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Lebensmittelabfälle Lebensmittel wertschätzen - Abfälle vermeiden (Studie) Aktionen Bildungsmaterialien für den Unterricht Internet-Plattform zur Wertschätzung von Lebensmitteln Kompetenzstelle zur Vermeidung von Lebensmittelabfälle und -verlusten (KLAV) Europäische Union

Allzu oft werden erzeugte oder verarbeitete Lebensmittel zu Abfällen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie viele Lebensmittelabfälle wo anfallen und wie Lebensmittelverschwendung vermieden werden kann. Titel der Studie: „Entwicklung von Grundlagen für einen Abfallvermeidungsbeitrag des Landes Sachsen-Anhalt – Vermeidung von Lebensmittelabfällen" der Gesellschaft für Nachhaltige Stoffnutzung mbH (GNS) in Halle Befragung und Recherche des Gutachters verdeutlichen: Um eine breite Sensibilisierung für das Thema und nachhaltige Erfolge zur Lebensmittelabfallvermeidung in Sachsen-Anhalt zu erreichen, ist effiziente Aufklärungsarbeit erforderlich. Die Einbeziehung und Aktivierung aller Akteure der Wertschöpfungskette ist wichtig. Es werden Best-Practice-Beispiele vorgestellt und Empfehlungen für Umsetzungsmaßnahmen gegeben. Der Bericht kann beim Auftraggeber, dem Landesamt für Umweltschutz , angefordert werden. Wertschätzen von Lebensmitteln - Sachsen-Anhalt macht mit! Ernteprojekt Gelbes Band Ackerhelden machen Schule und GemüseAckerdemie : für gute Lebensmittel, Gesundheits- und Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen " Deutschland rettet Lebensmittel " Aktionswoche mit Aktivitäten und Veranstaltungen in ganz Deutschland Jetzt engagieren - Projekte aus der Praxis Plattform BNE : Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung Sachsen-Anhalt Für flankierende Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung sollen im Schulprogramm Schulobst und -gemüse / Schulmilch von den Einrichtungen pädagogische Maßnahmen durchgeführt und Wissen zu gesunder Ernährung, der Herkunft von Lebensmitteln und deren Wertschätzung vermittelt werden. Folgende Bildungsangebote können genutzt werden: Umwelt im Unterricht des Bundesumweltministeriums Gegen die Verschwendung: Lebensmittel retten Saisonale, gesunde umweltfreundliche Lebensmittel Weitere: Initiative Zu gut für die Tonne Medienservice des Bundeszentrums für Ernährung mit Ernährungsführerschein und SchmExperten Ernährung und Verbraucherbildung; Material für den Unterricht Schulportal für die Verbraucherbildung Deutschland hat sich dem Ziel der Vereinten Nationen verpflichtet, die Lebensmittelabfälle bis zum Jahr 2030 zu halbieren. Diese Aufgabe kann nur gelingen, wenn sich alle Akteure mit eigenen, konkreten Beiträgen beteiligen und insgesamt das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel steigt. Mit einer gemeinsamen Strategie von Bund und Ländern sollen alle Akteure eingebunden werden. Die Plattform Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sowie der Bundesländer begleitet diesen Prozess und stellt Informationen dazu bereit. Darüber hinaus sind zahlreiche Instrumente zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen zu finden: Checklisten, Kalkulationstabellen, Schulungsmaterial, Flyer, Leitfäden, Apps. Geänderte Bestimmungen der Abfallrahmenrichtlinie zu Lebensmittelabfällen : Die Änderungen wurden am 9.9.2025 vom EU-Parlament verabschiedet und treten 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Die Mitgliedsstaaten haben dann 20 Monate Zeit, sie in innerstaatliches Recht umzusetzen. EU-Leitfaden für Lebensmittelspenden EUA-Bericht Nachhaltiges Lebensmittelsystem für Europa

SGD Nord übergibt Förderbescheid für Modellprojekt „Naturpark-Bäume mit und für Alle“ im Naturpark Saar-Hunsrück

