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Botanische Anlagen

In den Gewächshäusern und Gärten botanischer Anlagen werden Pflanzen aus aller Welt gehegt und gepflegt. Die Einrichtungen sind Orte der Umweltbildung und der Forschung zur biologischen Vielfalt. Als lebendige Archive tragen sie wesentlich dazu bei, Artenvielfalt und genetische Vielfalt zu erhalten. In Berlin gibt es gleich drei solcher Anlagen: den Botanischen Garten und das Botanische Museum der Freien Universität Berlin, den Botanischen Volkspark Blankenfelde-Pankow und das Späth-Arboretum der Humboldt-Universität. Das Späth-Arboretum ist auch am Projekt „Urbanität und Vielfalt“ beteiligt, in dem seltene Wildpflanzen vermehrt und wieder in Berlin ausgepflanzt werden. Die Einrichtung im Süden Berlins gehört mit rund 20.000 Pflanzenarten, fast vier Millionen getrockneter Herbarbelege, einer DNA-Bank und einer Saatgutbank für Wildpflanzen zu den weltweit wichtigsten Sammlungs- und Forschungsstätten für Pflanzen, Pilze und Algen. Auf dem 43 Hektar großen Gelände finden sich 15 Gewächshäuser, eine pflanzengeografische Anlage, die die Pflanzenwelten verschiedener Erdteile nachbildet, und ein Arboretum. Eine Botanikschule unterstützt – als Kooperationseinrichtung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie –Berlins Schulen bei den Themen Botanik, Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung. Die Schule bildet Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher weiter, entwickelt Unterrichtsmaterialien und bietet Schulklassen die Möglichkeit, anschaulich vor Ort zu lernen. Der Botanische Garten Berlin bildet dabei eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft: Die Forschung, die hier in Zusammenarbeit mit Institutionen weltweit geleistet wird, liefert Wissensgrundlagen, um die Biosphäre zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Eins dieser internationalen Projekte ist „World Flora Online“, das 2020 erstmals alle 350.000 Landpflanzenarten der Welt in einer Online-Datenbank dokumentiert hat – ein Meilenstein der globalen Biodiversitätsforschung. Das Botanische Museum wird derzeit neu konzipiert. 2023 soll es Besucherinnen und Besuchern wieder offenstehen. Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin Die heute denkmalgeschützte Anlage in Pankow entstand 1949 als städtischer Schulgarten auf einem ehemaligen Rieselfeld am Stadtrand. Ihre Gestaltung orientiert sich am Raster dieser Rieselfelder. Nahe des Eingangs liegen, eingefasst von vielen Stauden, Schaugewächshäuser und ein Arboretum seltener Baumarten aus Asien und Osteuropa. Die anschließenden Parzellen spiegeln die eiszeitlich geprägte Kulturlandschaft mit Äckern und Alleen wider. Die weitgehend naturbelassene Niederung um den Zingerteich bildet ein Tor zur offenen Landschaft. Auf zwei Rieselfeldparzellen werden neue Formen urbaner Landwirtschaft praktiziert, die Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung fördern: Die eine ist einer der vier Standorte des Bauerngartens. Hobbygärtnerinnen und -gärtner können auf kreisförmigen Beeten unter Anleitung Gemüse ziehen – zertifiziert mit dem Bioland- und dem europäischen Bio-Siegel. Auf der zweiten Parzelle macht ein Weltacker anschaulich, wieviel Anbaufläche heute nötig ist, um einen Menschen zu versorgen. Botanischer Volkspark Blankenfelde-Pankow Das Arboretum wurde 1879 als Schau- und Versuchsgarten der privaten Baumschule Ludwig Späth eröffnet. Ab 1961 entwickelte die Humboldt-Universität die Anlage zum botanischen Garten weiter, der heute rund 4.000 Arten beherbergt. Neben einer großen Sammlung an Gehölzen finden sich ein Steingarten, ein Teich mit Mooranlage, ein Gewächshaus und eine systematische Abteilung, in der die Pflanzen nach ihrer natürlichen Verwandtschaft sortiert sind. Forschungsschwerpunkte sind die Vielfalt und Evolution der Pflanzen mit Schwerpunkten auf Farnpflanzen und „Schmarotzerpflanzen“, also Arten, die ihren Wasser- und Nährstoffbedarf decken, indem sie Wurzeln oder Sprosse anderer Pflanzen anzapfen. Späth-Arboretum der Humboldt-Universität zu Berlin Besuchen Sie Berlins botanische Anlagen! Lernen Sie im Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin aktuelle Bürgerwissenschaftsprojekte kennen, helfen Sie beim Entziffern alter Herbaretiketten oder nehmen Sie eins der vielen weiteren Angebote wahr!

