Ukraine: BfS verfolgt Lage in Kriegsregionen Keine Hinweise auf Freisetzung von radioaktiven Stoffen Ukraine Quelle: Benjamin ['O°] Zweig/Stock.adobe.com Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) beobachtet die Lage in der Ukraine angesichts des seit 24. Februar 2022 andauernden Krieges intensiv. Nach dem Vorstoß ukrainischer Truppen in die russische Region Kursk am 6. August 2024 nahm das BfS auch das Kernkraftwerk ( KKW ) Kursk mit in den Blick. Messwerte aus der Ukraine wie den Nachbarstaaten liefern keine Hinweise auf eine Freisetzung von radioaktiven Stoffen . Das gilt auch nach einem durch einen Drohnenangriff ausgelösten Brand im stillgelegten Kernkraftwerk Tschornobyl (russ.: Tschernobyl) in der Nacht zum 14. Februar 2025. Die ukrainischen Kernkraftwerke sind immer wieder von Kampfhandlungen oder dadurch ausgelösten Stromausfällen betroffen. Auch die Zahl von Drohnenangriffen nahm zuletzt zu. Diese Zwischenfälle hatten bisher aber keine Auswirkung auf die radiologische Sicherheit. Das BfS überprüft täglich etwa 500 bis 600 Messwerte in der gesamten Ukraine und hat eine 24/7-Rufbereitschaft. BfS teilt die Sorge um sicheren KKW-Betrieb Das BfS teilt die Sorge um die Sicherheit der Kernkraftwerke in der Ukraine sowie in angrenzenden Gebieten, die durch Kampfhandlungen gefährdet sind. Auch die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA ( International Atomic Energy Agency ) hatte mehrfach deswegen Bedenken geäußert. Nach Einschätzung des BfS stellen die Kampfhandlungen, die Stromversorgung sowie die Arbeitsbedingungen der Angestellten die größten Risikofaktoren dar. Außerdem muss alles dafür getan werden, die Kühlung aller sicherheitsrelevanten Systeme der Kernkraftwerke sicherzustellen. Seit 23. Januar 2023 überwachen Mitarbeitende der IAEA dauerhaft die Lage an allen ukrainischen KKW -Standorten. Für Deutschland wären die radiologischen Auswirkungen einer Freisetzung in der Ukraine begrenzt. Im schlimmsten Fall, also nur bei einem erheblichen Austritt von Radioaktivität und einer Wetterlage, die Luftmassen von der Ukraine nach Deutschland verfrachtet, könnten hierzulande für die Landwirtschaft festgelegte Radioaktivitäts-Höchstwerte überschritten werden. Dann würde eine Kontrolle von Futter- und Nahrungsmitteln erforderlich werden, gegebenenfalls auch eine Vermarktungssperre für kontaminierte Produkte. Ob bei einer Freisetzung aus dem Kernkraftwerk bei Kursk auch Situationen auftreten könnten, in denen weitergehende Schutzmaßnahmen in Deutschland notwendig wären, lässt sich auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen zu der Anlage nicht abschließend bewerten. Neuesten Meldungen zufolge hat sich Folgendes ereignet: Ort / Datum Lage Tschornobyl (russ.: Tschernobyl) - 26.02.2025 Ukraine: Tschornobyl In der Nacht zum 14. Februar 2025 kam es nach einem Drohnenangriff zu einem Brand im Kernkraftwerk Tschornobyl (russ.: Tschernobyl), bei dem die zweite Schutzhülle des Kraftwerks, das sogenannte New Safety Confinement, beschädigt wurde. Entgegen erster Meldungen brachen in der Folge immer wieder Schwelbrände aus. Trotz der Beschädigungen gab es jedoch keine Hinweise, dass radioaktive Stoffe in die Umwelt gelangt sein könnten. Die Messwerte waren im Vergleich zu den Daten vor dem Brand nicht erhöht. Die zweite Schutzhülle wurde 2016 fertiggestellt und schirmt die erste Abdeckung von 1986 sowie den darunter befindlichen havarierten Block 4 des Kernkraftwerks ab. Nach der Einnahme und Besetzung des Kernkraftwerks durch russische Truppen am 24. Februar 2022 kam es in den ersten Monaten des Krieges rund um die dort befindlichen Anlagen immer wieder zu Zwischenfällen. Ende März 2022 gaben russische Streitkräfte die Kontrolle über das stillgelegte Kernkraftwerk Tschornobyl an ukrainisches Personal zurück. Russische Truppen haben sich seitdem vollständig aus der Sperrzone zurückgezogen. Berichte aus dem Frühjahr 2022 über russische Soldaten, die nach ihrem Aufenthalt in Tschornobyl mit Strahlenkrankheits-Symptomen in ein belarussisches Zentrum für Strahlenmedizin gebracht wurden, ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Auf Basis der verfügbaren Informationen und der Kontaminationslage um Tschornobyl ist es aus Sicht des BfS aber unwahrscheinlich, dass die Soldaten eine entsprechend hohe Strahlendosis erhalten haben. Auch die IAEA konnte die Berichte nicht bestätigen. In den Sommermonaten treten in der Sperrzone rund um das stillgelegte Kernkraftwerk Tschornobyl immer wieder vereinzelt Waldbrände auf. Grundsätzlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass dadurch radioaktive Stoffe aus dem Boden und der Biomasse in die Atmosphäre gelangen und eventuell geringe Spuren davon außerhalb der Sperrzone nachgewiesen werden. Aus der Erfahrung mit früheren Bränden in der Sperrzone ist aber bekannt, dass selbst bei großflächigen Waldbränden keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung außerhalb der Sperrzone besteht. Auf dem Gelände des 1986 havarierten Kernkraftwerks Tschornobyl befindet sich neben den spätestens seit dem Jahr 2000 stillgelegten Reaktorblöcken unter anderem auch eine Einrichtung für die Entsorgung von radioaktivem Abfall. Außerdem lagern dort etwa 20.000 Brennelemente. Saporischschja - 06.09.2024 Ukraine: KKW Saporischschja Rund um das Kernkraftwerk Saporischschja kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen, bei denen in der Vergangenheit auch Teile der Infrastruktur beschädigt wurden. Am 11. August 2024 wurde ein Brand mit starker Rauchentwicklung an einem der Kühltürme beobachtet. Die Brandursache ist noch unklar. Die IAEA hält es für wahrscheinlich, dass der Kühlturm aufgrund der Beschädigungen abgerissen werden muss. Für den derzeitigen Betrieb der Anlage wird der Kühlturm allerdings nicht benötigt. Am 17. August explodierte eine Drohne nur knapp außerhalb des Geländes des Kraftwerks. Beide Ereignisse hatten nach Angaben der IAEA keine Auswirkungen auf die radiologische Sicherheit der Anlage. Für die Kühlung und zur Aufrechterhaltung der Sicherheitssysteme ist die Anlage vor allem auf eine funktionierende Stromversorgung angewiesen. Normalerweise ist das Kraftwerk dafür über mehrere Leitungen mit dem Stromnetz verbunden. Zeitweilige Ausfälle der Stromversorgung, die sich seit Beginn des Krieges immer wieder ereignet haben, können mit den dafür vorgesehenen Notstrom-Dieselgeneratoren überbrückt werden. Nach Angaben des ukrainischen Betreibers kann die Stromversorgung damit mehr als 20 Tage lang aufrecht erhalten werden. Die Beschädigung des Kachowka-Staudamms Anfang Juni 2023 hatte keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Kernkraftwerk , das flussaufwärts am Fluss Dnipro liegt. Zwar bezieht das Kraftwerk Wasser für seine Kühlung aus dem Stausee, der Wasserstand im Kühlteich ist jedoch bis auf Weiteres ausreichend für die Kühlung des Kraftwerks. Zusätzlich stehen Alternativen für die Wasserversorgung zur Verfügung. Das Kraftwerk Saporischschja steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Seitdem ist die Zahl der Mitarbeitenden nach Angaben der IAEA auf knapp die Hälfte des ursprünglichen Personals gesunken. Immer wieder gibt es Berichte über Minen auf dem Gelände. Im Januar 2024 wurden von den Expertinnen und Experten der IAEA erneut Minen zwischen der inneren und äußeren Umzäunung des KKW entdeckt. Bereits im Juli 2023 trug der Fund von Minen in diesem Bereich zur Beunruhigung bei. Diese wurden im November 2023 entfernt. Seit 11. September 2022 sind alle Reaktoren der Anlage heruntergefahren. Damit nimmt die Nachzerfallswärme der Brennelemente ab, wodurch das Risiko eines radiologischen Unfalls kontinuierlich sinkt. Auch sind kurzlebige radioaktive Stoffe wie beispielsweise Jod-131 inzwischen zerfallen. Chmelnyzkyj - 25.09.2024 Ukraine: KKW Chmelnyzkyj Seit Ende September 2024 wurden in der Nähe des Kraftwerks Drohnenüberflüge beobachtet. Eine der Drohnen wich stark von ihrem ursprünglichen Kurs ab und näherte sich dem Kernkraftwerk , bevor sie umkehrte und auf ihre ursprüngliche Route zurückkehrte. Ende Oktober 2023 führte der Abschuss zweier Drohnen in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerks Chmelnyzkyj zu Beeinträchtigungen auf dem Kraftwerksgelände. Fensterscheiben gingen zu Bruch und die Stromversorgung zweier Strahlenüberwachungsstationen in der Umgebung des Kernkraftwerks wurde vorübergehend unterbrochen. Nach Angaben der IAEA hatte der Zwischenfall aber keine Auswirkungen auf die Sicherheit des Kraftwerkbetriebs. Im Mai 2023 kursierten Berichte über eine Explosion in einem Munitionslager in der Nähe der Stadt Chmelnyzkyj, in dem angeblich Uranmunition gelagert worden sein soll, sowie minimal erhöhte Radioaktivitäts-Messwerte in der Umgebung und in Polen. Das BfS hat die Informationen geprüft und einen Zusammenhang ausgeschlossen. Zum einen traten die minimal erhöhten Messwerte in der Umgebung von Chmelnyzkyj erstmals bereits zwei Tage vor dem Explosionsdatum auf, zum anderen befanden sich die entsprechenden Messstationen entgegen der Windrichtung. Für die erhöhten Werte kann es viele Gründe geben, dazu gehören unter anderem Niederschläge, Wartungsarbeiten, Defekte und technische Fehler. Ob in dem Lager überhaupt Uranmunition vorhanden war, gilt als nicht gesichert. Ende November 2022 wurde das Kernkraftwerk Chmelnyzkyj aufgrund von landesweiten Beeinträchtigungen im Stromnetz ebenso wie die anderen ukrainischen Kernkraftwerke vom Netz getrennt. Die Reaktorblöcke konnten wieder ans Stromnetz angeschlossen werden, allerdings wurde die Leistung der Kraftwerke aus Sicherheitsgründen immer wieder zeitweise gedrosselt. Süd-Ukraine (Piwdennoukrajinsk) - 25.09.2024 