Zur Kartierung der Gewässerstruktur in Berlin wurden insgesamt drei verschiedene Verfahren angewandt: 1.) Übersichtsverfahren (ÜV) der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA, 2002). Dieses Verfahren zur Kartierung von Fließgewässern basiert auf der Auswertung von Luftbildern, sowie historischem und aktuellem kartographischen Material. Es wurde auf die Gewässer Dahme, Havel und Spree angewandt. Das ÜV erlaubt es, einen Überblick über die Gewässerstruktur bei vergleichsweise geringem Kartieraufwand zu gewinnen. Es ist jedoch in seiner Aussagekraft begrenzt: Insbesondere Aussagen zur Gewässersohle sind mit diesem Verfahren nicht möglich. Es wird daher heutzutage kaum noch angewandt. 2.) Vor-Ort-Verfahren (VOV) der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA, 2000). Dieses Verfahren zur Kartierung von Fließgewässern basiert auf einer Vor-Ort Begehung des zu untersuchenden Fließgewässers und erlaubt so eine genaue Ansprache von mehr als 25 ökologisch relevanten Parameter, insbesondere auch in der Gewässersohle. Es wurde mit Ausnahme von Havel, Dahme und Spree auf alle in der Karte dargestellten kleineren Fließgewässer angewandt. 3.) Seeufer-Kartierverfahren (SUK) (LUNG, 2004). Die Berliner Seeufer wurden nach einem Verfahren kartiert, das ursprünglich im Auftrag des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG M-V, Güstrow) entwickelt und in Hinblick auf die in Berlin anzutreffenden Bedingungen angepasst wurde. Dieses Verfahren basiert, ähnlich zum Übersichtsverfahren für Fließgewässer, auf der Auswertung von Luftbildern und kartographischem Material. Im Rahmen der Kartierung der Berliner Seeufer wurde zusätzlich eine seeseitige Befahrung aller Seeufer vorgenommen, um so die Bewertung von Parametern zu ermöglichen, die sich aus Luftbildern insbesondere aufgrund von ufernahem Baumbestand nicht oder nicht ausreichend genau bestimmen lassen. Allen Kartierverfahren gemeinsam ist die Bewertung der betrachteten Abschnitte unter Verwendung einer siebenstufigen Klassifizierung (siehe Tab. 1), wobei die Bewertungen von „unverändert" (Klasse 1) bis „vollständig verändert" (Klasse 7) reichen. Die Vorgehensweise ist dabei für die angewandten Verfahren (ÜV, VOV, SUK) prinzipiell vergleichbar: Über mehrere Hierarchieebenen werden die im Gelände erhobenen bzw. aus bereits vorliegenden thematischen Datengrundlagen bestimmten Ausprägungen der jeweiligen Einzelparameter zu einer Gesamtbewertung für einen Abschnitt zusammengefasst. In den meisten Fällen erfolgt dies über die Bildung des arithmetischen Mittels, zum Teil werden aber auch komplexere Verfahren verwendet. Details zur Berechnung der Gesamtbewertung können den jeweiligen Verfahrensbeschreibungen entnommen werden (LAWA, 2002; LAWA, 2000; LUNG, 2004). Das prinzipielle Vorgehen soll am Beispiel der Indexbewertung der Gewässerstruktur von Fließgewässern nach dem VOV verdeutlicht werden: Bei der Erhebung vor Ort werden die Ausprägungen für 25 Strukturelemente (=Einzelparameter) des Gewässers und seines Umfeldes als Indikatoren für die ökologische Funktionsfähigkeit in einem Erfassungsbogen aufgenommen. Aus den abschnittsweise erhobenen Einzelparametern wird über eine arithmetische Mittelwertbildung die Bewertung der Hauptparameter vorgenommen (siehe Abb. 1). Die Zuweisung der Güteklassen von 1 („unverändert") bis 7 („vollständig verändert") erfolgt dabei über die in Tab. 1 dargestellte Vorschrift. Ebenfalls über Bildung des arithmetischen Mittels werden aus den Hauptparametern die Indexbewertungen für die Gewässerbereiche „Sohle", „Ufer" „Land", sowie der Gesamtindex für die Gewässerstruktur abgeleitet und anschließend wiederum die jeweiligen Güteklassen zugewiesen. Methodenkritik Die Methoden zur Bewertung der Gewässerstruktur sind relativ neu und zum Teil noch nicht endgültig festgelegt. Dies kann sich in einer den tatsächlichen Gegebenheiten