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Wärmewende

<p> <p>Die Wärmeversorgung der Gebäude befindet sich in einem großen Modernisierungsprozess. Heizungsanlagen werden auf erneuerbare Energien umgestellt, Kommunen bauen Wärmenetze aus und Gebäude werden durch energetische Sanierungsmaßnahmen effizienter und lebenswerter für alle. Die Wärmewende ist eine Chance, die Wärmeversorgung treibhausgasneutral, resilienter und sozial gerechter zu gestalten.</p> </p><p>Die Wärmeversorgung der Gebäude befindet sich in einem großen Modernisierungsprozess. Heizungsanlagen werden auf erneuerbare Energien umgestellt, Kommunen bauen Wärmenetze aus und Gebäude werden durch energetische Sanierungsmaßnahmen effizienter und lebenswerter für alle. Die Wärmewende ist eine Chance, die Wärmeversorgung treibhausgasneutral, resilienter und sozial gerechter zu gestalten.</p><p> Lebenswerte, energieeffiziente Gebäude im Jahr 2045 <p>Der Betrieb von Gebäuden verursacht in Deutschland heute noch etwa <a href="https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/energieeffizienz-in-zahlen-2022.html">35 Prozent des Endenergieverbrauchs</a> und etwa 30 Prozent der CO₂-Emissionen. Insbesondere die Wärmeversorgung macht einen Großteil des Energieverbrauchs im Gebäude aus. Daher liegt in einer nachhaltigen, treibhausgasneutralen, energieeffizienten Wärmeversorgung ein <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/84716">zentraler Hebel</a>, um klimaschädliche Emissionen zu reduzieren.</p> <p>Szenarioanalysen wie die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/68628">RESCUE-Studie</a> des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> untersuchen zukünftige Situationen sowie Wege, die in diese Zukunft führen. Sie zeigen auf, wie groß die Anstrengungen bei der Sanierung von Gebäuden und der Umstellung auf erneuerbare Energien sein müssen, um auf einen plausiblen Pfad in Richtung eines treibhausgasneutralen, post-fossilen und möglichst ressourcenschonenden Deutschlands zu kommen. Die klima- und energiepolitischen Ziele sind im nationalen Klimaschutzgesetz (KSG) sowie dem Energieeffizienzgesetz (EnEfG), dem Gebäudeenergiegesetz (GEG), und EU-Richtlinien (RED III; EED; EPBD u.a.) festgeschrieben. Um sie zu erreichen, sind kontinuierliche und vorausschauende Maßnahmen unerlässlich. Bei Anschaffungen und Arbeiten an Gebäuden muss deshalb schon heute an die geplante Treibhausgasneutralität 2045 gedacht werden.</p> </p><p> Energieeffizienz <p>Ein wichtiger Grundsatz bei der zukunftsfähigen Wärmeversorgung ist, dass Wärme nicht unnötig verschwendet werden soll („efficiency first“). Es ist unerlässlich, Wärme dort einzusparen, wo sie niemandem nützt, Abwärme als Wärmequelle zu erschließen und Wärmeverluste der Gebäudehülle auf ein möglichst niedriges Ausmaß zu verringern. Das senkt den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/10705">Energieverbrauch von Gebäuden</a> und erleichtert es, erneuerbare Energien zur Wärmeversorgung zu nutzen.</p> <p>Energetische Sanierungen, wie die Wärmedämmung von Fassaden, Dach und Keller, sind neben einer Wärmeerzeugung mit erneuerbaren Energien die zentrale Voraussetzung für <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> im Gebäudebestand. Denn auch erneuerbare Energien sind nur begrenzt verfügbar. Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle bergen großes Potenzial zum Energiesparen – gute Planung vorausgesetzt. Modernisierte und gedämmte Häuser können außerdem helfen, die Innenräume bei zunehmend heißen Temperaturen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/108283">kühl zu halten</a>. Sie steigern die Behaglichkeit sowie die Lebensqualität für Bewohnende. Das Hintergrundpapier „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/38762">Wärmedämmung</a>“ beantwortet wichtige Fragen über Wärmedämmung und räumt Vorurteile aus. Mit „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/89069">serieller Sanierung</a>“ und „Sanierungssprints“ gibt es inzwischen innovative Verfahren, um Bestandsgebäude zügig zu effizienten Nullenergiegebäuden zu machen. Auch Maßnahmen, die weniger aufwändig sind, können viel bewirken: die Dämmung von Kellerdecke und oberster Geschossdecke ist mit etwas handwerklichem Geschick in Eigenleistung möglich. Eine optimierte Heizung mit hydraulischem Abgleich sorgt für effizienten Energieeinsatz und verteilt die Wärme gleichmäßig im Haus.</p> <p>Wichtig sind Qualitätssicherung, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/97638">realitätsnahe Berechnungen</a> von Einsparpotenzialen, damit die erwarteten Energieeinsparungen auch tatsächlich eintreten.</p> <p>Auf die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/117339">Lebenszyklusbilanz eines Gebäudes</a> wirkt sich eine hohe Energieeffizienz positiv aus: zwar steigt mit höherer Energieeffizienz der Anteil des Herstellungsaufwandes, jedoch sinken insgesamt die Treibhausgasemissionen.<br>Durch die sogenannte Digitalisierung von Gebäuden lassen sich Wärmeverbräuche heute besser messen, analysieren und steuern. Energiemonitoring und Gebäudeautomation helfen dabei, das Nutzungsverhalten zu verstehen und den energiesparenden Betrieb von Gebäuden durch Anlagentechnik zu unterstützen. Auch verständliche Informationen in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/40044">jährlichen Heizkostenabrechnung</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/91116">monatliche Verbrauchsinformationen</a> können dabei hilfreich sein.</p> </p><p> Nutzungsverhalten in der Wärmewende <p>Auch durch das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16556">tägliche Verhalten</a>, regelmäßige Wartung und die richtige Nutzung der Gebäudetechnik kann Energie eingespart und der Geldbeutel geschont werden. Wichtig ist ein <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/116240">gezielter Kompetenzaufbau</a> bei Bewohnenden, Facility Managern und weiteren Nutzergruppen von Gebäuden, um bereits installierte Gebäudetechnik effektiv anzuwenden. In einem intensivierten Energiemanagement und im energiesparenden Gebäudebetrieb von Wohn- und Nichtwohngebäuden liegen große Potenziale: 30 Prozent Einsparung sind möglich.</p> <p>Neben energiesparendem Verhalten hat die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/75369">individuell genutzte Wohnfläche</a> einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch. Dadurch, dass die Wohnfläche pro Kopf in den zurückliegenden Jahren stetig wuchs, wurden die mühsamen Fortschritte in der energetischen Sanierung der Wohngebäude <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/73742#haushalte">neutralisiert</a>. Große Wohnflächen entstehen in Haushalten oft durch den Auszug von Kindern oder Partner*innen. Umzüge, Umbauten und die Aufnahme weiterer Mitbewohner*innen können den Wohnraum wieder an den individuellen Bedarf anpassen. Hilfreich ist es, eine spätere Umnutzung (z.B. Teilung) von Gebäuden schon in der Bauphase mitzudenken. Auch Förderprogramme, die bei Umzug und Untervermietungen Unterstützung leisten, können wenig genutzte Wohnungen und unnötig große Wohnflächen verringern.</p> <p>Insgesamt geht das Potenzial der sogenannten „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/suffizienz">Suffizienz</a>“-Strategie über individuelles Verhalten hinaus. Hier ist auch die Politik gefordert. Sie muss den Rahmen so setzen, dass klimafreundliches Verhalten für die Menschen leichter möglich und zur Standard-Option wird (beispielsweise durch entsprechende Unterstützung und Förderprogramme).</p> </p><p> Heizen ohne fossile Brennstoffe <p>Wärme kann aus unterschiedlichen Energiequellen bereitgestellt werden. Allerdings unterscheiden sich diese teils erheblich in ihrer technischen Erschließbarkeit, geographischen Zugänglichkeit und in der Effizienz ihrer Nutzung. Unsicherheiten in der Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe, wie sie zuletzt durch die Energiekrise im Zuge des Krieges Russlands gegen die Ukraine deutlich geworden sind, stellen ein erhebliches Risiko für die Wärmeversorgung in Deutschland dar. Die Abhängigkeit von Gas und Öl bis zum vollständigen fossilen „Phase-out“ zu verringern, ist deshalb für die nationale und europäische Energiepolitik ein wichtiges Ziel. Die Wärmeversorgung von morgen muss auf Energiequellen basieren, die treibhausgasneutral, verlässlich, kostengünstig und risikoarm sind, was ausschließlich erneuerbare Energien sicherstellen können.</p> <p>Betrachtet man die technische Entwicklung der Wärmeversorgung, so zeigt sich, dass insbesondere die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16755">Wärmepumpe</a> an Bedeutung gewinnt. Sie versorgt ein Haus ohne Brennstoffe mit Wärme auf Basis von Strom und Umgebungswärme (Dekarbonisierung). Die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Plattform <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/107985">So geht`s mit Wärmepumpen!</a> zeigt die Erfahrungen von Gebäudeeigentümerinnen*Gebäudeeigentümern, die ihre Heizung auf eine Wärmepumpe umgestellt haben. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/86471">Wasserstoff</a> zählt nicht zu den aussichtsreichen Lösungen für die Wärmewende im Gebäudebestand. Im Vergleich zu den brennstofffreien Alternativen ist Wasserstoff weniger energieeffizient und mittel- bis langfristig teurer.</p> <p>Neben Heiztechniken mit erneuerbaren Energien für einzelne Gebäude leistet der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/84768">Ausbau von Wärmenetzen</a> einen wesentlichen Beitrag zur treibhausgasneutralen Wärmeversorgung. Durch Nah-/Fernwärme werden nicht nur Abwärmepotentiale und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/91211">Wärmerückgewinnungssysteme</a>, etwa von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/70193">Industrieanlagen</a> oder Rechenzentren, nutzbar. Die Installation von Großwärmepumpen – beispielsweise in Kläranlagen oder an Flüssen – kann ganze Stadtteile mit Wärme versorgen. Fernwärmenetze entlasten Hauseigentümer*innen zudem davon, in jedes Haus eine eigene Heizungsanlage installieren und sich um die Dekarbonisierung selbst kümmern zu müssen.</p> </p><p> Sozial gerechte Wärmeversorgung <p>Ausreichend beheizte, behagliche Wohn- und Arbeitsräume sind kein Luxus, sondern Bedingung für ein gesundes Leben. Steigende Energiepreise, ein schlechter energetischer Zustand des Gebäudes und ein geringes Einkommen können jedoch dazu führen, dass Haushalte ihre Wohnungen nicht angemessen heizen oder ihren Energiebedarf nur zu überproportional hohen Kosten decken können. Diese Haushalte werden als energiearme oder auch vulnerable Haushalte bezeichnet. Eine wichtige Aufgabe für soziale Klimapolitik ist es daher, Maßnahmen und Instrumente bereitzustellen, die es <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/114053">energiearmen und vulnerablen Haushalten</a> ermöglichen, ihren fossilen Energiebedarf zu reduzieren. Die Klimaziel-kompatible energetische Modernisierung des Gebäudebestands muss so gestaltet werden, dass auch sozial und finanziell schlechter gestellte Menschen von technischen Fortschritten profitieren und soziale Härten als <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/107661">Folge von Sanierungsmaßnahmen</a> verhindert werden.</p> <p>Auch mangelnde Entscheidungsbefugnisse über Sanierungsmaßnahmen bei Mietenden verengen die Handlungsspielräume. Die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/92255">Verteilung der Kosten</a> für energetische Sanierungen zwischen Mietenden und Vermietenden muss so gestaltet werden, dass energetische Modernisierungsmaßnahmen angereizt werden.</p> <p>Eine sozialverträgliche Ausgestaltung der Wärmewende wirkt sich dabei nicht nur auf Wohnhäuser aus, sondern betrifft auch <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/110724">soziale Einrichtungen</a>, kommunale Gebäude und Bildungseinrichtungen.</p> </p><p> Zentrale Akteure der Wärmewende Zivilgesellschaft und kommunale Einrichtungen <p>Die Wärmewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Umgesetzt wird sie aber vor Ort. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/95285">Kommunen</a> kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Sie stehen im Kontakt mit den Bürgerinnen*Bürgern, der lokalen Wirtschaft sowie diversen sozialen und kulturellen Einrichtungen und haben direkten Zugriff auf die gebaute Infrastruktur. Sind kommunale Unternehmen vorhanden, sind die Gestaltungsmöglichkeiten für eine erfolgreiche Wärmewende noch größer.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/372/bilder/220502_rollenbildkommunen_infografik_suwadesign_und_ifeu_2022.jpg"> </a> <strong> Die Rolle der Kommunen im Klimaschutz </strong> Quelle: ifeu / suwadesign </p><p> <p>Neben technischen Voraussetzungen und politischem Willen braucht es für den Erfolg der Wärmewende eine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/114901">breite gesellschaftliche Unterstützung</a>. Kommunale Verwaltungen können die Wärmewende nutzen, um den Dialog und eine aktive Beteiligung von Bürgerinnen*Bürgern zu fördern. Denn der Ausbau von Infrastrukturen zur Wärmeversorgung, etwa von Fernwärme, braucht gesellschaftlichen Rückhalt: Systematisches Lernen, transparente und regulierte Preise, Zugang zu relevanten Informationen und die Finanzierung von Beteiligungsprozessen – mit diesen Bausteinen kann die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/112204">Fernwärme mehr Akzeptanz und Unterstützung</a> erfahren.</p> <p>Es gibt viele Beispiele, wie das Zusammenspiel von zivilgesellschaftlichen und kommunalen Akteuren zu einem Treiber der sozialökologischen Transformation geworden ist. So haben etwa <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/73601">Bürger-Energiegenossenschaften</a> in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, dass sie einen starken Beitrag für die Energiewende leisten.</p> Akteure am Wärmemarkt <p>Um die Wärmewende zielführender und erfolgreicher umzusetzen, spielen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/87117">(wirtschaftliche) Akteure</a> am Wärmemarkt eine zentrale Rolle. Entscheidungen und Investitionen von Energieversorgungsunternehmen und Energiedienstleistern sowie die praktische Umsetzung durch das Handwerk der Branche Sanitär, Heizung und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> (SHK) bestimmen die Transformation des Wärmesektors maßgeblich. Um grüne Techniken zu unterstützen, bedarf es fairer Geschäftsmodelle, einer langfristigen Planbarkeit und Investitionen in Ausbildung und Forschung.</p> <p>Die Wärmewende hat gravierende Auswirkungen auf den Arbeitskräfte- und Qualifikationsbedarf. Denn die organisatorische und bauliche Umsetzung von Projekten erfordert <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/112079">Fachkräfte</a>, die in ihrem beruflichen Handeln als Pioniere des Wandels aktiv werden.</p> </p><p> Politische Instrumente der Wärmewende <p>Länder und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/99867">Kommunen</a> können die Wärmewende durch eine engagierte Kommunale Wärmeplanung (KWP) sowie durch die Vorbildfunktion von öffentlichen Liegenschaften und der öffentlichen Hand aktiv voranbringen. Die Kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Planungsinstrument, mit dem Kommunen ihre Wärmeversorgung vollständig auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme umstellen. Der dabei entstehende Wärmeplan der Kommune wird regelmäßig aktualisiert und fortgeschrieben.</p> <p>Die Bundesregierung hat zur Dekarbonisierung der Wärme neben regulatorischen Instrumenten (EnEfG, GEG) zahlreiche Förderproramme aufgesetzt (EEW, BEG, BEW, KWKG). Außerdem fördert die Bundesregierung durch Beratungsangebote, Wissensvermittlung und den Aufbau von Datenbanken die Wärmewende (Energieberatung für Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude, Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende KWW; Plattform für Abwärme, Gas-Wärme-Kälte-Herkunftsnachweisregister-Verordnung GWKHV). Die nationalen Klimaschutzziele der Bundesregierung sind im Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) festgeschrieben. Darin wird geregelt, dass der Gebäudebestand bis 2045 treibhausgasneutral werden muss. Über den aktuellen Stand der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/treibhausgas-emissionen">Treibhausgasemissionen</a> wird jährlich berichtet. Das Umweltbundesamt untersucht mit den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/112234">Treibhausgas-Projektionen</a>, ob die Ziele des KSG voraussichtlich erreicht werden und welche Wirkung von politischen Instrumenten künftig zu erwarten ist. Es informiert den Deutschen Bundestag, den Expertenrat für Klimafragen, die EU, sowie die Vereinten Nationen über die Fortschritte in der Treibhausgasminderung und schlägt Maßnahmen vor, wie das 1,5-Grad-Ziel des Übereinkommens von Paris auf der Weltklimakonferenz 2015 erreicht werden kann.</p> <p>Auf EU-Ebene wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Regularien und Gesetzesinitiativen verabschiedet, die eine Transformation des Wärmeverbrauchs und der Wärmeversorgung zum Ziel haben, so etwa die Renewable Energy Directive III (RED III), die Energy Efficiency Directive (EED), die Energy Performance of Buildings Directive (EPBD), das European Union Emissions Trading System (EU ETS), die Energy Taxation Directive (ETD) oder das Ökodesign und die Energieverbrauchskennzeichnung.</p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Projekte der Kreislaufwirtschaft

