel; Betrachtungsobjekt im GDZ, punkthafte Featureklasse (GDZ2010.wlowpgl);exportiert in Filegeodatabase Außer zahlreichen Datenbankinterenen Attributen sind folgende anwenderrelevante Attribute vorhanden: PGLG1 = Pegel Lage (Entfernung von der Mündung) PGLG2 = Pegel Lage (Entfernung und Seite oberhalb der Mündung) PGNP = Pegelnullpunkt MSTNR = Messstellennummer MSTBEM = Messstelle Bemerkung; Maßstabsbeschränkung: Min 1:50.000, Max 1:3000.
Der Kartendienst (WMS Gruppe) stellt ausgewählte Wasserdaten des Saarlandes dar.:Messstelle Oberflächenwasser Pegel; Betrachtungsobjekt im GDZ, punkthafte Featureklasse (GDZ2010.wlowpgl);exportiert in Filegeodatabase Außer zahlreichen Datenbankinterenen Attributen sind folgende anwenderrelevante Attribute vorhanden: PGLG1 = Pegel Lage (Entfernung von der Mündung) PGLG2 = Pegel Lage (Entfernung und Seite oberhalb der Mündung) PGNP = Pegelnullpunkt MSTNR = Messstellennummer MSTBEM = Messstelle Bemerkung
Der Kartendienst (WFS-Gruppe) stellt ausgewählte Geodaten aus dem Bereich Wasser dar.:Messstelle Oberflächenwasser Pegel
Beschreibung des INSPIRE Download Service (predefined Atom): An den Pegeln wird kontinuierlich der Wasserstand und zum Teil auch der Abfluss an ausgewählten Abschnitten von Oberflächengewässern gemessen. Der Datensatz zeigt die Standorte der Messstellen im Saarland. Messstelle Oberflächenwasser Pegel; Betrachtungsobjekt im GDZ, punkthafte Featureklasse (GDZ2010.wlowpgl);exportiert in Filegeodatabase Außer zahlreichen Datenbank Internen Attributen sind folgende anwenderrelevante Attribute vorhanden: PGLG1 = Pegel Lage (Entfernung von der Mündung) PGLG2 = Pegel Lage (Entfernung und Seite oberhalb der Mündung) PGNP = Pegelnullpunkt MSTNR = Messstellennummer MSTBEM = Messstelle Bemerkung - Der/die Link(s) für das Herunterladen der Datensätze wird/werden dynamisch aus GetFeature Anfragen an einen WFS 1.1.0+ generiert
Die Extremwerte des Niederschlags mit einer Wiederkehrzeit T größer 100 Jahre zur Bemessung wasserwirtschaftlicher Anlagen des Hochwasserschutzes stellen eine Extrapolation der zum 01.01.2023 veröffentlichten Daten der „Koordinierten Starkniederschlagsregionalisierung und –auswertung“ des Deutschen Wetterdiensts (KOSTRA-DWD 2020) dar. Mit KOSTRA-DWD 2020 werden Niederschlagshöhen in Abhängigkeit von einer Niederschlagsdauer D = 5 Minuten bis D = 7 Tage und einer Wiederkehrzeit (Jährlichkeit) T = 1 Jahr bis T = 100 Jahre als Raster in einer Auflösung von 5x5 km für ganz Deutschland bereitgestellt. Die wasserwirtschaftliche Bemessungspraxis im Bereich des Hochwasserschutzes an Oberflächengewässer erfordert darüber hinaus jedoch auch Wiederkehrzeiten des Niederschlags größer 100 Jahre. Insbesondere für die Betrachtung der Hochwasserbemessungsfälle BHQ1 und BHQ2 für Stauanlagen nach DIN19700 sind diese Niederschlagsjährlichkeiten erforderlich. Aufgrund des sogenannten Heavy-Tail-Verhaltens der gewählten 3-parametrigen Generalisierten Extremwert-Verteilung (GEV) für KOSTRA-DWD 2020 ist eine direkte Extrapolation der GEV zur Schätzung von Niederschlagshöhen für Wiederkehrzeiten größer 100 Jahre nicht zu empfehlen. Interimsweise, bis die „Praxisrelevanten Extremwerte des Niederschlags“ (PEN) der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) an die neue Grundlage KOSTRA-DWD 2020 angepasst und veröffentlicht sind, werden für Baden-Württemberg daher eigens extrapolierte Extremwerte des Niederschlags