Ukraine: KKW Südukraine Seit Mitte September 2024 wurden in der Nähe des Kernkraftwerks mehrere Drohnenflüge beobachtet, teilweise direkt über dem Kraftwerk. Ende August 2024 wurde wegen Netzschwankungen infolge einer russischen Großoffensive auf die ukrainische Infrastruktur zeitweise einer der drei Reaktorblöcke des Kernkraftwerks Süd-Ukraine vom Stromnetz getrennt. Ende Mai 2023 kam es in einem der Reaktorblöcke des Kernkraftwerks Süd-Ukraine nach Angaben der IAEA vorübergehend zu einer Notabschaltung. Grund sei eine Netzstörung oder Instabilität gewesen. Ende November 2022 wurde das Kernkraftwerk Süd-Ukraine aufgrund von landesweiten Beeinträchtigungen im Stromnetz ebenso wie die anderen ukrainischen Kernkraftwerke vom Netz getrennt. Die Reaktorblöcke konnten wieder ans Stromnetz angeschlossen werden, allerdings wird die Leistung der Reaktoren aus Sicherheitsgründen immer wieder zeitweise gedrosselt. Riwne - 04.09.2024 Ukraine: KKW Riwne Laut Meldung der IAEA wurden Ende August 2024 wegen Netzschwankungen infolge einer russischen Großoffensive auf die ukrainische Infrastruktur zeitweise drei der vier Reaktorblöcke des Kernkraftwerks Riwne vom Stromnetz getrennt. Ende November 2022 wurde das Kernkraftwerk Riwne aufgrund von landesweiten Beeinträchtigungen im Stromnetz ebenso wie die anderen ukrainischen Kernkraftwerke vom Netz getrennt. Die Reaktorblöcke konnten wieder ans Stromnetz angeschlossen werden, allerdings wurde die Leistung der Kraftwerke aus Sicherheitsgründen immer wieder zeitweise gedrosselt. Kiew - 30.03.2023 Ukraine: Kiew Bei Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew Mitte Januar 2023 ist auch das Gelände des Kyiv Research Institute getroffen worden, das auch einen Forschungsreaktor betreibt. Die Messdaten blieben unauffällig. Der Forschungsreaktor wurde zu Beginn des russischen Angriffskrieges Ende Februar 2022 heruntergefahren. Charkiw - 17.09.2024 Ukraine: Charkiw Das Institute of Physics and Technology in Charkiw war mehrfach Ziel russischer Angriffe, zuletzt im September 2024. Das Forschungszentrum betreibt eine Neutronen -Quelle (die teilweise auch als "Forschungsreaktor" bezeichnet wird) sowie eine Einrichtung für die Produktion von Radioisotopen für medizinische und industrielle Anwendungen. Im März und April 2024 war die Anlage infolge von Angriffen mehrfach von der externen Stromversorgung abgeschnitten und auf Notstromversorgung durch Dieselaggregate angewiesen. Bereits zuvor wurde sie bei Angriffen stark beschädigt, die IAEA bezeichnete die Schäden nach Abschluss einer Beobachtermission Ende November 2022 als "dramatisch" und "größer als erwartet". Die Neutronen -Quelle war bereits vor Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen außer Betrieb genommen worden. Der Bestand an radioaktivem Inventar ist gering. Hinweise auf eine Freisetzung radiologischer Stoffe gab es nicht. Ebenfalls in Charkiw befindet sich ein Lager für radioaktive Abfälle der Firma "RADON". Das Lager wurde bei Kampfhandlungen am 26. Februar 2022 getroffen. Es wurden keine radioaktiven Stoffe freigesetzt. Kursk (Russland) - 27.08.2024 Am 6. August 2024 stießen ukrainische Truppen in die russische Region Kursk vor. Seitdem dauern die Kampfhandlungen dort an. Das Kernkraftwerk Kursk liegt etwa 60 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, in der Nähe des umkämpften Gebietes. Russland meldete der IAEA am 22. August den Abschuss einer Drohne über dem Kraftwerksgelände. Messeinrichtungen werden regelmäßig überwacht Mitarbeiter*innen des BfS überprüfen die Daten verschiedener Messeinrichtungen in der Ukraine seit Beginn des Krieges regelmäßig. Dafür stehen verschiedene Messeinrichtungen sowohl vonseiten der Behörden vor Ort als auch der Zivilgesellschaft zur Verfügung. Vor allem in Gebieten, in denen Kampfhandlungen stattgefunden haben, gibt es zwar weniger verfügbare Messdaten. Ein grundsätzlicher Überblick ist aber gegeben. Zusätzlich zu den Messstationen in der Ukraine selbst überprüft das BfS auch Messdaten aus den benachbarten Ländern. Die BfS -Mitarbeiter*innen sind zudem in engem Austausch mit den internationalen Partnern , darunter auch der IAEA und der Europäischen Union ( EU ). In Deutschland misst das BfS mit seinem ODL -Messnetz routinemäßig die natürliche Strahlenbelastung. Würde der gemessene Radioaktivitätspegel an einer Messstelle einen bestimmten Schwellenwert überschreiten, würde automatisch eine Meldung ausgelöst. Auch die Spurenmessstelle auf dem Schauinsland bei Freiburg wird regelmäßig überwacht, genauso wie die Spurenmessstellen des Deutschen Wetterdienstes ( DWD ) und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt ( PTB ). Potenzielle Auswirkungen auf Deutschland Das BfS hat sich bereits in der Vergangenheit mit der Frage beschäftigt, welche Auswirkungen bei Freisetzung radioaktiver Stoffe in ukrainischen Kernkraftwerken auf Deutschland zu erwarten wären. Dazu wurde untersucht, wie sich radioaktive Stoffe verbreiten würden. Demnach bewegten sich über ein Jahr hinweg in der Vergangenheit nur an etwa 60 Tagen im Jahr die Luftmassen nach Deutschland (17 Prozent der Wetterlagen). Landwirtschaftliche Produktion Für den Fall, dass radioaktive Stoffe infolge einer Freisetzung in einem ukrainischen Kernkraftwerk nach Deutschland gelangen würden, würden sich die Notfallmaßnahmen voraussichtlich auf die Landwirtschaft und die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte beschränken. Nach den Berechnungen des BfS ist nicht zu erwarten, dass weitergehende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung notwendig wären. Kursk Ob bei einer Freisetzung aus dem Kernkraftwerk bei Kursk in Russland auch Situationen auftreten könnten, in denen weitergehende Schutzmaßnahmen in Deutschland notwendig wären, lässt sich auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen zu der Anlage nicht abschließend bewerten. BfS rät von Einnahme von Jodtabletten ab In Deutschland sind 189,5 Millionen Jodtabletten in den Bundesländern bevorratet, die bei einem Ereignis, bei dem ein Eintrag von radioaktivem Jod in die Luft zu erwarten ist, in den möglicherweise betroffenen Gebieten durch die Katastrophenschutzbehörden verteilt werden. Die Einnahme von Jodtabletten schützt ausschließlich vor der Aufnahme von radioaktivem Jod in die Schilddrüse, nicht vor der Wirkung anderer radioaktiver Stoffe . Von einer selbstständigen Einnahme von Jodtabletten rät das BfS ab. Eine Selbstmedikation mit hochdosierten Jodtabletten birgt gesundheitliche Risiken insbesondere für ältere Personen, hat aktuell aber keinen Nutzen. Radioaktives Jod hat eine Halbwertszeit von wenigen Tagen. Das bei dem Reaktorunfall von Tschornobyl (russ.: Tschernobyl) vor über 35 Jahren freigesetzte radioaktive Jod ist mittlerweile vollständig zerfallen und kann deshalb nicht mit dem Wind nach Deutschland transportiert werden. Redaktioneller Hinweis Diese Meldung wird vom BfS kontinuierlich aktualisiert. Der aktuelle Stand wird über Datum und Uhrzeit der letzten Aktualisierung ausgewiesen. Aktualisierungen erfolgen insbesondere dann, wenn eine neue Sachlage zur Einschätzung der radiologischen Situation in der Ukraine vorliegt. Geringfügigere Lageveränderungen, die nicht zu einer grundsätzlich neuen Bewertung der radiologischen Lage führen, werden nicht tagesaktuell eingepflegt, sondern in einer gesammelten Aktualisierung aufgenommen. Stand: 26.02.2025
Die Meldungen aus dem Zuständigkeitsbereich vom Sonntagvormittag: Stadtgebiet Halle (Saale) Auseinandersetzungen auf dem Weihnachtsmarkt Am Samstag ereigneten sich zwei Vorfällen im Bereich des Marktplatzes. Kurz vor 19.00 Uhr kam es an einer Haltestelle zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe mit fünf Frauen und einer Gruppierung von ca. 20 HFC-Fans, welche aus einer Straßenbahn ausstiegen. Es folgten zunächst Beleidigungen gegen die Frauen. Die Auseinandersetzung verlagerte sich bis zum Franckeplatz. Dort kam es zu einer Tätlichkeit eines Mannes gegen eine der Frauen. Eine medizinische Behandlung machte sich vor Ort nicht erforderlich. Da sich im Umfeld immer mehr HFC-Fans sammelten, machte sich ein größerer Polizeieinsatz erforderlich, um die Lage ruhig zu halten. Die Polizei nahm die Personalien der Beteiligten auf und ermittelt zum genauen Hergang der Geschehnisse. Gegen 22.15 Uhr kam es dann auf dem Marktplatz zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen einer 18-jährigen Frau und einem ebenfalls 18-jährigen Mann. Eine größere Gruppierung mit bis zu 30 männlichen Personen wurde auf die Situation aufmerksam und ging daraufhin auf den 18-Jährigen los. Einzelne Personen der Gruppierung schlugen und traten auf den 18-Jähirgen und dessen 17-jähirgen Begleiter ein. Polizeikräfte, welche zur Absicherung des Weihnachtsmarktes eingesetzt war, bemerkten die Geschehnisse und drängten zur Verhinderung einer weiteren Eskalation die Gruppierung zurück. Eine medizinische Behandlung vor Ort lehnten die Geschädigten ab. Es wurden mehrere Ermittlungsverfahren gegen die beteiligten Personen eingeleitet. Taschendiebstähle in der Innenstadt Im Laufe des Samstags wurden in der Innenstadt mehrere Taschendiebstähle angezeigt. Beispielsweise wurde einem Mann auf dem Weihnachtsmarkt die Geldbörse aus der Jackentasche entwendet. Ein weiterer Mann stellte nach dem Besuch in der Innenstadt fest, dass seine Air Pods aus seiner Jacke verschwunden waren. Einer Frau wurde auf dem Weihnachtsmarkt die komplette Umhängetasche entwendet. Die Tasche wurde später durch Polizeibeamte auf dem Markplatz wieder aufgefunden. Aus ihr wurde das Münzgeld entnommen. Die restlichen Wertgegenstände konnte der Frau wieder übergeben werden. Die Polizei