Das Dezernat 410 ist eine Organisationseinheit der Abteilung Gemeinschaftslabor für Umweltanalytik im LUNG. Im Dezernat Biologische Gewässeruntersuchungen werden biologische Grundlagendaten aus Stand- und Fließgewässern erhoben. Schwerpunktaufgaben sind: - Bestimmung von Chlorophyll a und Phaeophytin in Fließgewässern und stehenden Gewässern - Mikroskopische Analysen von Planktonproben (Zooplankton und Phytoplankton) aus stehenden Gewässern
Biologische Untersuchungen an Fließ- und Standgewässern
Biologische Untersuchungen
Norden/Hannover. Ein guter ökologischer Zustand für alle Oberflächengewässer – das ist das erklärte Ziel der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Um dieses zu erreichen, wurden in Niedersachsen an verschiedenen Bächen und Flüssen in den letzten Jahren Revitalisierungsprojekte umgesetzt, um die Gewässer für charakteristische Tier- und Pflanzenarten wieder stärker naturnah und durchgängig zu gestalten. Wo sich bereits Erfolge eingestellt haben, wie Maßnahmen weiter optimiert werden können und welche Probleme es noch zu überwinden gilt, zeigt ein neuer Bericht des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der jetzt veröffentlicht wurde. Ein guter ökologischer Zustand für alle Oberflächengewässer – das ist das erklärte Ziel der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Um dieses zu erreichen, wurden in Niedersachsen an verschiedenen Bächen und Flüssen in den letzten Jahren Revitalisierungsprojekte umgesetzt, um die Gewässer für charakteristische Tier- und Pflanzenarten wieder stärker naturnah und durchgängig zu gestalten. Wo sich bereits Erfolge eingestellt haben, wie Maßnahmen weiter optimiert werden können und welche Probleme es noch zu überwinden gilt, zeigt ein neuer Bericht des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der jetzt veröffentlicht wurde. Die biologische Untersuchung nimmt dabei vorrangig einige durch das Land Niedersachsen in den letzten Jahren geförderte Maßnahmen unter die Lupe. Im Fokus steht die Frage, ob die eingeleiteten Maßnahmen zielgerichtet wirken und die maßgeblichen gewässermorphologischen Defizite beseitigt wurden. „Denn nur wenn die gewässertypischen Arten von Fischen, Wirbellosen und Wasserpflanzen die neugestalteten und sich entwickelnden Lebensräume langfristig besiedeln und damit der ökologische Zustand signifikant verbessert wird, ist eine Maßnahme auch im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie erfolgreich“, erläutert Dr. Oliver Finch, Biologe des NLWKN und Erstautor der neuen Veröffentlichung. Finch betont, dass sich auch das Fachwissen über die Umsetzung zielführender Renaturierungsmaßnahmen stetig weiterentwickele und somit erst in die Praxis „übersetzt“ werden müsse. Erfolgsfaktoren und Stolpersteine Erfolgsfaktoren und Stolpersteine Insgesamt zeigen die an 13 Maßnahmenstrecken in ganz Niedersachsen durchgeführten Untersuchungen viele positive Effekte auf. Insbesondere strukturärmere Gewässerabschnitte lassen sich demnach relativ leicht durch Steigerungen des Strukturreichtums, der natürlichen Dynamik und der Strömungsvielfalt so aufwerten, dass sich gewässertypische Arten wieder ansiedeln können – darunter auch viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Auch der Aufbau von wichtigen Ufergehölzen ist ein erfolgversprechendes Instrument. „Gerade Maßnahmen auf längerer Strecke, wie sie etwa am Wümme-Nebenfluss Wörpe und der Melstruper Beeke im Emsland in den letzten Jahrzehnten schrittweise realisiert werden konnten, verdeutlichen die enormen Entwicklungspotenziale“, so Finch. Dies gelte insbesondere dann, wenn entsprechende Projekte mit einer Reduzierung der technischen Gewässerunterhaltung und der Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit einher gehen. Isolierte, lediglich kurze revitalisierte Streckenabschnitte dagegen haben oft mehr Probleme, sich wie gewünscht zu entwickeln: So kommt es zum Beispiel öfter zu Übersandungen der eingebrachten Kiese aus oberliegenden Gewässerstrecken. Zudem ist Totholz hier oft nicht in genügender Menge vorhanden. „Die Strecken sind oft schlicht zu kurz, um den komplexen Lebensraumansprüchen der Arten gerecht zu werden. Und sie leiden unter