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Ondatra zibethicus (Linné, 1766) Ondatra zibethica (Linné, 1766) Bisam Säugetiere Nicht bewertet

Die Art ist in der „Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung“ der EU (EU-Verordnung Nr. 1143/2014) aufgeführt. Von der Art ausgehende negative Wirkungen sind zu minimieren. Ein Zurückdrängen ist insbesondere in und im Umfeld von Schutzgebieten notwendig, wenn die Schädigung naturschutzfachlich bedeutsamer Wasser- und Ufervegetation und von gefährdeten heimischen Großmuschel- und Krebsarten zu befürchten ist (vgl. Helm & Pier 2018).

App "Meine Umwelt" Verson 3.1 - Karteninformationen (Projektpartner Sachsen-Anhalt)

Themenkarten und Layer: - Abfall: Entsorgungsanlagen - Boden: Bodendauerbeobachtungsflächen - Energie: Energieberater, Energieeffizienz, Erneuerbare Energieanlagen - Erleben: Naturerlebnisse, Geoerlebnisse, Geopfade, Lehrpfade, Radwege, Wanderwege, Harzer Wandernadel, Gartenträume (schönsten und bedeutsamsten Parkanlagen), Blaues Band (Wassertourismus ), Badegewässerqualität, Veranstaltungen - Hochwasser: Hochwassergefährdung HQ10 (zehnjähriges Hochwasser) , HQ100 (hundertjähriges Hochwasser) , HQ200 (zweihundertjähriges Hochwasser) - Landwirtschaft: Kulinarischer Stern, Marktplatz (Milch, Milchatlas, Milchprodukte, Obst und Gemüse, Obstatlas, Wildatlas, sonstige) - Nachhaltigkeit: Bildung Nachhaltige Entwicklung, Freiwilliges Ökologisches Jahr - Schutzgebiete: Biosphärenreservate, Landschaftsschutzgebiete, Nationale Naturmonumente, Nationalpark, Europäische Vogelschutzgebiete (Natura2000), Naturparke, Naturschutzgebiete, Feuchtgebiete (RAMSAR), Wasser- und Heilquellenschutzgebiete - Verkehr: Straßenlärm 24 Stunden, Straßenlärm Nacht, Umweltzonen - Wald: Fundorte Asiatischer Laubholzbockkäfer und Quarantänezonen, Forstrevier, Pilzsachverständige, forstliche Rettungspunkte - Wasser: Aufgabenträger Abwasserbeseitigung - Wirtschaft: Umweltallianz Karten Artenmeldungen: - Artenfunde: Bisam, Gottesabeterin, Hirschkäfer, Riesen Bärenklau, Weinbergschnecke Karten Umweltbeeinträchtigungen: - Umweltbeeinträchtigungen (letzte 24 Monate): Abfall, Abwasser, Boden, Gewässer, Lärm, Luft, Naturschutz Zu den jeweiligen Karten werden Kartenlegenden bereitgestellt.

Oekologie des Bisams (Ondatra zibethicus)

Umweltrelevant sind folgende Untersuchungen: populationsabhaengige Beweidungsintensitaet von Ondatra an Flachseen, Bestandsregulation von Ondatra am Duemmer (See), Erstellung von wissenschaftlichen Hochschul- und Schulfilmen ueber Ondatra.

INSPIRE Verteilung der Arten (invasive Arten) in Deutschland - Verbreitung

Der INSPIRE Downloaddienst Verteilung der Arten (invasiver Arten) in Deutschland - Verbreitung stellt bundesweite Verbreitungsdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Gemäß Artikel 24 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten wurden für den ersten nationalen Bericht die durch die Bundesländer übermittelten Verbreitungsdaten der in Deutschland nachgewiesenen Arten der "Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung (Unionsliste)“ für den Berichtszeitraum 1.1.2015 bis 31.12.2018 zusammengestellt. Die Verbreitungsdaten wurden im Berichtstool zur Verordnung, dem EU-Umwelt-Netzwerk EIONET (European Environment Information and Observation Network), an die Europäische Kommission übermittelt. Diese Daten flossen ein in den im Jahr 2021 veröffentlichten Bericht der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat ("Report from the Commission to the European Parliament and the Council on the review of the application of Regulation (EU) No 1143/2014 of the European Parliament and of the Council) (https://ec.europa.eu/environment/pdf/nature/invasive_alien_species_implementation_report.pdf).

