Die Auswirkungen des Klimawandels werden als Klimafolgen oder Klimawirkung bezeichnet. Vorhandene Klimaprojektionen belegen eine zukünftige Verstärkung der bereits heute erkennbaren Klimafolgen. Diese haben verschiedenste Auswirkungen auf die Wasserwirtschaft in Niedersachsen. Durch veränderte Niederschlagsmuster und damit einhergehende Änderungen des Abflussverhaltens können unter anderem der Hochwasser- und Küstenschutz, der Grund- und Trinkwasserschutz, die Talsperrenbewirtschaftung sowie die Siedlungswasserwirtschaft beeinflusst werden. Erkenntnisse zu den Klimafolgen verschiedener sektoraler Handlungsfelder in Niedersachsen wurden bereits 2012 in der Empfehlung für eine niedersächsische Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels der Regierungskommission Klimaschutz veröffentlicht. Insbesondere wurden die Handlungsfelder Wasserwirtschaft, Küstenschutz, Landwirtschaft, Garten- und Obstbau, Fischerei, Wald-und Forstwirtschaft, Biodiversität und Naturschutz, Bodenschutz, Industrie und Gewerbe, Energiewirtschaft, Bauwesen, Verkehrswege- und Netze, Tourismus, Gesundheitswesen, Katastrophenschutz sowie Räumliche Planung betrachtet. Klimatische Wirkungen, die unmittelbar Einfluss auf die Wasserwirtschaft haben: Extreme Niederschläge: Große Niederschlagsmengen über längere Zeiträume oder sehr heftige Niederschläge über kurze Zeiträume (sog. Starkregen) können zu Hochwasser und Überschwemmungen führen. Solche Ereignisse werden zukünftig häufiger beziehungsweise intensiver auftreten. Besonders betroffen sind verdichtete oder versiegelte Bereiche und enge besiedelte Täler. Hohe Fließgeschwindigkeiten und Überflutungshöhen können hier gravierende Schäden anrichten z. B. durch die Überlastungen der Entwässerungssysteme, die Unterspülungen von Fundamenten und natürlich die Gefahr des Ertrinkens. Analysen der Hochwasserverhältnisse in Niedersachsen finden Sie auf den Seiten zu dem Projekt KliBiW des NLWKN. Extreme Trockenzeiten: Geringe oder fehlende Niederschläge bei gleichzeitig hohen Temperaturen können zu extremen Trocken- bzw. Niedrigwasserphasen führen. Solche Ereignisse werden zukünftig häufiger auftreten und länger andauern. Wasserwirtschaftliche Nutzungen, wie z. B. die Schifffahrt, Wasserentnahmen für Bewässerungszwecke, die industrielle Brauch- und Kühlwassernutzung, die Einleitungen von Kläranlagen sowie die Gewässerökologie werden dadurch erheblich beeinträchtigt. Analysen der Niedrigwasserverhältnisse in Niedersachsen finden Sie auf den Seiten zu dem Projekt KliBiW des NLWKN. Hochwasser- und Küstenschutz: Das Risiko starker Überschwemmungen an Flüssen wird sich an vielen Orten erhöhen. Die Folgen sind große finanzielle Schäden, Verschmutzungen der Umwelt beispielsweise durch beschädigte Heizöltanks bis hin zu Verletzten oder sogar Todesopfern. Das Hochwasserinformationsportal des NLWKN bietet weitere Informationen zum Hochwasserschutz in Niedersachsen. Analysen der Hochwasserverhältnisse in Niedersachsen können Sie auf den Seiten zu dem Projekt KliBiW des NLWKN einsehen. Für die Küstenorte wird der Anstieg des Meeresspiegels bedrohliche Auswirkungen zur Folge haben. Hochwasserschutzbauten und Deiche müssen verstärkt oder erhöht werden, um die Menschen und das zu schützen. Weitere Informationen zum Küstenschutz in Niedersachsen finden Sie hier . Starkregen und Sturzfluten: Starkregen mit der Gefahr von wild abfließendem Oberflächenabfluss oder Sturzfluten kann überall auftreten. Zukünftig nimmt das Risiko solcher Ereignisse weiter zu. Als Folge kommt es neben Überschwemmungen auch zu Hangrutschungen, Bodenerosion, massiver Bewegung von Schlamm und Geröll sowie Baumentwurzelungen. Unter der Rubrik Notfall und Vorsorge finden Sie Informationen zur Eigenvorsorge sowie weitere Links zu Starkregen und Vorsorgemaßnahmen im Hochwasserfall. Grund- und Trinkwasserschutz: 86 % des Trinkwassers werden in Niedersachsen aus dem Grundwasser gewonnen. Zukünftig länger anhaltende oder intensivere Trockenperioden können die