Stoffeinträgen, weil etwa ausreichend breite Gewässerrandstreifen mit natürlichem Bewuchs oder eine naturnahe Gewässeraue fehlen“, bilanziert Oliver Finch. Die Nährstoff- und ggf. auch die Spurenstoffbelastung zum Beispiel durch Pestizide könne dann eine erfolgreiche Wiederbesiedlung verhindern. Auch fällt es dem NLWKN-Bericht zufolge in der heute vielfach intensiv genutzten Landschaft oft schwer, selbst kleinräumige, kontrollierte eigendynamische Gewässerentwicklungen zuzulassen, den Gewässern mehr Raum zu geben und Belastungen aus anderen Teilen der Einzugsgebiete abzustellen. Folgen des Klimawandels werden spürbar Folgen des Klimawandels werden spürbar Auch die Konsequenzen der Klimakrise schlagen sich in den Befunden der NLWKN-Veröffentlichung nieder: „Unsere Untersuchungen zeigen, dass extreme Trockenperioden, wie wir sie zwischen 2018 und 2022 hatten, die Fließgewässer belasten und die Wiederbesiedlung von renaturierten Gewässerstrecken durch solche Ereignisse gehemmt wird“, so Diplom-Biologin Claudia Wolff vom NLWKN in Braunschweig. So gewinne auch vor dem Hintergrund des Klimawandels die Renaturierung der Gewässer erheblich an Bedeutung: „Fakt ist: In naturnahen und durchgängigen Gewässern können die Lebensgemeinschaften selbst unter extremen Umweltbedingungen besser überleben“, so die Expertin. Die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie sollen deshalb in den nächsten Jahren stetig weiterverfolgt werden. Auch die Gewässerauen spielen dabei eine Rolle. Sie sollen wieder stärker zu naturnahen Lebensräumen entwickelt werden. „Dies ist eine weitere wichtige Aufgabe, die das Land mit dem Aktionsprogramm Niedersächsische Gewässerlandschaften in den Fokus nimmt, denn: der Wasserrückhalt in den Auen kann die Wirkungen von Hochwasser und Dürre deutlich abdämpfen“, betont Wolff. Verschiedene landesweite Förderprogramme stehen gezielt für Maßnahmen der Gewässer- und Auenentwicklung zur Verfügung. Guter Zustand vielfach noch nicht erreicht Guter Zustand vielfach noch nicht erreicht Das ambitionierte Ziel eines guten ökologischen Zustands für alle Oberflächengewässer ist bis heute weder in Niedersachsen noch deutschlandweit erreicht. Die Bundesländer müssen deshalb Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme fortschreiben und alle sechs Jahre zur Berichterstattung nach Brüssel liefern. Die Bewirtschaftungspläne bilden die Grundlage für die Bewirtschaftung der niedersächsischen Oberflächengewässer und des Grundwassers. Damit einher geht die Maßnahmenumsetzung in der Fläche, die von vielen verschiedenen Beteiligten – Wasser- und Bodenverbänden, naturkundlich engagierten Vereinigungen und den örtlichen bzw. regional tätigen Behörden – vorangetrieben wird. So werden in der Vergangenheit ausgebaute, begradigte oder stauregulierte Fließgewässer heute vielerorts Stück für Stück nach ökologischen Gesichtspunkten revitalisiert und wieder durchgängig gestaltet. Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse des Maßnahmenmonitorings sollen einen Beitrag zur Erhöhung der Effektivität von Fließgewässerentwicklungsmaßnahmen und damit auch zu einer zügigeren Erreichung der Umweltziele der WRRL leisten.
des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] JAHRESBERICHT 2022 des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) Impressum: Herausgeber: Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz Kaiser-Friedrich-Straße 7 • 55116 Mainz Telefon: 06131/6033-0 www.lfu.rlp.de Redaktion und Layout: Stabsstelle Planung und Information Titelfoto: Einweihung der Saar-Untersuchungsstation Kanzem im Juli 2022 © Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz 2023 Juni 2023 Nachdruck und Wiedergabe nur mit Genehmigung des Herausgebers INHALT INTERVIEW MIT DEM LFU-PRÄSIDENTEN DR. FRANK WISSMANN4 ÜBER DAS LANDESAMT7 Das LfU – ein attraktiver Arbeitgeber8 Das LfU präsentiert sich der Öffentlichkeit9 KLIMA 12 7. KLIWA-Symposium – Wasserwirtschaft zwischen Trockenheit und Starkregen13 Städte stellen sich den Folgen des Klimawandels15 Beitrag der Kreislaufwirtschaft zum Klimaschutz17 Klimaschutzbeitrag von Effizienzmaßnahmen quantifiziert20 NATUR 22 Invasive Arten im Überblick23 Flutkatastrophe an der Ahr – Folgen