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Eine vergleichende Evaluation der Online-Krisenkommunikation von Behörden und unabhängigen Expert*innen im Zuge der Covid-19 Pandemie als Grundlage für die Verbesserung der BfS -Krisenkommunikation

Eine vergleichende Evaluation der Online-Krisenkommunikation von Behörden und unabhängigen Expert*innen im Zuge der Covid-19 Pandemie als Grundlage für die Verbesserung der BfS -Krisenkommunikation Projektleitung Los 1: M. Holenstein, Stiftung Risiko‐Dialog, Zürich Projektleitung Los 2: Prof . Dr. J. Roosen, Bietergemeinschaft C 3 team GbR und Süddeutsches Institut für empirische Sozialforschung e. V. , beide München Beginn: 01.12.2020 Ende: Los 1 31.12.2021, Los 2 30.04.2021 Finanzierung: Forschungsprogramm Strahlenschutz des BMUV , Fördermittel Los 1 116.799 Euro; Fördermittel Los 2 74.970 Euro Das hier beschriebene Projekt untersuchte die Krisenkommunikation auf Social Media zur Covid-19 Pandemie in Deutschland und verglich dabei bestehende Unterschiede in der Kommunikation von Behörden auf der einen und unabhängigen Expert*innen auf der anderen Seite. Übergeordnetes Ziel dieses Vorhabens wr es, aus den Ergebnissen wichtige Hinweise für eine erfolgreiche Online-Krisenkommunikation für das Bundesamt für Strahlenschutz abzuleiten. Hierfür wurden folgende Fragen beantwortet: Welche Merkmale, Unterschiede und Gemeinsamkeiten weist die Online‐Krisenkommunikation verschiedener Behörden und Organisationen sowie unabhängiger Expert*innen auf? Wie wird ihre Kommunikation auf Seiten der Rezipient*innen wahrgenommen und interpretiert? Was können Behörden und Organisationen von der Online‐Krisenkommunikation unabhängiger Expert*innen lernen? Zielsetzung Das Ziel von Los 1 war es, die Social Media Kommunikation und deren Wahrnehmung von ausgewählten Expert*innen und Behörden auf unterschiedlichen Kanälen zu untersuchen. Dazu wurden auch die Rezipient*innen der Kommunikation befragt. Los 2 konzentrierte sich auf die Krisenkommunikation auf Twitter. Es zielte auf eine Analyse der Eigenschaften der Tweets sowie deren Verbreitung und Sichtbarkeit ab. Aus den Ergebnissen beider Lose wurden Empfehlungen für die Online-Krisenkommunikation im Fall eines radiologischen Notfalls abgeleitet. Methodik Methodisch wurde in Los 1 und Los 2 eine ausführliche Literaturrecherche zu den Themen Krisenkommunikation, Social Media, insbesondere Twitter und Covid-19, zur Erfassung der gängigen Untersuchungsmethoden und als Hintergrund für die anstehenden Analysen vorgeschaltet. In Los 1 wurde eine qualitative Untersuchung mithilfe von Leitfaden-Interviews und eine Inhaltsanalyse ausgewählter Social Media Posts durchgeführt. Los 2 verfolgte einen quantitativen Ansatz und arbeitete mit dem Social-Media-Analytics-Framework. Methodisch erfolgte hierbei die Auswertung über die Quantitative Textanalyse (inklusive Inhalts-, Sentiment- und Trendanalyse sowie die Analyse erfolgreichster Tweets) und der Sozialen Netzwerkanalyse. Durchführung Los 1: Zu Beginn wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt. Daran anschließend wurden Interviews mit zwei unterschiedlichen Personengruppen geführt: Die Gruppe der Kommunikator*innen (9 Interviews) und die Gruppe der Nutzer*innen (30 Interviews). Alle Interviews wurden inhaltsanalytisch untersucht. Im Anschluss wurde eine qualitative Inhaltsanalyse von ausgewählten Social Media Posts durchgeführt. Diese wurden hinsichtlich folgender Dimensionen untersucht: Profilebene Inhaltsebene des Beitrags Ebene der Semantik und Syntax des Beitrags Stilebene des Beitrags Pragmatische Ebene des Beitrags Formale Ebene des Beitrags Kontextebene des Beitrags Los 2: Für die Twitter-Analysen wurden zunächst 40 Twitter-Accounts von Behörden und Expert*innen ausgewählt, die in der Covid-19 Pandemie durch ihre Twitter- Aktivitäten sowie durch mediale Bekanntheit aufgefallen waren. Insgesamt wurden 18 unabhängige Expert*innen sowie 22 Behörden und Forschungseinrichtungen in die Studie einbezogen. Als Untersuchungszeitraum wurde das erste Pandemie-Jahr vom 01.01.2020 bis zum 15.01.2021 ausgewählt. Nachdem alle Tweets (n= 50.100) im genannten Zeitraum erhoben wurden, konnten mit einem dafür entwickelten Filterverfahren insgesamt 35.645 Covid-19-Tweets identifiziert werden. Nach der Datengewinnung und -aufbereitung erfolgte die Datenanalyse. Die Daten wurden eingangs deskriptiv beschrieben und anschließend mittels quantitativer Inhaltsanalyse, Sentiment-Analyse, Trendanalyse und Sozialer Netzwerkanalyse untersucht. Erkenntnisse und Empfehlungen Das Projekt brachte unter anderem die Erkenntnis, dass es den Kommunikator*innen an einem klaren Bewusstsein für ihre Zielgruppe fehlt. Besonders überraschend ist, dass ein Dialog auf Social Media von Nutzer*innen selten eingefordert wird. Offizielle Webseiten bleiben weiterhin der Anlaufpunkt für krisenrelevante Informationen. Die Kommunikation speziell auf Twitter ist besonders erfolgsversprechend, wenn sie in der 2. Person formuliert ist und auf die Schwere der Krankheit (Covid-19), technische Informationen oder soziale Auswirkungen eingeht. Basierend auf den Ergebnissen konnten zentrale Erkenntnisse zur Online-Krisenkommunikation für Behörden gewonnen werden. Es ist unter anderem zu empfehlen, dass Behörden ein breites Netzwerk und eine aktivere Kommunikation - bereits in Nicht-Krisenzeiten - anstreben sollten. Dies ist wichtig, um die Bevölkerung im Rahmen von Risikoinformation zu informieren und frühzeitig an den Strahlenschutz heranzuführen. Ziel sollte es außerdem sein, von einer permanenten, qualitativ hochwertigen Risikokommunikation in einer Nicht-Krisensituation glaubwürdig und nahtlos zur Krisenkommunikation übergehen zu können. Schließlich sollten alle Behörden und Organisationen regelmäßig ihre Kommunikationsstrategien überprüfen und bei Bedarf anpassen, um im Krisenfall optimal mit der Bevölkerung zu kommunizieren. Stand: 17.09.2024

