<p>Streumittel: Umweltschonend gegen Glätte ohne Salz</p><p>Welche Umweltwirkungen haben andere Auftau- und Flugzeugenteisungsmittel?</p><p> HarnstoffDie Anwendung von Harnstoff als chloridfreiem Enteisungsmittel führt zu einer unerwünschten Düngung von Gewässern und Böden. Harnstoff sollte daher nicht als Enteisungsmittel verwendet werden.Mehrwertige, gering flüchtige Alkohole und EtherWassermischbare Polyalkohole mit geringer Flüchtigkeit (zum Beispiel Propylenglykol oder Diethylenglykol sowie ihre Etherverbindungen) werden regelmäßi… <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/welche-umweltwirkungen-haben-andere-auftau">weiterlesen <i></i></a> </p><p>Wie sind alternative Streumittel aus Umweltsicht zu bewerten?</p><p> Abstumpfende Mittel schmelzen das Eis nicht ab, sondern erhöhen die Griffigkeit, indem sie sich mit der Glätteschicht verzahnen. Für diesen Zweck werden vor allem gebrochene Gesteine („Splitt“, Spezialsande) eingesetzt, die nach dem Abtauen mit dem Straßenkehricht eingesammelt und weiterverwendet oder entsorgt werden. Sofern der Schwermetallgehalt gering ist, führt der Einsatz von Splitt kaum zu B… <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/wie-sind-alternative-streumittel-aus-umweltsicht-zu">weiterlesen <i></i></a> </p><p>Erhöht der Einsatz von Streusalzen und abstumpfenden Streumitteln die Feinstaubbelastung?</p><p> Der Streumittel-Einsatz auf Fahrbahnen macht sich in schneereichen Wintern auch in der Staubbelastung der Luft bemerkbar: Streusalzlösungen und Partikel werden von der Fahrbahnoberfläche in die Luft aufgewirbelt. Abstumpfende Mittel können durch die dynamischen Belastungen des Verkehrs zerkleinert und teilweise auf Feinkorngröße (PM10, PM2,5) zermahlen werden. Die gesetzlichen Vorgaben der Europäi… <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/erhoeht-der-einsatz-von-streusalzen-abstumpfenden">weiterlesen <i></i></a> </p><p>Wie wird Streusalz im staatlichen und kommunalen Winterdienst verwendet?</p><p> Das wichtigste Instrument des Winterdienstes ist und bleibt die mechanische Räumung. Je nach den Umgebungsbedingungen und Anforderungen wird die Räumung durch den Einsatz von Streumitteln ergänzt. Der staatliche und kommunale Winterdienst sollte „differenziert“ erfolgen, d. h. je nach Witterung, den spezifischen Straßenverhältnissen und der umgebenden Vegetation sollte entschieden… <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/wie-wird-streusalz-im-staatlichen-kommunalen">weiterlesen <i></i></a> </p><p>Zu welchen Schäden führt Streusalz in Gewässern?</p><p> Grundwasser Durch die Versickerung gelangt das salzhaltige Schmelzwasser in das Grundwasser. Grundwasser-Messstellen in der Nähe großer Straßen weisen daher häufig erhöhte Konzentrationen insbesondere von Chlorid auf. Der Grenzwert der Trinkwasserverordnung (250 mg/L) wird aber in der Regel deutlich unterschritten. Da Grundwasser nur sehr langsam erneuert wird und unsere wichtigste Trinkwasserquel… <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/zu-welchen-schaeden-fuehrt-streusalz-in-gewaessern">weiterlesen <i></i></a> </p><p>Wie Sie klimafreundlich gegen Glätte auf Gehwegen vorgehen</p><p><ul><li>Befreien Sie den Gehweg möglichst schnell mit Schippe oder Besen vom Schnee.</li><li>Verwenden Sie salzfreie abstumpfende Streumittel wie Sand, Splitt oder Granulat (im Handel am Blauen Engel erkennbar).</li></ul></p><p>Gewusst wie</p><p>Der Einsatz von Streusalz ist für Bäume und andere Pflanzen, Tiere, Gewässer, Fahrzeuge und Bauwerke (insbesondere Beton) sehr schädlich. Die Beseitigung oder Eindämmung der Schäden verursachen jährlich hohe Kosten.