Grundwasserneubildung beeinflussen. Sinkt der Grundwasserstand unter bestimmte kritische Werte, könnte nicht nur die Menge des zur Verfügung stehenden Grundwassers problematisch werden. Auch die Wasserqualität kann sich durch die erhöhte Konzentration von geogenen (das heißt natürlich vorkommenden) und anthropogenen (durch den Menschen verursachten) Stoffen verschlechtern. Weitere Informationen finden Sie auf den NLWKN-Seiten zum Thema Grundwasserschutz sowie unter Modell- und Pilotprojekte zum Grundwasserschutz . Talsperrenbewirtschaftung: Die Bewirtschaftung der sechs großen Stauseen im Westharz sowie der Talsperren an Söse, Oder, Ecker, Oker, Innerste und Grane dient vor allem dem Hochwasserschutz, der Trinkwassergewinnung, der Energieerzeugung und der Aufhöhung des Niedrigwasserabflusses im Unterlauf der Talsperren. Extreme Hochwasserereignisse als auch extreme Trockenzeiten in sehr kurzer jährlicher Abfolge stellen die Talsperrenbewirtschaftung vor besondere Herausforderungen. Bei zunehmender Trockenheit kann es durch einen erhöhten Wasserbedarf bei gleichzeitig hoher Verdunstung zu Engpässen in der Wasserversorgung kommen. Siedlungswasserwirtschaft: Eine Zunahme der Häufigkeit und Intensität von Starkregenereignissen wird eine stärkere hydraulische Belastung der Kanalnetze und der Anlagen zur Regenwasserbehandlung und -rückhaltung bewirken. Überstau- und Überflutungsereignisse werden in bestehenden Kanalnetzen zunehmen. Eine Zunahme sommerlicher Trockenwetterperioden wird zu abnehmenden Niedrigwasserabflüssen und höheren Gewässertemperaturen führen. Dies kann die Belastbarkeit der Fließgewässer als Vorfluter für Anlagen der Siedlungsentwässerung verringern und Einleitungsbeschränkungen infolge immissionsbedingter Anforderungen nach sich ziehen. Weitere betroffene Bereiche Gesundheit: Durch die globale Erwärmung kommt es zu extremen Hitzewellen. Diese belasten zusammen mit erhöhten Feinstaub- und Ozonwerten sowie einer ausgedehnteren Pollen-Saison aufgrund verlängerter Blühphasen von Bäumen, Sträuchern und Gräsern die Menschen. Es kann zur Vermehrung von Zecken und Mücken kommen, die Krankheitserreger übertragen. Vor allem Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Menschen, die im Freien arbeiten, sind häufiger betroffen. Landwirtschaft: Klimafolgen wie langanhaltende Hitze und Starkregen beeinflussen die Landwirtschaft. Durch steigende Durchschnittstemperaturen verschiebt sich der Vegetationszeitraum, und das Risiko, dass Wachstumsphasen in Spätfrostzeiträumen auftreten, nimmt zu. Milde Winter führen zur Zunahme von Pilzen, Viren und Schadinsekten. Weitere Folgen von Hitze sind die Abnahme der Kornzahl und –qualität von Getreide und Sonnenbrand an Früchten. Weiden und Wiesen verdorren, Tierfutter kann somit knapp werden. Zudem kann die Wasserentnahme zur Bewässerung der Felder beeinflusst sein. Starkregen verursacht hingegen Bodenverschlämmung, Erosionen und Zerstörung der Ernte. Wald- und Forstwirtschaft: Witterungsextreme wie Hitze, Trockenheit und Stürme häufen und verschärfen sich und bedeuten eine große Gefahr für den Wald. Bäume werden dadurch geschwächt und können leichter von Schädlingen (beispielsweise Insekten wie der Borkenkäfer) befallen werden. Durch die Trockenheit nimmt außerdem die Gefahr von Waldbränden zu. Verkehr: Extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Stürme, Hitzewellen, Hagel, Hoch- und Niedrigwasser etc. können im Zuge des Klimawandels vermehrt auftreten. Sie beeinträchtigen den Verkehr auf Straßen, Schienen, in der Luft und auf dem Wasser. Starkregen überflutet oder unterspült die Straßen, die Binnenschifffahrt ist bei Hoch- oder Niedrigwasser nur eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich, und hohe Temperaturen können zu Schäden an Straßenbelägen und Schienen führen. Energieproduktion: Der Klimawandel hat Auswirkungen auf die Energiegewinnung und -versorgung. Die Entnahme und Einspeisung von Kühlwasser aus beziehungsweise in Flüsse/n wird bei Niedrigwasser erschwert. Es steht entweder nicht genug Wasser zu Kühlung zur Verfügung, oder die Wassertemperatur ist zu hoch. Im Extremfall führt dies zur Abschaltung von Kraftwerken. Zu warmes Wasser gefährdet zudem die Tier- und Pflanzenwelt der Flüsse. Weitere Bereiche aus der Wasserwirtschaft, die von den Folgen des Klimawandels betroffen sind: Weitere betroffene Bereiche aus anderen Sektoren:
Das Projekt "Qualität von Früchten der Cucurbitaceen im Klimawandel" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von KULTURSAAT e.V. durchgeführt. In QCuK werden Zucchini-Sorten hinsichtlich ihrer Ertragsleistung, ihrer abiotischen Stresstoleranz, ihrer Produktqualität und Lebensmittelsicherheit unter Trockenstress charakterisiert. Es sollen dabei geeignete Verfahren zur nicht-invasiven Phänotypisierung von Wachstum, Morphologie und Physiologie im Jungpflanzenstadium entwickelt werden, so dass diese weiterführend unter praxis-nahen Anbaubedingungen in den Vergleich kontrastierender Sorten und Linien einfließen und evaluiert werden. In ökologischer Bewirtschaftung werden ausgewählte Sorten und Linien an fünf Standorten über die Projektlaufzeit verglichen, um Verfahren zur Selektion von Trockenstress toleranten Sorten sowie zur Bestimmung qualitätsbeeinflussenden Faktoren zu entwickeln, um sowohl den Erwerbsgemüsebau als auch den Züchtungsprozess samenfester Sorten zu unterstützen. Dabei sollen auch on-farm Züchtungsverfahren in biologisch-dynamischer Bewirtschaftung angewandt werden und mit weiteren Ergebnissen des Projektes verglichen werden. Ergänzend wird auch die stress- bzw. witterungsbedingte Qualitätsveränderung der Früchte erfasst, um Pflanzeninhaltsstoffe, wie wertgebende Vitamine, und Flavonoide oder bittere Cucurbitacine, zu bewerten. Zur Evaluierung der Erkenntnisse findet ein praxisrelevanter Austausch zum ökologischen Erwerbsgemüsebaus statt. In QCuK sollen die Züchtung von zukunftsfähigen samenfesten Sorten unterstützt, gute Erträge von Gemüsesorten sowie schmackhafte, gesunde, bekömmliche und bitterfreie Früchte auch in zukünftigen Klimaszenarien sichergestellt und Qualitätsveränderungen unter prognostizierten Witterungsbedingungen rechtzeitig abgeschätzt werden.
Das Projekt "Qualität von Früchten der Cucurbitaceen im Klimawandel" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum - Rheinpfalz durchgeführt. In QCuK werden Zucchini-Sorten hinsichtlich ihrer Ertragsleistung, ihrer abiotischen Stresstoleranz, ihrer Produktqualität und Lebensmittelsicherheit unter Trockenstress charakterisiert. Es sollen dabei geeignete Verfahren zur nicht-invasiven Phänotypisierung von Wachstum, Morphologie und Physiologie im Jungpflanzenstadium entwickelt werden, so dass diese weiterführend unter praxis-nahen Anbaubedingungen in den Vergleich kontrastierender Sorten und Linien einfließen und evaluiert werden. In ökologischer Bewirtschaftung werden ausgewählte Sorten und Linien an fünf Standorten über die Projektlaufzeit verglichen, um Verfahren zur Selektion von Trockenstress toleranten Sorten sowie zur Bestimmung qualitätsbeeinflussenden Faktoren zu entwickeln, um sowohl den Erwerbsgemüsebau als auch den Züchtungsprozess samenfester Sorten zu unterstützen. Dabei sollen auch on-farm Züchtungsverfahren in biologisch-dynamischer Bewirtschaftung angewandt werden und mit weiteren Ergebnissen des Projektes verglichen werden. Ergänzend wird auch die stress- bzw. witterungsbedingte Qualitätsveränderung der Früchte erfasst, um Pflanzeninhaltsstoffe, wie wertgebende Vitamine, und Flavonoide oder bittere Cucurbitacine, zu bewerten. Zur Evaluierung der Erkenntnisse findet ein praxisrelevanter Austausch zum ökologischen Erwerbsgemüsebaus statt. In QCuK sollen die Züchtung von zukunftsfähigen samenfesten Sorten unterstützt, gute Erträge von Gemüsesorten sowie schmackhafte, gesunde, bekömmliche und bitterfreie Früchte auch in zukünftigen Klimaszenarien sichergestellt und Qualitätsveränderungen unter prognostizierten Witterungsbedingungen rechtzeitig abgeschätzt werden.