Exotische Arten

“Exotisch” sind Arten, die bei uns nicht natürlicherweise heimisch sind. Sie sind vom Menschen hertransportiert worden. Nicht gemeint sind Tiere und Pflanzen, die im Wohnzimmer gehalten werden ( Handelsartenschutz ), sondern die, die sich in unserer Natur wiederfinden. Und auch hier nur diejenigen, die bei uns langfristig überleben können und sich etabliert haben. Sie können aus verschiedensten Gründen hier sein: Einige Arten wurden gezielt angesiedelt, weil man sich von ihnen einen wirtschaftlichen Nutzen versprach, wie z.B. Spätblühende Traubenkirsche, Robinie oder Damhirsch. Andere wurden zwar hergebracht, sollten aber unter den kontrollierten Bedingungen der Gefangenschaft bleiben. Dort entkamen sie jedoch oder wurden absichtlich freigelassen, wie z.B. Waschbär , Marderhund oder Asiatischer Marienkäfer. Weitere Arten wurden für gärtnerische Zwecke eingeführt, haben sich aber aus den Gärten heraus in der freien Natur etabliert, z.B. die Kanadische Goldrute. Viele Arten sind als blinde Passagiere an Fahrzeugen, mit anderen Importgütern, mit Ballastwasser oder sonst wie zu uns gekommen und haben sich bei uns etabliert. Hierzu zählen vor allem unzählige Pflanzen (z.B. auch die Ambrosie) und zahlreiche wirbellose Tierarten. Ambrosia-Bekämpfung: Ambrosia erkennen, Funde melden und beseitigen. Allen diesen exotischen Arten ist gemeinsam, dass sie aus anderen Regionen und damit anderen Floren- und Faunenreichen stammen. Das bedeutet, dass unsere Tier- und Pflanzenwelt in der Evolution sich nicht auf diese Exoten einstellen konnten. Heimische Arten haben oft keine Überlebensstrategien gegen die Neusiedler, die als Konkurrenten, Beutegreifer, Krankheitsüberträger oder Parasiten auftreten. Dies hatte in Mitteleuropa zum Glück nicht so gravierende Folgen wie in vielen anderen Regionen der Erde, wo durch eingeführte Exoten oder Haustiere zahlreiche heimische Arten ausgerottet wurden. Aber zu erheblichen Veränderungen hat es auch bei uns geführt: Kraut- und Strauchschicht weiter Bereiche der Berliner Wälder werden von den sogenannten “Neophyten” Kleinblütigem Springkraut und Spätblühender Traubenkirsche dominiert – für heimische Pflanzen- und auch Tierarten ist damit kaum noch Platz. Trockenrasen werden von der Robinie überwuchert, die zudem durch Einlagerung von Knöllchenbakterien in ihren Wurzeln zur Stickstoffanreicherung und allein damit zur Entwertung des Standortes führt. Statt heimischer Marienkäferarten krabbelt zunehmend der Asiatische Marienkäfer über die Wiesen. Diese Auflistung ließe sich fast unendlich weiterführen. Die Dimension des Verlustes an natürlicher Vielfalt kann mit ein paar Zahlen verdeutlicht werden: An den heimischen Eichenarten Stiel- und Traubeneiche leben rund 1.000 verschiedene Tierarten, von denen die Hälfte auf diese angewiesen sind. An eingeführten Baumarten leben einzelne bis maximal wenige Dutzend Arten, die allesamt unspezifisch sind, also auch an beliebigen anderen Bäumen leben könnten. Man kann davon ausgehen, dass an jede heimische Pflanzenart viele heimische Tierarten angepasst sind – gemeinsam entstanden in Koevolution. Aus diesen Einsichten ergibt sich als wichtigste Forderung, keine weiteren exotischen Arten in die Natur zu bringen. Denn dies ist jedes Mal ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Konsequenterweise wurde das Ausbringen von Tieren und Pflanzen vom Gesetzgeber geregelt (Details siehe § 40 Abs. 4 Bundesnaturschutzgesetz). Bei bereits im Freiland etablierten exotischen Arten muss im Einzelfall entschieden werden, ob gegen sie vorgegangen wird. Dies ist meist mit einem großen Aufwand verbunden, der sich nur unter bestimmten Voraussetzungen lohnt. Und was kann der Einzelne tun? Zumindest Gartenbesitzer haben durchaus die Möglichkeit, auf kritische exotische Arten zu verzichten. Denn leicht können Pflanzen auch aus Gärten in die freie Natur gelangen. Wenn man etwas für die Artenvielfalt in der Stadt tun möchte, dann kann man anstelle der Exoten auch heimische Arten verwenden. siehe Gehölzliste im Kapitel “12.1 Verwendung heimischer Pflanzenarten” der Broschüre “Tiere als Nachbarn – Artenschutz an Gebäuden” Wenn man sich besonders naturschutzfreundlich verhalten möchte, verwendet man in der Region gewonnenes Pflanzenmaterial. Nur dieses hilft, die regionale Pflanzenartenvielfalt zu erhalten. Weitere Informationen hierzu, eine Liste der zertifizierten Baumschulen und das aktuelle Sortiment findet sich unter Verein zur Förderung gebietsheimischer Gehölze im Land Brandenburg e.V. Abschließend noch der Hinweis, nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten: Exotische Pflanzenarten können als gärtnerisches Gestaltungselement oder robuster Straßenbaum auch ihre Berechtigung haben. Aber man sollte immer fragen, ob es nicht auch ohne geht. Weitere Infomationen zu invasiven Tier- und Pflanzenarten

