Abfallmanagement in Russland und weiteren GUS-Staaten Seit mehreren Jahren unterstützt das UBA im Rahmen des Beratungshilfeprogramms die Länder der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) bei der Entwicklung effektiver Abfallmanagementstrukturen. Im Rahmen von Seminaren und Workshops im Mai und Juni 2017 wurden gezielt Akteure aus Politik, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen beraten und fortgebildet. Seit über 15 Jahren führt das UBA Projekte zum Thema Kreislaufwirtschaft im Rahmen des Beratungshilfeprogramms für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens sowie weiteren an die EU angrenzenden Staaten durch. Dazu gehört auch der Umgang mit Elektro- und Elektronikaltgeräten. Vom 15. bis 19. Mai 2017 veranstaltete das UNIDO-Zentrum Moskau mit Unterstützung des UBA die „E-Waste Academy for Manager and Policy Makers“. Dabei nutzten Repräsentanten von Ministerien, Behörden, Wirtschaftsverbänden sowie Nichtregierungsorganisationen der GUS-Länder Aserbaidschan, Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan und Usbekistan die Möglichkeit, sich über internationale Regelungen zu informieren und praxisbezogene Kenntnisse zu erwerben. In Vorträgen, Seminaren und praktischen Übungen lernten die über 30 Teilnehmenden, wie man z.B. ein Unternehmen zur Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten in Übereinstimmung mit jeweiligen gesetzlichen Anforderungen etablieren kann oder grenzübergreifende Transportketten effektiv vernetzt. Eines der wichtigsten Ergebnisse dieses Projektes bildeten die erarbeiteten beispielhaften Aktionspläne zur Entwicklung eines umweltschonenden und Sammel- und Verwertungssystems. Am 28. Juni 2017 veranstaltete das Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen der Russischen Föderation in Moskau das internationale Seminar „Russian legal framework and best European practice on waste management: possible combination of approaches to environmental protection”. Gemeinsam mit den Partnerländern Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sowie der EU-Vertretung lud es Vertreterinnen und Vertreter föderaler und regionaler mit Abfallwirtschaftsfragen befasster Institutionen sowie Unternehmen zu diesem Expertentreffen, um aktuelle europäische Entwicklungen und Erfahrungen sowie zukünftige Kooperationen im Abfallbereich zu besprechen. In einem Fachvortrag erläuterte ein Mitarbeiter des UBA die Grundprinzipien der Organisation der deutschen Abfallwirtschaft. Die Veranstaltung fand im Rahmen der auf Umweltzusammenarbeit im Ostseeraum ausgerichteten St. Petersburg-Initiative statt ( www.spbinitiative.ru ). Flankierend fanden Gespräche zwischen den deutschen und russischen Umweltexperten statt, um zukünftige gemeinsame Aktivitäten insbesondere zur Beratung der Regionen der Russischen Föderation zu besprechen. Diese haben vertieftes Interesse an organisatorischen und finanziellen Fragen der Abfallwirtschaft. Solche Expertentreffen, Fachworkshops sowie die dabei stattfindenden bilateralen Gespräche tragen zu einer intensiveren Zusammenarbeit auch zwischen den Fachleuten in den Partnerländern des Beratungshilfeprogramms bei und fördern so ihren Austausch von Wissen und Erfahrungen.
Das Projekt "Der Zustand der Umwelt im ländlichen Raum der NUS-Staaten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Öko-Institut. Institut für angewandte Ökologie e.V. durchgeführt.
Das Projekt "Energieeffizienz in Mittel- und Osteuropa sowie der früheren Sowjetunion: Stand, Perspektiven, Hemmnisse und die Rolle der Ost-West-Kooperation" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Öko-Institut. Institut für angewandte Ökologie e.V. durchgeführt.
Das Projekt "Seminar: Umweltbildung, Naturpaedagogik und Besucherlenkung in Grossschutzgebieten fuer Schutzgebietsmitarbeiter aus der GUS" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bundesamt für Naturschutz durchgeführt.
