In der suedlichen Kalahari wird in Zusammenarbeit mit einem Farmer ein Wassersammelverfahren im Boden entwickelt und fuer den Anbau einheimischer Nutzpflanzen erprobt.
Für die ariden Grenzbereiche der Ökumene wird eine besonders enge Kopplung zwischen physischen Umweltfaktoren und gesellschaftlicher Entwicklung diskutiert. Für die nordperuanische Küstenwüste deuten zahlreiche Arbeiten auf einen Zusammenhang zwischen Einschnitten in der kulturellen Entwicklung und El Nino induzierten, episodisch auftretenden katastrophalen Hochwasserereignissen, die den Bewässerungsfeldbau in Mitleidenschaft gezogen haben. Auch aus der süd-peruanischen Küstenwüste gibt es erste Hinweise auf klimainduzierte extreme Naturereignisse. Im Rahmen des beantragten Vorhabens soll über die geomorphologische Analyse der fluvialen Ablagerungen von 1. ausgewählten Fremdlingsflüssen und 2. autochthonen episodisch durchflossenen Tiefenlinien eine Hochwasserchronologie für das Einzugsgebiet des Rio Grande de Nazca (14 Grad 30'S) erarbeitet werden. Um mögliche Auswirkungen auf den Bewässerungsfeldbau zu belegen, wird drittens in Transekten die Verzahnung von Hochwasserablagerungen und Sedimenten, die dem Bewässerungsfeldbau zuzuordnen sind, untersucht. Die Untersuchungen werden dazu beitragen, die Klimaentwicklung und die Mensch-Umwelt-Interaktion in der peruanischen Küstenwüste im Jungholozän besser zu fassen.
Das Projekt zielt auf die Verbesserung der ökonomischen, sozialen und umweltbezogenen Nachhaltigkeit im Bewässerungsanbau in Kenia. Der Bewässerungsanbau ist ein entscheidender Hebel zur Erreichung von vielen Nachhaltigkeitszielen (SDG 2, 6 and 7 im Wasser-, Energie- und Ernährungs- Nexus). In Kenia ist die Verfügbarkeit von Wasser aus (Tief-) Brunnen durch die Geologie und andere Bedingungen stark eingeschränkt. Um die zukünftige Versorgungssicherheit zu erhöhen, soll die Abkopplung der Bewässerung von der Grundwasserverfügbarkeit untersucht werden. Zudem soll der zunehmend weniger vorhersagbaren Verteilung der Niederschläge mit einer gesteuerten Wasserverteilung begegnet werden. Dafür untersucht das Projekt Bewässerungssysteme, in denen Speicherung und später kontrollierte Verteilung des natürlich vorhandenen Regenwassers genutzt werden. In dem gewählten Forschungsgebiet, haben viele Farmer bereits begonnen, Regenwassersammler (RWH Systeme) zu etablieren. Die Nutzung des gespeicherten Wassers zur Bewässerung erfordert angetriebene Pumpen oder ist sehr arbeitsintensiv. Solare Bewässerungssysteme - als zunehmend kostengünstige Technik - eröffnet Wege zu intelligenter Landwirtschaft und arbeitssparenden und ressourceneffizienten Technologien. Zeitgesteuerte Tropf-/Sprinklerbewässerungssysteme, die niedrige Evapotranspiration in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden nutzen, erfordern wiederum die Dimensionierung der PV-Systeme der in diesen Zeiträumen verfügbaren Sonneneinstrahlung anzupassen. Um das Risiko bei Einführung dieser Technologie aufzufangen, schließt das Projekt erkennbare Lücken über den gezielten Aufbau von Kapazitäten. Dies wird einerseits durch Training von Fachkräften und andererseits durch Verbesserung des Förderumfeldes erreicht. Die Einbindung der relevanten Interessengruppen, über die gesamte FVC und Logistikkette und darüber hinaus, gewährleistet die erfolgreiche und fortdauernde Einbindung dieser neuen Systeme in die Landwirtschaft.
Radarfernerkundung auf Basis der SAR-Satellitendaten der ERS-Plattformen ermöglicht die Aufzeichnung von Boden- und Vegetationsparametern, die vor allem mit den Faktoren Rauhigkeit, Wassergehalt und Salinität korreliert sind. Landnutzung in semi-ariden Regionen Westafrikas wird durch Übernutzung der Böden, Versalzung von bewässertem Land und Dezimierung von Baum- und Strauchschichten der Vegetation geprägt. Geeignete Methoden der Analyse von multitemporalen SAR-Daten der satellitengestützten Radarfernerkundung sollen helfen, vor allem regressive Veränderungen der Landnutzung zu erkennen und zu untersuchen. Informationen zu Bodenbedeckung, horizontaler Struktur der Vegetation und Bodenqualität sollen nachhaltige Entwicklungskonzepte unterstützen.