</p><p><strong>Mit Schippe und Besen den Schnee zügig entfernen:</strong> Je länger man mit dem Schneeschippen wartet, desto eher ist der Schnee schon festgetreten und oft mit Schippe oder Besen nicht mehr richtig zu entfernen. An diesen Stellen bilden sich schnell Vereisungen. Zeitnahes Schneeschippen nach dem Schneefall hat deshalb zwei Vorteile: Zum einen erfüllen Sie damit Ihre gesetzliche Räumungspflicht, die meist eine Räumung bis spätestens 7 Uhr werktags vorsieht. Zum anderen machen Sie damit in den meisten Fällen den zusätzlichen Einsatz von Streumitteln überflüssig.</p><p><strong>Streumittel wie Sand, Splitt oder Granulat verwenden:</strong> Die Verwendung von Streusalz ist in den meisten Kommunen verboten und mit einem Bußgeld belegt. Nach der Schneeräumung verbliebene Glätte sollte deshalb mit abstumpfenden Mitteln (zum Beispiel Splitt, Granulat oder Sand) bestreut werden. Achten Sie beim Einkauf auf den <a href="https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/streumittel">Blauen Engel für salzfreie Streumittel</a>. Energieintensiv hergestellte Streumittel (zum Beispiel Blähton) sollten Sie hingegen nur sparsam einsetzen. Nur bei hartnäckigen Vereisungen und an Gefahrenstellen (zum Beispiel Treppen), ist in einigen Kommunen die sparsame Verwendung von Streusalz erlaubt. Die genauen verbindlichen Vorschriften beziehungsweise Empfehlungen für den privaten Winterdienst erfragen Sie bitte bei Ihrer Gemeinde.</p><p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p><p>Hintergrund</p><p><strong>Umweltsituation:</strong> Beim Streuen auf innerörtlichen Straßen mit Regen- oder Mischwasserkanalisation fließt das Streusalz mit dem Schmelzwasser in das Kanalsystem ab. Nach Durchlaufen der Kläranlage gelangt es in Bäche oder Flüsse. Es kann auch direkt mit Schmutzwasser in Oberflächengewässer eingeleitet werden. Das passiert auch bei Überlastung der Mischwasserkanalisation. Auf überregionalen Straßen dringt im Mittel etwa die Hälfte des Salzes über die Luft (mit verspritztem Schnee oder Wasser) in die Straßenrandböden ein. Der Rest kommt mit dem Schmelzwasser in die Straßenentwässerung und wird – wie die übrigen Abwässer – entweder versickert oder über Rückhalte- beziehungsweise Filterbecken in Oberflächengewässer eingeleitet.</p><p>Streusalz kann am Straßenrand wachsende Pflanzen schädigen. Gelangt das Salz mit verspritztem Schnee oder Wasser direkt auf die Pflanzen, kommt es zu Kontaktschäden (zum Beispiel Verätzungen der Pflanze). Noch entscheidender: Das mit dem Schmelzwasser versickerte Streusalz kann sich in Straßenrandböden über viele Jahre anreichern. Schäden an der Vegetation zeigen sich daher oft erst zeitverzögert. Bei einem überhöhten Salzgehalt im Boden werden wichtige Nährstoffe verstärkt ausgewaschen und die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser durch die Pflanzen erschwert. Feinwurzeln von Bäumen sterben ab, so dass die lebenswichtige Symbiose mit Bodenpilzen (Mykorrhiza) leidet. Es kommt zu mangelnder Wasserver¬sorgung und zu Nährstoffungleichgewichten. Bei Laubbäumen führt dies zu Aufhellungen an den Blatträndern im Frühsommer, die sich zunehmend zur Blattmitte ausdehnen und braun verfärben, Blattrandnekrosen sowie zu vorzeitigem Laubfall. Langfristig führt eine solche Mangelversorgung zu einer verstärkten Anfälligkeit der Pflanzen gegenüber Krankheiten und zu ihrem vorzeitigen Absterben. Die Schäden sind im Allgemeinen umso gravierender, je näher die Pflanzen an den Straßen und Wegen stehen. Besonders betroffen sind daher zum Beispiel Pflanzen an Fußwegen oder in Alleen. Da Alleenbaumarten wie Ahorn, Linde und Rosskastanie zudem salzempfindlich sind, sind sie besonders gefährdet. Neben Schäden an der Vegetation können hohe Salzgehalte die Stabilität des Bodens beeinträchtigen (Verschlämmung) und Bodenlebewesen schädigen.