Das Projekt "Nachbewilligung zur Dritten Phase des Projektes: Entwicklung eines zweistufigen biologischen Verfahrens zur Reinigung von Deponiesickerwasser und industriellen Abwässern mit komplexen Stoffgemischen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von ÖKOTEC Management GmbH durchgeführt. Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Ziel der letzten Projektphase war es, mit einer Langzeit-Praxiserprobung das zweistufige biologische Verfahren zur Deponiesickerwasserreinigung als Stand der Technik zu etablieren und zu bilanzieren. Nach der Inbetriebnahme des Technikums am Deponiestandort Schöneiche ging es in der zwölfmonatigen Laufzeit des Projektes AZ 14996/04 in den Langzeitversuchen um die Validierung der Laborergebnisse im technischen Maßstab, die verfahrenstechnische Optimierung der Anlage und um eine damit verbundene mögliche Kostenreduzierung des Systems. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Nach dem ersten Technikums-Probebetrieb wurde eine Reihe von Optimierungsmaßnahmen durchgeführt: - der Umbau des Rohsickerwasserzulaufs, - die Verwendung von Soda statt Bicarbonat für die Ammoniumoxidation in Reaktor 2, - der Einsatz von Membrandosierpumpen mit integrierten Rückschlagventilen für die Zugabe von Soda und Essigsäure, - der Einbau von zusätzlichen Polyurethan-Festbetten zur Vergrößerung der Oberfläche für die Besiedlung mit Mikroorganismen, - die Einstellung des Sollwerts für Reaktor 4 auf einen pH-Wert von 6,5, - ein Update der SPS-Steuerung der Nanofiltration zur freien Programmierung der Spülzyklen, - der Einbau eines Absperrhahns vor den Nanofiltrations-Vorfilter - und die Trennung des Nanofiltrationsablaufs vom Reaktoren-Sammelablauf zur Behälterleerung. Es wurde sowohl Rohsickerwasser der MEAB-Deponie Schöneiche als auch Sickerwasserkonzentrat der Deponie Vorketzin behandelt. Fazit: Wegen der durchgeführten Optimierungsmaßnahmen ist es prinzipiell gelungen, das Schöneicher Rohsickerwasser gemäß Anhang 51 der Abwasserverordnung aufzureinigen. In Vorketzin wurde die organische Belastung über 70% und Stickstoff über 80% reduziert. Nach Rückgang der Calciumfracht sollte es zukünftig möglich sein, mit der Zweistufen-Biologie das Sickerwasserkonzentrat ausreichend zu reinigen, da organische Belastung und Stickstoffgehalt geringer als im Schöneicher Rohsickerwasser sind. Um das Verfahren als Stand der Technik, vor allem für die Behandlung von Sickerwasserkonzentraten, zu etablieren, müssten die Laborvorgaben mit den Erfahrungen des Technikumsbetriebs kombiniert und in einer weiteren Versuchsreihe unter optimierten Bedingungen verifiziert werden.
Das Projekt "Knockout'- und RNAi-Mutanten der Allenoxidcylase und die Jasmonatbiosyntheseregulation in der Entwicklung von Arabidopsis" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie durchgeführt. Jasmonate sind Signalmoleküle in pflanzlichen Entwicklungsprozessen und bei der Abwehrreaktion der Pflanzen auf biotischen und abiotischen Stress. Eine Funktionsanalyse mit Hilfe von Mutanten der Regulation ihrer Biosynthese fehlt. Durch einen breiten GC/MS-gestützten Screen sollen solche Mutanten isoliert werden. EMS-mutagenisierte Arabidopsis-Keimlinge, die das Reportergen GUS unter der Kontrolle des jasmonatresponsiven Th2.1-Promotors enthalten, werden auf verschiedene Mutantentypen gescreent: 1. GUS+-Pflanzen (konstitutive Jasmonatüberproduktion), 2. Pflanzen, die nach Sorbit-Stress (im Wildtyp Anstieg der endogenen Jasmonatmenge) GUS--negativ sind und durch JA normalisierbar sind (Jasmonatbiosynthesemutanten, einschließlich der gesuchten Mutanten der Regulation), 3. GUS+Pflanzen nach Sorbit-Stress, die nicht durch Jasmonat normalisierbar sind (Jasmonatsignaltransduktionsmutanten, die im Projekt unbearbeitet bleiben). Überproduzenten und Biosynthesemutanten werden durch GC/MS auf Jasmonatgehalt und Octadecanoide untersucht, so dass auch Regulationsmutanten der Jasmonatbiosynthese selektierbar werden. Sie dienen durch Charakterisierung von Jasmonatdefizienz und -überproduktion zur Funktionsanalyse der Jasmonatwirkungsweise in Wachstum, Differenzierung und der Antwort auf Stress und Pathogenbefall.
Das Projekt "National E-Waste Monitors: Belarus, Kazakhstan, Tajikistan and Uzbekistan" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von United Nations Institute for Training and Research durchgeführt.