Bild: GEBAV GmbH Behandlung gefährlicher Abfälle Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz sind die Gesamtauswirkungen der Ressourcennutzung zu reduzieren und die Ressourceneffizienz der Abfallwirtschaft bei den Unternehmen und Entsorgungs- und Verwertungsanlagen zu verbessern. Weitere Informationen Bild: alexraths / depositphotos Lebensmittelwertschätzung und Ausweitung der Biotonne in Berlin Knapp sechzig Prozent der Lebensmittelabfälle entstehen in privaten Haushalten. Ein großer Teil dieser Lebensmittelverschwendung könnte vermieden werden. Die Senatsumweltverwaltung möchte die Berlinerinnen und Berliner dafür mobilisieren, vermeidbare Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Weitere Informationen Bild: shmeljov/Depositphotos.com Umsetzung einer klimaverträglichen Biomasseverwertung Im Berliner Abfallwirtschaftskonzept 2010 wird bestimmt, dass durch nachhaltige stoffliche und energetische Nutzung biogener Abfälle aus dem Land Berlin relevante CO₂-Einsparungen erzielt werden sollen. Weitere Informationen Bild: KompetenzZentrum Wasser Berlin gGmbH Phosphorpotenziale im Land Berlin Das Land Berlin hat im Abfallwirtschaftskonzept 2010 bis 2020 das Phosphorrecycling aus Klärschlämmen und Klärschlammaschen zum abfallwirtschaftlichen Ziel erklärt. Weitere Informationen Bild: Heim Gruppe Einsatz von Recyclingbeton bei öffentlichen Hochbaumaßnahmen im Land Berlin Berlin strebt an, künftig bei allen öffentlichen Hochbauvorhaben RC-Beton einzusetzen, um dadurch eine relevante Umwelt- und Ressourcenschonung zu erzielen. Weitere Informationen Bild: SenMVKU RC-Ziegel (Recycling-Ziegel) In der veröffentlichten Stoffstrom-, Klimagas- und Umweltbilanz der Berliner Stoffströme wurde u.a. ermittelt, dass durch den Einsatz von RC-Material ein relevanter Beitrag zur Steigerung der Ressourceneffizienz geleistet werden kann. Weitere Informationen Bild: LianeM/stock.adobe.com Recycling von Dämmstoffen Die Wärmedämmung von Fassaden, Dach und Keller hilft, Energie zu sparen und das Klima zu schützen. Das Land Berlin fördert durch verschiedene Aktivitäten das Recycling von Dämmstoffen anstelle der Ablagerung auf Deponien oder der Verbrennung. Weitere Informationen Bild: Olexandr/stock.adobe.com ReparaturBONUS Berlin: Gemeinsam Verantwortung übernehmen! Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Mittel für den ReparaturBONUS aufgebraucht. Es können keine neuen Anträge mehr eingereicht werden. Wir freuen uns über den Erfolg des Förderprogramms! Weitere Informationen Bild: BSR Aufbau eines Netzwerks von Reparaturbetrieben Das Vorhaben, ein Netzwerk von Reparaturbetrieben mit gesicherten und festliegenden Qualitätskriterien aufzubauen und dauerhaft zu etablieren, wird in einer Machbarkeitsstudie geprüft. Weitere Informationen Re-Use Berlin Wiederverwenden statt Wegwerfen. Re-Use Berlin, eine Zero-Waste-Initiative der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, will Wiederverwendung fördern und Abfall reduzieren. Weitere Informationen Bild: SenMVKU Re-Use von Bauteilen Selbst ganzen Bauteilen – wie Parkettböden, Stahlträgern oder Türen – kann ein zweites Leben geschenkt werden. Das Land Berlin unterstützt aktiv den Hochlauf dieses Sektors. Ein Gutachten zu rechtlichen Grundlagen, spannende Beispiele, Materialien und hilfreiche Links werden hier vorgestellt. Weitere Informationen Bild: Matej Kastelic Zero Waste an Schulen Es wird ein modular aufgebautes Angebot für Berliner Schulen zum Thema "Zero Waste" angeboten. Neben der Sensibilisierung für die Themenbereiche Abfallvermeidung, Ressourcenschutz, Recycling und Kreislaufwirtschaft geht es auch darum, konkrete Maßnahmen an den Schulen durchzuführen. Weitere Informationen Bild: Tegel Projekt GmbH / rendertaxi Zero Waste Stadtquartiere Gestaltung neuer und Umgestaltung bestehender Stadtquartiere in Hinblick auf Ressourceneffizienz. Der vorliegende Leitfaden bietet Unterstützung, alle notwendigen ressourcenschonenden Anforderungen frühzeitig in den Fokus zu rücken und in den Entwicklungs- und Planungsprozess zu integrieren. Weitere Informationen Bild: Arnold und Gladisch Objektplanung Generalplanung GmbH Zero Waste Wohnungsbau Die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft startet ein von der Senatsumweltverwaltung gefördertes Pilotprojekt zum kreislaufgerechten und nachhaltigen Geschosswohnungsbau. Weitere Informationen