Gemeinsam Zukunft pflanzen: Mit einer Fördersumme von 26.160 Euro unterstützt die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord den Start des Naturpark-Projekts „Naturpark-Bäume mit und für Alle“ im Naturpark Saar-Hunsrück. Prof. Dr. Martin Kaschny, Vizepräsident der SGD Nord, übergab nun im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Projektes den offiziellen Förderbescheid an Stefan Metzdorf, Landrat des Landkreises Trier-Saarburg sowie stellvertretender Vorsitzender des Naturparks Saar-Hunsrück. Auf einer Fläche südlich des Hofguts Serrig entsteht in den kommenden Monaten auf einer Fläche von etwa 5.000 Quadratmetern eine „Naturpark-Baumschule“. Das Projekt, das Maßnahmen wie Ansaat und Pflege, Anlegen von Biotop-Inseln, Bau von Nistkästen und Insektenhotels sowie Auspflanzaktionen auf ausgewählten Flurflächen und Streuobstwiesen umfasst, wird von zahlreichen Partnern getragen – darunter die Lebenshilfe-Werke Trier GmbH, die Realschule Plus in Saarburg, der Jugendclub Serrig, die Landfrauen Serrig, der Rotary Club Saarburg, das Forstamt Saarburg, das Jugendforum Saarburg, das Programm „Demokratie Leben“ sowie der Kreiswaldbauverein Trier-Saarburg e. V. Ziel ist es, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Schulen und Vereinen klimaverträgliche regionale Bäume und Sträucher vorzuziehen, auszupflanzen und damit einen dauerhaften Beitrag zu Biodiversität, Klimaschutz, Bildung und Inklusion zu leisten. „Das Projekt, das das Land Rheinland-Pfalz als Maßnahme des Naturschutzes und der Landespflege fördert, verbindet auf beispielhafte Weise Natur- und Klimaschutz mit inklusiver Teilhabe und praktischer Umweltbildung. Wir streben an, solche zukunftsweisenden Initiativen im ländlichen Raum sichtbar zu machen und zu unterstützen“, betonte Prof. Dr. Martin Kaschny bei der Übergabe des Förderbescheids. Landrat Stefan Metzdorf hob den regionalen Mehrwert hervor: „Die Baumschule wird zu einem Mitmach-Ort für viele Menschen in unserem Landkreis. Hier entstehen dauerhaft neue Lebensräume, wertvolles Wissen wird vermittelt und es wird konkret erfahrbar, wie gemeinschaftliches Engagement unsere Kulturlandschaft stärken kann.“ „Mit diesem Modell schaffen wir nicht nur klimafeste und regionale Naturpark-Bäume. Das Projekt trägt dazu bei, die regionale Streuobstkultur zu bewahren, Umweltbewusstsein zu fördern und künftige Generationen für eine nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren“, erklärte Sabrina Reichelt, Mitarbeiterin des Naturpark-Teams. Auch für das Hofgut Serrig unterstrich Christoph Halbe die soziale Dimension: „Das Hofgut Serrig ist seit vielen Jahren ein Ort, an dem Teilhabe und gemeinschaftliches Arbeiten gelebt werden. Mit der neuen Naturpark-Baumschule schaffen wir einen Raum, in dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammenkommen, voneinander lernen und gemeinsam etwas Nachhaltiges aufbauen. Dieses Projekt ist für uns ein echtes Herzensanliegen.“ Im Rahmen der Kick-Off-Veranstaltung gestalteten Schülerinnen und Schüler der Realschule Plus Saarburg erste Nistkästen und Insektenhotels, die auf dem Gelände direkt einen Platz fanden. Langfristig soll die Fläche zu einem außerschulischen Lernort entwickelt werden, an dem Workshops, Pflanzaktionen sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten werden.

Smarte Technik braucht kluge Köpfe - forschend-entdeckendes MINT-Planspiel zur nachhaltigen Entscheidungsfindung im Alltag