</p><p>Die Salze greifen daneben auch Materialien zum Beispiel von Fahrzeugen und Bauwerken an. Betonbauwerke leiden wegen der korrosiven Wirkung der Salze auf die darin enthaltene Eisenbewährung. Auch bei Ziegelbauwerken können Zersetzungen auftreten. Das ist besonders bei Baudenkmälern problematisch, weil das Salz nach dem Eindringen nicht mehr aus dem Mauerwerk entfernt werden kann.</p><p><strong>Gesetzeslage:</strong> In vielen Gemeinden ist der private Einsatz von Streusalz explizit verboten und mit einem Bußgeld verbunden. Ausnahmen betreffen meist Treppen und andere kritische Bereiche. Eine einheitliche Regelung auf Bundes- oder Länderebene existiert hingegen nicht.</p><p><strong>Marktbeobachtung:</strong> Als "Streusalz" (auch Auftausalz oder Tausalz) werden Salze bezeichnet, die zur Verhinderung von Eisbildung oder zum Auftauen von Eis und Schnee auf Straßen und Gehwegen ausgebracht werden. Überwiegend wird als Streusalz "technisches" Natriumchlorid (NaCl, "Kochsalz", jedoch nicht in zum Verzehr geeigneter Qualität), daneben auch Calcium- und Magnesiumchlorid oder andere Salze verwendet. Außerdem enthält Streusalz geringe Mengen an natürlichen Begleitstoffen und künstlichen Zusätzen (zum Beispiel Rieselhilfsstoff). Der wirksame Temperaturbereich von Streusalz reicht bei NaCl bis etwa minus 10 °C und bei CaCl2 bis minus 20 °C. Die Menge des in Deutschland jährlich auf Verkehrswegen ausgebrachten Streusalzes hängt stark von der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/w?tag=Witterung#alphabar">Witterung</a> ab. In den letzten zehn Jahren wurden in Deutschland im Mittel jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen Streusalz gestreut. In harten Wintern kann die Menge auf über vier Millionen Tonnen steigen.</p><p><strong>Quelle: <br></strong>Öko-Institut (2004): <a href="https://www.oeko.de/publikationen/p-details/oekobilanz-des-winterdienstes-in-den-staedten-muenchen-und-nuernberg/">Ökobilanz des Winterdienstes</a> in den Städten München und Nürnberg.</p>
Als Hauptverbreitungsgebiet eines Rohstoffes wird ein großräumig unbegrenztes, geologisch heterogen aufgebautes Gebiet mit möglichen und wahrscheinlichen, bisher im Einzelnen noch nicht untersuchten oder bekannten Rohstoffvorkommen oder –lagerstätten bezeichnet. Hier dargestellt werden die Hauptverbreitungsgebiete von Tonen und Lehme, die u. a. als Keramikrohstoffe für Fliesen oder Ziegel, als Dichtungsstoffe für Deponien oder als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Blähton Anwendung finden. Als Attribute angehängt sind Rohstoffgruppe, Rohstoff, Flächenkategorie und Steckbrief. Ein mit den Flächen verknüpfter Steckbrief liefert Informationen unter Anderem bezüglich der Gesteinsentstehung und -eigenschaften, Gewinnung, Verwendung und wirtschaftlicher Bedeutung des vorgestellten Rohstoffes. Als Datengrundlage für die Modellierung der Hauptverbreitungsgebiete diente die Digitale Geologische Karte 1:25.000 (dRK25), deren geologischen Einheiten den rohstoffgeologischen Einheiten zugeordnet wurden, die Karte oberflächennaher Rohstoffe (KOR200) im Maßstab 1:200.000, Flächen der Regionalplanung im Maßstab 1:100.000 (VR/VB), Rohstoffgewinnungsflächen und die Lagerstättenkarte von Bayern 1:500.000. Bitte beachten: Der vorliegende Datensatz ist nicht tagesaktuell. Der Darstellungsmaßstab ist 1:2.000.000 bis 1:120.000. (Stand 2020)
