Die Untersuchungsgebiete liegen in den alpinen bis nivalen Höhenstufen der Nördlichen Kalkalpen. Dort existieren auf verkarsteten Kalken (CaCO3-Gehalte größer 96 Prozent) unterschiedliche Entwicklungsstufen der humusreichen Rendzina (A-C-bzw. O-C Profile) sowie verbraunte und braune Bodentypen (A-B-C-Profile). Alle Böden, besonders die braunen Varianten, weisen allochthone Glimmer, Silikate und Schwerminerale auf. So wird der Einfluß von Flugstäuben auf die Solumbildung evident. Aus diesem Sachverhalt resultieren als Forschungsschwerpunkte die rezente Flugstaubdynamik und die dadurch beeinflußte Bodengenese auf Kalkstein. Im Rahmen des geplanten Projekts ergeben sich folgende Kernfragen: 1. Wie sind die Flugstäube durch die beeinflußten Böden in den einzelnen Höhenstufen verbreitet? Welche Geofaktoren steuern die räumliche Verteilung? 2. Wieviel Flugstaub wird rezent (Größenordnung, (mm/a) eingetragen? Welche Hauptliefergebiete gibt es? Wie korrelieren Staubmenge und Solummächtigkeit? 3. Wie verändern die Stäube die Böden? Welchen Anteil haben autochthone Terrae fuscae, allochthone Braunerden und Mischformen? Welche Divergenzen und Konvergenzen der Bodenbildung gibt es in den einzelnen Untersuchungsgebieten? Gibt es Anhaltspunkte für mögliche Bildungszeiträume eine Alterseinstufung der Böden?
Die Felbertal Scheelit-Lagerstätte ist eine der weltweit größten Wolfram-Mineralisationen. Sie ist zwar generell schichtgebunden, ist aber als eine Stockwork-Mineralisation mit diffuser Verteilung des Scheelits in Metabasiten der frühpaläozoischen Habach-Serie im penninischen Tauernfenster der Ostalpen zu beschreiben. Scheelit tritt (1) in stratiformer Verteilung in einer östlichen Vererzungszone (EOZ, ehemaliger Tagebau), (2) in Erzkörpern die an Orthogneise mit karbonischen Protolith-Altern gebunden sind die in einer westlichen Vererzungszone (WOZ, Tiefbau) vorkommen, und (3) in Erzkörpern K7 und K8 ohne besondere lithologische Präferenz in der WOZ auf. Es konnten bisher vier Scheelit-Generationen mit UV- und Kathodolumineszenz und unterschiedlichen Molybdän-Gehalten unterschieden werden. Mit ausführlichen Voruntersuchungen der Mineralchemie des Scheelits mit REM, EPMA und LA-ICP-MS lässt sich eine mehrphasige Entwicklung mit magmatischen, hydrothermalen, metamorphen und tektonischen Abschnitten unter wechselnden physiko-chemischen Bedingungen aufzeigen. Eine U-Pb-Datierung der Scheelit-Generationen in den verschiedenen Verbreitungsdomänen mit LA-ICP-MS kann die wichtige Frage nach der primären Herkunft der Wolfram-Mineralisation beantworten. Mit den Datierungen soll auch die weitere Entwicklung des Scheelits bei Kristallisations-Auflösungs-Wiederausfällungs-Prozessen (CDR), Rekristallisation und Deformation zeitlich aufgelöst werden. Scheelit-Datierungen mit Sm-Nd und Lu-Hf Analysen mit MC-ICP-MS sind weitere Ziele die aber weitere Vorstudien erfordern. Die Element-Mobilität, der Transport und die Verteilung des Wolframs wird weiterhin mit LA-ICP-MS Spurenelement-Analysen von Epidot, Amphibol, Feldspat und Glimmern in den Scheelit-Wirtsgesteinen Amphibolit unf Orthogneis untersucht.