warnt: Im dichten Gedränge haben Taschendiebe leichtes Spiel. Schützen Sie Ihr Eigentum, indem Sie es entweder in die Jackeninnentaschen verstauen oder Taschen eng und verschlossen vor dem Körper tragen! Verkehrsunfall mit Verletzten Am Samstag fuhr gegen 17.30 Uhr in der Magdeburger Chaussee ein Fahrzeug auf einen Pkw auf, welcher an der Ampel auf Höhe „An der Saalebahn“ bei Rot verkehrsbedingt abbremsen musste. Die Fahrerin des vorausfahrenden Autos wurde leicht verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der auffahrende Pkw war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Dessen Fahrer blieb unverletzt. Saalekreis Anhänger gestohlen Querfurt – In der Nacht zum Samstag wurde vom Parkplatz eines Baumarktes am Döcklitzer Tor ein Pkw-Anhänger entwendet. Dieser war mit einem Schloss an einem Pfosten gesichert. Dieses Schloss wurde gewaltsam geöffnet. Es erfolgte die Sicherung der Videoüberwachung des Marktes. Nach dem Anhänger wird nun bundesweit gefahndet. Auto fährt in Graben Bad Dürrenberg – Ein 57-Jähriger war am Samstagabend aus Lützen kommend mit seinem Pkw auf der L184 unterwegs. An der Einmündung zur L187 fuhr er gegen 22.00 Uhr mit dem Auto aus bisher ungeklärter Ursache geradeaus weiter und landete im Straßengraben. Ér musste wegen leichter Verletzungen vom Rettungsdienst behandelt werden. Parkendes Auto beschädigt Merseburg – Eine Frau hatte am Donnerstag ihren VW Multivan auf einem Parkplatz An der Hoffischerei abgestellt. Als sie am Samstag wieder zu ihrem Auto kam, stellte sie fest, dass die Hecktür eingedrückt war. Sie ließ sich wegen des Schadens nicht mehr öffnen. Augenscheinlich handelt es sich um einen Unfallschaden und der Verursacher hatte die Unfallstelle pflichtwidrig verlassen. Ermittlungen zu ihm wurden aufgenommen. Burgenlandkreis Einbruch in einen Imbissstand Zeitz – In der Nacht zum Samstag wurde die Tür zu einem Imbissstand in der Hainichener Dorfstraße aufgebrochen. Aus dem Objekt wurde eine Gasflasche entwendet. Polizeibeamte sicherten vor Ort Spuren des Einbruchs und leiteten Ermittlungen zu den Tätern ein. Unfälle auf den Autobahnen Meineweh – Am Samstag war ein Pkw auf der A9 in Richtung München unterwegs, als dessen 25-jähriger Fahrer gegen 11.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Droyßig und Naumburg auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und gegen die Mittelleitplanke prallte. Anschließend schleuderte das Auto nach rechts und kollidierte mit der rechten Schutzplanke. Das Auto kam schließlich auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen. Der Fahrer wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht und der Pkw von einem Abschleppdienst geborgen. An der Unfallstelle kam es zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen. Weißenfels – Gegen 18.20 Uhr fuhr ein Pkw an der Anschlussstelle Leuna auf die A38 in Richtung Göttingen auf. Dabei kam der Fahrer mit dem Auto ins Schleudern und kollidierte mit der rechten Fahrzeugseite in der linken Schutzplanke. Der Pkw kam entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Der Fahrer blieb unverletzt. Das Auto musste durch einen Abschleppdienst geborgen werden. Im einsetzenden Rückstau kam es gegen 18.25 Uhr kurz vor der Anschlussstelle Leuna zu einem Auffahrunfall. Ein Pkw fuhr auf einen im linken Fahrstreifen stehenden Pkw auf. Die 30-jähirge Fahrerin des stehenden Autos wurde dadurch schwer verletzt. Der 62-jährige Fahrer des auffahrenden Fahrzeugs und seine 54-jährige Beifahrerin wurden leicht verletzt. Alle Beteiligten wurden durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Beide Autos mussten durch Hilfsdienste abgeschleppt werden. Gegen 19.20 Uhr kam es zu einem weiteren Auffahrunfall am Stauende. Hier waren ebenfalls zwei Pkw beteiligt. Verletzt wurde dabei niemand, die Autos blieben fahrbereit. Autofahrt unter Einfluss von Drogen Zeitz, OT Luckenau – Polizeibeamte kontrollierten am Samstag, gegen 16.00 Uhr, in der Schulstraße eine Pkw-Fahrerin. Es ergaben sich bei der Kontrolle Hinweise darauf, dass die Frau unter Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein Drogentest auf Amphetamine verlief positiv. Der Frau wurde die Weiterfahrt untersagt, entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Festnahme Weißenfels – Auf der A9 in Fahrtrichtung München stellten Polizeibeamte am Samstag gegen 22.45 Uhr ca. 1 km vor der Abfahrt Weißenfels ein liegengebliebenes Fahrzeug fest. Das Auto blieb wegen fehlenden Kraftstoffs liegen. Bei der Kontrolle des 25-jährigen Fahrers wurde festgestellt, dass gegen diesen ein nationaler Haftbefehl vorlag. Da er den haftbefreienden Geldbetrag nicht aufbringen konnte, wurde er festgenommen und in eine JVA eingeliefert. Mansfeld-Südharz Verkehrsunfall beim Ausparken Mansfeld – Am Samstagmittag fuhr ein Pkw-Fahrer beim Ausparken in der Bahnhofstraße gegen ein hinter ihm stehendes Fahrzeug und beschädigte dies leicht. Die Polizei kam vor Ort und nahm den Unfall auf. Fahndungstreffer Klostermansfeld – Polizeibeamte stellten am Samstagmittag in der Siebigeröder Straße einen abgestellten Pkw fest, welcher durch die Zulassungsstelle zur Fahndung ausgeschrieben wurde. Da das Auto nicht mehr zugelassen war, sollten die Amtssiegel vom Kennzeichen entfernt werden. Die Beamten setzten dies um und hinterließen dem Besitzer des Autos eine Information, dass er damit nicht mehr am öffentlichen Verkehr teilnehmen darf. Fensterscheibe beschädigt Sangerhausen – Am Sonntagmorgen wurde kurz nach 01.30 Uhr die Scheibe eines Fensters der Parterrewohnung eines Mehrfamilienhauses in der Erich-Weinert-Straße eingeworfen. Die Wohnungsinhaberin öffnete sogleich das Fenster, konnte jedoch niemanden mehr feststellen. Das äußere Glas des Fensters wurde beschädigt. Ermittlungen zu dem Verursacher wurden aufgenommen. Polizeiinspektion Halle (Saale) Pressestelle Merseburger Straße 06 06110 Halle (Saale) Tel: (0345) 224 1204 Fax: (0345) 224 111 1088 E-Mail: presse.pi-hal@polizei.sachsen-anhalt.de
Tägliche Verkehrs- und Kriminalitätslage "Führen eines PKW unter Wirkung berauschender Mittel" "Einbruch in eine Verkaufseinrichtung" "Diebstahl von zwei Kinderfahrrädern" Führen eines PKW unter Wirkung berauschender Mittel Biederitz, OT Heyrothsberge, Königsborner Straße, 06.11.2024, 10:25 Uhr Im Rahmen der Streife wurde durch die Regionalbereichtsbeamten der Gemeinde Biederitz ein VW Crafter angehalten und einer Kontrolle unterzogen. Bei dem 24-jährigen Fahrer verlief ein durchgeführter Drogentest positiv. Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges wurde ein Röhrchen mit betäubungsmittelähnlichen Substanzen gefunden und sichergestellt. Mit dem Beschuldigten wurde eine Blutprobenentnahme durchgeführt, eine Anzeige aufgenommen und die Weiterfahrt untersagt. Einbruch in eine Verkaufseinrichtung Biederitz, Karl-Marx-Straße, 07.11.2024, 01:27 Uhr Unbekannte Täter verschafften sich in der Nacht zum 07.11.2024, durch Einschlagen einer Fensterscheibe neben der Haupteingangstür unberechtigten Zutritt zur Verkaufseinrichtung. Im Geschäft wurden Tabakwaren und Musikgeräte entwendet. Die Schadenshöhe ist im unteren fünfstelligen Bereich. Die Polizei hat Spuren gesichert, eine Strafanzeige aufgenommen und die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise, insbesondere zu verdächtigen Personen geben können, werden gebeten, Kontakt mit der Polizei im Jerichower Land unter der Telefonnummer 03921/920-0 der per E-Mail ( levd.prev-jl@polizei.sachsen-anhalt.de ) aufzunehmen. Diebstahl von zwei Kinderfahrrädern Genthin, Straße der Opfer des Faschismus, 06.11.2024, 07:00 Uhr Unbekannte Täter entwendeten von einem Innenhof eines Wohnkomplexes in Genthin, Straße der Opfer des Faschismus zwei schwarze Kinderfahrräder. Die Fahrräder wurden am 05.11.2024 um 18.30 Uhr durch die Geschädigten abgestellt und nicht gegen Diebstahl gesichert. Als die Kinder am 06.11.2024 um 07:00 Uhr zur Schule fahren wollten, stellten sie den Diebstahl fest. Die Polizei hat eine Strafanzeige aufgenommen und die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Hinweise zu tatverdächtigen Personen und zum Verbleib des Diebesgutes erbittet das Polizeirevier Jerichower Land persönlich, telefonisch (03921/920-0) der per E-Mail ( levd.prev-jl@polizei.sachsen-anhalt.de ). Tipps der Polizei zum Schutz vor Fahrrad-Dieben: (Quelle: www.polizei-beratung.de/presse/detailseite/vorsicht-fahrrad-diebe/ ) Impressum: Polizeiinspektion Stendal, Polizeirevier Jerichower Land, Beauftragter für Pressearbeit, Bahnhofstraße 29 b 39288 Burg, Tel: +49 3921 920 198 Fax: +49 3921 920 305 Mail: za.prev-jl@polizei.sachsen-anhalt.de
