Das Projekt "04: Wasserwirtschaft - Demografiestudie: Abwasserinfrastruktur" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz durchgeführt. Bestandserhebung und -bewertung, Bedarfsprognose sowie technische, ökologische und ökonomische Variantenbetrachtung. Anhand mindestens eines konkreten Beispiels einer Gemeinde oder eines Abwasserzweckverbands soll eine entsprechende Betrachtung durchgeführt und ausgewertet sowie allgemeingültige Empfehlungen abgeleitet werden.
Das Projekt "Teilvorhaben 3" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Abwasserzweckverband Bode Wipper durchgeführt. Der Arbeitsplan ist diesem AZA in Form eines Balkenplans beigefügt. Die einzelnen Arbeitspakete und Teilaufgaben werden in der Antragsschrift der Hochschule Nordhausen aufgeschlüsselt beschrieben. Der Abwasserzweckverband wird neben der inhaltlichen Bearbeitung des Arbeitspaket 1 vor allem in der praktischen Umsetzung Arbeitspaket 2 und 3 eine große Rolle spielen. Da die geplante Forschungsanlage im Pilotmaßstab auf dem Gelände der Kläranlage Bleicherode positioniert werden soll, wird ein Großteil der Bedienungstätigkeiten durch den Abwasserzweckverband erfolgen. Hier ist vorgesehen, dass ein Klärmeister die Betreuung, Bedienung, Beschickung der Anlage mit unterstützt. Auch wird hier das beprobte Versuchsmaterial für die an der Hochschule stattfindenden Laborversuche vorbereitet und turnusmäßig Klärschlämme zur Verfügung gestellt. Seitens der technischen Leitung wird bei der Konzeptionierung der Pilotanlage unterstützt. Innerhalb der Querschnittsthemen von Arbeitspaket 1 sind zudem Zuarbeit bei der Analyse der kommunalen Strukturen vorgesehen. Einer umfänglichen Datengrundlage die die Zusammensetzung des Abwasserzweckverbandes aus vielen Gemeinden mit sich bringt, lässt dabei vielschichtige Einblicke über ländliche Abwasserstrukturen zu. In enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Nordhausen und den weiteren Verbundpartnern wird sich der Abwasserzweckverband mit der Analyse und Aufbereitung der Daten rund um die Kreislaufwirtschaftsthematik Abwasser in der Region auseinandersetzen. Die aktive Mitarbeit in den Workshops und die daraus resultierende Multiplikator Funktion innerhalb des Zweckverbandes sind ebenfalls Teil der Aufgabe. In Arbeitspaket 4 beteiligt sich der Abwasserzweckverband an der Konzeptionierung eines nachhaltigen regionalen Kreislaufkonzeptes für CarboMass.
Das Projekt "Teilvorhaben: Direkte Nutzung und Verwertung von NBS-behandeltem Abwasser durch Aquaponik" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von TERRA URBANA Umlandentwicklungsgesellschaft mbH durchgeführt. In WaterReTUNe sollen innovative Technologien zur Nachbehandlung und Verwertung von biologisch gereinigten Kläranlagenabläufen entwickelt und in Tunesien demonstriert werden. Ziel ist es, mittels Kombination aus Nature Based Solutions (NBS), einem innovativen Membranbehandlungssystem zur Produktion von hochwertigem entsalztem Reuse-Abwasser für Bewässerungszwecke, innovativer Sole-Behandlung zu Nährstoffrückgewinnung und Halophytenanbau sowie einer kreislaufgeführten low-tech Aquaponik-Produktion eine Prozesskette zur diversifizierten Verwertung des bisher in Tunesien wenig genutzten Potentials von gereinigtem Abwasser zu erschließen. Die Pilotanlage aus dem BMBF-Projekt AWAREGIO soll genutzt werden, um zu Projektbeginn einen effizienten Know-how-Transfer mittels gemeinsamen Voruntersuchungen in Deutschland zu ermöglichen mit dem Ziel, ein an tunesische Bedingungen angepasstes Konzept zu entwickeln. Dieses soll als WaterReTUNe-Pilotanlage auf dem Versuchsgelände des tunesischen Konsortiums an ein bestehendes NBS-System angedockt werden. Im Rahmen eines Innovationsforums sollen die etablierten Netzwerke der Forschungspartner FiW und CERTE mit den aufstrebenden Netzwerken der Wirtschaftspartner TERRA URBANA und 'l' Art Des Jardins' verknüpft werden. Zusammen mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wird ein Aktionsplan zur wissenschaftlichen und ökonomischen Weiterführung der Projektergebnisse im Hinblick auf den für die Daseinsvorsorge und Umweltschutz im Maghreb essentiellen Ausbau sicherer Abwasser-Reuse-Techniken erarbeitet. Die Aussicht auf konkrete Verwertung der Projektergebnisse wird durch die Einbindung des nationalen tunesischen Abwasserverbands ONAS, des nationalen landwirtschaftlichen Instituts INAT sowie der breit vernetzten NGO GDA Sidi Amor als assoziierte Projektpartner untermauert. Die TERRA URBANA entwickelt das lokal angepasste, kreislaufgeführte low-tech Aquaponiksystem, das direkt an das NBS-System angeschlossen wird.