Das Projekt "Qualität von Früchten der Cucurbitaceen im Klimawandel" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Hochschule Geisenheim University, Zentrum für Wein- und Gartenbau, Institut für Gemüsebau durchgeführt. In QCuK werden Zucchini-Sorten hinsichtlich ihrer Ertragsleistung, ihrer abiotischen Stresstoleranz, ihrer Produktqualität und Lebensmittelsicherheit unter Trockenstress charakterisiert. Es sollen dabei geeignete Verfahren zur nicht-invasiven Phänotypisierung von Wachstum, Morphologie und Physiologie im Jungpflanzenstadium entwickelt werden, so dass diese weiterführend unter praxis-nahen Anbaubedingungen in den Vergleich kontrastierender Sorten und Linien einfließen und evaluiert werden. In ökologischer Bewirtschaftung werden ausgewählte Sorten und Linien an fünf Standorten über die Projektlaufzeit verglichen, um Verfahren zur Selektion von Trockenstress toleranten Sorten sowie zur Bestimmung qualitätsbeeinflussenden Faktoren zu entwickeln, um sowohl den Erwerbsgemüsebau als auch den Züchtungsprozess samenfester Sorten zu unterstützen. Dabei sollen auch on-farm Züchtungsverfahren in biologisch-dynamischer Bewirtschaftung angewandt werden und mit weiteren Ergebnissen des Projektes verglichen werden. Ergänzend wird auch die stress- bzw. witterungsbedingte Qualitätsveränderung der Früchte erfasst, um Pflanzeninhaltsstoffe, wie wertgebende Vitamine, und Flavonoide oder bittere Cucurbitacine, zu bewerten. Zur Evaluierung der Erkenntnisse findet ein praxisrelevanter Austausch zum ökologischen Erwerbsgemüsebaus statt. In QCuK sollen die Züchtung von zukunftsfähigen samenfesten Sorten unterstützt, gute Erträge von Gemüsesorten sowie schmackhafte, gesunde, bekömmliche und bitterfreie Früchte auch in zukünftigen Klimaszenarien sichergestellt und Qualitätsveränderungen unter prognostizierten Witterungsbedingungen rechtzeitig abgeschätzt werden.
Das Projekt "Qualität von Früchten der Cucurbitaceen im Klimawandel" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Forschungszentrum Jülich GmbH, Institut für Bio-und Geowissenschaften (IBG), IBG-4 Bioinformatik, Bereich Omics- und Datenbasierte Bioinformatik durchgeführt. In QCuK werden Zucchini-Sorten hinsichtlich ihrer Ertragsleistung, ihrer abiotischen Stresstoleranz, ihrer Produktqualität und Lebensmittelsicherheit unter Trockenstress charakterisiert. Es sollen dabei geeignete Verfahren zur nicht-invasiven Phänotypisierung von Wachstum, Morphologie und Physiologie im Jungpflanzenstadium entwickelt werden, so dass diese weiterführend unter praxis-nahen Anbaubedingungen in den Vergleich kontrastierender Sorten und Linien einfließen und evaluiert werden. In ökologischer Bewirtschaftung werden ausgewählte Sorten und Linien an fünf Standorten über die Projektlaufzeit verglichen, um Verfahren zur Selektion von Trockenstress toleranten Sorten sowie zur Bestimmung qualitätsbeeinflussenden Faktoren zu entwickeln, um sowohl den Erwerbsgemüsebau als auch den Züchtungsprozess samenfester Sorten zu unterstützen. Dabei sollen auch on-farm Züchtungsverfahren in biologisch-dynamischer Bewirtschaftung angewandt werden und mit weiteren Ergebnissen des Projektes verglichen werden. Ergänzend wird auch die stress- bzw. witterungsbedingte Qualitätsveränderung der Früchte erfasst, um Pflanzeninhaltsstoffe, wie wertgebende Vitamine, und Flavonoide oder bittere Cucurbitacine, zu bewerten. Zur Evaluierung der Erkenntnisse findet ein praxisrelevanter Austausch zum ökologischen Erwerbsgemüsebaus statt. In QCuK sollen die Züchtung von zukunftsfähigen samenfesten Sorten unterstützt, gute Erträge von Gemüsesorten sowie schmackhafte, gesunde, bekömmliche und bitterfreie Früchte auch in zukünftigen Klimaszenarien sichergestellt und Qualitätsveränderungen unter prognostizierten Witterungsbedingungen rechtzeitig abgeschätzt werden.
