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Umweltprobenbank des Bundes (German Environmental Specimen Bank)

Die Umweltprobenbank des Bundes (UPB) mit ihren Bereichen Bank für Umweltproben und Bank für Humanproben ist eine Daueraufgabe des Bundes unter der Gesamtverantwortung des Bundesumweltministeriums sowie der administrativen und fachlichen Koordinierung des Umweltbundesamtes. Es werden für die Bank für Umweltproben regelmäßig Tier- und Pflanzenproben aus repräsentativen Ökosystemen (marin, limnisch und terrestrisch) Deutschlands und darüber hinaus für die Bank für Humanproben im Rahmen einer Echtzeitanalyse Blut-, Urin-, Speichel- und Haarproben studentischer Kollektive gewonnen. Vor ihrer Einlagerung werden die Proben auf eine Vielzahl an umweltrelevanten Stoffen und Verbindungen (z.B. Schwermetalle, CKW und PAH) analysiert. Der eigentliche Wert der Umweltprobenbank besteht jedoch in der Archivierung der Proben. Sie werden chemisch veränderungsfrei (über Flüssigstickstoff) gelagert und somit können auch rückblickend Stoffe untersucht werden, die zum Zeitpunkt ihrer Einwirkung noch nicht bekannt oder analysierbar waren oder für nicht bedeutsam gehalten wurden. Alle im Betrieb der Umweltprobenbank anfallenden Daten und Informationen werden mit einem Datenbankmanagementsystem verwaltet und aufbereitet. Hierbei handelt es sich insbesondere um die biometrischen und analytischen Daten, das Schlüsselsystem der UPB, die Probenahmepläne, die Standardarbeitsanweisungen (SOP) zu Probenahme, Transport, Aufbereitung, Lagerung und Analytik und die Lagerbestandsdaten. Mit einem Geo-Informationssystem werden die Karten der Probenahmegebiete erstellt, mit denen perspektivisch eine Verknüpfung der analytischen Ergebnisse mit den biometrischen Daten sowie weiteren geoökologischen Daten (z.B. Daten der Flächennutzung, der Bodenökologie, der Klimatologie) erfolgen soll. Ausführliche Informationen und eine umfassende Datenrecherche sind unter www.umweltprobenbank.de abrufbar.