Zielsetzung: Nachhaltige Entscheidungen sind oft mit Herausforderungen verbunden. Zielkonflikte zwischen den ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen der Nachhaltigkeit können in sogenannte Nachhaltigkeitsdilemmata münden. Das Projekt „Smarte Technik braucht kluge Köpfe - forschend-entdeckendes MINT-Planspiel zur nachhaltigen Entscheidungsfindung im Alltag“ hat das Ziel, im Rahmen eines halbtägigen Workshops das Nachhaltigkeitsbewusstsein und die Entscheidungsfindungskompetenz junger Menschen zu stärken - und zwar ganz konkret in der Lebenswirklichkeit des eigenen (technologisierten) Haushalts. Der Fokus des Projekts liegt auf wiederkehrenden alltäglichen Entscheidungen, die das Einsparpotenzial bei Energie, CO2 und Ressourcen aufzeigen und maximieren können. Themen wie die Müllvermeidung, Mikroplastik in Produkten, der Energieverbrauch durch digitale Technologien oder die ökologische Optimierung von Waschvorgängen machen eines deutlich: Individuelle Handlungen haben einen ganz realen Einfluss auf die Umweltentlastung. Das MINT-Planspiel kombiniert Storytelling mit experimentellem Lernen rund um vier Smart-Home-Geräte - Kühlschrank, Laptop, Waschmaschine und Mülleimer. Jede Gruppe übernimmt dabei eine spezifische Rolle und löst Experimente zu Energieverbrauch, Mikroplastik, Müllvermeidung oder Datenströmen. Dabei wenden die Teilnehmenden MINT-Kompetenzen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in der Praxis an. Sie reflektieren dabei nicht nur den Einfluss individueller Handlungen (z.B. Herkunft und Verpackung von Lebensmitteln) auf globale Herausforderungen, sondern entwickeln auch systemisches Denken, Problemlösungskompetenzen und ein Bewusstsein für nachhaltige Handlungsspielräume. Das Projekt verbindet Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und MINT-Bildung. Es richtet sich an alle Menschen ab 14 Jahren. Im Fokus stehen vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, da sie sich in einer Phase der zunehmenden Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen befinden. Das bildungsplanbezogene MINT-Planspiel kann in Schulen und außerschulischen Orten (z.B. Mehrgenerationenhäuser, Büchereien) im süddeutschen Raum durchgeführt werden. Durch bundesweite digitale Schulungen von Lehrkräften und weiteren Multiplikator*innen sowie der Bereitstellung einer umfassenden Dokumentation zur Durchführung des MINT-Planspiels erreicht das Projekt einen großen Kreis von Teilnehmer*innen.

Umweltministerium unterstützt Projekt zur Wildnis-Entwicklung der Goitzsche // Willingmann: „Spannendes Labor der Natur“