Das Projekt "Die Aufnahme von Calciumchlorid in Apfelfrüchte: Der Einfluss der Entwicklungsstadien der Früchte und die Mischung mit Fungiziden auf die Aufnahmeraten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Hannover, Institut für Gemüse- und Obstbau, Abteilung Gemüsebau durchgeführt. Die Versorgung der Apfelfrüchte mit Ca2+ ist oft unzureichend, was zu physiologischen Erkrankungen, erhöhter Atmungsaktivität und zu Anfälligkeit gegen Krankheiten führen kann. Diese Probleme lassen sich nicht durch Maßnahmen im Bereich Wurzel/Boden lösen, so daß Applikation von Calciumchlorid oder Calciumnitratlösungen auf die Früchte weltweit praktiziert werden. Zahlreiche Spritzungen werden empfohlen, um den Ca-Gehalt der Früchte meßbar zu erhöhen, und das Auftreten der Stippigkeit zu reduzieren. Trotzdem ist die Wirkung oft unzureichend und deshalb werden außerhalb Europas die Früchte nach der Ernte mit CaCl2-Lösungen infiltriert. Dieses Verfahren ist außerordentlich effektiv, darf aber in Deutschland und anderen europäischen Ländern nicht angewandt werden. Damit bleibt die Applikation von Calciumsalzlösungen durch Spritzung auf die Früchte vor der Ernte die einzige Alternative. Obwohl es hunderte von Veröffentlichungen zum Thema Stippigkeit gibt, ist die Aufnahme in Früchte bisher nie systematisch untersucht worden. Um zu klären, wann und wie häufig gespritzt werden muß, sind solche Versuche aber unerläßlich. Im Wesentlichen geht es um die Beantwortung der folgenden Fragen: (1) Wie ändert sich die Geschwindigkeit der Aufnahme von CaCl2 im Verlauf der Fruchtentwicklung? Wie viele Behandlungen sind erforderlich und welche Zeitpunkte sind optimal? (2) Welchen Einfluß haben Schorffungizide auf die Calciumaufnahme? Die Literaturrecherche ergab, daß zu diesen Fragen bisher keine systematischen und quantitativen Untersuchungen durchgeführt worden sind. Eigene Vorversuche haben ergeben, daß viele Zusatzstoffe die Calciumaufnahme drastisch reduzieren.
Das Projekt "Qualität von Früchten der Cucurbitaceen im Klimawandel" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Georg-August-Universität Göttingen, Department für Nutzpflanzenwissenschaften, Abteilung Qualität und Sensorik pflanzlicher Erzeugnisse durchgeführt. In QCuK werden Zucchini-Sorten hinsichtlich ihrer Ertragsleistung, ihrer abiotischen Stresstoleranz, ihrer Produktqualität und Lebensmittelsicherheit unter Trockenstress charakterisiert. Es sollen dabei geeignete Verfahren zur nicht-invasiven Phänotypisierung von Wachstum, Morphologie und Physiologie im Jungpflanzenstadium entwickelt werden, so dass diese weiterführend unter praxis-nahen Anbaubedingungen in den Vergleich kontrastierender Sorten und Linien einfließen und evaluiert werden. In ökologischer Bewirtschaftung werden ausgewählte Sorten und Linien an fünf Standorten über die Projektlaufzeit verglichen, um Verfahren zur Selektion von Trockenstress toleranten Sorten sowie zur Bestimmung qualitätsbeeinflussenden Faktoren zu entwickeln, um sowohl den Erwerbsgemüsebau als auch den Züchtungsprozess samenfester Sorten zu unterstützen. Dabei sollen auch on-farm Züchtungsverfahren in biologisch-dynamischer Bewirtschaftung angewandt werden und mit weiteren Ergebnissen des Projektes verglichen werden. Ergänzend wird auch die stress- bzw. witterungsbedingte Qualitätsveränderung der Früchte erfasst, um Pflanzeninhaltsstoffe, wie wertgebende Vitamine, und Flavonoide oder bittere Cucurbitacine, zu bewerten. Zur Evaluierung der Erkenntnisse findet ein praxisrelevanter Austausch zum ökologischen Erwerbsgemüsebaus statt. In QCuK sollen die Züchtung von zukunftsfähigen samenfesten Sorten unterstützt, gute Erträge von Gemüsesorten sowie schmackhafte, gesunde, bekömmliche und bitterfreie Früchte auch in zukünftigen Klimaszenarien sichergestellt und Qualitätsveränderungen unter prognostizierten Witterungsbedingungen rechtzeitig abgeschätzt werden.