nicht angemessenen negativen Bewertung der Gewässerstruktur bemerkbar machen. So wurden z. B. bei der Bewertung der Fließgewässer nach LAWA, 2000 naturraum-spezifische Gewässer-„Leitbilder" herangezogen, die den Gegebenheiten im Norddeutschen Tiefland im Hinblick auf die Sohlstruktur nicht immer gerecht werden, was im Resultat zu einer ungerechtfertigten Abwertung der Gewässerstruktur führen kann. Basierend auf den Erfahrungen, die über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren bundesweit mit der Strukturkartierung von Fließgewässern gewonnen wurden, erschien im Jahr 2012 eine vollständig überarbeitete Anleitung zur Kartierung der Struktur von Fließgewässern (LANUV, 2012). Auch das Verfahren zur Seeuferkartierung wird in einer 2013 bundesweit angestrebten Überarbeitung, den tatsächlichen Gegebenheiten der unterschiedlichen Gewässertypen noch gerechter werden, um im Zusammenspiel mit den Erhebungen der ufernahen biologischen Erhebung eine erfolgreiche Maßnahmenumsetzung erreichen zu können. Trotz ihrer (erkannten) Defizite erlauben die Verfahren zur Erhebung der Gewässerstruktur jedoch bereits in den angewandten Versionen einen aussagekräftigen Vergleich zwischen einzelnen Gewässern sowie eine eindeutige Ausweisung von problematischen Gewässer- bzw. Uferabschnitten und stellen so eine äußerst wertvolle Grundlage für Gewässerentwicklungskonzepte und weitere Maßnahmenplanung dar.
Erklärung zur Barrierefreiheit Kontakt zur Ansprechperson Landesbeauftragte für digitale Barrierefreiheit Darstellung der Gewässerstruktur von Fließgewässern und Seen anhand des Grads der Veränderung von „unverändert“ bis „vollständig verändert“. Die Bewertung erfolgte nach der Wasserrahmenrichtlinie. 02.06.1 Gewässerstrukturgüte – Gesamtbewertung (WRRL) Weitere Informationen
BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) 2010: Die Wasserrahmenrichtlinie, Auf dem Weg zu guten Gewässern – Ergebnis der Bewirtschaftungsplanung 2009 in Deutschland, 2010. Internet: www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/4012.pdf BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) 2010: Gesetz zur Neuregelung des Wasserrechts, 2010. BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) 2011: Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie und ihre Umsetzung in Deutschland, 2011. ILAT (Institut für Lebensmittel, Arzneimittel und Tierseuchen Berlin) 2002: Gewässerstrukturgütekartierung Berlin. Vorortkartierung ausgewählter Abschnitte von Tegeler Fließ und Fredersdorfer Mühlenfließ. Endbericht. Band 1: Ergebnisse, 2002. Download: /umweltatlas/_assets/literatur/2061_ilat_2002.pdf LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen) 2012: Kartieranleitung für die kleinen bis großen Fließgewässer. LANUV-Arbeitsblatt 18, 2012. Download: www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuvpubl/4_arbeitsblaetter/40018.pdf LAWA (Länderarbeitsgemeinschaft Wasser) 2000: Gewässerstrukturgütekartierung in der Bundesrepublik Deutschland: Verfahren für kleine und mittelgroße Fließgewässer, 2000. Bestell-Nr. 300512, ISBN 978-3-88961-233-5. LAWA (Länderarbeitsgemeinschaft Wasser) 2002: Gewässerstrukturkartierung in der Bundesrepublik Deutschland: Übersichtsverfahren, 2002. Bestell-Nr. 300823, ISBN 978-3-88961-249-6. LUNG (Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern) 2004: Entwicklung eines Kartierverfahrens zur Bestandsaufnahme des Strukturzustandes der Ufer von Seen >=50 ha in Mecklenburg-Vorpommern, 2004. Download: www.wrrl-mv.de/static/WRRL/Dateien/Dokumente/WRRL/BMU/hintergrund1/Endbericht_Seeuferstrukturkartierung.pdf SenGesUmV (Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Berlin) 2009a: Seeuferkartierung 2007 / 2008 von Großem Müggelsee, Dämeritzsee, Zeuthener See (Berliner Ufer), Langem See und Unterhavel (Pfaueninsel). Endbericht, 2009. Download: /umweltatlas/_assets/literatur/2061_senguv_2009a.pdf SenGesUmV (Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Berlin) 2009b: Panke 2015. Ein Bach wird naturnah, 2009. Download: www.berlin.de/sen/uvk/_assets/umwelt/wasser-und-geologie/europaeische-wasserrahmenrichtlinie/panke2015.pdf SenGesUmV (Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Berlin) 2010: Strukturkartierung von Fließgewässern in Berlin. Kartierung 2006 / 2007: Bogenseegraben, Panke, Tegeler Fließ. Kartierung 2009: Neue Wuhle, Wuhle, 2010. Download: /umweltatlas/_assets/literatur/2061_senguv_2010.pdf SenStadtUmTech (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Unweltschutz und Technologie Berlin) 1999: Gewässerstrukturgütekartierung Berlin. Endbericht. Band 1: Methode und Ergebnisse, 1999. Download: /umweltatlas/_assets/literatur/2061_sensut_1999.pdf SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin) 2000: Gewässerstrukturgütekartierung der Berliner Nebengewässer Endbericht. Band 1: Methode und Ergebnisse, 2000. Download: /umweltatlas/_assets/literatur/2061_senstadt_2000.pdf SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin) 2002: Gewässeratlas von Berlin, 2002. Download: www.berlin.de/sen/uvk/_assets/umwelt/wasser-und-geologie/publikationen-und-merkblaetter/wasseratlas.pdf SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin) 2003: Gewässerstrukturgütekartierung kleiner Fließgewässer nach dem Vor-Ort-Verfahren. Endbericht, 2003. Download: /umweltatlas/_assets/literatur/2061_senstadt_2003.pdf SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) 2012: Panke 2015. Internet: www.berlin.de/sen/uvk/umwelt/wasser-und-geologie/europaeische-wasserrahmenrichtlinie/berlin/panke/ WRRL, 2000. Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften: Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik, 2000.\ Download: eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2000:327:0001:0072:DE:PDF
Wie viele Fischarten schwimmen in der Havel? Wo drohen Überschwemmungen? Welche Schadstoffe sind im Landwehrkanal zu finden? Und wo kommt eigentlich das Berliner Trinkwasser her? Hier finden Sie alles, was Sie über das Wasser und Grundwasser in Berlin wissen wollen. Bild: Umweltatlas Berlin Wasserhaushalt Was passiert mit Regen, wenn er auf Berliner Boden trifft. Versickert, verdunstet oder fließt er direkt in die Kanalisation ab? Mit unseren Karten können Sie nachvollziehen, wo Niederschläge bleiben - auch in Ihrem Kiez. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Regen- und Abwasser Sechs Klärwerke und knapp 10.000 Kilometer Kanalnetz kümmern sich um Abwasser und Regen in Berlin. In den Altbaugebieten im Zentrum teilen sich Niederschläge und Schmutzwasser die Kanäle. Außerhalb des S-Bahnrings ist die Kanalisation getrennt angelegt. Hier gibt es den Überblick, wo was wie läuft. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Flächenpotentiale für dezentrale Versickerungsanlagen Die zunehmende Intensität und Häufigkeit klimabedingter Extremereignisse stellt insbesondere verdichtete Stadtgebiete vor wachsende Herausforderungen, darunter zunehmende Hitzebelastungen und erhöhte Überflutungsvolumina. Hier finden Sie Potenzialflächen für verschiedene dezentrale Versickerungsmaßnahmen im urbanen Raum. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Grundwasserhöhen Täglich wird in Berlin die Höhe des Grundwasserstands aufgezeichnet. Das ist wichtig, weil sich die Stadt mit dem fürs Leben und Arbeiten benötigten Wasser selbst versorgt. Was Grundwasser ist, wie es entsteht und wie es überwacht wird, können Sie hier lesen. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Grundwassertemperatur Wie warm ist das Grundwasser in 20, 40 oder 100 Metern Tiefe? Das wird in Berlin seit den 1980er Jahren dokumentiert. Hier können Sie nachvollziehen, welchen Unterschied es macht, ob überirdisch der Alexanderplatz, der Große Tiergarten oder eine Industrieanlage liegt. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Flurabstand Das Grundwasser liegt in Berlin mancherorts nur wenige Spatenstiche unter der Erde. Jedoch hat der wachsende Bedarf den Grundwasserstand über die Jahrhunderte verringert. 2009 befand sich die Grundwasseroberfläche auf einem relativ hohen Niveau. 2009 zeigt ein durchschnittlich feuchtes Jahr. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Grundwasserneubildung Für Nachschub an Grundwasser ist gesorgt: Versickernder Regen füllt die Vorräte im Berliner Untergrund auf. Doch die Hälfte des Niederschlags geht vorher verloren, verdunstet oder landet in der Kanalisation. Wieviel das ist, ist in Berlin sehr unterschiedlich. Dies können Sie hier nachvollziehen. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Grundwasserstand (zeHGW) Der Weg des Grundwassers aus der Tiefe bis in den eigenen Keller ist in Berlin je nach Lage nicht weit. Wer bauen will, muss daher vorher wissen, wie hoch das Wasser in Zukunft maximal steigen kann. Welche Werte Fachkundige für bislang drei Viertel der Fläche Berlins prognostiziert haben, erfahren Sie hier. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Grundwasserstand (zeMHGW) Ob in Köpenick oder im Panketal: Wer in Berlin Versickerungsanlagen baut, muss vorher wissen, wie hoch das Grundwasser steht. Für Planer ist der Durchschnitt der zukünftig zu erwartenden Jahreshöchststände ein wichtiger Ausgangspunkt. Für etwa die Hälfte der Fläche Berlins ist er berechnet. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Wasserdurchlässigkeit des Untergrundes Asphalt und Beton versperren dem Regen in Berlin oft den Weg in den Untergrund. Damit er dennoch versickern kann, werden Anlagen gebaut. Dabei muss jedoch das Gestein unter der Erde mitspielen; denn durch Sand sickert Wasser zum Beispiel besser als durch geringer durchlässigen Geschiebemergel. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Geothermisches Potenzial Heizen mit Erdwärme? Klingt gut! Hier finden Sie Daten, wieviel Energie gewonnen werden kann und wie gut der Untergrund mit dem Wärmeentzug klarkommt. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Sickerwasser Wie lange brauchen Regen und andere Niederschläge, bis sie das Grundwasser erreichen? Diese Information ist wichtig, falls beim Versickern in den Untergrund Schadstoffe in tiefere Schichten gelangen. Wie der Schutz des Grundwassers einzuschätzen ist, erhalten Sie hier im Überblick. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Grundwasserqualität Was beeinflusst die Qualität des Grundwassers? Wo versickert Regenwasser? Durch welche Gesteinsschichten fließt es auf seinem Weg in den Untergrund? Welche Faktoren die Qualität des Grundwassers wie stark beeinflussen, erfahren Sie hier. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Wasserschutzgebiete Berlin kann seinen Bedarf an Trinkwasser komplett aus dem Grundwasser unterhalb der Stadtfläche decken. Schutzzonen um die Förderbrunnen bewahren es vor Schadstoffen. Hier lesen Sie, wie Ihre Trinkwasserversorgung sichergestellt wird. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Hochwasser und Überschwemmungen Wo droht in Berlin ein Hochwasser? Wie viele Menschen oder wertvolle Kulturgüter wären davon betroffen? Und wie oft muss mit Überschwemmungen gerechnet werden? Diese Informationen sind wichtig für einen aktiven Hochwasserschutz und hier nachzulesen. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Starkregen- und Überflutungsgefahren Extreme Starkniederschläge können überall auftreten und jeden treffen, wobei die präzise örtliche und zeitliche Vorhersage solcher Ereignisse bisher noch sehr unsicher ist. Die flächendeckende Starkregenhinweiskarte und Starkregengefahrenkarten für einzelne Orte bieten eine Orientierungshilfe. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Gewässerstrukturgüte Unbefestigte Ufer, Sandbänke und unbebaute Auen sieht man an Berlins Gewässern nur noch an Teilen von Havel und Müggelsee. Der Mensch hat die Natur verändert – das beeinträchtigt die Güte der Gewässer. Sie wird in sieben Klassen gemessen. Wie Berlins Flüsse und Seen abschneiden, finden Sie hier. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Gewässergüte (Chemie) Wieviel Phosphor ist im Landwehrkanal, wieviel Sulfat in der Spree entdeckt worden? Zahlreiche Messpunkte im Berliner Stadtgebiet sammeln verschiedene Daten zur Gewässergüte. Welche Faktoren die Qualität von Seen und Flüssen beeinflussen, erfahren Sie hier. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Gewässergüte (Trophie) Berlins Gewässer fließen träge und sind voller Nährstoffe. Unter solchen Bedingungen wachsen Algen besonders gut. Zu viele nehmen dem Wasser jedoch den Sauerstoff und damit den Fischen die Luft zum Atmen. Hier finden Sie Daten zur Qualität der Berliner Flüsse und Seen der Jahre 1993 bis 2001. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Fischfauna Wo der Mensch Flüsse staut und Abwasser entsorgt, leben Fische nicht gerne. Über die Jahrhunderte ging der Fischbestand in den Berliner Gewässern daher zurück. Doch seit einigen Jahren kehren selbst verschollene Arten zurück. Was wo schwimmt, ist hier erfasst. Weitere Informationen
Auf der Karte zur Gewässerstrukturgüte nach der Wasserrahmenrichtlinie werden die Gewässerstrukturklassen von unverändert (1) bis vollständig verändert (7) der Fließgewässer und Ufer entlang der Seen dargestellt.
Bewertung der ökomorphologischen Gewässerstruktur ausgewählter sächsischer Fließgewässer nach LAWA-Übersichtsverfahren Ergebnis der Kartierung der Gewässerstruktur (Übersichtsverfahren) aus dem Jahr 2001. Die Kartierung umfasst 2000 km repräsentativ ausgewählte Fließgewässerstrecke in Sachsen. Das Shape beinhaltet die Gesamteinstufung der Gewässerstruktur (Verdichtung 3. Ordnung) sowie die beiden Zwischenparameter Auedynamik und Gewässerbettdynamik (Verdichtung 2. Ordnung). Die Attributierung orientiert sich an den Vorgaben aus der Kartieranleitung (LÄNDERARBEITSGEMEINSCHAFT WASSER (LAWA) (Hrsg.) (2002): Gewässerstrukturkartierung in der Bundesrepublik Deutschland-Übersichtsverfahren-. Berlin).
2011 (aktuell) Je natürlicher, desto besser – so lautet die Formel, nach der die Strukturgüte eines Gewässers bewertet wird. Wenn an unbefestigten Ufern Schilf wuchert, sich im Wasser Sandbänke und kleine Inseln bilden oder abzweigende Bäche sich als Mäander durch unbefestigte Auen schlängeln, dann liegen naturnahe bzw. ökologisch wertvolle Strukturen vor. Auch viele Fisch- und anderen Wassertierarten sprechen für eine gute Qualität des Gewässers. Doch in städtischen Regionen sehen Flüsse und Seen schon lange anders aus. Dort haben Menschen Ufer mit Beton befestigt und Brücken, Stauanlagen oder Deiche gebaut. Seit dem Jahr 2000 will die Europäische Wasserrahmenrichtlinie jedoch erreichen, dass die EU-Länder Gewässer zurück zur Natur bringen. Ein Berliner Beispiel dafür ist die Renaturierung der Panke, die ihr Betonbett verlassen darf. Eine umfangreiche Kartierung der Gewässer erfolgte über mehrere Jahre seit 1999. Dafür wurden Luftbilder und alte Karten ausgewertet und sich die Situation vor Ort angesehen. In sieben Klassen von 1 (unverändert) bis 7 (vollständig verändert) ist erfasst, wie stark der Mensch in die Natur eingegriffen hat. Bei den Flüssen und Bächen schneidet die Kuhlake im Spandauer Forst mit einem Wert von 3,6 am besten ab. Das Schlusslicht bildet der Hellersdorfer Graben mit 6,9. Die Spree wurde demnach sehr stark verändert, die Havel deutlich. Im Vergleich dazu sind die Seeufer, die überwiegend zu den Klassen 3 und 4 zählen, recht natürlich. Nur gering verändert (2) sind etwa die Havel rund um die Pfaueninsel und das südliche Ufer des Müggelsees. Gewässergüte (Chemie) Biologische Gewässergüte (Trophie)