Küstenschutz Hochwasserschutz Karten zum Thema Hochwasser Hochwasserschutzpläne : Hochwasserschutzplan Wümme

Die Betriebsstelle Verden des NLWKN hat den zweiten Hochwasserschutzplan für Niedersachsen vorgelegt, der das mehr als 2000 Quadratkilometer große Einzugsgebiet von Lesum, Hamme und Wümme östlich von Bremen abdeckt. Die Lesum vereinigt Hamme und Wümme und mündet nach nur zehn Kilometern im Stadtgebiet von Bremen in die Weser. Das Einzugsgebiet – das umfasst Bremen und Teile der Landkreise Osterholz, Rotenburg, Verden, Heidekreis und Harburg. Hier leben etwa 480.000 Menschen – die meisten von ihnen sind von einem möglichen Hochwasser kaum betroffen. Welche Orte und Regionen in den überschwemmungsgefährdeten Gebieten liegen, ist nachzulesen im Hochwasserschutzplan Wümme. Nach hydraulischen Modellberechnungen werden im Hochwasserschutzplan Wümme jene Überschwemmungen dargestellt, die statistisch einmal in 100 Jahren zu erwarten sind. Bei einem sogenannten Jahrhunderthochwasser werden Flächen von ca. 110 Quadratkilometern überschwemmt; zum Beispiel Lauenbrück im Landkreis Rotenburg, die Stadt Rotenburg oder das Wochenendhausgebiet "Wümmepark" in Tostedt. Weitere 130 Quadratkilometer sind bei Deichbrüchen als überschwemmungsgefährdet einzustufen. Die Modellberechnungen haben zwar ergeben, dass die Deiche auf bremischer und niedersächsischer Seite derzeit noch relativ sicher sind, trotzdem müssen sie in den nächsten Jahren verstärkt werden. Teilweise sind die Deiche nicht hoch genug, in einigen Bereichen müssen sie stärker als bisher vor dem Bisam geschützt werden. Der Plan ist eine wichtige Lektüre für die Bürgerinnen und Bürger und für die Landkreise: Denn sie sind für die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten zuständig. Deutlich benannt sind im Plan die mehr als 10.000 Hektar umfassenden Überschwemmungsflächen – eine wichtige Information, um die Überschwemmungsgebiete auszuweisen. Wichtige Akteure im Hochwasserschutz sind auch die Kommunen: Sie sollen die Informationen über überschwemmungsgefährdete Bereiche bereits vorab in der Bauleitplanung berücksichtigen. Die Verbände und Katastrophenschutzbehörden können die Informationen zur Verbesserung im Hochwassermanagement nutzen. Doch die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es einen absoluten Schutz nicht gibt. Die Strategie für einen modernen Hochwasserschutz folgt deshalb dem Drei-Säulen-Modells, welches neben dem technischen Hochwasserschutz (Bau von Deichen und Schöpfwerken) in verstärktem Maße eben auch die Hochwasservorsorge durch die Bürgerinnen und Bürger sowie die Rückhaltung in der Fläche berücksichtigt. Mit der Hammeniederung, den Borgfelder Wümmewiesen und dem Wümme-Binnendelta befinden sich im Gebiet drei großflächige, natürliche Retentionsräume, die auch naturschutzfachlich große Bedeutung besitzen. Mit Hilfe des Modells wurde die Wirksamkeit von Maßnahmen zum Rückhalt in der Fläche an Einzelbeispielen untersucht. Wenn gezielt Retentionsräume im Oberlauf geschaffen werden, lassen sich lokale Hochwassergefahren beispielsweise an der oberen Wümme im Bereich Wümmepark oder an der Fintau in Lauenbrück entscheidend mindern. Ein Allheilmittel sind die Retentionsflächen aber nicht. Die Ergebnisse des Hochwasserschutzplans Wümme fließen in den Risikomanagementplan der Flussgebietseinheit Weser ein. Der Hochwasserschutzplan Wümme kann hier bestellt werden!

