Der auch Grauergorilla genannte Östliche Flachlandgorilla (Gorilla beringei graueri)ist nach den Ergebnissen einer am 19. Oktober 2016 in der Fachzeitschrift "Plos One" veröffentlichten Studie "vom Aussterben bedroht". Diese nur im Osten der Demokratischen Republik Kongo vorkommende Unterart des Östlichen Gorillas könnte nach Ansicht der Autoren in fünf Jahren in vielen ihrer Heimatgebiete ausgestorben sein, wenn die Regierung in Kinshasa nicht rasch gegensteuert. Nach Angaben des Leiters der Studie, Andrew Plumptre von der Wildlife Conversation Society, handelt es sich um die erste Untersuchung zu dieser Unterart seit Ausbruch des Bürgerkrieges. Seit Beginn des Bürgerkriegs 1996 ging der Bestand der Menschenaffen um 77 Prozent zurück. Statt 16.900 Tieren leben heute in dem Gebiet nur noch geschätzte 3.800 Exemplare. Als Gründe nannten die Forscher vor allem den Bürgerkrieg und den Bergbau in der Region. Demnach machten bewaffnete Bergarbeiter verstärkt Jagd auf die Affen wegen ihres Fleischs. Zum Schutz der Primaten regen die Forscher nun an, den Bergbau zu reglementieren und das Militär dazu zu motivieren, die Tiere in der Region besser gegen Jäger zu verteidigen.
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte hat den Affen – speziell Makaken als typische Vertreter – zum Versuchstier des Jahres 2014 ernannt.
Mitarbeiter der UN-Friedenstruppen im Kongo (Monuc) sind erstmals für bedrohte Gorillas im Einsatz gewesen. Vier junge Östliche Flachlandgorillas wurden von Blauhelmen am 27. April 2010 aus der ostkongolesischen Stadt Goma per Hubschrauber in ein Naturschutzgebiet im Norden der Provinz Kivu gebracht, nachdem die Tiere aus der Gewalt von Schmugglern befreit wurden. Die Affen sollten als Buschfleisch auf örtlichen Märkten angeboten werden. Wissenschaftler hatten die Reise auf dem Landweg als zu gefährlich und traumatisch für die Tiere eingestuft. Für Anfang Juni ist nach Angaben der UN ein zweiter Gorilla-Transport geplant. Dann sollen sechs verwaiste Junggorillas aus dem benachbarten Ruanda in das Naturschutzgebiet geflogen werden.
Die Menschheit bedroht die Existenz ihrer nächsten Verwandten: der Menschenaffen, Affen, Lemuren und anderer Primaten. 48 Prozent aller 634 bekannten Primatenarten befinden sich auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Mit der Veröffentlichung der Liste der 25 am stärksten bedrohten Primaten, wollen die IUCN-Experten sowohl die Öffentlichkeit als auch die Regierungen auf den dringenden Bedarf nach Erhaltungsmaßnahmen aufmerksam machen. Vor allem im Hinblick auf die nächste Biodiversitätskonferenz im japanischen Nagoya im Oktober 2010. Die Hauptbedrohungen sind die Zerstörung tropischer Wälder als Lebensraum, der illegale Handel mit Wildtieren und die Ausweitung des kommerziellen Handels mit Wildfleisch (Bushmeat). Die Liste umfasst fünf Primatenarten aus Madagaskar, sechs aus Afrika, 11 aus Asien und drei Arten aus Zentral- und Südamerika. Laut IUCN bedürfen deren Bestände am dringendsten Erhaltungsmaßnahmen.
Seit 2003 ernennt der Bundesverband Menschen für Tierrechte in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsvereinen das Versuchstier des Jahres. Ziel ist es Tierversuche, die an einer bestimmten Tierart durchgeführt werden, öffentlich zu machen. Die Jury hat den Javaneraffen zum Versuchstier des Jahres 2004 erklärt. Der Javaneraffe (Macaca fascicularis) ist neben dem Rhesusaffen, der Afrikanischen Grünen Meerkatze und dem Pavian ein häufig in Tierversuchen eingesetzter Affe, der stellvertretend für alle "Laboraffen" in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden soll.