Dr. Kristina Brixius: „Die sanierte Turnhalle in Körperich ist ein Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Bauen“

Sanierte Turnhalle in Körperich im Landkreis Bitburg-Prüm eröffnet – Förderungen durch die Landesregierung in Gesamthöhe von 600.000 Euro „Bauen mit Holz spart Ressourcen und CO2-Emissionen in einem Sektor, in dem wir dringend nachhaltiger werden müssen. Über das Klimabündnis Bauen fördern wir vielfältige Projekte in diesem Bereich. Für die Turnhallensanierung hier in Körperich wurde möglichst viel unbelastetes Baumaterial des Bestandsgebäudes wiederverwendet. Das Holz des zurückgebauten Dachs dient nun beispielsweise als Dämmfassade. Die 100.000 Euro Förderung für die Schwerpunktregion Holzbau – Trier sind hier vorbildlich angelegt“, sagte Forststaatssekretärin Dr. Kristina Brixius anlässlich der Eröffnung der seriell sanierten Turnhalle in Körperich in der Verbandsgemeinde Südeifel. Die Bauarbeiten am Vorzeigeprojekt liefen seit März 2025. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt rund 2,4 Millionen Euro, von denen die Landesregierung insgesamt 600.000 Euro übernimmt. 500.000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) und weitere 100.000 Euro aus dem Förderprogramm für die Schwerpunktregion Holzbau – Trier, die auch Teil vom „Klimabündnis Bauen in Rheinland-Pfalz“ ist. Die serielle Sanierung des Turnhallengebäudes ist bundesweit einzigartig. Sie kombiniert digitale Planung mit automatisierter Vorfertigung und standardisierten Prozessen. Dadurch konnten die Turnhalle und der Umkleidetrakt schnell, einfach und bezahlbar energetisch aufgewertet werden. Neben der Dämmung und dem Einbau moderner, dreifachverglaster Fenster wurde auch die Anlagentechnik des Gebäudes auf den neuesten Stand gebracht: Eine neue PV-Anlage mit 25 kWp auf dem Dach sorgt in Kombination mit Wärmepumpe, Batteriespeicher mit 20 kWh Speicherkapazität und Fußbodenheizung für die Beheizung der Halle. Die Modernisierung ermöglicht zudem eine sehr viel effizientere Nutzung der Energie. Das modernisierte Gebäude hat eine Heizlast von nur rund 23 kW. Zum Vergleich: Bei einem herkömmlichen Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern beträgt die Heizlast durchschnittlich sechs bis 15 kW oder sogar noch mehr – je nach Zustand der Bausubstanz und Dämmung. Das Prinzip des zirkulären Bauens und der Einsatz nachwachsender Rohstoffe machen das Projekt auch zu einem Vorzeigeprojekt in Sachen Klimaschutz. Das neue Dach des Umkleidetrakts wird begrünt, was im Sommer den Hitzeschutz verbessert und gleichzeitig Regenwasser auffängt und speichert. Die Begrünung dient zudem der Feinstaubreduzierung und freut die Insektenwelt. Weitere Informationen zur Schwerpunktregion Holzbau – Trier und zum Klimabündnis Bauen in Rheinland-Pfalz finden Sie hier .

