Im Rahmen des 2009 ausgelobten Bundeswettbewerbs 'Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen' wurden von 68 Wohnungsunternehmen integrierte Konzepte erstellt, die neben Energieeffizienz und Energieeinsparung weitere wohnungswirtschaftliche Aspekte sowie Fragen der Finanzierung, der Stadtteilentwicklung, der Partizipation und der Durchführung berücksichtigten. Aus der Umsetzung der Wettbewerbsbeiträge sollen übertragbare Handlungsempfehlungen für zukünftige Projekte, aber auch Hinweise für die Gestaltung von Gesetzen bzw. Förderkonditionen abgeleitet werden. Dafür werden in acht Modellvorhaben die gewählten Strategien und Umsetzungsschritte, Hemmnisse und Lösungsansätze analysiert. Ausgangslage: Die Stabilisierung und Attraktivierung von Großwohnsiedlungen gehört seit vielen Jahren zu den Herausforderungen der Stadtentwicklungspolitik. Mit den Anforderungen an den Klimaschutz - das Einsparen von Energie, die Verbesserung der Energieeffizienz und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien - ist in den letzten Jahren ein relevanter Aspekt im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit von Großwohnsiedlungen in den Fokus gerückt. Doch erst durch die Verknüpfung von Entscheidungen zu energetischen Maßnahmen mit wirtschaftlichen und sozialen Belangen sowie mit Fragen der Quartiersentwicklung insgesamt entstehen nachhaltige Entwicklungsperspektiven für die Quartiere. Dabei wird es für Wohnungsunternehmen immer wichtiger, das Quartier als Lebens- und Wohnort ihrer Mieter in den Blick zu nehmen und sich über ihren Bestand hinaus für die Stadtteile zu engagieren. Dies erfordert komplexe Strategien, die unterschiedliche Themen und Akteure zusammenbringen. Zielsetzung: Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs 'Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen auf der Grundlage integrierter Stadtteilentwicklungskonzepte' haben sich die teilnehmenden Wohnungsunternehmen hohe Ziele gesteckt und anspruchsvolle Strategien erarbeitet. Wie können diese tatsächlich in der Praxis umgesetzt werden? Auf Basis der praktischen Erprobung in den Modellvorhaben werden Strategien, Instrumente und Verfahren herausgefiltert, die die komplexen Ziele des integrierten Projektansatzes umsetzen können. Es wird analysiert, wie sinnvolle inhaltliche und zeitliche Teilschritte aussehen können, wo sich Synergien ergeben können und mit welchen Verfahren die Vorgehensweisen in den Unternehmen wie auch auf Quartiersebene abgestimmt und abgesichert werden können. Dabei bilden die Modellvorhaben verschiedene repräsentative Projekttypen ab, die übertragbare Lösungen für die bundesweit auch bei anderen Wohnungsunternehmen anstehenden Aufgaben versprechen.
Das Klima ändert sich. Auch in Deutschland sind die Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels bereits heute mess- und spürbar. Infolge der Klimaveränderungen erhöhen sich Extremwetterereignisse wie Hitze, Starkregen und Hochwasser sowie Sturm und Hagel. Das Bauwesen ist als einer der ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren nicht nur Mitverursacher für die klimatischen Veränderungen, sondern auch in besonderen Maßen von den Extremwetterereignissen betroffen. Liegenschaften und Gebäude in Deutschland sind an diese klimatischen Veränderungen in vielen Fällen noch nicht flächendeckend angepasst. Gleichzeitig tragen gezielte (bauliche) Anpassungsmaßnahmen maßgebend zum Objektschutz bis hin zur Förderung der Gesundheit und körperlichen Unversehrtheit von Mensch und Tier bei. An diese Herausforderungen, Handlungsfelder und Gestaltungsspielräume knüpfen die Inhalte dieser Broschüre an. Ziel ist, • über die Auswirkungen und Hintergründe des anthropogenen Klimawandels aufzuklären, und • fachliche und bautechnische Handlungsempfehlungen für die Bereiche „Liegenschaft“ und „Gebäude“ bereitzustellen. Damit sollen Planenden, Architektinnen und Architekten sowie Eigentümerinnen und Eigentümern Entscheidungshilfen und konkrete Lösungsvorschläge zur Erstellung einer klimaangepassten Architektur an die Hand gegeben werden. Zielgruppe Die Broschüre richtet sich an Architektinnen und Architekten, Bauwillige, Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer sowie an fachlich Interessierte. Wissenschaftlicher Hintergrund Mit der Städtebauförderung, der Energetischen Stadtsanierung und der Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in urbanen Räumen unterstützt der Bund heute schon insbesondere kommunale Umsetzungsmaßnahmen. Forschende der Universität Stuttgart haben, auf Basis eines Forschungsberichtes von Werner Sobek Green Technologies, diese Informationsbroschüre zum Klimaangepassten Bauen entwickelt. Gefördert wurde das Projekt durch das Innovationsprogramm Zukunft Bau. Entstanden ist nicht nur eine theoretische Einordnung aktueller Herausforderungen in diesem Themenfeld, sondern auch eine praxisorientierte Umsetzungshilfe.