Das hier zur Förderung vorgeschlagene Projekt ergänzt eine Initiative des WWF, den Schutz des Campo Maan Nationalparks in Kamerun zu verstärken und dort ein Gorillatourismus Vorhaben aufzubauen. Der Druck auf die natürlichen Ressourcen des Nationalparks durch Bevölkerungswachstum und infrastrukturelle Entwicklungsmaßnahmen nimmt zu und bedroht eine der wichtigsten Gorillapopulationen im Bereich der Atlantic Equatorial Coastal Waldökoregion. Im Mittelpunkt der WWF-Initiative steht daher die Verbesserung der lokalen Unterstützung für den Gorilla- und Waldschutz durch einen gerechten Vorteilsausgleich mit maximalem Nutzen für die Anrainerbevölkerung des Nationalparks. Das Vorhaben prüft, welche Gruppen tatsächlich von einem erfolgreichen Gorillatourismus profitieren, etwa Naturschutzbehörden, die Gemeinschaften vor Ort, die Privatwirtschaft und sogar ganze Volkswirtschaften und wie diese Gewinne verteilt werden. Das Vorhaben zielt darauf ab, einen Ausgleich zwischen den Erwartungen der verschiedenen Interessensgruppen zu finden. Daher ist es wichtig, den Projektverantwortlichen ein Evaluationsinstrument an die Hand zu geben, mit dessen Hilfe die erwartete Wirkung des Projekts wohlfahrtstheoretisch begründet werden kann. Das hier vorgeschlagene Projekt wird einen Praxisleitfaden entwickeln, der als Planungs- und Entscheidungsinstrumentarium für Projektentwickler herangezogen werden kann.
Ziel des Projektes ist es, ein Prüfsystem für neue 'Biologicals' zu schaffen. Dieses Prüfsystem kann den prädiktiven Wert insbesondere von Affenexperimenten für die Zulassung von 'first-in-human' Phase I-Studien vor Versuchsbeginn bestimmen. Darüber hinaus kann dieses System auch für die bislang meist in Mäusen durchgeführte immunologische Grundlagenforschung eingesetzt werden, um nicht von Speziesunterschieden verfälschte Konzepte für das humane Immunsystem zu entwickeln. Schließlich können sich Hinweise für prinzipielle Wirkunterschiede bestimmter Antikörpersubklassen im Primaten versus Menschen ergeben, so dass es wenig Sinn macht, solche Pharmaka zukünftig überhaupt in Affen zu testen. Der methodische Ansatz ist dabei so gewählt, dass durch die Kombination der Methoden (Live-Imaging, Zellisolation aus Schnittkulturen, MACS, FACS, ELISA, Gen-Array) völlig neue, im Tierexperiment nicht durchführbare Analysen möglich werden. Humane Tonsillenkulturen werden zunächst TGN1412, dann mit weiteren mAbs behandelt und die Effekte mittels ELISA anhand der Überstände, die sequentiell über mehrere Tage aus derselben Kultur gewonnen werden, analysiert. Als Kontrollsubstanz kommt das klinisch schon eingesetzte Muronomab zum Einsatz. Zusätzlich werden durchflußzytometrische Veränderungen der Expression von Oberflächenproteinen auf verschiedenen Leukozytenpopulationen dargestellt. Durch Arrays, von aus der Schnittkultur isolierten Zellen, werden Expressionveränderungen von Kandidatengenen untersucht, aber auch unerwartete Gene erfaßt, die dann alle durch qPCR validiert werden. Die Verwertung der angestrebten Innovation liegt in der Grundlagenforschung und Zulassung für die klinische Prüfung von Pharmaka. Aufgrund unserer bisherigen Erfahrung können wir davon ausgehen, dass sich unsere Methode wegen der dem Tierexperiment weit überlegenen Analysemöglichkeiten nach entsprechenden Publikationen verbreiten wird. Nach der Validierungsphase möchten wir die Methode gezielt verbreiten
| Organisation | Count |
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| Bund | 23 |
| Land | 8 |
| Weitere | 3 |
| Wissenschaft | 6 |
| Type | Count |
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| Ereignis | 5 |
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| Text | 8 |
| unbekannt | 4 |
| License | Count |
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| Geschlossen | 12 |
| Offen | 22 |
| Language | Count |
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| Topic | Count |
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| Boden | 12 |
| Lebewesen und Lebensräume | 34 |
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| Mensch und Umwelt | 33 |
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| Weitere | 32 |