Newsletter Global Center of Spatial Methods for Urban Sustainability

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert seit dem 01.01.2020 das „Globale Zentrum für räumliche Methoden der urbanen Nachhaltigkeit“ (GCSMUS) im Rahmen des DAAD-Programms „Exzellenz in der Hochschulbildung in der Entwicklungszusammenarbeit - exceed“. GCSMUS hat seinen Sitz an der Technischen Universität Berlin und verbindet 48 institutionelle Partner aus 48 Ländern und 8 Weltregionen. Das Zentrum konzentriert sich auf das Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG) 11 der Agenda 2030, „Städte und menschliche Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu machen“, und zielt auf die Entwicklung transdisziplinärer räumlicher Methoden ab, um sowohl die akademische Ausbildung in den räumlichen Disziplinen als auch die Planung und Praxis zu verbessern. SDG11 befasst sich mit allen Dimensionen der Nachhaltigkeit, nämlich: soziale Nachhaltigkeit durch Verringerung von Armut, räumlicher Trennung und sozialer Ungleichheit in verschiedenen Dimensionen (z. B. Klasse, Geschlecht, Rasse / ethnische Zugehörigkeit, Alter und Behinderung) wirtschaftliche Nachhaltigkeit durch Überwindung wirtschaftlicher Ausgrenzung, Schaffung von Karriere- und Geschäftsmöglichkeiten für alle Einkommensgruppen und Aufbau widerstandsfähiger Gesellschaften und Volkswirtschaften ökologische Nachhaltigkeit durch Verringerung der negativen Umweltauswirkungen von Städten, Verringerung der negativen Auswirkungen von Katastrophen und des Klimawandels auf Städte sowie Schutz und Schutz des Natur- und Kulturerbes der Welt. SDG11 zielt insbesondere darauf ab, allen den Zugang zu angemessenem, sicherem und erschwinglichem Wohnraum, Grün- und öffentlichen Räumen, Verkehrssystemen sowie grundlegenden Dienstleistungen (wie Wasser, Lebensmittel, Strom, Abwasser, Abfallentsorgung, Internet, Heizung und / oder Energie) zu ermöglichen. oder Kühlung, saubere Luft, Bildung, Arbeit / Jobs, Gesundheitsfürsorge, Freizeitaktivitäten und Sport. Um diese Ziele zu erreichen, ist das Zentrum als Peer-Learning-Prozess organisiert und wird zwischen 2020 und 2024 mehrere strategische Maßnahmen durchführen. Während einige Aktivitäten des Zentrums nur für GCSMUS-Mitgliedsinstitutionen bestimmt sind, gibt es viele Aktivitäten wie internationale Konferenzen, Workshops sowie andere Veranstaltungen und Fördermöglichkeiten stehen auch Nichtmitgliedern offen. Wenn Sie über diese Aktivitäten des Zentrums im Allgemeinen informiert werden möchten, abonnieren Sie den Newsletter, indem Sie sich hier online registrieren. Weitere Informationen zum Zentrum finden Sie unter: www.mes.tu-berlin.de/GCSMUS Hintergrundinformationen Quelle: TU Berlin, Medieninformation Nr. 258/2019 DAAD fördert neues transdisziplinäres TU-Projekt im Rahmen von exceed – Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit Das Forschungsprojekt „Global Center of Spatial Methods for Urban Sustainability“ (GCSMUS) bringt 48 institutionelle Partner*innen aus 47 Ländern für mehr konstruktive Entwicklungszusammenarbeit zusammen und wird dafür im Rahmen des Programms „Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit (exceed)“ vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in den kommenden fünf Jahren gefördert. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Nina Baur vom Fachgebiet Methoden der empirischen Sozialforschung und Prof. Dr. Angela Million vom Fachgebiet Städtebau und Siedlungswesen der TU Berlin. Der Erfolg dieses Projektes unterstützt die Strategie der Globalen Verantwortung der TU Berlin. Für den Aufbau eines internationalen Netzwerkes an Lehr- und Forschungskooperationen fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sieben deutsche Hochschulen mit insgesamt 30,8 Millionen Euro. Das Projekt zielt auf die Weiterentwicklung und Anwendung sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden zur Förderung nachhaltiger Stadtentwicklung und beabsichtigt, im Rahmen der Agenda 2030 einen Beitrag zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ der Vereinten Nationen zu leisten. Insgesamt umfasst die Agenda 2030 einen Katalog von 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die erstmals alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Umwelt, Wirtschaft – gleichermaßen berücksichtigen. Von der TU Berlin