für das Makrozoobenthos und den gewässerökologischen Zustand25 Welche Rolle spielen Nährstoffe für die Forelle und andere Fischarten in Bächen?29 Das Bachpatenfest – 30 Jahre Bachpatenschaften32 „Kompetenzzentrum Staatliche Vogelschutzwarte und Artenvielfalt in der Energiewende“ gegründet34 UMWELT 36 Die Entwicklung der Saarwasser-Untersuchungsstation Kanzem37 Faltblatt „Anti-Littering“ – der neue Online-Abfallbaukasten40 Lärmkartierung und Startschuss zum ersten landesweiten Lärmaktionsplan43 Emissionskataster 2020 zeigt aktuelle Emissionen sowie landesweiten Rückgang der Luftschadstoffe45 BEVÖLKERUNG 48 Weiterentwicklung von Informations- und Warnplattformen für den akuten Hochwasserfall49 Neuer Youtube-Kanal52 Wasserversorgungsplan Rheinland-Pfalz 2022, Teil 1 Bestandsaufnahme53 ABBILDUNGSNACHWEIS 57 3 INTERVIEW MIT DEM LFU-PRÄSIDENTEN DR. FRANK WISSMANN Das Landesamt für Umwelt (LfU) als Obere Landesbehörde ist Ansprechpartner für zahlreiche Akteure. Welche Rolle spielt das LfU zwischen Umweltministerium, Behörden, Verbänden und der Öffentlichkeit? Unser Amt verfügt über eine hohe Fachexpertise. Ganz nach unserem Motto „Messen, bewerten, beraten“ bieten wir Antworten auf komplexe Um- weltfragen, auf die sich Kommunen und Behörden verlassen können. Wir stellen ihnen und der Öf- fentlichkeit unsere zahlreichen Umweltdaten aus Gewässern, Luft, Boden und über die Tier- und Pflanzenwelt zur Verfügung. Auch auf die Arbeitswelt haben wir einen genauen Blick. Seien es die Emissionen aus Industrieanla- gen oder der Arbeitsschutz in den Betrieben. Auf Grundlage dieser hochwertigen Daten können vor Ort die richtigen Entscheidungen im Sinne der Umwelt getroffen werden. Wir stehen zudem deutschlandweit und auch in- ternational mit vielen Umweltbehörden im engen Austausch, denn Umweltbelastungen machen nicht vor Landesgrenzen halt. Hinter den Kulissen: Wie arbeitet ein Landesamt für Umwelt? Wie ist es aufgebaut? Das Aufgabenspektrum ist vielfältig. Rund 275 Be- schäftige aus den verschiedensten Bereichen ar- beiten in sieben Abteilungen zu vier Kernthemen: Umwelt, Natur, Klima und Bevölkerung. Es gibt Probenehmer/innen, die zum Beispiel Stoffe in Gewässern untersuchen; Techniker/innen, die Messstationen warten; Chemiker/innen in den Laboren, die die Proben analysieren; Fachexper- ten/innen, die Ergebnisse bewerten und veröffent- lichen. Wir arbeiten an verschiedenen Standorten. So gibt es feste Messstationen an den größeren Ge- wässern, um die Gewässerqualität jederzeit im 4 Blick zu behalten. Zur Bewertung der Luftqualität betreuen wir ein landesweites Messnetz. Lärm- messstationen ermitteln die Lärmbelastung für die Bevölkerung. Auch im Bereich des Strahlen- schutzes und der Radonbelastung behalten wir die Lage im Blick. Wir betreiben die Landessam- melstelle für radioaktive Abfälle aus Medizin, In- dustrie und Forschung. Und in unseren eigenen zertifizierten Laboren in Mainz analysieren wir die Proben. Somit können wir immer eine hohe Qua- lität der Ergebnisse gewährleisten. Das LfU umreißt sein Aufgabenspektrum mit den Begriffen Umwelt, Natur, Klima und Bevölkerung. Wo sehen Sie die Schwerpunkte des LfU? Alles hängt mit allem zusammen, das hatte schon Alexander von Humboldt als Pionier in der Um- weltbeobachtung vor über 200 Jahren festgestellt. Wir schauen sehr genau auf die Zusammenhänge der verschiedenen Bereiche. Die Erhebung, Bereit- stellung und Bewertung von umfangreichen Da- ten aus der Umwelt ist eine Kernaufgabe des LfU. Beispiel gefährdete Arten: Durch den Klimawan- del verändert sich die Tier- und Pflanzenwelt. Dies beobachten wir sehr genau und veröffentlichen entsprechende Rote Listen für Rheinland-Pfalz. Auch treten vermehrt invasive Arten bei uns auf, die wiederum Einfluss auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt nehmen und diese verdrängen kön- nen – und sogar Menschen gefährlich werden können. Beispiel Grundwasser: Durch den Klimawan- del steht immer weniger Grundwasser zur Verfü- gung. Dies hat Einfluss auf die Umwelt und die Trink- wasserversorgung. Hier unterstützen wir bei der Erstellung des Wasserver- sorgungsplans und bera- ten Kommunen. Beispiel Gewässerüberwachung: In den letzten Jahren