Wildkatze jetzt auch im Wendland nachgewiesen

Die diesjährige Erfassung der Wildkatze hat bestätigt, dass sich die Art weiter in Niedersachsen ausgebreitet hat. Durch eine großflächige Wildkatzenerfassung konnte der BUND gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bereits in den vergangenen zwei Jahren zeigen, dass sich die scheue Katze immer neue Lebensräume in Niedersachsen zurückerobert. Unterstützt durch die Niedersächsischen Landesforsten, die Klosterforst sowie weitere Naturschutzverbände untersuchten Natur­schützer*innen in 2019 mit Hilfe von 83 Lockstöcken ausgewählte Wälder in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg, Celle und der Region Hannover sowie im nördlichen Teil des Teutoburger Walds im Raum Dissen südlich von Osnabrück. „Mit den Nachweisen in der Göhrde und den Wäldern nahe der Elbe können wir die erfolg­reiche Wiederbesiedlung des Landkreises Lüchow-Dannenberg durch die Wildkatze beobach­ten“, berichtet Andrea Krug, Wildkatzenexpertin des BUND Niedersachsen. In 2018 gelang nur ein einziger Nachweis im Osten dieses Landkreises. Nun konnten der BUND und der NLWKN belegen, dass hier mindestens neun Tiere leben, davon zwei weibliche und sieben männliche Wildkatzen. Auch im Landkreis Celle hat sich die Art in 2019 erstmalig nachweisen lassen. Nur im nördlichen Teutoburger Wald im Landkreis Osnabrück gelang dies nicht. „Wir haben über einen Zeitraum von zwei Jahren an verschiedenen Standorten in der Region Dissen Haarproben gesammelt – bislang jedoch ohne Erfolg“, so Krug. „Mittels dieser Erfassungen wird sichtbar, wie weit sich die Wildkatze in Niedersachsen bereits (wieder-)ausgebreitet hat und in welchen Wäldern sie hingegen noch fehlt beziehungsweise noch nicht nachgewiesen werden konnte“, sagt Dr. Andreas Jacob, der beim NLWKN für diese Art zuständig ist. „Diese Erkenntnisse helfen uns sehr bei der Ausarbeitung von geeigneten Schutzmaßnahmen für diese streng geschützte Säugetierart.“ Die letzten Wildkatzen leben in meist isolierten Waldgebieten. Viele der Lebensräume sind zu klein, um darin dauerhaft über­leben zu können. Daher fordert der BUND einen durchgehenden Waldverbund in Nieder­sachsen. „Die Wiederausbreitung der Wildkatze ist eine Erfolgsgeschichte, über die wir uns sehr freuen“, ergänzt Dr. Marc Overbeck von den Niedersächsischen Landesforsten. „Entscheidend für die weitere positive Populationsentwicklung wird sein, inwieweit Wanderkorridore zwi­schen vereinzelten Populationen geschaffen werden können. Hierbei werden wir den BUND Niedersachsen unterstützen.“ Pressefotos: Pressefotos: Unter www.bund.net/wildkatzenfotos stehen Ihnen Pressefotos der Europäischen Wildkatze zum Download zur Verfügung. Rückfragen zum Thema an: Andrea Krug, Projektleitung Rettungsnetz Wildkatze, BUND Landesverband Niedersachsen Tel. (0511) 965 69 – 39, andrea.krug@nds.bund.net Dr. Andreas Jacob, Tier- und Pflanzenartenschutz/ Landesweiter Naturschutz, NLWKN Tel. (0511) 3034 3202, E-Mail an Dr. Andreas Jacob Pressekontakt: Pressekontakt: Dr. Tonja Mannstedt, Pressesprecherin, BUND Landesverband Niedersachsen HINTERGRUND Die Europäische Wildkatze ( Felis silvestris ) Die einst in fast allen Wäldern Deutschlands heimische Mäusejägerin steht seit vielen Jahren auf der Roten Liste der bedrohten Arten. In weiten Teilen Deutschlands war sie bereits ausgestorben. Mittlerweile erholt sich die Population. Viele Katzen werden jedoch Opfer des Straßenverkehrs. Das BUND-Projekt Der BUND erforscht bereits seit Jahren die Lebensweise und Verbreitung der seltenen Art in seinem „Rettungsnetz Wildkatze“. Ziel des länderübergreifenden Projekts ist ein Verbund aus Wäldern durch grüne Korridore aus Sträuchern und Bäumen. Diese Biotopvernetzung hilft nicht nur der Wildkatze, sondern auch vielen anderen Arten des Ökosystems Wald. Zur Erfassungsmethode Die mit Baldrian besprühten Lockstöcke ziehen umherstreifende Katzen an, die sich an dem rauen Holz reiben und daran Haare hinterlassen. Durch eine genetische Analyse lässt sich anschließend genau feststellen, von welcher Tierart die Haare stammen: beispielsweise von Reh, Dachs, Haus- oder Wildkatze. Darüber hinaus kann sogar das einzelne Individuum anhand der Haaranalyse identi­fiziert werden. Die gesammelten Haarproben werden an das Senckenberger Forschungs­institut in Gelnhausen geschickt. Dort wird im Labor analysiert, um welches Tier bzw. Individuum es sich handelt. Die Daten werden in einer bundesweiten Gendatenbank hinterlegt.

