Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)
Die Flora Food Manufacturing Germany GmbH & Co. OHG hat mit Datum vom 24.05.2023 (Eingang 26.05.2023) bei der Kreisverwaltung Kleve einen Antrag auf Erteilung einer Genehmigung gemäß § 16 BImSchG für die Änderung und den Betrieb einer Anlage zur Herstellung von sonstigen Nahrungsmittelerzeugnissen durch die Erhöhung der Produktionskapazität auf 570 t/d und 150.000 t/a, dem dauerhaften Betrieb von Zweistoffbrennern und eines Heizöltanks sowie der Errichtung einer Abwasserbehandlungsanlage sowie Nebenanlagen auf dem Grundstück Van-den-Bergh-Str. 35, 47533 Kleve Gemarkung Kellen, Flur 8, Flurstück 1583 beantragt. Die geplante Abwasserbehandlungsanlage fällt unter die Nr. 13.1.2 der Anlage 1 des UVPG. Hierfür ist eine allgemeine Vorprüfung des Einzelfalles erforderlich.
Hinweise für Betreiber von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (z. B. Fassläger, Tankstellen, Heizöltanks o. ä.)
Kunststofftanks für Kraftstoffe im Automobil und für Heizöl im häuslichen Bereich wurden bisher aufgrund der eingedrungenen Ölverunreinigungen als nicht recyclingfähig angesehen. Ein Konsortium aus sieben Unternehmen hat sich im Rahmen eines vom BMBF geförderten Vorhabens dieser Thematik mit dem Ziel angenommen, ein wirtschaftliches großtechnisches Recyclingverfahren zu entwickeln und umzusetzen. Von der Demontage der Bauteile durch die Firmen RETEK/Emden und Tank-Schuler/Pforzheim über die Aufbereitung durch die Unternehmen Nehlsen-Plump/Bremen, Uhde Hochdrucktechnik/Hagen und Ponachem/Bremen bis hin zur Verarbeitung in den Werken der Werit Kunststoffwerke/Ottendorf und der TI Automotive Systems/Rastatt wurden alle relevanten Bereiche der Kreislaufführung abgedeckt und ein Verfahren entwickelt, das die Kreislaufschließung ermöglicht. Das Vorhaben wurde vom Fraunhofer ICT koordiniert. Darüber hinaus arbeiteten die Universitäten Stuttgart, Karlsruhe sowie die Fachhochschule Wolfsburg mit. Die Projektträgerschaft lag beim DLR in Bonn. Ziel des Vorhabens war die wirtschaftliche Kreislaufführung flüssigkeitstragender Polymerbauteile. Beispielhaft wurde das Vorhaben an Heizöltanks und an Kfz-Bauteilen wie Kunststoff-Kraftstoffbehältern (KKB) aus Polyethylen hoher Dichte (PE-HD) durchgeführt. Das Haupthindernis für die Kreislaufschließung solcher Bauteile stellen die während der Nutzung eindiffundierten Füllgutbestandteile dar. Untersucht wurde die Rückführung von gebrauchten, flüssigkeitstragenden Polymerbauteilen (FTP) in den Herstellungsprozeß bei Betrachtung folgender Punkte: - Schadstoffentfrachtung; - Herstellung neuer FTP unter Einsatz von Rezyklat; - Bauteilprüfung rezyklathaltiger Produkte; - Modifikation bestehender Produkte zur Optimierung ihrer Kreislaufführung und - Querschnittsthemen (Sicherheitsaspekte, Logistik, Qualitätssicherung, Wirtschaftlichkeit.
Der vorliegende Bericht dokumentiert die Auswirkungen des extremen Hochwassers August 2002 auf die Gütesituation der Elbe. Untersuchungsbefunde aus mehreren Bundesländern wurden zusammengeführt. Der Bericht hat eine zweigeteilte Vorgehensweise bei der Dokumentation: Zum einen werden wichtige Einzelaktivitäten der Länder zur Erfassung der Gütesituation beschrieben und die Ergebnisse dargestellt. Zum anderen wird - soweit es die Datenlage hergab - die Entwicklung von verschiedenen Messgrößen im Längsverlauf der Elbe betrachtet. Die Einordnung der Untersuchungsbefunde erfolgt u. a. durch einen Vergleich mit Ergebnissen aus dem Jahr 2001 sowie mit den IKSE/ARGE-ELBE-Zielvorgaben für die Schutzgüter 'Aquatische Lebensgemeinschaften' und 'Landwirtschaftliche Verwertung von Sedimenten'. Weitere Möglichkeiten der Bewertung durch einschlägige nationale und internationale Literatur wurden genutzt, soweit dies sinnvoll erschien. Insgesamt betrachtet kann festgestellt werden, dass trotz erhöhter Last- und Schadstoffeinträge in den Elbeschlauch in der Regel das Belastungsniveau aus den 1970er und 1980er Jahren nicht erreicht wurde. Die große Verdünnungswirkung der enormen Wassermengen hat dazu beigetragen, dass die festgestellten Konzentrationswerte meist im Spannweitenbereich der zurückliegenden Jahre blieben. Eine Ausnahme bilden Mineralölprodukte, die durch Havarien, Überflutungen von Tankstellen und durch das Auslaufen einer Vielzahl von häuslichen Heizöltanks nachweislich und offensichtlich die Elbe