Je natürlicher, desto besser – so lautet die Formel, nach der die Strukturgüte eines Gewässers bewertet wird. Wenn an unbefestigten Ufern Schilf wuchert, sich im Wasser Sandbänke und kleine Inseln bilden oder abzweigende Bäche sich als Mäander durch unbefestigte Auen schlängeln, dann liegen naturnahe bzw. ökologisch wertvolle Strukturen vor. Auch viele Fisch- und anderen Wassertierarten sprechen für eine gute Qualität des Gewässers. Doch in städtischen Regionen sehen Flüsse und Seen schon lange anders aus. Dort haben Menschen Ufer mit Beton befestigt und Brücken, Stauanlagen oder Deiche gebaut. Seit dem Jahr 2000 will die Europäische Wasserrahmenrichtlinie jedoch erreichen, dass die EU-Länder Gewässer zurück zur Natur bringen. Ein Berliner Beispiel dafür ist die Renaturierung der Panke, die ihr Betonbett verlassen darf. Eine umfangreiche Kartierung der Gewässer erfolgte über mehrere Jahre seit 1999. Dafür wurden Luftbilder und alte Karten ausgewertet und sich die Situation vor Ort angesehen. In sieben Klassen von 1 (unverändert) bis 7 (vollständig verändert) ist erfasst, wie stark der Mensch in die Natur eingegriffen hat. Bei den Flüssen und Bächen schneidet die Kuhlake im Spandauer Forst mit einem Wert von 3,6 am besten ab. Das Schlusslicht bildet der Hellersdorfer Graben mit 6,9. Die Spree wurde demnach sehr stark verändert, die Havel deutlich. Im Vergleich dazu sind die Seeufer, die überwiegend zu den Klassen 3 und 4 zählen, recht natürlich. Nur gering verändert (2) sind etwa die Havel rund um die Pfaueninsel und das südliche Ufer des Müggelsees. Die Inhalte dieses Jahrgangs sind aktuell. Einleitung Datengrundlage Methode Kartenbeschreibung Maßnahmenplanung Literatur Karten Download
Fließgewässer Entsprechend der urbanen Überprägung weiter Flächen des Landes Berlins ist die Struktur der Berliner Fließgewässer zumal im Innenstadtbereich zumeist „stark verändert" bis „vollständig verändert" (siehe Tabelle 2). Insgesamt am besten bewertet wurde die Kuhlake im Spandauer Forst. Die Kuhlake ist auch das einzige Berliner Fließgewässer mit mehreren Abschnitten der Strukturklasse 1. Obwohl sie vom Menschen „nachmodelliert" wurde, bietet sie so viele naturnahe Habitate, dass auch die Fauna den guten ökologischen Zustand erfüllt. Unter den natürlichen EU-WRRL relevanten Fließgewässern weist das Tegeler Fließ im Durchschnitt die beste Gewässerstruktur auf. Günstigere Bewertungen der Gewässerstruktur von Fließgewässern außerhalb des Innenstadtbereichs werden mehrheitlich durch die ungünstige Bewertung der Struktur der Gewässersohle verhindert. Zwei Beispiele eher naturnaher und sehr naturferner Fließgewässerabschnitte sind in Abb. 2 dargestellt. Seeufer Die Struktur der Berliner Seeufer ist zumeist „mäßig verändert" bis „deutlich verändert" (siehe Tabelle 3) und wird damit signifikant besser bewertet als die Struktur der Fließgewässer. Die Berliner Seeufer befinden sich oftmals außerhalb des innerstädtischen Kerngebietes und zu einem nicht unerheblichen Teil auch in Schutzgebieten. Sie weisen daher einen im Vergleich zu den Fließgewässern im Durchschnitt geringeren Verbau von Ufer und Flachwasserzone (entspricht im Prinzip der Sohle bei Fließgewässern) auf. Ein strukturverschlechterndes Phänomen stellt der Wellenschlag durch Schiffsverkehr dar, dem jedoch durch das langjährige Schilfschutzprogramm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung so erfolgreich wie möglich entgegen gewirkt wird. Zusammenhängende Bereiche „gering veränderter" Seeuferabschnitte finden sich vor allem an der Unterhavel im Bereich der Pfaueninsel, in dem sich auch der einzige „unveränderte" Seeuferabschnitt befindet, darüber hinaus im nördlichen Seddinsee und am Südufer des Großen Müggelsees. Zwei Beispiele eher naturnaher und sehr naturferner Seeuferabschnitte sind in Abb. 3 dargestellt.