treten vermehrt in den Sommermonaten Blaulagen in Gewässern wie der Mosel oder auch in Badegewässern auf. Sie können gesundheits- schädlich sein. Der Klimawandel spielt hier eine wichtige Rolle. Das Vorkommen beobachten wir genau und erforschen zusammen mit weiteren Akteuren die Ursachen für das Phänomen. Beispiel Starkregen: Starkregenereignisse werden durch den Klimawandel weiter zunehmen. Mit entsprechenden Starkregenkarten, die in unserem Amt erstellt werden, kann sich die Bevölkerung auf solche Ereignisse vorbereiten. Haben sich die Schwerpunkte in den vergangenen Jahren verschoben? Gab es im Jahr 2022 besondere Herausforderungen? Wir werden weiterhin sehr genau beobachten, welche Auswirkungen der Klimwawandel auf die Umwelt hat. Hier hilft uns die Fernerkundung weiter, über die immer mehr und bessere Daten gewonnen werden. Die Flutkatastrophe an der Ahr hat uns 2022 weiter stark beschäftigt. Jährlichkeiten für Hochwasserereignisse wur- den anhand der neuen Daten errechnet, Hochwassergefah- renkarten angepasst. Auch die chemische und biologische Untersuchung der Ahr war ein Schwerpunkt. Die Lärmaktionsplanung ha- ben wir im Jahr 2022 begonnen und wir werden bis 2024 erstmals einen landesweiten Lärmakti- onsplan gemeinsam mit den Kommunen erstellen, um mehr Menschen vor Lärm zu schützen. Wo liegen die größten Herausforderungen für das LfU in der nahen und ferneren Zukunft? Der Klimawandel zeigt seine Folgen in vielen Be- reichen. Es gilt, diese Auswirkungen mit neuen Methoden zu überwachen und Maßnahmen zu erarbeiten, die Natur und Mensch schützen. Die Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird unsere Arbeit si- cherlich sehr verändern. Damit das gelingt, wird die Gewinnung von Fachkräften ein zentrales Pro- blem sein, für das es Lösungen und auch neue An- sätze geben muss. Wir müssen ein Arbeitsumfeld schaffen, damit das LfU als attraktiver Arbeitge- ber wahrgenommen wird. Das LfU stellt eine Vielzahl an Umweltdaten und Karten zur Verfügung. Wo können sich Interessierte darüber informieren? Mit dem 2022 gegründeten Kompetenzzentrum Staatli- che Vogelschutzwarte und Artenvielfalt in der Energie- wende (KSVAE) beraten wir Kommunen bei Fragen zum Artenschutz im Rahmen des Ausbaus von Windkraft und Solarenergie. Die Homepage des LfU un- ter www.lfu.rlp.de bildet ein guten Ausgangspunkt zu unserem umfangreichen Internetangebot mit einer Vielzahl von Fachseiten. Zu einzelnen Themen bietet wir zudem kurze Videobei- träge an unter www.youtube.com/@LfU-RLP 5
Die Pilotphase Kleingewässermonitoring konnte als drittes Teilvorhaben zur "Umsetzung des Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM)" erfolgreich als zweijähriges Monitoring umgesetzt werden. Es wurden für mehr als 100 Fließgewässerabschnitte in 13 Bundesländern umfassend der chemische und biologische Zustand kleiner Fließgewässer in der Agrarlandschaft zwischen April und Juli erfasst. Zusätzlich zu Schöpfproben analog zu dem behördlichen Monitoring nach Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) wurden ereignisbasierte Wasserproben genommen, um kurzfristige Peakkonzentrationen infolge von Niederschlägen zu erfassen. Zudem wurden anthropogene Stressoren wie Gewässerstruktur, Nährstoffe und Sauerstoffdefizite hochaufgelöst aufgenommen. Die biologische Untersuchung umfasste die Beprobung der aquatischen Invertebraten- und Algengemeinschaft sowie eine Untersuchung der Ökosystemfunktion in den Kleingewässern. Die Ergebnisse zeigen, dass die im Rahmen des Zulassungsverfahrens von PSM festgelegten RAK-Werte (Regulatorisch Akzeptablen Konzentrationen) an über 73 % der untersuchten Standorte für mindestens einen PSM-Wirkstoff überschritten wurden. Besonders die Ereignisproben infolge von Regenereignissen wiesen erhöhte Konzentrationen auf, die durch Schöpfproben nicht erfasst wurden. Diese Belastungen korrelieren auch mit der ökologischen Situation der Gewässer. So erfüllt der Großteil (über 80 %) der untersuchten Fließgewässerabschnitte anhand des SPEARpesticides-Index nicht die Qualitätskriterien für einen guten Zustand. Die Pilotphase Kleingewässermonitoring zeigt, dass eine realistische Bewertung und regulatorische Nutzung eines Monitorings