Mehrere Bushaltestellen beschädigt – Zeugen gesucht (Ballenstedt) - Verkehrsunfall unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss (Groß Quenstedt) - Mopedfahrer verletzt (Halberstadt) - Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss (Osterwieck) - Minderjährige mit unzertifiziertem Feuerwerk - Warnung (Gernrode) Mehrere Bushaltestellen beschädigt – Zeugen gesucht Ballenstedt - Im Zeitraum vom 02. Dezember bis 03. Dezember 2024 beschädigten bislang unbekannte Täter die Fensterscheiben mehrerer Bushaltestellen in Ballenstedt und im Ortsteil Rieder. Betroffen sind die Haltestellen in der Lindenallee, der Badeborner Straße sowie in Rieder die Haltestelle im Gernröder Weg. An den Haltestellen entstanden jeweils Sachschäden in Höhe von rund 1.000 Euro. Eingesetzte Polizeibeamte sicherten Spuren und leiteten Ermittlungen wegen Sachbeschädigung ein. Sachdienliche Hinweise erbittet das Polizeirevier Harz unter der Telefonnummer 03941/674-293 oder online über das elektronische Polizeirevier unter https://polizei.sachsen-anhalt.de/das-sind-wir/polizei-interaktiv/e-revier/hinweis-geben . Verkehrsunfall unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss Groß Quenstedt - Am Dienstag, dem 03. Dezember 2024, ereignete sich gegen 09:20 Uhr ein Verkehrsunfall in der Feldstraße an der Einmündung zur Kirchstraße. Nach derzeitigem Ermittlungsstand bog der 55-jährige Fahrer eines PKW Ford von der Kirchstraße in die Feldstraße ab und übersah dabei einen auf der Vorfahrtstraße fahrenden PKW Toyota, eines 24-Jährigen. Beide PKWs kollidierten. Alle Beteiligten blieben unverletzt. Am PKW Ford entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 3.000 Euro, am PKW Toyota ein Schaden von ca. 2.000 Euro. Im Rahmen der Verkehrsunfallaufnahme stellten die eingesetzten Polizeikräfte beim 55-jährigen Ford-Fahrer einen Atemalkoholwert von 0,27 Promille fest. Zudem gab der Mann an, vor Fahrtantritt Medikamente eingenommen zu haben, welche die Fahrtüchtigkeit beeinflussen können. Die Polizeibeamten ordneten die Entnahme einer Blutprobe an und leiteten Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs ein. Vor diesem Hintergrund warnt die Polizei eindringlich vor einer erhöhten Unfallgefahr infolge von Alkohol- oder Medikamentenkonsum. Bereits der Konsum geringer Mengen Alkohol, bestimmter Medikamente oder anderer berauschender Mittel kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Insbesondere die Kombination verschiedener Präparate mit Alkohol kann die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit hemmen und somit das Verkehrsunfallrisiko steigern. Die Polizei appelliert: Mopedfahrer verletzt Halberstadt - Am Dienstagabend, dem 03. Dezember 2024, ereignete sich gegen 20:20 Uhr im Falkenweg ein Verkehrsunfall, bei dem ein Mopedfahrer schwer verletzt wurde. Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand kollidierte ein 15-jähriger Fahrer eines Mopeds der Herstellers Simson aus bislang ungeklärter Ursache mit einem PKW Seat, dessen 48-jähriger Fahrer im Begriff war, vom Falkenweg in eine Einfahrt zu fahren. Der 15-jährige Mopedfahrer erlitt durch den Zusammenstoß schwere, jedoch nicht lebensbedrohliche Verletzungen. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Der Autofahrer blieb unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss Osterwieck - Am Dienstag, dem 03. Dezember 2024, ereignete sich auf der Landesstraße 89 zwischen Osterwieck und Stötterlingen gegen 18:45 Uhr ein Verkehrsunfall bei dem eine Frau unter dem Verdacht steht, unter Alkoholeinfluss gefahren zu sein. Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand kam die 49-jährige Fahrerin eines PKW Seat aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und im angrenzenden Graben zum Stehen. Hierbei entstand geringer Sachschaden. Die Fahrerin blieb unverletzt. Eingesetzte Polizeibeamte stellten bei der Unfallaufnahme fest, dass die Frau offenbar unter Alkoholeinfluss stand. Sie veranlassten eine Blutprobenentnahme im Krankenhaus und stellten den Führerschein der Frau sicher. Des Weiteren leiteten die Polizeibeamten Ermittlungen wegen des Verdachts des Fahrens unter dem Einfluss von Alkohol ein. Minderjährige mit unzertifiziertem Feuerwerk - Warnung Gernrode – Am 02. Dezember 2024 informierten Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma gegen 18:10 Uhr die Polizei über zwei Minderjährige, die auf einem Spielplatz unzertifizierte Feuerwerkskörper, augenscheinlich sogenannte „Polenböller“, bei sich führten. Eingesetzte Polizeibeamte stellten die Feuerwerkskörper sicher und führten ein präventives Gespräch. Zudem leiteten die Beamten Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein. Die Polizei warnt… …eindringlich vor dem Besitz und der Verwendung unzertifizierter und somit illegaler Feuerwerkskörper, die häufig aus dem Ausland stammen. Diese Feuerwerkskörper verfügen in der Regel über keine amtliche Zulassung und sind daher nicht sicherheitsgeprüft. Ihre Verwendung birgt erhebliche Gefahren, darunter unkontrollierte Explosionen, die zu schweren Verletzungen und oder zu Bränden führen können. Nicht zuletzt wegen ihrer Gefährlichkeit sind u. a. Einfuhr, Verkehr und Umgang mit unzertifizierter Pyrotechnik unter Strafe gestellt. Verwenden Sie ausschließlich geprüfte Feuerwerkskörper, die das CE-Kennzeichen tragen und den gesetzlichen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Geben Sie zudem keine Feuerwerkskörper an Personen unter 18 Jahren weiter. Weiterführende Informationen erhalten Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/225-silvesterfeuerwerk/ Impressum: Polizeiinspektion Magdeburg Polizeirevier Harz Pressebeauftragter Plantage 3 38820 Halberstadt Tel: 03941/674 - 204 Fax: 03941/674 - 130 Mail: presse.prev-hz@polizei.sachsen-anhalt.de
Weniger Wärmeverluste, mehr Komfort: Wände und Fenster richtig dämmen Wie Sie Ihre Hausdämmung richtig planen und Wärmeschutz effektiv umsetzen Begrenzen Sie Wärmeverluste mit einer Außendämmung. Wenn das nicht möglich ist, kann Innendämmung eine gute Lösung sein. Bauen Sie hocheffiziente Fenster mit Drei-Scheiben-Verglasung ein. Wählen Sie Dämmstoffe nach ökologischen Gesichtspunkten aus. Gewusst wie Außenwanddämmung Außenwände tragen durchschnittlich ca. 20 bis 35 Prozent zu den Wärmeverlusten eines Einfamilienhauses bei. Wärmedämmmaßnahmen sind hier besonders wirksam und können die Wärmeverluste durch das Bauteil um 65 bis 80 Prozent verringern. Eine Außendämmung bietet sich an, falls das Haus ohnehin eine Modernisierung von außen (Reinigung, Schadensbeseitigung, Neuverputz oder Anstrich) braucht. Dann sind die zusätzlichen Kosten für die Dämmung am geringsten. Eine Außendämmung bietet zahlreiche Vorteile: Sie verringert konstruktiv oder geometrisch bedingte Wärmebrücken (z. B. Heizkörpernischen, Fensterstürze). Sie lässt die Außenwand als Wärmespeicher wirken: Innenräume bleiben im Sommer länger kühl und im Winter länger warm. Sie verringert Feuchtigkeits- und Frostschäden, kann Bauschäden als Folge von Temperaturspannungen vorbeugen und den Schallschutz verbessern. Mit planerischem Geschick lässt sich eine Außenwanddämmung so gestalten, dass die Fassade schön aussieht. Tricks & häufige Fehler: Eine Außenwanddämmung sollte den U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) der Wand auf unter 0,20 W/(m²K), besser auf unter 0,15 W/(m²K) verringern. Die Dämmebene sollte eine lückenlose Hülle um Ihr Gebäude bilden. Lassen Sie sich das auf Plänen zeigen. Wärmebrücken sollten abgeschwächt oder konstruktiv angepasst werden. Selbst dann können sie noch 20 Prozent der Wärmeverluste ausmachen. Fenster sollten vor die Außenwand in die Dämmebene versetzt werden. Ist das nicht möglich, sollte die Dämmung in die Fensterlaibung hineingeführt werden und den Fensterrahmen überdecken, um Wärmebrücken zu vermeiden. Dämmung der Rollladenkästen nicht vergessen! Der Dämmstoff sollte lückenlos und flächenbündig angebracht werden. Den Zwischenraum von zweischaligem Mauerwerk zu dämmen, ist besonders kostengünstig (aber auch weniger effektiv). Wichtig: Auch dicke, massive Wände führen zu hohen Wärmeverlusten im Winter, wenn sie keine zusätzliche Wärmedämmung haben. Dies lässt sich gut z. B. in alten Ritterburgen nachempfinden. Wichtig: Wird im Alltagssprachgebrauch missverständlich von "atmenden Wänden" gesprochen, ist von der Fähigkeit der Wand die Rede, die Luftfeuchte im Raum zu regulieren. Dieser Effekt kann das Raumklima verbessern. Für den Luftaustausch in einer Wohnung und die Abfuhr der Luftfeuchte hat das keine Bedeutung, da hierfür allein das Lüften sorgt. Grundsätzlich sollten die Schichten eines Wandaufbaus von innen nach außen immer leichter Feuchtigkeit hindurchlassen, damit sich keine Feuchtigkeit im Wandaufbau anreichert ("Diffusionsoffenheit"). Ein ausreichender Dachüberstand hält Schlagregen von der Fassade weg. Sparpotenzial für Dämmung und Fenster (Einfamilienhaus) Quelle: www.co2online.de Sparpotenzial für Dämmung und Fenster (Mehrfamilienhaus) Quelle: www.co2online.de Sparpotenzial für Dämmung und Fenster (Einfamilienhaus) Sparpotenzial für Dämmung und Fenster (Mehrfamilienhaus) Innenwanddämmung Für eine Innendämmung gibt es verschiedene Gründe: Einzelne Räume werden nacheinander modernisiert. Ausgewählte Räume sollen schnell aufheizbar sein (z. B. Gästezimmer). Die Außenfassade ist denkmalgeschützt und daher eine Außendämmung nicht möglich. Die Innendämmung weist aber auch Nachteile auf. So ist die mögliche Dämmstoffdicke meist begrenzt, da die Wohnfläche durch die Innendämmung verkleinert wird. Wärmebrücken sind konstruktiv schwieriger zu vermeiden. Eine Innendämmung ist in der Regel nur möglich, wenn keine Feuchte im Mauerwerk aufsteigt, es nur geringe Schlagregenbeanspruchung gibt und die Konstruktion verhindert, dass die Feuchtigkeit aus der Raumluft dauerhaft in die Wärmedämmung gelangt. Dies kann durch eine Dampfbremse in der Wandkonstruktion oder durch kapillaraktiven Dämmstoff geschehen. Tricks & häufige Fehler: Eine Innenwanddämmung sollte den U-Wert der Wand auf unter 0,35 W/(m²K) verringern. Beauftragen Sie eine Fachplanung einschließlich hygrothermischer Simulation. Wärmebrücken sollten so gut es geht vermieden werden, z. B. indem die Dämmung an Decke und Innenwänden in den Raum hinein verlängert wird. Fensterlaibungen dürfen nicht vergessen werden. Die Oberflächentemperatur sollte vor allem in Ecken und hinter Möbeln über 13 °C bleiben und besser darüber liegen, um auch bei höheren Raumluftfeuchten auf der sicheren Seite zu sein. Eine sorgfältige Ausführung ist bei Innendämmung besonders wichtig. Vor allem darf es keine Luftspalten zwischen Wand und Dämmstoff geben. Eine luftdichte Konstruktion ist essentiell. Lassen Sie eine lückenlose