Eine neue Heizung ist gut für die Umwelt

<p> Wenn Sie Ihre Heizung tauschen wollen, beachten Sie bitte: <p>Gas- und Öl-Heizungen sind bald verboten.</p> <p>Planen Sie deshalb früh eine neue Heizung.</p> <p>Gute Heizungen für die Zukunft sind: Wärme-Pumpe, Fern-Wärme und Solar-Wärme.</p> <p>Holz-Heizungen sind nur in besonderen Fällen sinnvoll.</p> <p>Prüfen Sie regelmäßig, wie viel Energie Sie verbrauchen.</p> <p>Wir brauchen Energie, um Strom und Wärme zu erzeugen.&nbsp;</p> <p>Energie kann man aus unterschiedlichen Quellen gewinnen.&nbsp;</p> <p><strong>Warum das wichtig ist:</strong></p> <p>Die Heizung im Haus verursacht sehr viele schädliche Gase.</p> <p>Wenn Sie eine moderne Heizung einbauen, schützen Sie die Umwelt.</p> <p>Umwelt ist alles um uns herum.&nbsp;</p> <p>Zum Beispiel Pflanzen, Tiere und Menschen, Luft, Wasser und die Erde.</p> <p>Sie sparen auch Heiz-Kosten.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Gas und Öl werden in Zukunft teurer.</p> <p>Das liegt am CO₂-Preis.</p> <p>Bis 2030 kann eine Tonne CO₂ bis zu 400 Euro kosten.</p> <p>Gas und Öl kosten dann mehr.</p> <p>Heizen mit Sonne oder Strom wird dadurch günstiger.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Bio-Gas und Wasser-<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/stoff">Stoff</a> sind nicht gut geeignet.</p> <p>Sie sind teuer und es gibt nur wenig davon.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Warten Sie nicht, bis die alte Heizung kaputt geht.</p> <p>Planen Sie den Tausch am besten sofort.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>So prüfen Sie Ihre Heizung:</strong></p> <p>Seit 2016 gibt es einen Aufkleber für alte Heiz-Kessel.</p> <p>Der zeigt, wie viel Energie der Kessel verbraucht.</p> <p>Alte Kessel mit der Klasse C oder D verschwenden Energie.</p> <p>Heizungen mit erneuerbarer Energie haben A+ bis A+++.</p> <p>"Erneuerbar" bedeutet, dass etwas nicht alle wird.&nbsp;</p> <p>Sonne und Wind sind erneuerbar, weil sie immer wieder da sind und wir sie immer wieder nutzen können.</p> <p>Wenn Ihr Kessel keinen Aufkleber hat, können Sie die Klasse im Internet prüfen.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Prüfen Sie den Verbrauch.</strong></p> <p>Im Internet gibt es einfache Hilfen dafür.</p> <p>Zum Beispiel auf der Website von co2online.</p> <p>Sie brauchen nur wenige Informationen.</p> <p>Zum Beispiel: Wie groß ist Ihr Haus?</p> <p>Was steht auf der letzten Heiz-Kosten-Abrechnung?</p> <p>Mit dem „HeizCheck“ sehen Sie, ob Sie zu viel Energie verbrauchen.</p> <p>Der „ModernisierungsCheck“ zeigt, ob sich eine neue Heizung lohnt.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Lassen Sie sich beraten.</strong></p> <p>Fach-Leute helfen Ihnen, die beste Lösung zu finden.</p> <p>Fach-Leute sind Menschen, die sich in einem Bereich besonders gut auskennen.</p> <p>Eine Beratung kostet wenig – höchstens 30 Euro.</p> <p>Zum Beispiel bei der Verbraucher-Zentrale.</p> <p>Dann sehen Sie, wie Sie Ihr Haus nach und nach verbessern können.</p> <p>Das wird vom Staat unterstützt</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Heizungen im Vergleich</strong> <p><strong>Wärme-Pumpen:</strong></p> <p>Wärme-Pumpen holen Wärme aus der Umgebung: aus Luft, Erde oder Wasser.</p> <p>Sie brauchen Strom.&nbsp;</p> <p>Am besten aus Sonne oder Wind.</p> <p>Wärme-Pumpen funktionieren auch in alten Häusern.</p> <p>Manchmal brauchen Sie nur größere Heiz-Körper.</p> <p>Wenn es sehr kalt ist, hilft ein zweiter Heiz-Kessel.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Fern-Wärme:</strong></p> <p>Fern-Wärme ist bequem.</p> <p>Sie bekommen die Wärme über Rohre.</p> <p>Fern-Wärme ist Umwelt-freundlich, besonders wenn sie aus erneuerbarer Energie kommt.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Solar-Thermie:</strong></p> <p>Mit Sonnen-Kollektoren können Sie Wasser erwärmen oder das Haus heizen.</p> <p>Das spart Energie.</p> <p>Es gibt auch Geräte, die Wärme und Strom gleichzeitig machen.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Holz-Heizungen:</strong></p> <p>Holz-Heizungen sind schlecht für die Umwelt und die Gesundheit.</p> <p>Nutzen Sie Holz nur in modernen Öfen.</p> <p>Oder nur, wenn es nicht anders geht.</p> <p>Besser ist: Ein Plan, um später ganz ohne Holz zu heizen.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Was Sie noch tun können:</strong> <p>Machen Sie die ganze Heizung neu:</p> <p>Alle Teile der Heizung müssen gut zusammenarbeiten.</p> <p>Zum Beispiel: Heizkörper, Wärme-Regler, Pumpe und Steuerung.</p> <p>Lassen Sie das von einem Fach-Betrieb einstellen.</p> <p>Das spart Energie.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Verbrauch prüfen:</strong></p> <p>Schreiben Sie regelmäßig auf, wie viel Heiz-Energie Sie verbrauchen.</p> <p>Dafür gibt es das kostenlose Energie-Spar-Konto.</p> <p>Wenn Sie plötzlich mehr verbrauchen, prüfen Sie warum.</p> <p>Vielleicht wird falsch gelüftet.</p> <p>Oder die Heizung ist nicht gut eingestellt.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Dämmung prüfen:</strong></p> <p>Wenn Ihr Haus schlecht gedämmt ist, verliert es Wärme.</p> <p>Dämmen Sie zum Beispiel das Dach.</p> <p>Auch kleine Maßnahmen sparen viel Energie.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Antrag für Förderung stellen:</strong></p> <p>Eine Förderung ist eine Unterstützung.</p> <p>Das kann zum Beispiel Geld sein.</p> <p>Eine Förderung kann aber auch Unterstützung beim Lernen sein.</p> <p>Für den Tausch oder die Heizung besser machen gibt es Geld vom Staat.</p> <p>Die bekannteste Hilfe heißt: BEG (Bundes-Förderung für effiziente Gebäude).</p> <p>Es gibt auch andere Programme.</p> <p>Ein Ratgeber im Internet hilft Ihnen dabei.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Heizen in der Zukunft:</strong></p> <p>Deutschland will ab dem Jahr 2045 kein CO₂ mehr ausstoßen.</p> <p>Deshalb müssen auch die Heizungen besser werden.</p> <p>Gas und Öl werden teurer, weil CO₂ Geld kostet.</p> <p>Heizen mit erneuerbaren Energien wird günstiger.</p> <p>"Erneuerbar" bedeutet, dass etwas nicht alle wird.&nbsp;</p> <p>Sonne und Wind sind erneuerbar, weil sie immer wieder da sind und wir sie immer wieder nutzen können.</p> </p><p> Wenn Sie Ihre Heizung tauschen wollen, beachten Sie bitte: <p>Gas- und Öl-Heizungen sind bald verboten.</p> <p>Planen Sie deshalb früh eine neue Heizung.</p> <p>Gute Heizungen für die Zukunft sind: Wärme-Pumpe, Fern-Wärme und Solar-Wärme.</p> <p>Holz-Heizungen sind nur in besonderen Fällen sinnvoll.</p> <p>Prüfen Sie regelmäßig, wie viel Energie Sie verbrauchen.</p> <p>Wir brauchen Energie, um Strom und Wärme zu erzeugen.&nbsp;</p> <p>Energie kann man aus unterschiedlichen Quellen gewinnen.&nbsp;</p> <p><strong>Warum das wichtig ist:</strong></p> <p>Die Heizung im Haus verursacht sehr viele schädliche Gase.</p> <p>Wenn Sie eine moderne Heizung einbauen, schützen Sie die Umwelt.</p> <p>Umwelt ist alles um uns herum.&nbsp;</p> <p>Zum Beispiel Pflanzen, Tiere und Menschen, Luft, Wasser und die Erde.</p> <p>Sie sparen auch Heiz-Kosten.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Gas und Öl werden in Zukunft teurer.</p> <p>Das liegt am CO₂-Preis.</p> <p>Bis 2030 kann eine Tonne CO₂ bis zu 400 Euro kosten.</p> <p>Gas und Öl kosten dann mehr.</p> <p>Heizen mit Sonne oder Strom wird dadurch günstiger.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Bio-Gas und Wasser-<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/stoff">Stoff</a> sind nicht gut geeignet.</p> <p>Sie sind teuer und es gibt nur wenig davon.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Warten Sie nicht, bis die alte Heizung kaputt geht.</p> <p>Planen Sie den Tausch am besten sofort.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>So prüfen Sie Ihre Heizung:</strong></p> <p>Seit 2016 gibt es einen Aufkleber für alte Heiz-Kessel.</p> <p>Der zeigt, wie viel Energie der Kessel verbraucht.</p> <p>Alte Kessel mit der Klasse C oder D verschwenden Energie.</p> <p>Heizungen mit erneuerbarer Energie haben A+ bis A+++.</p> <p>"Erneuerbar" bedeutet, dass etwas nicht alle wird.&nbsp;</p> <p>Sonne und Wind sind erneuerbar, weil sie immer wieder da sind und wir sie immer wieder nutzen können.</p> <p>Wenn Ihr Kessel keinen Aufkleber hat, können Sie die Klasse im Internet prüfen.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Prüfen Sie den Verbrauch.</strong></p> <p>Im Internet gibt es einfache Hilfen dafür.</p> <p>Zum Beispiel auf der Website von co2online.</p> <p>Sie brauchen nur wenige Informationen.</p> <p>Zum Beispiel: Wie groß ist Ihr Haus?</p> <p>Was steht auf der letzten Heiz-Kosten-Abrechnung?</p> <p>Mit dem „HeizCheck“ sehen Sie, ob Sie zu viel Energie verbrauchen.</p> <p>Der „ModernisierungsCheck“ zeigt, ob sich eine neue Heizung lohnt.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Lassen Sie sich beraten.</strong></p> <p>Fach-Leute helfen Ihnen, die beste Lösung zu finden.</p> <p>Fach-Leute sind Menschen, die sich in einem Bereich besonders gut auskennen.</p> <p>Eine Beratung kostet wenig – höchstens 30 Euro.</p> <p>Zum Beispiel bei der Verbraucher-Zentrale.</p> <p>Dann sehen Sie, wie Sie Ihr Haus nach und nach verbessern können.</p> <p>Das wird vom Staat unterstützt</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Heizungen im Vergleich</strong> <p><strong>Wärme-Pumpen:</strong></p> <p>Wärme-Pumpen holen Wärme aus der Umgebung: aus Luft, Erde oder Wasser.</p> <p>Sie brauchen Strom.&nbsp;</p> <p>Am besten aus Sonne oder Wind.</p> <p>Wärme-Pumpen funktionieren auch in alten Häusern.</p> <p>Manchmal brauchen Sie nur größere Heiz-Körper.</p> <p>Wenn es sehr kalt ist, hilft ein zweiter Heiz-Kessel.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Fern-Wärme:</strong></p> <p>Fern-Wärme ist bequem.</p> <p>Sie bekommen die Wärme über Rohre.</p> <p>Fern-Wärme ist Umwelt-freundlich, besonders wenn sie aus erneuerbarer Energie kommt.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Solar-Thermie:</strong></p> <p>Mit Sonnen-Kollektoren können Sie Wasser erwärmen oder das Haus heizen.</p> <p>Das spart Energie.</p> <p>Es gibt auch Geräte, die Wärme und Strom gleichzeitig machen.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Holz-Heizungen:</strong></p> <p>Holz-Heizungen sind schlecht für die Umwelt und die Gesundheit.</p> <p>Nutzen Sie Holz nur in modernen Öfen.</p> <p>Oder nur, wenn es nicht anders geht.</p> <p>Besser ist: Ein Plan, um später ganz ohne Holz zu heizen.</p> <p>&nbsp;</p> <strong>Was Sie noch tun können:</strong> <p>Machen Sie die ganze Heizung neu:</p> <p>Alle Teile der Heizung müssen gut zusammenarbeiten.</p> <p>Zum Beispiel: Heizkörper, Wärme-Regler, Pumpe und Steuerung.</p> <p>Lassen Sie das von einem Fach-Betrieb einstellen.</p> <p>Das spart Energie.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Verbrauch prüfen:</strong></p> <p>Schreiben Sie regelmäßig auf, wie viel Heiz-Energie Sie verbrauchen.</p> <p>Dafür gibt es das kostenlose Energie-Spar-Konto.</p> <p>Wenn Sie plötzlich mehr verbrauchen, prüfen Sie warum.</p> <p>Vielleicht wird falsch gelüftet.</p> <p>Oder die Heizung ist nicht gut eingestellt.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Dämmung prüfen:</strong></p> <p>Wenn Ihr Haus schlecht gedämmt ist, verliert es Wärme.</p> <p>Dämmen Sie zum Beispiel das Dach.</p> <p>Auch kleine Maßnahmen sparen viel Energie.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Antrag für Förderung stellen:</strong></p> <p>Eine Förderung ist eine Unterstützung.</p> <p>Das kann zum Beispiel Geld sein.</p> <p>Eine Förderung kann aber auch Unterstützung beim Lernen sein.</p> <p>Für den Tausch oder die Heizung besser machen gibt es Geld vom Staat.</p> <p>Die bekannteste Hilfe heißt: BEG (Bundes-Förderung für effiziente Gebäude).</p> <p>Es gibt auch andere Programme.</p> <p>Ein Ratgeber im Internet hilft Ihnen dabei.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Heizen in der Zukunft:</strong></p> <p>Deutschland will ab dem Jahr 2045 kein CO₂ mehr ausstoßen.</p> <p>Deshalb müssen auch die Heizungen besser werden.</p> <p>Gas und Öl werden teurer, weil CO₂ Geld kostet.</p> <p>Heizen mit erneuerbaren Energien wird günstiger.</p> <p>"Erneuerbar" bedeutet, dass etwas nicht alle wird.&nbsp;</p> <p>Sonne und Wind sind erneuerbar, weil sie immer wieder da sind und wir sie immer wieder nutzen können.</p> </p><p>Informationen für...</p>

