Wichtiger Hinweis : Auskunft zu Altlasten und schädlichen Bodenveränderungen erteilt die nach § 18 BodSchAG LSA zuständige untere Bodenschutzbehörde. Die Altlastensituation im Land Sachsen-Anhalt ist geprägt durch: Großflächige Bergbaufolgelandschaften des Tief- und Tagebaues (auf Braunkohle, Kupferschiefer oder Kalisalzen) mit umfassenden Eingriffen in das hydraulische Regime der jeweiligen Großräume, Konzentration der auf diesen Rohstoffen aufbauende Veredlungsindustrie, insbesondere Energieerzeugung, Braunkohleveredlung (Brikettfabriken, Schwelereien), Hütten-, Kaliindustrie und Chemie in Verbindung mit Altablagerungen und Industriedeponien, häufig in bergbaulichen Hohlformen, Entstehung industrieller Ballungsgebiete wie Bitterfeld/Wolfen, Halle/Merseburg, Zeitz/Weißenfels, Mansfelder Land sowie industrielle Pflanzen- und Tierproduktion im Bereich der Landwirtschaft. Wegen der großen Belastung des Lebensraumes ist die Beseitigung der mit Altlasten verbundenen Umweltgefährdungen eine vorrangige Aufgabe der Umweltpolitik des Landes Sachsen-Anhalt. Im Land Sachsen-Anhalt werden seit 1991 altlastverdächtige Flächen, Altlasten (Altablagerungen und Altstandorte), schädliche Bodenveränderungen und Verdachtsflächen erfasst, bewertet und bearbeitet sowie statistisch ausgewertet. Eine aktuelle grafische Übersicht steht hier zum Download bereit (57 KB). Die Vorgehensweise ist im Merkblatt zur Führung der Datei schädlicher Bodenveränderungen und Altlasten (DSBA) beschrieben. Die DSBA ist Bestandteil des FIS Bodenschutz. Sie wird durch die unteren Bodenschutzbehörden auf dem Zentralserver des Landesamtes für Umweltschutz (LAU) geführt. Indiz für die Ersterfassung der Altstandorte nach Aktenlage waren die Branchengruppen. Für die flächendeckende Erfassung der Altablagerungen waren Recherchen von mehr oder weniger gesicherten Quellen u.a. Luftbildern erforderlich. Die erfassten Daten wurden in einem weiteren Schritt formal bewertet und nach ihrem Risikopotenzial in drei Prioritätengruppen eingestuft. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass lediglich für rund 3.500 dieser Flächen weiterer Untersuchungs- und ggf. Sanierungsbedarf besteht. Schwerpunktmäßig werden zunächst die stark kontaminierten Flächen, z.B. die Ökologischen Großprojekte ( ÖGP pdf-Datei 153 KB), auch vor dem Hintergrund eines wirkungsvollen Flächenmanagements bearbeitet. (Siehe auch Landesanstalt für Altlastenfreistellung des Landes Sachsen-Anhalt ( LAF )). Der ständige Ausschuss Altlasten (ALA) der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) hat bundeseinheitliche Merkmale zur Erhebung altlastenspezifischer Kennzahlen erarbeitet, welche hier für Sachsen-Anhalt heruntergeladen werden können (pdf-Datei 103 KB). Die Kennzahlen spiegeln die tatsächliche Situation nicht wider. So werden in der Statistik die mehrere Quadratkilometer und viele einzelne altlastverdächtige Teilflächen/Altlasten umfassenden Ökologischen Großprojekte zum Teil nur als eine Fläche gezählt und quasi mit kleinräumigen Sanierungsfällen gleichgesetzt. Erst nach Abschluss aller Teilsanierungen gilt das Gesamtprojekt als saniert. letzte Aktualisierung: 15.09.2025
Dieser Inhalt beschreibt die "Maßnahmen zur Reduzierung punktueller Stoffeinträge aus Altlasten und Altstandorten" (mit der ID 21) für den Grundwasserkörper "Rechtsrheinisches Schiefergebirge" (mit der ID: DEGB_DENW_273_04). Sie wird im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie durchgeführt. Der Bewirtschaftungszeitraum ist 2022-2027.
Dieser Inhalt beschreibt die "Maßnahmen zur Reduzierung punktueller Stoffeinträge aus Altlasten und Altstandorten" (mit der ID 21) für den Grundwasserkörper "Niederung des Rheins" (mit der ID: DEGB_DENW_27_10). Sie wird im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie durchgeführt. Der Bewirtschaftungszeitraum ist 2022-2027.
Dieser Inhalt beschreibt die "Maßnahmen zur Reduzierung punktueller Stoffeinträge aus Altlasten und Altstandorten" (mit der ID 21) für den Grundwasserkörper "Muensterlaender Oberkreide / Schoelsbach" (mit der ID: DEGB_DENW_278_05). Sie wird im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie durchgeführt. Der Bewirtschaftungszeitraum ist 2022-2027.
Dieser Inhalt beschreibt die "Maßnahmen zur Reduzierung punktueller Stoffeinträge aus Altlasten und Altstandorten" (mit der ID 21) für den Grundwasserkörper "Hagen-Iserlohner Massenkalk" (mit der ID: DEGB_DENW_276_13). Sie wird im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie durchgeführt. Der Bewirtschaftungszeitraum ist 2022-2027.