luftdichte Ebene planen und sich auf Plänen zeigen. Besondere Sorgfalt ist bei Steckdosen, Bohrlöchern usw. geboten. Ein Blower-Door-Test für das ganze Haus zeigt, ob die notwendige Luftdichtheit auch erreicht wurde. Zusätzlich oder für einzelne Räume zeigt eine Thermografieaufnahme, ob es noch kalte Stellen gibt oder kalte Luft in die Konstruktion eindringt. Noch wichtiger als bei Außendämmung ist ein Lüftungskonzept, um die Raumluftfeuchte kontinuierlich nach draußen zu führen. Für Innendämmung sind Dämmstoffe mit niedrigen Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen zu bevorzugen. Ein Nachweis über die Einhaltung der Kriterien des Ausschusses zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten (AgBB) ist eine zuverlässige Orientierungshilfe. Dach und oberste Geschossdecke Das Dach ist mit ca. 20 bis 30 Prozent an den Wärmeverlusten eines Gebäudes beteiligt. Hier sind bauteilbezogene Einsparungen von 50 bis 70 Prozent möglich. Ein schlecht gedämmtes Dach führt im Sommer zu einem überhitzten und im Winter zu einem kalten Dachraum. Bleibt er ungenutzt oder dient er als Lagerraum, reicht es, die oberste Geschossdecke zu dämmen. Besonders wichtig bei der Dachdämmung ist der Einbau einer dampfbremsenden und luftdichten Schicht von innen, da auf diese Weise unnötige Wärmeverluste über Luftströmungen vermieden werden und die Raumluftfeuchte nicht in die Dämmung eindringen kann. Bei der Zwischensparrendämmung muss das Dämmmaterial überall dicht an den Sparren anliegen. Die Dämmung der obersten Geschossdecke kann auch kostengünstig in Eigenleistung erbracht werden. Für die Dämmung der obersten Geschossdecke eignen sich Dämmplatten (z. B. Hartschaum, Mineralwolle, Holzfaser) oder Schüttungen (z. B. Perlite, Zellulose). Der Dämmstoff wird auf der Decke und/oder zwischen vorhandenen Deckenbalken eingebracht. Wird der Dachraum als Abstellraum genutzt, ist über der Wärmedämmung eine tragfähige, begehbare Fußbodenfläche notwendig. Dachgauben sind oft besonders schlecht isoliert und verlieren viel Wärme. Größere Hohlräume nach oben zur Dachdeckung hin können mit klassischem Dämmstoff gefüllt werden. Ist der Platz zum Beispiel an den Seiten begrenzt, kommen Hochleistungs-Dämmstoffe in Frage. Beim Dämmen sollten Wärmebrücken gezielt abgeschwächt werden. Tricks & häufige Fehler: Eine Dachdämmung sollte den U-Wert des Dachs oder der obersten Geschossdecke auf unter 0,15 W/(m²K) verringern. Reicht die vorhandene Sparrenhöhe nicht aus, um die empfohlene Dämmstoffdicke zu erzielen, kann eine zusätzliche Schicht Wärmedämmung an der Innenseite der Dachsparren als Untersparrendämmung die notwendige Höhe schaffen, ohne das Dach neu eindecken zu müssen. In Holzbalkendecken unter Einschubdecken oder Blindböden und in Dachaufbauten können sich belüftete Hohlräume verbergen, die die darüber oder dahinter liegende Dämmung unwirksam machen würden. Dafür eine Lösung zu entwickeln, ist eine Aufgabe für die Fachplanung. Schwierige Stellen wie Wandanschlüsse, Fenster und Durchbrüche sind detailliert zu planen (Luftdichtheit) und sorgfältig auszuführen. Abseiten-/ Drempelwände und die dahinter liegenden Randbereiche zur Dachkante dürfen nicht vergessen werden. Kellerdecke Durch den Fußboden gehen etwa 10 Prozent der Heizwärme verloren. Eine Dämmung der Kellerdecke kann diese Wärmeverluste um ca. 50 Prozent reduzieren. Die Unterseite einer massiven Kellerdecke wird mit Plattendämmstoffen verkleidet; das ist eine einfache und kostengünstige Maßnahme. Dies können Sie auch in Eigenleistung umsetzen. Hohlkonstruktionen wie Holzbalkendecken oder Gewölbedecken können von oben oder von unten mit Dämmstoff ausgeblasen werden. Tricks & häufige Fehler: Eine Wärmedämmung sollte den U-Wert der Kellerdecke auf unter 0,25 W/(m²K) verringern. Dämmen Sie nicht nur die Kellerdecke, sondern ziehen Sie die Dämmung ein Stück weit die Wände hinunter, um Wärmebrücken zu vermeiden. Packen Sie Leitungen an der Kellerdecke in die Dämmung ein, anstatt an diesen Stellen die Dämmung auszusetzen. So geht's: Halten Sie ein Feuerzeug oder eine Kerzenflamme vor die Verglasung, so spiegelt sich eine Flamme an jeder Glasoberfläche. Die etwas dunklere Flamme zeigt die spezielle Wärmeschutz-Beschichtung an, die ein modernes Fenster haben sollte. Fenster Die Fenster eines unsanierten Hauses verlieren 20 bis 40 Prozent der gesamten Heizwärme: Verglasung und Rahmen verlieren Wärme, durch undichte Rahmen entweicht warme Raumluft,. Die Energiebilanz der Fensterflächen ist umso besser, je niedriger die Wärmeverluste und je höher die Wärmegewinne sind. Wärmeverluste können vor allem durch die Konstruktionsweise und den sorgfältigen Einbau der Fenster minimiert werden. Rollläden und Vorhänge unterstützen den Wärmeschutz. Die Wärmegewinne eines Fensters sind umso größer, je mehr Sonnenstrahlung es durchlässt. Ist es zur Sonne ausgerichtet und nachts gut gegen Wärmeverluste geschützt, kann es eine bessere Energiebilanz als eine gut wärmegedämmte Außenwand aufweisen. Fenster mit besonders gutem Wärmeschutz (3-fach-Verglasung) erreichen sogar eine positive Energiebilanz. Sie gewinnen in der Heizperiode mehr Sonnenenergie als an Raumwärme verloren geht. Um die Überhitzung im Sommer zu verhindern, gibt es Fenster mit Beschichtungen, die weniger Sonnenenergie einlassen. Wichtig ist, dass Sie bei der Wahl neuer Verglasungen nicht nur auf den U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) schauen, sondern sich auch zum g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) beraten lassen. Auf den Rahmen entfallen 15 bis 35 Prozent des Wärmeverlustes des gesamten Fensters. Die Rahmenkonstruktion entscheidet demnach auch über die Energieeinsparung. Holz- und Kunststoffrahmen haben die beste Dämmwirkung. Gleichwertige Metallrahmen (Aluminium, Stahl) müssen durch innere Abstandhalter thermisch getrennt sein, um die Wärmeleitung des Materials zu verringern. Tricks & häufige Fehler: Wärmeverluste durch undichte Fenster vermeiden – ein einfacher Test klärt auf: Klemmen Sie ein Blatt Papier zwischen Fensterflügel und Rahmen. Können Sie das Blatt aus dem geschlossenen Fenster einfach herausziehen, sollten Sie das Fenster einstellen oder auch Dichtungen austauschen lassen. Ein energiesparendes Fenster sollte einen U W -Wert kleiner 0,9 W/(m²K) haben. Dies wird erreicht durch Dreischeibenverglasung, gedämmtem Rahmen und verringerte Wärmebrücken. Der g-Wert sollte passend zur Energiebilanz gewählt werden. Historische Fenster lassen sich aufwerten, indem Sie die Verglasung austauschen lassen. Bei Kastenfenstern können Sie in die Innenflügel eine besonders schmale und effektive Vakuum-Verglasung mit U g -Wert 0,7 W/(m²K) oder zumindest eine Standard-Verglasung mit U g -Wert 1,1 W/(m²K) einbauen lassen. Auf diese Weise bleiben Konstruktionsprinzip und Erscheinungsbild der Fenster erhalten. Verglasungsart erkennen: Halten Sie ein Feuerzeug oder eine Kerzenflamme vor die Verglasung, so spiegelt sich eine Flamme an jeder Glasoberfläche. Zwei Flammen-Pärchen zeigen eine Zweifach-Verglasung. Hat eine der gespiegelten Flammen eine sichtbar andere Farbe, handelt es sich um eine halbwegs zeitgemäße Wärmeschutz-Verglasung mit "Low-E-Beschichtung", die die Wärmestrahlung zurück in den Raum reflektiert. Haben alle Flammen die gleiche Farbe, sollte diese "Isolier-Verglasung" bald ausgetauscht werden, weil die Wärmeverluste dreimal so hoch sind wie bei einer Dreifach-Verglasung. In eine gedämmte Wand sollten Fenster so eingebaut werden, dass die Fensterrahmen in der Dämmebene sitzen. Die Außen- oder Innendämmung sollte den Fensterrahmen einige Zentimeter überdecken. Das minimiert Wärmebrücken. Lassen Sie einen dauerhaft luftdichten Wandanschluss mittels Fugendichtband oder Anschlussbändern herstellen. Einfacher Bauschaum genügt nicht. Eine Luftdichtheitsmessung weist nach, dass die Wandanschlüsse sorgfältig gearbeitet wurden. Neue Fenster schließen dichter: Stellen Sie eine ausreichende Lüftung der Wohnung sicher und kontrollieren Sie regelmäßig die Luftfeuchte in der Wohnung mit einem Hygrometer. Am verlässlichsten funktioniert die Wohnungslüftung mit einer Lüftungsanlage . Sind zudem die Außenwände gedämmt, sinkt das Schimmelrisiko auf nahezu Null. Lassen Sie bei dieser Gelegenheit einen Rollladen oder anderen effektiven außenliegenden Sonnenschutz anbringen – siehe Kühle Räume im Sommer . Dämmstoffe Das Grundprinzip von Dämmstoffen ist: Sie schließen viel Luft in kleinen Poren ein, was den gewünschten isolierenden Effekt erzeugt. Wie wirkungsvoll sie das tun, gibt die Wärmeleitfähigkeit λ ("Lambda") an. Je kleiner sie ist, desto besser. Mineralische Dämmstoffe wie Steinwolle oder Glaswolle werden aus geschmolzenem Gestein oder Glas hergestellt. Sie sind nicht brennbar, sodass auf teilweise bedenkliche Flammschutzmittel verzichtet werden kann. Kunststoffbasierte Dämmstoffe wie Polystyrol werden aus Erdöl hergestellt. Sie erreichen sehr geringe λ-Werte, sind also dort sinnvoll, wo auf wenig Raum viel Dämmwirkung erreicht werden muss. Natürliche Dämmstoffe sind weniger leistungsfähig, was größere Dämmstoffstärken oft ausgleichen können. Sie haben den entscheidenden Vorteil, dass ihre Rohstoffe nachwachsen und gar nicht oder mit nur geringem Aufwand aufbereitet werden müssen. Pflanzliche Dämmstoffe speichern zudem den Kohlenstoff langfristig, den die Pflanzen zuvor aus der Luft aufgenommen haben. Eine Ausnahme sind Holzwolledämmplatten. Durch ihren aufwendigen Herstellungsprozess ist ihr Umweltfußabdruck größer, als man es erwarten würde. Positiv hervorzuheben sind Stroh, da es als Nebenprodukt der Landwirtschaft keine Nahrungsmittelkonkurrenz erzeugt, und Materialien aus Paludikultur : Sie sind zwar noch nicht am Markt standardmäßig verfügbar, aber die Nachfrage nach ihnen unterstützt die Wiedervernässung von Mooren, was für den Klimaschutz essentiell ist. Ebenfalls zu erwähnen ist Zellulose, die aus Altpapier gewonnen wird und sowohl finanziell als auch ökologisch eine sehr gute Option ist. Unabhängig vom Dämmstoff gilt: Die für die Herstellung benötigte Energie, auch graue Energie genannt, amortisiert sich durch die Energieeinsparung beim Heizen oft binnen weniger Monate. Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen können eine noch bessere Energiebilanz haben, vor allem wenn sie als Faserdämmstoff eingesetzt werden. Nachwachsende Rohstoffe zu Dämmplatten zu verarbeiten, hat einen vergleichsweise hohen Herstellungsaufwand. Erkundigen Sie sich nach Herstellerangaben. Ein weiteres Augenmerk muss auf dem Ende des Lebenszyklus liegen. Das qualitätserhaltende Recycling von Dämmstoffen ist noch nicht in der Breite etabliert. Insbesondere verklebte Konstruktionen wie konventionelle Wärmedämmverbundsysteme erschweren die sortenreine Rückgewinnung. Sehr gut zurückgewinnen lassen sich Einblasdämmstoffe. Es gibt sie aus mineralischen, kunststoffbasierten und natürlichen Dämmstoffen. Die Materialien werden dafür nicht zu Platten verarbeitet, sondern lose in Hohlräume gefüllt, aus denen sie auch wieder abgesaugt und an anderer Stelle erneut eingebaut werden können. Inzwischen gibt es auch trennbare Wärmedämmverbundsysteme auf dem Markt. Zum Beispiel den Gewinner des Bundespreis Ecodesign von 2019 . Bei einer weiteren Sonderanwendung kommen Perimeterdämmstoffe zum Einsatz. Sie sind druckfest und geschlossenporig, sodass sie als Dämmung von erdberührten Kellerwänden oder auf Flachdächern zum Einsatz kommen. Üblich sind hierfür extrudierte Polystyrolplatten, kurz XPS. Eine erdölfreie Alternative sind Schaumglasplatten. Was Sie noch tun können: Nutzen Sie vor einer Dämmmaßnahme eine professionelle Energieberatung, um Einsparpotenziale zu ermitteln und weitere Hilfestellung zu erhalten. Fördermittel verkleinern Ihre Rechnung – siehe "Sanierung". Lassen Sie vor und nach einer Dämmmaßnahme mit einer Wärmebildaufnahme (Thermografie) die Qualität der Dämmung prüfen. Lassen Sie nach einer Dämmmaßnahme das Heizungssystem neu einstellen, damit die Anlage wieder im optimalen Bereich arbeitet. Bei der Raumtemperatur sparen? Beachten Sie unsere Tipps zu Heizen, Raumtemperatur Überwachen Sie regelmäßig den Energieverbrauch, um zu prüfen, ob die erwartete Einsparung auch eintritt. Mit umwelt- und gesundheitsverträglichen Bauprodukten – z. B. am Blauen Engel erkennbar – schützen Sie Ihre Gesundheit, die Umwelt und das Klima . Hintergrund Umweltsituation: Der Dämmstandard bestimmt, wieviel Wärme ein Haus verliert und ihm an Heizenergie zugeführt werden muss. Die Treibhausgasemissionen der Heizenergie machen rund 17 Prozent des persönlichen CO 2 -Fußabdrucks aus und sind somit ein "Big Point" für den Klimaschutz . Eine gute Dämmung kann diese Treibhausgasemissionen sehr stark reduzieren. Zudem spart sie Heizkosten und erhöht die Temperatur der Wandoberflächen, was wiederum die Schimmelgefahr deutlich mindert und den Wohnkomfort durch geringere Zuglufterscheinungen steigert. Da sie den Energiebedarf reduziert, trägt sie nicht zuletzt zur Versorgungssicherheit bei und ist eine wirksame Versicherung gegen steigende Energiepreise. Generell gilt: Weil die Dämmstoffkosten im Vergleich zu den Fixkosten einer energetischen Sanierung gering ausfallen, fahren Sie am besten mit dem Prinzip "Wenn schon, denn schon!" – also mit dem bestmöglichen energetischen Standard. Holen Sie sich professionelle Unterstützung für die Sanierung in Form von Beratung, Planung, Ausführung und Baubegleitung. Gesetzeslage: Das Gebäudeenergiegesetz enthält Regelungen für die Dämmung von Gebäuden. Wird ein Haus umfassend saniert, begrenzt das Gesetz den zulässigen Bedarf an nicht-erneuerbarer Primärenergie und die Wärmeverluste durch die Gebäudehülle. Wird nur ein einzelnes Bauteil erneuert, müssen Anforderungen an den Wärmedurchgang (U-Werte) eingehalten werden. Das Gesetz bestimmt außerdem, wann die obersten Geschossdecken nachträglich gedämmt werden müssen. Dass die Anforderungen des Gesetzes eingehalten wurden, müssen Bauherr oder Eigentümer nachweisen. Für umfassende Sanierung geschieht dies mittels Erfüllungserklärung, die der nach Landesrecht zuständigen Behörde vorzulegen ist. Für einzelne Sanierungsmaßnahmen muss der zuständigen Behörde auf Verlangen eine Unternehmererklärung vorgelegt werden, die die ausführende Firma ausstellt. Neben gesetzlichen Vorschriften gibt es auch Fördermittel für Beratung, Dämmmaßnahmen und Baubegleitung. Informationen zu weiteren gesetzlichen Regelungen, Beratungs- und Fördermöglichkeiten finden Sie unter Sanierung . Marktbeobachtung und Technik: Häufig bei der Außendämmung eingesetzte Systeme sind Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) und die sogenannte hinterlüftete Fassade. Wärmedämmverbundsysteme bestehen aus mehreren Komponenten (Dämmstoff, Klebstoff, Dübel, Armierungsgewebe und Außenputz). Sie können direkt auf dem Altputz befestigt werden, nachdem der lose Putz entfernt wurde. Um Biozidauslaugung aus Fassaden in Grund- und Oberflächengewässer zu verringern, empfiehlt das UBA WDVS mit Außenputzen ohne Algizide und Fungizide. Solche WDVS dürfen den Blauen Engel tragen. Eine hinterlüftete vorgehängte Fassade ist eine an der mit Dämmstoff verkleideten Außenwand aufgehängte Verkleidungsebene. Ein Luftspalt zwischen Dämmung und Außenverkleidung dient der Hinterlüftung, und sorgt für den Abtransport von Feuchtigkeit. Die Konstruktion bietet zudem einen guten Witterungsschutz, hohe Gestaltungsfreiheit und die Integration zusätzlicher Funktionen wie von Photovoltaik. Von Nachteil kann im Einzelfall die im Vergleich zum WDVS etwas höhere Wandstärke bei gleicher Dämmstoffdicke sein. Der U-Wert (ehemals k-Wert) ist die aktuelle Bezeichnung für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Er gibt an, wie viel Wärme in Watt [W] pro Quadratmeter Fläche [m²] je Grad Temperaturdifferenz ( Kelvin [K]) durch ein Bauteil fließt. Die Einheit ist W/(m²K). Je kleiner der U-Wert, desto weniger Wärme (und damit Energie) geht verloren, desto besser dämmt das betreffende Bauteil. Neben der Stärke bestimmt insbesondere die Wärmeleitfähigkeit den U-Wert eines Bauteils. Die Wärmeleitfähigkeit (auch: λ "Lambda") beschreibt, wie viel Wärme ein Material transportiert, ausgedrückt pro Grad Temperaturdifferenz und Meter Bauteilstärke als W/(m*K). Wärmebrücken sind Bauteile mit einem lokal geringeren U-Wert als die umgebenden Bauteile. Dadurch kühlen sie im Winter schneller aus. Das erhöht den Energiebedarf und kann zu Tauwasserbildung führen, was wiederum die Schimmelpilzbildung fördert. Unabhängig von der Art der Wanddämmung sind Wärmebrücken unbedingt zu vermeiden. Ursache dafür sind unter anderem Baufehler und bauphysikalisch falsche Konstruktionen. Wärmebrücken können z. B. ober- und unterhalb der Raumdecken, im Bereich der Balkone, bei ungedämmten Fensterlaibungen sowie in Raumecken auftreten. Wärmebrücken lassen sich mit einer Thermografieaufnahme mit Wärmebildkamera erkennen. Im Winter deuten auf Dächern die Stellen auf Wärmebrücken hin, an denen der Schnee schneller schmilzt. Dämmstoffe und Anwendungsgebiete : Die am häufigsten verwendeten Dämmstoffe sind Mineralwolle und extrudiertes Polystyrol (EPS). Dämmstoffe aus natürlichen Materialien haben noch immer einen kleinen Marktanteil. Dabei zählen Holzfasern und Zellulose zu den gebräuchlichsten Materialien. Die Wärmeleitfähigkeit der meisten klassischen Dämmstoffe liegt bei rund 0,030 bis 0,040 W/(m*K). Darüber hinaus gibt es Hochleistungsdämmstoffe für schwierige Stellen, zum Beispiel Vakuumisolationspaneele mit einer Wärmeleitfähigkeit unter 0,010 W/(m*K) und Aerogele, die als Platte, Granulat oder Putz verfügbar sind, mit Wärmeleitfähigkeit von 0,015 bis 0,020 W/(m*K). Fenster bestehen zu 65 bis 85 Prozent aus der Verglasung. Den besten Wärmeschutz bieten heute Dreischeiben-Wärmeschutz-Verglasungen. Gegenüber Zweischeiben-Wärmeschutzglas können die Wärmeverluste so fast halbiert werden. Für die Dämmwirkung sorgen die dritte "Scheibe", eine wärmereflektierende Metallbedampfung auf zwei Scheibeninnenoberflächen und eine isolierende Edelgasfüllung. Vakuum-Verglasungen mit nur zwei Scheiben und einem dazwischen liegenden Vakuum erreichen eine ähnliche Dämmwirkung; sie sind viel schmaler, allerdings auch teurer. Angenehmer Nebeneffekt eines Fensters mit sehr gutem Wärmeschutz: Die Temperatur an der Innenseite der Verglasung ist so hoch, dass keine kalte Zugluft mehr entsteht. In der Regel verbessern neue Fenster auch den Schallschutz. Der U-Wert beschreibt die Wärmeverluste eines Fensters durch die Verglasung (U g ), durch den Rahmen (U f ) oder – das ist der ausschlaggebende Kennwert – durch das gesamte Fenster (U W ), ermittelt nach EN 10077. Je niedriger der U W -Wert, desto besser. Zwischen Verglasung und Rahmen können erhöhte Wärmeverluste auftreten. Daher sollte auch der ψ g -Wert [W/Km] (sprich: "Psi"), der diese Wärmebrücke beschreibt, möglichst niedrig sein. Der g-Wert, der Sonnenenergiedurchlassgrad in Prozent, sagt aus, wie viel der eingestrahlten Sonnenenergie in Form von Licht und Wärme durch das Fenster in den dahinter gelegenen Raum gelangt. Je höher der g-Wert, desto mehr Sonnenwärme kann im Raum genutzt werden. Das ist im Winter wichtig, weil es teure Heizenergie einspart. Im Sommer aber sollte der g-Wert möglichst niedrig sein, damit der Raum nicht überhitzt: Mittel der Wahl ist ein außen liegender Sonnenschutz.