sind am Projektverbund die Fachgebiete Städtebau und Siedlungswesen, Städtebau und Urbanisierung, Integrierte Verkehrsplanung, Planungs- und Architektursoziologie, Allgemeine Soziologie sowie Methoden der empirischen Sozialforschung beteiligt. Die insgesamt 48 institutionellen GCSMUS-Partner*innen streben eine stärkere Nutzung sozialwissenschaftlicher Methoden zur Entwicklung von Nachhaltigkeit in Städten und Siedlungen an, indem mittels Wissenstransfer, -austausch und -implementation Methoden der empirischen Sozialforschung mit Städtebau, Stadtplanung und Politikberatung verknüpft werden. Dies soll vor allem durch bestimmte Maßnahmen wie internationale Tagungen, Lehrforschungs- und anwendungsbezogene Projekte, Förderungen von Promotionen und Anträgen für Post-Doc-Projekte sowie Workshops zur Vermittlung zwischen Grundlagenforschung und Praktiker*innen erfolgen. Die geplanten Maßnahmen (die „5 Es“) fokussieren sich dabei auf die fünf Bereiche „Educate“ (Bildung), „Experience“ (Erfahrung), „Evaluate“ (Evaluation), „Exchange“ (Austausch) sowie „Enhance“ (kontinuierliche Verbesserung) und werden von Prof. Dr. Nina Baur (TU Berlin), Prof. Dr. Gabriel Faimau (University of Botswana), Prof. Dr. Fraya Frehse (University of São Paulo, Brasilien), Prof. Dr. Angela Million (TU Berlin) und Prof. Dr. Gaurav Raheja (IIT Roorkee, Indien) koordiniert. Angestrebt wird dabei zum einen eine Verbesserung der Praxis der planenden und gestaltenden Disziplinen, wie z. B. Architektur und Landschaftsarchitektur, sowie von Städtebau, Stadtplanung und Politikberatungsinitiativen, die sich mit Dynamiken der Inklusion/Exklusion, Sicherheit und Resilienz in Städten in Entwicklungsländern befassen. Zum anderen will das transdisziplinäre Team zur Verbesserung der universitären Ausbildung in den raumbezogenen Disziplinen, wie etwa Architektur, Geographie, Soziologie, Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplanung, beitragen. Mit neuen Methoden zu nachhaltigeren Städten „GCSMUS verfolgt eine innovative methodologische Strategie, indem Methoden der empirischen Sozialforschung mit Methoden der Design-Forschung, Methoden des Städtebaus sowie politikwissenschaftlichen Methoden verbunden und zu transdisziplinären Methoden der Raumforschung weiterentwickelt werden sollen. Das geht nur konsequent disziplinübergreifend“, sagt Prof. Dr. Nina Baur, Leiterin des Fachgebietes Methoden der empirischen Sozialforschung der TU Berlin. „So kann die Nachhaltigkeit in Städten und Gemeinden mittels evidenzbasierter Planung und ‚low-impact urban development‘ verbessert werden“, ergänzt Prof. Dr. Angela Million, Leiterin des Fachgebietes Städtebau und Siedlungswesen am Institut für Stadt- und Regionalplanung. In dem von der TU Berlin verabschiedeten Strategiepapier zur Globalen Verantwortung (2019) bekennt sich die Universität zu einer ausdrücklichen Unterstützung des Globalen Südens in Forschung und Lehre. „Nachhaltige Lösungen für globale Herausforderungen erfordern das internationale Zusammenwirken von Forscher*innen mit vielfältigen Perspektiven, Ansätzen, und kulturellen Hintergründen“, so die TU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Angela Ittel. Das Spektrum der internationalen Aktivitäten der TU Berlin wächst mit dem GCSMUS um ein Weiteres. Der DAAD fördert seit 2009 mit dem Programm „Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit – exceed“ den Aufbau von internationalen Kompetenzzentren, bestehend aus deutschen Hochschulen und ihren Partner*innen in Entwicklungsländern. Ziel ist es, die Hochschulen in den Bereichen Lehre, Forschung und Dienstleistung zu stärken, um wirkungsvolle und innovative Beiträge zur Verwirklichung der Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erzielen. Den thematischen Rahmen der zweiten „exceed“-Programmphase setzen die SDGs der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Für den Aufbau eines internationalen Netzwerkes an Lehr- und Forschungskooperationen fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sieben deutsche Hochschulen mit insgesamt 30,8 Millionen Euro. Ausführlichere Informationen sind seit 01.01.2020 verfügbar unter: www.mes.tu-berlin.de/GCSMUS Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Sandra Hornoff TU Berlin Internationales / Department of International Affairs Tel.: +49 030 314-21560