Untersuchung zur Schadstoffbelastung der Menschen in Europa

Umweltbundesamt leitet deutschen Teil der Pilotstudie DEMOCOPHES In 17 europäischen Ländern startet im August eine Studie zur Schadstoffbelastung der Menschen - DEMOCOPHES -, an der etwa 4000 Mütter und Kindern aus verschiedenen Ländern der Europäischen Union (EU) teilnehmen werden. Diese einheitliche Untersuchung der Schadstoffbelastung der Menschen hatte die EU in der Vergangenheit in ihrem Aktionsplan Umwelt und Gesundheit gefordert. Den deutschen Studienteil leitet das Umweltbundesamt (UBA). In seinem Auftrag werden bei zufällig ausgewählten Mutter-Kind-Paaren aus Bochum und dem Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen) die Schadstoffe Quecksilber, Cadmium, Cotinin und Phthalate (Weichmacher) gemessen. Schadstoffe aus der Umwelt finden sich in unterschiedlichem Maße auch im Menschen wieder. Ihre Bestimmung in Körperflüssigkeiten und -gewebe - das Human-Biomonitoring (HBM) - hilft zu klären, ob und in welchem Ausmaß Stoffe aufgenommen werden und wie hoch die durchschnittliche Belastung ist. Umfangreiches und wiederholtes Human-Biomonitoring kann so hoch belastete Gruppen in der Bevölkerung identifizieren. Aus den Ergebnissen des Human-Biomonitoring können anschließend neue rechtliche Regelungen zur Vermeidung von Schadstoffbelastungen abgeleitet werden. Da Schadstoffe Ländergrenzen überschreiten und Human-Biomonitoring zur Kontrolle des Europäischen Chemikaliengesetzes ⁠ REACH ⁠ eingesetzt werden soll, entwickelte ein Konsortium von Fachleuten aus 27 europäischen Ländern im Auftrag der EU-Kommission ein gemeinsames Vorgehen. Diese Vorgaben und Richtlinien werden nun in einer Pilotstudie - DEMOCOPHES - erprobt und erstmals umgesetzt. 17 europäische Länder, darunter Deutschland, beteiligen sich gleichzeitig daran. Das ⁠ UBA ⁠ hat entschieden, dass der deutsche Teil der Studie in Nordrhein-Westfalen stattfinden soll. Aus diesem Grund wird die Abteilung für Hygiene, Sozial- und Umweltmedizin der Universität Bochum Mütter von 6- bis 11-jährigen Kindern zur Teilnahme an der Studie einladen. Insgesamt 120 Mütter und Kinder werden für die Studie benötigt: Diese stellen jeweils eine Urin- und Haarprobe zur Verfügung und beantworten einen Fragebogen. Die Proben der Teilnehmer werden dann auf die Umweltschadstoffe Quecksilber, Cadmium, Cotinin und Phthalate untersucht. Die Ergebnisse der untersuchten Proben fließen nicht nur in die Studie ein: Wegen der gesundheitlichen Relevanz werden die Ergebnisse auch den teilnehmenden Familien direkt mitgeteilt. Die untersuchten Schadstoffe wurden aufgrund ihrer schädlichen Wirkungen ausgewählt und weil es für sie gesundheitlich basierte Bewertungsmaßstäbe gibt. Quecksilber im Haar spiegelt den Konsum von quecksilberbelasteten Fisch wider. Cadmium nimmt der Mensch durch die Nahrung und das Rauchen auf. Der Cotiningehalt im Urin ist ein Maß für die Passivrauch­belastung. Phthalate sind Weichmacher, die sich in einer Vielzahl von Plastik-Produkten, unter anderem in Kinderspielzeug, wiederfinden.  Vor allem bisherige Untersuchungen aus Deutschland zeigen, dass besonders Kinder hoch mit Phthalaten belastet sind. Auch wenn 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus jedem Land nicht sehr viel sind, werden im Rahmen dieser Pilotstudie EU-weit insgesamt 4.000 Urin- und Haarproben untersucht. Doch nicht nur die Ergebnisse der Studie sind von großer Wichtigkeit. Auch die Erfahrungen, die die einzelnen Länder im Rahmen dieser Pilotstudie machen, sind von großer Bedeutung: Denn sie entscheiden über die künftige Durchführbarkeit eines einheitlichen Human-Biomonitorings in Europa. Ein einheitliches Human-Biomonitoring würde dazu beitragen, die Belastungssituationen der Menschen in den Mitgliedsländern zu vergleichen, nach den Ursachen der Belastungen zu suchen und politische Maßnahmen abzuleiten, um diese zu verringern. 28.07.2011

Ermittlung der Zufuhr von natürlichen Radionukliden der Uranzerfallsreihe (230Th, 226Ra, 210Pb, 210Po) bei Personen aus der Bevölkerung, in belasteten Gebieten und Wohnungen und an NORM-Arbeitsplätzen durch Ausscheidungsanalyse : Abschlussbericht 2005 zum Forschungsvorhaben St.Sch.-Nr.4280