von PSM-Rückständen in kleinen Gewässern nur dann erfolgen kann, wenn auch erhöhte Einträge infolge von Niederschlagsereignissen berücksichtigt werden. Weiterhin treten auch unterhalb der bestehenden RAK-Werte ökologische Effekte im Gewässer auf, so dass sich die Frage nach der Protektivität der aus Labordaten abgeleiteten RAK-Werte stellt. Die Daten der ermittelten PSM-Belastung der kleinen Gewässer in der Agrarlandschaft werden dazu beitragen, Ursachen für die regelmäßige Überschreitung der bestehenden Grenzwerte zu ermitteln und Schwächen der bisherigen Risikobewertung aufzudecken. Ziel wird sein, auf dieser Basis Möglichkeiten zur Reduzierung der Einträge zu erarbeiten und regulatorische Konsequenzen zu ziehen. Siehe dazu auch Liess et al. (2021) und Weisner et al. (2021). Quelle: Forschungsbericht
Bäche in der Agrarlandschaft durch Pflanzenschutzmittel belastet Pflanzenschutzmittel (PSM) werden nach Regen von landwirtschaftlichen Flächen in angrenzende Bäche gespült. Eine Studie liefert erstmals ein Bild der realen Belastung kleiner Fließgewässer in der Agrarlandschaft: In über 80 Prozent der im Kleingewässermonitoring untersuchten Bäche wurden zu hohe PSM-Rückstände nachgewiesen. Diese Einträge schaden dort Insekten und Pflanzen. Mit der Pilotstudie „Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) – Pilotstudie zur Ermittlung der Belastung von Kleingewässern in der Agrarlandschaft mit Pflanzenschutzmittel -Rückständen“ (Kleingewässermonitoring) hat das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in ganz Deutschland jeweils im Frühjahr 2018 und 2019 Bäche in unmittelbarer Nachbarschaft zu landwirtschaftlich genutzten Flächen nach Regenereignissen untersucht. Die Funde belegen, dass Rückstände von PSM regelmäßig in bedenklichen Mengen in die angrenzenden Gewässer gespült werden. In jeder zweiten Wasserprobe wurden Stoffe in zu hohen Konzentrationen gefunden, das heißt, die im Zulassungsverfahren von PSM abgeleiteten maximal tolerierbaren Konzentrationen waren überschritten. Dabei waren 20 Wirkstoffe besonders auffällig und für über 90 Prozent der Überschreitungen verantwortlich. Anhand biologischer Untersuchung von beispielsweise Libellen, Köcherfliegen und anderen im Gewässer lebenden Insekten wurde außerdem gezeigt, dass sich auch die Lebensgemeinschaft im Wasser in vier von fünf untersuchten Bächen in einem nur mäßigen bis schlechten Zustand befindet. Dieser Realitätscheck macht deutlich, dass das mit der Zulassung von PSM angestrebte hohe Schutzniveau für kleine Gewässer verfehlt wird. Die meisten PSM sind nicht nur hoch giftig für die zu bekämpfenden Schädlinge, sondern auch für andere Tier- und Pflanzenarten. Somit ist die Anwendung zugelassener PSM grundsätzlich mit Risiken für die Umwelt verbunden. Im europäischem Pflanzenschutzrecht ist festgelegt, dass PSM „keine unannehmbaren Auswirkungen auf die Umwelt“ haben dürfen (Verordnung EG 1107/2009). Daher werden in einem aufwändigen Zulassungsverfahren die Risiken der Ausbringungen von PSM für die Umwelt vorab geprüft. Auch ein vermeintlich strenges Zulassungsverfahren kann Einträge in und Auswirkungen auf Gewässer nicht immer verhindern. Vor allem die für den Naturhaushalt besonders bedeutsamen kleinen Gewässer im Einflussbereich landwirtschaftlich genutzter Flächen sind PSM-Einträgen durch Abfluss nach Regenereignissen oft stoßweise ausgesetzt. Aber die Funde aus dem Kleingewässermonitoring belegen, dass Rückstände von PSM regelmäßig in bedenklichen Mengen von landwirtschaftlich genutzten Flächen in die angrenzenden Gewässer gespült werden, die so in der Risikobewertung im Rahmen der Zulassung nicht vorhergesehen wurden und nicht hingenommen werden können. Außerdem waren unter den Funden auch solche Wirkstoffe aus PSM, für deren Verwendung schon verpflichtende Schutzmaßnahmen wie Mindestabstände zu Gewässern oder das Anlegen von Gewässerrandstreifen festgeschrieben sind, die genau solche Einträge verringern sollten. Dies zeigt, dass die bisher festgelegten Maßnahmen zum Schutz kleiner Fließgewässer nicht ausreichen. PSM, die besonders häufig gefundene Wirkstoffe enthalten, werden vom Umweltbundesamt nun dahingehend außerplanmäßig geprüft. Festgestellt