Ziel des Vorhabens 'Segetalflora Mustang' ist die Erfassung der wildwachsenden Flora von Dörfern und Fluren, sowie ergänzend von Dorf- und Flurwüstungen im Mustang District. Dieser Distrikt in Nord-Nepal, nahe der tibetischen Grenze, stellt einen ökologisch extremen Hochgebirgsraum nördlich des Himalaya-Hauptkammes dar. Das von Höhenlage und klimatischer Trockenheit geprägte Gebiet weist eine wechselvolle Siedlungsgeschichte und vielfältige ethnische und kulturelle Gliederung auf. Ackerbau ist nur in Bewässerungsoasen möglich. Die Segetal- und Ruderalflora erfüllt vielfältige ökologische Funktionen, außerdem kommt ihr erhebliche Bedeutung als landschaftsökologischem Indikator zu. Durch vergleichende Untersuchungen in Dörfern verschiedener Höhenlage, Geschichte und ethnischer Zugehörigkeit soll die Flora der Acker- und Ruderalflächen in ihrer Abhängigkeit von natürlichen und agrarökologischen Faktoren herausgearbeitet werden. Es soll geprüft werden, ob aufgrund des floristischen Inventars der Siedlungen Rückschlüsse z.B. auf ihr Alter oder auf ethnospezifische Formen der Landnutzung möglich sind. Darüber hinaus soll die Ackerunkrautvegetation des Dorfes Kagbeni vegetationskundlich erfasst werden.
Kartierung der Wassergewinnungs- und Verteilungssysteme im Gelaende; - Abgleichung mit Informationen der staatlichen Wasserbehoerde (SARH); Dokumentation der Strukturwandlungen und Prozesse durch Befragung der Campesinos und durch Aktenstudium
Ziel des Projektes ist es, am Beispiel von Bewässerungslandwirtschaft in kleinen Einzugsgebieten Usbekistans den Wasser-Energie-Ernährungsnexus (Water-Energy-Food nexus, WEF) besser zu verstehen, und Optionen für seine nachhaltige Bewirtschaftung zu entwickeln. Nachhaltige Bewirtschaftung bedeutet in diesem Fall sowohl die Bereitstellung von Wasser für Kraftwerke und die Feldbewässerung (Level 1), als auch für Minimierung der Bodenversalzung, so dass die Böden langfristig für die Ernährungsproduktion und weitere Ökosystemleistungen erhalten bleiben (Level 2). Am Beispiel von Fallstudien in drei Wassereinzugsgebieten wird aufbauend auf hydrologischen, landwirtschaftlichen und institutionenökonomischen Kontextanalysen ein analytischer Rahmen mit Indikatoren entwickelt und für partizipative, ex-ante Nachhaltigkeitsbewertungen von Szenarien des WEF Nexus Managements genutzt. Das Projekt ist in vier Arbeitspakete gegliedert: (1) Analyse von 28 Einzugsgebieten bezüglich hydrologischer, agronomischer und sozio-ökonomischer Parameter und Auswahl von drei Fallstudiengebieten, (2) detaillierte Kontextanalyse in den drei Fallstudiengebieten mittels Stakeholderkonsultationen, Dokumentenanalyse und ergänzender Satellitendatenauswertung zur Ermittlung der wesentlichen Faktoren für ein nachhaltiges WEF Management und zur Entwicklung eines analytischen Rahmens mit Indikatoren für die Nachhaltigkeitsbewertung; (3) Entwicklung von Management Szenarien und Durchführung von partizipativen Nachhaltigkeitsbewertungen in Workshops mit Stakeholdern, die mittels des analytischen Rahmens ausgewählt wurden; (4) Synthese und Validierung der Ergebnisse aus den drei Fallstudien und Ableitung von übertragbaren Determinanten für das nachhaltiges Management des WEF-Nexus für Einzugsgebiete in Usbekistan. Der Ansatz kombiniert theoretische Konzepte aus der Institutionenökonomie (z.B. Collective Action, Polycentric Governance, Mental Models) mit wissenschaftlich etablierten Methoden der Kontextanalyse (fuzzy-set Qualitative Comparative Analysis fsQCA) und der Nachhaltigkeitsbewertung (Framework of Participatory Impact Assessment FoPIA), um die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte und die damit verbundenen Konflikte für den WEF Nexus am Beispiel der Bewässerungslandwirtschaft in Usbekistan besser zu verstehen. Usbekistan hat die UN-Agenda 2030 unterzeichnet und sich damit zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele verpflichtet. Das vorgeschlagene Forschungsprojekt möchte in einem integrierten Ansatz die wissenschaftliche Grundlage dafür verbessern.