Entstehung, Umwandlung und Erhaltung historischer Kulturlandschaft in Deutschland und Japan

Das Projekt "Entstehung, Umwandlung und Erhaltung historischer Kulturlandschaft in Deutschland und Japan" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Freiburg, Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften, Professur für Landespflege durchgeführt. Ziele des Projekts sind es, die Ausformung und den Wandel der historischen Kulturlandschaft in verschiedenen Räumen vergleichend zu rekonstruieren, zu interpretieren und dabei noch erkennbaren Einflüsse menschlicher Landnutzungen zu dokumentieren und soziokulturelle Einflüsse auf Entwicklung der Kulturlandschaft zu erfassen. Ziele des Projekts sind es, im ersten Schritt die Ausformung und den Wandel der historischen Kulturlandschaft in verschiedenen Räumen des Schwarzwaldes sowie im Mittelgebirgsraum Japans vergleichend zu rekonstruieren, zu interpretieren und dabei (noch) erkennbare Einflüsse menschlicher Landnutzungen im Gelände als kulturelles Erbe zu dokumentieren. Durch dieses Projekt soll ein Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft und ihrer Elemente geleistet werden. Im zweiten Schritt wird eine Untersuchung der soziokulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung und der interessierten Stakeholder in der Kulturlandschaft durchgeführt. Diese beiden Schritte sollen zusammengeführt werden, so dass ausgehend von der gewachsenen Kulturlandschaft Szenarien für die zukünftige Entwicklung der Kulturlandschaft in den Untersuchungsgebieten entwickelt werden können. Als Untersuchungsgebiete der Arbeit werden drei Orte ausgewählt; zwei im Schwarzwald und einer in Japan, zum einen im Schwarzwald das Terrain der Gemeinde Fröhnd im Wiesental (Südschwarzwald) und das Gebiet des Stadtteils Yach im Elztal (mittlerer Schwarzwald), zum anderen das Gebiet der Gemarkung Isarigami der Gemeinde Kami-cho in der Hyogo-Präfektur (Japan). Methodisch sollen diese Zielsetzungen durch eine historisch orientierte Landschaftsanalyse auf der Basis von Geländeaufnahmen mit Unterstützung von historischen Karten und schriftlichen Quellen und durch eine Untersuchung sozio-kultureller Aspekte mit Hilfe von Methoden der empirischen Sozialforschung erreicht werden. Für die Datenverarbeitung der Landschafts-, Literatur- sowie der sozio-kulturellen Analyse wird auf geographische Informationsinstrumente (GIS) zurückgegriffen. Darüber hinaus werden im Rahmen der Dokumentation graphische Darstellungen historisch bedeutsamer Kulturlandschaftselemente (z.B. Weidbuchen, Steinmauer, Terrassen usw.) angefertigt.