In der Strahlenschutzverordnung vom Juli 2001 werden natürliche Radionuklide in den Strahlenschutz einbezogen. Zur Klärung der mit der Exposition durch natürliche Radioaktivität aufgetretenen Fragen ist es erforderlich, die relevanten Expositionspfade zu definieren und zu quantifizieren. Die Bestimmung von Ausscheidungsraten der langlebigen Tochter-Nuklide der 238U-Zerfalls-Reihe bei Personen der Bevölkerung und an NORM-Arbeitsplätzen (Naturaly Occurring Radioactive Materials) in verschiedenen Regionen Deutschlands soll dazu einen Beitrag leisten. Im Ergebnis dieser Studie wurden Werte für Ausscheidungsraten in Urin- und Stuhlproben sowie die spezifische Aktivität in Haarproben ermittelt. Eine Kohorte von insgesamt 104 Personen konnte in fünf Regionen Deutschlands zur Mitarbeit gewonnen werden (Wendland, Harz, Erzgebirge/Vogtland, Bayern/Franken und südlicher Schwarzwald). Zur Beurteilung von Arbeitsfeldern wurden Mitarbeiter aus Wasserwerken, aus der Erdgasgewinnung, aus Schaubergwerken und aus Heilbädern als Probanden ausgewählt. Aus den gleichen Regionen wurden Personen aus der Bevölkerung in die Studie einbezogen. Die Gesamtergebnisse sowie die Ergebnisse für die Beschäftigten und "allgemeine Bevölkerung" sind in der Übersichtstabelle ohne Differenzierung nach Arbeitsfeldern und Regionen zusammengefasst.

