Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird eine neuartige Konstruktion von Seeschiffen mit Doppelhülle untersucht. Diese sieht in den Verbindungselementen zwischen Außen- und Innenhülle Sollbruchstellen vor. Im Kollisionsfall kommt es durch diese Perforation zum Ablösen der Innenhülle von der umgebenden Struktur. In der Folge kann deutlich mehr Kollisionsenergie als bei konventionellen Bauweisen aufgenommen werden ohne dass es zum Versagen der Innenhülle kommt. Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung eines belastbaren Nachweises der technischen Machbarkeit dieses Prinzips. Die Technische Universität Hamburg Harburg wird verschiedene Kollisionsversuche durchführen, deren Ergebnisse von der LINDENAU GmbH für die numerische Simulation verschiedener Kollisionsszenarien der Großausführung verwertet werden. Die Untersuchung aller materialtechnischer Fragestellungen ist die Aufgabe der Fachhochschule Kiel. Der Germanische Lloyd untersucht im Unterauftrag die Betriebsfestigkeit der Konstruktion. Bei erfolgreichem Vorhabensabschluss können die Ergebnisse in zukünftigen Bauaufträgen verwertet werde. Es ist weiterhin geplant die Ergebnisse in die aktuelle IMO Diskussion mit einfließen zu lassen.
Das Szenario hat es in sich: Bei dem an der Ölpier NWO in Wilhelmshaven liegenden Tanker "Sparto" strömt aus einem Riss an der Backbordwand mittelschweres Rohöl in die Jade. Mit Hilfe von Ölsperren soll das Öl vor dem Vertreiben aufgehalten und von dem Ölbekämpfungsschiff "THOR" aufgenommen werden. Am Mittwoch wird sich zeigen, ob die verantwortlichen Behörden das Krisenmanagement beherrschen: An der Ölbekämpfungsübung unter der Federführung des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) beteiligen sich die Bugsier-Reederei, der Jade-Dienst, die Motorenwerke Wilhelmshaven und die Nord-West Ölleitung GmbH. Insgesamt werden 25 Personen und fünf Schiffe im Einsatz sein. Bei der Ölbekämpfungsübung handelt es sich um die erste Übung dieser Art in Wilhelmshaven. Hauptziel der Übung ist herauszufinden, ob bei einem Ölunfall in der Jade mit Wasserfahrzeugen und Ölsperren im Schadensbereich eines Tankers austretendes Öl gesichert und mit dem Ölbekämpfungsschiff "Thor" wirkungsvoll Ölunfallbekämpfung betrieben werden kann. Mit dieser Übung sollen erste Erfahrungen gesammelt werden, die dann in ein noch zu erstellendes Konzept münden werden. Weiterhin erhoffen sich die Beteiligten Erkenntnisse darüber, ob und wie die bei dieser Ölbekämpfungsübung zum Einsatz kommenden unterschiedlichen Schleppertypen eingesetzt werden können. "Wir wollen herausfinden, ob die im Ablaufplan dieses Übungsszenarios zugedachten Aufgaben von den beteiligten Schiffen erledigt werden können", erläuterte Hergen Oetken vom NLWKN. Weiterhin soll die Übung die Zusammenarbeit der Institutionen verbessern, damit im Ernstfall wirklich alles reibungslos klappt und jeder Handgriff sitzt. Die Ausbildung am Ölwehrgerät steht für den NLWKN im Mittelpunkt; für alle Beteiligten geht es auch um das Logistiktraining und den Aufbau eines eigenen Sprechfunknetzes. Seit Januar 2005 ist der NLWKN zuständig, wenn es an der Küste und den Tidegewässern um die Bekämpfung von Schadstoff-Unfällen geht. Ölunfälle auf der Elbe, der Weser, der Ems und in den niedersächsischen Küstengewässern – das ist jeweils ein Fall für den NLWKN. Der Tanker "Sparto" ist ein modernes Doppelhüllenschiff - 250 Meter lang und 44 Meter breit. Es wurde erst 2004 gebaut und fährt unter der Flagge Zyperns. Der Tanker wird am 13. Juni 2006 gegen 20:15 Uhr am Löschkopf 1 der NWO mit der Steuerbordseite festmachen und bleibt bis zum 14. Juni 2006 am frühen Abend.
Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, wurde am 15. September 2008 zum dritten Mal auf der Jade ein Tankerschaden simuliert. Das Übungsszenario unter der Regie des NLWKN sah einen Riss in dem unter der Flagge Bahamas fahrenden Doppelhüllentanker "Alfa Britannia" vor. Das knapp 250 Meter lange, 43 Meter breite und fast 100.000 Tonnen tragende Schiff lag am Löschkopf 4 der Nord-West Oelleitung GmbH (NWO). Aus dem angenommenen Riss an der Steuerbordwand des Tankerriesen floss Mineralöl in die Jade. Drei Schlepper, ein Festmacherboot und das Ölauffangschiff "ÖSK 1" waren zur Stelle. Männer in Arbeitskleidung stellten Container bereit, aus denen zwei 200 Meter lange Ölsperren mit Hilfe der Schlepper ins Wasser ausgebracht wurden. Beobachtern und Frühaufstehern machte dies deutlich, dass vermutlich gegen die Auswirkungen einer Ölverschmutzung gekämpft wird. Das Szenario, das im ersten Moment die Zuschauer verunsicherte, gehörte zur Ölbekämpfungsübung des NLWKN in Brake. An Bord des Einsatzschiffes hielten Hergen Oetken vom NLWKN und der Sachverständige für Ölschadensbekämpfung Dirk Ey alle Fäden zusammen. Rund 25 Personen und sechs Schiffe hörten auf ihr Kommando und waren damit beschäftigt, Ölsperren im Vorhafen auszubringen, zur NWO-Tankerlöschbrücke zu ziehen, Öl vor dem Vertreiben aufzuhalten und von der "ÖSK 1" aufzunehmen. Ziel der dritten Übung dieser Art in Wilhelmshaven war es, nach der erfolgreich absolvierten Übung an der Ölpier der NWO im Vorjahr, die im letzten Jahr gewonnenen Erkenntnisse zu optimieren. Wie Hergen Oetken erläuterte, war eine Erkenntnis der vorangegangenen Übung aus dem Vorjahr, dass die zum Einsatz gekommenen Schlepper aufgrund der Antriebe die Ölsperren nicht bestmöglich an der Bordwand halten konnten. Dies galt es zu verbessern. Daher kamen in diesem Jahr erheblich stärkere Schlepper mit Voith-Schneider Antrieb der Schleppgemeinschaft Wilhelmshaven zum Einsatz. Diese erledigten aufgrund ihrer Stärke und Wendigkeit ihren Job hingegen wesentlich wirkungsvoller, so Hergen Oetken. Mit diesen Wasserfahrzeugen sind sich Oetken und Dirk Ey sicher, können wir optimal die Ölsperren zum Einsatz bringen. Im Schadensbereich eines Tankers austretendes Öl wird einwandfrei gesichert und mit dem Ölbekämpfungsschiff einwandfrei aufgenommen. Die bei dieser Übung gesammelten Erkenntnisse lassen die Beteiligten hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. "Wir wollten herausfinden, ob die im Ablaufplan dieses Übungsszenarios zugedachten Aufgaben von den beteiligten Schiffen erledigt werden können", erläuterte Hergen Oetken. Dies ist im vollem Umfang geschehen. Weiterhin sollte die Übung die Zusammenarbeit der Institutionen und Unternehmen verbessern, damit im Ernstfall alles reibungslos klappt und jeder Handgriff sitzt. Wie NWO-Geschäftsführer Rudolf Schulze weiter erläuterte, ist die NWO sehr daran interessiert, dass im Falle eines Unfalls alles glatt läuft. "Aus diesem Grund unterstützen wir solche Übungsszenarien. Um die Voraussetzungen zu schaffen, stellen wir gern unsere Anlagen zur Verfügung, da so etwas immer wieder geübt werden sollte, um im Unglücksfall gewappnet zu sein." Fazit: Es war keine "Schulterklopf-Übung". Die Beteiligten wollten Schwachstellen aufspüren. Doch die waren diesmal bei ruhiger See und guten Wetter nicht zu erkennen. Ohne Probleme konnten die vorgegebenen Szenarien und Aufgaben-stellungen wirkungsvoll und professionell abgearbeitet werden.