Potenziale und Grenzen des Resilienzkonzeptes und weiterer systemtheoretischer Ansätze als Leitprinzipien für den Umgang mit Unsicherheit im Waldnaturschutz und der forstlichen Praxis im Rahmen des Ressortforschungsplans 2022

Das Projekt "Potenziale und Grenzen des Resilienzkonzeptes und weiterer systemtheoretischer Ansätze als Leitprinzipien für den Umgang mit Unsicherheit im Waldnaturschutz und der forstlichen Praxis im Rahmen des Ressortforschungsplans 2022" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Forstwissenschaften - Professur für Forstökonomie und Forstplanung durchgeführt. Das F&E-Vorhaben reSyst ist der Grundlagenforschung zuzuordnen und untersucht Wege, Resilienzkonzepte als Leitprinzip für den praktischen Umgang mit Unsicherheit im Waldnaturschutz und in der forstlichen Praxis einzusetzen. In diesem Spannungsfeld setzt sich das Projekt reSyst mit der praktischen Anwendung des Resilienzkonzeptes in Managementstrategien von Wäldern auseinander. Der Fokus liegt dabei auf der Diskrepanz zwischen den Planungs- bzw. Steuerungsansprüchen und Erfolgserwartungen des Managements und den tatsächlichen Ergebnissen forstlichen Handelns bzw. von Naturschutz in genutzten Wäldern.. Innovativ ist hierbei vor allem die Zusammenarbeit des Instituts für Landschafts- und Pflanzenökologie der Uni Hohenheim und des Lehrstuhls für Forstökonomie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wodurch die Auswirkungen von Naturschutzplanung und -umsetzung sowie des forstlichen Handelns sowohl mit ökosystemwissenschaftlichen Ansätzen als auch durch sozialwissenschaftliche Konzepte und Untersuchungsansätzen betrachtet werden sollen. Die Erkenntnisse sollen naturschutz- und forstfachliche Fragen in der Forschung verknüpfen und werden neue Perspektiven für forstliche Entscheidungsträger, Gesellschaft und Politik aufzeigen. Der Schwerpunkt der Universität Freiburg liegt darauf, mit Blick auf unterschiedliche Zielsetzungen (waldbauliche/ forstökonomische sowie naturschutzfachliche) mittels Methoden der empirischen Sozialforschung der Frage nachzugehen, mit welchen Strategien und konkreten Maßnahmen Entscheider:innen und Expert:innen aus Naturschutz und forstlichem Management Wälder gestalten und bewirtschaften - und wie sie ihr Handeln mit Blick auf den Erfolg ihrer Strategien und Entscheidungen beurteilen.