Wichtige Lektüre für Bürger und Kommunen

"Einen absoluten Hochwasserschutz gibt es nicht: Deshalb sind auch die Bürgerinnen und Bürger gefordert, im Rahmen der Bauvorsorge und der Risikovorsorge ihren persönlichen Beitrag zum Hochwasserschutz zu leisten". Werner Kochta vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) nannte am Donnerstag in Hellwege ein einfaches Beispiel für einen praktikablen Hochwasserschutz in gefährdeten Gebieten: "Fliesen statt Parkett im Keller und im Erdgeschoss". Anlass für den Appell an die Hausbesitzer war die Vorstellung des Hochwasserschutzplanes für die Wümme. Die Betriebsstelle Verden des NLWKN hat jetzt den zweiten Hochwasserschutzplan für Niedersachsen vorgelegt, der das mehr als 2000 Quadratkilometer große Einzugsgebiet von Lesum, Hamme und Wümme östlich von Bremen abdeckt. Die Lesum vereinigt Hamme und Wümme und mündet nach nur zehn Kilometern im Stadtgebiet von Bremen in die Weser. Das Einzugsgebiet – das umfasst Bremen und Teile der Landkreise Osterholz, Rotenburg, Verden, Soltau-Fallingbostel und Harburg. Hier leben etwa 480.000 Menschen – die meisten von ihnen sind von einem möglichen Hochwasser kaum betroffen. Welche Orte und Regionen in den überschwemmungsgefährdeten Gebieten liegen, ist nachzulesen im jetzt veröffentlichten Hochwasserschutzplan Wümme, erhältlich beim NLWKN (www.nlwkn.de). Der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander betonte bei der Vorstellung: "Der Hochwasserschutz ist eine außerordentlich wichtige Daueraufgabe und muss gerade auch vorbeugend betrieben werden. Nicht umsonst gibt Niedersachsen landesweit jährlich etwa 40 Millionen Euro für den Hochwasserschutz aus". Nach hydraulischen Modellberechnungen werden im Hochwasserschutzplan Wümme exakt jene Überschwemmungen dargestellt, die statistisch einmal in 100 Jahren zu erwarten sind, "Bei einem sogenannten Jahrhunderthochwasser werden Flächen von ca. 110 Quadratkilometern überschwemmt; zum Beispiel Lauenbrück im Landkreis Rotenburg, die Stadt Rotenburg oder das Wochenendhausgebiet "Wümmepark" in Tostedt", sagte Kochta. "Weitere 130 Quadratkilometern sind bei Deichbrüchen als überschwemmungsgefährdet einzustufen", betonte der Experte vom NLWKN und fügte hinzu: "Die Modellberechnungen haben zwar ergeben, dass die Deiche auf bremischer und niedersächsischer Seite derzeit noch relativ sicher sind, trotzdem müssen sie in den nächsten Jahren verstärkt werden". Teilweise sind die Deiche nicht hoch genug, in einigen Bereichen müssen sie stärker als bisher vor dem Bisam geschützt werden. Der Plan ist nicht nur eine wichtige Lektüre für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für die Landkreise: Denn sie sind für die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten zuständig. Deutlich benannt sind im Plan die mehr als 10.000 Hektar umfassenden Überschwemmungsflächen – eine wichtige Information, um die Überschwemmungsgebiete auszuweisen. Wichtige Akteure im Hochwasserschutz sind auch die Kommunen: Sie sollen die Informationen über überschwemmungsgefährdete Bereiche bereits vorab in der Bauleitplanung berücksichtigen. Die Verbände und Katastrophenschutzbehörden können die Informationen zur Verbesserung im Hochwassermanagement nutzen. Doch die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es einen absoluten Schutz nicht gibt. Die Strategie für einen modernen Hochwasserschutz folgt deshalb dem Drei-Säulen-Modells, welches neben dem technischen Hochwasserschutz (Bau von Deichen und Schöpfwerken) in verstärktem Maße eben auch die Hochwasservorsorge und die Rückhaltung in der Fläche berücksichtigt. Mit der Hammeniederung, den Borgfelder Wümmewiesen und dem Wümme-Binnendelta befinden sich im Gebiet drei großflächige, natürliche Retentionsräume, die auch naturschutzfachlich große Bedeutung besitzen. Mit Hilfe des Modells wurde die Wirksamkeit von Maßnahmen zum Rückhalt in der Fläche an Einzelbeispielen untersucht. "Wenn gezielt Retentionsräume im Oberlauf geschaffen werden, lassen sich lokale Hochwassergefahren beispielsweise an der oberen Wümme im Bereich Wümmepark oder an der Fintau in Lauenbrück entscheidend mindern", betonte Kochta. Ein Allheilmittel sind die Retentionsflächen aber nicht: "Ohne Deiche und Schöpfwerke geht es nicht". Umweltminister Sander sagte deshalb auch zu, dass Niedersachsen ebenso wie Bremen auch zukünftig kräftig in den Hochwasserschutz investieren wolle.