Das Projekt "Teilvorhaben: Wasserbehandlung und Wiedernutzung in Tunesien" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft e.V. an der RWTH Aachen University durchgeführt. In WaterReTUNe sollen innovative Technologien zur Nachbehandlung und Verwertung von biologisch gereinigten Kläranlagenabläufen entwickelt und in Tunesien demonstriert werden. Ziel ist es, mittels Kombination aus Nature Based Solutions (NBS), einem innovativen Membranbehandlungssystem zur Produktion von hochwertigem entsalztem Reuse-Abwasser für Bewässerungszwecke, innovativer Sole-Behandlung zu Nährstoffrückgewinnung und Halophytenanbau sowie einer kreislaufgeführten low-tech Aquaponik-Produktion eine Prozesskette zur diversifizierten Verwertung des bisher in Tunesien wenig genutzten Potentials von gereinigtem Abwasser zu erschließen. Die Pilotanlage aus dem BMBF-Projekt AWAREGIO soll genutzt werden, um zu Projektbeginn einen effizienten Know-how-Transfer mittels gemeinsamen Voruntersuchungen in Deutschland zu ermöglichen mit dem Ziel, ein an tunesische Bedingungen angepasstes Konzept zu entwickeln. Dieses soll als WaterReTUNe-Pilotanlage auf dem Versuchsgelände des tunesischen Konsortiums an ein bestehendes NBS-System angedockt werden. Im Rahmen eines Innovationsforums sollen die etablierten Netzwerke der Forschungspartner FiW und CERTE mit den aufstrebenden Netzwerken der Wirtschaftspartner TERRA URBANA und 'l' Art Des Jardins' verknüpft werden. Zusammen mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wird ein Aktionsplan zur wissenschaftlichen und ökonomischen Weiterführung der Projektergebnisse im Hinblick auf den für die Daseinsvorsorge und Umweltschutz im Maghreb essentiellen Ausbau sicherer Abwasser-Reuse-Techniken erarbeitet. Die Aussicht auf konkrete Verwertung der Projektergebnisse wird durch die Einbindung des nationalen tunesischen Abwasserverbands ONAS, des nationalen landwirtschaftlichen Instituts INAT sowie der breit vernetzten NGO GDA Sidi Amor als assoziierte Projektpartner untermauert. Das FiW wirkt als Koordinator des Gesamtprojekts und erforscht und entwickelt das Membranbehandlungssystem.
Das Projekt "Teilprojekt 6" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Abwasserzweckverband Nordkreis Weimar durchgeführt. Das Verbundvorhaben TWIST++ zielt darauf ab, in einem transdisziplinären Forschungsverbund ganzheitliche, innovative, modellhafte und zukunftsweisende technische Lösungen sowie zur Erleichterung ihrer Umsetzung ein für Entscheider zugängliches Simulationsspiel zu erarbeiten, um auf intelligente Weise Entsorgungsaufgaben für Abwasser mit den Versorgungsaufgaben für Trinkwasser zu vereinen und die Flexibilität des Gesamtsystems zur Anpassung an künftige Veränderungen zu erhöhen. Der Abwasserzweckverbande Nordkreis Weimar (ANW) wird in vielen Teilarbeitspaketen mitwirken, wobei der Schwerpunkt im Bereich des ländlichen Raums in den NBL, insbesondere in seinem eigene Verbandsgebiet liegen wird. Hier wird er für die Erfassung des Ist-Zustandes und die Ableitung von Planungsgrundlagen verantwortlich sein. Wichtige Kompetenzen werden bei der Anwendung der Planungswerkzeuge und bei der Umsetzung der Konzepte im Modellgebiet gefragt sein.