Fischfauna 1993

Berlins natürliche Seen und Fließgewässer entstanden vor rund 10 000 Jahren mit dem Abtauen der Gletscher, die das Gebiet während der Weichsel-Vereisung bedeckten. Es handelt sich demzufolge um geologisch sehr junge Gewässer. Damals umfaßte die autochthone (einheimische) Süßwasserfischfauna Deutschlands nach Thienemann 56 Arten, ausgenommen Wanderfische, die die Binnengewässer nur zur Fortpflanzung aufsuchten. Von diesen wiederum war es 31 Fischarten möglich, die Gewässer des heutigen Landes Berlin zu besiedeln. Sie müssen als ursprüngliche bzw. autochthone Fischfauna Berlins betrachtet werden. Diese unterlag bis in die Gegenwart vielfältigen, z. T. noch anhaltenden Veränderungen. Prägten einst die Flußsysteme von Spree und Havel das Berliner Gewässernetz, so mußte ihre Dynamik zunehmend Stillwasser- und Rückstaubereichen weichen. Der Dammbau zum Betreiben von Mühlen läßt sich bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Neben diesen Mühlendämmen wurden weitere Stauanlagen und Schleusen zur Förderung der Schiffahrt errichtet. Bereits im 17. Jahrhundert begann die Begradigung einzelner Flußabschnitte. Der Kanalbau erreichte Mitte des vorigen Jahrhunderts seinen Höhepunkt. Ab dieser Zeit war es Wanderfischen selbst bei Hochwasser nicht mehr möglich, die hohen Wehranlagen zu überwinden und das Berliner Stadtgebiet zu erreichen. Mit der Stauhaltung gingen wertvolle Lebensraumstrukturen der Fließgewässer und die für viele Fischarten notwendigen Überschwemmungsflächen verloren. Die Strömungsgeschwindigkeit nahm ab, und Ablagerungsprozesse führten zu einer Überlagerung der grobkörnigen Sedimente mit Schlamm. Sauerstoffzehrende Abbauprozesse am Gewässergrund wurden vorherrschend. Fischarten, die kiesiges, gut mit Sauerstoff versorgtes Substrat bevorzugen, mußten weichen. Für sie fehlten sowohl geeignete Laich- und Lebensräume als auch die Möglichkeit, Ausgleichswanderungen durchzuführen, weshalb die einstige Leitfischart, die Barbe – ein typischer Flußfisch, ausstarb. Der Gewässercharakter wandelte sich von der klassischen Barben- zur Bleiregion . Neben diesen nachhaltigen Beeinträchtigungen durch den Gewässerausbau spielten Einträge aller Art eine erhebliche Rolle. Bereits vor der Jahrhundertwende war die Belastung von Spree und Havel durch industrielle und kommunale Abwässer sowie Fäkalien derart stark, daß häufig Fischsterben auftraten, und die Fischerei ernsthaft beeinträchtigt wurde. Aufgrund der schlechten Sauerstoffverhältnisse an der Wasseroberfläche war es beispielsweise unmöglich, Fische aus der Unterhavel in Booten mit offenen, durchströmten Fischkästen, sog. Drebeln, lebend nach Berlin (heutige Innenstadt) zu transportieren. Auch die städtischen Rieselfelder boten hinsichtlich der Gewässergütesituation nur bedingt Abhilfe. Die genannten anthropogenen Einwirkungen führten zu einer Verarmung der Berliner Fischfauna. Neben der Barbe starben weitere strömungsliebende, an sauerstoffreiches Wasser gebundene Fischarten, wie Bachneunauge und Bachschmerle, in Berliner Gewässern aus. In jüngerer Zeit wurden die oft stark beeinträchtigten Flüsse und Seen mit einer neuen – keiner besseren – Qualität des Abwassers belastet. Großkläranlagen verhinderten den Eintrag groben organischen Materials (Fäkalien u.ä.); trotzdem blieb die Fracht der gelösten Nährstoffe hoch. Gleichzeitig wurden mit der Intensivierung der Landwirtschaft und zunehmender Industrialisierung verstärkt Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Schadmetalle und andere Toxine eingetragen. Besonders Industrieabwässer belasteten die Gewässer zusätzlich durch Abwärme . Eine durch Nährstoffeintrag hervorgerufene bzw. geförderte Eutrophierung begünstigt euryöke (umwelttolerante) Fischarten, deren Bestandsausweitung oftmals das Zurückgehen anspruchsvollerer Arten verdeckt. Die genannten Einflußfaktoren sind zweifellos die bedeutendsten. Damit ist aber die Palette anthropogener Schadwirkungen auf den Fischbestand hiesiger Gewässer noch nicht erschöpft. Gegenwärtig spielt die Freizeitnutzung eine große, ständig zunehmende Rolle. Der durch Motorboote verursachte Wellenschlag sowie das Baden fördern die Erosion der Gewässerufer, indem schützende Pflanzengürtel zerstört werden. Differenzierter zu betrachten ist die Freizeitfischerei . Bei mehrfach genutzten Gewässern (Angeln, Baden, Sportboote etc.) sind die durch Angler verursachten Uferzerstörungen und -verschmutzungen im Verhältnis zu den zahlreichen Badegästen relativ gering. Angler beeinflussen ein Gewässerökosystem in erster Linie durch Eingriffe in die Biozönose in Form von Fischentnahmen und Besatzmaßnahmen . Dabei werden wirtschaftlich wertvolle bzw. für Angler interessante Fischarten einseitig gefördert. Hinzu kommt eine Verfälschung der autochthonen Fischfauna durch Besatz mit nicht einheimischen Arten, wie z. B. Regenbogenforelle und Zwergwels. Sie können Nahrungskonkurrenten, Laichräuber und Freßfeinde sein, auf die sich die heimische Fauna nicht einstellen konnte. Im Verlauf ihrer Entwicklungsgeschichte haben sich die Arten ihrem Lebensraum optimal angepaßt und spezialisiert, um Konkurrenzbeziehungen auszuweichen. Dieser Prozeß führte dazu, daß innerhalb eines Ökosystems die meisten Arten einen relativ abgegrenzten Bereich, eine ökologische Nische haben, den ausschließlich sie optimal nutzen können. Bringt man nun in dieses Ökosystem fremde, d.h. allochthone Arten ein, so ist deren Wirkung vorher oft nicht abzuschätzen. Einheimische Arten können verdrängt werden. Mit ihnen würden im Verlauf der Evolution erworbene, genetisch fixierte Spezialisierungen sowie Anpassungen an hiesige Gewässerverhältnisse verloren gehen. In stark beangelten Gewässern stellt das allgemein übliche Anfüttern zudem einen nicht zu vernachlässigenden Nährstoffeintrag dar. Erste Erhebungen zur Fischfauna Berliner Gewässer vor rund 100 Jahren bieten wertvolle historische Anhaltspunkte, anhand derer die Wirkung der genannten Einflußfaktoren auf die Fischartenzusammensetzung und ihre Veränderung eingeschätzt werden kann. Einzelne Gewässer, vornehmlich im Südosten Berlins, wurden in den 50er Jahren erneut untersucht. Spätere Fischbestandserfassungen konnten aufgrund politischer Grenzen nur noch Teilbereiche Berlins berücksichtigen, weshalb zwei Rote Listen, getrennt für den Ost- und den Westteil der Stadt, erarbeitet wurden (s. Tab. 1). Die unterschiedliche Einstufung der Gefährdung einzelner Arten beruht vornehmlich auf den unterschiedlichen Gewässerverhältnissen in beiden Teilen der Stadt. So überwiegen im Westteil großflächige Flußseen, während der Ostteil über mehr natürliche Fließgewässer verfügt. Folglich weichen die Anzahl der Vorkommen sowie die Bestandsgrößen von Freiwasserbewohnern und Flußfischen in beiden Untersuchungsgebieten z. T. erheblich voneinander ab, was zu einer unterschiedlichen Einschätzung ihrer Gefährdung führte. Nachdem es möglich war, für das gesamte Land Berlin eine Rote Liste zu erstellen, wurden die bisher erhobenen Daten zur Fischbesiedlung zusammengefaßt und ein einheitlicher Bewertungsmaßstab zugrunde gelegt. Die in Tabelle 1 dargestellten, z. T. geringeren Einstufungen einzelner Arten in der neuen Roten Liste sind nicht auf verbesserte Lebensbedingungen zurückzuführen, sondern auf ein größeres Untersuchungsgebiet und eine höhere Anzahl von Befischungen. Im Gegensatz zu früheren Arbeiten wurde fast die doppelte Anzahl von Gewässern beprobt. Dies führte für eine große Zahl von Fischarten zur Feststellung neuer Vorkommen. Auf dieser Grundlage wurde eine neue kommentierte Rote Liste für Berlin erarbeitet (Wolter et al., in Vorbereitung). Gegenwärtig gibt es im Land Berlin mehr als 250 Gewässer, alle mit einer durch den Menschen stark beeinflußten Fischfauna. Kenntnisse über die gegenwärtige Verbreitung und Häufigkeit sowie die wesentlichen existenzgefährdenden Faktoren sind essentielle Voraussetzungen, um Arten- und Biotopschutzmaßnahmen zielgerichtet und mit geeigneten Methoden realisieren zu können. Zur Beurteilung von Gewässern ist die Untersuchung der Fischbestände hilfreich, da sie die Einschätzung der komplexen Einflußfaktoren und deren Langzeitwirkung auf höhere aquatische Organismen ermöglichen kann, ohne diese einzeln betrachten zu müssen. Die vorherrschende Fischfauna ist ein Indiz für den ökologischen Zustand eines Gewässers. Deshalb ist z. B. der Nachweis einer großen Anzahl von Fischarten positiv zu beurteilen, da dies aufgrund ihrer ökologischen Einmischung auf das Vorhandensein vieler verschiedener Lebensräume und damit einer großen Strukturvielfalt hindeutet. Hierbei muß allerdings auch immer die Möglichkeit berücksichtigt werden, daß der vorgefundene Bestand durch Besatzmaßnahmen verfälscht sein kann. Das Vorkommen gefährdeter Fischarten in einem Gewässer kann für seine Beurteilung grundsätzlich positiv gewertet werden, da diese i. d. R. bezüglich der Wasserqualität und der strukturellen Vielfalt des Lebensraumes anspruchsvoller sind als euryöke Arten.