INSPIRE Verteilung der Arten (invasive Arten) in Deutschland - Verbreitung

Der INSPIRE Dienst Verteilung der Arten (invasiver Arten) in Deutschland - Verbreitung stellt bundesweite Verbreitungsdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Gemäß Artikel 24 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten wurden für den ersten nationalen Bericht die durch die Bundesländer übermittelten Verbreitungsdaten der in Deutschland nachgewiesenen Arten der "Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung (Unionsliste)“ für den Berichtszeitraum 1.1.2015 bis 31.12.2018 zusammengestellt. Die Verbreitungsdaten wurden im Berichtstool zur Verordnung, dem EU-Umwelt-Netzwerk EIONET (European Environment Information and Observation Network), an die Europäische Kommission übermittelt. Diese Daten flossen ein in den im Jahr 2021 veröffentlichten Bericht der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat ("Report from the Commission to the European Parliament and the Council on the review of the application of Regulation (EU) No 1143/2014 of the European Parliament and of the Council) (https://ec.europa.eu/environment/pdf/nature/invasive_alien_species_implementation_report.pdf).

Röhrichtschutzprogramm Berlin

Renaturierung der Ufer an Schlachtensee und Krumme Lanke GIS-Monitoring mit CIR-Luftbildauswertung Berlin verfügt wie kaum eine andere Großstadt über einen Reichtum an Seen und Fließgewässern. Diese prägen das Landschaftsbild der Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft. Die Gewässer im Ballungsraum der Großstadt Berlin sind seit jeher Erholungsschwerpunkte, die von der Bevölkerung gerne zum Baden und für den Wassersport aufgesucht werden. Hinzu kommen weitere Gewässernutzungen wie Binnenschifffahrt, Vorfluter für Klärwerke, Entnahme von Kühlwasser für Kraftwerke und Förderung von Rohwasser aus dem Uferfiltrat für die Trinkwassergewinnung, die auf unterschiedliche Weise die empfindlichen Röhrichte beeinträchtigen. Anfang der 1960er Jahre war der dramatische Rückgang der Röhrichtbestände in Berlin nicht mehr zu übersehen und Anlass dafür, dass das Abgeordnetenhaus 1986 Sofortmaßnahmen zum Schutz und Erhalt der Röhrichte im Rahmen eines Röhrichtschutzprogramms beschloss. Untersuchungen über die Ursachen des Röhrichtrückganges, die Dokumentation über die Entwicklung der Röhrichtbestände sowie Maßnahmen zur Sicherung vorhandener Röhrichte und zur Wiederansiedlung sind Bestandteil dieses Programms. Man begann an den Gewässern 1. Ordnung die noch vorhandenen Bestände und Flachwasserzonen mit Wellenschutzbauten vor dem Wellenschlag des Schiffsverkehrs zu sichern. Inzwischen sind rund 23 Kilometer mit Röhricht bestandenes Ufer durch Palisaden geschützt. Darüber hinaus wurden seit 1995 zahlreiche Neuanpflanzungen von Röhricht an bereits vegetationsfreien Ufern durchgeführt. Auch die Wasserqualität zahlreicher Gewässer hat sich seit 1990 erheblich verbessert. Erste erfolgreiche Renaturierungsmaßnahmen an Gewässern 2. Ordnung wie Schlachtensee und Krumme Lanke begannen zwischen 1991 und 2007. Wegen des fehlenden Wellenschlags sind Wellenschutzbauten hier nicht erforderlich. Renaturierung der Ufer an Schlachtensee und Krumme Lanke Diese Maßnahmen führten dazu, dass der Röhrichtrückgang und die damit einhergehende Erosion der Ufer insgesamt gestoppt werden und der Zustand der Ufer und Röhrichte deutlich verbessert werden konnte. Zwischen 1990 bis 2010 ist ein Zuwachs der Berliner Röhrichtfläche um 23 Prozent zu verzeichnen. Dabei darf jedoch nicht übersehen werden, dass es weiterhin Gewässerabschnitte gibt, die einen starken Röhrichtrückgang aufweisen, an denen der Schutz des Ufers und die Anpflanzung neuer Röhrichte auch zukünftig dringend