Das Projekt "Bewertung von Ökosystemdienstleistungen in der Russischen Föderation (RF) und ausgewählten NUS- Staaten des nördlichen Eurasiens: Erste Schritte" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. durchgeführt. 1. Vorhabenziel Initiierung des Prozesses zur Entwicklung eines Systems zur Bewertung von Ökosystemdienstleistungen (ÖSD) in der RF und anderen Postsjowetischen Staaten (Unterstützung nationaler TEEB-Prozesse in NUS-Staaten). Dabei sollen Akteure aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft einbezogen sowie erfolgreiche Beispiele zur gesellschaftlichen und ökonomischen Inwertsetzung des Naturkapitals in Russland und NUS-Staaten erfasst, analysiert, initiiert und kommuniziert werden. Das Vorhaben will in enger Zusammenarbeit mit russischen Politik- und Wissenschaftsvertretern Anstöße liefern, Leistungen und Werte der Natur genauer zu erfassen und sichtbarer zu machen. Es sollen strategische Vorschläge erarbeitet werden, wie die Leistungsfähigkeit und der Nutzen der Ökosysteme und Landschaften besser in private und öffentliche Entscheidungen integrierbar sind, um langfristig die natürlichen Lebensgrundlagen und die biologische Vielfalt in den Ländern und ihren Regionen zu erhalten. 2. Arbeitsplanung 1: Analyse der Vorarbeiten und Stand der Bewertung von ÖSD in RF/NUS; 2: Entwicklung eines Systems für die Bewertung und das Monitoring von ÖSD in der RF; 3: Erstellung eines Entwurfes (Gliederung) eines möglichen Nationalen Berichtes 'Bewertung von ÖSD in der RF'; 4: Erstellung von Entwürfen einer Gliederung eines möglichen Nationalen Berichtes zur Bewertung und zum Monitoring von ÖSD in einigen anderen NUS-Staaten; 5: Netzwerkbildung.
Das Projekt "Coordinating twinning partnerships towards more adaptive governance in river basins (Twin2Go)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Osnabrück, Institut für Umweltsystemforschung durchgeführt. The challenge: The Integration and new approaches to manage risks in the light of increasing uncertainties require transformation processes in institutional resource regimes and management style. Different approaches have been developed and proposed to deal with this complexity and with the ambition of ensuring a sustainable use of the resource. The failure of governance systems has been identified as being one of the most important reasons for the increased vulnerability of populations to water related disasters. Successful governance in river basin management depends on adaptive institutions that are able to cope with complexity and uncertainty and to face new challenges such as climate change. Project Objectives: Over the past years, the EU has funded several projects that undertook research on specific integrated water resources management (IWRM) issues in case studies carried out on twinned river basins from Europe and from developing countries. The aim of Twin2Go now is to review, assess, synthesize and consolidate the outcomes of these projects in order to make them transferable and applicable to other basins, and to disseminate the project results effectively to relevant authorities, stakeholders and end-users. In order to achieve this aim, Twin2Go will elaborate a methodology that allows comparative analysis and synthesis of the outcomes of the diverse projects. The consolidated outcomes will feed into best practice guidelines for the adoption and implementation of sustainable water resources management plans. All synthesis activities will involve stakeholders from the projects and basins including all relevant levels of target groups and high level decision makers in water policy. Twin2Go will focus its activities on the thematic priority 'adaptive water governance in the context of climate change and cluster past and ongoing twinning projects along their target regions (Latin America, Africa, NIS, South and South East Asia). Methodology: In order to facilitate a comparison of past and ongoing work not only in the selected projects and river basins, but also on the framework conditions (social, economic) within which these projects are performed, a methodology for comparative analysis will have to be elaborated. This methodology is intended to support the comparison between the ongoing projects and/or river basins and synthesise their lessons, which will allow opening new perspectives for water managers and stakeholders in Europe, Asia, Latin America and Africa. Such analyses support what can be called a 'diagnostic approach which develops tools to analyse problems embedded in context and supports the development of context specific solution instead of advocating simplistic panaceas. In the conceptual context, the methodological framework of Twin2Go will fall back on approaches of adaptive management, institutional development, social learning and adaptive governance.
Das Projekt "Earth Observation for Assessment of Forest Disturbances induced Carbon Emissions in Central Siberia (SibFORD)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Jena, Institut für Geographie, Abteilung Geoinformatik und Fernerkundung durchgeführt. The SibFORD project aims at the development of methods and tools to estimate carbon emissions induced by forest disturbances using Earth observation (EO) techniques in combination with in-situ data and contemporary models, and to improve the understanding of human impacts on the carbon balance in boreal ecosystems through analysis of multi-annual integrated land surface-model / remote sensing datasets. The SibFORD project has been selected for funding within INTAS (The International Association for the Promotion of Co-operation with Scientists from the New Independent States (NIS) of the Former Soviet Union) Thematic Call for Research Project Proposals on 'Earth Sciences and Environment' in co-operation with the European Space Agency (ESA).
Origin | Count |
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Bund | 56 |
Type | Count |
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Förderprogramm | 55 |
Text | 1 |
License | Count |
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geschlossen | 1 |
offen | 55 |
Language | Count |
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Deutsch | 38 |
Englisch | 21 |
Resource type | Count |
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Keine | 54 |
Webseite | 2 |
Topic | Count |
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Boden | 35 |
Lebewesen & Lebensräume | 40 |
Luft | 28 |
Mensch & Umwelt | 56 |
Wasser | 29 |
Weitere | 54 |