Die Potenzialanalysen zur Wärmeplanung

Übergeordnetes Ziel der Wärmeplanung ist es, bis spätestens 2045 eine nachhaltige Wärmeversorgung auf Basis möglichst emissionsarmer Wärmequellen aufzubauen. Die Identifikation geeigneter Wärmequellen und Untersuchungen zu der Frage, welche Energiemengen aus diesen Quellen zur Verfügung stehen, werden als Potenzialanalyse verstanden. Dabei können für jede Art von Wärmequelle unterschiedliche Ebenen der Potenziale betrachtet werden. Aus den unterschiedlichen Betrachtungsebenen resultieren unterschiedliche Energiemengen. Beispielsweise kann für die Quelle ‚Solarthermie‘ ermittelt werden, welche Energiemenge theoretisch auf der Gesamtfläche Berlins eingestrahlt wird, wieviel davon über technische Systeme nutzbar gemacht werden könnte oder welche Energiemenge unter Berücksichtigung vorherrschender Rahmenbedingungen auch als ‚erschließbar‘ zu bewerten ist. Mit der Tiefe der Betrachtungsebene werden die Einflussfaktoren vielfältiger und eine Analyse und Bewertung komplexer. In der Regel sinken auch die resultierenden Energiemengen. Eine eindeutige Abgrenzung der Ebenen über alle Potenziale hinweg ist schwierig, da mit den unterschiedlichen Arten an Wärmequellen sehr unterschiedliche Bedingungen für deren Erschließung verbunden sind. Im Rahmen der Potenzialanalyse nach § 16 Abs. 1 Wärmeplanungsgesetz (WPG) wird im Land Berlin die Betrachtung der verfügbaren Potenziale an erneuerbaren Energien und unvermeidbarer Abwärme vorgenommen, die zumeist zwischen dem reinen technischen Potenzial und einem als erschließbar zu definierendem Potenzial verortet werden können. Teilweise werden zunächst Flächenpotenziale oder grundsätzliche Bedingungen betrachtet, für die eine Übertragung in ein technisches Potenzial noch aussteht. Aufgrund der besonderen Bedeutung einer integrierten Wärmespeicherung und der örtlichen Flächenverfügbarkeit für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien oder Abwärme wurden diese Aspekte im Rahmen der Potenzialanalysen mit abgebildet. In den unten folgenden Aufklappmenüs finden sich Informationen zu den untersuchten Teilbereichen. Hinweis: Für Außenluft als Wärmequelle beim Wärmepumpeneinsatz wurde keine spezifische Potenzialerhebung durchgeführt. Grundsätzlich steht diese Wärmequelle überall in Berlin zur Verfügung, ihre Nutzung führt aber gegenüber der Nutzung alternativer Wärmequellen wie Geothermie zu einer deutlich geringeren Energieeffizienz im Betrieb der Wärmepumpe. Die Reduktion des Wärmebedarfs durch energetische Sanierung und Effizienzmaßnahmen ist ein zentraler Baustein für die klimaneutrale Wärmeversorgung. In Berlin könnte der Wärmeverbrauch durch Sanierungen auf Effizienzhaus-Standard EH 55 70 theoretisch um 30 bis 40 % gesenkt werden. Das Zielszenario im Wärmeplan geht von einer etwa halb so hohen Reduktion aus, die durch eine mittlere Sanierungsrate von 1,7 % pro Jahr bis 2045 bei mittlerer Sanierungstiefe erreicht wird. Etwa 80 % der insgesamt möglichen Wärmebedarfsreduktion liegt bei den Mehrfamilienhäusern, die somit absolut gesehen das größte Einsparpotenzial aufweisen. Maßnahmen einer energetischen Sanierung können je nach Situation die Dämmung von Fassaden, Dächern und Kellerdecken, einen Fenstertausch sowie den Ersatz der alten Heizungsanlage oder die Optimierung der Heizungssteuerung umfassen. Eine fachlich versierte Abstimmung der einzelnen Sanierungselemente bei Berücksichtigung der Rahmenbedingungen führt dazu, dass der Bedarf an externen Energieträgern und die Spitzenlasten sinken, was sich unmittelbar auf die Kosten im Betrieb auswirkt. Um den individuellen Sanierungsbedarf eines Gebäudes zu bestimmen, sollte eine Energieberatung in Anspruch genommen werden. Eine Herausforderung stellen die hohen Investitionskosten und im Fall von Mietshäusern die damit verbundenen Fragen der Kostenteilung und Gewährleistung der sozialen Verträglichkeit dar. Förderprogramme wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützen die Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer bei der Finanzierung und können damit auch Mietsteigerungen begrenzen. In Berlin besteht eine hohe Nachfrage nach Flächen für die Umsetzung erneuerbarer Wärmeprojekte, die jedoch mit anderen Nutzungsansprüchen wie Wohnraum, Naturschutz, Verkehr und Gewerbe konkurriert. Eine Lösung liegt in der Mehrfachnutzung von Flächen , wie beispielsweise durch die Kombination von Sportflächen oder Parkplätzen mit Geothermiesonden oder die Nutzung von Dachflächen für Solarthermie. Herausforderungen sind die begrenzte Verfügbarkeit von Flächen, komplexe, teils in gegenseitiger Abhängigkeit stehende Nutzungs- und Erlaubnisregelungen und die Akzeptanz bei Grundstücks- und Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümern für entsprechende Eingriffe in öffentliche und private Räume. Hier sind zukünftig geeignete Wege zu identifizieren und Kompromisse zwischen den verschiedenen betroffenen Akteuren zu finden, um die Belange der Wärmewende in entsprechend abgewogener Art und Weise mit anderen Belangen in Einklang zu bringen und die vorhandenen Flächen möglichst effizient zu nutzen. Berlin verfügt über vielfältige Potenziale zur Nutzung erneuerbarer Energien und unvermeidbarer Abwärme für eine nachhaltige Wärmeversorgung. In den vergangenen Jahren konnten die Kenntnisse über die theoretischen und technischen Potenziale im Stadtgebiet deutlich erweitert werden. Zugleich steht die Fertigstellung einiger Potenzialanalysen, beispielsweise zur Gewässerthermie, noch aus, die Ergebnisse sollen bis Ende 2026 vorliegen. Bei der tiefen Geothermie und den Potenzialen für Aquiferwärmespeicher im Untergrund ist hingegen erst in den kommenden Jahren mit detaillierteren Ergebnissen zu rechnen. Wie hoch die tatsächlich erschließbaren Potenziale an erneuerbaren Energien und unvermeidbarer Abwärme insgesamt sind, lässt sich somit zum jetzigen Zeitpunkt nicht belastbar beziffern. In einigen Bereichen hängt das Erschließungspotenzial stark von der Aktivierung der begrenzt zur Verfügung stehenden Flächen oder von zukünftigen Marktentwicklungen ab. Nicht zuletzt beeinflussen die aktuellen politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen und Förderprogramme die Erschließbarkeit. Eine Besonderheit der Berliner Wärmepotenziale ist das relativ niedrige Temperaturniveau der meisten Wärmequellen. Für die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser sind daher in den allermeisten Fällen Wärmepumpen erforderlich, sei es dezentral auf der Gebäudeebene oder als Groß-Wärmepumpen zur Einspeisung in Wärmenetze. Die Nutzung dieser Potenziale führt zu einer verstärkten Sektorkopplung, geht unmittelbar mit einer Elektrifizierung der Wärmeversorgung einher und stellt somit neue Anforderungen an das Stromnetz, abhängig von der Leistung der Wärmepumpen entweder auf der Niederspannungs- oder auf der Mittelspannungsebene. Eine kombinierte Nutzung verschiedener Quellen ist oftmals besonders vielversprechend, etwa der Einsatz von Solarthermie oder unvermeidbarer Abwärme zur Regeneration von Erdwärmesondenfeldern. Einige der in Berlin vorhandenen Potenziale sind insbesondere für den Einsatz in warmen oder kalten Wärmenetzen geeignet – oder können überhaupt nur in gebäudeübergreifenden Versorgungsstrukturen umfänglich genutzt werden. Grund dafür ist, dass die lokal verfügbaren Potenziale häufig deutlich über den Wärmebedarf einzelner Gebäude hinausgehen und Quelle und Senke in der Regel keine unmittelbare räumliche Deckung aufweisen. Die Luft-Wärmepumpe ist die aktuell die am häufigsten eingesetzte Technologie in der dezentralen Wärmeversorgung , Luft-Wärmepumpen werden auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Sie sind in der Regel jedoch deutlich weniger effizient als Erdwärmepumpen, das heißt sie benötigen mehr Strom pro erzeugter Kilowattstunde Wärme und sie gehen mit höheren Stromlasten an den kalten Tagen einher. In dicht bebauten Stadtgebieten können besondere Herausforderungen oder Hindernisse für Luft-Wärmepumpen bestehen, beispielsweise durch Geräuschemissionen und Lärmschutzanforderungen, begrenzte Aufstellflächen oder denkmalschutzrechtliche Vorgaben. Zudem können bei größeren Gebäuden wie Mehrfamilienhäusern oder Nichtwohngebäuden die hohen Stromanschlussleistungen ein Hindernis darstellen, wenn das lokale Niederspannungsnetz bereits ausgelastet ist.