Die europäischen Varisziden beherbergen zahlreiche magmatisch-hydrothermale Greisensysteme, die bedeutende Li, Sn, W und/oder Mo Ressourcen darstellen. Die zentraliberische Zone (Portugal/Spanien), Cornwall (Großbritannien), das Zentralmassiv (Frankreich) und das Erzgebirge/Krušné Hory (Deutschland/Tschechische Republik) gelten als die wichtigsten Li-Sn-W-Provinzen Europas, von denen das Erzgebirgssystem besonders reich an Li Vorkommen ist. Obwohl Greisenvorkommen seit vielen Jahrhunderten bekannt sind und abgebaut werden, sind grundlegende Aspekte, wie die Zusammensetzung der Greisenfluide (Spurenelemente und Gaskomponenten) und die genauen erzbildenden Mechanismen, nicht ausreichend erforscht.Während der magmatischen Phase führt fraktionierte Kristallisation zu einer starken Anreicherung von Elementen wie Li, Sn, B und F in der Restschmelze und in den davon entmischten Greisenfluiden. Anschließend wird durch Gesteins-Wasser-Wechselwirkung die Zusammensetzung der freigesetzten Fluide erheblich verändert. Elemente werden durch den Vergreisungsprozess in der hydrothermalen Lösung an- und abgereichert. Insbesondere die Auflösung der im magmatischen oder metamorphen Nebengestein enthaltenen primären Glimmer (z.B. Biotit) kann während der frühen Vergreisungsphase die Li-, F-, B- und Sn-Konzentrationen im Fluid signifikant erhöhen, bevor diese Elemente durch das Ausfallen typischer Greisenminerale wie Zinnwaldit, Kassiterit, Topas, Turmalin und Fluorit endgültig aus dem Fluid entfernt werden. Die hydrothermale Phase ist daher von besonderer Bedeutung, um das Verhalten von leichten und mobilen Elementen in Greisensystemen entschlüsseln zu können. Um ein besseres Verständnis für die Mobilität von Elementen während des hydrothermalen Stadiums zu erlangen, ist ein breitgefächerter methodischer Ansatz notwendig. Dieser Ansatz beinhaltet die Kombination von in-situ geochemischen Analysen von Greisenmineralen (Haupt-, Spuren- und Isotopenzusammensetzungen mittels LA-ICPMS), Flüssigkeitseinschlussuntersuchungen (Mikrothermometrie, Crush-Leach und LA-ICPMS) sowie die Analyse von Gasen (Crush Fast Scan Massenspektrometrie).Das daraus gewonnenen Verständnis über a) Spuren- und Leichtelementsystematiken in Greisensystemen, b) die Zusammensetzung und Veränderung von Greisenfluiden und c) die Rolle der mit diesen Fluiden assoziierten Gase ist essentiell, um die raum-zeitliche Entwicklung von Greisensystemen nachvollziehen zu können. Darüber hinaus ermöglicht dieser ganzheitliche Ansatz die Identifizierung der Prozesse und chemischen Mechanismen, die für die Erzbildung (z.B. Li und Sn) entscheidend sind.