Ölalarm auf der Jade an der Pier der Nord-West Oelleitung GmbH (NWO). Für den Ernstfall wurde gestern ein Tankerschaden simuliert. Das Übungsszenario unter der Regie des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sah einen Riss in dem unter der Flagge Maltas fahrenden Doppelhüllentanker "Minerva Emma" vor. Das 243,56 Meter lange, 42,0 Meter breite und 105.000 Tonnen tragende Schiff lag am Löschkopf 1 der NWO. Aus dem angenommenen Riss an der Steuerbordwand des Tankerriesen floss Mineralöl in die Jade. Schlepper, Festmacherboote und das Ölauffangschiff "Thor" waren zur Stelle. Männer in Arbeitskleidung stellten Container bereit, aus denen je eine 150 Meter und 100 Meter lange Ölsperre mit Hilfe der Schlepper ins Wasser ausgebracht wurden. Beobachtern und Urlaubern machte dies deutlich, dass vermutlich gegen die Auswirkungen einer Ölverschmutzung gekämpft wird. Das Szenario, das im ersten Moment die Zuschauer verunsicherte, gehörte zur Ölbekämpfungsübung der Betriebsstelle Brake-Oldenburg des NLWKN. An Bord des Einsatzschiffes hielten Hergen Oetken vom NLWKN und der Sachverständige für Ölschadensbekämpfung Dirk Ey alle Fäden zusammen. Rund 25 Personen und sechs Schiffe hörten auf ihr Kommando und waren damit beschäftigt, Ölsperren im Vorhafen auszubringen, zur NWO-Tankerlöschbrücke zu ziehen, Öl vor dem Vertreiben aufzuhalten und von der "Thor" aufzunehmen. Ziel der zweiten Übung dieser Art in Wilhelmshaven war es, herauszufinden, ob bei einem Ölunfall auf der Jade mit Wasserfahrzeugen und Ölsperren im Schadensbereich eines Tankers austretendes Öl gesichert und mit dem Ölbekämpfungsschiff "Thor" wirkungsvoll Ölbekämpfung betrieben werden kann. Mit dieser Übung sollten Erfahrungen gesammelt werden. Die Beteiligten erhoffen sich Erkenntnisse darüber, ob und wie die bei dieser Ölbekämpfungsübung zum Einsatz kommenden unterschiedlichen Schleppertypen eingesetzt werden können. "Wir wollen herausfinden, ob die im Ablaufplan dieses Übungsszenarios zugedachten Aufgaben von den beteiligten Schiffen erledigt werden können", erläuterte Hergen Oetken. Weiterhin sollte die Übung die Zusammenarbeit der Institutionen und Unternehmen verbessern, damit im Ernstfall alles reibungslos klappt und jeder Handgriff sitzt. Wie NWO-Geschäftsführer Rudolf Schulze weiter erläuterte, ist die NWO sehr daran interessiert, dass im Falle eines Unfalls alles glatt läuft. "Aus diesem Grund unterstützen wir solche Übungsszenarien. Um die Voraussetzungen zu schaffen, stellen wir gern unsere Anlagen zur Verfügung, da so etwas immer wieder geübt werden sollte, um im Unglücksfall gewappnet zu sein". Fazit: Es war keine "Schulterklopf-Übung". Die Beteiligten wollten Schwachstellen aufspüren. Doch die waren diesmal bei ruhiger See und guten Wetter nicht zu erkennen. Ohne Probleme konnten die vorgegebenen Szenarien und Aufgabenstellungen wirkungsvoll und professionell abgearbeitet werden.