Ziel des Forschungsvorhabens ist die Ausweisung landschaftsökologischer Prozessgefügemuster für ein ca. 120 km2 umfassendes Untersuchungsgebiet der Region um Yingtan, Jianxi-Provinz, China. Durch veränderte sozio-ökonomische Rahmenbedingungen werden zunehmend nachhaltige Landnutzungsformen zugunsten gewinnbringender aber bodenvernichtender Erdnussanbauflächen umgewandelt. Im Projekt durchgeführte Untersuchungen zum Landschaftshaushalt dienen der Beurteilung der ökologischen Nachhaltigkeit (Bodenerosion, Wasser- und Nährstoffeffizienz) verschiedener Landnutzungen. Die Forschungsergebnisse bilden die Planungsgrundlagen für eine angepasste Landnutzung, die erforderlich ist, um die Nahrungsversorgung und die wirtschaftliche Existenzgrundlage der Bevölkerung in der Region langfristig zu sichern. Wegen der Repräsentativität des Untersuchungsgebietes besitzen die Ergebnisse überregionale Bedeutung für den dichtbesiedelten SE Chinas. Die Modellierung landschaftsökologischer Prozessgefüge erfolgt mit Hilfe eines Geographischen Informationssystems (GIS) auf Basis von räumlichen Datensätzen zur Landnutzung, Böden und Relief. Ein wichtiger Bestandteil der Modellierung ist hierbei die Simulation von Wasser- und Stoffflüssen. Die Kalibrierung erfolgt über zeitlich hochaufgelöste Messungen hydrologischer und bodenhydrologischer Kennwerte eines repräsentativen ca. 50 ha großen Intensivuntersuchungsgebietes. Die Instrumentierung besteht aus Standorten mit Tensiometern, Neutronensonden, FDR-Sensoren und Erosionsmessparzellen. Darüber hinaus werden die Abflüsse des Kleineinzugsgebietes mit Messwehren erfasst. Flankiert wird die Messwerterfassung durch Untersuchungsreihen zu den Nährstoffen in Boden, Bodenlösung und in dem Wasser der Be- und Entwässerungskanäle.
Hauptziel des Projektantrages ist die Untersuchung der Nachhaltigkeit der Bewässerungslandwirtschaft in den semiariden Regionen Usbekistans durch die Bewertung neuer wassersparender Technologien und ihrer Rebound-Effekte mit Fokus auf Belastungen durch den Klimawandel. Das spezifische Ziel besteht darin, die Auswirkungen der Einführung wasser- und energiesparender Bewässerungstechnologien zu untersuchen und mögliche Rebound-Effekte zu quantifizieren. Die spezifischen Projektaktivitäten sind in vier Arbeitsprogramme gegliedert: (1) Bestandsaufnahme und vorbereitende Arbeiten - eine allgemeine Analyse der aktuellen Situation bei der Einführung von Bewässerungstechnologien und Auswahl von Fallstudien; (2) Dokumentation und Bewertung von wasser- und energiesparenden Technologien; (3) Untersuchung einer Ex-ante-Folgenabschätzung für ein nachhaltiges Wasser- und Energiemanagement, einschließlich möglicher Rebound-Effekte sowie Projektionen für die Zukunft mit Stakeholdern; (4) Synthese und Validierung der Ergebnisse der Folgenabschätzung und Identifizierung von Schlüsselfaktoren für ein nachhaltiges Management von wasser- und energiesparenden Technologien. Innovative Ansätze, wie die Fuzzy-set qualitative comparative analysis (fsQCA) und das Water Evaluation and Planning System (WEAP)-Modell, werden für die Kontextanalyse eingesetzt und mit einer gut etablierten partizipativen Folgenabschätzungsmethode kombiniert.Das vorgeschlagene Forschungsprojekt wird einen Beitrag zu den Zielen der Initiative "Grünes Zentralasien" leisten, insbesondere im Hinblick auf eine effizientere Wassernutzung und bessere technische Lösungen. Eine kürzlich von der usbekischen Regierung ergriffene Initiative - die Verabschiedung der Strategie zur Entwicklung der Wasserressourcen 2020-2030, die vorsieht, dass bis 2030 wassersparende Bewässerungstechnologien auf 2 Mio. ha (ca. 50 % der gesamten bewässerten Fläche) installiert werden sollen - wird die Landwirte wahrscheinlich dazu ermutigen, diese Technologien einzusetzen. Allerdings können diese Reformen auch zu einem Anstieg des Wasser- und Energieverbrauchs bei der Nahrungsmittelproduktion führen. Es gibt immer mehr Belege dafür, dass Effizienzverbesserungen bei der Bewässerungswassernutzung mit Rebound-Effekten einhergehen können, d.h. mit Verhaltensänderungen bei Landwirten und Verbrauchern, die die erwarteten Ressourceneinsparungen ganz oder teilweise ausgleichen. Daher sollten die Forschungsergebnisse zum Ex-ante-Wasserverbrauch und zur Rehabilitierung und Erhaltung der Bodengesundheit in den Trockengebieten Usbekistans evidenzbasiertes Wissen über die beabsichtigte und tatsächliche Nachhaltigkeit von neu installierten wasser- und energiesparenden Technologien liefern.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 173 |
| Europa | 11 |
| Kommune | 1 |
| Land | 9 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 95 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 171 |
| Text | 3 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 4 |
| Offen | 171 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 155 |
| Englisch | 40 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 1 |
| Keine | 108 |
| Webseite | 66 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 153 |
| Lebewesen und Lebensräume | 169 |
| Luft | 98 |
| Mensch und Umwelt | 175 |
| Wasser | 168 |
| Weitere | 170 |