Die Wildnis ruft – und das nicht in Kanada oder Alaska, sondern direkt vor der Haustür, mitten in Deutschland und Sachsen-Anhalt! Auf einer Teilfläche des einstigen Bitterfelder Braunkohlenreviers darf sich die Natur seit Beginn der 2000er Jahre weitestgehend ohne Eingriffe des Menschen entwickeln. Die „Goitzsche-Wildnis“ der BUNDstiftung umfasst mittlerweile rund 1.300 Hektar. Das langfristig angelegte Naturschutzprojekt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld wird vom Umweltministerium auch in den kommenden Jahren unterstützt. Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann überreichte dafür heute vor Ort zwei Förderbescheide aus EU- und Landesmitteln über insgesamt 758.000 Euro – für die weitere Entwicklung der Wildnis-Fläche sowie Angebote zur Umweltbildung für Jung und Alt. Willingmann sagte: „Vom Tagebau zur Wildnis: Ein Teil der ehemaligen Braunkohleflächen an der Goitzsche ist zum Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten geworden. Wo Menschen fast 100 Jahre lang das braune Gold abbauten, hat die Natur die Flächen zurückerobert und ein einzigartiges Mosaik aus Seen, Wäldern, Trockenrasen und Feuchtgebieten geschaffen. Die Goitzsche wird so zu einem Labor der Natur, das aber auch für Menschen interessant ist. Daher unterstützen wir neben der weiteren Entwicklung der Goitzsche-Wildnis auch die Entwicklung von Angeboten zur erlebnisreichen Vermittlung des Projekts.“ Ralf Meyer, Projektleiter „Goitzsche-Wildnis“ bei der BUNDstiftung, ergänzte: „Ich bin heute sehr froh, dass die Mütter und Väter der Goitzsche-Wildnis, allen voran Sachsen-Anhalts ehemalige Umweltministerin Dr. Heidrun Heidecke, vor mehr als 25 Jahren die Weitsicht und Durchsetzungskraft hatten, Tagebauflächen für die ungestörte Entwicklung der Natur zu reservieren. So entstanden nicht nur faszinierende Lebensräume mit zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten, sondern auch die Möglichkeit für alle Bürgerinnen und Bürger, diese hautnah zu erleben. Mit beiden Förderungen können Artenschutz- und Bildungsmaßnahmen deutlich intensiviert werden.“ Details zum Förderprojekt „Refugium Goitzsche-Wildnis“ Die Förderung über rund 475.000 Euro zur weiteren Entwicklung der Wildnis-Fläche bis Mitte 2029 erfolgt über das Programm „Biodiversität, Schutzgebietssystem Natura 2000“; die Fördermittel stammen zu 80 Prozent von der EU (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, ELER) und zu 20 Prozent vom Land. Damit werden u.a. konkrete Schutzmaßnahmen für bedrohte Tierarten, die Dokumentation zu Artenvielfalt und fortschreitender Wildnis-Entwicklung, Maßnahmen zur Besucherlenkung, die Durchführung von Wildnis-Tagen sowie der Betrieb von Live-Kameras etwa am Fischadler-Horst unterstützt. Details zum Förderprojekt „Die Goitzsche im Wandel“ Die Schaffung von Angeboten zum Wildnis-Erleben im Rahmen der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ werden bis Ende 2029 mit rund 283.000 Euro aus dem Programm „Sachsen-Anhalt Nachhaltigkeitsbildung“ gefördert; insgesamt investiert die BUNDstiftung hierfür knapp 405.000 Euro. Zielgruppen sind vor allem Ferienkinder, Schulklassen und Kita-Gruppen, aber auch Erwachsene, Familien und Vereine. Die von der BUNDstiftung entwickelten pädagogischen Angebote nehmen die wachsende Wildnis sowie die regionale Tier- und Pflanzenwelt in den Fokus und stellen einen Bezug zu Naturschutz und Umweltthemen her. Interessierte können beispielsweise die spannende Welt der Insekten erleben, Pflanzen und Vögel in der Goitzsche-Wildnis kennenlernen oder sich über uralte Zeitzeugen wie Moor-Eichen und Findlinge informieren. Die Goitzsche-Wildnis ist heute Lebensraum und Rückzugsort für viele seltene und zum Teil geschützte Arten wie etwa Fisch- und Seeadler, Kranich, Kreuzkröte, Biber, Fischotter oder Rohrdommel. Großer Pluspunkt: Die Flächen werden weder forstlich oder landwirtschaftlich noch für die Fischerei genutzt. Daher können sich Wälder wie Gewässer ungestört entwickeln und die Böden sind vor Düngemitteln und Pestiziden geschützt. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Threads , Bluesky , Mastodon und X