Teil Verbundkoordinator

Das Projekt "Teil Verbundkoordinator" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Forstwissenschaften - Professur für Forstökonomie und Forstplanung durchgeführt. Das F&E-Vorhaben reSyst ist der Grundlagenforschung zuzuordnen und untersucht Wege, Resilienzkonzepte als Leitprinzip für den praktischen Umgang mit Unsicherheit im Waldnaturschutz und in der forstlichen Praxis einzusetzen. In diesem Spannungsfeld setzt sich das Projekt reSyst mit der praktischen Anwendung des Resilienzkonzeptes in Managementstrategien von Wäldern auseinander. Der Fokus liegt dabei auf der Diskrepanz zwischen den Planungs- bzw. Steuerungsansprüchen und Erfolgserwartungen des Managements und den tatsächlichen Ergebnissen forstlichen Handelns bzw. von Naturschutz in genutzten Wäldern.. Innovativ ist hierbei vor allem die Zusammenarbeit des Instituts für Landschafts- und Pflanzenökologie der Uni Hohenheim und des Lehrstuhls für Forstökonomie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wodurch die Auswirkungen von Naturschutzplanung und -umsetzung sowie des forstlichen Handelns sowohl mit ökosystemwissenschaftlichen Ansätzen als auch durch sozialwissenschaftliche Konzepte und Untersuchungsansätzen betrachtet werden sollen. Die Erkenntnisse sollen naturschutz- und forstfachliche Fragen in der Forschung verknüpfen und werden neue Perspektiven für forstliche Entscheidungsträger, Gesellschaft und Politik aufzeigen. Der Schwerpunkt der Universität Freiburg liegt darauf, mit Blick auf unterschiedliche Zielsetzungen (waldbauliche/ forstökonomische sowie naturschutzfachliche) mittels Methoden der empirischen Sozialforschung der Frage nachzugehen, mit welchen Strategien und konkreten Maßnahmen Entscheider:innen und Expert:innen aus Naturschutz und forstlichem Management Wälder gestalten und bewirtschaften - und wie sie ihr Handeln mit Blick auf den Erfolg ihrer Strategien und Entscheidungen beurteilen.

Ernährungssicherung und Konfliktbearbeitung in der Eastern Province von Sri Lanka

Das Projekt "Ernährungssicherung und Konfliktbearbeitung in der Eastern Province von Sri Lanka" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Heidelberg, Südasien-Institut durchgeführt. Das Vorhaben verfolgt vier übergreifende Zielsetzungen. Zum einen sollen Ernährungssicherungsanalysen in ausgewählten ländlichen Räumen in bürgerkriegsbetroffenen Dörfern der Ostprovinz von Sri Lanka durchgeführt werden. Es wird sich um Nahrungssystemanalysen im Sinne einer Zusammenschau der Aspekte von Nahrungsmittelproduktion, Nahrungsmittelverteilung und Nahrungsmittelkonsum handeln. Zum zweiten soll dabei versucht werden, systematisch Aspekte von Ernährungssicherungsforschung und Konfliktforschung zusammenzuführen. Zum dritten soll das Vorhaben einen empirischen Beitrag zur aktuellen entwicklungspolitischen Diskussion über Krisenprävention und Konfliktbearbeitung leisten. Viertens sollen schließlich durch den Einsatz von Dozenten der Universität Colombo in der Eastern Province von Sri Lanka und durch die systematische Einbeziehung und Förderung von Nachwuchswissenschaftlern der Eastern University von Sri Lanka im Bereich der empirischen Sozialforschung und speziell der Ernährungssicherungs- und Konfliktanalyse die Forschungskapazitäten und die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit dieser Einrichtung gestärkt werden.

Teilprojekt B: Agentenbasierte Modellierung von Risiken

Das Projekt "Teilprojekt B: Agentenbasierte Modellierung von Risiken" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e.V. durchgeführt. Die gesellschaftlichen Herausforderungen des Klimawandels werden durch unzureichende globale Emissionsreduktionen immer dramatischer. Da Klimaschutz enorme Investitionen erfordert, hat das Finanzsystem eine zentrale Rolle. Gleichzeitig führt der Klimawandel zu vielfältigen Risiken, u.a. für das Finanzsystem. Politökonomische Barrieren, die in komplexen sozial-ökologischen Interaktionen zwischen Klima-, Politik- und Finanzsystem wurzeln, behindern mutmaßlich eine nachhaltige Transformation. So unterscheiden sich die Zeithorizonte von physischen Klimarisiken (langfristig) und durch Klimapolitik ausgelöste sog. Transitionsrisiken für das Finanzsystem (kurzfristig). Durch Lobbyismus oder um Wiederwahlchancen in kurzfristigen Politikzyklen nicht zu gefährden, könnten Politiker:innen vor klimapolitischen Maßnahmen zurückscheuen. PECan erforscht Strategien zur Auflösung klimaschädlicher Pfadabhängigkeiten unter Beteiligung von Praxispartnern (Zentralbanken, NGOs, Think Tanks, Anbieter nachhaltiger Finanzprodukte). Es werden konsistente Szenarien einer nachhaltigen Transformation des Klima-Finanz-Systems entwickelt. Der innovative Ansatz kombiniert zivilgesellschaftliche und staatliche Aspekte: (i) politökonomische Barrieren der Transformation; (ii) Wechselwirkungen zwischen physischen Klimarisiken und Transitionsrisiken; (iii) ein verlässlicher Politikrahmen, der wirksame Klimapolitik und Finanzregulierung verbindet; (iv) Transformationspotentiale durch eine finanzielle bottom-up Beteiligung von Kleinanleger:innen. In einem trans-/interdisziplinären Ansatz verknüpft PECan Szenarioanalyse, agentenbasierte Modelle, Klima-Stresstests, Public Choice Modelle und empirische Sozialforschung. Die Ergebnisse gehen direkt in von Zentralbanken genutzte Stresstests ein, in innovative nachhaltige Finanzprodukte, sowie in Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger:innen, NGOs, Anbieter von Finanzprodukten und Kleinanleger:innen