zur Verfügung gestellt. Die Verwendung wird entsprechend der Arbeitshilfe zur DIN 19700 für Hochwasserrückhaltebecken in Baden-Württemberg (https://pd.lubw.de/93810) empfohlen. Die Extrapolation umfasst die Bereitstellung der Wiederkehrzeiten T = 200, 500, 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 Jahre über die Dauerstufen gemäß KOSTRA-DWD 2020. Die Schätzung von Niederschlagshöhen mit einer Wiederkehrzeit größer 100 Jahre basiert auf einer Anpassung der Parameter u(D) und w(D) der KOSTRA-DWD-2010-Basisgleichung hN(D,T) = u(D) + w(D) · ln(T), welche zu bisherigen Extrapolation der Niederschläge für Jährlichkeiten größer 100 Jahre in Baden-Württemberg eingesetzt wurde. Die beiden Parameter sind dabei auf die KOSTRA-DWD 2020 Niederschlagshöhen der Wiederkehrzeiten T=1 Jahr und T=100 Jahre je Dauerstufe angepasst. Die nach dieser Methodik geschätzten Bemessungsniederschläge einer Wiederkehrzeit größer 100 Jahre sind bei Verwendung ebenso wie die daraus modellierten Abflussganglinien auf Plausibilität zu prüfen.
[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] BERICHT Hochwasser im Juli 2021 IMPRESSUM Herausgeber:Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz Kaiser-Friedrich-Straße 7 55116 Mainz Bearbeitung:Sven Berkler Dr.-Ing. Thomas Bettmann Mario Böhm (HYDRON GmbH) Norbert Demuth Nicole Gerlach Antonia Hengst Yvonne Henrichs Tobias Heppelmann Christian Iber Dr. Margret Johst Heinz Lehmann Sebastian Stickel Dr. Sven van der Heijden Dr.-Ing. Stefan Wallisch (BGS Wasserwirtschaft GmbH) Titelbild:Pegel Müsch/Ahr nach dem Hochwasser im Juli 2021, Foto: SGD Nord © 2022 Nachdruck und Wiedergabe nur mit Genehmigung des Herausgebers INH ALTSVERZEICHNIS Vorwort8 Zusammenfassung9 1Wettergeschehen12 1.1 Witterung im Frühsommer 2021 1.2 Wettergeschehen Anfang Juli 2021 1.3 Niederschlag am 14.07.2021 in der Eifel12 12 13 Hochwasserverlauf19 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.619 20 22 24 26 27 2 3 4 Rhein-Hochwasser vom 09.07. bis 29.07.2021 Mosel-Hochwasser vom 14.07. bis 18.07.2021 Hochwasserverlauf im Ahr-Einzugsgebiet am 14./15.07.2021 Hochwasserverlauf in der Westeifel am 14./15.07.2021 Ausfälle und Zerstörung von Pegelstationen Höchststände und Jährlichkeiten Hochwasservorhersagen32 3.1 3.2 3.3 3.433 33 35 40 Vorhersagen für den Rhein Vorhersagen für die Mosel und die Sauer Vorhersagen für die Ahr Vorhersagen für die Prüm und die Kyll Hochwassermeldungen41 4.1 Einsatzzeiten und Einsatzumfang 4.2 Hochwassermeldungen 4.3 Chronologie der Hochwassermeldungen für die Ahr41 41 43 Analysen zum Ahr-Hochwasser45 5.1 5.2 5.3 5.4 5.545 47 51 52 Literatur73 5 Niederschlagsprodukte Aussagekraft und Verlässlichkeit von EFAS-Vorhersagen Einsatz von Fernerkundung (Copernicus EMS) Ermittlung der Anschlagslinie des Hochwassers Hydrologische Nachrechnung mit dem LARSIM-Wasserhaushaltsmodell 5.6 Hydraulische Nachberechnung 53 56 Hochwasser im Juli 2021 ABBILDUNGSVERZEICHNIS Abbildung 1: Standardisierter Niederschlagsindex SPI für den Zeitraum 14.06. 07:00 Uhr bis 14.07. 07:00 Uhr MEZ in Rheinland-Pfalz (Datenbasis: REGNIE, DWD: Referenzzeitraum 1951 bis 2020). ............................. 13 Abbildung 2: Räumliche Verteilung der Niederschlagssummen [mm] vom 14.07. 07:00 Uhr bis 15.07. 07:00 Uhr MEZ (Datenbasis: InterMet – interpolierte Stationsdaten, LfU). ................................................................................................. 