notwendig sein werden. Ein Vergleich der Entwicklung der durch Palisaden geschützten Röhrichtbestände mit nicht geschützten Beständen bestätigt dabei die eindeutig positiven Effekte der Wellenschutzbauten. Darüber hinaus schützen sie Makrozoobenthos und Fischbrut vor schiffsinduziertem Wellenschlag, reduzieren die Ufererosion, erschweren das Befahren bzw. Betreten der Röhrichte und sind somit auch im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie wirksam. Ursache für den Röhrichtrückgang war und ist häufig eine Kombination mehrerer Faktoren – die Wichtigsten sind: Gewässereutrophierung, schiffsinduzierter Wellenschlag, ankernde Boote und Badenutzung im Röhricht, Verbiss durch Bisam und Wasservögel, Grundwasserabsenkung, Uferverbau, Stauregulierung, Munitionsbergung. Weiterführende Informationen in Natur und Landschaft, Heft 7, 2015. In Berlin wurden zum Schutz des Uferröhrichts spezielle Regelungen im Berliner Naturschutzgesetz verankert. Als Röhrichte geschützt sind u.a. Schilf, beide Rohrkolbenarten und die Gemeine Teichbinse sowie Schwimmblattpflanzenbestände aus Teichrose, Seerose und Krebsschere. Die Entwicklung der Röhrichtbestände wird mit Hilfe von Luftbildauswertungen an 210 km Uferlänge außerhalb der Innenstadt erfasst und in einer Datenbank dokumentiert. GIS-Monitoring mit CIR-Luftbildauswertung Erfolg, den es zu schützen gilt Die Grunewaldseenkette, zu der Schlachtensee und Krumme Lanke gehören, wurde im 19. Jahrhundert durch Grundwasserabsenkung so stark beeinflusst, dass der Wasserstand um mehrere Meter sank. Als Gegenmaßnahme wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts Havelwasser aus dem Wasserwerk Beelitzhof in den Schlachtensee eingeleitet und über den Fenngraben in Richtung des Grunewaldsees gepumpt. Die Ufer der Seen waren noch bis 1953 von ausgedehnten Röhrichtgürteln gesäumt, die zusammen genommen an beiden Seen etwa eine Fläche von rund 35.000 Quadratmetern bildeten. Bis 1990 waren von den Röhrichten nur noch etwas über 600 Quadratmeter übrig. Eine Fläche, die gerade noch zwei Prozent des alten Bestandes entsprach! Die Gründe für diesen extremen Rückgang waren vielseitig: Starke Nährstoffanreicherung durch die Einleitung von Havelwasser, die intensive Badenutzung, der Vertritt der Ufer durch Menschen wie Hunde und Verschattung gehörten dazu. Nachdem die Wasserqualität durch die Einspeisung von entphosphatisiertem Wasser seit den 1980er Jahren deutlich verbessert werden konnte, begannen erste erfolgreiche Renaturierungsmaßnahmen einzelner Uferabschnitte im Rahmen des Berliner Röhrichtschutzprogrammes der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zwischen 1991 und 2007. Durch die Wiederanpflanzungen ist es gelungen den Röhrichtbestand an beiden Seen deutlich zu verbessern. Bis 2010 ist der Bestand auf eine Fläche von rund 12.000 Quadratmetern angewachsen – das sind etwa 35 Prozent des Bestandes von 1953. Die kontinuierliche Bestandszunahme seit 1990 um 2.000 Prozent ist beachtenswert. Nicht nur der Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten wurde wieder hergestellt, sondern auch das Landschaftsbild hat sich erheblich verbessert. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Berlin geleistet. Um die Standortbedingungen für die Neubegründung der Röhrichtgürtel zu verbessern, mussten Ufergehölze ausgelichtet und Sandschüttungen angelegt werden – die renaturierten Flächen bleiben zu ihrem Schutz eingezäunt. Die übrigen Uferböschungen sind durch Vertritt stark erodiert, Wurzeln einzelner Bäume entlang des Uferwegs wurden durch buddelnde Hunde frei gelegt. Die für die Verkehrssicherheit zuständigen Behörden bemühen sich regelmäßig um die Sicherung der Uferböschungen. Leider mussten in der Vergangenheit an einzelnen Uferabschnitten auch Steine zum Schutz des Ufers und der Uferbäume eingebaut werden. Mit der Verlagerung der Grenzen des Hundeauslaufgebietes vom Ufer weg ist die Voraussetzung gegeben, dass schrittweise die betretbaren Uferabschnitte für Erholungssuchende wieder in einen attraktiveren Zustand versetzt werden können. 