werden soll, ob die bestehenden Altzulassungen auch vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Wirkstoff weiterhin die Zulassungskriterien erfüllen oder ob gegebenenfalls Anpassungen der bei der Anwendung zu befolgenden Risikominderungsmaßnahmen erforderlich sind. Neue Erkenntnisse sollten sich auch auf bestehende Altzulassungen auswirken und dafür erforderliche Risikominderungsmaßnahmen sollten dann auch zeitnah festgesetzt werden, um den in der Pilotstudie erkannten Belastungen gezielt entgegenzuwirken. Verzögerungen bei der turnusmäßigen Überprüfung von Wirkstoffgenehmigungen und Produktzulassungen müssen unbedingt vermieden werden, um die Kleingewässer vor offenkundigen negativen Auswirkungen zu schützen. Auch die Aktualisierung europäischer Bewertungsmethoden müsste zügig durch die EU angegangen werden. Zudem sollte die Effektivität von Maßnahmen zum Schutz der Gewässer von den Mitgliedstaaten überprüft werden. Um den Einsatz von Pestiziden reduzieren zu können, braucht es Anwendungsdaten zur Art und Menge der PSM, die in den verschiedenen Zweigen der Landwirtschaft tatsächlich eingesetzt werden. Der Zugang zu realen PSM-Anwendungsdaten sollte für die Wissenschaft und Behörden im Rahmen einer Transparenzinitiative ermöglicht werden, denkbar wäre beispielsweise ein Bundesprogramm „Digitale Spritztagebücher“. Denn ohne konkrete Informationen, welche PSM im Umfeld der Messtellen angewendet worden sind, ist es kaum möglich zu überprüfen, ob die bei der Anwendung des Produktes einzuhaltenden Maßnahmen zur Minderung des Eintrages in Gewässer tatsächlich wirksam sind. Die in der Studie ermittelte systematische Belastung der Bäche in Deutschland zeigt außerdem, dass der Einsatz von PSM in der konventionellen Landwirtschaft insgesamt sinken muss. Die „Farm-to-fork-Strategie“ der Europäischen Kommission mit dem Ziel, den Einsatz von Pestiziden und deren Umweltrisiken bis 2030 in der europäischen Landwirtschaft um 50 Prozent zu reduzieren, bedarf daher eines ambitionierten Maßnahmenpaketes.
„Keine gravierende langfristige Belastung“ – Weitere Ergebnisse des Sondermessprogramms Ahr vorgestellt Seit Anfang August untersucht das Landesamt für Umwelt in Zusammenarbeit mit der SGD Nord die Umweltfolgen des verheerenden Hochwassers. Aktuelle Zwischenergebnisse des Messprogramms wurden am 11. Oktober von Klimaschutzministerin Anne Spiegel vorgestellt. Zu den aktuellen Berichten: Gewässerchemische Untersuchungen Ahr und Rhein vom 05.10.2021 Situation der Lebensgemeinschaft der aquatischen Wirbellosen (Makrozoobenthos) der Ahr in Rheinland-Pfalz nach der Hochwasserkatastrophe vom Juli 2021 Weitere Informationen sowie die ersten Messergebnisse sind auf der Internetseite der SGD Nord einsehbar: www.sgdnord.rlp.de Ergebnisse der Staubniederschlagsmessungen im Überflutungsgebiet Bad Neuenahr – Ahrweiler August/September 2021 Ergebnisse der Messungen von aromatischen Kohlenwasserstoffen im Überflutungsgebiet Bad Neuenaher - Ahrweiler Pressemitteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität 11. Oktober 202 Spiegel: „Keine gravierende langfristige Belastung“ – Klimaschutzministerin stellt Zwischenergebnisse des Sondermessprogramms an der Ahr vor. „Die Flutkatastrophe im Ahrtal vom 14./15.07.2021 hat erwartungsgemäß zu höheren Schadstoffwerten in Wasser, Boden und Luft geführt. Allerdings sind diese Werte derzeit nicht beunruhigend und lassen auch keine längerfristigen gravierenden Belastungen befürchten,“ zog Klimaschutzministerin Anne Spiegel ein Zwischenfazit des Sondermessprogramms an der Ahr. Seit 4. August untersucht das Landesamt für Umwelt in Zusammenarbeit mit der SGD Nord im Auftrag des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität die Umweltfolgen des verheerenden Hochwassers. Für die Gewässeruntersuchung wurden an 14 Messpunkten entlang der Ahr in bislang vier Durchgängen sowie durch das Messschiff MS Burgund an der Ahrmündung in den Rhein Proben entnommen und analysiert. Als größte Quelle der Belastungen haben sich dabei zerstörte Kanäle und nur eingeschränkt funktionsfähige Kläranlagen ergeben. Dabei nehmen die Belastungen vom Oberlauf zum Unterlauf zu. Insbesondere unterhalb der