CASE Outcrop Data

The dataset comprises the locations of outcrops with respective information on the lithology, stratigraphy, rock age and tectonic data collected during the CASE expeditions. The data attributes include stereographic projections and sketches of tectonic structures derived from the outcrop data. At the end of the 1980s, BGR initiated the research program Circum-Arctic Structural Events (CASE) to reconstruct the plate tectonic processes during the evolution of the Arctic Ocean using terrestrial data from the surrounding continental margins. One of the scientific questions of the CASE programme is as simple as it is complex: How did the Arctic Ocean, this large basin between the Eurasian and North American continental plates, develop? There are still no conclusive answers to this question in terms of plate tectonics. In contrast to the marine expeditions of geophysicists in the Arctic Ocean, geologists on land along the various coastal areas of the Arctic Ocean can directly touch, examine and map rocks, structures, folds and fault zones and determine the respective ages of the movements. This makes it possible to directly compare rock units and deformation zones on different continental plates and thus also to reconstruct when these plates collided, how long they remained next to each other and when and how they separated again. Since the inception of BGR’s Arctic research, the primary focus and research areas have been along the continental margins between Spitsbergen and the Canadian Arctic Archipelago via Greenland, to the Yukon North Slope on the border with Alaska. On the opposite side of the Arctic Ocean, there have been expeditions to Yakutia, the mainland areas near the Laptev Sea, the New Siberian Islands and to the Polar Ural with Russian partners. An important method for the interpretation of the geological evolution of the Arctic is the examination of tectonic structures (faults, folds, cleavage etc.), the determination of the kinematics and the age of the tectonic movements.

Marine geowissenschaftliche Daten - Projekt PANORAMA (WMS)

Im Rahmen des PANORAMA Projekts wurden vier marin-geophysikalische und marin geologische Expeditionen durchgeführt. 2013: Panorama1 mit dem Forschungsschiff RV OGS Explora, nördliche Barentssee und Eurasisches Becken; 2015: Panorama2 mit RV OGS Explora, nördliche Barentssee, Olga Becken; 2017 SEGMENT mit RV Maria S. Merian, nordöstlicher Kontinentrand Grönland; 2018 GREENMATE mit RV Polarstern, nordöstlicher und nördlicher Kontinentrand Grönland. Die geowissenschaftlichen Daten umfassen für die genannten Expeditionen 2D reflexionsseismische Daten und refraktionsseismische Daten (mit OBS bzw. Sonarboje. Zusätzlich wurden hydroakustische Daten mit den bordeigenen Fächerecholoten bzw. Sedimentecholoten aufgezeichnet. Darüber hinaus wurden gravimetrische und magnetische Daten erfasst. Geologische und geochemische Daten wurden mit Schwereloten und Multicorern genommen. Im Rahmen der Expedition Greenmate (2018) wurde auch per Helikopter Proben an der Küste NO Grönlands genommen. Ergebnisse stehen bislang in den folgenden Veröffentlichungen zur Verfügung: Berglar Kai, Franke Dieter, Lutz Rüdiger, Schreckenberger Bernd, Damm Volkmar; Initial Opening of the Eurasian Basin, Arctic Ocean; Frontiers in Earth Science; 2016; DOI=10.3389/feart.2016.00091 Rüdiger Lutz, Dieter Franke, Kai Berglar, Ingo Heyde, Bernd Schreckenberger, Peter Klitzke, Wolfram H. Geissler; Evidence for mantle exhumation since the early evolution of the slow-spreading Gakkel Ridge, Arctic Ocean; Journal of Geodynamics; 2018; https://doi.org/10.1016/j.jog.2018.01.014 Philipp Weniger, Martin Blumenberg, Kai Berglar, Axel Ehrhardt, Peter Klitzke, Martin Krüger, Rüdiger Lutz; Origin of near-surface hydrocarbon gases bound in northern Barents Sea sediments; Marine and Petroleum Geology; 2019 https://doi.org/10.1016/j.marpetgeo.2018.12.036 P. Klitzke, D. Franke, A. Ehrhardt, R. Lutz, L. Reinhardt, I. Heyde, J.I. Faleide; The paleozoic evolution of the Olga Basin region, northern Barents Sea – a link to the timanian orogeny; G-cubed, 20 (2) (2019); 10.1029/2018GC007814 Rüdiger Lutz, Peter Klitzke, Philipp Weniger, Martin Blumenberg, Dieter Franke, Lutz Reinhardt, Axel Ehrhardt, Kai Berglar; Basin and petroleum systems modelling in the northern Norwegian Barents Sea; Marine and Petroleum Geology; 2021; https://doi.org/10.1016/j.marpetgeo.2021.105128. Franke, D., Klitzke, P., Barckhausen, U., Berglar, K., Berndt, C., Damm, V., Dannowski, A., Ehrhardt, A., Engels, M., Funck, T., Geissler, W., Schnabel, M., Thorwart, M. & Trinhammer, P. (2019): Polyphase Magmatism During the Formation of the Northern East Greenland Continental Margin. - Tectonics, 38, 8: 2961–2982, DOI: 10.1029/2019tc005552.