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Die Liapor GmbH & Co. KG betreibt zwei Drehrohrofenanlagen zur Herstellung von Blähton. An den Mantelflächen der Ofenanlagen wird sehr viel Wärme ungenutzt an die Umgebung abgegeben. Die Wärmeabfuhr vom Ofen an die Umgebung (Kühlung) ist zwar notwendig, um ein Überhitzen des Ofenmantels zu verhindern, jedoch soll untersucht werden, einen Teil dieser thermischen Energie an einem unkritischen Bereich des Kühlers zurückzugewinnen und für das Erhitzen des Wärmeträgeröl-Kreislaufes nutzbar zu machen. Für die Nutzung der Strahlungswärme an der Ofenmantelfläche gibt es bisher nur wenig Ansätze und es ist kein bisher umgesetztes Projekt in dieser Form bekannt. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Die Durchführung des Projektes war in 7 Projektphasen geplant: 1. Grundlagenermittlung 2. Vorplanung 3. Entwurfsplanung 4. Ausführungsplanung 5. Vergabe 6. Montage 7. Inbetriebnahme. Zu 1.) Bei der Grundlagenermittlung wurde eine Ist-Aufnahme der baulichen Situation vor Ort und thermografische Untersuchungen des Drehrohrmantels sowie des umliegenden Stahlbaus durchgeführt. Zu 2.) Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurde bei der Vorplanung ein grobes Konzept erarbeitet. Im Vordergrund stand dabei die generelle Funktionalität und die wirtschaftliche und praktische Umsetzbarkeit. Zu 3.) Bei der Entwurfsplanung wurde dieses Konzept dann weiter im Detail ausgearbeitet. Dabei wurden bereits verschiedene Betriebszustände sowie stör- und sicherheitsrelevante Aspekte betrachtet. Die ersten drei Projektphasen wurden im Rahmen eines HOAI-Vertrages von einem externen Ingenieurbüro durchgeführt. Wegen personeller Veränderungen konnte dieses Ingenieurbüro das Projekt nicht mehr weiter betreuen. Da die Suche nach einem alternativen Ingenieurbüro zur Unterstützung erfolglos blieb, wurden bei verschiedenen Firmen für Wärmetauscher und Energietechnik direkt Anfragen für die Umsetzung der Projektschritte 4-7 platziert.
Die Regenwassernutzung wird aus ökologischen Gründen zunehmend gefördert. Es stellt sich die Frage, ob Ablaufwasser aus Dachbegrünungen für die Regenwassernutzung geeignet ist. Voruntersuchungen haben gezeigt, dass aus Dächern mit mineralischen Substraten Ablaufwasser mit Huminstoffen belastet ist und es dadurch zu einer Trübung des Ablaufswassers kommt. In dem Versuch soll erkundet werden, ob mineralische Zusätze aus Ton oder Zeolithen als Zusätze in den Substraten in der Lage sind, Huminstoffe und Nährstoffe zu binden und damit die Qualität des Ablaufwassers zu verbessern. Im Vergleich zu den Versuchen L4 42 00 und L4 45 00 wird in diesem Versuch die Dränschicht variiert, sie besteht nicht aus einer Polyamidschlaufenmatte, sondern aus einer 3 cm dicken Schicht von gebr. Blähton 0-4 mm.
Hintergrund und Aufgabenstellung: In diesem Forschungsvorhaben werden Biofilter als nachgeschaltete Reinigungsstufe (nach einer konventionellen Reinigung) für kommunales Abwasser hinsichtlich ihrer Wirksamkeit im Bezug auf den biologischen Abbau ausgewählter Spurenstoffen untersucht. Unterschiedliche Trägermaterialien (granulierte Aktivkohle als reaktiver Träger sowie Blähton als inertes Trägermaterial) und verschiedenartige Milieubedingungen (aerob/anoxisch) werden getestet. Ziel der Untersuchungen ist die Ermittlung von Adaptierungsgeschwindigkeit, Abbaugrad und optimalen verfahrenstechnischen Parametern wie Filterbetthöhe, Belüftungsintensität und Filtergeschwindigkeit. Vorgehensweise und Ergebnisse: Die Versuche werden an einer habtechnischen Versuchsanlage bestehend aus 4 Biofiltersäulen durchgeführt (Bild 1). Die Anlage wird mit dem Ablauf der Kläranlage Darmstadt Süd beschickt. Ein Behälter mit ca. 24 Stunden Aufenthaltszeit dient zur Glättung der täglichen Konzentrationsschwankungen. In einer Tabelle sind einige Daten und Betriebsparameter der Versuchsanlage angegeben. Für die analytische Bestimmung werden Proben an den markierten Stellen wöchentlich entnommen. Die Analyten werden mittels Feststoffextraktion angereichert und anschließend mittels HPLC-MSMS am DVGW-TZW (Karlsruhe) quantitativ bestimmt.