Informationen zu Biosphere Expeditions

Informationen zur Wolfsmonitoring-Bürgerwissenschaftler-Expedition in Niedersachsen Informationen zur Wolfsmonitoring-Bürgerwissenschaftler-Expedition in Niedersachsen In Niedersachsen startete im Juni 2017 eine „ Bürgerwissenschaftler-Expedition “, bei der durch freiwillige Helferinnen und Helfer zusätzliche Daten für das offizielle Wolfsmonitoring des Landes gesammelt wurden. Projektpartner sind Biosphere Expeditions , das Wolfsbüro sowie die beteiligten Wolfsberaterinnen und Wolfsberater. Informationen zum Projekt Informationen zum Projekt 1. Der Wolf ist eine EU-weit streng geschützte Tierart. Ziel des Landes Niedersachsen ist ein möglichst konfliktarmes Zusammenleben von Wolf und Mensch in der dicht besiedelten Kulturlandschaft Niedersachsens. Auf dieser Basis möchten die Projektpartner kooperativ mit Partnern und Einzelpersonen mit einem Interesse am Wolf, wie z.B. der Landesjägerschaft, Jagdausübungsberechtigten, Wald- und Landeigentümerinnen und -eigentümern, Schäferinnen und Schäfern, Weidetierhalterinnen und Weidetierhaltern, Wolfsberaterinnen und Wolfsberatern, etc. zusammenarbeiten. Das Land Niedersachsen begrüßt es, wenn Menschen sich für den Wolf interessieren und als freiwillige Helferinnen und Helfer ihre Kenntnisse und ihre Arbeitskraft für das Thema einsetzen möchten. Informationen über die Tiere und ihre Verhaltensweisen aus dem Monitoring sind eine wichtige Voraussetzung für eine Konfliktreduktion im Miteinander mit dieser Tierart. 2. Das Bürgerwissenschaftler-Projekt wurde durch die gemeinnützige Organisation Biosphere Expeditions über sieben Jahre hinweg entwickelt. Besonders intensiv war die Vorbereitungsphase in den letzten zwei Jahren vor Projektbeginn 2017 in Zusammenarbeit mit mehreren Wolfsberaterinnen und Wolfsberatern und den Projektpartnern. Dabei wurden auch andere Beteiligte und Interessierte über das Projekt informiert. Seit August 2016 waren Informationen über das Projekt auf www.biosphere-expeditions.org/deutschland öffentlich einsehbar. 3. Das Projekt wird auch in der Zeit vom 25. Juni bis 8. Juli 2022 sowie vom 16. bis 22. Juli 2022 zusätzliche Daten für das offizielle Wolfsmonitoring sammeln. Je mehr wissenschaftlich belastbare Daten zur Populationsgröße und -dynamik des Wolfs vorliegen, desto besser können z.B. Herden geschützt und somit Konflikte vermieden werden. Diese zusätzlichen Daten sind eine wertvolle Ergänzung für die wissenschaftliche Arbeit, genauso wie die Arbeit aller anderen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die wir wertschätzen und anerkennen. Die Zusammenarbeit beim Wolfsmonitoring zwischen dem Land Niedersachsen, der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. und den Wolfsberaterinnen und Wolfsberatern hat sich bewährt und wird durch temporär begrenzte Angebote wie diese nicht ersetzt, sondern ergänzt. 4. An der „Expedition“ nehmen Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler aus verschiedenen Ländern teil, die zeitlich gestaffelt in Gruppen von je zwölf Personen jeweils eine Woche vor Ort sind. Jede der Gruppen wird in mehrere Kleingruppen (2-4 Personen) aufgeteilt und im Gelände eingesetzt. Allgemeine Informationen zu Hintergründen und Altersstruktur der Bürgerwissenschaftler gibt es auf der Biosphere Expeditions Webseite (auf Englisch). An den Expeditionen in Niedersachsen nahmen zwischen 2017 und 2020 insgesamt über 100 Personen aus 15 Ländern teil (Australien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Indien, Island, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz, Singapur, USA). Im Jahr 2020 wurde die Expedition in einem sehr kleinen fünftägigen Rahmen durchgeführt und 2021 fand aufgrund der Corona-Pandemie keine Expedition statt. Nach intensiver zweitägiger Schulung durch das NLWKN-Wolfsbüro, Wolfsberaterinnen und Wolfsberater und die Expeditionsleitung von Biosphere Expeditions gehen die Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler vier Tage lang ins Feld, um aktiv Daten zu sammeln. Das Ziel der Feldarbeit ist insbesondere die Dokumentation und Sammlung von Losungsproben sowie die Dokumentation von Fährten. Andere Wolfshinweise oder Nachweise wie Haarproben oder zufällige Sichtungen sind nur in Ausnahmefällen zu erwarten und nicht Ziel der Expedition. In Ausnahmefällen, aber jeweils nur mit Zustimmung der örtlich Zuständigen, sollen auch Fotofallen aufgestellt werden. Die Daten und Proben werden vor Weiterleitung an die Landesjägerschaft und das Wolfsbüro durch Wolfsberaterinnen und Wolfsberater evaluiert und einer Qualitätsprüfung unterzogen, um den streng wissenschaftlichen Vorgaben des offiziellen Wolfsmonitorings zu genügen. Die Kleingruppen gehen ihrer Monitoring-Tätigkeit nur auf öffentlichen Straßen sowie öffentlich zugänglichen Feld- und Waldwegen nach. Die Suche auf Feld- und Waldwegen ist im Wolfsmonitoring eine übliche Methode, da Wölfe bevorzugt solche Wege nutzen, um ihr Territorium energiesparend zu durchqueren und zu markieren. Eine Suche im Unterholz dagegen wäre wenig erfolgsversprechend. 