96 Prozent der Flächen des Hundeauslaufgebiets rund um die beiden Seen bleiben erhalten. Außerhalb des Hundeauslaufgebietes müssen Hunde an einer max. 2 m langen Leine geführt werden. Die Mitnahme an öffentliche Badestellen ist während der Badesaison vom 15. Mai bis 15. September nicht gestattet. Die neuen Grenzen und Regeln werden durch die “Hundeampel” im Gelände deutlich. Weitere Informationen zum Hundeauslauf Zur Dokumentation und Quantifizierung des Röhrichtrückgangs wurde ein Monitoringprogramm aufgelegt. Das Ziel des Untersuchungsprogramms bestand in: der flächendeckenden Kartierung und Bilanzierung aller Röhricht- und Schwimmblattpflanzenbestände der Berliner Gewässer Spree, Dahme und Havel, dem Vergleich der Kartierungen aktueller und historischer Jahrgänge, der umfassenden Ursachenanalyse der Röhrichtbestandsentwicklung, der Erfolgskontrolle durchgeführter Maßnahmen des Röhrichtschutzprogramms. Zu diesem Zweck wurden Luftbilder interpretiert. Für das gesamte Stadtgebiet liegen CIR-Luftbilder (Color-Infra-Rot) aus den Jahren 1990, 1995, 2000, 2005, 2010 und 2015 vor. Die Luftbildauswertung erfolgte für 210 km Uferlänge der Berliner Spree-, Dahme- und Havelgewässer als stereoskopische Interpretation. Dafür wurden u.a. verschiedene Röhrichte, benachbarte Wasser- und Landvegetation sowie Röhrichtschutzanlagen erfasst. Um langfristige Veränderungen der Röhrichtbestandsentwicklung zu ermitteln, wurden zusätzlich Schwarz/Weiß-Luftbilder der Jahre 1928, 1944 und 1953 analysiert. Entsprechend der Bildqualität und dem Bildmaßstab wurden speziell angepasste Legenden entwickelt, die als übergeordnete Einheiten den Vergleich zu den CIR-Kartierungen zulassen. Die Ergebnisse liegen als Interpretationskarten vor. Sie wurden digitalisiert und zu Datensätzen in einem geographischen Informationssystem (GIS) zusammengestellt, die die Ufersituation der Berliner Gewässer für die jeweiligen Jahre zeigen. Es wurden spezielle Abfrage- und Auswertungsalgorithmen zur Bilanzierung der Flächenkartierungen entwickelt. Es ist sowohl eine Bewertung der Bestandssituation jedes Standortes, jedes Einzelgewässers und aller untersuchten Seen mit detaillierter Artenzusammensetzung und den Veränderungen möglich. Die Datenhaltung der thematischen und räumlichen Informationen in einem GIS ermöglicht die Darstellung der Bestandsdaten und Analyseergebnisse in unterschiedlichen Maßstäben und Jahrgängen. Das “Röhricht-GIS” steht im Fach-Informationssystem Naturschutz-Artenschutz-Landschaftspflege (FINAL) zur Verfügung und hat sich in der Praxis als Planungs-, Überprüfungs- und Dokumentationsinstrument bewährt. Es dient auch der Ermittlung der potenziell mit Röhricht bepflanzbaren Flächen und der konkreten Auswahl geeigneter Standorte für Röhrichtpflanzungen. Die Ergebnisse der Luftbildauswertung zeigen, dass die Berliner Gewässer bis 1990 fast zwei Drittel ihrer Röhrichtbestände verloren. Bezugsjahr ist 1953 mit einem Bestand von rund 166,5 ha. 1990 betrug der Bestand aller in diesem Programm untersuchten Gewässer nur noch 61,3 ha. 2015 konnten hingegen wieder 46 % (71,3 ha) des Ausgangsbestands kartiert werden. Zwischen 1990 und 2015 erfolgte somit ein Zuwachs von 10 ha. Rückgangsgeschehen wie Zuwachs verlaufen dabei von Gewässer zu Gewässer unterschiedlich. An ungeschützten Uferabschnitten kommt es auch weiterhin zur Auflösung geschlossener Bestände.