Die Bildung von Sn- und W-Lagerstätten in entwickelten Graniten ist aufgrund der Komplexität und des Zusammenspiels mehrerer Prozesse während der magmatisch-hydrothermalen Entwicklung dieser Systeme nicht geklärt. In diesem Projekt möchten wir einen Beitrag zum Verständnis dieser Prozesse leisten, indem wir ein hochentwickeltes Aluminium-, Lithium- und Phosphor-reiches Granitsystem im mineralisierten Distrikt von Argemela in Portugal untersuchen. Dieses Beispiel ist eine ideale Fallstudie, um die Entwicklung von Sn- und W-Konzentrationen in Fluiden eines magmatisch-hydrothermalen orthomagmatischen Systems zu verfolgen (keine signifikante Beteiligung externer Fluide).Der Forschungsansatz basiert auf der Untersuchung natürlicher Gesteine, Minerale und Flüssigkeitseinschlüsse, die durch experimentelle Arbeiten ergänzt wird. Die Konzentrationen von Sn und W werden in Flüssigkeitseinschlüssen in Quarz ermittelt. Die Quarzminerale werden so ausgewählt, dass sie unterschiedliche Stadien der magmatisch-hydrothermalen Entwicklung repräsentieren. Die Spurenelementkonzentrationen in Quarz und weiteren Mineralen (z. B. Glimmer) werden verwendet, um die verschiedenen Stadien zu charakterisieren. Experimente bei hohem Druck und hoher Temperatur, die für das Argemela System relevant sind, werden durchgeführt, um (1) die Verteilung von Sn und W zwischen Fluiden und Silikatschmelze und (2) die Löslichkeit von Cassiterit und Wolframit in Li- und P-reichen Silikatschmelzen und Fluiden zu bestimmen. Von besonderer Bedeutung ist die Untersuchung des Einflusses von Li und P auf den Transport von Sn und W in Fluiden, sowie des Einflusses der Temperatur auf W. Der komplementäre geochemische und experimentelle Ansatz wird hilfreich sein, um die Anreicherung von Sn und W in Fluiden während der verschiedenen Entwicklungsstadien des magmatisch-hydrothermalen Systems zu verfolgen und um die Ablagerung von Kassiterit und Wolframit während der unterschiedlichen Stadien zu quantifizieren.
Ziel des geplanten Projektes ist die Einrichtung des Merian International Centre for Advanced Studies Africa, das im Bereich nachhaltige Regierungsführung zu drei thematischen Säulen: demokratische Regierungsführung, Konfliktmanagement und Nachhaltigkeitstransformation arbeitet. MICAS Africa wird an der Universität Ghana angesiedelt, mit einem zweiten, kleineren Standort in Dakar, Senegal. Attraktive Junior- und Senior-Fellowshipprogramme werden durch vielfältige weitere Aktivitäten, auch in der Doktorandenausbildung, ergänzt. Im Rahmen der IFG werden im Jahr 2020 mehrere ForscherInnen aus Ghana und anderen afrikanischen Ländern, Deutschland und der ganzen Welt in Accra forschen. Schwerpunkt ist dabei die gestiegene Nachfrage nach natürlichen Ressourcen, die zu einer Reihe von Zielkonflikten führen. Dazu zählen etwa Konflikte zwischen ökonomischen und ökologischen Zielen. Diese Zielkonflikte zu erkennen, Strategien zum Umgang mit Ihnen zu entwickeln und damit Visionen für einen nachhaltigen ländlichen Wandel zu erarbeiten ist Ziel der IFG.
In AvG werden innovative Hochspannungsisolationssysteme basierend auf neuartigen Nanokompositen entwickelt. Zur Herstellung der Nanokomposite werden Epoxidharz mit sphärischen und plättchenförmigen Nanopartikeln, sog. Organoclays, kombiniert. Die entwickelten Hochleistungsisolationssysteme werden zukünftig in großen rotierenden Maschinen, wie Generatoren und Elektromotoren Anwendung finden. Ziel ist Isolationsharze mit verbesserten Isolationseigenschaften, verlängerter Lebensdauer und erhöhter mechanischer Belastbarkeit zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei zum einen auf der Verbesserung bestehender glimmerbasierter Isolationssysteme, zum anderen auf der Entwicklung glimmerfreier Isolationsharze basierend auf sphärischen und /oder plättchenförmigen Nanopartikeln. Die verbesserten Isolationseigenschaften sollen dabei an einem realen Generator demonstriert werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 47 |
| Europa | 1 |
| Land | 3 |
| Weitere | 1 |
| Wirtschaft | 2 |
| Wissenschaft | 13 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 2 |
| Förderprogramm | 20 |
| Gesetzestext | 1 |
| Text | 28 |
| unbekannt | 2 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 21 |
| Offen | 23 |
| Unbekannt | 8 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 47 |
| Englisch | 9 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 8 |
| Datei | 8 |
| Dokument | 26 |
| Keine | 15 |
| Webseite | 12 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 52 |
| Lebewesen und Lebensräume | 32 |
| Luft | 19 |
| Mensch und Umwelt | 52 |
| Wasser | 18 |
| Weitere | 52 |