Siedlungsgebiete von Bad Neuenahr und Sinzig steigen die gemessenen Nährstoffeinträge stark an. Bis Jahresende sollen alle Bürgerinnen und Bürger wieder an die Kläranlagen Adenauer Bach im Dümpelfeld, Untere Ahr in Sinzig und an mehrere provisorische Kläranlagen im Bereich der mittleren Ahr angeschlossen sein. Die Sanierung und Erneuerung aller defekten Kanäle und die Neuausrichtung der Abwasserentsorgung insgesamt wird hingegen einige Jahre in Anspruch nehmen. Bis dahin lässt sich nicht vermeiden, dass Abwasser zum Teil unzureichend behandelt oder sogar unbehandelt in die Ahr gelangt und das Gewässer belastet. Nach Regenfällen wurden zudem höhere Konzentrationen von Mineralölen und Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gemessen. „Das spricht dafür, dass diese Schadstoffe aus Kanälen und von zerstörten Straßen oder Parkplätzen eingeschwemmt werden“, sagte Ministerin Spiegel. Das Hochwasser hat im Verlauf der Ahr auch die Besiedlung mit Kleinlebewesen beeinträchtigt. „Die Wirkung dieser Hochwasserwelle ist mit einem Sandstrahlgebläse zu vergleichen“, veranschaulichte Spiegel. Die natürliche Wiederbesiedlung im Unterlauf könne viele Jahre dauern. Bei den Fischen ist nach erster Einschätzung noch etwa die Hälfte des Bestandes vorhanden. „Wir werden die Entwicklung an der Ahr mit weiteren Untersuchungen begleiten“, gab Ministerin Spiegel bekannt. Das chemische Monitoring findet momentan alle zwei Wochen statt, weitere biologische Untersuchungen laufen aktuell und sind für das kommende Frühjahr geplant. Relativ gering ist demgegenüber der Einfluss der Flutkatastrophe auf die Gewässerchemie des Rheins. Aufgrund der großen Verdünnungseffekte sind erhöhte Werte lediglich im Nahbereich der Ahrmündung messbar. Boden- und Staubuntersuchungen haben keine gesundheitsgefährdenden Verschmutzungen ergeben. Lediglich der Messpunkt am „Ahrtor“ zeigte bei den Staubniederschlägen leicht erhöhte Schwermetallwerte (mit fallender Tendenz), die vermutlich auf Abbrucharbeiten und erhöhtes Lkw-Aufkommen zurückzuführen sind. Teilweise sind die gemessenen Werte sogar unterhalb der Nachweisgrenze. „Bei den Böden haben wir uns auf besonders sensible Bereiche wie Kinderspielflächen und auf Flächen konzentriert, an denen sich viele Sedimente abgelagert haben“, erläuterte Ministerin Spiegel. Insgesamt wurden rund 120 Flächen in der Westeifel und im Ahrtal beprobt. Leicht erhöhte Messwerte bei Schwermetallen oder PCB sind vermutlich gar nicht auf das Hochwasser zurückzuführen. Bei einzelnen Flächen wurden schon vor der Flutkatastrophe bestehende „Alt“-Bodenbelastungen entdeckt. „Selbstverständlich werden die an wenigen Stellen notwendigen Maßnahmen wie etwa Bodenaustausch durch die zuständigen Behörden auf den Weg gebracht und zusätzliche Untersuchungen im Umfeld von auffälligen Bereichen fortgesetzt“, versicherte Ministerin Spiegel abschließend. Die aktuellen Messergebnisse sind auf der Internetseite der SGD Nord einsehbar: www.sgdnord.rlp.de
Dieses Jahr befasst sich der Workshop schwerpunktmäßig mit Themen zu den niedersächsischen Fließgewässern. Bei der Veranstaltung erhalten Sie umfangreiche Informationen, welche Aufgaben der NLWKN als Gewässerkundlicher Landesdienst (GLD) erfüllt und welche Leistungen angeboten werden. Der GLD überwacht mit Hilfe eines niedersachsenweiten Messnetzes das hydrologische, chemische und ökologische Gesamtbild der Oberflächengewässer und des Grundwassers. Die aktuelle Situation wird aufgezeichnet, Veränderungen werden erfasst und bei Bedarf die zukünftigen Entwicklungen prognostiziert. Der GLD wird bei Planungen, Entscheidungen sowie Maßnahmen Dritter beteiligt und berät das Umweltministerium, die Landkreise und kreisfreien Städte sowie die Verbände bei gewässerkundlichen Fragestellungen. Zu Beginn der Veranstaltung wird der NLWKN über das umfangreiche Programm der chemischen und biologischen Untersuchungen des GLD bei der landesweiten, anspruchsvollen Gewässergüteüberwachung informieren. Alles fließt – zu viel oder zu wenig? Im mittleren Block reicht die Spanne der Inhalte von Niedrigwasser bis Hochwasser. Beide Extremsituationen stellen die Wasserwirtschaft vor Herausforderungen, die es gemeinsam zu meistern gilt.