Teilprojekt: Auswirkungen des Landmanagements auf die Bereitstellung und Verteilung von Ökosystemleistungen (ESuDis)

Das Projekt "Teilprojekt: Auswirkungen des Landmanagements auf die Bereitstellung und Verteilung von Ökosystemleistungen (ESuDis)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Leipzig, Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig durchgeführt. Ökosystemleistungen werden als die Beträge definiert, die Menschen aus der Natur beziehen, Versorgungs-, Kulturelle-, sowie Regulierungsleistungen. Wir konnten in früheren Untersuchungen zeigen, dass die meisten Ökosystemdienstleistungen durch eine Kombination von natürlichem und anthropogenem (d.h. Human-, Sozial-, Technologie- und Finanzkapital) Kapital koproduziert werden. Das Verständnis der relativen Bedeutung des Natur- und Human-Kapitals für die Bereitstellung von Ökosystemleistungen stellt eine der wichtigsten Herausforderungen in der Forschung zu Ökosystemleistungen, um die nachhaltige und distributiv faire Bereitstellung von Leistungen der Natur sichern zu können. In dem beantragten Projekt soll untersucht werden, wie sich die zunehmende Intensivierung des Landmanagements und die Substitution von Naturkapital durch menschliches, soziales, technologisches oder finanzielles Kapital auf (i) die nachhaltige Bereitstellung verschiedener Ökosystemleistungen, (ii) die Verteilung dieser Leistungen auf verschiedene Interessengruppen und über räumliche Skalen hinweg in Bezug auf Nutzung und Nachfrage sowie (iii) die Governance von Ökosystemleistungen und die proportionale Anteile von Human- und Naturkapital für die Leistungsbereitstellung auswirkt.ESuDis ist in drei Work Packages (WPs) unterteilt. WP1 widmet sich der Organisation und Koordination des Projekts (Tasks 1.1-1.3) und der Synthese der Ergebnisse (Task 1.4). WP2 untersucht die Zusammenhänge zwischen der zunehmenden Substitution von Naturkapital bei der Bereitstellung von Ökosystemleistungen (Task 2.1) und bei der Nutzung und Nachfrage durch verschiedene Interessengruppen (Task 2.2), um deren Auswirkungen auf die Verteilung von Ökosystemleistungen auf verschiedenen räumliche Skalen zu verstehen (Task 2.3). WP3 zielt darauf ab, aufzuzeigen, wie sich verschiedene Governance-Regime von Ökosystemleistungen auf die Kapital-Koproduktion auswirken (Task 3.1), wie die Beziehungen zwischen den Stakeholdern den Fluss von Ökosystemleistungen ermöglichen (Task 3.2), und wie sich die Konfiguration der Governance von Ökosystemleistungen auf verschiedenen räumlichen Skalen auf die (un-)faire Verteilung der Leistungen unter den Nutzern auswirkt (Task 3.3). Unser interdisziplinäres Forschungsprojekt wird dazu beitragen, den neuen Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien in die Praxis umzusetzen, der um zusätzliche Treiber für die Auswirkungen der Landnutzung auf die Biodiversität und die Ökosystemleistungen und deren Folgen für das sozial-ökologische System erweitert wurde. Auf diese Weise wird unser Forschungsprojekt den Biodiversitäts-Exploratorien einen neuen Aspekt verleihen, indem wir durch Auswertung vorhandener biophysikalischer Daten zusammen mit Sozialerhebungen, statistische Modellierung und sozialen Netzwerk Analysen um die Interaktion von Natur- und anthropogenes Kapital in sozial-ökologischen System für die langfristige Bereitstellung von Ökosystemleistungen erforschen zu verstehen.