Katrin Eder: „Der Waldorfschulverein Hunsrück-Mosel setzt mit Referenzprojekt neue Maßstäbe für den nachhaltigen Holzbau“

Erweiterungsbau aus Holz an Freier Waldorfschule Kastellaun wird mit 100.000 Euro über das Klimabündnis Bauen gefördert „Rund die Hälfte des weltweiten Rohstoffverbrauchs und etwa 40 Prozent aller CO2-Emissionen fallen im Bausektor an. Es ist deshalb besonders wichtig, dass wir in diesem Bereich eine Wende hin zu mehr Nachhaltigkeit und effizienterer Ressourcennutzung schaffen. Der neue dreigeschossige Erweiterungsbau der Freien Waldorfschule Kastellaun kombiniert den Anspruch, einer steigenden Anzahl an Schülerinnen und Schülern räumlich gerecht zu werden mit einer nachhaltigen Holzbauweise, die durch eine besonders angenehme Atmosphäre auch das Wohlbefinden und die Kreativität während des Unterrichts steigern soll. Als Referenzprojekt für zukünftige Vorhaben setzt das Gebäude neue Maßstäbe für nachhaltigen, wirtschaftlichen und kreislauffähigen Holzbau“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder anlässlich einer Förderung für das Projekt in Höhe von 100.000 Euro über das Klimabündnis Bauen. Das Erd- und Obergeschoss sowie die überdachten Bereiche des Gebäudes werden komplett in Vollholz gebaut. Zudem erhält das Gebäude ein begrüntes Flachdach. Im Erweiterungsbau entstehen neue moderne Klassenzimmer, ein Mehrzweckraum, eine großzügig überdachte Pausenhalle sowie ein Raum für bildende Kunst. Bianca Dörrheide, Geschäftsführerin der Freien Waldorfschule Kastellaun, sagte: „Mit unserem Erweiterungsbau setzen wir ein klares Zeichen: Modernes Bauen und kon-sequenter Klimaschutz gehören untrennbar zusammen. Durch die innovative, zirkulä-re Massivholzbauweise schaffen wir nicht nur ein ökologisches Vorbildprojekt, sondern vor allem dringend benötigten Raum für unsere Schulgemeinschaft. In den neuen, lichtdurchfluteten Räumen entsteht ein inspirierendes pädagogisches Umfeld, das Kreativität und Wohlbefinden fördert und in jeder Hinsicht den Werten von morgen entspricht.“ Für das Bauvorhaben werden insgesamt 2,1 Millionen Euro aufgewendet. Als sogenanntes „Nachhaltiges Gebäude Plus“ hat das Gebäude sehr geringe Treibhausgas-Emissionen und es werden schadstofffreie Materialien eingesetzt. Das Projekt ist das erste Schulgebäude in dieser Größenordnung, das ein zirkuläres Massivholzkonstruktionssystem einsetzt, das ganz ohne Metall und Kleber auskommt. Die Holzwände werden nur mit Holz-Holz-Verbindungen zusammengehalten. Geschossdecken und Dach bestehen aus einer einfachen, rückbaubaren Holzbalkenlage – die Dämmung des Gebäudes wird ausschließlich aus natürlichen, nachwachsenden und kompostierbaren Rohstoffen wie Holzfaser oder Zellulose hergestellt. Beim Bau kommen Hölzer verschiedener Baumarten zum Einsatz: Für die tragenden Konstruktionshölzer werden überwiegend Nadelhölzer wie Fichte und Tanne verwendet. Die Außenfassade wiederum wird aus Lärche gefertigt und die Holzfedern im Vollholzwandsystem aus Buche. Die insgesamt rund 550m3 Holz stammen allesamt aus der Region und sind FSC-, PEFC- oder gleichwertig zertifiziert. Innerhalb der Holzwerk- und Dämmstoffe können mehr als 380 Tonnen CO2 gespeichert werden. „Besonders beeindruckend ist die Zirkularität des Gebäudes: Am Ende seiner Nutzungsdauer kann es fast vollständig zerlegt und die Materialien wiederverwendet oder natürlich abgebaut werden. Dadurch bleibt das Gebäude modular und langfristig erweiterbar“, zeigte sich Katrin Eder begeistert. Hintergrund zu Projekten des „Klimabündnis Bauen“ Seit der Beschlussfassung durch den Ministerrat am 24. Mai 2022 über das Konzept „Klimabündnis Bauen in Rheinland-Pfalz – nachwachsende und kreislaufeffiziente Rohstoffe stärken“ wurden nachstehende Projekte über dieses Programm durch das Klimaschutzministerium finanziell unterstützt (Stand 18. November 2025): Forschungsprojekte zur Stärkung der Verwendung nachwachsender Rohstoffe Im Bereich der Forschung wurden insgesamt sieben Forschungsprojekte finanziell mit über zwei Millionen Euro unterstützt: *    „Erstellung eines Bauwerks mit einem neuartigen Tragsystem aus Eichenschwachholz“ (Hochschule Trier) *    „HIVE HOME“ (Hochschule Koblenz) *    „Kreislaufeffizientes Bauen mit Holz/Re-Use-Holzbauelemente“ (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) *    „Gewachsene Dorfstrukturen stärken – Aufwertung der Bausubstanz mit Methoden der seriellen Sanierung“ (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) *    „Reversibler Holzmodulbau in einer Bestandshalle“ – Landesgartenschau 2027 (Stadt Neustadt an der Weinstraße) *    „PV-Parkplatzüberdachung aus acetylierter Buche“ – Landesgartenschau 2027 (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) *    Bauen mit Lehm und Eichenholz (Fachwerk 2.0, „TiCO“) (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) Machbarkeitsstudien Eine Machbarkeitsstudie ist eine systematische Voruntersuchung, die prüft, ob ein Sanierungsvorhaben technisch, wirtschaftlich, rechtlich und organisatorisch realisierbar ist. Sie dient als Entscheidungsgrundlage für den Bauherren, bevor detaillierte Planungen beginnen: *    „Machbarkeitsstudie über die energetische und serielle Sanierung der Skatehalle in Trier“ (Stadt Trier) *    „Machbarkeitsstudie über die serielle Sanierung des St.-Willibrord-Gymnasiums in Bitburg“ (Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm) *    „Machbarkeitsstudie über die serielle Sanierung und evtl. Erweiterung der Kindertagesstätte in der Gemeinde Morscheid (Verbandsgemeinde Ruwer) „Leuchtturmprojekte“ des Holzbaus Ein weiterer Schwerpunkt vom Klimabündnis besteht in der Förderung von hoch innovativen und musterhaften Holzbauten, die Vorbildcharakter für den modernen Holzbau haben. Insgesamt wurden rund 2,55 Millionen Euro an Förderung an folgende Projekte ausgereicht: *    „Neubau von drei Feuerwehrhäusern als Systembaukasten mit regionalem Holz in den Gemeinden Börrstadt, Breunigweiler und Steinbach“ (Verbandsgemeinde Winnweiler) *    „Mörs:DORF - Neubau eines generationsübergreifenden Dorfzentrums in Holzbauweise als Begegnungs- und Lernort in der Gemeinde Mörsdorf“ (Verbandsgemeinde Kastellaun) *    „Bau einer Wetterschutzhütte“ als Ergebnis eines Studierendenwettbewerbs im Forstamt Westrich“ *    „Nachhaltige Sanierung der Dachlandschaft der Grundschule in der Gemeinde Essenheim” (Verbandsgemeinde Nieder-Olm) *    „Neubau multifunktionaler Forsthof in Annweiler mit Kastanienhybridträgern“ (Trifels Natur GmbH) *    „Neubau eines Gesundheitszentrums in Holz in Bad Kreuznach“ (Unternehmen Enk Verwaltung GmbH/Langenlonsheim) *    „Bau von innovativen Fahrzeughallen in Holz-Beton-Hybridbauweise für die Betriebsfahrzeuge der Stadtwerke und der Stadt Trier im Energie- und Technikpark“ (Stadtwerke Trier) *    „Neubau eines vierstöckigen energieeffizienten Verwaltungsgebäudes aus Holz in Ingelheim“ (Kreisverwaltung Mainz-Bingen) *    „Neubau einer Interimsschule für das Regino-Gymnasium Prüm in demontierbarer Holz-Modulbauweise“ (Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm) *    „Neubau eines Aussichtsturms auf dem Idarkopf bei Stipshausen“ (Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen) *    „Sanierung der Fassade und energetische Komplettsanierung der Grundschulturnhalle in der Gemeinde Körperich“ (Verbandsgemeinde Südeifel) *    „Neubau von zwei Feuerwehrgerätehäusern in modularer Holzbauweise als Prototyp in den Gemeinden Palzem und Lampaden“ (Verbandsgemeinde Saarburg-Kell) *    Neubau einer multifunktionalen Begegnungsstätte aus Holz in der Stadt Rheinböllen (Rhein-Hunsrück-Kreis) Öffentlichkeitsarbeit: Eine weitere wichtige Säule des Klimabündnisses ist die Vermittlung von Wissen an die verschiedenen Zielgruppen zur Steigerung des klimafreundlichen Bauens. Dafür wurde unter anderem eine eigene Homepage aufgebaut und verschiedene Veranstaltungen finanziell unterstützt: * „Westerwälder Holztage 2025“ in Oberhonnefeld-Gierend * Zweitägiges Fachsymposium zum Thema „Kommunales Bauen, Serielles Sanieren und kostengünstiges Bauen mit Holz“ in Saarburg und Konz * Preisverleihung „Holzbaupreis Rheinland-Pfalz 2024“ in Mainz * „7. Trierer Waldforum – Auf dem Holzweg!? Mit Holznutzung und verstärktem Holzbau unterwegs zu mehr Klimaschutz und gesunden Wäldern“ in Trier * Beteiligung am Forum Bois Construction 2025 und 2026 in Paris Außerdem setzt sich das Klimabündnis für die Umsetzung des eingeführten Umweltlabels „Holz von Hier®“ ein. Weitere Informationen zum Klimabündnis Bauen finden Sie unter klimabuendnis-bauen.rlp.de <https://klimabuendnis-bauen.rlp.de>