In den vergangenen Jahrzehnten wurden in der Bundesrepublik Deutschland erhebliche Mittel in die Verbesserung die Wasserqualität von Oberflächengewässern investiert. Diese Investitionen haben sich gelohnt: Flüsse wie der Rhein oder die Elbe sind inzwischen wieder so sauber, dass man fast in ihnen baden könnte. Auch zahlreiche Seen, die durch hohe Nährstoffeinträge "umzukippen" drohten, weisen wieder zufriedenstellende oder gute Wasserqualität auf. Allerdings wurde dabei in der Vergangenheit nur wenig Augenmerk auf eine Verbesserung der "Gewässerstruktur" gelegt, und so fließt nun oftmals sauberes Wasser durch nach wie vor strukturarme, naturferne Gewässer. Was aber ist überhaupt die Gewässerstruktur? Mit diesem Begriff wird das ökologisch-morphologische Erscheinungsbild eines Gewässers mit seinen Ufern und Auen verstanden. Ökologisch wertvoll sind hierbei Strukturen, die einem möglichst naturnahen Zustand entsprechen. Ein naturnahes Fließgewässer weist z.B. keine Befestigungen von Sohle oder Ufer aus; durch seinen unregulierten Abfluss bilden sich Mäander in der Landschaft und im Gewässerbett bilden sich Bänke, Inseln oder Kolke aus. Solche naturnahen Zustände treten in urban bzw. intensiv agrarisch oder forstwirtschaftlich geprägten Flächen nur noch selten auf. Eine Verbesserung des ökologischen Gesamtzustandes von Gewässern ist mittlerweile europaweit gesetzlich geregelt. Mit ihrer Veröffentlichung am 22.12.2000 im Europäischen Amtsblatt trat die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) in Kraft (WRRL, 2000; BMU, 2011). Zentrales Anliegen der EU-WRRL ist es unter anderem, bis zum Jahre 2015 einen guten ökologischen Zustand bzw. ein gutes ökologisches Potenzial der Europäischen Fließ- und Stillgewässer zu erreichen. Maßstab hierfür ist u.a. die Besiedlung durch die wirbellose Fauna, Fische und Makrophyten, die maßgeblich von der Gewässerstruktur abhängt. In spezifischen Bewertungsverfahren wird die ökologische Zustandsklasse dieser Biokomponenten bestimmt. Zustandsverbesserungen der Gewässer sind über flussgebietsbezogene Maßnahmenplanungen zu erzielen. Diesbezüglich stellt die Strukturkartierung, in Verbindung mit weiteren Informationen zu Hydrologie, Hydraulik und Sedimentstruktur, eine wichtige Grundlage für die Maßnahmenplanung und das Erfolgsmonitoring dar. Wesentliche Bestandteile der EU-WRRL wurden im Rahmen der Novellierung des Wasserhaushaltsgesetzes im Jahre 2002 in nationales deutsches Recht umgesetzt. Weitere Aspekte der EU-WRRL fanden über die Neufassung des Wasserhaushaltsgesetzes von 2010 Eingang in nationales Recht (BMU, 2010).
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 17 |
| Kommune | 2 |
| Land | 58 |
| Weitere | 8 |
| Wissenschaft | 7 |
| Zivilgesellschaft | 4 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 12 |
| Hochwertiger Datensatz | 1 |
| Kartendienst | 2 |
| Mitmachportal | 1 |
| Text | 32 |
| Umweltprüfung | 6 |
| WRRL-Maßnahme | 13 |
| unbekannt | 13 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 30 |
| Offen | 40 |
| Unbekannt | 10 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 80 |
| Englisch | 6 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 2 |
| Datei | 5 |
| Dokument | 28 |
| Keine | 26 |
| Unbekannt | 1 |
| Webdienst | 2 |
| Webseite | 29 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 42 |
| Lebewesen und Lebensräume | 67 |
| Luft | 18 |
| Mensch und Umwelt | 75 |
| Wasser | 80 |
| Weitere | 77 |