Förderung von grüner Infrastruktur und Naturschutzbelangen in Quartieren in der energetischen Stadtsanierung.
Die Stadt Hamburg (Behörde für Umwelt und Energie) begleitet, unterstützt und fördert energetische Quartierskonzepte, die Maßnahmen zur Steigerung der Gesamtenergieeffizienz in einem Quartier beleuchten und zur Umsetzungsreife voranbringen. Ziele sind u.a. das Voranbringen von energetischen Sanierungsmaßnahmen von Gebäuden, die Erschließung von erneuerbaren Energiequellen und Abwärmequellen, das Erzielen von Kosteneinspareffekten durch Beteiligung mehrerer Akteure und die Anregung mehrerer Gebäudeeigentümer in einem Quartier zur gemeinsamen Durchführung energetischer Maßnahmen. Das KfW-Programm "Energetische Stadtsanierung" fördert vertieft integrierte Quartierskonzepte. In diesen Quartierskonzepten werden neben den energetischen Aspekten auch alle anderen relevanten städtebaulichen, denkmalpflegerischen, baukulturellen, wohnungswirtschaftlichen und sozialen Aspekte betrachtet. Damit soll eine detaillierte Prüfung von technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotenzialen im Quartier vollzogen werden, um auf dieser Basis konkrete Maßnahmen für eine kurz-, mittel- und langfristige CO2-Emissionsreduktion zu identifizieren. Zusätzlich zu den Bundesmitteln der KfW fördert die Behörde für Umwelt und Energie die Erstellung von Quartierskonzepten mit Landesmitteln, sofern bestimmte Anforderungen erfüllt werden. Die Karte zeigt Quartiere in Hamburg, die im Zuge dieser Programme umgesetzt werden bzw. umgesetzt wurden und gibt Information zum Projektstand. Detaillierte Informationen zu diesem Datensatz können Sie dem Wärmekataster-Handbuch entnehmen.
ZuBRA 2030+ kooperativ mehr erreichen! Die Vision für die Region ZuBRA 2030+ ist eine nachhaltige Regionalentwicklung durch die gelebte interkommunale Kooperation, die sowohl von Verwaltung und Politik als auch von der Bürgerschaft getragen wird. Der interkommunale Verbund wird von drei auf sechs Kommunen erweitert. Ein regionales Akteursnetzwerk bildet eine tragfähige Basis zur Verstetigung des begonnenen Prozesses und erhöht die Resilienz gegenüber gesellschaftlichen Veränderungen und Strukturwandel. Ziel ist die Konzeptionierung eines regionalen Managements und die Erarbeitung einer Projektliste mit hohem Realisierungspotenzial. In den beiden Handlungsfeldern 'Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)' und 'Zukunftsfähige Sanierung' werden Projektideen konzeptionell ausgearbeitet. Der Prozess wird in drei Gremien voran gebracht, die von Wissenschaft und Moderation begleitet werden: In der Runde der Bürgermeister, im Bildungsrat und der Arbeitsgruppe 'Zukunftsfähige Sanierung'. Damit wird die Vorgehensweise eines ZuBRA 2030+-Managements praxisnah vorbereitet. Die Bürgermeister haben mittlerweile in allen Stadt- und Gemeindeparlamenten einen Beschluss zur interkommunalen Zusammenarbeit und ein Startbudget für das ZuBRA 2030+-Management erwirkt. Im Handlungsfeld BNE wurde der Bildungsrat etabliert, der ein erstes gemeinsames Projekt durchführen konnte: ein Planspiel, in dem Kinder und Jugendlichen aus vier Schulen für drei Tage ein ZuBRA-Jugendparlament bildeten und ihre Ideen für ihre Region diskutiert haben ('Pimp your region!' in Kooperation mit Politik-zum-Anfassen e.V.). Für das kommende Jahr ist ein Aktionsjahr 'Gesund leben in der Region' unter Beteiligung von Schulen und