Anhang - Freibordanforderungen und Ausführungen von Verschlüssen bezogen auf die Schiffslänge " L " Süllhöhen von wetterdichten Öffnungen, die zu Räumen unterhalb des Wetterdecks führen. Schiffsöffnung Schiffslänge: L < 12 m Bereich 1 a Schiffslänge: 12 m ≤ L < 18 m Bereich 1 a Schiffslänge: 12 m ≤ L < 18 m Bereich 2 b Schiffslänge: 18 m ≤ L 24 m Bereich 1 a Schiffslänge: 18 m ≤ L < 24 m Bereich 2 b Türen (Regel c 12, 17, 18) 300 mm 400 mm 230 mm 500 mm 300 mm Luken (Regel c 14-1) 300 mm 400 mm 230 mm 500 mm 300 mm Notausstiege 300 mm 400 mm 230 mm 500 mm 300 mm Luft- und Peilrohre (Regel c 20) 760 mm 760 mm 450 mm 760 mm 450 mm verschließbare Lüfter (Regel c 17, 18) 760 mm 800 mm 550 mm 850 mm 650 mm Lüfter die während des Betriebes nicht verschlossen werden dürfen (Maschinenraumlüfter, Regel c 19(3)) 900 mm 2 100 mm 1 100 mm 3 300 mm 1 700 mm Geländer (Regel c 24, 25, 26, 27) Die Mindesthöhe der Geländer muss 1 000 mm betragen. Es müssen mindestens 3 Durchzüge vorhanden sein. Geländer müssen gemäß Freibordkonvention ausgeführt sein ( z. B. DIN 81 702). Mindestfreibord Der Freibord muss mindestens 200 mm betragen, sofern sich aus der Einhaltung der Stabilitätskriterien kein größerer Wert ergibt. Der Freibord ist gemäß der internationalen Freibordkonvention ( ICLL 1977/88) in der jeweils geltenden Fassung zu ermitteln. Mindestbughöhe (Regel c 39) Die Mindestbughöhe ist gemäß den Anforderungen der internationalen Freibordkonvention (ICLL 1966/88) zu ermitteln. Im Bereich der nationalen Fahrt kann die erforderliche Bughöhe um maximal 50 % reduziert werden. Fenster (Regel c 23) Die Fenster müssen in metallischen Rahmen gefasst sein und die Fenstergläser müssen aus Sicherheitsglas bestehen (z. B. DIN ISO 3903, 21005). Fenster mit Gummi-Klemmprofilen sind nicht zulässig. Bullaugen (Regel c 23) Unterhalb des Freiborddecks dürfen lediglich Bullaugen mit einem maximalen Durchmesser von 250 mm angeordnet sein. Die Bullaugen müssen mit fest angebrachten Seeschlagblenden ausgerüstet sein. Der Abstand zur Wasserlinie darf in keinem Betriebszustand 300 mm unterschreiten. Für die Anordnungen und Ausführungen (z. B. DIN ISO 1751) der Bullaugen sind die Vorschriften der internationalen Freibordkonvention (ICLL 1966/88) in der jeweils geltenden Fassung zu beachten. Sülllose Montageöffnungen und Glattdeckluken Sülllose Montageöffnungen und Glattdeckluken müssen wasserdicht verschlossen werden können (z. B. engstehend verschraubt, Bolzenabstand ca. 10 x Bolzendurchmesser). Die Luken und Montageöffnungen müssen die gleiche Festigkeit aufweisen wie die umgebende Schiffsstruktur. Die Wasserdichtigkeit der geschlossenen Luken muss nachgewiesen werden. Für den geöffneten Zustand ist eine Absturzsicherung vorzusehen (z. B. DIN 81 705). Die Luken sind auf See stets geschlossen zu halten und entsprechend zu beschriften. Mannlöcher Mannlöcher müssen wasserdicht verschlossen werden können (z. B. DIN 83 402/DIN 83 412, oder es muss der Nachweis eines gleichwertigen Sicherheitsstandes durch den Hersteller mit entsprechenden Zerfitikaten vorliegen). a Bereich 1: Auf dem Wetterdeck (Freiborddeck) und auf dem 1. Aufbaudeck bis zu einem Abstand von 25 % der Schiffslänge vom vorderen Lot. b Bereich 2: Auf dem 1. Aufbaudeck (mindestens 1 800 mm über Bereich 1) und auf dem 2. Aufbaudeck bis zu einem Abstand von 25 % der Schiffslänge vom vorderen Lot. c Regel: Entsprechende Regel des Internationalen Freibord-Übereinkommens. Stand: 30. November 2024
Meldungen aus Halle (Saale) und den Landkreisen Burgenlandkreis, Saalekreis und Mansfeld-Südharz: Polizeirevier Saalekreis Unfälle mit Verletztem Am Freitagfrüh, gegen 09.30 Uhr, ereignete sich ein auf der Landesstraße 159 bei Naundorf ein Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Traktor mit Anhänger. Den ersten Erkenntnissen zufolge überschlug sich dort der Opel mehrfach. Die 29-jährige Traktorfahririn blieb unverletzt. Der 69-jährige Opelfahrer wurde aus dem Fahrzeug durch zwei Ersthelfer gerettet. Der Mann ist danach mit einem Rettungswagen in ein hallesches Krankenhaus gebracht worden. Am Opel entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Das Auto wurde abgeschleppt. Wie es zu dem Verkehrsunfall kam, ist Gegenstand der noch andauernden Verkehrsunfallursachenermittlung. Die Sachschäden an den Fahrzeugen müssen letztendlich durch einen Gutachter ermittelt werden. Es kam an der Unfallstelle zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Im Kreuzungsbereich in Merseburg, Straße des Friedens der Bundesstraße 91, kam es am Freitag, kurz vor Mitternacht, zu einem Verkehrsunfall. Nach ersten Erkenntnissen kam es zum Zusammenstoß zweier PKW im Kreuzungsbereich. Die 39-jährige Fahrerin eines der beteiligten Autos wurde dabei leicht verletzt. Sie wurde ambulant am Unfallort versorgt. Der 27-jährige andere Autofahrer blieb unverletzt. Wie sich herausstellte, stand er unter Alkoholeinfluss. Die Entnahme einer Blutprobe wurde angeordnet und durchgeführt. In der Folge des Unfalls fing das Auto des Mannes Feuer und brannte dabei vollständig aus. Die Feuerwehr war zur Brandbekämpfung am Ort. Die entstandenen Sachschäden können abschließend noch nicht beziffert werden. An der Unfallstelle kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Eine Ampel wurde durch den Unfall ebenfalls beschädigt. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Wie es zu dem Unfall kam, ist Gegenstand der noch andauernden Unfallursachenermittlung. Polizeirevier Halle (Saale) Brand in der Otto-Kanning-Straße in Halle-Neustadt: Ermittlungen wegen Brandstiftung Am Freitagabend, gegen 23.20 Uhr, wurde die Feuerwehr zu einem Brand in der Otto-Kanning-Straße in Halle-Neustadt gerufen. Vor Ort stand ein Pkw in Flammen, der in Brand gesetzt worden war. Die Feuerwehr konnte zeitnah löschen, dennoch wurden Teile des Fahrzeugs beschädigt. Im Zuge der Untersuchungen entdeckten die Einsatzkräfte mehrere Grillanzünder an dem Fahrzeug, was den Verdacht auf Brandstiftung erhärtet. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und untersucht das Geschehen als Branddelikt. Betrügerische Anrufe: 49-Jähriger Hallenser um fast 20.000 Euro betrogen - Polizei warnt vor Phishing-Attacken Ein 49-jähriger Hallenser ist am Freitagnachmittag Opfer eines perfiden Betrugs geworden. Der Mann erhielt einen Anruf von vermeintlichen Mitarbeitern seiner Bank, die ihn informierten, dass angeblich sein Online-Konto gehackt worden sei und bereits ein größerer Geldbetrag abgebucht wurde. In einem weiteren Schritt forderten die Anrufer den Mann auf, sein Konto zu überprüfen und dabei sein Mobiltelefon zu nutzen, um mögliche Transaktionen zu kontrollieren. Als der Hallenser der Aufforderung nachkam und sein Konto öffnete, stellte er fest, dass ein Betrag von fast 20.000 Euro freigegeben und abgebucht wurde. Wie sich in der Folge herausstellte, handelte es sich bei den Anrufern nicht um Bankmitarbeiter, sondern um Betrüger, die sich unbefugt Zugriff auf die Daten des Opfers verschafft hatten. Die Polizei rät zu besonderer Vorsicht bei Anrufen dieser Art und gibt folgende Präventionstipps: Die Polizei ermittelt derzeit in diesem Fall und weist darauf hin, wachsam zu sein und sich bei Unklarheiten direkt an ihre Bank oder die Polizei zu wenden. Randalierer in der Liebenauer Straße: 7 Fahrzeuge beschädigt In der Nacht von Samstag wurde die Polizei gegen 3.20 Uhr zu einem Einsatz in die Liebenauer Straße gerufen. Dort hat ein 41-jähriger Mann vor einem Mehrfamilienhaus randaliert. Der Tatverdächtige konnte von den eintreffenden Beamten am Tatort gestellt werden. Bei dem Vorfall wurden insgesamt sieben Fahrzeuge beschädigt. Der entstandene Gesamtschaden wird auf etwa 9.000 Euro geschätzt. Zusätzlich zu den Sachbeschädigungen ermittelt die Polizei gegen den 41-Jährigen wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln, die bei ihm gefunden wurden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Polizeirevier Mansfeld-Südharz Versuchter Diebstahl während Umzugs in Eisleben, Lindenallee - Polizei ermittelt Am Freitagabend soll sich gegen 18.20 Uhr ein ungewöhnlicher Vorfall in der Lindenallee in der Lutherstadt Eisleben ereignet haben. Ein 44-jähriger Mann nutzte die Gelegenheit, sich an privaten Gegenständen zu bedienen, die im Hausflur eines Wohngebäudes im Rahmen eines Umzugs zum Abtransport bereitgestellt worden waren. Vor dem Haus waren andere Gegenstände mit einem Hinweis zur kostenlosen Mitnahme für Passanten angeboten worden. Der Täter griff jedoch zu den Gegenständen im Hausflur, die eindeutig nicht für die Allgemeinheit bestimmt waren, sondern den Umziehenden gehörten. Dank des schnellen Eingreifens eines couragierten 43-jährigen Zeugen konnte der Diebstahl vereitelt werden. Der Zeuge hinderte den Tatverdächtigen daran, die privaten Gegenstände zu entwenden, und informierte umgehend die Polizei. Die Ermittlungen wegen Diebstahls wurden aufgenommen. Sachbeschädigung in Hettstedt - Unbekannter wirft Fensterscheibe eines PKW ein In der Nacht zum Samstag wurde die Polizei gegen 0.30 Uhr in die Sanderslebener Straße in Hettstedt gerufen. Ein 24-jähriger Autofahrer meldete, dass eine unbekannte Person die Scheibe seines Audis eingeschlagen habe. Der Vorfall ereignete sich, als er mit seinem PKW aus Richtung Wiederstedt kommend die Sanderslebener Straße in Richtung Hettstedt befuhr. Laut Schilderung des Fahrers sprang plötzlich eine Person aus dem Gebüsch auf die Fahrbahn und stellte sich vor das Fahrzeug. Der Fahrer verlangsamte, um der Person auszuweichen, setzte jedoch seine Fahrt fort. Kurze Zeit später hörte und bemerkte er, dass die rechte Dreiecksscheibe seines Fahrzeugs zersprungen war. Nach ersten Ermittlungen wurde die Scheibe mit einem Mobiltelefon eingeschlagen. Der Täter wird als etwa 1,80 Meter bis 2,00 Meter groß, 20 bis 30 Jahre alt und von heller Hautfarbe beschrieben. Er trug keine Oberbekleidung, hatte blonde kurze Haare und war mit einer langen Jeans bekleidet. Die Hintergründe des Vorfalls und das Motiv des Täters sind Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter 03475 670 0 zu melden. Polizeirevier Burgenlandkreis Auseinandersetzung in Weißenfels - Polizei ermittelt wegen Körperverletzung Am Freitagabend wurde die Polizei gegen 23.35 Uhr in die Kleine Deichstraße in Weißenfels gerufen. Ein 45-jähriger Mann meldete, dass er dort von einem namentlich bekannten Mann angegriffen wurde. Der 45-Jährige erlitt dabei leichte Verletzungen. Ersten Erkenntnissen zufolge besteht zwischen den beiden Männern ein seit längerer Zeit andauernder Streit. Die genauen Hintergründe der Auseinandersetzung sind derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen der Körperverletzung aufgenommen. Polizeiinspektion Halle (Saale) Pressestelle Merseburger Straße 06 06110 Halle (Saale) Tel: (0345) 224 1204 Fax: (0345) 224 111 1088 E-Mail: presse.pi-hal@polizei.sachsen-anhalt.de