Klimawaage 2.0: Mehr Handlungen, mehr Wissen, mehr Wirkung

<p> <p>Die Klimawaage ist zurück – umfassend überarbeitet mit aktuellen Daten, zusätzlichen Handlungen, mit mehr „ökologischer Handabdruck“ sowie verbesserten Materialien für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit. Auch das Kartenspiel wurde aktualisiert und ist nun auch auf Englisch verfügbar. Nutzer*innen können ihre bestehende Klimawaage ohne großen Aufwand aktualisieren.</p> </p><p>Die Klimawaage ist zurück – umfassend überarbeitet mit aktuellen Daten, zusätzlichen Handlungen, mit mehr „ökologischer Handabdruck“ sowie verbesserten Materialien für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit. Auch das Kartenspiel wurde aktualisiert und ist nun auch auf Englisch verfügbar. Nutzer*innen können ihre bestehende Klimawaage ohne großen Aufwand aktualisieren.</p><p> <p>Die Klimawaage zeigt spielerisch, wie Alltagsentscheidungen das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> beeinflussen. Im letzten Jahr konnte man die Klimawaage bereits auf Stadtfesten, in Workshops und Schulklassen in ganz Deutschland erleben. Durch wertvolles Nutzerfeedback wurde das innovative Mitmach-Tool nun umfassend überarbeitet und kann flexibel eingesetzt werden in der Schule, als Hingucker bei Infoständen und Ausstellungen oder als interaktives Element bei Seminaren und Workshops.&nbsp;</p> <p><strong>Aktualisierte Daten und mehr Handlungen</strong></p> <p>Für die Version 2.0 wurden alle Berechnungen und Quellen durch Wissenschaftler*innen des Umweltbundesamtes (UBA) und des Öko-Instituts im Rahmen eines Forschungsvorhabens überprüft und aktualisiert. Die Auswahl wurde auf 49 Handlungen erweitert – darunter viele neue Vorschläge von bisherigen Nutzer*innen wie beispielsweise die Nutzung von KI-Tools, Reparatur vs. Neukauf, Einbau einer Wärmepumpe oder die Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Erstmals gibt es zudem eine Empfehlung für ein kompaktes Basis‑Set mit 30 Handlungen, das je nach Zielgruppe flexibel ergänzt werden kann.</p> <p><strong>Neue Kategorie: Der Handabdruck</strong></p> <p>Neben der Reduktion des eigenen CO₂‑Fußabdrucks rückt die Klimawaage 2.0 stärker die gesellschaftliche Wirkung des Handelns in den Mittelpunkt. Die neue Kategorie „Handabdruck“ umfasst Aktivitäten, die gemeinschaftliches Engagement fördern – etwa die Einführung von Recyclingpapier an Schulen, das Mitwirken an einer lokalen Naturschutzinitiative oder andere Menschen für Klimaschutzmaßnahmen zu begeistern. Da viele dieser Wirkungen nicht exakt berechnet werden können, setzt die Klimawaage auf kreative Lösungen: Einige Dosen enthalten akustische Überraschungen oder bleiben leer und laden Nutzer*innen dazu ein, selbst Gewicht zuzuordnen und ins Gespräch zu kommen.</p> <p><strong>Neue Materialien und Kommunikationshilfen</strong></p> <p>Auf Basis zahlreicher Rückmeldungen wurden viele Materialien überarbeitet. Dazu gehören:</p> <ul> <li>Handreichung mit Tipps und Tricks für den Praxiseinsatz und Gespräche am Infostand</li> <li>überarbeitete Dosen-Etiketten mit visuell ansprechenden Kategorien und aktualisierten Daten</li> <li>eine nutzerfreundliche DIY-Bastelanleitung</li> <li>eine verbesserte Unterrichtseinheit nach BNE-Standards</li> </ul> <p>Weitere Materialien – darunter eine Take‑Home‑Postkarte, Flipchart‑Vorlage und Spezial-Versionen für weitere Zielgruppen – sind für zukünftige Versionen der Klimawaage bereits in Planung.</p> <p><strong>Klimawaage Kartenspiel 2.0: Mehr Varianten und neue Impulse</strong></p> <p>Auch das beliebte Klimawaage‑Kartenspiel wurde umfassend aktualisiert. Es enthält nun zusätzliche Handlungen, neue Spielvarianten und neun Impulskarten, die Diskussionen in Gruppen oder Workshops anregen. Das Kartenspiel ist außerdem erstmals in englischer Sprache verfügbar – hervorragend geeignet, um beispielsweise die Sustainable Development Goals (SDGs) der United Nations im Englischunterricht zu thematisieren. Das Spiel kann <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimawaage-kartenspiel">kostenfrei über die UBA‑Website bestellt</a>&nbsp;werden, solange der Vorrat reicht. Zudem wird es auf der UBA-Website auch weiterhin eine PDF-Version für den Selbstdruck geben.&nbsp;</p> <p><strong>Verbesserter Webauftritt&nbsp;</strong></p> <p>Die neue Website <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/klimawaage">www.klimawaage.de</a> bietet eine übersichtliche Struktur, zielgruppenspezifische Unterseiten und digital aufbereitete Hintergrundinformationen. Alle Berechnungen, FAQ und Interpretationshilfen sind künftig per QR‑Code direkt am Infostand abrufbar. Ein neuer Bereich unterstützt Multiplikator*innen, die die Klimawaage nutzen, verleihen oder selbst bauen möchten.</p> <p><strong>Für bestehende Nutzer*innen: Einfach aktualisieren</strong></p> <p>Wer bereits eine Klimawaage oder das Kartenspiel besitzt, kann diese problemlos weiterverwenden. Ein Update ist nicht verpflichtend. Für alle, die ihre Materialien aktualisieren möchten, stehen neue Etiketten und verständliche Bastelhinweise online zur Verfügung. Die Gewichte lassen sich durch Öffnen der Schraubdeckel leicht anpassen. Registrierte Verleihstationen erhalten auf Wunsch neue Dosen, Etiketten und weitere Materialien kostenfrei zugeschickt.</p> <p><strong>Für neue Nutzer*innen: Kostenfrei ausleihen oder selbst bauen</strong></p> <p>Die Klimawaage kann bereits bundesweit an rund 30 Orten kostenfrei ausgeliehen werden. Eine Liste der Verleihorte&nbsp;<a href="https://nachhaltigerkonsum.info/media/1625">finden Sie hier</a>. Dank ihres einfachen Aufbaus lässt sich die Klimawaage zudem mit geringem Kosten- und Zeitaufwand selbst herstellen (ca. 70 € Materialkosten, etwa 2 Stunden Arbeitszeit). Eine detaillierte Bastelanleitung sowie Druckdateien für alle Etiketten stehen zum Download bereit. Wenn Sie selbst als Verleihstation aktiv werden möchten, unterstützen wir Sie gern: Materialien können auf Wunsch bereitgestellt werden. Melden Sie sich einfach bei uns für weitere Informationen. Der Kauf eines fertigen Sets ist derzeit nicht möglich.</p> <p><strong>Das Klimawaage-Webseminar für alle bestehenden und zukünftigen Nutzer*innen: Jetzt anmelden!&nbsp;</strong></p> <p>Lernen Sie die Klimawaage als vielseitiges Werkzeug für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit rund um <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> im Alltag kennen. Neben theoretischen Grundlagen stehen in den Klimawaage-Webseminaren praktische Anleitungen im Fokus – etwa zum einfachen Selbstbasteln des Dosen-Sets und des begleitenden Kartenspiels für den Einsatz an Infoständen, in Workshops oder im Unterricht.</p> <p>Alle Termine und Informationen zur Anmeldung gibt es <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/klimawaage-webseminar-2026">hier</a>.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Bei Fragen oder Feedback können Sie das KNK unter&nbsp;<a href="mailto:mail@nachhaltigerkonsum.info">mail@nachhaltigerkonsum.info</a> erreichen.&nbsp;<br>&nbsp;</p> </p><p>Informationen für...</p>