5. Das Konzept der Bürgerwissenschaft (engl. citizen science ) ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Es ist eine weltweit erprobte und anerkannte Methode, um wissenschaftlich wertvolle und valide Felddaten, u.a. im Natur- und Artenschutz zu sammeln und um Bürgerinnen und Bürger intensiv in den Naturschutz einzubinden und diesen gegebenenfalls auch mitzufinanzieren (siehe auch die Biosphere Expeditions - Webseite auf Deutsch und Englisch ). 6. Das Konzept von Biosphere Expeditions besteht darin, Naturschutz-Projekte weltweit mithilfe des Arbeitseinsatzes und der Finanzierung durch interessierte Laien zu verwirklichen. Die Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler helfen also auf zwei Ebenen: Durch das Sammeln valider Felddaten und mit ihrem Expeditionsbeitrag, der das jeweilige Projekt finanziert. Gerade im Zeitalter der zurückgehenden Fördergelder für Naturschutzprojekte sind solche Bürgerwissenschafts-Projekte eine immer wichtiger werdende Quelle von validen Daten und Erfolgen im Naturschutz . Die gemeinnützige (s.u.) Organisation Biosphere Expeditions garantiert hierbei, dass Expeditionsbeiträge weltweit im Durchschnitt zu zwei Dritteln für das Projekt verwendet werden, um damit Personal, Kost und Logis, Fahrzeuge, Treibstoff, Forschungsausrüstung, Unterrichtsmaterialien, Reisekosten, Forschungsberichte, Nachbereitung, Kampagnen, etc. zu finanzieren. Die Expeditions-Ausrüstung wird nach Ende der „Expedition“ “ Wolfsberaterinnen und Wolfsberatern kostenfrei zur Verfügung gestellt (z.B. Kamerafallen). Biosphere Expeditions führt solche Expeditionen in der ganzen Welt seit seiner Gründung im Jahr 1999 durch und hat mittlerweile eine lange Liste an Errungenschaften und Auszeichnungen vorzuweisen. Details zur Mittelverwendung werden von Biosphere Expeditions in einem Expeditionsbericht freiwillig offengelegt, der nach jedem Expeditionsprojekt veröffentlicht wird. Auch für die Expeditionen in Deutschland gibt es ca. sechs bis zehn Monate nach Expeditionsende einen solchen Bericht (s. Pkt. 9). Weitere Details zu den o.g. Sachverhalten gibt es auf der FAQ-Seite von Biosphere Expeditions (in Deutsch und Englisch). 7. Biosphere Expeditions ist kein Reise- oder Tourismusunternehmen, sondern eine gemeinnützige Naturschutzorganisation, in Deutschland z.B. als gemeinnütziger e.V., in den USA als sog. „501(c)(3) charity“, in England als „non-profit Ltd“ oder in Frankreich als „association à but non lucrative“. Weitere Details dazu gibt es auf der Biosphere Expeditions Webseite (auf Englisch). 8. Im Rahmen der Projekte von Biosphere Expeditions werden u.a. auch Einkommensquellen für Menschen und Firmen vor Ort geschaffen , Nachwuchswissenschaftler ausgebildet , Menschen sensibilisiert und ausgebildet , Presse- und Aufklärungsarbeit (z.B. durch die Zusammenarbeit mit den Medien , die die Expeditionen begleiten) betrieben. In Deutschland zieht das Wolfsmonitoring Menschen aus der ganzen Welt an (s.o.), die sich in unserer Heimat aktiv für den Wolf mit ihrer Arbeits- und Finanzkraft einsetzen wollen und sich für die Natur und Kultur unseres Landes interessieren. Wir danken diesen Menschen für ihr Interesse und ihr Engagement und sind zutiefst davon überzeugt, dass deren uneigennütziger Einsatz, ebenso wie der ehrenamtliche Einsatz der Wir danken diesen Menschen für ihr Interesse und ihr Engagement und sind zutiefst davon überzeugt, dass deren uneigennütziger Einsatz, ebenso wie der ehrenamtliche Einsatz der Wolfsberaterinnen , lobens- und unterstützenswert ist. 9. Die Expeditionen werden nach streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten organisiert, u. a. den deutschlandweiten Monitoring-Standards, die auch für Niedersachsen gelten. Die Ergebnisse, die die Expeditionen bis jetzt geliefert haben, sind beachtlich (s. auch Berichte der Expedition 2017 , 2018 und 2019 ). 10. Im Sinne einer kooperativen Zusammenarbeit zum Wohle der Koexistenz mit dem Wolf in Niedersachsen und um etwaige Ängste und Vorbehalte abzubauen, laden die Projektpartner interessierte Partner, Verbände, Medienvertreter und Menschen ein, sich die Arbeit der Expedition im Feld anzusehen. Wir würden uns ebenfalls freuen, von weiteren Wolfsberaterinnen und Wolfsberatern in der Region zu hören, die an einer Zusammenarbeit Interesse haben. Anfragen bitte jeweils an deutschland@biosphere-expeditions.org . 11. Die o.g. Projektpartner freuen sich auf eine kooperative, konflikt- und vorurteilsfreie, faktenbasierte Zusammenarbeit mit allen, die ein Interesse am Thema Wolf in Niedersachsen haben. Wir glauben, dass der Weg zum Erfolg in Wissenschaft und Naturschutz über professionelle Zusammenarbeit und respektvollen Umgang miteinander führt und laden alle Interessensgruppen herzlich dazu ein. Weitere Informationen über Biosphere Expeditions: http://www.biosphere-expeditions.org/ http://www.biosphere-expeditions.org/volunteeringingermany Weitere Informationen über das Wolfsbüro im NLWKN: www.wolfsbuero.nlwkn.niedersachsen.de Weitere Informationen zum Wolfsmonitoring in Niedersachsen: http://www.wolfsmonitoring.com