EGU-Jahreskonferenz: BASE-Forschung im internationalen Austausch

Um den wissenschaftlichen Austausch auf internationaler Ebene im Bereich der Endlagerung zu fördern, organisiert und leitet das Bundesamt für die Sicherheit der Nuklearen Entsorgung ( BASE ) gemeinsam mit mehreren Forschungseinrichtungen eine Session auf der EGU -Jahrestagung 2023 in Wien. Die European Geoscience Union ( EGU ) ist die Dachorganisation der europäischen Geowissenschaftler:innen. Sie ist die größte europäische wissenschaftliche Gesellschaft auf dem Gebiet der Geowissenschaften und verwandter Disziplinen. Die Konferenz, zu der rund 15.000 Expert:innen erwartet werden, findet vom 23.4. bis 28.4.2023 statt. Interdisziplinäre Session: Endlagerung und Sozialwissenschaften Was sind die Lehren, die wir bisher aus den Endlagerprojekten gezogen haben? Mit der interdisziplinären Session “ Deep Geological Disposal – Geosciences behind regulatory, technical and social challenges: best practices and lessons learned”, möchte das BASE die Aufmerksamkeit der Teilnehmer:innen auf diese Frage lenken. Konkret geht es um den engen Zusammenhang zwischen Geowissenschaften und den regulatorischen Herausforderungen. Die Session fördert ebenfalls den Austausch über die verschiedenen Entsorgungskonzepte, über nationale und transnationale Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligungsprogramme, Standortkonzepte und rechtliche Rahmenbedingungen. Sie wird in Kooperation mit dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI (CH), dem Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit IRSN (FR) und dem Lawrence Berkeley National Laboratory LBNL (US) organisiert. Zwei weitere Sessions der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) befassen sich mit spezifischen geowissenschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit DGR: " Deep Geological Repositories - characterization of barrier materials and assessment of barrier integrity " und " Geological Repositories - Geosciences in the assessment of radionuclide migration and long-term evolution of the geosphere " Die drei Sessions werden im zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhang abgehalten und ergänzen sich gegenseitig. Wir ermutigen Geo- und andere Wissenschaftler:innen, die sich mit Entsorgungsfragen oder verwandten Themen befassen, Abstracts für eine oder mehrere dieser Sitzungen einzureichen. Bitte beachten Sie, dass die Einreichungsfrist für Abstracts am 10. Januar 2023 endet . 06.12.2022