Anzahl teilnehmender Schulklassen und Anzahl SchülerInnen am Lehrgangsbetrieb im Jugendwaldheim Urft

Das NEsT (NaturErlebnisTreff) im Jugendwaldheim Urft gehört zum Nationalpark Eifel. Das Umweltbildungs-Konzept verbindet wildnispädagogische mit waldpädagogischen Ansätzen auf der Basis einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Zielgruppe sind hauptsächlich Grundschulen aus Nordrhein-Westfalen, häufig aus Ballungsräumen, aber auch andere Schulformen sind willkommen. Der Lehrgangsbetrieb ist i.d.R. auf 5 Tage ausgelegt. Für den Vergleich mit eintägig ausgerichteten Umweltbildungseinrichtungen des Nationalparkes (Nationalparkzentrum, Wildniswerkstatt Düttling) werden die Gästezahlen auch als sogenannte "Tagesäquivalente" angegeben. Für die Berechnung der "Tagesäquivalente" wird die Anzahl der Teilnehmenden mit der Anzahl der Lehrgangstage multipliziert.

Anzahl sonstiger Veranstaltungen ohne umweltpädagogischem Programm und Anzahl Teilnehmende im Jugendwaldheim Urft

Das NEsT (NaturErlebnisTreff) im Jugendwaldheim Urft gehört zum Nationalpark Eifel. Das Umweltbildungs-Konzept des Jugendwaldheimes Urft verbindet wildnispädagogische mit waldpädagogischen Ansätzen auf der Basis einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Zielgruppe sind hauptsächlich Grundschulen aus Nordrhein-Westfalen, häufig aus Ballungsräumen, aber auch andere Schulformen und Gruppen sind willkommen. Insbesondere während der Schulferien in NRW oder an Wochenenden wird das Jugendwaldheim auch von Gästen gemeinnütziger Träger wie Pilgergruppen und Vereine ohne umweltpädagogischem Angebot als Herberge genutzt. Für den Vergleich mit eintägig ausgerichteten Umweltbildungseinrichtungen des Nationalparkes (Nationalparkzentrum, Wildniswerkstatt Düttling) werden die Gästezahlen auch als sogenannte "Tagesäquivalente" angegeben. Für die Berechnung der "Tagesäquivalente" wird die Anzahl der Teilnehmenden mit der Anzahl der Lehrgangstage multipliziert.