14 Abbildung 3: Räumliche Verteilung der Niederschlagssummen [mm] vom 14.07. 07:00 Uhr bis 15.07. 07:00 Uhr MEZ (Datenbasis: InterMet – interpolierte Stationsdaten, LfU) und rot umrandete Warnregionen in der Eifel. .......................................................... 15 Abbildung 4: Stündliche Niederschlagssummen [mm] von 14.07. 07:00 Uhr bis 14.07. 23:00 Uhr MEZ an der DWD-Station Lissendorf (Datenbasis: Messdaten DWD). ..................... 17 Abbildung 5: Gemessene Niederschlagssumme [mm] vom 14.07. 07:00 Uhr bis 14.07. 23:00 Uhr MEZ an der DWD-Station Lissendorf (Datenbasis: Messdaten DWD). ..................... 18 Abbildung 6: Zeitlicher Verlauf der Hochwasserwellen und des Meldedienstes am Rhein. ........... 20 Abbildung 7: Zeitlicher Verlauf der Hochwasserwellen und des Meldedienstes an der Mosel. ...... 21 Abbildung 8: Niederschlag an der Messstation Blankenheim und Abflussreaktion an vier Pegeln im Ahr-Einzugsgebiet; für Müsch, Altenahr und Bad Bodendorf jeweils Darstellung von Hauptgeber (W.15) und redundantem Messsensor (W_rdu.15). .............................. 23 Abbildung 9: Niederschlag an der Messstation Lissendorf und Abflussreaktion an drei Pegeln an der Kyll. ....................................................................................... 25 Abbildung 10: Niederschlag an der Messstation Prüm-Watzerath und Abflussreaktion an vier Pegeln im Prüm-Einzugsgebiet. .................................................................... 25 Abbildung 11: Wasserstandsvorhersagen am 14.07. mit VZP 07:00 Uhr am Pegel Rosport (lila: mit ICON-D2 VZP 04:00, rot: mit ICON-D2 VZP 07:00, orange: geänderte Modelleinstellung, schwarz: AROME VZP 01:00), alle Zeitangaben in MEZ. ............ 34 Abbildung 12: Wasserstandsvorhersagen am 14.07. mit VZP 07:00 Uhr und Darstellung des Vorhersageensembles am Pegel Rosport (lila: mit ICON-D2 VZP 04:00, rot: mit ICON-D2 VZP 07:00, orange: geänderte Modelleinstellung, schwarz: AROME VZP 01:00, grün: Ensemble VZP 07:00); alle Zeitangaben in MEZ. ................................. 35 Abbildung 13: Vorhergesagte Höchststände für die Pegel Altenahr, Kordel und Prümzurlay für Vorhersagezeitpunkte vor dem gemessenen Höchststand („gemessener“ Höchststand für Altenahr rekonstruiert). ................................................................... 36 Abbildung 14: Spanne der Wasserstandsvorhersagen für den Pegel Altenahr zum Vorhersagezeitpunkt 14.07. 14:00 MESZ unter Verwendung von 20 Ensemble- Wettervorhersagen (ICON-D2-EPS); 20 Einzelvorhersagen (oben) und Quantildarstellung (unten). ....................................................................................... 36 Abbildung 15: Wettervorhersagen des DWD (ICON-D2) zu unterschiedlichen Vorhersagezeitpunkten (VZP) mit 6h-Niederschlagssummen für den 14.07. 14:00 bis 20:00 Uhr (alle Zeiten in MESZ); rote Umrandung: Lage des Ahr-Einzugsgebiets. ...................................................... 38 4 LANDESAMT FÜR UMW ELT RHEINLAND-PFALZ Hochwasser im Juli 2021 Abbildung 16: Spannweiten der vorhergesagten 12h-Niederschlagssummen ür den 14.07. 10:00 bis 22:00 Uhr MEZ (Gebietsmittel) für das Ahr-Einzugsgebiet in den 20 Ensemble-Niederschlagsvorhersagen des DWD (ICON-D2-EPS) zu unterschiedlichen Vorhersagezeitpunkten; Vergleich zur ICON-D2-Vorhersage und zu gemessenen Werten (InterMet); (Boxplots: Minimum, 25%-Perzentil, Median, 75%-Perzentil, Maximum). ................. 