LUBW Grafik des Monats: Einige Arten brauchen kühle Gewässer

Die Temperatur hat einen erheblichen Einfluss auf physikalisch-chemische und physiologische Prozesse im Ökosystem Gewässer. Damit ist sie ein wichtiger Umweltfaktor. Die Temperatur ist im hohen Maße für die Entstehung unterschiedlicher Lebensbedingungen verantwortlich, sie beeinflusst auch den Sauerstoffhaushalt wesentlich. Die im Wasser lebenden Organismen haben sich im Laufe der Evolution an diese unterschiedlichen Bedingungen angepasst. Das zeigt sich auch in ihrer biogeographischen Verbreitung. Ein Beispiel hierfür ist die Verbreitung der Larven zweier Eintagsfliegenarten. Grafik zeigt: Vergleich der Temperaturpräferenzspektren von zwei Eintagsfliegenarten der Gattung Baetis. Baetis alpinus bevorzugt kühlere Temperaturen, Baetis rhodani dagegen ist hinsichtlich der Temperatur deutlich indifferenter. Die Y-Achse zeigt dabei die relative Abundanz, also die Häufigkeit, in der eine Art bezogen z. B. auf die Fläche vorkommt. Die X-Achse zeigt die Mittlere Temperatur der Temperaturpräferenzen der dargestellten Arten. Bildnachweis: LUBW Bild zeigt: Larve der Gattung Baetis, Bildnachweis: LUBW Karte zeigt: Verbreitung der beiden Arten Baetis alpinus (blaue Punkte) und Baetis rhodani (orangene Punkte) in baden-württembergischen Fließgewässern in den Jahren 2002 bis 2020. Bildnachweis: LUBW Die Verteilung der Fundorte der beiden Baetiden-Arten verdeutlicht die unterschiedlichen Temperaturpräferenzen. Baetis alpinus besiedelt kühlere und sauerstoffreiche Gewässer und Gewässeroberläufe und hat damit deutliche Verbreitungsschwerpunkte zum Beispiel im Schwarzwald, Odenwald und auf der Schwäbischen Alb. Bei Baetis rhodani sind derartige Verbreitungsschwerpunkte nicht erkennbar. Wenn die Temperatur im Zusammenhang mit dem Klimawandel weiter steigen Sollten die Temperaturen im Zuge des Klimawandels weiter zunehmen, wird der ökologische Stress für Arten mit einem geringen Temperaturpräferenzspektrum, wie beispielsweise Baetis alpinus unweigerlich zunehmen. Eine Verdrängung durch weniger temperaturempfindliche Arten und im Extremfall sogar das Aussterben dieser Arten könnte die Folge sein. Mehr zum Thema:

Improving the Risk Assessment of Pesticides through the Integration of Human Biomonitoring and Food Monitoring Data: A Case Study for Chlorpyrifos

Tarazona, Jose V.; Gonzalez-Caballero, Maria D. C.; Alba-Gonzalez, Mercedes; Pedraza-Diaz, Susana; Canas, Ana; Dominguez-Morueco, Noelia; Esteban-Lopez, Marta; Cattaneo, Irene; Katsonouri, Andromachi; Makris, Konstantinos C.; Halldorsson, Thorhallur I.; Olafsdottir, Kristin; Zock, Jan-Paul; Dias, Jonatan; Decker, Annelies; Morrens, Bert; Berman, Tamar; Barnett-Itzhaki, Zohar; Lindh, Christian; Gilles, Liese; Govarts, Eva; Schoeters, Greet; Weber, Till; Kolossa-Gehring, Marike; Santonen, Tiina; Castano, Argelia Toxics 10 (2022); online: 9 Juni 2022 The risk assessment of pesticide residues in food is a key priority in the area of food safety. Most jurisdictions have implemented pre-marketing authorization processes, which are supported by prospective risk assessments. These prospective assessments estimate the expected residue levels in food combining results from residue trials, resembling the pesticide use patterns, with food consumption patterns, according to internationally agreed procedures. In addition, jurisdictions such as the European Union (EU) have implemented large monitoring programs, measuring actual pesticide residue levels in food, and are supporting large-scale human biomonitoring programs for confirming the actual exposure levels and potential risk for consumers. The organophosphate insecticide chlorpyrifos offers an interesting case study, as in the last decade, its acceptable daily intake (ADI) has been reduced several times following risk assessments by the European Food Safety Authority (EFSA). This process has been linked to significant reductions in the use authorized in the EU, reducing consumers' exposure progressively, until the final ban in 2020, accompanied by setting all EU maximum residue levels (MRL) in food at the default value of 0.01 mg/kg. We present a comparison of estimates of the consumer's internal exposure to chlorpyrifos based on the urinary marker 3,5,6-trichloro-2-pyridinol (TCPy), using two sources of monitoring data: monitoring of the food chain from the EU program and biomonitoring of European citizens from the HB4EU project, supported by a literature search. Both methods confirmed a drastic reduction in exposure levels from 2016 onwards. The margin of exposure approach is then used for conducting retrospective risk assessments at different time points, considering the evolution of our understanding of chlorpyrifos toxicity, as well as of exposure levels in EU consumers following the regulatory decisions. Concerns are presented using a color code, and have been identified for almost all studies, particularly for the highest exposed group, but at different levels, reaching the maximum level, red code, for children in Cyprus and Israel. The assessment uncertainties are highlighted and integrated in the identification of levels of concern. doi: 10.3390/toxics10060313

30 years trends of microplastic pollution: Mass-quantitative analysis of archived mussel samples from the North and Baltic Seas