Klärschlämme stellen in Form ihres Organik- und Anorganikgerüstes einen Stoff dar, der zur Erzeugung von qualitativ hochwertigen Leichtzuschlagstoffen - ähnlich Blähton - eingesetzt werden kann. Der Ascheanteil bildet das Produktgerüst, während organische Komponenten bei ihrer Verbrennung bzw. Vergasung Gase bilden, die den Probekörper blähen und darüber hinaus die für den Brennprozess notwendige Energie liefern. Von ähnlichen Verfahren zur Leichtzuschlagherstellung unter Einsatz von Klärschlamm unterscheidet sch das vorliegende Konzept in erster Linie durch den vielfach höheren Schlammeinsatz, so dass das erzeugte Produkt ausschließlich oder überwiegend aus ehemaligem Klärschlamm besteht, während sonst herkömmlicher Ton die Hauptkomponente bildet. Die beantragten Untersuchungen sollen die Einflussgrößen des Herstellungsprozesses im Labormaßstab quantifizieren und erste bauphysikalische und umweltrelevante Ergebnisse liefern. Hierzu werden umfangreiche Formgebungs-, Pyrolyse- und Brennversuche durchgeführt. Mit dem Industriepartner MSE sollen in einer zweiten Phase technische Versuche durchgeführt werden, die auf den hier beantragten Grundlagenforschungen beruhen.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Der jährliche Energieverbrauch in der Bundesrepublik Deutschland für den Sektor Raumwärme beträgt immer noch ca. 30 Prozent vom jährlichen Gesamtenergieverbrauch. Für die Kalksandsteinindustrie besteht die Möglichkeit, einen Beitrag zur Energieeinsparung durch Vermeidung von erhöhten Wärmeströmen über Wärmebrücken zu leisten. Nicht immer sind rein konstruktive Detaillösungen ausreichend, um die Auswirkung von Wärmebrücken zu minimieren. Bei allen Detailpunkten ist der Einsatz von Mauersteinen mit einer niedrigen Wärmeleitfähigkeit und gleichzeitig einer hohen Steindruckfestigkeit sinnvoll. Mit dem Forschungsvorhaben soll zum einen der Einfluss umweltfreundlicher, verfügbarer und technisch einwandfreier Leichtzuschläge für die Herstellung von Kalksand-Leichtsteinen systematisch und detailliert untersucht werden. Hauptziel dieses Projektes ist es, Mauersteine mit einer hohen Normdruckfestigkeit bei gleichzeitig niedriger Wärmeleitfähigkeit sicher herzustellen. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Die Durchführung des Forschungsvorhabens umfasst die Herstellung und Untersuchung von Kalksandstein-Laborprüfkörpern mit geringer Wärmeleitfähigkeit und hoher Festigkeit unter definierten Bedingungen. Als Leichtzuschlagstoffe sollen Blähton und Bimssand eingesetzt werden. Unter Ansatz verschiedener Rezepturen und Herstellbedingungen werden Kalksandstein-Prüfkörper im Labor hergestellt und hinsichtlich folgender genormter und anderer wichtiger Eigenschaftswerte unter baustofftechnischen Gesichtspunkten untersucht: - Steindruckfestigkeit, - Steinrohdichte, - Steinbiegezugfestigkeit, - Frostwiderstandsfähigkeit, - Wärmeleitfähigkeit, - Sorptionsverhalten, innere Oberfläche, Bezugsfeuchtegehalt, - Porenradienverteilung mittels Druckporosimetrie, - Wasseraufnahme, Mineralogische Analyse durch das Institut für Mineralogie der Universität Hannover. Um den Optimalbereich der gewünschten Eigenschaften zu erzielen, werden die o.g. Herstellparameter nacheinander stufenweise variiert. Es ist geplant, insgesamt 60 Serien KS-Leichtsteine unterschiedlicher Herstellparameter - hergestellt im Labor und anschließend unter Praxisbedingungen im KS-Werk Wemding - zu untersuchen. Das Arbeitsprogramm hat folgenden Ablauf: 1. Beschaffung der Rohstoffe, 2. Labortechnische Ermittlung der Eigenschaften der ausgewählten Rohstoffe, 3. Herstellung von Laborprüfkörpern unter Variation der Rohstoffe und der Herstellbedingungen, 4. Untersuchung der Laborprüfkörper unter baustofftechnischen Gesichtspunkten (physikalische, chemische und mineralogische Analyse), 5. Auswertung der Untersuchungsergebnisse, Ermittlung des Optimums der günstigen Eigenschaftskombinationen, 6. Herstellung von Kalksand-Leichtsteinen in einem KS-Werk. ...
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 18 |
| Land | 2 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 5 |
| Zivilgesellschaft | 4 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 1 |
| Förderprogramm | 15 |
| Gesetzestext | 1 |
| Hochwertiger Datensatz | 1 |
| Text | 3 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 3 |
| Offen | 17 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 20 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Dokument | 1 |
| Keine | 14 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 6 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 20 |
| Lebewesen und Lebensräume | 14 |
| Luft | 10 |
| Mensch und Umwelt | 20 |
| Wasser | 13 |
| Weitere | 19 |