Anzahl sonstiger Veranstaltungen mit umweltpädagogischem Programm und Anzahl Teilnehmende im Jugendwaldheim Urft

Das NEsT (NaturErlebnisTreff) im Jugendwaldheim Urft gehört zum Nationalpark Eifel. Das Umweltbildungs-Konzept des Jugendwaldheimes Urft verbindet wildnispädagogische mit waldpädagogischen Ansätzen auf der Basis einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Zielgruppe sind hauptsächlich Grundschulen aus Nordrhein-Westfalen, häufig aus Ballungsräumen, aber auch andere Schulformen und Gruppen sind willkommen. Neben den einwöchigen Lehrgängen für Schulen als außerschulischer Lernort werden auch Tagesprogramme für Kitas, Multiplikatorenschulungen für Erwachsene sowie Angebote für Vereine und Verbände angeboten. Darüber hinaus nutzen Wildnisschulen das Gelände des Jugendwaldheim für ihre mehrtägigen Seminare. Für den Vergleich mit eintägig ausgerichteten Umweltbildungseinrichtungen des Nationalparkes (Nationalparkzentrum, Wildniswerkstatt Düttling) werden die Gästezahlen auch als sogenannte "Tagesäquivalente" angegeben. Für die Berechnung der "Tagesäquivalente" wird die Anzahl der Teilnehmenden mit der Anzahl der Lehrgangstage multipliziert.

Empfehlungen des Zukunftsrats Nachhaltige Entwicklung Rheinland-Pfalz zu Bildung für nachhaltige Entwicklung in Rheinland-Pfalz

Der am 23. März 2022 konstituierte Zukunftsrat Nachhaltige Entwicklung Rheinland-Pfalz soll an der Umsetzung der Agenda 2030 und der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen in Rheinland-Pfalz mitwirken. In diesem Rahmen soll er unter anderem Beiträge erarbeiten, um die Landesregierung zu Themen nachhaltiger Entwicklung zu beraten. Gemäß seinem Arbeitsprogramm, das dem Ministerrat im Mai 2023 vorgelegt wurde, hat der Zukunftsrat am 17. Juli 2024 seine Empfehlungen zu Bildung für nachhaltige Entwicklung in Rheinland-Pfalz beschlossen und legt diese dem Ministerrat zur Kenntnisnahme vor. Die Empfehlungen stellen die Grundlage für einen Dialog des Zukunftsrats mit der Landesregierung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung in Rheinland-Pfalz dar.

Katrin Eder: „Bildung für Nachhaltigkeit im Pfälzerwald motiviert seit 20 Jahren zum Klimaschutz“