Das Projekt "Untersuchungen zur weitergehenden Entfernung von Spurenstoffen auf der Kläranlage des Abwasserverbandes Langen-Egelsbach-Erzhausen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von UNGER ingenieure Ingenieurgesellschaft mbH durchgeführt. Aufgrund zukünftig zu erwartender Auflagen zur Entfernung von Spurenstoffen wie Arzneimitteln, endokrin wirksamen Stoffen, etc. verfolgen die Untersuchungen des Forschungsprojektes an der kommunalen Kläranlage (KKA) des Abwasserverbandes Langen-Egelsbach-Erzhausen (AVLEE) das Ziel Daten zur Leistung, Kosten und Praxistauglichkeit von Verfahren bzw. Verfahrenskombinationen zur Entfernung standortrelevanter Spurenstoffe zu sammeln, die technische und ökonomisch beste Variante zur Entfernung der am Standort erprobten Verfahren zu ermitteln, technische sowie ökonomische Vor- und Nachteile zu benennen und so eine solide Entscheidungsgrundlage für möglicherweise anstehende zukünftige Erweiterungsmaßnahmen, exemplarisch vor dem Hintergrund der erforderlichen Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie im hessischen Ried, zu schaffen. Der Schwerpunkt der geplanten Untersuchungen liegt auf dem systematischen Vergleich unterschiedlicher, miteinander kombinierter Verfahren basierend auf der Adsorption mit Aktivkohle (AK) und der Membrantechnologie.
Das Projekt "Klärschlammverwertung und Waldholznutzung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Klärschlammverwertung Albstadt GmbH durchgeführt. Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts wird erstmalig ein Verfahren zur Entsorgung von Klärschlamm aus 10 Kläranlagen umgesetzt, das durch die Kombination von Biomassefeuerung und ORC-Anlage mit Auskopplung von Niedertemperaturwärme den Klärschlamm durch Trocknung zu Ersatzbrennstoff verarbeitet. In der Region um Albstadt haben sich die Städte Albstadt, Burladingen, Gammertingen, Meßstetten, Gemeinden Nusplingen, Schwenningen, Stetten a.k.M und die Abwasserzweckverbände Oberes Eyachtal, Schmeietal, Scher-Lauchert sowie die Kläranlage Kohltal GbR als Gesellschafter der Klärschlammverwertung Albstadt GmbH zusammen geschlossen, um gemeinsam nach sinnvollen Alternativen zur heutigen Klärschlammversorgung zu suchen. Das Vorhaben soll einen alternativen Lösungsansatz zur Klärschlammentsorgung aufzeigen. Kernpunkt ist die Trocknung des Klärschlamms direkt an der Kläranlage mit Niedertemperaturabwärme aus einem holzgefeuerten Biomasse-Heizkraftwerk. Der getrocknete Klärschlamm lässt sich einfach transportieren und ist in der Zementindustrie ein willkommenes und CO -neutrales Brennstoffsubstitut mit hohem Heizwert. Die im Klärschlamm enthaltenen Schadstoffe werden so sicher gebunden. Der so gewonnene Brennstoff mit einer Trockensubstanz von über 90 Prozent und einem Heizwert von 11.000 Kilojoule pro Kilogramm eignet sich für den Einsatz in Kraftwerken oder in der Zementindustrie. Die kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung (KWK) erfolgt ausschließlich mit naturbelassenem Holz aus dem Forst und der Landschaftspflege. Der so erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Damit wird ein neuer, umwelt- und klimaschonender Entsorgungspfad für Klärschlamm eingeführt. Durch die Kombination moderner Verfahren können erhebliche Potenziale zur Energieeffizienz erschlossen und zugleich der klimaschädliche CO2-Ausstoß um über 6.000 Tonnen pro Jahr verringert werden. Das Vorhaben wird im Rahmen der BMU-Klimaschutzinitiative finanziert. Aufgrund der erwarteten hohen Wirtschaftlichkeit besteht ein großes Potenzial zur Nachahmung - gerade für kleinere und mittlere Kommunen. In Deutschland werden gegenwärtig rund 60 Prozent des Klärschlamms in der Landwirtschaft und im Landschaftsbau verwertet. Benötigt werden aber auch umweltfreundliche Alternativen, etwa thermische Verwertungsverfahren, beispielsweise für belastete Klärschlämme oder Regionen, in denen Klärschlamm nicht in der Agrarwirtschaft verwertet werden kann. Das Vorhaben in Albstadt kann dafür Vorbild sein.