Michael Hauer: „Energetische Sanierung der Kita in Ralingen ist Paradebeispiel für passgenaue Lösungen zur Wärmewende vor Ort“

Klimaschutz- und Energiestaatssekretär überreicht Förderbescheid über knapp 1,2 Millionen Euro für energetische Sanierung der Kita in Ralingen „Damit die dringend notwendige Energiewende gelingen kann, brauchen wir eine klimafreundliche Wärmewende. Bau und Nutzung im Gebäudesektor sind derzeit für rund 30 Prozent der gesamten CO 2 -Emissionen in Deutschland verantwortlich. Dieser Wert muss dringend reduziert werden. Gelingen kann die Wärmewende, wenn fossile Bestandsanlagen durch klimafreundliche Alternativen ausgetauscht werden. Die Landesregierung hat sich dabei insbesondere auf die Fahnen geschrieben sowohl die Sanierungsrate von Gebäuden zu erhöhen als auch die Umstellung auf klimafreundliche Wärmelösungen voranzutreiben. Beispielhaft hierfür ist die geplante umfangreiche energetische Sanierung der Kita hier in Ralingen, die sich durch hohe Endenergiebedarfseinsparungen bei gleichzeitig konkurrenzfähigen Kosten auszeichnet“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer heute in der Gemeinde im Landkreis Trier Saarburg. Dort überreichte er Ortsbürgermeister Alfred Wirtz einen Bescheid über insgesamt bis zu 1,17 Millionen Euro. Die Fördergelder setzen sich zusammen aus 784.800 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 392.400 Euro, die das rheinland-pfälzische Klimaschutzministerium zur Verfügung stellt. Mit den Geldern werden unter anderem die Fassade, das Dach und die Kellerdecke der Kindertagesstätte gedämmt. Außerdem werden Fenster und Außentüre ausgetauscht, Balkone und Vordächer erneuert sowie Arbeiten zum sommerlichen Wärmeschutz vorgenommen. Zudem werden gebäudeintegrierte Resilienzmaßnahmen gegen Hochwasser umgesetzt und die Wärmeverteilung durch den Heizkörpertausch auf Niedertemperatursysteme umgerüstet. "Wir in der Ortsgemeinde Ralingen freuen uns besonders über die Fördergelder, ohne die diese Sanierung nicht möglich wäre. In Zeiten, in denen wir immer wieder über die schlechte finanzielle Ausstattung der Gemeinden sprechen, zeigt sich hier wie die Landesregierung die Kommunen bei wichtigen zukunftsweisenden Projekten finanziell unterstützt", betonte Ortsbürgermeister Alfred Wirtz. Um genau solche vorbildlichen Maßnahmen wie hier in Ralingen zu unterstützen und weitere Impulse zur Erhöhung der energetischen Sanierungsrate in kommunalen Bestandsgebäuden zu setzen, habe das Klimaschutzministerium den EFRE-Förderschwerpunkt „Kommunale Gebäudeenergieeffizienz“ ins Leben gerufen. Allein im Rahmen des laufenden 5. EFRE-Fördercalls hätten sich kommunale Gebietskörperschaften mit 17 Objekten beworben, von denen nach Zuschlagserteilung nun 13 Objekte sukzessive in die energetische Sanierung gehen können, so Staatssekretär Michael Hauer. „Darauf ausgerichtet, Rheinland-Pfalz zielgerichtet und früher zur Klimaneutralität zu führen, verfolgen wir mit den EFRE-Fördercalls für kommunale Gebäudeenergieeffizienz wichtige Zielsetzungen: So soll die Sanierung kommunaler Gebäude, die eine wesentlich Vorbildfunktion einnehmen, den energetischen gesetzlichen Mindeststandard übertreffen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der energetischen Sanierung und Dämmung der Außenhülle sowie der Reduktion des Energiebezugs. So werden die Voraussetzungen geschaffen, dass Gebäudehülle und Wärmeversorgung fit für eine langjährige Weiternutzung gemacht werden und die kommunale Gebäudesubstanz erneuert und geschützt wird. Da der Klimawandel bereits jetzt erheblichen negativen Einfluss auf die Nutzung kommunaler Gebäude zeigt, setzen wir gezielt Anreize, um Resilienzmaßnahmen zur Abmilderung von schädlichen Umwelteinflüssen von Anfang an mitzudenken. Das Design der Fördercalls zielt darauf ab, auf kosteneffiziente Weise Endenergie und Energiebezugskosten drastisch zu senken und damit die kommunalen Haushalte nachhaltig zu entlasten. Die anstehende energetische Sanierung der Kita hier in Ralingen, die sich durch eine beachtliche Endenergiebedarfseinsparung von rund 88,8 Prozent auszeichnet, ist dabei ein Paradebeispiel für passgenaue Lösungen zur Wärmewende vor Ort“ so Michael Hauer.

Michael Hauer: „Serielle Sanierung der Schulturnhalle in Körperich ist Vorzeigeprojekt in Sachen Klimaschutz“