38 Abbildung 17: Wettervorhersagen des DWD (ICON-D2) am 14.07. VZP 14:00 Uhr (links) und VZP 17:00 Uhr (rechts) mit 6h-Niederschlagssummen für den 14.07. 17:00 bis 23:00 Uhr (alle Zeiten in MESZ); rote Umrandung: Lage des Ahr-Einzugsgebiets. ................... 39 Abbildung 18: Darstellung der Wasserstands-Messwerte und -Vorhersagen auf www.hochwasser- rlp.de; Vorhersagezeitpunkt 17:00 Uhr MESZ; Veröffentlichungszeitpunkt 18:25 MESZ. ...................................................................................................................... 40 Abbildung 19: Räumliche Verteilung der Niederschlagssummen [mm] vom 14.07. 07:00 bis 14.07. 21:00 MEZ im Ahr-Einzugsgebiet auf Basis verschiedener Niederschlagsprodukte (InterMet-LfU-RLP online, weitere dargestellte Produkte nachprozessiert). .............. 47 Abbildung 20: EFAS-Flash-Flood-Notification vom 13.07. 11:25 MESZ für den die Ahr umfassenden Bereich. ...................................................................... 48 Abbildung 21: Flash-Flood-Gefährdung laut EFAS am 13.07. mit VZP 12:00 UTC. (Quelle: https://www.efas.eu/)................................................................................... 49 Abbildung 22: Flash-Flood-Gefährdung laut EFAS am 14.07. mit 12:00 UTC. (Quelle: https://www.efas.eu/)................................................................................... 49 Abbildung 23: Spannweite der Jährlichkeiten (= Return Period) vorhergesagter akkumulierter Abflüsse am EFAS-Vorhersagepunkt (sog. Flash Flood ERIC Reporting Point) im Bereich der Ahr-Mündung in den Rhein (links: 13.07. VZP 12:00 UTC, rechts: 14.07. VZP 00:00) (Quelle: https://www.efas.eu/). ............................................................... 50 Abbildung 24: Schadenskartierung aus Copernicus EMS im Bereich Kreuzberg – Altenburg – Altenahr. Quelle: Copernicus Emergency Management Service (© 2021 European Union), EMSR517, verändert: https://emergency.copernicus.eu/mapping/system/files/components/EMSR517_AOI1 5_GRA_MONIT01_r1_RTP04_v3.pdf ...................................................................... 51 Abbildung 25: Anschlagslinie des LfU RP (rot) mit Luftbildern der Sonderbefliegung des LVermGeo RP im Bereich Altenahr (Datengrundlage: Geobasisinformationen der Vermessungs- und Katasterverwaltung). .......................................................................................... 53 Abbildung 26: Gemessene (Daten 14.07. Uhr 19:30 – 22:00 Uhr unplausibel) und simulierte Abflussganglinie am Pegel Müsch ............................................................................ 55 Abbildung 27: Gemessene und simulierte Abflussganglinie am Pegel Altenahr............................... 55 Abbildung 28: Gemessene und simulierte Abflussganglinie am Pegel Bad Bodendorf .................... 56 Abbildung 29: Ausschnitt aus dem 3D-Flussschlauch der Ahr im Bereich des Pegelmodells Altenahr mit eingearbeiteten Brückenwiderlagern und -pfeilern (Datengrundlage: Geobasisinformationen der Vermessungs- und Katasterverwaltung)........................ 57 Abbildung 30: Materialbelegung im Pegelmodell Bad Bodendorf (Datengrundlage: Geobasisinformationen der Vermessungs- und Katasterverwaltung)........................ 58 Abbildung 31: Ausschnitt aus dem Pegelmodell Altenahr, Nachbildung der Brücken als vollständig verlegt (Datengrundlage: Geobasisinformationen der Vermessungs- und Katasterverwaltung).................................................................................................. 58 Abbildung 32: Umgriff Pegelmodell Bad Bodendorf mit Standort Pegel Bad Bodendorf (Datengrundlage: Geobasisinformationen der Vermessungs- und Katasterverwaltung. ................................................................................................................................. 59 LANDESAMT FÜR UMW ELT RHEINLAND-PFALZ 5