Das Projekt "Potenziale und technische Optimierung der Abwasserwärmenutzung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft e.V. an der RWTH Aachen University durchgeführt. Die Nutzung von Abwasserwärme- bzw. -kälte zur Gebäudeklimatisierung führt zu einer Verminderung des (i.d.R. fossilen) Primärenergieverbrauches und damit zu einer CO2-Reduktion. Stadtentwässerungen, Abwasserverbände und übergeordnet die Kommunen erhalten damit die Gelegenheit, mit der Umsetzung der Abwasserwärmenutzung einen konkreten Beitrag zur Klimadebatte leisten zu können. Ungeachtet solcher Überlegungen ist aber zu berücksichtigen, dass Abwasseranlagen primär und uneingeschränkt der sicheren Ableitung und Entsorgung des anfallenden Abwassers nach dem Stand der Technik dienen müssen und dies zukünftig garantiert werden kann. Abwasserwärmenutzungsanlagen stellen aus Sicht der Abwasserentsorgung eine Sekundärnutzung dar, die mit dem primären Ziel nicht konkurrieren bzw. die ordnungsgemäße Abwasserentsorgung nicht gefährden darf. Vor diesem Hintergrund soll mit vorgesehenen Untersuchungen ein wesentlicher Beitrag zur Etablierung der Abwasserwärme- und -Kältenutzung erreicht werden. Hierfür werden in Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen, Ingenieurbüros, Abwasserverbänden und kommunalen Betreibern folgende Arbeitspakete angeboten: - Ermittlung Stand der Betriebserfahrung, Technik und Forschung sowie einer Betrachtung - vielfältiger technischer Innovationen und Optimierungsansätze - Quantifizierung der maximal nutzbaren Wärme und Kälte aus dem Abwasser und Aufstellung von Leitlinien und Berechnungsmethoden für Behörden und für Planer - Erstellung von Hinweisen für ein systematisches Vorgehen in Kommunen und Verbänden bei der Aufstellung von Wärmedargebots- und Wärmenachfragekarte - Zusammenführung, Aufbereitung und Kommunizierung der Arbeitsergebnisse, also - Aussagen Investitions- und Betriebskosten in der Praxis - Darstellung einer Vorgehensweise und Leitlinien zur Erstellung von Wärmedargebots- und Wärmenachfragekarten - Dimensionierung von Abwasserwärmenutzungsanlagen - Empfehlungen für die Wahl eines Wärmetauschersystems.
Das Projekt "Forschungsprämie: Erstellung einer internetbasierten Forschungsdatenbank zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse aus Forschungsprojekten (ISI-InFo) und Erweiterung der Versuchsanlage zur Vergärung von Substraten der Lebensmittelindustrie" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Dresden, Fachrichtung Hydrowissenschaften, Institut für Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft durchgeführt. Teil A) Ziel des Vorhabens ist es, die im Laufe der Jahre gesammelten Erkenntnisse einem breiteren Rahmen der Fachöffentlichkeit in Form einer Datenbank zu präsentieren, da insbesondere Berichte aus der Auftragsforschung, aber auch Diplomarbeiten bisher unveröffentlicht sind. In die Forschungsdatenbank werden zunächst die seit 1992 in der AG Abwassertechnik entstandenen Diplomarbeiten, Dissertationen und die mit öffentlichen Mitteln geförderten Forschungsprojekte aufgenommen. Abschlussberichte aus nicht öffentlich finanzierten Projekten mit Auftraggebern aus der Industrie sowie aus Ingenieurbüros und Abwasserzweckverbänden werden dahingehend geprüft, ob eine Veröffentlichung, ggf. auch nur in Auszügen möglich ist. Die Präsentation der Forschungsdatenbank erfolgt im Internet als verlinkte Anbindung an die Homepage des Instituts für Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft. Der frei zugängliche Teil der Datenbank enthält einen Schlagwortkatalog und eine nach Art der Veröffentlichung sortierte Liste. Das Ansehen bzw. Herunterladen der Berichte erfordert eine Anmeldung durch den Benutzer und eine Freigabe unter Vergabe eines zeitlich begrenzt gültigen Passworts durch einen Administrator. Mit der Forschungsprämie über 19.305,00 Euro erfolgt die Beschäftigung eines Wissenschaftlichen Mitarbeiters über ca. 5 Monate für die Durchführung von Bestandaufnahme, Einordnung und Digitalisierung der Berichte, Aufbau der Datenbank, Erstellung der Internetpräsenz, Erprobung des Internetauftritts und Betreuung der Datenbank. Teil B) Geplant ist die Erweiterung einer Versuchsanlage zur Vergärung von Substraten aus der lebensmittelverarbeitenden Industrie. Die vorhandene Gasmessung mit Gastüten ist unzuverlässig und zeitaufwändig. Es sollen Milligascounter (siehe Anhang Geräteliste) zur kontinuierlichen und kumulativen Gasmessung eingebaut werden. Damit können die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit verständlicher gemacht und die Akzeptanz der Biogastechnologie erhöht werden.