Gartenschläfer in Deutschland

Das Projekt "Gartenschläfer in Deutschland" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. durchgeführt. Das Projekt soll dazu beitragen, den dramatischen Rückgang des Gartenschläfers in Deutschland zu stoppen und seine Bestände langfristig zu sichern. Dies erfordert zunächst eine Erfassung der Bestandssituation und der Rückgangsursachen. Hierzu werden neben den Verbreitungsdaten Daten zu Phänologie, Habitaten, Nahrung, Konkurrenz und Prädatoren, Genetik sowie Krankheiten und Parasiten des Gartenschläfers erhoben und ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine Grundlage für die Erarbeitung eines bundesweiten Schutzkonzeptes, das dann in den beteiligten Bundesländern (u.a. Bayern) umgesetzt wird. Anhand von Tieren aus Auffangstationen werden neue Vorkommen gegründet und isolierte Vorkommen im einstigen Verbreitungsgebiet gezielt vernetzt. Zum Aufbau einer bundesweiten Gendatenbank für den Gartenschläfer und zur Erstellung einer arealweiten Phylogeografie werden Gewebe- und Museumsproben sowie Haarproben gesammelt und genetisch analysiert. Die Sammlung der Haarproben erfolgt mithilfe von freiwillig tätigen 'Gartenschläferrettern'. Interessierten wird mit Hilfe umfassender Qualifizierungen die Möglichkeit gegeben, sich nicht nur bei der Probensammlung, sondern auch im Monitoring sowie bei der Entwicklung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen als citizen scientist zu beteiligen. Für die bundesweite Beteiligung der Öffentlichkeit wird ein Meldetool für den Gartenschläfer entwickelt.

Teilprojekt 'Koordination, übergreifende Öffentlichkeitsarbeit und Evaluation'

Das Projekt "Teilprojekt 'Koordination, übergreifende Öffentlichkeitsarbeit und Evaluation'" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. durchgeführt. Das Projekt soll dazu beitragen, den dramatischen Rückgang des Gartenschläfers in Deutschland zu stoppen und seine Bestände langfristig zu sichern. Dies erfordert zunächst eine Erfassung der Bestandssituation und der Rückgangsursachen. Hierzu werden neben den Verbreitungsdaten Daten zu Phänologie, Habitaten, Nahrung, Konkurrenz und Prädatoren, Genetik sowie Krankheiten und Parasiten des Gartenschläfers erhoben und ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine Grundlage für die Erarbeitung eines bundesweiten Schutzkonzeptes, das dann in den beteiligten Bundesländern (u.a. Bayern) umgesetzt wird. Anhand von Tieren aus Auffangstationen werden neue Vorkommen gegründet und isolierte Vorkommen im einstigen Verbreitungsgebiet gezielt vernetzt. Zum Aufbau einer bundesweiten Gendatenbank für den Gartenschläfer und zur Erstellung einer arealweiten Phylogeografie werden Gewebe- und Museumsproben sowie Haarproben gesammelt und genetisch analysiert. Die Sammlung der Haarproben erfolgt mithilfe von freiwillig tätigen 'Gartenschläferrettern'. Interessierten wird mit Hilfe umfassender Qualifizierungen die Möglichkeit gegeben, sich nicht nur bei der Probensammlung, sondern auch im Monitoring sowie bei der Entwicklung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen als citizen scientist zu beteiligen. Für die bundesweite Beteiligung der Öffentlichkeit wird ein Meldetool für den Gartenschläfer entwickelt.

Untersuchungen zur Bleibelastung von Strassenwaertern in Baden-Wuerttemberg

Das Projekt "Untersuchungen zur Bleibelastung von Strassenwaertern in Baden-Wuerttemberg" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Heidelberg, Hygiene-Institut durchgeführt. An verschiedenen Autobahnmeistereien in Baden-Wuerttemberg wurden dem dort beschaeftigten Personal Blut-, Speichel- und Haarproben entnommen und auf ihren Bleigehalt hin untersucht. Es zeigt sich, dass im Vergleich zu den Werten, die zu Beginn der achtziger Jahre erhalten worden waren, ein deutlicher Rueckgang der Bleibelastung bei dieser besonders betroffenen Bevoelkerungsgruppe zu verzeichnen ist. Es ergeben sich Hinweise darauf, dass die Blutbleibelastung altersabhaengig ist.