Die durch den Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachsen erneut in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Landkreise, Kommunen,Unternehmen, Verbände, Vereine, Behörden) herausgegebene Publikation stellt die 38 wichtigsten Standgewässer Mitteldeutschlands umfassend in Form von „Seeprofilen“ vor. Dabei wurden alle Daten und Fakten zu Flutung, Wassergüte, Nutzungen, Planungen und Ansprechpartnern aktualisiert. Neu aufgenommen wurde der Bereich Horst-, Döllnitz-, Göttwitzsee. Wesentlich erweitert wurde die Anzahl der Kurzprofile zu kleineren bzw. künftig entstehenden Standgewässer (nunmehr 59). Aktualisiert wurden auch die insgesamt 29 Lang- bzw. Kurzprofile zu Fließgewässern, Kanälen und Schleusen in Mitteldeutschland. Pegeldaten vermitteln Wissenswertes zum Abflussregime unserer Flüsse, unter denen sich nicht nur die bekannten wie Elbe, Saale, Mulde oder Weiße Elster finden. Aufgenommen wurden auch kleinere Vorfluter wie Döllnitz, Fuhne, Geisel, Lober, Leine, Eula oder Schnauder. Unter den Kanälen und Schleusen wurden der Saale-Elster-Kanal, der Karl-Heine-Kanal, der Störmthaler Kanal und die Schleuse Connewitz erfasst; auch der Floßgraben als historischer Kunstgraben ist enthalten.
Die Ermittlung der Hochwassergefahren erfolgt unter Verwendung hydraulischer Modelle. Mit diesen computergestützten mathematisch-physikalischen Modellen wird eine möglichst detaillierte Abbildung der hydraulischen Prozesse im Hochwasserfall angestrebt. Die wesentlichen Datengrundlagen beziehen sich auf Informationen zu Die hydrologischen Grundlagendaten werden durch den Gewässerkundlichen Landesdienst in Form von Abflusslängsschnitten bzw. Abflussganglinien für die gemäß der HWRM-RL festgelegten Szenarien bereit gestellt. Die Ermittlung der Abflusswerte erfolgt auf Basis statistischer Auswertungen von Pegeldaten, mittels Niederschlags-Abfluss-Modellen bzw. durch Regionalisierungsverfahren. Die so ermittelten Abflusswerte bilden eine wesentliche Grundlage der hydraulischen Modellierung. Aussagekräftige hydraulische Berechnungen setzen die möglichst genaue Aufnahme der Geländeoberfläche der Vorländer sowie des eigentlichen Gewässers (Flussschlauch) voraus. In der Regel werden die Vorlandbereiche durch Digitale Geländemodelle (DGM) abgebildet. Landesweit kann dazu ein hoch aufgelöstes DGM1 mit einer räumlichen Auflösung von 1m x 1m verwendet werden. Das Maß der Höhengenauigkeit beträgt ± 15cm. Im Gegensatz zu den Vorlanddaten werden die Daten zur Gewässer- bzw. Gerinnegeometrie in der Regel mittels terrestrischer Vermessungen erhoben, die in Abhängigkeit der Gewässergröße u. U. vom Boot aus stattfindet. An größeren Gewässern wird die Gerinnegeometrie flächenhaft mittels sog. Echolotverfahren aufgenommen. Als Bauwerksdaten werden hydraulisch wirksame Quer- (Brücken, Pfeiler, Durchlässe, Wehre, etc.) und Längsbauwerke (Ufermauern, Deiche, etc.) als weitere wesentliche Datengrundlage