Leistungsverzeichnis Wasseranalytik Stand: 01.01.2016 1 Inhalt Seite Teil 1 Allgemeine Informationen 3 Teil 2 Probenahme, vor-Ort-Messungen 2.1 vor-Ort-Messungen 2.2 Probenahme 5 5 Teil 3 Wasseranalytik 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 Physikalische und physikalisch-chemische Kenngrößen Anionen Kationen Gasförmige Bestandteile Summarische Wirkungs- und Stoffkenngrößen Gemeinsam erfassbare Stoffgruppen 3.6.1 3.6.2 3.6.3 3.6.4 3.6.5 3.6.6 3.6.7 3.6.8 3.6.9 3.6.10 3.6.11 3.6.12 3.6.13 3.6.14 3.6.15 3.6.16 PCB-Kongenere Chlorbenzene Chlorpestizide BTEX – Aromaten und weitere flüchtige Verbindungen LHKW - Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe PAK - Polyaromatische Kohlenwasserstoffe Pflanzenbehandlungsmittel GC-MS) Pflanzenbehandlungsmittel (LC-MS-MS) Nitro- und Chlornitroaromaten Organozinnverbindungen Komplexbildner Arzneistoffe Alkylphenole Haloether und polybromierte Diphenylether Chloralkane PS-miniBG 3.7 Biologische Untersuchungen 3.7.1 Mikrobiologische Verfahren 3.7.2 Photometrische Verfahren 3.7.3 Testverfahren mit Wasserorganismen - Toxizitätstests 6 6 7 8 9 11 11 11 11 12 12 13 13 15 17 17 17 17 18 18 18 19 19 19 19 19 Teil 4 Feststoffanalytik 4.1 Eluatherstellung 4.2 Feststoffe 4.2.1 Physikalisch - chemische Größen 4.2.2 Kationen und Phosphor 4.2.3 Summarische Wirkungs- und Stoffkenngrößen 4.2.4 Gemeinsam erfassbare Stoffgruppen 4.2.4.1 PCB-Kongenere 4.2.4.2 Organochlor Pestizide 4.2.4.3 Chlorbenzene 4.2.4.4 BTEX – Aromaten 4.2.4.5 LHKW - Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe 4.2.4.6 PAK - Polyaromatische Kohlenwasserstoffe 4.2.4.7 Chlorphenole 4.2.4.8 Organozinnverbindungen 4.2.4.9 Polybromierte Diphenylether 20 20 20 20 21 21 21 22 22 23 23 24 25 25 26 Anhänge Zertifikate der Laborstandorte Magdeburg, Wittenberg, Halle 2 Teil 1 – Allgemeine Informationen – Die Beobachtung des Zustandes der Umwelt ist eine unerlässliche Voraussetzung für sinnvolles Handeln im Umweltschutz und stellt eine Vorsorgemaßnahme des Staates dar. Für Entschei- dungen, ob und welche Maßnahmen zum Schutz der Umwelt erforderlich sind, ist die genaue Kenntnis der Situation notwendig. Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft hält aus diesen Gründen einen Sachbereich Wasseranalytik vor. In diesem Sachbereich sind leistungsfähige Laboratorien inte- griert, die chemische und laborbiologische Untersuchungen in verschiedenen Umweltbereichen durchführen. Die ermittelten Daten fließen ein in die komplexe Bewertung des Zustandes der Gewässer im Rahmen des Gewässerkundlichen Landesdienstes, der durch den Landesbetrieb für Hochwas- serschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt wahrgenommen wird. Die Umweltlabore wurden Anfang der 90er Jahre aus Einrichtungen der Wasserwirtschaft und der Umweltverwaltung der ehemaligen DDR gebildet und haben sich als eigenständige Fachbe- reiche in den Staatlichen Ämtern für Umweltschutz umfangreiche Fachkenntnisse und Erfah- rungen zur behördlichen Überwachung auf dem Gebiet des Umweltschutzes angeeignet. Nach Auflösung der Staatlichen Ämter für Umweltschutz zum 31.12.2001 wurden diese Bereiche un- terschiedlichen Landeseinrichtungen in Sachsen-Anhalt zugeordnet und zum 01. Mai 2003 zum Gewässerkundlichen Landesdienst des Landes Sachsen-Anhalt im Landesbetrieb für Hoch- wasserschutz und Wasserwirtschaft zusammengeführt. Mit diesem Schritt wurde dieses Fach- wissen an einer Stelle des Landes konzentriert. Der Sachbereich ist wie folgt organisiert: OrganisationseinheitStandortKontakt Leitung des Sachbereiches06886 Lutherstadt Wittenberg Sternstraße 52 aHerr Dr. Tom Schillings (03 91) 5 81-1115 Tom.Schillings@lhw.mlu.sachsen-anhalt.de Labor Magdeburg39104 Magdeburg Otto-von-Guericke-Straße 5Herr Dr. Tom Schillings (03 91) 5 81-11 15 Tom.Schillings@lhw.mlu.sachsen-anhalt.de Labor Wittenberg06886 Lutherstadt Wittenberg Sternstraße 52 aFrau Sita Kaatzsch (0 34 91) 46 71-2 01 Sita.kaatzsch@lhw.mlu.sachsen-anhalt.de Labor Halle06132 Halle (Saale) Willy-Brundert-Straße 14Herr Roland Marx (03 45) 54 84-2 20 Roland.Marx@lhw.mlu.sachsen-anhalt.de 3
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