Halbach, Maurits; Vogel, Miriam; Tammen, Juliane K.; Rüdel, Heinz; Koschorreck, Jan; Scholz-Böttcher, Barbara M. Sci Total Environ , 826 (2022), 154179, online 26. Februar 2022 Microplastics (MP) are ubiquitous throughout the environment as a result of an ongoing, increasing, but also lavish use, of plastics over time and its inherent persistence. In contrast, there are almost no data that allow drawing conclusions about the evolution of plastic pollution in the environment over the past decades. This study investigates the MP load in blue mussels from the North and Baltic Sea archived by the German Environmental Specimen Bank in a time series covering almost 30 years. Samples were enzymatically and chemically oxidative digested for MP extraction and subsequent analyzed mass-quantitatively for nine common polymer clusters by pyrolysis gas chromatography-mass spectrometry. Seven polymer clusters were detected in mussel tissue. Summed MP levels were at ppm levels (<20 μg/g mussel, dry weight). North Sea samples reflected a gradual increase from the 1980s/90s to the 2000s whereas those from Baltic Sea showed consistently higher, rather constant MP levels similar to the North Sea site later than 2000. Polymer composition of both sites stood out by cluster (C) of C-PVC and C-PET at both sites. Mussels from Baltic Sea site had larger C-PE and C-PP proportions. Opposed polymer- and site-specific trends indicated both regional and trans-regional MP sources for different polymer clusters. The MP composition of mussels showed strong similarities with adjacent sediment and water samples. The study introduces a relevant dataset addressing the temporal development of MP pollution. It emphasizes a high indicative potential of environmental MP composition/loads received by mussels but raises the necessity on adequate control materials accompany such kind of studies. doi: 10.1016/j.scitotenv.2022.154179

Marine geowissenschaftliche Daten - Projekt PANORAMA

Im Rahmen des PANORAMA Projekts wurden vier marin-geophysikalische und marin geologische Expeditionen durchgeführt. 2013: Panorama1 mit dem Forschungsschiff RV OGS Explora, nördliche Barentssee und Eurasisches Becken; 2015: Panorama2 mit RV OGS Explora, nördliche Barentssee, Olga Becken; 2017 SEGMENT mit RV Maria S. Merian, nordöstlicher Kontinentrand Grönland; 2018 GREENMATE mit RV Polarstern, nordöstlicher und nördlicher Kontinentrand Grönland. Die geowissenschaftlichen Daten umfassen für die genannten Expeditionen 2D reflexionsseismische Daten und refraktionsseismische Daten (mit OBS bzw. Sonarboje. Zusätzlich wurden hydroakustische Daten mit den bordeigenen Fächerecholoten bzw. Sedimentecholoten aufgezeichnet. Darüber hinaus wurden gravimetrische und magnetische Daten erfasst. Geologische und geochemische Daten wurden mit Schwereloten und Multicorern genommen. Im Rahmen der Expedition Greenmate (2018) wurde auch per Helikopter Proben an der Küste NO Grönlands genommen. Ergebnisse stehen bislang in den folgenden Veröffentlichungen zur Verfügung: Berglar Kai, Franke Dieter, Lutz Rüdiger, Schreckenberger Bernd, Damm Volkmar; Initial Opening of the Eurasian Basin, Arctic Ocean; Frontiers in Earth Science; 2016; DOI=10.3389/feart.2016.00091 Rüdiger Lutz, Dieter Franke, Kai Berglar, Ingo Heyde, Bernd Schreckenberger, Peter Klitzke, Wolfram H. Geissler; Evidence for mantle exhumation since the early evolution of the slow-spreading Gakkel Ridge, Arctic Ocean; Journal of Geodynamics; 2018; https://doi.org/10.1016/j.jog.2018.01.014 Philipp Weniger, Martin Blumenberg, Kai Berglar, Axel Ehrhardt, Peter Klitzke, Martin Krüger, Rüdiger Lutz; Origin of near-surface hydrocarbon gases bound in northern Barents Sea sediments; Marine and Petroleum Geology; 2019 https://doi.org/10.1016/j.marpetgeo.2018.12.036 P. Klitzke, D. Franke, A. Ehrhardt, R. Lutz, L. Reinhardt, I. Heyde, J.I. Faleide; The paleozoic evolution of the Olga Basin region, northern Barents Sea – a link to the timanian orogeny; G-cubed, 20 (2) (2019); 10.1029/2018GC007814 Rüdiger Lutz, Peter Klitzke, Philipp Weniger, Martin Blumenberg, Dieter Franke, Lutz Reinhardt, Axel Ehrhardt, Kai Berglar; Basin and petroleum systems modelling in the northern Norwegian Barents Sea; Marine and Petroleum Geology; 2021; https://doi.org/10.1016/j.marpetgeo.2021.105128. Franke, D., Klitzke, P., Barckhausen, U., Berglar, K., Berndt, C., Damm, V., Dannowski, A., Ehrhardt, A., Engels, M., Funck, T., Geissler, W., Schnabel, M., Thorwart, M. & Trinhammer, P. (2019): Polyphase Magmatism During the Formation of the Northern East Greenland Continental Margin. - Tectonics, 38, 8: 2961–2982, DOI: 10.1029/2019tc005552.

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