erhoben. Dabei werden die die Bauwerke definierenden Strukturen, wie Brückenpfeiler, lichte Höhen und Breiten von Durchlässen und Steuerorganen sowie im Wasser befindliche Bauwerkselemente von Regelorganen (z. B. Fachbaum an Wehren) vermessen. Deren detaillierte Erfassung ist unverzichtbar, um die dadurch hervorgerufenen Einflüsse in den Strömungsmodellen zu berücksichtigen. Die Messgenauigkeit terrestrischer Vermessungen wird dabei mit Werten ≤5cm angegeben. Gebäude, wie in der Regel nicht durströmte Häuser oder Hallen, die in Siedlungs- und Industriebereichen in großer Anzahl vorliegen, werden vereinfacht aus den amtlichen Gebäude- und Bauwerkskatastern entnommen. In den Modellen selbst werden die Gebäudeumrisse so definiert, dass sie nicht am Strömungsprozess teilnehmen. Damit wird deren hydraulisch wirksamer Einfluss auf die zu simulierenden Überflutungsflächen berücksichtigt. Flächennutzungsdaten repräsentieren die Art und Ausprägung der Bodenbedeckung der Geländeoberfläche. Die sog. Rauheit, stellt eine wesentliche Steuergröße in hydraulischen Modellen. Sie hat einen entscheidenden Einfluss auf die Fließdynamik. Mit ihr können jahreszeitliche Aspekte in den Modellen berücksichtigt werden. Die dazu verwendeten Flächennutzungsdaten werden in der Regel aus Luftbildaufnahmen abgeleitet und liegen landesweit vor. Die während Hochwasser dokumentierten Wasserstände und Überflutungen stellen eine wichtige Grundlage zur Kalibrierung der hydraulischen Modelle dar. Damit die Informationen über Wasserstände nicht nur an Pegeln vorliegen, werden flächendeckend Befliegungen zum Hochwasserscheitel durchgeführt. Detaillierte Aufnahmen der Überflutungsgrenzen finden zudem mittels terrestrischer Vermessungen statt.
Das zu prüfende Vorhaben besteht aus der zukünftigen Annahme und Einleitung des Grubenwassers des ehemaligen Bergwerks Ibbenbüren. Hierzu ist die Grubenwasserhaltung des letzten aktiven Betriebsbereichs, des Ostfeldes, temporär zum Zweck des Grubenwasseranstiegs eingestellt worden, um somit den Grubenwasserspiegel auf ein Annahmeniveau von +63 m NN zu heben. Dieses Annahmeniveau wurde als optimales Niveau für einen langfristigen Grubenwasserspiegel ermittelt. Nach dem Erreichen dieses Zielniveaus muss das Grubenwasser des Ostfeldes erneut angenommen und abgeleitet werden. Die dann anzunehmende Wassermenge aus dem Ostfeld ist gegenüber der ursprünglich gehobenen Wassermenge aus der tieferen Wasserhaltung deutlich reduziert. Auch werden die ausgetragenen Stofffrachten deutlich geringer sein. Da der beantragte Planzustand unter bestimmten baulichen Voraussetzungen ggf. nur mit einem Zwischenschritt erreicht werden kann, ist zusätzlich der diesen Zwischenschritt beschreibende Besicherungsfall zu betrachten. Im Planzustand erfolgt die Annahme des Grubenwassers des West- und Ostfeldes aus dem Auslaufbauwerk des Grubenwasserkanals im freien Gefälle in den Stollengraben. Nach der Aufbereitung des Grubenwassers in der Anlage zur Grubenwasseraufbereitung in Gravenhorst wird das nunmehr aufbereitete Wasser wiederum über den Stollenbach in die Hörsteler Aa eingeleitet. Die voraussichtlich anstehende Grubenwassermenge beträgt im Planzustand im Mittel ca. 6,8 Mio. m³/Jahr bzw. max. 8,4 Mio. m³/Jahr. Im Besicherungsfall wird das Grubenwasser des Ostfeldes in einer temporären Anlage zur Grubenwasseraufbereitung am Standort Püsselbüren aufbereitet, sofern zum