Langfristige Populationsentwicklung krankeitsübertragender Nagetiere: Interaktion von Klimawandel, Landnutzung und Biodiversität

Faktoren wie Klimawandel und Landnutzung beeinflussen das Vorkommen (Verbreitung, Maximaldichte) gesundheitsgefährdender Nagetierarten. Eine hohe Abundanz infizierter Tiere ist wiederum eng mit einem erhöhten Übertragungsrisiko von Krankheitserregern auf den Menschen verbunden. Mit dem Vorhaben soll der Effekt von Klima und Landnutzung auf die Populationsentwicklung von gesundheitsgefährdenden Nagetieren untersucht und mögliche Anpassungsstrategien abgeleitet werden. Es ist vorgesehen, Zeitserien zum Vorkommen von kommensalen Nagetieren (z.B. Wanderratte) sowie von Wald- und Feldnagern (z.B. Bisam, Wühlmäuse) mit Witterung und Landnutzung der letzten Jahrzehnte in Verbindung zu bringen. Diese Arten sind Träger einer Vielzahl von Pathogenen. Historische Datensätze (Zeitserien) zum Vorkommen von Schadnagern sollen eine große Vielfalt an Landnutzungsformen und klimatischen Gegebenheiten abdecken. Mit den gewonnenen Daten soll das durch den Einfluss des Klimawandels und damit auch einer möglichen veränderten Landnutzung veränderte Risiko eines verstärkten Vorkommens von Nagetieren analysiert und prognostiziert werden. Es gibt weiterhin die begründete Annahme, dass eine höhere Zahl von Kleinsäugerarten in einem Habitat einen Verdünnungseffekt für die Durchseuchung der jeweiligen Schadnagerpopulationen mit Krankheitserregern hat. Entsprechend soll im Zusammenhang mit der Landnutzung die Artenvielfalt untersucht und ihr Einfluss auf die Durchseuchung der gesundheitsschädlichen Zielarten festgestellt werden. Ein auf höhere Artendiversität ausgerichtetes Habitatmanagement kann eine mögliche Anpassungsmaßnahme an ein steigendes Risiko durch Nagetier-assoziierte Erkrankungen darstellen. Dies ist von besonderer Bedeutung, da der Einsatz von Rodentiziden mit der einhergehenden Schädigung von Nichtzielarten (andere Kleinsäuger) in diesem Fall kontraintuitiv im Sinne eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes wäre.

Neozoen

Bereits im September 1994 hatte die Umweltakademie Baden-Wuerttemberg in Zusammenarbeit mit der Universitaet Stuttgart-Hohenheim, Institut fuer Landschafts- und Pflanzenoekologie ein bundesweites Symposium 'Neophyten - Gefahr fuer die Natur?' in Offenburg ausgerichtet. Ueber 120 Teilnehmer an der dortigen Veranstaltung dokumentierten das grosse Interesse an der Thematik 'Gebietsfremde Arten in der Natur'. Angeregt wurde u.a. bei dieser Veranstaltung das bis dahin noch nicht in diesem Rahmen behandelte Thema 'Gebietsfremde Tierarten' aufzugreifen und in einer Folgeveranstaltung den Stand der Wissenschaft und der Naturschutzpraxis genau darzustellen. Neozoen sind Neubuerger unserer Fauna. Eingeschleppt oder bewusst ausgebracht, haben sie sich im Laufe der Zeit bei uns angesiedelt und mehr oder weniger stark ausgebreitet. Waschbaer, Bisam, Nutria, Halsbandsittlich, Schmuckschildkroete, Sonnenbarsch und Dreiecksmuschel koennen als Beispiele genannt werden. Die Ausfuehrungen der Referenten beim Statuskolloquium verdeutlichten, dass inzwischen Vertreter aus allen Klassen des Tierreichs inzwischen die verschiedensten Lebensraeume besiedeln. Nach dem weit mehr beachteten Artensterben bewirken Neozoen die zweitgroesste Veraenderungswelle der Fauna. Manche Arten stellen fuer den Natur- und Artenschutz, aber auch die Forst- und Landwirtschaften ernst zu nehmendes Problem dar. Die Auswirkungen, die von dieser Faunenverfaelschung ausgehen und die Notwendigkeit von Gegenmassnahmen werden in der Oeffentlichkeit und in der Fachwelt kontrovers diskutiert. Die Tagung sollte eine differenzierte Betrachtungsweise und die Vermittlung neuer Erkenntnisse hinsichtlich der Neozoen-Thematik ermoeglichen.

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