Haus der Nachhaltigkeit feiert 20-jähriges Bestehen – Ministerin Eder überreichte „Pfälzerwald-Kuchen“ „Rheinland-Pfalz ist gemessen an seiner Fläche das waldreichste Bundesland Deutschlands. Der Wald spielt bei uns deshalb auch eine große Rolle für den Klimaschutz. Folglich ist es besonders wichtig, dass wir einen nachhaltigen Umgang mit dem Wald pflegen und darüber informieren. Das Haus der Nachhaltigkeit leistet hier seit 20 Jahren großartige Arbeit. Bei seinem Veranstaltungsangebot vom Marmeladenmarkt bis hin zur Romantischen Waldweihnacht ist für alle Altersgruppen etwas dabei“, sagte Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder anlässlich der Jubiläumsfeier des Hauses der Nachhaltigkeit in Trippstadt im Kreis Kaiserslautern. 2005 wurde das Haus der Nachhaltigkeit als Informationszentrum von Landesforsten Rheinland-Pfalz im deutschen Teil des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen gegründet. Das Haus der Nachhaltigkeit bietet Umweltbildungsveranstaltungen zu den Themen Wald und Nachhaltigkeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. „Mit seinen Bildungsangeboten macht das Haus der Nachhaltigkeit Mut, Veränderungen hin zu einem nachhaltigen Lebensstil zu wagen. Die Workshops stärken das Gefühl der Selbstwirksamkeit und zeigen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern oft ganz praktisch, wie jede und jeder von uns selbst etwas für den Erhalt unseres Planeten tun kann“, so Katrin Eder. Neben dem Umweltbildungsangebot organisiert das Haus der Nachhaltigkeit weitere spannende Veranstaltungen und Ausstellungen. Vierzig bis Fünfzig sind es pro Jahr. Sie reichen von Buchvorstellungen über Pflanzenbörsen bis hin zur Ausstellung zum Holzbaupreis Rheinland-Pfalz in diesem Jahr. „Das Natursport-Opening und der Wandermarathon gehören als Beiträge zur Initiative ‚Rheinland-Pfalz – Land in Bewegung‘ fest zum Veranstaltungskalender. Sie sind beliebte Treffpunkte der Menschen in der Region“, erläuterte die Ministerin. Für Tagungen kann ein Seminarraum gebucht werden. Wer neben Inspirationen für einen nachhaltigeren Lebensstil auch nachhaltige Gegenstände von einem Besuch mitnehmen möchte, wird im Pfälzer Waldladen fündig. Hier werden ökologische Lebensmittel und Geschenkartikel, beispielsweise aus Holz, angeboten. Bei der Jubiläumsfeier hatte Katrin Eder für jedes der zwanzig Jahre einen Wunsch für das Haus der Nachhaltigkeit im Gepäck. Sie wünschte ihm unter anderem viele Gäste, tatkräftige Unterstützung und gutes Gelingen für seine Projekte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Als Geburtstagskuchen brachte die Ministerin dem Team einen „Pfälzerwald-Kuchen“ mit regionalen Zutaten mit. Simone Kiefer, Leiterin des Hauses der Nachhaltigkeit, nahm das süße Geschenk für das gesamte Team des Johanniskreuzer Infozentrums entgegen und wünschte sich, „dass wir es auch zukünftig schaffen, mit unseren Angeboten die Menschen zu erreichen, um gemeinsam Handlungsmöglichkeiten zu einem nachhaltigen Lebensstil zu finden, denn letztendlich geht es um nichts weniger, als den Erhalt unserer Lebensgrundlagen.“ „Daher ist dieser Geburtstag angesichts der globalen Herausforderungen mehr denn je Anlass, sich nicht auf Lorbeeren der Vergangenheit auszuruhen, sondern das Leben aktiv im Einklang mit der Natur nach vorne zu gestalten. Dabei will das Haus der Nachhaltigkeit weiterhin Beispiel und Orientierung geben“, ergänzte Stefan Asam, Leiter der Zentralstelle der Forstverwaltung. Das Haus der Nachhaltigkeit selbst wurde natürlich auch nach nachhaltigen Standards erbaut. „Das Haus besteht aus Holz, das in seiner unmittelbaren Nähe gewachsen, geerntet und in Pfälzer Sägewerken verarbeitet wurde. Mehr Regionalität und Nachhaltigkeit beim Bauen sind kaum möglich“, sagte Katrin Eder. Bei der Gestaltung wurde auf Energieeffizienz geachtet, ebenso wie auf die Nutzung regenerativer Energiequellen. So ist auf der Dachterrasse des Gebäudes eine 50 Quadratmeter große Photovoltaikanlage angebracht, die den Strombedarf des Hauses für ein halbes Jahr deckt. Dachflächen werden aber nicht nur zur Stromgewinnung genutzt, sondern auch, um Regenwasser zu sammeln, das dann für die Toilettenspülung oder zum Putzen verwendet wird. Die Sammlung von Regenwasser dient außerdem dem Hochwasserschutz. Im Außenbereich des Hauses der Nachhaltigkeit befinden sich ein Garten mit einheimischen Pflanzen und eine Streuobstwiese mit fast ausgestorbenen Arten. Mit einer Reparatursäule für Mountainbikes und Ladesäulen für E-Bikes und E-Autos setzt sich das Haus der Nachhaltigkeit auch für eine umweltfreundliche Mobilität ein. Mit dem letzten ihrer zwanzig Wünsche wandte Katrin Eder sich bei der Jubiläumsveranstaltung direkt an das Team im Haus der Nachhaltigkeit. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünschte sie, „dass sie ihre Gäste weiterhin so kreativ, engagiert, mit Freude und positiver Ausstrahlung von einem nachhaltigen Lebensstil begeistern können.“

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