Entwicklung eines Verfahrens zur nicht-invasiven repräsentativen Gewinnung von Gewebeproben zur Bestandesschätzung von Rothirschen und Wildschweinen

Das Projekt "Entwicklung eines Verfahrens zur nicht-invasiven repräsentativen Gewinnung von Gewebeproben zur Bestandesschätzung von Rothirschen und Wildschweinen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Freiburg, Forstzoologisches Institut, Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement durchgeführt. Viele Populationen großer Huftiere sind in Mitteleuropa managementrelevant. Im in Südwest-Deutschland gelegenen Pfälzerwald kommen sowohl Wildschweine (Sus scrofa) als auch Rothirsche (Cervus elaphus) in mutmaßlich großen, aber letztendlich unbekannten Dichten vor. Für ein nachhaltiges Management beider Arten sind verlässliche und akkurate Populationsschätzungen nötig. Nicht-invasive genetik-basierte Methoden repräsentieren in diesem Zusammenhang ein nützliches Instrument für das Wildtiermanagement, da sie es erlauben, Tiere zu erfassen, ohne sie zu fangen oder anderweitig zu beeinflussen. Nicht-invasive Methoden arbeiten meist mit Haar- oder Kotproben, die genotypisiert werden und so eine Unterscheidung zwischen Individuen ermöglichen. Eine der Anwendungen nicht-invasiver Methoden ist die Populationsschätzung. Im Rahmen eines Promotions-Projekts wurde ein nicht-invasiver genetik-basierter Ansatz für die Populationsschätzung bei Wildschweinen und Rothirschen entwickelt, im Freiland getestet und anschließend evaluiert. In ersten Versuchen am Wildschwein wurde die Haarbeprobung mittels beköderter 'Haarfänger' getestet. Dabei zeigte sich, dass die Methode für diese Tierart für den Zweck der Populationsschätzung nicht geeignet ist. Grund hierfür waren signifikante alters- und gruppenstatusabhängige Verhaltensunterschiede bei der Beprobung. Im Folgenden wurde sowohl für Wildschweine als auch für Rothirsche die Kotbeprobung entlang von Transektlinien getestet und angewandt; die so gewonnenen Proben wurden genotypisiert und zum Berechnen von Populationsschätzungen verwendet. Für beide Tierarten sind die geschätzten Populationszahlen erheblich höher als zuvor angenommen, da bislang lediglich die Jagdstreckenstatistik und - im Fall des Rothirsches - Scheinwerferzählungen als Anhaltspunkt genommen werden konnten. Die hier vorgestellte Methode stellt eine viel versprechende Alternative zu den traditionell angewandten Methoden wie z.B. Jagstreckenstatistiken oder Losungszählverfahren dar, da sie absolute Populationszahlen ergibt und damit eine quantitative Bewertung des Erfolgs von Managementmaßnahmen ermöglicht. Die Methode könnte auch auf andere Huftierarten übertragen angewandt werden. Mittlerweile ist eine nicht-invasive genetik-basierte Bestandesschätzung auch für Rehe (Capreolus capreolus) entwickelt und getestet worden.

Teilprojekt 'Landesverband BY'

Das Projekt "Teilprojekt 'Landesverband BY'" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bund Naturschutz in Bayern e.V. - Landesfachgeschäftsstelle Nürnberg durchgeführt. Das Projekt soll dazu beitragen, den dramatischen Rückgang des Gartenschläfers in Deutschland zu stoppen und seine Bestände langfristig zu sichern. Dies erfordert zunächst eine Erfassung der Bestandssituation und der Rückgangsursachen. Hierzu werden neben den Verbreitungsdaten Daten zu Phänologie, Habitaten, Nahrung, Konkurrenz und Prädatoren, Genetik sowie Krankheiten und Parasiten des Gartenschläfers erhoben und ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine Grundlage für die Erarbeitung eines bundesweiten Schutzkonzeptes, das dann in den beteiligten Bundesländern (u.a. Bayern) umgesetzt wird. Anhand von Tieren aus Auffangstationen werden neue Vorkommen gegründet und isolierte Vorkommen im einstigen Verbreitungsgebiet gezielt vernetzt. Zum Aufbau einer bundesweiten Gendatenbank für den Gartenschläfer und zur Erstellung einer arealweiten Phylogeografie werden Gewebe- und Museumsproben sowie Haarproben gesammelt und genetisch analysiert. Die Sammlung der Haarproben erfolgt mithilfe von freiwillig tätigen 'Gartenschläferrettern'. Interessierten wird mit Hilfe umfassender Qualifizierungen die Möglichkeit gegeben, sich nicht nur bei der Probensammlung, sondern auch im Monitoring sowie bei der Entwicklung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen als citizen scientist zu beteiligen. Für die bundesweite Beteiligung der Öffentlichkeit wird ein Meldetool für den Gartenschläfer entwickelt.

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