Das Projekt "Erstellung eines 2-dimensionalen Strömungsmodells für ein Teileinzugsgebiet des Gewässers Regnitz" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Berlin, Institut für Bauingenieurwesen, Fachgebiet Wasserwirtschaft und Hydrosystemmodellierung durchgeführt. Im Verbandsgebiet des Abwasser- und Gewässerverbandes Mittlere Regnitz in Baiersdorf (AGV) in der Nähe von Nürnberg kam es in den vergangenen Jahrzehnten nach Starkregenereignissen immer wieder zu Überschwemmungen in einzelnen Ortslagen. Die schadensbringenden Überflutungen wurden dabei nicht nur durch Ausuferungen der Gewässer, sondern auch durch flächenhafte Zuflüsse aus dem freien Gelände verursacht. Das bislang schwerste Ereignis fand in der Nacht vom 21. Juli auf den 22. Juli 2007 statt. Innerhalb kürzester Zeit fielen im Raum Baiersdorf / Forchheim bis zu 200 l Niederschlag pro m2. In Verbindung mit einem wassergesättigten Boden führte dies zu einem extremen Hochwasserereignis mit großen Schäden in den davon betroffenen Ortslagen. Die Projektarbeiten beinhalteten die zur Erstellung des Gesamtkonzepts erforderlichen hydrodynamischen 2D-Strömungsmodellierungen des Gewässersystems verschiedener Lastfälle (HQ20, HQ50, und HQ100) mitsamt des zugehörigen Modellaufbaus (DGM-Aufbereitung und -plausibilisierung, Netzgenerierung, Parametrisierung und Eichung). Zudem waren hydrologische Verfahren zur Ermittlung der verschiedenen Lastabflüsse direkt bei der Modellierung zu integrieren. Statt der Vorgabe eines Abflusses wurden in diesem Projekt Gebietsniederschläge durch Quell- und Senkterme, was im Zusammenhang mit einer hydraulischen Gewässermodellierung bislang in der Praxis nicht verbreitet ist, zusammengefasst und als Gebietsabflüsse betrachtet. Insgesamt wurden etwa 80 km Gewässer in einem etwa 4500 ha großen Modell, welches etwa 2 Mio Knoten und 3 Mio Elemente enthält, mit den o.g. Abflüssen belastet und simuliert. Im Rahmen der Erstellung des Hochwasserschutzkonzeptes wurden unterschiedliche technische Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes der betroffenen Gemeinden in das Modell integriert (z.B. Hochwasserrückhaltebecken, Gewässeraufweitungen, -verlegungen, Änderungen von Brücken und Durchlässen sowie Entlastungsgewässer). Auf diese Weise konnten die Wirkungen der favorisierten Maßnahmenvarianten im Falle eines HQ100 quantifiziert werden. Die Ergebnisse waren in einem Geo-Informationssystem (GIS) abzulegen und fachlich darzustellen.
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Bund | 24 |
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Boden | 13 |
Lebewesen & Lebensräume | 18 |
Luft | 12 |
Mensch & Umwelt | 24 |
Wasser | 24 |
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