Zeitpunkt des Erreichens des Annahmeniveaus des Grubenwassers der Grubenwasserkanal noch nicht fertiggestellt sein sollte. In diesem Fall ist eine temporäre Grubenwasserannahme am bestehenden Standort Oeynhausen bei rd. +55 m NN vorgesehen, von wo das gehobene Grubenwasser wie bisher über den Ibbenbürener Förderstollen und den verrohrten Stollenbach den Püsselbürener Klärteichen zugeführt wird. Von dieser temporären Anlage am Standort Püsselbüren wird das aufbereitete Grubenwasser über eine bestehende Ableitung in die Ibbenbürener Aa eingeleitet. In diesem Besicherungsfall beträgt die voraussichtliche Einleitmenge von Ostfeldwasser in die Ibbenbürener Aa im Mittel ca. 2,35 Mio. m³/Jahr bzw. max. 2,9 Mio. m³/ Jahr. Weitere max. 5,5 Mio. m³/Jahr Westfeldwasser werden wie bisher aus der bestehenden Anlage Gravenhorst in die Hörsteler Aa eingeleitet. Für den Besicherungsfall werden im Vergleich zum Ausgangszustand geringere Grubenwassermengen mit einer geringeren Stofffracht über den Stollengraben in die Ibbenbürener Aa abgeleitet, wohingegen sich die Situation der Annahme und Ableitung des Westfeldwassers nicht verändert. Insgesamt ergibt sich hierdurch aufgrund der insgesamt geringeren Grubenwassermenge mit der geringeren Stofffracht ein Zustand, der positiv für die ökologische Funktion des Fließgewässers Ibbenbürener / Hörsteler Aa zu werten ist. Für den Planzustand werden die gemeinsam angenommenen Grubenwässer des West- und Ostfeldes nach Aufbereitung in der Anlage in Gravenhorst über den Stollengraben an der bestehenden Einleitstelle Gravenhorst in die Hörsteler Aa eingeleitet. Die Einleitung des Ostfeldwassers an der Einleitstelle Püsselbüren entfällt hiermit und befreit somit das Fließgewässersystem Ibbenbürener / Hörsteler Aa auf ca. 2,7 km von den stofflichen Belastungen, des Grubenwassers. Die mit der Einstellung der Einleitung am Standort Püsselbüren einhergehende geringfügige Erhöhung der Einleitung an der Einleitstelle Gravenhorst führt dort nicht zu relevanten Veränderungen. Durch die Verringerung der eingeleiteten Grubenwassermenge in das Gewässersystem der Ibbenbürener / Hörsteler Aa werden die Abflussverhältnisse dem natürlichen Abflussregime angenähert. Zusätzlich wird die gesamtstoffliche Belastung insgesamt reduziert, wodurch sich die ökologische Funktionsfähigkeit des Fließgewässersystems verbessern kann. Hierdurch ergeben sich in der Tendenz positive Entwicklungen für andere Schutzgüter, die mit dem Fließgewässersystem interagieren. Aus dem Schutzgut Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt profitieren die gewässergebundenen Arten, im Fall der Überflutung der Überschwemmungsflächen das Schutzgut Boden und das damit verbundene Schutzgut Grundwasser. Die vorhabenbedingten Auswirkungen können keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen auf die Schutzgüter hervorrufen.
Origin | Count |
---|---|
Bund | 217 |
Land | 28 |
Type | Count |
---|---|
Förderprogramm | 205 |
Taxon | 1 |
Text | 10 |
Umweltprüfung | 1 |
unbekannt | 21 |
License | Count |
---|---|
geschlossen | 21 |
offen | 210 |
unbekannt | 7 |
Language | Count |
---|---|
Deutsch | 219 |
Englisch | 48 |
Resource type | Count |
---|---|
Bild | 1 |
Dokument | 13 |
Keine | 158 |
Unbekannt | 1 |
Webdienst | 3 |
Webseite | 71 |
Topic | Count |
---|---|
Boden | 211 |
Lebewesen & Lebensräume | 208 |
Luft | 188 |
Mensch & Umwelt | 237 |
Wasser | 224 |
Weitere | 238 |