Das Projekt "Bio-Marillenanbau unter Freilandbedingungen und unter Überdachung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau durchgeführt. Pflanzjahr: Frühjahr 1998; Sorten-Unterlagenkombinationen: Bergeron auf Torinel und INRA 655-2 Goldrich auf Torinel und INRA 655-2 Klosterneuburger auf Torinel und INRA 2; Erziehungssysteme: Spindel (4 x 2m) und Schräge Hecke (4 x 4m); Mit diesem Versuch soll getestet werden ob eine Folienüberdachung ausreicht um Moniliaspitzendürreinfektionen zu verhindern. Die Produktion erfolgt gemäß den Richtlinien biologischen Anbaus. Der Einfluss der Überdachung auf den Temperaturverlauf in der Anlage, auf die Fruchtqualität und das Ertragsverhalten wird ebenfalls untersucht.
Das Projekt "Schaffung einer Obstsortensammlung mit Lokalsorten: Aepfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Kastanien - Pruefung der Krankheits- und Schaedlingsempfindlichkeit dieser einheimischen Sorten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Association de l'Arboretum du Vallon de l'Aubonne, Action vergers d'autre fois durchgeführt. Es handelt sich um eine langfristige Arbeit. Vorgesehen ist eine Beschreibung dieser einheimischen Sorten im Form eines Spezialheftes. Bis jetzt wurden Widerstandsfaehigkeiten von Aepfelsorten gegen Schorf, sowie von Pflaumen gegen Taphrina pruni, auch Kirschen gegen Schrottschusskrankheit festgestellt.
Das Projekt "Teilvorhaben 2: Eschenvirom" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Berlin (Humboldt-Univ.), Department für Nutzpflanzen- und Tierwissenschaften, Fachgebiet Phytomedizin durchgeführt. Pflanzenviren sind in Bäumen des Forstes und öffentlichen Grüns weit verbreitet. Aus dem Obstbau sind starke Ertragseinbußen, verminderte Qualität der Früchte und sogar das Absterben der Bäume bekannt. Aus bisherigen Befunden ist zu vermuten, dass auch im Forst Viren an großen finanziellen Verlusten beteiligt sind. Viren verändern die Prädisposition von Pflanzen und reduzieren die Widerstandkraft gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren. Viren an Waldbäumen wie der Esche und deren Interaktion mit pilzlichen Pathogenen, wie dem des Eschentriebsterbens (Chalara fraxinea), sind bislang nicht erforscht. Die Ursache für die Degeneration der Eschen wird meist auf den pilzlichen Erreger des Eschentriebsterbens reduziert. Im Rahmen der Ursachenforschung des Eschentriebsterbens dürfen deshalb intensive virologische Untersuchungen nicht fehlen. Da einige Viren durch Saatgut übertragen werden, kommt gesundem Saatgut eine maßgebliche Bedeutung im Hinblick auf vitale Baumbestände zu. Ein entscheidender Faktor für die Verbreitung von samenübertragbaren Viren ist möglicherweise die Art und Weise der Saatgutproduktion in Samenplantagen. Hinweise aus Vorarbeiten zu diesem Projekt bestätigen, dass Viren auch in den Samenplantagen der Esche eine Rolle spielen. In diesem Teil-Projekt werden bedeutende Samenplantagen der Esche ausgewählt, um sie aus virologischer Sicht zu beurteilen. Mit Hilfe visueller, serologischer und molekularbiologischer Methoden (Bonitur, ELISA, RT-PCR und Hochdurchsatzsequenzierung) sollen Eschen und deren Samen auf Viren hin untersucht und deren Verbreitung in Mutterbaumbeständen/Samenplantagen beurteilt werden. Ziel innerhalb des Projektverbundes ist es, die Bedeutung von Virusinfektionen der Esche im Zusammenhang mit dem Eschentriebsterben, dem genetischen Hintergrund der Bäume und unter Berücksichtigung von Umweltparametern zu betrachten.
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