KITAs in Vorbereitung. Im Handlungsfeld Sanierung wurden für 5 der 6 Kommunen Anträge für die 'Energetische Quartierssanierung' (KfW-Programm 432) gestellt. Zudem werden in der Arbeitsgruppe Projekte für beispielhafte Sanierungen von Fachwerk diskutiert. In einem potenziellen Reallabor in Phase 3 des Wettbewerbs Zukunftsstadt soll das Management etabliert und bei bisher noch nicht beteiligten Akteursgruppen eingeführt werden. Ziel wird es sein, das ZuBRA 2030+-Management weiter auszubauen, durch weitere Förderprogramme personell zu stärken und langfristig zu verankern. Es bildet den Motor und Koordinator zur Umsetzung der vorbereiteten Projekte und Aktionen in den beiden Handlungsfeldern, die die interkommunale Kooperation in der Region weiter stärken.
Das Verbundprojekt 'ViWoWolfsburg 2030+: digital und vernetzt in die Zukunft' ist ein ganzheitliches Konzept zur Bewältigung der digitalen Transformation städtischer Lebens- und Arbeitsbereiche. In einem dialogischen Prozess der Ko-Produktion werden in den Bereichen Wohnvielfalt, Mobilität und Energie Projektansätze zur Umsetzungsreife weiterentwickelt. Für die erfolgreiche Umsetzung der Zukunftsvisionen 2030+ wird ein Planungs- und Umsetzungskonzept für Projekte aus den drei dringlichen Handlungsfeldern Wohnvielfalt, Mobilität und Energie mit Bezug zur digitalen Transformation erarbeitet. Das Vorhaben basiert auf einer direkten Zusammenarbeit zwischen Forschung, Kommune, Gesellschaft und Industrie. Die Organisation der Partizipation und Information der Akteure erfolgt über einen zentralen Internetauftritt. Darüber hinaus findet ein umfangreicher Partizipationsprozess statt. Dadurch können wissenschaftliche und kommunale Arbeits- und Entscheidungsprozesse transparent dargestellt werden. Es werden wissenschaftliche Methoden, Strategien und Erkenntnisse mit einem konkreten Raumzusammenhang verknüpft und durch einen lösungsorientierten Ansatz unterstützt. Die Verbundpartner beschreiben die Bedeutung der digitalen Transformation für die Stadt Wolfsburg. Anschließend erfolgt eine Auswahl an ziel- und lösungsorientierten Projektansätzen. Im weiteren Verlauf werden Projektvorschläge im Rahmen einer Bürgerwerkstatt ausgearbeitet und in Fachworkshops diskutiert und konkretisiert. Die Partizipation endet mit einer Abschlussveranstaltung. Bei der Sammlung der Pilotprojekte wird auf eine ausgewogene Mischung zwischen smarten Lösungen für Bestands- und Neubaugebiete in der Stadt geachtet. Die Stadt Wolfsburg koordiniert die Planung, Organisation und Umsetzung der Veranstaltungen und übernimmt die inhaltliche Ausrichtung des Gesamtprojekts auf Basis der Ergebnisse aus dem Partizipationsprozess im Sinne der integrierten Stadtentwicklung.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 34 |
| Europa | 2 |
| Kommune | 2 |
| Land | 10 |
| Weitere | 9 |
| Wissenschaft | 3 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 30 |
| Text | 12 |
| Umweltprüfung | 6 |
| unbekannt | 3 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 20 |
| Offen | 31 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 49 |
| Englisch | 4 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 3 |
| Keine | 22 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 27 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 32 |
| Lebewesen und Lebensräume | 44 |
| Luft | 27 |
| Mensch und Umwelt | 51 |
| Wasser | 17 |
| Weitere | 51 |