- Analyse ausgewählter Altstandorte - Darstellung und Bewertung der Veränderung des Altgewerbeflächenbestandes - Empfehlungen für den zukünftigen Umgang mit den verschiedenen Kategorien von Altstandorten
Am Altstandort des Kraftwerkes Borken sind nach Demontagearbeiten 22000 Liter PCB-haltiges Trafooel ausgelaufen, wobei akute Gefahr fuer das nur 40 Meter entfernt liegende Fliessgewaesser Schwalm bestand. Im Verlauf der Sanierungsarbeiten ist eine weitere Altlast durch Trafooel festgestellt worden . Boden und Grundwasser waren hochgradig kontaminiert, bis zu 2000 mg/l Oel in Phase. Durch rastermaessige Sondierungen wurde das Schadensausmass ermittelt. Als aktive hydraulische Sanierungsmassnahme wurden zwei Sanier- und Spuelbrunnen mit Drainagesystem errichtet. Die langfristige Grundwassersanierung erfolgt durch eigene Reinigungsanlage (chemisch/physikalisch). Das ausgehobene Bodenmaterial (ca. 1500 t) wird mikrobiell aufgearbeitet von der Firma Umweltschutz Nord. - Erstellung von Sanierungsplaenen, genehmigungsrechtliche Antraege. - Die Grundwassersanierung wurde durch eigens konstruierte oberflaechenabsaugende Edelstahlbehaelter, in denen sich Tauchpumpen befanden, welche bewirkten, dass in erster Linie das auf der Oberflaeche der Sanierungsbrunnen aufschwimmende Oel entfernt und zur Abscheide- und Sorptionsanlage gefoerdert wurde, durchgefuehrt.
Durch den Bau eines Regenueberlaufbeckens sind zum Teil erhebliche Belastungen an gaswerkspezifischen Schadstoffen (PAK, Cyanide, Phenole) im Erdreich des ehemaligen Gaswerkstandortes festgestellt worden. Der Bau mehrerer Grundwassermessstellen ergab ebenfalls eine Belastung des Grundwassers, deren Ausdehnung durch einen Dauerpumpversuch ermittelt werden soll. Durch weitere Sondierungsuntersuchungen soll die genaue Ausdehnung der Schadensbereiche erkundet und ein Sanierungsplan erarbeitet werden. Ca. 10000 t. des durch die Baumassnahmen angefallenen verunreinigten Bodenaushubes werden durch ein thermisches Reinigungsverfahren saniert und einer Verwertung zugefuehrt. Abfallrechtliche Genehmigungsverfahren zur Entsorgung und Verwertung des Bodenaushubes bzw. Finanzierung des Gesamtprojektes wurden eingeleitet.
Revitalisierung von durch Strukturbrueche gekennzeichneten Staedten und Regionen aktuell: - vergleichende Analyse der IBA Emscherpark/Uebertragbarkeit auf die Niederlausitzstrategien und raeumliche Konzeptfindung fuer Bergbaufolgelandschaften. Das Thema ist in vielfaeltigen Aktivitaeten des Lehrstuhls praesent. Es wurde bereits eine universitaere Tagung mit Beteiligung von Wissenschaftlern und regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung vorbereitet, durchgefuehrt und als Arbeitsergebnis publiziert. Des weiteren ist der Lehrstuhl an einer das IBA-Kuratorium unterstuetzenden universitaeren Arbeitsgruppe im Arbeitskreis 'Baukultur' der IBA-Vorbereitungsgesellschaft sowie an einer Begleitforschung zum IBA Auftaktprojekt 'Pritzen-Greifenhain-Graebendorf' beteiligt.
The site of the heating power station and former gasworks in Plauen is contaminated over a wide area with pollutants specific to gasworks - above all BTX aromatics, PAH (polycyclic aromatic hydrocarbons), tar oils, phenols and ammonium - down to a depth of six metres. According to expert opinion, a soil volume of some 20000 m3 must urgently be cleaned up. A remediation concept has been prepared at the request of the municipality of Plauen, based on the use-related potential assessment for the site. The assessment concludes that there is an acute environmental hazard for the directly adjoining river 'Weisse Elster'. The approach pursued in this project represents a new solution to the problem of contaminated sites. Instead of using ex-situ methods for carrying out a complete cleanup of the contaminated site, as practised so far, in-situ methods are used. In this way, the acute hazard potential is eliminated, leaving only a tolerable amount of residual pollution. This objective will be achieved through a combination of pneumatic, hydraulic and microbiological in-situ measures. The efficiency will be further increased by specific pollutant mobilization. The technical feasibility has been confirmed by soil air suction tests and pumping tests on sites as well as microbiological laboratory analyses. The in-situ decontamination is superior to the traditional ex-situ methods in terms of economic efficiency, waste prevention and reducing traffic movements. The innovative methods proposed here involve, in particular, hot-steam injections and controlled oxyhydrogen gas explosions that will increase the availability of immobile pollutants attached to the soil grain.
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 461 |
| Kommune | 29 |
| Land | 117 |
| Wirtschaft | 3 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 3 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 258 |
| Text | 46 |
| Umweltprüfung | 7 |
| WRRL-Maßnahme | 183 |
| unbekannt | 62 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 78 |
| offen | 449 |
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| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 550 |
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| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 3 |
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| Dokument | 33 |
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|---|---|
| Boden | 557 |
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| Mensch und Umwelt | 557 |
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