belasteten. Eine entsprechende Vorbelastung aus dem tschechischen Elbeabschnitt wurde ebenfalls dokumentiert. Zu einem großen Teil haben sich die von der Elbe mitgeführten Schwebstoffe in den Überflutungsbereichen des Stromes abgelagert. Betroffen waren dabei auch landwirtschaftlich genutze Flächen, die z. B. nach Deichbrüchen überschwemmt waren. Da viele Schadstoffe an Schwebstoff gebunden vorliegen, ergibt sich hieraus eine besondere Problematik. Diese starken Sedimentationsprozesse, insbesondere im Mittellauf der Elbe, haben dazu beigetragen, dass der Schwebstoffeintrag in die Tideelbe relativ gering blieb. Üblicherweise im Hamburger Hafenbereich stattfindende Sedimentationen waren wegen der extrem kurzen Verweilzeiten der Wasserkörper kaum zu verzeichnen. Abschätzungen für den Eintrag in die Nordsee ergaben, dass durch die Hochwasserwelle die überwiegend gelösten Stoffe in einer Größenordnung von rd. 20 bis 30 Prozent (Ausnahme: Arsen 70 Prozent) einer normalen Jahresfracht seewärts transportiert wurden. Austräge bestimmter Pestizide aus dem Moldau- und Muldesystem ließen sich ebenfalls bis in die Nordsee hinaus verfolgen. Auffällig waren umfangreiche Fischsterben in Elbenebenflüssen und deren Überflutungsbereichen. Durch den mehrwöchig anhaltenden Rückstau des Wassers und den damit verbundenen Überstau der Vegetation kam es dort zu massiven Fäulnisprozessen, die bereichsweise zu einem totalen Sauerstoffverbrauch führten.
Antrag der Firma Evonik Operations GmbH, Arthur-Imhausen-Straße 92, 58453 Witten, auf Erteilung einer Genehmigung nach § 16 Absatz 4 Bundes- Immissionsschutzgesetz (BImSchG) zur Änderung der Feuerungsanlage Kes- sel A und B durch die Errichtung und den Betrieb eines heizölbefeuerten Leih- dampferzeugers inkl. Heizöltank und Abfüllung, in Verbindung mit zwei Anträ- gen auf Zulassung des vorzeitigen Beginns gemäß §§ 8a und 31e BImSchG
Die W-E Agrarenergie GmbH & Co.KG Am Ölbach 7 33415 Verl beantragt die Änderung der Biogasanlage durch 1. die Verlegung der Waage und des Wiegecontainers BE 1.7, 2. die Errichtung und der Betrieb eines Pumpenraums BE 2.6, 3. die Stilllegung des Heizöltanks BE 6.1, 4. die Stilllegung der Behälter BE 1.4 und BE 2.3 5. die Stilllegung der BHKW 1 – 3 und des Notstrom BHKW und Errichtung und Betrieb der BHKW 5 und 6, 6. die Errichtung und der Betrieb eines Vorlagebehälters BE 6.5, 7. die Errichtung und der Betrieb eines zweiten Entschwefelungs-filters BE 6.13 8. die Errichtung und der Betrieb einer Trafostation, 9. die Errichtung und der Betrieb eines Holzofens mit Holzlager BE 7. Für das Vorhaben ist eine UVP-Vorprüfung erforderlich.
Die Verallia Deutschland AG hat mit Datum vom 20.10.2022 einen Antrag nach § 16 Abs. 2 BImSchG zur wesentlichen Änderung der Anlage zur Hohlglaserzeugung (Behälterglas) durch den Einsatz von Heizöl EL als Zusatzbrennstoff an den Glasschmelzwannen 1 bis 3 gestellt. Hiermit verbunden ist – neben weiteren Maßnahmen, wie u.a. der Errichtung von Pumpen und Rohrleitungen - die Demontage von zwei bereits stillgelegten Schweröltanks und die Errichtung von zwei neuen Heizöltanks mit einem Volumen von je 100 m³ sowie einer Abtanktasse.
Die Firma INEOS Solvents Marl GmbH, Paul-Baumann-Str. 1, in 45772 Marl hat die Genehmigung zur wesentlichen Änderung und zum Betrieb einer Anlage zur Herstellung von Acetylen auf dem Grundstück Paul-Baumann-Str. 1 in 45772 Marl (Gemarkung Marl, Flur 58, Flurstück 43) beantragt. Gegenstand des Antrages ist im Wesentlichen die Errichtung und der Betrieb eines Lagertanks für Rußöl (2.000 m3) und eines Heizöltanks (3 m3) sowie der dazugehörigen Apparate einschließlich einer neuen Verlade- und Befüllstelle.
Errichtung und Betrieb von zwei 2,9 t Flüssiggas-Tanks sowie zwei 5000 Liter Heizöl-Tanks.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 4 |
| Land | 26 |
| Weitere | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 2 |
| Gesetzestext | 1 |
| Text | 4 |
| Umweltprüfung | 18 |
| unbekannt | 4 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 24 |
| Offen | 3 |
| Unbekannt | 2 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 29 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 1 |
| Dokument | 20 |
| Keine | 5 |
| Webseite | 6 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 29 |
| Lebewesen und Lebensräume | 16 |
| Luft | 6 |
| Mensch und Umwelt | 29 |
| Wasser | 6 |
| Weitere | 24 |