Land fördert Pilotprojekt an Schulturnhalle in der VG Südeifel mit 600.000 Euro – Hauer: „Auf schnellem, einfachen und bezahlbaren Weg zu energetisch hochwertigem Ergebnis“ „Die Sanierung von Gebäuden in energetisch schlechtem Zustand ist ein wichtiger Hebel, um unsere Klimaschutzziele in Rheinland-Pfalz zu erreichen. Denn der Gebäudesektor verursacht rund ein Drittel des CO2-Ausstoßes im Land. Die Instandsetzungsquote ist aber noch deutlich zu niedrig. Die serielle Sanierung kann dazu beitragen, diese Quote entscheidend zu erhöhen“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer im Rahmen der heutigen Exkursion „Energiesprong on tour“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) in Körperich. Dort wird aktuell die erste Modernisierungsmaßnahme dieser Art an einer Schulturnhalle in Rheinland-Pfalz umgesetzt. Realisiert wird das Projekt an der 1971 erbauten Turnhalle der St. Hubertus Grundschule in Körperich in der Verbandsgemeinde Südeifel. Das Gebäude zählt zu den 25 Prozent der energetisch schlechtesten Gebäude in ganz Deutschland. Für die im März begonnenen Bauarbeiten belaufen sich die veranschlagten Kosten auf insgesamt rund 2,4 Millionen Euro. Das Land fördert das Sanierungsprojekt mit Mitteln aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) und über das Klimabündnis Bauen Rheinland-Pfalz mit insgesamt 600.000 Euro. „Dieses bundesweit einzigartige Projekt kombiniert die digitale Planung mit automatisierter Vorfertigung und standardisierten Prozessen. Die Turnhalle und der Umkleidetrakt lassen sich so schnell, einfach und bezahlbar auf einen energetisch hochwertigen Standard bringen. Das große Potential der Vorfertigung liegt in der kürzeren Baustellenzeit vor Ort. Dies ist insbesondere für Schulgebäude interessant, da hier die Ferienzeit optimal genutzt werden kann und Beeinträchtigungen im Betrieb reduziert werden können. Zusätzlich wurde möglichst viel unbelastetes Baumaterial des Bestandsgebäudes wiederverwendet. So wird zum Beispiel das Holz des zurückgebauten Dachs zum Aufbau der Dämmfassade verwendet. Das Land Rheinland-Pfalz hat deshalb das Projekt neben Mitteln aus KIPKI in Höhe von 500.000 Euro auch über das Klimabündnis Bauen in Rheinland-Pfalz – Schwerpunktregion Holzbau Trier – mit 100.000 Euro gefördert“, so der Staatssekretär. „Die Förderung durch KIPKI und das Klimabündnis Bauen bietet uns eine tolle Möglichkeit, die Sanierung, die möglichst klimafreundlich sein soll, anzugehen. Denn als finanzschwache Kommune sind wir auf Fördergelder angewiesen, wenn wir größere Projekte umsetzen wollen“, erklärte Ralf Gessinger, der für Klimaschutzbelange zuständige Energiemanager in der VG Südeifel. Dies ergänzend sagte Corinna Enders, Vorsitzende der Geschäftsführung der dena: „Bei der energetischen Sanierung kommt der öffentlichen Hand eine Vorbildfunktion zu. So müssen laut der EU-Effizienzrichtlinie insbesondere Nichtwohngebäude wie Schulen, Kitas und Turnhallen zeitnah auf Klimakurs gebracht werden. Die Verbandsgemeinde Südeifel zeigt exemplarisch, wie eine schnelle, wirtschaftliche und nachhaltige Lösung aussehen kann. Nach der seriellen Sanierung wird die Schulturnhalle einen Energiesprung in die beste Energieeffizienzklasse gemacht haben.“ „Prinzip der seriellen Sanierung ist es, mittels digitaler Planung, werkseitiger witterungsgeschützter Vorfertigung und standardisierter Prozesse und Elemente die in die Jahre gekommenen Gebäude einfach, schnell und wirtschaftlich erschwinglich auf einen energetisch hochwertigen und zukunftsfähigen Standard zu bringen. Dieser Ansatz kann dazu beitragen, diese Quote zu erhöhen, da damit eine vergleichsweise schnelle und wirtschaftliche Sanierung von Gebäuden möglich wird, wenn man die für Ersatz- und Interimslösungen anfallenden Kosten einbezieht, die bei sonst üblichen Sanierungen anfallen. Ferienzeiten bei Schulgebäuden werden für die Vor-Ort-Montage genutzt, und auf aufwändige Ersatz-Lösungen kann im Idealfall verzichtet werden“, so Martin Bach von der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Einsatz neuester Technik und nachwachsender Rohstoffe Neben der Dämmung und dem Einbau moderner, dreifachverglaster Fenster wird auch die Anlagentechnik des Gebäudes auf den neuesten Stand gebracht: Eine neue PV-Anlage mit 25 kWp auf dem Dach sorgt in Kombination mit Wärmepumpe, Batteriespeicher mit 20 kWh Speicherkapazität und Fußbodenheizung für die Beheizung der Halle. Die Modernisierung ermöglicht zudem eine sehr viel effizientere Nutzung der Energie. Das modernisierte Gebäude hat eine Heizlast von nur rund 23 kW. Zum Vergleich: Bei einem herkömmlichen Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern beträgt die Heizlast durchschnittlich sechs bis 15 kW oder sogar noch mehr – je nach Zustand der Bausubstanz und Dämmung. Das Prinzip des zirkulären Bauens und der Einsatz nachwachsender Rohstoffe machen das Projekt auch zu einem Vorzeigeprojekt in Sachen Klimaschutz. Das neue Dach des Umkleidetrakts wird begrünt, was im Sommer den Hitzeschutz verbessert und gleichzeitig Regenwasser auffängt und speichert. Die Begrünung dient zudem der Feinstaubreduzierung und freut die Insektenwelt. Aktueller Stand Start der Bauarbeiten war im März 2025. Als erste Maßnahmen wurden das bestehende Pultdach des Umkleidetraktes zurückgebaut sowie die Dämmung des Umkleidetraktes aufgebracht. Die ausgebauten Schalbretter des Pultdaches finden nun als neue Schalung für die Zinkstehfalzdeckung, der neuen Fassadenverkleidung des Umkleidetraktes, Wiederverwendung. Auf dem Dach der Turnhalle wurde die Photovoltaikanlage mittlerweile installiert und heute die vorgefertigten Fassadenelemente montiert.

Katrin Eder: „Mit der Prüfung nachhaltiger Sanierungsmöglichkeiten wird ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz und die Materialwende geleistet“

Klimaschutzministerium fördert Machbarkeitsstudie zur seriellen Sanierung mit Holz an Bitburger Gymnasium mit 35.000 Euro Das St.-Willibrord-Gymnasium in Bitburg muss saniert werden. Mithilfe einer Machbarkeitsstudie sollen im Vorfeld nachhaltige Sanierungsmaßnahmen geprüft werden. Als Schulträger beabsichtigt die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, die Fassadendämmung inklusive Sonnenschutz und die Dachdämmung auf den aktuellen energetischen Stand zu bringen. Ein großes Potential wird in einer seriellen Bauweise mit Holz gesehen, da hierbei ein hoher Vorfertigungsgrad möglich wäre. Darüber hinaus ist vorgesehen, die notwendigerweise zu erneuernde technische Versorgung der Innenräume (Lüftung, Elektro, Sanitär, Heizung) mit einer möglichen seriellen Sanierung der Fassade und gegebenenfalls des Daches zu kombinieren. Durch diese Vorgehensweise würden die baulichen Eingriffe im Gebäudeinneren so gering wie möglich gehalten und so der laufende Schulbetrieb möglichst wenig gestört. Das Klimaschutzministerium fördert die Machbarkeitsstudie mit 35.000 Euro über das Klimabündnis Bauen und übernimmt damit 50 Prozent der Gesamtkosten der Studie. „Holz ist ein nachhaltiger und langlebiger Baustoff. Er ist robust, ästhetisch und spart gegenüber anderen Baustoffen jede Menge Müll und Energie ein. Der Bausektor verursacht rund 40 Prozent der CO2-Emissionen und etwa 50 Prozent des globalen Ressourcenverbrauchs. Mit der Prüfung nachhaltiger Sanierungsmöglichkeiten wird in Bitburg ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz und die Materialwende geleistet“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder. Das Schulgebäude wird mithilfe eines 3D-Scans vermessen, um eine möglichst genaue Datengrundlage für die serielle Produktion der Bauteile zu ermitteln. So können in der Folge die Dach- und Fassadenelemente vorgefertigt werden. Mithilfe der Machbarkeitsstudie sollen verschiedene Konzeptvarianten für eine serielle Sanierung entwickelt und hinsichtlich ihrer Durchführbarkeit, aber auch ihrer Kosten und des Zeitrahmens für die Umsetzung bewertet werden. Die Studie soll bis voraussichtlich November 2025 erstellt werden. Weitere Informationen zum Klimabündnis Bauen finden Sie hier .

Mehr Grün für Berlin

Um den Anteil der klimawirksamen Grünflächen in der Stadt zu steigern, hat die Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt die Fördersätze für die Herstellung von Gründächern auf Bestandsgebäuden deutlich erhöht. Die neuen Fördersätze im landeseigenen Förderprogramm GründachPLUS gelten ab sofort für alle neuen Anträge. Private und gewerbliche Bauherren sowie Kommunen, die sich für grüne Dachprojekte entscheiden, erhalten somit eine bessere finanzielle Unterstützung für ihre Gründachprojekte. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt : „Mit der Erhöhung der Fördersätze setzen wir einen weiteren wichtigen Baustein in unserer Strategie für ein nachhaltigeres und klimafreundlicheres Berlin. Grüne Dächer tragen nicht nur zur Verbesserung der Luftqualität und der Artenvielfalt bei, sondern bieten auch zahlreiche Vorteile für die Wärmedämmung und die Regenwasserbewirtschaftung in städtischen Gebieten.“ Wir fördern die Herstellung von Gründächern mit bis zu 180 Euro je Quadratmeter (m²) und erhöhen den Aufschlag für die Realisierung von Biodiversitätsdächern auf 7,50 Euro/m² sowie für die Kombination Gründach – Solardach auf 40 Euro/m² für die zusätzlichen Kosten für den Mehraufwand. Damit wird nicht nur der Klimaschutz in der Stadt weiter gestärkt, sondern auch die Lebensqualität der Berlinerinnen und Berliner. Die Unterstützung gilt für viele Projekte, von kleinen privaten Maßnahmen ab 100 m² begrünter Dachfläche bis hin zu großflächigen gewerblichen und kommunalen Bauvorhaben. Für die Begrünung von Fassaden werden wie im bisherigen Umfang weiterhin 50 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen. Die Antragstellung für die Förderung ist einfach und unbürokratisch. Interessierte können sich über die Homepage des IBB Business Teams informieren und ihre Anträge dort einreichen. Für fachliche Fragen rund um die Gebäudebegrünung steht das Team der Regenwasseragentur Berlin zur Verfügung, das Antragstellenden mit Rat und Tat zur Seite steht. Mit der Erhöhung der Fördersätze setzt Berlin erneut ein starkes Zeichen für den Klimaschutz und die Verbesserung des urbanen Lebensraums. Grüne Dächer – und auch Fassaden – sind nicht nur ein effektiver Beitrag zur Reduzierung von sommerlicher Hitze, sondern auch ein attraktiver Bestandteil für eine moderne und nachhaltige Stadtentwicklung. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sorgt dafür, dass Berlin nachhaltiger wird und sich gut auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet. Das beinhaltet auch, Projekte zu fördern, die der Klimaanpassung dienen und die Lebensqualität der Berlinerinnen und Berliner verbessern.

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