UV -Schutz im Auto? Wer sich im Freien aufhält, weiß, dass er sich vor der Sonne schützen muss. Aber wie verhält es sich im Auto? Schützen die Autoscheiben vor UV - Strahlung ? Vor UV -B- Strahlung ist man im Auto gut geschützt. Sie wird von allen Scheiben abgehalten. Die Windschutzscheibe schützt zusätzlich vor UV -A- Strahlung . Aber bei den Seitenscheiben ist das anders: Die UV -A- Strahlung können sie mehr oder weniger gut passieren. Somit ist auch bei geschlossenen Fensterscheiben in manchen Situationen UV -Schutz im Auto empfehlenswert. Ab wann ist UV -Schutz im Auto wichtig? An sommerlich sonnigen Tagen ist bei langen Autofahrten mit geschlossenen Fenstern, bei denen die Sonne lange Zeit direkt über eine Scheibe auf eine Person scheint, Schutz vor zu viel UV -A- Strahlung empfehlenswert. Das gilt insbesondere für Kinder, da ihre Haut ausgesprochen empfindlich gegenüber UV - Strahlung ist. Schutzmaßnahmen Maßnahmen gegen Hitze im Auto, wie in das Fenster gehängte Handtücher, Scheibenrollos oder Sonnenschutzblenden bieten bei geschlossenen Fenstern gleichzeitig Schutz vor UV -A- Strahlung . Allerdings sind solche Dinge ungeeignet für den 180-Grad-Sichtbereich des Fahrers oder der Fahrerin. Hier bieten sich transparente UV -Schutz-Folien an, durch die die UV -Einstrahlung in das Autoinnere wirkungsvoll vermindert werden kann. Im hinteren Bereich des Wagens können auch getönte UV -Schutz-Folien verwendet werden. Stand: 07.08.2024
Diebstahl von Solarplatten Telefonbetrug bei Seniorin durch Schockanruf Diebstahl aus PKW Kriminalitätslage Diebstahl von Solarplatten 39340 Haldensleben/ Dammühlenweg/ 30.07.2024, 00:30 Uhr- 01.08.2024, 00:55 Uhr Unbekannte Täter verschafften sich im benannten Zeitraum Zutritt zum umfriedeten Gelände eines Solarparks, indem der Zaun durchtrennt wurde. Nach einer Begehung der Anlage durch einen Mitarbeiter konnte das Fehlen von drei Solarplatten festgestellt werden. Der Schaden wird auf etwa 24.000 Euro geschätzt. Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei Haldensleben unter Tel.: 03904/478-0 zu melden. Telefonbetrug bei Seniorin durch Schockanruf 39646 Oebisfelde/ Kantstraße/ 31.07.2024, 15:16 Uhr Eine 86- jährige Frau erhielt zum benannten Zeitpunkt einen Anruf von ihr unbekannten Männern, die sich als Polizisten aus Wolfsburg vorstellten. Diese teilten ihr mit, dass ihr Sohn Verursacher eines schweren Unfalls mit Todesfolge gewesen sei. Zudem wurde die Seniorin von den vermeintlichen Polizisten aufgefordert, einen fünfstelligen Geldbetrag sowie Schmuckstücke an eine Anschrift nach Wolfsburg zu bringen. Die 86- Jährige erkannte den Betrug rechtzeitig, sodass die Täter das Gespräch beendeten. An dieser Stelle sollen insbesondere ältere Menschen vor sog. Schockanrufen oder Enkeltricks gewarnt werden. Ein Schutz vor dieser Form des Betrugs kann erreicht werden, wenn das Telefonat beendet wird, sobald sich die Person unter Druck gesetzt fühlt. Zudem ist es ratsam, nie über finanzielle Verhältnisse zu sprechen und nie Geld an unbekannte Personen zu übergeben. Bei der Forderung von Geld oder Wertsachen ist zudem anzuraten, dies mit Familienangehörigen oder sonstigen nahen stehenden Personen zu besprechen. Diebstahl aus PKW 39387 Oschersleben/ Graseweg/ 31.07.2024, 21:00 Uhr- 01.08.2024, 05:56 Uhr Durch unbekannte Täter wurde die Fensterscheibe eines PKW Peugeot eingeschlagen, welcher vor der Wohnanschrift der Besitzer abgeparkt war. Aus diesem wurde die Handtasche der Geschädigten mitsamt Inhalt entwendet. Die Schadenshöhe wird auf 1040 Euro geschätzt. Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei Haldensleben unter Tel.: 03904/478-0 zu melden Impressum: Polizeiinspektion Magdeburg Polizeirevier Börde Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gerikestr. 68 39340 Haldensleben Tel: +49 3904-478-0 / 03904-478 190 Mail: presse.prev-bk@polizei.sachsen-anhalt.de
Bernburg (Trickbetrug) Bereits am Donnerstag wurde ein Rentner Opfer von Trickbetrügern. Er befand sich gegen Mittag, etwa 12:00 Uhr, auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Zepziger Straße, als er von einem gut gekleideten Mann (südländisches Aussehen) angesprochen wurde. Der Mann bat ihn höflich darum ihm zwei Euro zu wechseln, da er ein 50 Cent-Stück benötigt. Der Rentner zog daraufhin seine Geldbörse und stellte fest, dass er ihm nicht helfen kann. Der Mann kam näher und suchte nun seinerseits in der Geldbörse des Rentners nach geeignetem Kleingeld. Der Rentner steckte die Geldbörse wieder ein und der Mann entfernte sich. Etwas später bemerkte der Rentner, dass der so vertraut wirkende Mann ihm während dieser Aktion einen der Geldscheine aus der Geldbörse gestohlen hat. Eigentlich wollte er von einer Anzeige absehen, erschien dann aber doch bei der Polizei, um diesen Sachverhalt zu melden. Er und natürlich auch die Polizei wollen diesen Vorfall nutzen, um andere Bürger vor dieser Gefahr zu warnen. Bernburg (Gestohlenes Fahrrad sichergestellt) Am späten Sonntagabend bemerkte die Polizei einen Radfahrer, welcher ohne die vorgeschriebene Beleuchtung im Dürerring unterwegs war. Während der Kontrolle wurde festgestellt, dass das Rad, mit welchem der 19-Jährige unterwegs war, als gestohlene gemeldet ist. Das Fahrrad wurde sichergestellt und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Den Aussagen des jungen Mannes zum Besitz des Rades wird nachgegangen. Hoym (Einbruchsdiebstahl) Am Sonntagabend wurde der Einbruch in die Flugschule Hoym gemeldet. Unbekannte Täter hatten sich gewaltsam Zugang zum Hangar verschafft und dort verschiedene Gegenstände entwendet. Eine detaillierte Aufstellung des Diebesgutes liegt derzeit noch nicht vor. Die Ermittlungen am Tatort wurden aufgenommen. Aschersleben (Fahrraddiebstahl) Am Wochenende wurde aus einem Fahrradschupp im Hellgraben zwei Fahrräder entwendet. Die unbekannten Täter beschädigten das Schloss des Schuppens und gelangten so ins Innere. Hier wurden offenbar gezielt die beiden Fahrräder ausgewählt und entwendet. Es entstand ein Schaden von 700.-€. Die Ermittlungen wurden aufgenommen. Bernburg (Diebstahl aus Kraftfahrzeugen) Am Montagmorgen wurde der Einbruch in ein Fahrzeug an der Strenzfelder Allee gemeldet. Die Täter zerstörten die Scheiben des Fahrzeuges und erlangten durch Hineingreifen unter anderem ein IPad, welches im Fahrzeug abgelegt war. Die Ermittlungen wurden aufgenommen. Staßfurt (Einbruchsdiebstahl) Am Montagmorgen wurde der Einbruch im Heimatverein Löderburg festgestellt. Die Täter zerstörten eine der Fensterscheiben und gelangten so ins Gebäude. Anschließend durchsuchten sie die Räume und versuchten einen kleinen Tresor zu öffnen. Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen fehlt ein älterer Computer und der dazugehörige 17“ Monitor. Die Ermittlungen wurden aufgenommen. Aschersleben (Kontrolle Fahrtüchtigkeit) Am Sonntagabend, kontrollierte die Polizei einen 18-Jährigen, welcher mit einem PKW in der Güstener Straße unterwegs war. Während der Kontrolle wurden typische Anhaltspunkte für den Konsum von Betäubungsmittel festgestellt. Ein freiwilliger Schnelltest reagierte positiv. Im Zuge des eingeleiteten Bußgeldverfahrenes wurde eine zur Beweissicherung erforderliche Blutprobenentnahme realisiert. Die Weiterfahrt wurde für die nächsten 24 Stunden untersagt. Eine Mitteilung an die Führerscheinstelle erfolgte. Bernburg (Zeugenaufruf) Bereits am 2. April, gegen 12:30 Uhr, kam es in der Leipziger Straße zu einem Unfall zwischen einem Mädchen und einer älteren Radfahrerin. Das Mädchen hatte die Fahrbahn zwischen zwei parkenden Fahrzeugen betreten und die herannahende Radfahrerin konnte nicht mehr ausweichen. Sie kam zu Fall und verletzte sich. Die Polizei sucht nun nach der etwa 12-13-jährigen Fußgängerin. Zeugen oder die Fußgängerin erreichen und auch telefonisch unter 03471-3790. (koma) Impressum: Polizeiinspektion Magdeburg Polizeirevier Salzlandkreis Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Franzstraße 35 06406 Bernburg Tel: +49 3471 379 402 Fax: +49 3471 379 210 mail: presse.prev-slk@polizei.sachsen-anhalt.de
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