Zukunft? Jugend fragen! Studie zu umwelt-, klima- und nachhaltigkeitsbezogenen Einstellungen und Engagementbereitschaften Jugendlicher 2023

Das Projekt "Zukunft? Jugend fragen! Studie zu umwelt-, klima- und nachhaltigkeitsbezogenen Einstellungen und Engagementbereitschaften Jugendlicher 2023" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Kantar Deutschland GmbH durchgeführt. Das Vorhaben verfolgt das Ziel, umweltbezogene Einstellungsmuster und Verhaltensbereitschaften in der Bevölkerungsgruppe der Jugendlichen (14 bis 22 Jahre) zuverlässig und valide zu erheben. Mit dem Vorhaben soll an die Vorläuferstudien angeknüpft und Entwicklungen im Umweltbewusstsein junger Menschen anhand des Fortschreibens von Zeitreihen analysiert werden. Die Studie soll in verschiedenen umweltrelevanten Bereichen Partizipationswünsche und Engagementbereitschaften Jugendlicher aufzeigen und die Bedingungen der Akzeptanz von Umweltpolitik in der jungen Generation untersuchen. Umweltbezogene Herausforderungen, umweltpolitische Handlungsbedarfe, eine grundlegende sozial-ökologische Transformation sowie spezielle Lösungsansätze sollen aus der Perspektive Jugendlicher erörtert und weiterentwickelt werden. Dafür kommt ein Methodenmix aus qualitativen, quantitativen und beteiligungsorientierten Methoden der empirischen Sozialforschung zum Einsatz. Neben einer öffentlichkeitswirksamen Broschüre sollen auch weitere Publikationen erstellt und Veranstaltungen (Workshops und Jugendkonferenz) zur Erarbeitung, Diskussion und Verbreitung der Ergebnisse durchgeführt werden.

Die Politische Ökonomie der nachhaltigen Transformation des Klima-Finanz-Systems

Das Projekt "Die Politische Ökonomie der nachhaltigen Transformation des Klima-Finanz-Systems" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Humboldt-Universität zu Berlin, Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften durchgeführt. Die gesellschaftlichen Herausforderungen des Klimawandels werden durch unzureichende globale Emissionsreduktionen immer dramatischer. Da Klimaschutz enorme Investitionen erfordert, hat das Finanzsystem eine zentrale Rolle. Gleichzeitig führt der Klimawandel zu vielfältigen Risiken, u.a. für das Finanzsystem. Politökonomische Barrieren, die in komplexen sozial-ökologischen Interaktionen zwischen Klima-, Politik- und Finanzsystem wurzeln, behindern mutmaßlich eine nachhaltige Transformation. So unterscheiden sich die Zeithorizonte von physischen Klimarisiken (langfristig) und durch Klimapolitik ausgelöste sog. Transitionsrisiken für das Finanzsystem (kurzfristig). Durch Lobbyismus oder um Wiederwahlchancen in kurzfristigen Politikzyklen nicht zu gefährden, könnten Politiker:innen vor klimapolitischen Maßnahmen zurückscheuen. PECan erforscht Strategien zur Auflösung klimaschädlicher Pfadabhängigkeiten unter Beteiligung von Praxispartnern (Zentralbanken, NGOs, Think Tanks, Anbieter nachhaltiger Finanzprodukte). Es werden konsistente Szenarien einer nachhaltigen Transformation des Klima-Finanz-Systems entwickelt. Der innovative Ansatz kombiniert zivilgesellschaftliche und staatliche Aspekte: (i) politökonomische Barrieren der Transformation; (ii) Wechselwirkungen zwischen physischen Klimarisiken und Transitionsrisiken; (iii) ein verlässlicher Politikrahmen, der wirksame Klimapolitik und Finanzregulierung verbindet; (iv) Transformationspotentiale durch eine finanzielle bottom-up Beteiligung von Kleinanleger:innen. In einem trans-/interdisziplinären Ansatz verknüpft PECan Szenarioanalyse, agentenbasierte Modelle, Klima-Stresstests, Public Choice Modelle und empirische Sozialforschung. Die Ergebnisse gehen direkt in von Zentralbanken genutzte Stresstests ein, in innovative nachhaltige Finanzprodukte, sowie in Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger:innen, NGOs, Anbieter von Finanzprodukten und Kleinanleger:innen.

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